...bedeutet in meinem Dialekt "vorwärts". Und firsi geht es zur Zeit ganz unglaublich in der Natur! Gerade sind wir von einem Wald-Spaziergang zurückgekommen, eine echte Labsal für Körper und Geist. Es war so idyllisch, dass ich mich dann und wann in einer Gotthelf-Geschichte wähnte: das Läuten der Kirchenglocken aus der Ferne wetteiferte mit dem Schellenklang der Kühe, die jetzt wieder auf die Weiden dürfen. Die Vögelchen zwitscherten aus voller Kehle und sausten balzend durch das Geäst der Bäume, während ein Mäuschen durchs Unterholz raschelte und entsetzt das Weite suchte, als es uns gewahr wurde. Und irgendwo hämmerte ein Specht ein wildes Staccato auf Holz. (Wusstet ihr übrigens, dass die Natur Spechten ein spezielles Organ im Kopf verpasst hat? Es verhindert, dass sich die Vögel bei dieser ungestümen Klopferei eine "Dauercommotio" holen...) Der Duft frisch geschlagenen Holzes zog uns in die Nase; davon türmen sich jetzt an jeder Ecke ganze Polter. (Der massive Föhnsturm, der sich letztes WE über mehrere Tage zog, hat reihenweise Bäume aus dem Boden gezerrt oder sie einfach auf halber Höhe abgeknickt.)
Um das Bild rund zu machen fehlte eigentlich nur noch das Annebäbi in Tracht, unterwegs mit einer "Bränte" am Rücken zur Molkerei....😁
Dass wir jetzt wirklich mit dem Frühling rechnen dürfen bezeugt die Tatsache, dass "meine" Schwälbchen vorgestern wieder im Stall eingezogen sind. Ich freue mich jedes Jahr sehr über die kleinen Plapperschnäbel und habe gleich die 2. Hälfte des Lamellenvorhangs am Eingang zum Stall abgehängt, damit sie freie Flugbahn haben. Einen Teil hatte ich in weiser Voraussicht schon vor einer Weile entfernt; ich kenne ja meine kleinen Pappenheimer und ahnte, dass sie bereits auf dem Weg hierher sind!
Ich weiss ja um die grossartigen Fähigkeiten von Vögeln (oder Tieren im Allgemeinen!), aber trotzdem bin ich jedes Frühjahr wirklich verblüfft, wie punktgenau die Schwalben nach einer unglaublichen Flugstrecke den Ort wiederfinden, an dem sie geschlüpft und aufgewachsen sind!
Sie werden sich jetzt genauso an die Arbeit machen wie die Elstern, die im grossen, alten Nussbaum vor dem Stubenfenster mit Feuereifer dabei sind, ihr Nest in Ordnung zu bringen. Alles, was nicht mehr taugt, wird energisch aus dem grossen Horst gezerrt und in mühevoller Arbeit durch "eingeflogenes" neues Material ersetzt. Es ist wirklich herzerfrischend, die Vögel bei ihrem Tun zu beobachten: da wird hingebungsvoll ein kleiner Zweig eingeflochten, das Werk dann kritisch beäugt- und entspricht es nicht den Vorstellungen, rupft man den Zweig entschlossen wieder raus und fängt nochmal von vorne an. Stabil, sicher und belastbar muss die Geschichte werden!
Ja, der Frühling ist eine wirklich belebende und erfreuliche Jahreszeit - und ich fühle mich im Moment wieder etwas energiegeladener. Gut, das mag z.T. daran liegen, dass mein Blutdruck nach mehreren gescheiterten Versuchen jetzt endlich besser eingestellt ist. Oder dass sich die Situation im Job etwas entspannt hat. Aber mit aller Sicherheit auch an diesem kraftvollen Blühen und Spriessen ringsum! Wer die Natur beobachtet, sich in ihr und vor allem mit ihr bewegt, der braucht keine Multivitamin-Präparate mehr! 😉
Einen fröhlichen
Frühlings-Sonntag
wünsche ich
zu haben,
meine Lieben!
🌸






















