Samstag, 17. Juli 2021

VERDICHTET

 

 

Puuuhhhhh.....

Das Gröbste haben wir, denke ich, geschafft. Und sind wohl nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Wir hatten viel mehr Glück als jene Menschen, die von Jetzt auf Gleich ALLES, im schlimmsten Fall sogar ihr Leben, verloren haben.....

Auch hier ergiessen sich die Gewässer weiterhin in Städte und Ortschaften, es gab Murgänge (und es werden voraussichtlich nicht die letzten gewesen sein), Steinlawinen legten Bahngleise und Strassen lahm, Weiden verwandelten sich in Teiche.

Aber im Grossen und Ganzen hatten wir (zumindest hier in der Umgebung!) Glück. ManitouseiDank werden die kommenden Tage trocken(er) und sonnig(er), die Situation kommt langsam zur Ruhe.

Die Konsequenzen aus dem weiter fortschreitenden (und immer noch gerne geleugneten!) Klimawandel sind unübersehbar. Aber der ist nicht alleine Schuld am Schlam(m)assel: Bebauung (also Versiegelung) und die Verdichtung der Böden tragen auch sehr viel dazu bei, dass solche Regenmassen wie eben erlebt nicht mehr versickern können.

Ich konnte das wieder selbst anhand meiner Weide und denen ringsum erleben:

Auf meiner Weide ist seit mindestens 15 Jahren kein Traktor oder Ähnliches mehr gefahren. Dieser Umstand, also dass das Erdreich nicht mehr durch die schweren Maschinen regelmässig zusammengepresst wird, und wohl auch der wilde Bewuchs mit allem, was auf eine NATÜRLICHE Magerwiese gehört, hat offensichtlich dafür gesorgt, dass auf diesem Stück Land nicht eine einzige Pfütze stand. Auf den Weiden ringsum sammelte sich das Wasser zu riesigen Teichen an die sich, auch nach eineinhalb Tagen mit soviel wie keinem Niederschlag mehr, immer noch nicht zurückgebildet haben.  

DAS ist mir Beweis genug......

Kommen wir vielleicht jetzt endlich mal in die Gänge?.....

 

Während der grauen Regentage habe ich gern ein wenig in meinem Journal gearbeitet. Es wird je länger, je mehr eines, in dem ich kleine Erinnerungsstücke verarbeite und aufbewahre und sie mir so immer wieder anschauen kann.

Mein letztes "Werk" ist ein grosses Foto von mir als ganz kleine Hummel im Garten meiner Oma. Scheinbar konnte ich mich schon damals für irgendwas begeistern, was da im Grünen summte oder krabbelte. 😊

 

 

Zum Foto, welches ich teilen musste, habe ich eine kleine Einstecktasche kombiniert, die ich aus Papier und passendem Stoffband gebastelt habe. Darin steckt nun ein Mäppchen mit Sichtfenster, welches 3 Locken enthält, die mir meine Mutti im Alter von etwa 1 1/2 Jahren geschnitten hat. 

 


Und eine Zeichnung, die ich im Alter von 2 1/2 Jahren zu Papier brachte. Mein Daddy hat damals die ganze Geschichte nach meinen Anweisungen beschriftet- dieses kleine Alien links mit dem Totenschädelchen war also ein Selbstportrait, *ggg*!

 


 

Wie schön, dass meine Eltern solche Dinge für mich aufbewahrt haben! Und dank meines Journals kann ich sie nun immer mal wieder angucken und mich freuen....(Und ein bisschen rosa musste jetzt einfach sein! 😄)

 

Fröhlichen Sonntag, meine Lieben,

haltet euch trocken! 🌂 

 

 

 


Sonntag, 11. Juli 2021

z'ALP


Wenn wir hier schon mal in Erinnerungen schwelgen, dann häng ich doch gleich noch eine dran!

Sommer. Zwar nicht meine liebste Jahreszeit, aber eine, die schöne Bilder in mein Gedächtnis holt.

Unsere Sommerferien verbachten wir in meiner Jugendzeit immer auf der Alp. Ich war knapp 3 Monate alt, als ich das erste Mal Alpluft schnupperte. Von da an ging es jeden Sommer für 3 Wochen hoch auf etwa 1250 m.ü.M., in dieses kleine, einfache, sonnenverbrannte Holzhäuschen. Mitten auf einer riesigen Bergweide stand es, nur ein paar Meter entfernt vom dunklen, dichten Wald und der kleinen, weissen Kapelle. Es gab keinen Strom, kein Bad, einen Holzfeuerherd und ein Plumpsklo. Dafür einen Erdkeller, der als riesiger Kühlschrank diente und in dem sich Lebensmittel ewig hielten, und einen Brunnen vor dem Haus.

Man hatte einen unglaublichen Ausblick: das ganze Obwaldnerländli breitete sich vor einem aus, der See leuchtete türksblau, die Dörfer zu Füssen unserer Berge lagen, eingebettet in sattes Grün, rundum an seinen Ufern.

 

 

Alleine schon die Vorbereitungen auf diesen Aufenthalt waren aufregend. Mutti packte Lebensmittel, Küchenutensilien, Bettzeug und Klamotten ein. Wir unsere Bücher, Mal- und ein paar Spielsachen. Dann kam der Vater meiner Tante mit seinem alten Landrover, das ganze Gedöhns wurde hinten eingeladen, und diejenige von uns, die das Glück hatte, durfte vorne in der Fahrerkabine mitfahren. Der Rest folgte der fröhlichen Fuhre im Renault meines Daddys.

Nachdem wir alle viele Höhenmeter über enge Haarnadelkurven hinter uns gebracht hatten und quer über die Alp gerumpelt waren (damals gabs dort noch keine oder wenn, dann ganz zerkarrte, ausgespülte Strässchen!), war es immer ein besonderer Moment, wenn sich die knarrende zweigeteilte Tür des Häuschens das erste Mal öffnete. An den Geruch, der einem dann entgegenschlug, kann ich mich heute noch erinnern: es war eine Mischung von altem Holz, Feuerrauch und ein ganz kleines bisschen nach Güllengrube, die hinter dem Haus lag. Von der Minute an warteten viele Tage Freiheit, Natur pur und kaum gesetzte Grenzen auf uns!

Morgens erwachten wir erst durch das Geräusch, wenn Mutti unten in der Küche die kalte Asche im Holzherd in die Ascheschublade runterrüttelte. Dann hörte man die Scheite knacken, der Duft von Feuer zog durchs Häuschen, und wir schälten uns gähnend aus den Federn. Als erstes wuschen wir uns draussen am Brunnen mit eiskaltem Bergwasser, bevor wir uns in der Stube an den Tisch zum Frühstück setzten. 

Die Tage verbachten wir mit allem, wozu wir grade Lust hatten. Lasen oder dösten in der Sonne, kletterten auf die riesige Tanne, die alleine mitten auf der Weide stand, ober besuchten die Kinder in den andern paar Häuschen, die verteilt auf der ganzen Alp lagen.

 


 

Sonnebrand holten wir uns damals so gut wie nie. Wir wurden zwar alle ab und zu mit "Sherpa Tensing" Sonnencreme eingerieben, auch wenn die Intensität der Strahlen damals noch nicht so gross war wie heutzutage. Trotzdem kamen wir schlussendlich immer braungebrannt nach hause.

Mittags und abends läuteten wir mit Inbrunst das Glöckchen in der Kapelle, und vor dem Abendbrot machten wir uns gemeinsam auf, um in der Sennhütte schaumige Milch frisch ab Kuh, goldgelbe Butter und wunderbar würzigen Alpkäse zu holen. 

Daddy fuhr vielleicht ein Mal die Woche "z'Bodä", um Lebensmittel einzukaufen, ab und zu gabs Besuch von Verwandten; ansonsten blieb die Zivilisation aussen vor. 

Das Leben dort oben war beschaulich und sehr nah an der Natur. Das zeigte sich auch deutlich bei Wetterumschwüngen: manchmal stand der Nebel so dicht am Haus, dass man sich darin leicht verirren konnte (was mir tatsächlich mal passierte!), die Gewitter waren beispiellos. Man bekam mitunter das Gefühl, dass gleich die Welt untergeht: der Donner grollte so laut, dass das Häuschen erbebte, grelle Blitze zuckten und schlugen nicht selten in den mächtigen Giswilerstock, der sich hinter dem Haus schratig erhob. Mutti machte dann immer alle Schoten dicht, und unser Schäferhund Mido quetschte sich zitternd unter ein Bett.

Aber so unvermittelt, wie so ein Unwetter aufziehen konnte, so schnell verschwand es auch wieder und machte der Sonne Platz. 

Viel zu rasch ging diese zwanglose Zeit immer vorbei! Ich weiss noch: Wieder zurück im Dorf wunderte ich mich jedes Mal über das grosse Badezimmer mit den kühlen Bodenfliesen oder über Licht per Knopfdruck (auf der Alp musste man abends Gaslampen entzünden). Wenn ich aber das Geläut der Kirchenglocken das erste Mal hörte fühlte ich mich dann doch wieder so richtig zuhause....

Leider hat meine Tante dieses Häuschen irgendwann abgegeben. Zu gerne würde ich auch heute noch regelmässig ein paar Tage dort oben verbringen- und ich erinnere mich daran, dass ich mir schon als Kind damals gewünscht habe, permanent in diesem Häuschen leben zu können. Und wie ich es im Geist schon mal entsprechend umgestaltet und eingerichtet habe.

Das Angebot, dort leben zu dürfen, müsste man mir auch heutzutage nur ein einziges Mal machen..... 😊


Fröhlichen Sonntag, 

meine Lieben! ❤️

 

Sonntag, 4. Juli 2021

 

"Menschen mit Persönlichkeit

findet man immer ausserhalb

des Rudels!"

 

Punkt. Eigentlich bedarf das keiner Ergänzung- aber wär doch jetzt irgendwie blöd, wenn DAS schon mein ganzer Post gewesen wäre, nichtwahr? 😄

Also doch noch ein paar Sätze mehr zum Thema.

Wenn ich mich zurückerinnere, dann hab ich schon in meiner Schulzeit immer die Menschen angezogen, die irgendwie aus dem Raster fielen. 

Da war zum Beispiel Doris (*). Sie kam aus einer Familie, die zu knapsen hatte. Ihr Vater war äusserst streng (ich durfte sie zum Beispiel nie zuhause besuchen, und ich fragte mich ausserdem immer, ob sie was von ihm zu befürchten hatte.....) Die Mutter, still und unterwürfig, hatte wohl auch nichts zu sagen. Aber ich freundete mich mit Doris an, wir waren uns recht ähnlich. Und ich setzte mich für sie ein, wenn die Mitschüler sie mal wieder mobbten. Sie war eine der ganz Wenigen in unserer Klasse, die ein Moped besass. Und damit durfte ich ab und zu eine Runde auf dem Pausenplatz drehen. DAS war damals ein grosser Freundschaftsbeweis! Leider habe ich sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Es würde mich sehr interessieren, was aus ihr geworden ist!

Oder Manuela.(*)Sie lebte in einem grossen, alten Haus am Dorfrand. Sie durfte ich zwar besuchen, aber dieses Haus fand ich immer ein wenig spooky, die hohen Räume im Innern waren immer abgedunkelt. Ausserdem roch es dort sehr seltsam.

Manuela wollte Sängerin werden- und wurde deshalb natürlich von ihren Klassenkameraden verspottet. Das hinderte sie nicht daran, bei jeder Gelegenheit fröhlich ein kleines Ständchen vor versammelter Mannschaft zu trällern. Und was soll ich sagen: Sie bestreitet heute einen Teil ihres Lebensunterhaltes als Schlagersängerin. So kanns gehen!

Und dann Diane (Deiäään!). Sie zog als Teeny mit ihrer geschiedenen Mutter aus den USA in unser Dorf. Alleine das war natürlich furchtbar interessant. Aber ausserdem verband uns unsere grosse Tierliebe. Deiäään malte in mein Poesiebuch (so ein richtiges, wo man die Seiten noch selber gestalten musste und nicht einfach vorgedruckte Fragen beantworten und ein Selfie einkleben konnte!) mit Neocolor eine sehr naturgetreue Taube mit einem Verband am Flügel. Und schrieb einen Spruch dazu, irgendwie so im Sinne von:

 

"Nur tierliebe Menschen

sind gute Menschen!"  

 

Deiäään beklebte mit Vorliebe kleine Plastiktierchen mit buntem Glitter. Ich bekam einen Glitzerfisch von ihr und war mächtig stolz. Warum es gerade ein Fisch sein musste entzog sich meiner Erkenntnis- aber das war mir egal!

Irgendwann verschwand Deiäään wieder mit ihrer Mutter- ich habe nie erfahren, wohin es sie verschlagen hat. Und das Poesiealbum ist leider im Laufe der Jahre auch irgendwo auf der Strecke geblieben...

                  (* Name geändert, die Red.) 

 

Auch heutzutage gibt es- ausserhalb meiner Familie- nur ganz wenige Menschen, in deren Gegenwart ich mich wirklich wohl fühle. In der Regel sind es kreative Freigeister, die einen Lebensstil ausserhalb dessen für sich gewählt haben, was "man" so tut und "man" für angemessen hält. Sie sind unvoreingenommen, ehrlich und unkompliziert. Menschen, die mit ihrer - manchmal unbequemen!- Meinung nicht hinter dem Berg halten. Die sich einen feuchten Kehricht drum scheren, was "man" von ihnen denkt. Und die- trotz oder gerade wegen ihrer eigenen Vorstellungen- immer offen bleiben für Andere, egal welchen "Status" sie in der Gesellschaft haben, und für Neues. 

 

So. Jetzt hab ich kein Foto von einem Glitzerfisch. 😉 Aber weil Blümchen doch immer gehen, bekommt ihr noch ein Bild von diesem wunderschönen Gesteck aufs Auge gedrückt, das mir letzten Freitag mein Arbeitgeber zu meinem 10jährigen Jubiläum verehrt hat.

Biddeschön:

 


Ich fands richtig passend. Ein Herz aus zarten, sanften Rosen, umgeben von pieksigen Getreideähren, schlichten Blümchen und Gräsern und zwanglosen Beerenranken. 

Wie eine florale Reproduktion meiner selbst...😄

 


 

 

 


 

 

 

 

Samstag, 26. Juni 2021

NOSTALGIE

Es gibt Dinge, die rufen in meinem Gehirn sehr nostalgische Erinnerungen wach. Hollundersirup zum Beispiel. Dieser süsse, blumige und doch ein wenig herbe Goût lässt in meinem Gedächtnis Bilder von Hollundersprudelflaschen im Keller aufsteigen, die meine Grossmutti selber ansetzte. Sie füllte die Brause in alte Flaschen, die sie mit einem Korken verschloss, welcher wiederum mittels eines Schnürchens kunstvoll festgeknotet wurde. 

Nach ein paar Wochen im kühlen Keller begann der Sprudel ein wenig zu gären, es bildete sich Kohlensäure im Getränk. Diesen britzelnden, frischen Geschmack meine ich heute noch auf der Zunge zu spüren! 

 

 

Genauso intensive Erinnerungen verbinde ich mit 4711 Kölnisch Wasser; Oma und Grossmutti benutzten es als "Wochentagsduft", meine Mutti putzte uns Kindern gerne den Hals damit. Ein wenig auf ein Wattebäuschchen geträufelt, den schmutzigen Hals kräftig abgerieben damit- et voilà! Hals knallrot und sauber, Wattebausch tiefschwarz..... 😄

Seit geraumer Zeit gibt es das Duftwässerchen als neuaufgelegte Special Edition. Auch meine liebe Freundin, die Bwärterin, schrieb darüber. Ich war sehr gespannt, wie modernes 4711 duftet und wollte mal probeschnuppern- aber ich konnte es hier nirgendwo in einem Laden finden. Also liess ich es bleiben, weil ich ja, wann immer möglich, die Geschäfte im Umkreis berücksichtigen und nicht bestellen möchte. 

Heute beim Einkaufen allerdings- während die nette Dame in der Drogerie unsere Flasche mit Öko-Allzweckreiniger nachfüllte- entdeckte ich die Sonderedition per Zufall. Ich schnüffelte- und war hin-und weg. Orangenblüten....hhmmmmm!! Der Duft kommt zuerst sehr spritzig und frisch, wandelt sich dann aber peu à peu hin zu einer warmen, pudrigen Note. Ganz meins! Also landete das Fläschchen im Einkaufskorb- und mit ihm eine dicke Portion Nostalgie. Alleine diese Glasflasche sorgt für ein wohliges Gefühl- bei solchen Produkten kann sogar ich nur schwer an mich halten! Wie gut, dass von meinem Parfum zuhause sowieso grad nur noch ein paar Tröpfchen übrig sind... 😊


 

So! Und zum Wochenende noch meine neueste ArtJournal-Arbeit. 

Im Zuge unseres Magazin-Tausches schickte mir Ursula ännet em Hoger vor Längerem mal ein Couvert, welches sie sehr liebevoll bemalt hatte. Dieses Bildchen hängte ich an mein Moodboard- niemals würde ich so was Hübsches wegschmeissen!

Jetzt hat es seinen Platz in meinem ArtJournal gefunden. Ich schnitt Eule und Froschkönig aus, gestaltete einen passenden Hintergrund und klebte die Beiden ein. Noch den entsprechenden Text dazu- ferddisch!

Genau dafür eignet sich ein ArtJournal ganz besonders gut: um kleine Bilder, Fotos oder Karten aufzubewahren. Und das Gestalten vom Drumrum macht enormen Spass!


 

Fröhliches WE, meine Lieben, 

herzliche Grüsse! 

 

 

...und mein Compi macht mal wieder, was er will, was die Schriftgrösse angeht.....ppffttthhh!!

 

 

 
 

 


 

 


 

Montag, 21. Juni 2021

URKRÄFTE

 

 

 Whooo-hoooo.....

DAS war jetzt ein bisschen gruselig.

Als ich vorhin heimkam vom Stall schoben sich vom Berner Oberland her riesige, grauschwarze Wolkenberge über den Brünigpass in Richtung unseres Ländlis. Bedrohlich sah das aus, und diese mächtige Wand kam unglaublich schnell näher.

Wir hatten uns inzwischen Abendbrot gemacht und setzten uns auf die Loggia. Beim Essen beobachtete ich, wie die Berge in meinem Sichtfeld plötzlich in einer wogenden, weissen Masse verschwanden, die sich rasend schnell vorarbeitete. Uns fiel auf: es war mucksmäuschenstill geworden. Kein Vogel war mehr zu hören, die Grillen hatten das Zirpen eingestellt. 

Dann- wie aus dem Nichts!- frischte der Wind schlagartig auf. Und mit ihm kam der Hagel und prasselnder Regen. Es war, wie wenn ein Riese händevoll kleine Eisklumpen aufheben und wütend in die Gegend schleudern würde. 

Wir flüchteten uns in die Wohnung, Molly und Toffee verkrochen sich im Bad hinter der Dusche.

Nur 3 oder 4 Minuten tobten draussen die Gewalten. Dann war wieder Ruhe. 

Als ob einer den Hahn abgedreht hätte.

Zurück blieben Eishäufchen, überall. 

 


Und meine armen, keimenden Pflanzen, die jetzt einigermassen zerrupft aussehen....

Die Natur hat eine kleine Machtdemonstration ins Abendprogramm eingeschoben.

Eine, die deutlich macht: wir sollten uns gut mit ihr stellen.

Und ihr Sorge tragen.

Besser gleich als irgendwann. 




 

Sonntag, 20. Juni 2021

OOOOPPSSS.....!!

 

 

 

Dazu nur soviel:

 

Manche haben einen

IM Tee,

die andern sitzen

mittendrin!

😂 

 

Fröhlichen Sonntag,

meine Lieben! 

 

 

 

 

Dienstag, 15. Juni 2021

VERPASST

 

Ich kanns grad nicht anders ausdrücken:

Ich bin etwas frustriert.

Wieder mal haben wir eine Chance vertan.

Am Wochenende wurde in der Schweiz über 3 Umweltgesetze abgestimmt: die CO2-Vorlage, die Trinkwasserinitiative und die Anti-Pestizid-Initiative. Die Annahme aller 3 Vorlagen wäre ein Riesenschritt gewesen in Sachen Klima- und Umweltschutz.

Ich kann immer noch nicht fassen, dass tatsächlich keine einzige vom Volk angenommen wurde.

Sie seien viel zu extrem, war ein Argument der Gegner. Aber wir wissen ja inzwischen alle: schiebt man vorne nicht mehr rein als nötig, dann kommt am Ende hinten kaum noch was raus. In der Regel werden neu beschlossene Gesetze ja so lange durchgekaut und zusammengestrichen, dass sie zum Schluss kaum noch was mit dem ursprünglichen Konzept zu tun haben.

Und man hat den Menschen Bange gemacht: dass wir in Zukunft für alles viel mehr bezahlen müssen, dass die Nahrungsmittelversorgung nicht mehr gewährleistet und unser Land nicht mehr konkurrenzfähig sein wird- etceterapepe.... 

Erstaunlich, welche Argumente da ins Feld geführt wurden. Leider taten sie ihre Wirkung. 

Und ich frage mich: Geht es den Menschen wirklich so am A...... vorbei, was mit unserem Planeten passiert? Reicht der Fokus bei einer Mehrheit von uns tatsächlich nur (wie es die Bahnwärterin so treffend formuliert) von der Wand bis zur Tapete? Und geht es schlussendlich immer nur darum, die Abdeckung seiner höchstpersönlichen Bedürfnisse gesichert zu wissen (und wir sprechen da nicht vom Notwendigen, sondern von allem Erdenklichen, und davon bitte in jeder Menge, zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort!)

Vorhin sass ich auf der Loggia, die Sonne senkte sich langsam hinter die Berge, die Grillen zirpten, eine Elster löschte ihren Durst an meiner Vogeltränke, es war friedlich, warm und ruhig.


Und DAFÜR will eine Mehrheit hier im Land keinen Finger krumm machen, keinen Franken ausgeben, damit das auch so bleibt??


 

 
 Merci Pixabay!

 

 

 

 


 


Donnerstag, 10. Juni 2021

SLOW.DOWN

Zack!- und schon ist der Stall wieder leer. Naja, so ganz natürlich nicht. Die Mietzchen sind ja noch da. Aber ohne die beiden Dicken macht er doch einen SEHR verwaisten Eindruck. Dann steh ich da immer und frage mich, ob ich eigentlich bescheuert bin, sie wegzubringen. Was natürlich völliger Blödsinn ist, denn diese Auszeit tut allen gut. Die Indianermopeds können mal wieder 3 Monate lang ihre wilde Seite in der Prairie im Jura ausleben, und wir zuhause haben deutlich mehr Zeit für manch anderes.

Trotzdem- man vermisst sie halt, die Goldstücke! 


Grade als wir die beiden in ihre Freiheit entliessen sauste plötzlich ein Hase aus einer Senke in der Weide, direkt vor unseren Füssen. In wilden Sprüngen flitzte er Richtung Wald und verschwand. Es war, glaube ich, das erste Mal überhaupt, dass ich einen wilden Hasen zu Gesicht bekam. So schön! HerrHummel hat ihn grade noch erwischt:



Und wie bestellt biegt jetzt auch der Sommer ums Eck; die Tempis legen stetig zu, die ersten 30 Gräder sind uns zum Wochenende bereits "angedroht". 😳

"Meine" Schwälbchen wirds wahrscheinlich freuen! Die erste Brut ist schon in der Luft, ich staune immer wieder, wie schnell das geht. In irrem Tempo rasen sie rein und raus, plappern, was das Zeug hält, und freuen sich am Leben. Hoffentlich haben ihnen Mamma und Papa erklärt, dass sie auf die Mietzchen achten sollen.....

Und ich hab wieder eine ordentliche Ladung Wildblumen ausgesät. Dieses Mal war auch eine pro-Specia-rara-Mohnsorte dabei, die laut Verpackung pink blühen wird. (Merci, Ursula! 👋) 

Bin gespannt!


So. 

Jetzt packen wir noch den Freitag am Kragen!

Kommt gut ins Wochenende,

ganz ❤️liche Hummelzgrüsse!


Donnerstag, 3. Juni 2021

EINGESAMMELT/BUNT!

 Hier in der Region gibt es ein Informationsblatt, in dem man kostenlose Kleinanzeigen aufgeben kann. Das brachte mich auf die Idee, doch mal per Inserat nach Kerzenresten zu suchen. Was das auslöste hätte ich nicht für möglich gehalten: Inzwischen habe ich 15 Anrufe und SMSen bekommen von Menschen, die ihre "gesammelten Werke" loswerden wollten. Ich glaube, der ganze Kanton hortet Wachsreste..... 😄

Ein paar ganz Nette haben sie mir säckeweise vor die Haustür gestellt, die andern holten wir ab. Die nächsten paar Jahre brauche ich keine Kerzen mehr zu kaufen! Ich habe kiloweise Wachsreste nach Farben sortiert- und bin dabei sogar auf ganze und originalverpackte Kerzen gestossen, ausserdem fanden sich etwa 30 kleine Teelichter in Rosenform. Warum schmeisst man sowas weg? Aber gut, mir solls recht sein. Ich hab die unbenutzten Kerzen saubergemacht und zur Seite gestellt, der Rest wird peu à peu eingeschmolzen und zu neuen Lichtern gegossen und gezogen.



  

(Und bitte, nörgelt jetzt nicht rum, weil die Teelichte "versilbert" sind. Es ist mit Sicherheit die bessere Variante, sie zu benutzen, statt sie in den Müll zu schmeissen. So ganz ohne Kompromisse geht es bei allen Bemühungen um möglichst viel Nachhaltigkeit im Leben einfach nicht!)

 

✵✵✵


Und sonst so? Ich bin jeden Tag mit Begeisterung am Gestalten meines ArtJournals. Die Sache birgt Suchtpotenzial!

Aber es gelingt nicht immer auf Anhieb. Bei der Seite unten schaffte ich den Hintergrund, doch dann lag sie eine Woche lang brach.

Erst heute blitzte die Idee mit dem Leporello auf, das man ausklappen kann und für welches ich Passfotos aus meinen "jungen Jahren" verarbeitet habe. 

  

 



Die Fotos haben jetzt ihren festen Platz- und ich kann mich immer mal wieder darüber amüsieren.... 😉

 

Der folgende Bogen allerdings ging mir  ruckzuck von der Hand. 

Aber so ist das halt: manchmal ist die Muse zurückhaltender mit ihren Küssen, manchmal knutscht sie einem innig, *ggg*! 

 

 

Und was mich ausserdem etwas erstaunt: in meinem ArtJournal kann ich bunt! So richtig. Bunt ist ja eigentlich nicht sooooo meine Domäne- aber im Journal lasse ich alle Farben des Regenbogens von der Kette. 🌈

 

Bis bald!  

❤️lichste Hummelzgrüsse!

 



 

Samstag, 22. Mai 2021

ART.JOURNAL

Vor einer Weile habe ich auf youtube eine kreative Beschäftigung entdeckt, die ich unbedingt auch mal ausprobieren wollte. Und was soll ich sagen? Ich bin total "angefixt". Ich mag das Arbeiten mit schönem Papier seit jeher. Sammle hübsche Papiere, beklebe Schächtelchen, bastle Grusskarten etc. 

"Art Journal" nennt sich das, was ich inzwischen auch mit Hingabe begonnen habe. In ein Buch mit dicken Papierseiten werden Collagen aller Art gestaltet, man kann sich mit Musterpapieren, Ausrissen aus Magazinen, Farben, Washi Tapes, Stempeln, Schablonen, Stickern etc. so richtig austoben- der Phantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Jeder entwickelt wohl seinen ganz eigenen Stil, diese leeren Bogen nach Lust und Laune zu gestalten - und jeder hinterlässt seine ganz persönliche Handschrift in seinem Art-Buch.

Wenn ich loslege, dann ist das Chaos vorprogrammiert. Aber immerhin beschränkt es sich nur auf den Esstisch und seine nähere Umgebung, 😄

guck:

Man könnte sich Unmengen an Material anschaffen- was es da an Schablonen, Stanzern, speziellen Stiften ect. auf dem Markt gibt- unglaublich. Aber das ist natürlich nicht in meinem Sinn. Ich möchte mit dem arbeiten, was mein Fundus und ein paar Magazine hergeben- und bis jetzt hat das auch wirklich gut geklappt. Meine Farbtuben hab ich um ein paar Töne ergänzt, 4 wasserfeste Liner in verschiedenen Dicken, eine Schablone und 2 Tapes hab ich mir gegönnt. Und dann einfach mal rumprobiert. Einiges ist inzwischen fertig, aber das Buch hat noch viiiele Seiten....

Die Natur gibt als Sujet ganz viel her. Ein paar Beispiele gefällig?

Biddeschön:

 

Die Collage unten besteht z.B. aus 14 verschiedenen Teilen, die ich ausgeschnitten und zusammengeklebt habe.

Dadurch, dass man auch mit Wasser- oder Acrylfarben malt und die Motive mit Leim oder Klebestift zusammenfügt beginnt das Papier zu "leben": es wellt, knittert, biegt sich. Und das ergibt einen sehr schönen Effekt! 

Natürlich ist auch eine Collage mit einer Hummel entstanden....😊

Bis zu 2 Stunden sitze ich pro Collage. Und es macht wahnsinnig viel Spass! Irgendwie kann man gar nicht mehr aufhören....

 

Ich gedenke, das Buch zu füllen (es sind 80 Seiten!), aber es macht jetzt, nach den ersten paar Arbeiten, schon viel Freude, darin zu blättern. 


Hat jemand Lust bekommen, auch ein Art Journal anzulegen? 

 

❤️liche Grüsse!



 

Sonntag, 16. Mai 2021

#Kleine Erfreulichkeiten/№1

 

 

Ab heute gibts auf meinem Blog eine neue kleine Serie:

In lockerer Folge möchte ich über ganz normale Dinge schreiben die mir im Alltag begegnen, aus irgendeinem Grund aber vom Gewöhnlichen abweichen und mein Interesse erregen.

Ich fange mal mit was ganz Profanem an: einem Säckchen Reis. Ich habe es gestern geschenkt bekommen. Die kleinen Körnchen sind nicht etwa in Cellophan eingeschweisst und auch nicht in der Kartonschachtel verpackt, sondern so, wie's früher gang und gäbe war: in einem kleinen Stoffsäckchen. 

Das könnte jetzt eines aus normaler Baumwolle sein, mit einem Aufdruck, der das Produkt beschreibt, oben zugenäht und fertig. Alleine so würde es sich wohltuend von den üblichen Reisverpackungen abheben. 

Aber hallo- mit sowas gibt sich der Produzent dieses meines Reises scheinbar nicht zufrieden!

Er lässt die Säckchen aus dickem, festem Leinen nähen. Alles Wissenwerte über den Inhalt kann man auf einem Pappekärtchen lesen, das in die obere Naht mit eingesteppt wurde. Vorne auf dem Stoffbeutel prangt ein wirklich ausgesprochen hübsches Bild von zwei gefiederten Gesellen in ihrem natürlichen Lebensraum (neeeeiiiin...fragt mich bitte nicht, WAS das für Vögel sind!😊) Und als Pünktchen auf dem "i" gibts auf den schwarzen Schriftzügen und Schnörkeln sogar ein bisschen Glitter!

GUCK:

Ist das nicht ausgesprochen apart??

Ich habe mir schon Gedanken dazu gemacht, was ich mit diesem Beutel anstellen werde, wenn er denn mal leer und der Reis weggemampft ist.

Irgendwas wird mir schon einfallen! 

Es wäre grossartig, wenn sich mehr Produzenten dazu entschliessen könnten, ihre Ware in optisch so Ansprechendes und ausserdem auch noch Nachhaltiges zu verpacken....

 

Kommt gut in die neue Woche, 

❤️lichste Hummelzgrüsse! 

 

 

 



Samstag, 8. Mai 2021

OMMMMHHHHHHH!

 SO!

Ich hab mich wieder beruhigt. 😄

Altbewährtes Prozedere, das immer hält, was es verspricht:

 

❀ im Stall rumwurschteln

❀ in Erde wühlen

❀ in der Wohnung rumfuhrwerken 


Gestern Abend, nach einem Tag mit viiiel Regen, Wind und kühlen 6-8 Grädern, deutete sich mit dem Sonnenuntergang die Wende an.

 


 

Mit den ersten Sonnenstrahlen frühmorgens verschwanden dann auch die letzten Nebelschwaden und Regenwolken, es ist herrlich warm jetzt draussen, die Farben leuchten, und schon haben die ersten Bauern wieder die Mähbalken aus der Scheune geholt.

Ganz beschwingt haben HerrHummel und ich uns Feudel, Seifenwasser und Staubsauger geschnappt und die Loggia von allem befreit, was der Winter so hinterlassen hat. 

Noch schnell den duftigen Vorhang mit dem Provençe-Muster aufgehängt- wenn der vor der Tür im lauen Lüftchen weht weiss ich: es geht aufwärts! Jetzt können wir heute Abend zum ersten Mal unser Znacht im Freien geniessen.

🌸

Ich komm grad aus'm Garten, wo ich in meine Töpfe gespäht und nach dem Rechten geschaut habe. Meine Blumenknollen sind in der Erde verbuddelt, ich musste den hinterletzten Topf noch rauskramen, um sie alle unterzubringen. Ich freu mich auf die ersten grünen Spitzchen und hoffe, dass ich so mehr Erfolg zu verbuchen habe als mit der Säerei!

🌸

 

Guck, unser Haus "ganz von hinten" mit verwildertem Garten, unten der Blick ins Grüne, vom Küchenfenster aus, mit ein paar (noch) verschneiten Bergspitzen.

 


 

Vor einer Weile hab ich im Garten ein Ästchen mit Knospen dran gefunden. Aus einer Laune raus stellte ich es in einem Glas Wasser vors Küchenfenster, und siehe da: es begann, Wurzeln auszutreiben! 

Vorhin hab ich das Ästchen in einen Topf gesetzt und hoffe, dass es an- und weiterwächst. Wär doch schön, einem kleinen Bäumchen beim Gedeihen zuzusehen! 

 


 

Achjooo...

was wärn'wer bloss 

ohne die Natur?

 

Happy Wochenende, meine Lieben, es soll schon einen Hauch von Sommer verbreiten!

 

Ganz ❤️liche Hummelzgrüsse! 🐝 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 5. Mai 2021

ZUVIEL

Ich weiss nicht- kennt ihr dieses Gefühl auch? Wie wenn man unter einer Glaskuppel stehen würde, abgeschirmt von allem. Innendrin ist es ganz ruhig, wie ein Vacuum, das einem umgibt- aber man sieht durch die Glaswände alles, was um einen herum geschieht- und das, was man sieht, macht einem mitunter ein wenig rat- und fassungslos.

Dieses Gefühl beschleicht mich immer deutlicher angesichts des Verhaltens mancher Menschen in der momentanen Situation, die egoistisch, oft schon gehässig agieren. Der endlosen Kontroversen, was die Impfstrategie und deren Verlauf anbelangt. Der grundsätzlichen Ignoranz mancher Menschen, in meinem speziellen Fall z.B. der unsäglichen Diskussionen mit Patientinnen, die sich nicht an Regeln halten wollen. Ich habe diese Regeln nicht gemacht, aber ich muss sie durchsetzen- und so werde ich zur Zielscheibe. Mir ist klar, dass ich solche Angriffe nicht persönlich nehmen darf- aber sie zehren an den Nerven, gehen an die Energie. 

Langsam, aber sicher nehme ich misanthrope Wesenszüge an. Und frage mich, ob ich angesichts dessen, was mich je länger, je mehr belastet, noch in diesem Beruf arbeiten möchte- oder vielmehr: wie lange ich das noch aushalten werde. Denn gross die Wahl habe ich nicht. Ich kann beruflich nicht viel anderes tun als diesen Job der, notabene, für sich immer strapaziöser wird. Hervorgerufen durch die einerseits oft sehr fordernd vorgebrachten Ansprüche der Patienten und andererseits durch das System, welches immer weniger Menschen immer mehr Arbeit tun lassen möchte. Ausserdem wird man selber nur noch älter, die Gesundheit maroder, die Belastbarkeit geringer..... (Und unsere Regierung möchte jetzt auch noch das Pensionsalter für Frauen heraufsetzen. Na prima.😡)



 Wenn ich Menschen beobachte, wenn ich sehe was sie tun und wie vor allem, dann frage ich mich: Wo führt das noch hin? Kann und darf man alles damit entschuldigen, dass unser Leben sich verändert hat? Oder anders: ist so ein Verhalten überhaupt durch irgendwas zu rechtfertigen?

Ich denke, der Mensch muss wieder lernen, sich auf das Leben einzulassen. Es ist einfach nicht in jedem Fall steuerbar, planbar, voraussehbar. Das hat es uns gerade eindrücklich vor Augen geführt. Und es stellt uns immer mal wieder auf die Probe, verlangt uns ein gutes Mass an Flexibilität ab und Anpassung an die Umstände.

Das ist der Lauf der Dinge. Und so wie's aussieht kommen wir diesmal glimpflich davon. 

Aber unsere Ansätze sollten wir definitiv wieder einmal überdenken.....

 

 

So. Und jetzt geniesse ich weiter meine paar verbleibenden Ferientage! 

Wer beim Lesen die Augen verdreht und "nicht schon wieder!!" gedacht hat: Sorry. Aber bevor meine Gedanken sich zu einem wilden Strudel verschwurbeln schreibe ich lieber alles nieder- im Wissen, dass die meisten von euch Verständnis aufbringen werden! 😍

 

Ganz ❤️liche Grüsse!

 

 


Sonntag, 25. April 2021

AUFWÄRTS!

 Auf unserm Küchentisch liegt immer ein Zettel, auf den ich mir unter der Woche alles notiere, was am Samstag eingekauft werden muss.




habe ich soeben aufgeschrieben. Ich glaube, ich kann es in der ersten Mai-Woche wagen, die Zwiebeln meiner Bienenblüher einzutopfen. Denn dann hab ich Ferien und somit die Zeit dazu, und das Wetter wird zusehends sonniger und wärmer. Zwar sind die Nächte noch recht kühl, aber scheint die Sonne erst mal, dann fühlt man die Intensität ihrer Strahlen deutlich. Der Meteorologe im Radio hat letzthin erklärt, dass die Sonne jetzt den gleichen Stand habe wie im August und man sich vorsehen sollte. Man hole sich schneller einen Sonnenbrand, als man denken würde!

 

 

Die Zeichen stehen auf Wachstum, also brauche ich 2 grosse Säcke der guten Erde, die ich mir jeden Frühling hole, und ich muss noch ein paar Töpfe rauskramen, denn es sind viele Zwiebeln! Dann kanns losgehen. Mit dem Ansäen habe ich bisher keine so richtig befriedigenden Erfolge erzielt und bin wirklich gespannt, ob es mit den Zwiebeln besser funktioniert.

Wer jetzt nicht rausgeht ist selber schuld! Heute Morgen war ich mit John im Wald- ich glaube, wir waren beide richtig beflügelt ob der Energie, die gerade von allem ausgeht! 

Letzthin konnten wir beim Ausreiten auf einer kleinen Waldlichtung ein Rehböckchen mit seiner Holden beobachten. Die beiden hatten nur einen kurzen Blick für uns übrig, dann wandten sie sich gelassen wieder ihrem saftigen Gras zu. Wir blieben noch eine ganze Weile stehen und liessen dieses friedliche Bild im warmen Morgenlicht auf uns wirken. Das sind die Momente, die mich fühlen lassen, wie verbunden ich mit der Natur bin. Sie ist die Quelle, aus der ich immer wieder ganz viel Energie schöpfe.

 

 

Auch die beiden Dicken freuen sich- sie dürfen jetzt wieder auf die Weide. Zwar ist da noch nicht so viel Gras wie auf dem Land ringsum, weil wir nicht düngen. Aber die beiden müssen sich jetzt langsam ans frische Gras gewöhnen, denn in 5-6 Wochen, je nachdem, wie schnell es heiss werden wird, fahren sie ja schon wieder in den Jura. Es wäre lebensgefährlich für sie, dort ohne Angewöhnung massenhaft Gras zu schnabulieren- da wäre eine Kolik garantiert.

Natürlich haben die beiden schon kapiert, wie's läuft, und rennen gleich zum Weideneingang, wenn wir erscheinen: "Aufmachen!!"

 


 

Jetzt ist wieder die schönste Zeit, um am Wochenende morgens nach der Stallarbeit auf dem Sandplatz zu sitzen und uns die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen, die sich kurz vor Acht über die Bergkämme schiebt. Die Dicken, die Mietzchen und die Schwälbchen zu beobachten, die laut plappernd und pfeilschnell ihre Bahnen ziehen, unser Frühstück zu geniessen und uns zu freuen, wie schön das Leben doch ist!

 

Einen fröhlichen Frühling weiterhin,

ganz ❤️liche Grüsse!