Donnerstag, 15. Februar 2024

TAKT.LOS

 

 

Letzthin gesehen auf youtube:

Die herzige, ältere Japanerin steht in ihrem wunderschönen Haus mit gepflegtem Garten, das sie selber - mit ganz viel Recyclingmaterial- renoviert hat. 

"Bei Reichtum geht es nicht um Dinge. Es ist eine Reichhaltigkeit des Herzens. Und irgendwo zu sein, wo man sich ruhig fühlt, wo der Geist friedvoll ist. Wir befinden uns in einer Zeit, in der das am meisten gebraucht wird!"

sagt sie und lächelt. Und dann, mit einem verschmitzten Blick über ihre kleine, runde, blaugerandete Brille, die auf ihrer Nasenspitze balanciert:

"War das jetzt etwas zu philosophisch?"

 

Nein, sie hat es auf den Punkt gebracht. Was nützt uns alles Materielle, wenn da nicht ein Zufluchtsort ist, der einem Halt und Ruhe gibt- wenn rundherum nichts stimmt, wenn wir gehetzt durchs Leben rennen und immer auf der Suche sind?

Wie wichtig so ein Ort auch wird, wenn gesundheitlich was aus dem Lot gerät, habe ich eben selbst erlebt. Gerade habe ich ein paar Tage im Spital zugebracht; mein kleines Pumpwerk war- wortwörtlich- aus dem Takt geraten. Man weiss noch nicht genau, was los ist; definitiv Licht ins Dunkel bringen wird eine Spezialuntersuchung, die aber noch aussteht. 

Weil mir gelockerte Bettruhe auferlegt wurde (ich durfte also nur zur Toilette und nicht weiter!) lag ich da nun und hatte viel Zeit, mir Gedanken zu machen. Gerade die schlaflosen Nächte (auch bedingt durch meine Zimmernachbarin, die nächtens ganze Wälder umsägte! 🥴) boten gefühlt endlose Gelegenheit, mir die Dinge durch den Kopf gehen zu lassen. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie schnell sich alles ändern kann. Und dass wir einfach nicht unkaputtbar sind....

Als mir dann zum Abschied auch noch eine Tüte mit 5 (!!) verschiedenen Medis in die Hand gedrückt wurde 

 


(mir, die ich a) bis Ende letzten Jahres nie regelmässig Medis nehmen musste und b) sowieso noch nie zuvor stationär im Spital gelegen habe!), da wurde mir klar:

Jetzt ist der Moment gekommen. Ich muss was ändern, muss alles noch etwas langsamer angehen. Es sagt schlussendlich keiner Danke, wenn man dauernd an seine Grenzen geht. So oft erlebt man dass Menschen, gerade frisch pensioniert, das Zeitliche segnen- das möchte ich mit allen Mitteln verhindern.

Mich v.a. mental mehr abgrenzen zum Job. Noch mehr rausgehen in die Natur. Lesen, kreativ sein - einfach alles tun, was Körper und Geist im Gleichgewicht hält.

Das kann dann leider auch bedeuten, dass hier auf dem Blog viel weniger los sein wird. Oder dass ich ihn vielleicht sogar ganz auf Eis lege. Das lasse ich jetzt aber einfach mal treiben und gucke, was kommt.

Natürlich gibt es ein paar Blogs, die ich mit Sicherheit weiter besuchen werde. Ganz möchte ich die, z.T. über viele Jahre gewachsenen, schönen und anregenden Beziehungen, auf keinen Fall missen! ♥️

 

Nun, wir werden sehen. 

Und für heute:

♥️lichste 🐝Grüsse!

 

 

 

 

 

Samstag, 3. Februar 2024

FEIER.MARATHON!

 

Zwischen dem 9. Januar und dem 4. Februar gehts bei uns rund: wir feiern innerhalb der engsten Familie ganze 5 Geburtstage! Wir stossen gemeinsam auf zwei Schwager, HerrnHummel, eine Schwester und einen Neffen an und stolpern sozusagen von einer fröhlichen Fete in die nächste. Heute Abend schliessen wir dieses Tournée vorderhand mit dem 60igsten meines Schwagers ab. Weiter gehts dann erst wieder Mitte April....

So. Und zu den Gelegenheiten möchte man den Jubilaren natürlich gerne was Nettes verehren. ManitouseiDank äussern die Geburtstagskinder aber ihre Wünsche, sodass man sich nicht den Kopf zerbrechen muss; in der Regel handelt es sich dabei um einen finanziellen Zustupf an eine Anschaffung irgendwelcher Art. 

Ich habe keine Probleme damit, Geld zu verschenken. Im Gegenteil: ich finde es schön, etwas an die Erfüllung eines Wunsches beitragen zu können. Allerdings lasse ich mir immer was einfallen, wie ich diesen Zustupf denn hübsch verpacken könnte.

Mein Schwager z.B. backt selber Sauerteigbrot. So richtig mit Teigmutter im Kühlschrank etc., und er möchte sich eine neue Teigmaschine anschaffen. 

Unser Beitrag daran kam in ein Schächtelchen, zusammen mit kleinen Zetteln, die HH und ich mit guten Wünschen fürs kommende Lebensjahr beschrieben haben. Etwa in der Art von: "Wir wünschen dir viel Fröhlichkeit und Zuversicht, auch wenn das Leben nicht immer ein Ponyhof ist. Notfalls muss man halt selber ein wenig Glimmer drüberschmeissen!" Und in einem klitzekleinen Fläschchen liegt dann eben dieser Glimmer bei. 😊

Das Schächtelchen hab ich in eine hübsche Magazinseite gewickelt, Schleife drum, und als Tüpfelchen auf dem "i" hab ich noch einen prallen, glänzenden Ballon drangebunden. Einfach so der Freude wegen....



Oder meine Schwester: sie wollte sich ein neues Duvet leisten. Also hab ich aus Papier eine Tüte geklebt, in welche das Geld kam. Mit ein wenig Seidenpapier wurde die Tüte gestopft, damit sie wie ein kleines Duvet aussah- Schleifchen und Federchen mit Schild dran, ferddisch.

Mit ein bisschen Aufwand sieht das doch gleich ganz nett aus, nichtwahr?



Heute Abend werden wir vom lieben Schwager in ein feines Restaurant eingeladen. Wir freuen uns drauf- und ich werde bei der Gelegenheit meines neues, dunkelrotes Samtkleidchen ausführen. Ein Glücksgriff zum halben Preis im Sale "meines" Haus&Hof-Labels....


 🎁 Fröhliches WE, 

meine Lieben! 🎁