Montag, 16. Mai 2022

"ALLEIN DAS GLÜCK DES LEBENS.....

 

....ist zu feiern Wert!"

- schrieb mir meine Freundin Barbara. Wie recht sie doch hat! Babs, du bist eine Poetin! 😘 

Und so feierten wir gestern, im Schatten des Laubdaches unseres Bergahorns im Garten. Feierten das Leben, die Familie, das fröhliche Beisammensein. Und ein Jährchen mehr...😉

Stiessen an mit einem geeisten Hugo, in dem beschwipste Erdbeerstückchen schwammen. Taten uns gütlich an Chili sin Carne (ma con Sojaschnetzeln) mit Reis und einer Peperonata, dazu ein feines Schlückchen Vino rosso "Omen" aus der Toscana. Salute!

Genossen die herrliche selbstgemachte Erdbeertorte meiner Schwester mit einem Caffè latte hinterher. Und nannten Petrus einen anständigen Kerl, weil er die Sonne von morgens früh bis zum späten Nachmittag vom Himmel lachen liess.

 

 
SO lässt es sich leben!
Wir einigten uns darauf, sowas demnächst wieder zu veranstalten, spontan und ohne jeden triftigen Grund. 
 
 
Einfach,
um das Glück
des Lebens 
zu feiern!
 🍀 
 
 
 
 
 
 
So richtig gekracht hats abends dann aber doch noch. Der Wind, der vom Berner Oberland her aufkam, schob ein bedrohlich aussehendes Wolkengebilde vor sich her. Blitz, Donnergrollen und kräftiger Regen folgten auf dem Fuss.
 
 
 
 

  
 
Eine fröhliche Maiwoche 
euch allen!
(...wir haben Ferien...!)
 
🐞


 

Mittwoch, 11. Mai 2022

UND ZACK!....

 

 

 .... ☀️SOMMER!☀️

Letztes Wochenende trug ich noch Jacke und Schal zum Ausreiten, weil eine steife Bise über Land zog.

Seit gestern: Sonne satt, ein laues Windchen und 26°! 

Die Bauern haben alle gleichzeitig ihre Mäher aus der Scheune gezerrt. Der wunderbar caramellige Duft nach frischgemähtem Gras ist allgegenwärtig, ringsum liegt es jetzt zum Trocknen aus. Darüber stehen Mäusebussarde rüttelnd in der Luft und spähen nach Mäusen oder sonstigem appetitlichem Getier, das nun viel einfacher auszumachen ist. Oder sie weichen mit ein paar eleganten Flügelschlägen streitlustigen Krähen aus, die ihr Hoheitsgebiet verteidigen.

 

 

Auch die "Spyren" (also die Mauersegler) sind wieder da und drücken mit schrillen Rufen und rasendschnellen Flugkünsten ihre Lebensfreude aus. Sie sind die
letzten, die aus dem Süden ankommen, und werden die ersten sein, die wieder dorthin zurückkehren. Wenn sie zu hören sind dann weiss man: gleich ist Sommer!

Gerade bin ich durch den Garten gegangen um zu sehen, was sich dort so tut. Weil sich keiner wirklich drum kümmert ist alles verwildert- aber das hat auch seine Vorteile: überall wächst und blüht es wie verrückt. Die Insekten werden sich freuen! Meine Digitalis und die Akeleien, die Vergissmeinnichte und Gänseblümchen wiegen sich im warmen Wind. Die verblühten Löwenzähne schicken ihre kleinen Schirmchen hinaus in die Welt, und die Butterblümchen strahlen mit der Sonne um die Wette.



Aber was ist das? Gerade gestern Abend erst habe ich mich noch sehr über eine Pflanze gefreut, die wild aus einer Fuge wächst. Den Blättern nach zu urteilen ist es eine Akeleienart. Sehr apart, mit einer krönchenartigen Blüte.

 


Jetzt liegt sie, ausgerissen und achtlos weggeworfen, im Gras. Ich habe so meinen Verdacht, wer das mal wieder war. Wahrscheinlich die selbe Person, die mit ihrer Sch**ss-Drohne Krähen und Elstern jagt oder immer dann den Rasen mäht, wenn gerade alles am Aufblühen ist. Jemand dem alles, was selbstbestimmt und eigensinnig sein Leben lebt, ein Dorn im Auge ist. (Mich mag er übrigens auch nicht. 😉) 

Etwa wie die grosse Hagebuttenhecke hinten im Garten. Jedes Frühjahr hat sie herrlich geblüht und im Herbst viele, viele kanllrote Früchte getragen. Letzthin war sie einfach verschwunden.....

Das sind die Momente, wo ich so richtig "gätzig" werde. Warum kann man so was Hübsches und Nützliches nicht einfach in Ruhe wachsen lassen? Warum glauben manche, immer alles kontrollieren zu müssen- und dass immer alles nach ihrem "Grind" gehen muss??

Sowas setzt mir manchmal richtig zu. Wenns schon im Kleinen nicht funktioniert, wie solls dann im Grossen auch nur ansatzweise in die richtige Richtung gehen? 

Wohl auch deshalb akzentuieren sich meine misanthropen Tendenzen immer mehr- aber das ist ein anderes Thema.....😁

Ich habe also die arme, ausgerupfte Akelei reingeholt, die bereits verdursteten Teile weggeschnitten und den Rest ins Wasser gestellt. Erstaunlicherweise hat sie sich wieder prächtig erholt, steht stramm und hübsch in der Vase - und ich freue mich noch ein paar Tage dran.

 

Happy Frühsommer, 

meine Lieben!

🐝🐞🐛 



 

 

 

Samstag, 30. April 2022

AUFGEHÜBSCHT UND NETT GEFLICKT

 Leider bin ich keine so begnadete Näherin und Klamotten-Upcyclerin wie unsere Bahnwärterin. 😘 Aber dann und wann lege sogar ich Hand an meine Kleidung. Gerade sind mir 2 Strickstücke beim Schrank-Umräumen in die Hände gefallen, die ich vor einiger (langer) Zeit ein wenig verändert habe.

1. Meine Uralt-Strickjacke 

Damals, als die Sachen bei Hasi&Mausi noch eine ordentliche Qualität hatten, habe ich sie mir gekauft. Ist ewig her, aber ich liebe sie bis heute, und sie ist immer noch tiptop. Irgendwann befand ich, dass da irgendwie noch was dranmüsse- und umhäkelte alle Kanten mit einer Bogenborte. Einfach, aber effektvoll. Sieht im original besser aus als auf dem Foto...😊

 

  (nein, da sind keine Flecken am Ärmel- 
das ist der Licht- und Schatteneinfall....!)
 

2. Mein Schurwoll-Pulli 

mit wunderschönen irischen Mustern. Handgenadelt noch von meiner Mutti, mit viel Liebe in jeder einzelnen Masche. Der Kragen war etwas eng geraten (oder ist mein Kopf noch ein Stückchen gewachsen?? Man weiss es nicht so genau! 😂), auf jeden Fall war das immer ein Gezerre beim Anziehen. Also hab ich flugs den angestrickten Kragen aufgeribbelt und den Ausschnitt umhäkelt. Grad so richtig im Flow, bekamen auch die andern Abschlüsse eine Verschönerung. Optisch ansprechend- und so kann, ganz nebenbei, auch nichts mehr ausleiern!

 


 

3. Meine Secondhand-Jeans

Ihr erinnert euch: die von meiner Arbeitskollegin geerbten. Zwei Paar davon sind sogenannte "Destroyed-Jeans", haben also mutwillig erzeugte Löcher und aufgehellte Stellen. Grundsätzlich finde ich es bescheuert, Neuwertiges zu demolieren, nichtwahr? Aber weil man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut... 

Vor Kurzem bin ich auf eine japanische Art, Textilien zu flicken, gestossen: Boro-Stitching oder Sashiko genannt. Ich war begeistert! Das sieht so hübsch aus, also hab ich es gleich an einem Loch meiner Jeans versucht. Jedem japanischen Meister seines Faches würden wohl die gelackten Haare zu Berge stehen- aber so als Premiere kann man's vertreten. (Es ist echt schwierig, an so schmalen Jeansbeinen rumzusticken!) Und so peu à peu werde ich wohl auch ein wenig Übung kriegen. 

Der Witz an der Sache ausserdem: je mehr Flicke an einem Kleidungsstück sind, umso schöner wird es. Ich werde berichten! 😉

 


 


Fröhlichen Sonntag, 

meine Lieben!

🌺

 

PS: hier gewittert es gerade...☔️



Samstag, 23. April 2022

DIE GUTEN ALTEN DINGE

 

 

Nächsten Donnerstag zieht mein Daddy in eine neu erbaute kleine Wohnung in der örtlichen Seniorensiedlung. Seit einigen Wochen räumen meine Schwestern und ich nun gemeinsam seine Wohnung, seinen Keller und seine Garage; vorgestern haben wir seine Sachen, die er mitnehmen möchte, in viele Transportkisten gepackt. 

Dabei- ihr kennt das vielleicht auch?- gerät einem so manches in die Hände, das Erinnerungen wachruft. Mein Daddy kam z.B. mit einer kleinen Papierschneidemaschine an, die er nicht mehr braucht. 

 

 

Sie gehörte meinem Grossvater, der Uhrmacher war und hier im Ort ein Geschäft betrieb. 

(Ich habe von meiner Mutti damals eine kleine, goldene Uhr geerbt, die aus seinem Laden stammte. Wenn ihr genau hinseht könnt ihr den Schriftzug "Reinhard, Kerns" erkennen und den Vermerk "15 Jewels" was bedeutet, dass in diesem kleinen Uhrwerk 15 Edelsteinchen verbaut sind und dass es somit ein hochwertiges mechanisches Uhrwerk ist. 

Diese filigrane Uhr passt leider nicht an mein Handgelenk (die Stallarbeit lässt grüssen! 😉), aber ich bewahre sie im Andenken an meinen Grossvater und an meine Mutti natürlich auf.)

 

 

Zurück zur Schneidemaschine: In seiner wohl kargen Freizeit war mein Grossvater ein leidenschaftlicher Photograf und Filmemacher. (Seine Kriegs-Mobilmachungsfilme z.B. wurden vom Schweizer Fernsehen digitalisiert und ausgestrahlt.) In seinem Geschäft verkaufte und reparierte er nicht nur Uhren, sondern er stellte auch Postkarten oder sogenannte "Helgeli" (also Leidbildchen Verstorbener) und anderes her. Dafür brauchte er diese Schneidemaschine. Sie muss mindestens 70 Jahre alt sein, wahrscheinlich noch viel älter, denn mein Grossvater verstarb schon 1962 erst 59jährig.

Mein Daddy hat mir erzählt, dass er als Kind oft im Geschäft mitgeholfen und mit diesem Maschinchen Papierwaren geschnitten hat.

Ihr könnt euch vorstellen: ich brachte es nicht übers Herz, das Teil wegzugeben. Also habe ich das Maschinchen mitgenommen und war erstaunt: das kräftige Hebelmesser schneidet wie am ersten Tag schnurgerade und saubere Papierkanten!

Eigentlich kam mir das Maschinchen gerade recht. Vor einigen Jahren habe ich mir zum Basteln so ein Schneidebrett gekauft. Natürlich ist es aus Kunststoff und an und für sich auch nicht übel. Aber vor einer Weile wollte ich für meine JunkJournals dünnen Karton damit schneiden. Es gab ein hässliches, knirschendes Geräusch, und die Schneiderolle war hinüber. Also kaufte ich eine neue Rolle- aber die Papierränder geraten einfach nicht mehr sauber, sondern fransen immer ein wenig.  

Es bestätigt sich mal wieder: die guten, alten Dinge sind einfach von bester Qualität und überdauern Generationen.

Und jedes Mal, wenn ich demnächst mit dem Maschinchen arbeite, werde ich wohl die Werkstatt meines Grossvaters vor Augen haben (die ich natürlich nur von Photos her kenne).

 

Einen schönen Sonntag euch, 

meine Lieben! 

🌸

 


 

 

  

Montag, 18. April 2022

DAS ERWACHEN...

 

...eines Tages ist immer wieder ein berührendes Schauspiel. Besonders, wenn die Jahreszeit sich mit all ihren Façetten abbildet: mit duftig-zart blühenden Büschen, mit Blattspitzchen an knorrigen Ästen, die erst zögerlich am Aufgehen sind, mit den immer noch weiss beschneiten Wipfeln der Berner Alpenkette und einem Vollmond, der gleich den Kampf gegen den Morgen verliert.



 

Das sind die Momente, die einem wieder ein wenig zur Ruhe kommen lassen, auch wenn das Leben gerade einen holprigen Karrweg entlangruckelt. 

Wie gut, dass da immer noch die Natur, die felligen Freunde und kreative Beschäftigungen sind, die das ausgleichen, was gerade nicht so rund läuft!

 

Kommt gut in die neue (Arbeits)Woche! 🌸

 


Donnerstag, 7. April 2022

EINE SCHWALBE...

 ...macht noch keinen Sommer, heisst es ja. Aber die charmanten, flinken Flugakrobaten verkünden auf jeden Fall den Frühling. Und als ich gestern Abend am Stall in luftiger Höhe das ihnen ganz eigene Geplapper zu vernehmen meinte, habe ich hurtig den Kunststoffstreifen-Vorhang am Stalleingang entfernt. Und siehe da, meine Ohren haben mich nicht getäuscht: als ich heute Morgen zum Füttern und Ausmisten bei meinen Dicken auftauchte, sass tatsächlich die erste Schwalbe auf der Wasserleitung unter der Decke. Ein bisschen schüchtern wirkte sie noch, aber sie wird sich bald an uns gewöhnen. Ich hab mich richtig gefreut; jetzt geht das fröhliche Treiben wieder los! Denn das Männchen (und es ist sicher eines, denn die fliegen voraus, um die besten Nistplätze zu besetzen) wird schon bald mit lautem Zwitschern und Trilieren (s)eine Holde anlocken, um mit ihr eine Familie zu gründen. Ich liebe diese kleinen Kerlchen- und sie sollen ja auch Glück in den Stall bringen, wie es heisst. Erstaunlich, dass sie immer zu genau dem Ort zurückkehren, an dem sie aus dem Ei geschlüpft sind. Ich habe diese kleine Schwalbe also mit Sicherheit schon letzten Sommer kennengelernt!

Merci, Pixabay!



Gerade tut der April seinem Namen alle Ehre. Während es vor ein paar Tagen hier so


aussah, hat die Sonne inzwischen den Schnee restlos weggeleckt, und das Wetter wechselt von Tag zu Tag. Mal scheint die Sonne warm vom strahlendblauen Himmel, mal blitzt und donnert es, wie gestern Abend, und es ergiesst sich ein heftiger Platzregen, der  sogar kleine Hagelkörner im Gepäck hat. Zum Ausritt heute Morgen mit Harry gabs noch ein paar Sonnenstrahlen, inzwischen braut sich hier ein Sturm zusammen. 

Aber überall keimt und spriesst es zartgrün; noch ein paar warme Tage, und der Frühling kommt so richtig in die Gänge!

Wie auch immer: mir ist jedes Wetter recht. Und wenns draussen grauslich ist, dann halte ich mich drinnen mit schönem Handwerk bei Laune. Letzten Sonntag hatte ich Lust, ein paar Kerzenreste zu verwerten. Ein sattes Lachsrot wurde es diesmal (die Farbe auf dem Foto entspricht nicht so ganz den Tatsachen....😉)

Jetzt warten alle "Selbstgezogenen" in einer alten Spanschachtel auf ihren Einsatz.

 

 

Die handgemachte Holzschachtel fand ich beim Räumen der Garage meines Daddys. Zusammengehalten wird sie von Holznägeln und Metallagraffen. Ist sie nicht einfach schön?



Happy April, meine Lieben!

🌸🌿🐞

 



 

 

 

 

Samstag, 2. April 2022

👖 J E A N S 👖

Ganz ehrlich? Klamottenkaufen macht mich total gaga. Ich hasse es, durch Kleidergeschäfte zu irren, mich in viel zu kleinen Kabinen umzuziehen um dann, im Regelfall, doch nicht das zu finden, was mir vorschwebt. Deshalb bin ich vor vielen Jahren dazu übergegangen, meine geliebten Kleidchen bei einem schwedischen Label zu bestellen. Da bin ich mir sicher, dass die Qualität top und das Design ganz meins ist (und dass Nachhaltigkeit auch eine Rolle spielt sowieso). Es ist übrigens the one and only Versandgeschäft, bei dem ich überhaupt Kleidung ordere. Der Rest in meinem Schrank ist second hand oder handgestrickt.(Und es gibt sogar ein Bahnwärterinnen-Unikat! 😍)

So. Jetzt dürfen wir aber seit kurzem im Ambulatorium zu unseren weissen Berufsoberteilen "normale" Hosen tragen. Heisst: diese k*ckbraunen Teile, die den Namen "Hose" nicht verdienen und an mir hängen wie ein nasser Kartoffelsack bleiben dort, wo sie hingehören: in der Kleiderkammer der Klinik nämlich.

Kleines, aber nicht zu vernachlässigendes Problem allerdings: 

"Isch 'abe gar keine Hosen mehr!"

Blieb mir also nichts anderes übrig, als ins Geschäft im Ort zu pilgern. Es ist bekannt dafür, eine überaus breite Palette an allen möglichen Hosen zu führen.

Beschwingt und in der Annahme, wie vor (10? 15??) Jahren beim letzten Hosenkauf in 1 oder 2 Exemplare zu steigen und dann schon die perfekt sitzende Jeans gefunden zu haben, betrat ich den Laden.

 

 

In meinem Enthusiasmus hatte ich aber völlig verdrängt, dass ebendiese Jahre ihren Tribut an meinem Körperbau gefordert haben:

⚠️ Storchenbeine, lang und dünn (okay, die waren schon immer so 😄)

⚠️ keinen A*sch in der Hose. Wortwörtlich. Da wo sich bei andern was rundet, da erstreckt sich bei mir Flachland

⚠️ dafür ist eine Umfangvermehrung in der Bauchregion feststellbar. Unübersehbar. 

Das stört mich grundsätzlich alles weiter nicht. Manchmal muss ich sogar echt grinsen, wenn ich am Spiegel vorbeigehe: ich sehe je länger je mehr aus wie meine Mutti und meine Oma. 

So figurentechnisch.

Trotzdem: nach einer Stunde stand ich mit hochrotem Kopf und total entnervt in der Umkleide. Neben mir stapelten sich gefühlte 100 Paar Hosen, von denen keine passte. Sass eine in der Taille und stimmte die Beinlänge, dann beulte sich so viel Stoff um den Hintern und am Oberschenkel, dass man locker noch ein zweites Paar hätte draus nähen können.

Und Leute, ich sags euch: Wenn sogar der HerrHummel mit dem Kopf schüttelt und "geht gar nicht!" murmelt, dann ist das WIRKLICH so.....

Ihr ahnt es: ich verliess den Laden mit leeren Händen und schwor mir, halt wieder diese braunen K*ck-Hosen anzuziehen!

Natürlich hab ich meinen Arbeitskolleginnen vom Hosendesaster erzählt. Nach viel Gelächter meinte die eine: "Och, ich hab da noch 3 paar Jeans liegen, die zieh ich nicht mehr an. Wenn sie dir passen, dann geb ich sie dir gerne!"

Ihr ahnt es nicht: die Dinger sitzen wie für mich gemacht. Die Taille kneift nicht, die Beine sind lang genug, und sie passen sogar am nicht vorhandenen Po einigermassen.

Jahey!! 

Sagt mir das doch früher- ich hätt mir ein paar graue Haare ersparen können! 😄


Fröhliches Wochenende, meine Lieben! ❤️

 

 




 

Samstag, 19. März 2022

VON HERZEN

  

 

Wocheneinkauf im Grossverteiler.

An verschiedenen Stellen haben sich heute freundliche Frauen mit grossen Einkaufswagen positioniert, die kleine Zettel an die eintretenden Kunden verteilen. Manche nehmen sich einen und hören den Erklärungen der Frauen aufmerksam zu- andere wenden sich schon vor ihnen abrupt ab oder gehen, den Kopf schüttelnd und irgendwelche Ausflüchte murmelnd, an ihnen vorbei.

 


 

Wir lassen uns eine dieser kleinen Listen geben. Die Frau informiert uns, dass die gespendeten Produkte direkt mit dem Lastwagen zu den Menschen transportiert werden, die sie so dringend nötig haben. Man kann die gewünschten Lebens- und Körperpflegemittel direkt im Supermarkt erstehen und sie dann bei einer der  Mitarbeiterinnen des Hilfswerks abgeben.

Keine Frage: natürlich lassen wir uns nicht 2 Mal bitten. Müesli, Babybrei zum Anrühren, Pasta, Getreideriegel, Schoggi, Duschgel, Dattelsirup zum Süssen, Tee und anderes landen in unserem Einkaufskorb.

Uns bewegt das Schicksal der vom Krieg betroffenen Menschen sehr. Das, was gerade passiert, zeigt einem überdeutlich auf, wie fragil unser vermeintlich sicheres Leben ist und wie schnell sich alles von heute auf morgen verändern kann. Uns geht es so gut- da wollen und müssen wir etwas davon abgeben. Aber nur gemeinsam schaffen wir es, wirklich etwas zu bewirken.

Deshalb hoffen wir, dass bis zum Abend ganz viele Einkaufswagen mit Hilfsgütern haben gefüllt werden können und dass der Lastwagen sein Ziel sicher erreicht.

Angesichts dieser Not könnte man doch problemlos auf die x-te Handtasche oder Markenjeans verzichten und das Geld stattdessen einem Hilfswerk zukommen lassen, nichtwahr? 

Helft ihr auch?

 

Dienstag, 15. März 2022

ES STAUBT

 

 "Was ist denn jetzt los??"

Dieses seltsame Licht heute Morgen, wo kam das bloss her?

Ein Blick aus dem Fenster brachte die Erklärung: es staubt. Ganz gewaltig. In grosser Höhe.

 


  

Dieser Anblick verursacht ein seltsames Gefühl, angesiedelt irgendwo zwischen Erschauern, weils aussieht wie kurz vor'm Weltuntergang, und dem grossen Erstaunen darüber, wie ziehende Luftmassen Myriaden kleinster Partikel über riesige Distanzen zu transportieren vermögen.


Indianerehrenwort: das Bild ist nullkommagarnicht bearbeitet....


Sonntag, 13. März 2022

(M)EINE MEINUNG

 

 Wenn ich abends, wie in den letzten Wochen, völlig kaputt nach hause komme, wenn die felligen Freunde versorgt sind und ich einfach nur noch die Beine hochlegen möchte, dann schaue ich mir gerne was Interessantes im TV oder auf youtube an. Dabei bin ich vorgestern auf eine Sendung von ARTE gestossen, die ich wirklich spannend fand und die ich euch empfehlen möchte. 

ARTE ist tatsächlich einer meiner bevorzugten Sender, weil es dort regelmässig richtig gute Reportagen gibt, oft auch über die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Im Beitrag "Wie wir uns selbst betrügen" geht es darum, wie unser Gehirn mit Informationen umgeht und wie es sich eine Meinung bildet. Gehirnforscher und Psychologen erklären am Beispiel des Klimawandels, warum es immer noch (zu)viele Menschen gibt, die ihn leugnen, obwohl die Zeichen einfach nicht mehr zu übersehen sind und wortwörtlich "auf Sturm" stehen. 

Unser Gehirn ist ein grossartiges Organ, das Unglaubliches leistet. Aber es kann uns auch in die Irre führen; gut also, wenn man weiss, wie es funktioniert, welche Mechanismen uns hemmen und warum wir oft untätig bleiben und wie gelähmt weiter unsere Pfade trampeln, statt unser Verhalten zu ändern.  



Die Aussagen und Feststellungen im Film lassen sich natürlich auf jede Art der Meinungsbildung übertragen. Spannend zu erkennen, wie sehr sich unser Gehirn (und somit auch unser Handeln!) manipulieren lässt. Da helfen nur Selbstreflexion und eine gute Portion gesunder Skepsis allem gegenüber, was einem tagtäglich so vorgesetzt wird. Dann sollte es möglich sein, die Spreu vom Weizen zu trennen- oder eben belegte Tatsachen von Fake News. 

Wie sagte schon Rudyard Kipling, Nobelpreisträger für Literatur 1907, ganz richtig:

 

"Nehmen sie nichts als 

gegeben an, 

wenn sie es überprüfen 🔎 können!"


 

Kommt gut in die neue Woche!

🌸🌸🌸 




 

Samstag, 5. März 2022

IN HOMÖOPATHISCHEN DOSEN

 

Erinnert ihr euch noch daran, als unsere Molly vor einer Weile so krank war? Inzwischen hat sich die Sache sehr zum Guten gewendet.

Eine Pankreatitis setzte ihr damals schwer zu. Ein paar Tage musste Molly in der grossartigen Tierklinik in Interlaken verbringen. Als sie dann wieder nach Hause kommen durfte war die Entzündung zwar im Griff- aber Molly wollte einfach nichts essen. Sie wäre uns wohl neben dem gefüllten Näpfchen verhungert, wurde immer weniger und elender- und ihr Spezialfutter hat sie sowieso nicht mit dem Popöchen angeschaut. 

Ich hab alles versucht. Hab ihr frisches Poulet angebraten und püriert, hab ihr alle möglichen Feuchtfutter gekauft, hab auch die mit einem Schlückchen Mietzenmilch gehäckselt- Molly guckte in den Napf, leckte höchstens ein wenig Sauce und verzog sich wieder auf ihren Lieblingsplatz. Einziger Effekt: Toffee legte zu, weil sie immer die Reste wegmampfen musste durfte.....


ICH WAR VERZWEIFELT. 

 


 

Aber dann rief ich Susann von NetAP an und fragte, ob ihr noch irgendein Trick zum Thema einfallen würde?

Sie gab mir die Nummer einer Tierhomöopathin, mit deren Hilfe sie schon grosse Erfolge verzeichnen konnte. Die Frau ist eigentlich Veterinärin und hat sich entsprechend weitergebildet. Selber habe ich schon immer mit Bachblüten, Schüsslersalzen, Phytotherapien und ähnlichem bei Problemen mit meinen Tieren gearbeitet, bin absolut offen für solche alternativmedizinischen Konzepte. 

Nach einer ausführlichen telefonischen Befragung von beinahe einer Stunde riet mir die Homöopathin, eines von Mollys Medikamenten abzusetzen, schickte mir 2 verschiedene Fläschchen mit Tropfen einer Notfallbehandlung- und ich konnte es beinahe nicht fassen: nach der 1. Gabe machte sich Molly am nächsten Morgen über ihr Futter her. Man konnte ihr zusehen dabei, wie es ihr von Tag zu Tag besser ging!

Nach 1 1/2 Wochen folgte eine weitere Besprechung am Telefon und der Einsatz einer homöopathischen Dauerbehandlung. Molly ist inzwischen wieder ganz die Alte, einfach noch viel anhänglicher als früher. Ob sie sich bewusst ist, wie knapp das war?

Manche mögen müde lächeln wenn es um solche Behandlungsmethoden geht- und es als Scharlatanerei und/oder Geldmacherei abtun.

Ich aber bin überzeugt von der Sache. Wenn es bei Tieren funktioniert, dann beweist sich die Wirkung von alleine. Denn Tiere können sich nichts einbilden.

Und einen Versuch ist es IMMER wert!

 

Einen schönen Sonntag 

euch allen,

❤️liche Grüsse!

🐈  

Sonntag, 27. Februar 2022

RESILIENZ

 

 

....und während ich zufrieden durch den ruhigen Wald reite, die Sonne 🌞 vom babyblauen Himmel scheint und die Vögelchen  zwitschern, begegne ich 3 Spaziergängern. 

"Guete Morge!" grüsse ich sie vom Pferd aus. Niemand reagiert, nur einer der Herren murmelt etwas Unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart.

Ein paar Ecken weiter kreuze ich ein älteres Paar. 

"Grüezi midenand!"

Sie mustert mich mit mürrischem Blick, er sagt gar nichts. 

Halloooo?? Leute, was ist los mit euch? Wir leben hier auf dem Land, da grüsst man sich noch!

Ich mache mir die Mühe und zähle auf dem Weg zurück zum Stall die Menschen, denen ich begegne, und davon im Speziellen jene, die meinen Gruss erwiedern.

Nun, es ist eine wohl eher dem Zufall unterworfene Statistik, und doch: um die 60% der Spaziergänger, die mir im Wald zu Gesicht kamen, machten einen sehr missmutigen Eindruck und schienen sich durch meine Grüsserei beinahe belästigt zu fühlen.

Okay. Wir haben 2 Jahre Pandemie hinter uns. Die politische Lage ist vielerorts angespannt, und die Situation in der Ukraine schürt neue Ängste und Sorgen. 

Doch täte man nicht gerade jetzt gut daran, Resilienz ins Spiel zu bringen, also "den Prozess, in dem Personen auf Probleme und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren"?

 

Merci, Pixabay!

Viele von uns verfügen über Ressourcen die sie befähigen, resilienter zu werden, seien das ein gutes soziales Umfeld, ein gewisses Mass an Selbstsicherheit oder einfach eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung. 

Aber auch die Fähigkeit, in einer Krise die Chancen und Perspektiven erkennen zu können oder das Unveränderbare zu akzeptieren erleichtert es einem endeutig, auch schwierige Zeiten unbeschadet(er) zu überstehen. 

Und seien wir ganz ehrlich: die wenigsten von uns haben wirklich Grund, unzufrieden zu sein. Trotz aller Krisen ringsum leben wir immer noch ein sicheres, geordnetes Leben, es fehlt uns an nichts. 

Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen und uns entsprechend verhalten.

Allerdings-und das muss ich der Fairness halber auch noch erwähnen: Resilienz ist weitestgehend angeboren. Man kann sie sich also nur schlecht antrainieren bzw. entsprechende Trainingsmethoden versprechen nicht allzuviel Erfolg. 

Deshalb lasse ich diese Griesgrame heute Morgen im Wald keinen Einfluss nehmen auf mein eigenes Wohlbefinden. Und gehe einfach davon aus, dass diesen Menschen vielleicht andere gute Eigenschaften in die Wiege gelegt wurden, dass sie aber leider wahrscheinlich über keine oder eine nur schwach ausgeprägte Resilienz verfügen. 😊

Und freue mich an allen, die unbeschwert und heiter und mit einem breiten Lächeln im Gesicht ihres Weges zogen.

"Grüezi, und ä scheenä Sunntig nu!"


Kommt gut gelaunt 

und gestärkt 

in die neue Woche, 

meine Lieben!

🌸

 

Donnerstag, 17. Februar 2022

TAG 1


Es scheint ganz viel Licht am Ende des Tunnels!

 

                                                                             Merci, Pixabay!

 

Seit letzter Nacht 24.00 Uhr ist es endlich soweit:

😄 keine Masken und

😄 keine Zertifikatspflicht mehr

😄 Unbeschränkter Zugang für alle 

😄 zu öffentlichen Räumlichkeiten

😄 und Anlässen 


Es war an der Zeit.

Einzig in Heimen, Spitälern und dem öffentlichen Verkehr besteht bis Ende März noch Maskenpflicht.


Und dann hat uns das "normale Leben" hoffentlich wieder.


Es war wirklich schön, heute mal wieder ohne irgendwelche Vorkehrungen in der Tanke einen Milchkaffee trinken zu können. Gemütlich am Tischchen zu sitzen. Die Menschen lachen zu sehen. Und sein Gegenüber wieder klar und deutlich zu verstehen.

 

Auch wenn man dann und wann zusammenzuckt und sich an die Nase greift.

 

Es geht jetzt ohne!

🌞