Samstag, 14. Februar 2026

NOT.SMART!

  

Achjooooo. Ich gebs zu, ganz unumwunden: ich bin ein Neandertaler! Zumindest, was meinen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten unserer Tage anbelangt. Ich mag es einfach nicht, dass die ganze digitale Macht dieser Welt in den Händen von ein paar ganz wenigen Menschen liegt, die mir alle ziemlich suspekt sind. Und daraus ziehe ich meine Konsequenzen.

In Zeiten, in denen sich ein Grossteil der Menschheit (s)ein Leben ohne Natel kaum noch vorstellen kann und ein paar Minuten ohne den ständigen Begleiter Schweissausbrüche, Zittern und extreme Nervosität (also drogenentzugsartige Symptome...) verursachen, gestehe ich frisch und frei:

"Isch 'abe gar keine Smartphone!"

🤓 

Ein kleines, unspektakuläres Klapp-Natel von N**ia begleitet mich dann und wann. Ohne Inet-Zugang, ohne (Whats)-App's, ohne alles. Es telefoniert, simmst und photografiert. Ferddsch. Ich könnte die ganzen Zusatz-Gadgets natürlich aktivieren- will ich aber nicht. Eigentlich benutze ich es bloss, wenn ich mal wieder (Manitoubewahre!!) den Tierarzt notfallmässig in den Stall beordern muss oder um kurze und knappe SMSen zu versenden. Mit letzter Sicherheit erreicht man mich auf dem Teil aber NICHT. Ausserdem kann es dauern, bis ich mich rückmelde.

Bei mir geschieht (fast) alles noch in guter alter Manier: 

Telefonieren tue ich in Ruhe Zuhause an unserem Wählscheiben-Bakelittelefon.

Termine und alles, an das ich unbedingt denken muss (Geburtstage, Arzt- und sonstige Termine etc.), werden in meiner Papier-Agenda handschriftlich festgehalten. 

Aussergewöhnliche Alltags-Termine (wie z.B. einmalige spezielle Müllabfuhrtage etc.) kleben, auf Post-it's notiert, an der Wohnungstüre. So habe ich sie jederzeit im Blick und vergesse sie nicht.


 
Diesen wunderbaren Kuli hat mir mein
Schwager gedrechselt! 


Für die wochenends anstehenden Einkäufe liegt ein Zettel in der Küche, auf dem peu à peu über die Woche alles Benötigte aufgelistet wird. Ich nehme dafür gerne z.B. bereits benutzte C5-Couverts, in denen uns irgendwas zugesandt wurde. Die sind schön gross, und man kann beim Einkaufen auf die Rückseite ganz praktisch die Wäge-Etiketten des Gemüses kleben, welches bei uns ohne Verpackung in einem separaten kleinen Korb landet. 

Ein Radiowecker holt uns morgens aus dem Land der Träume. 

Ich besitze einen Taschenrechner mit grossen Tasten, denn Frau hat ja inzwischen die visuelle Leistungsfähigkeit eines Maulwurfes....😁

Photografieren für den Blog z.B. tu ich grundsätzlich mit der alten Spiegelreflex, die aber immer noch richtig gute Bilder schiesst. Ich hab zwar Null Ahnung davon, wie man so eine Kamera adäquat bedient, aber dafür gibts die Einstellung "Automatic". 😉

Und: TWINT? Was ist TWINT?? Ich benutze für kleinere Beträge weiterhin und gerne "echtes" Geld (ansonsten meine Kreditkarte) und hoffe, dass uns dieses auch erhalten bleibt.

Das einzige Zugeständnis an die moderne digitale Welt sind meine Einzahlungen, die ich via E-Banking erledige. Sehr einfach, sehr praktisch. Und natürlich nicht über einen QR-Code, denn ihr wisst ja jetzt:

 

"Isch 'abe gar keine....."!

 

Happy Wochenende

euch allen! 

 

...animiert zu diesem Post von Gabi 

  
 

Donnerstag, 1. Januar 2026

REIN.INS.NEUE

 

Da liegt sie nun vor mir, meine Agenda Schrägstrich Junkjournal Schrägstrich Tagebuch fünfundzwanzig. Voll mit Erinnerungen, beschrieben und beklebt. Das Schöne dominiert eindeutig, aber leider hat auch Trauriges seinen Platz beansprucht. Drei liebe Menschen sind letztes Jahr gegangen und eine kleine Mietz. Aber alles in allem darf ich zufrieden sein mit den verlebten 365 Tagen, auch wenn sie Herausforderungen mit sich brachten, vor allem gesundheitlicher Art. 

 

 

Klirrendkalt bei -7° (und schlafend! 🥱) sind wir ins 2026 gerutscht. Endlich hält der Winter, was er verspricht- hurra, ab Morgen ist ausserdem Schneefall angesagt. Sogar IM Stall hatten wir heute früh nur noch -2°, und die Tempis sollen jetzt Tag für Tag weiter sinken. Nächste Woche werden wir immer deutlich unter Null rumdümpeln. Mir solls recht sein! Jetzt, wo der Boden tiefgefroren ist, dürfen die Jungs endlich mal wieder raus auf die Weide. Und viel gesünder und angenehmer ist diese trockene Knackkälte sowieso. 

Vorsätze fürs neue Jahr? Danke, nein. Die sind in der Regel eh' zum Scheitern verurteilt, und ich mag mich ausserdem nicht selber unter Druck setzen. Aber ich habe auf's neue Jahr mein Pensum im Job noch ein wenig herabgesetzt, was meine Work-Life-Balance weiter positiv beeinflussen wird. Bin ja ein genügsamer Mensch, und freie Zeit ist mit nichts aufzuwiegen! 

Und jetzt: auf ein fröhliches, gesundes 2026! Ich freue mich, wenn wir uns weiter lesen und austauschen. 

Hummelz♥️ensgrüsse! 

 

 

 

Freitag, 19. Dezember 2025

RAUHE.NÄCHTE

 

Lange bevor es Kalender und Uhren gab orientierten sich unsere alten Vorfahren an der Sonne und am Mond. Und es fiel ihnen auf: das Sonnenjahr hatte 365 Tage, das Jahr des Mondes allerdings nur deren 354. Es blieben also 11 Tage und 12 Nächte, die "nirgendwohin gehörten". Eine Lücke zwischen 2 Welten sozusagen. Die Kelten nannten diese Nächte die "Rauhnächte" (zurückzuführen auf das altdeutsche Wort "rûch", welches "haarig", wild oder ungezügelt bedeutet, oder auf "Rauch", da man in diesen Tagen ausgiebig räucherte). Die Menschen glaubten, dass in diesen Tagen und Nächten die Grenze zur Anderswelt, also dem Reich der Geister, der Toten und der alten Götter, durchlässig werden und die Verstorbenen zurück kommen, dass Tiere sprechen, man die Zukunft in seinen Träumen sehen und das Schicksal durch Rituale beeinflussen kann. 


  

Und man fürchtete die wilde Jagd: ein unheimliches Heer gespenstischer Seelen- das, angeführt vom Göttervater Wotan, tobend und in wildem Galopp über den Himmel zog. (Bei uns kennen wir "den Türst", der mit seinem Gefolge über das Firmament stürmt). Wer sich bei Einbruch der Dunkelheit noch draussen aufhielt, der konnte vom wilden Heer mitgerissen werden. Also verriegelte man Türen und Fenster. Wer klug war hing auch keine Wäsche mehr vor dem Haus auf, denn die Geister hätten sich darin verfangen können. Und auf gar keinen Fall durfte man den Tieren beim Sprechen zuhören; wer dies trotzdem tat, dem drohte nichts Geringeres als der Tod.

In der Zeit der Rauhnächte wurde in Haus und Stall geräuchert. 

 




Der Rauch der glimmenden Kräuter und Harze sollte die Geister vertreiben und alles Alte und Verbrauchte mit sich forttragen, gleichzeitig aber auch das Licht und den Segen einladen, in der Hoffnung auf ein gutes neues Jahr. Und man befragte das Orakel oder die Runen, um mehr über die Zukunft zu erfahren.

 

Der alte Brauch der geheimnisvollen, mystischen Rauhnächte wird heutzutage von immer mehr Menschen wiederentdeckt. In manchen Gebieten werden die Rauhnächte vom 24. Dezember bis zum 6. Januar begangen, weil man sagt, dass ab dem 21. Dezember, der Wintersonnwende, das Universum für 3 Tage "den Atem anhalte".

 


 

Anderswo werden die Rauhnächte aber auch schon direkt ab der Wintersonnwende zelebriert und enden dann bereits mit Neujahr.  

Unabhängig von der Zeitspanne geht es vor allem darum, zur Ruhe zu kommen und besinnlich zu sein, sich mit der Natur und sich selbst zu verbinden, kleine Rituale zu begehen und zu räuchern. Man kann z.B. kleine Zettel mit Wünschen beschreiben und jeden Abend einen dieser Zettel verbrennen, um so durch das Feuer seine Wünsche dem Universum zu übergeben und ins neue Jahr tragen zu lassen. Oder man kann aufschreiben, was man in diesen Nächten geträumt oder was man an den Tagen vielleicht Spezielles erlebt hat.  

Auch wenn mancher über solche Bräuche lächeln mag und es als Aberglauben abtut, so erkennt man darin doch eine alte Wahrheit. Die, dass die Dunkelheit Teil des Lebens ist, genauso wie das Licht. Dass alles zyklisch ist, Sommer wie Winter, und dass alles immer wieder von vorne beginnt. Gerade in unserer von Hektik und Schnelllebigkeit geprägten Gegenwart brauchen wir solche kleinen Pausen zwischen den Welten, eine Zeit, in der man "die Stille hören" und in sich selber hineinhorchen kann, um seinen eigenen Weg neu auszurichten. 

 

Merci, Pixabay!

 

Ich wünsche euch eine 

ruhige, seelenwarme Zeit. 

Egal, was und wie ihr feiert:

tut es mit Freude und

Hingabe!

🌟  

 

 

 

 

 

Samstag, 13. Dezember 2025

JUL.FEUER.BAUM

 

Stell dir vor: du lebst vor vielen, vielen Hundert Jahren. Zu Zeiten der alten Germanen, der Kelten oder noch viel früher. Das Leben damals ist nicht einfach, ganz besonders im Winter. Wenn die Tage von klirrender Kälte, von Eis und Schnee geprägt sind, wenn die Sonne am tiefsten Punkt des Himmels steht und die Dunkelheit herrscht, dann besteht die Aufgabe schlicht darin, zu überleben. Aber die Gemeinschaften rücken näher zusammen. Und die Menschen erkennen: ab dem 21. Dezember, nach der längsten Nacht des Jahres, beginnen die Tage wieder heller zu werden, das Licht kommt zurück, und mit ihm die Wärme und das Leben.

Also feiern sie diesen Tag, die Wintersonnwende, sehr, sehr lange bevor der 25. Dezember zu Weihnachten wird.

Es ist aber kein religiöses Fest. Man feiert die Natur, das wiederkehrende Licht und das Überleben. 

Man schichtet an einer erhöhten Stelle, die jeder im Dorf sehen kann, einen riesigen Holzstapel auf. Jede Familie bringt einen Totzen Holz mit, ein Julscheit. Am liebsten eines aus Eiche, denn die Eiche ist stark und heilig, sie steht für Kraft und Ausdauer. Dieses Jul- oder Yulefeuer wird bei Sonnenuntergang entzündet und darf bis zum nächsten Sonnenaufgang nicht erlöschen. Sein Licht und seine Wärme halten die bösen Geister ab, genauso wie der reinigende Rauch von Wacholderbeeren, die ins lodernde Feuer geworfen werden. Sie sollen das kommende Jahr ausserdem segnen und Krankheiten fernhalten.

Ein kleines Stück vom verbrannten Julscheit aber wird wieder mit nach Hause genommen. Unters Bett gelegt soll es vor Unglück schützen, vor Blitzen und Feuer. Und im nächsten Jahr wird mit diesem Stückchen Julscheit das neue Julfeuer wieder entzündet, ein endloser Kreislauf, von Jahr zu Jahr, von Generation zu Generation.         



 

Und man holt einen immergrünen Baum und stellt ihn nahe zum Julfeuer auf. Dieser Baum lebt auch im Winter, wenn sonst alles erstarrt ist; er trotzt der Kälte, und er trotzt dem Tod. Man schmückt ihn mit kleinen Puppen, Tieren und Sternen aus Stroh, mit roten Äpfeln, welche die Fruchtbarkeit symbolisieren, und mit Nüssen, die für verborgenen Reichtum und verborgenes Wissen stehen. Man windet rote Fäden um die Äste, rot wie Blut, wie die wiederkehrende Sonne. Manchmal hängt man auch kleine Glöckchen in die Zweige. Ihr Klingeln soll böse Geister abschrecken und sie wissen lassen: hier ist Leben, Gemeinschaft- hier seid ihr nicht willkommen!    

 



Der Julbaum ist kein Schmuck, er ist ein Versprechen. Dass der Winter enden, das Leben zurückkehren, die Sonne siegen wird.
 
Und noch eine trotzt dem Winter: die Stechpalme, auch "Winterschutz" genannt. Ihre stachligen, mit Spitzen bewehrten Blätter schützen sie selbst, also soll sie auch die Menschen beschützen. Ihre Zweige mit den leuchtend roten Beeren werden zur Wintersonnwende geschnitten und über den Türen aufgehängt, mit den Stacheln nach aussen. Alles Böse, das ins Haus gelangen will und nicht willkommen ist, wird an diesen Stacheln hängen bleiben, der Eintritt wird ihm verwehrt bleiben. Ausserdem symbolisieren auch die roten Beeren das Blut des Lebens; das Leben, das auch im tiefsten Winter weitergeht.  





⭐️⭐️⭐️

 

 

Ist es nicht höchst interessant zu wissen, woher unsere Bräuche wirklich kommen? Wie alt sie tatsächlich eigentlich sind, und was ihr echter, ursprüngliche Sinn war? (Die vier Kerzen auf dem Apfenzkranz symbolisierten übrigens nicht die Wochen vor Weihnachten, sondern die vier Jahreszeiten....).

 

 

Ein gemütliches,

entspanntes WE

wünsche ich euch!

 🌲 

 

 

PS: Merci, Pixabay, für die Bilder! 


 

Sonntag, 7. Dezember 2025

GE.FAKT.ET

Heute hab ich mal stibitzt. Eine Blogidee, frech abgekupfert bei unserer Queen. Wenn man nämlich über 16 Jahre bloggt, dann ist das manchmal so eine Sache mit den Themen, die man bekabbeln möchte. Dann und wann herrscht schon mal arge Ahnungslosigkeit diesbezüglich. Man kann dann entweder ein kleines Päusken einlegen- oder man "inspiriert" sich einfach bei andern! 😉

Merci, Queeny!

 

Heute also: "Belanglose Fakten". 

Es geht los:

1. Welche Schuhe?

In diesem Punkt bin ich kein typisches Mädchen, besitze tatsächlich nur 2 Paar Winterschuhe für den Alltag (Stallschuhe nehme ich da aus). Die schweren, dunkelroten Panama Jacks mit warmem Puschefellfutter kommen nur bei geschlossener Schneedecke zum Einsatz, daher jetzt meine geliebten Schnür-Stiefeletten von KAVAT. Und für Zuhause ein paar Pseudo-Crocks mit süssem Daisy-Print. Barfuss geht in unserer alten, unterkellerten Wohnung mit so-là-là-Bodenisolation grade nicht. Im Sommer aber ist das umso angenehmer....

2. Zimmerpflanzen? 

Unbedingt! Allerdings gibt es hier nur Efeututen, dafür ganze 4 Stück davon. Diese grüne Einsilbigkeit gründet in der Tatsache, dass sämtliche Stöcke von einer "Urpflanze" abstammen, die meiner Mutti gehörte. Überschiessende Triebe werden abgeschnitten, schlagen im Wasserglas Wurzeln und werden wieder eingetopft. Aus sentimentalen Gründen kann ich einfach keine Triebe wegschmeissen. Davon "profitieren" dann auch Verwandte und Kolleginnen, *gg*...!

 


 

3. Nach dem Aufwachen?

Fütterung der bereits seit einer Stunde quengelnden Mini-Raubtiere, Einschmeissen der Herz- und Blutdruck-Medis mit einem Glas warme Zitrone/Ingwer, duschen. Hinterher Stallarbeit, eine Tasse heissen Tee auf dem Sofa mit Mietze rechts / Mietze links, und dann ab zum Job im Spital.

4. Frühstück?

Ohne geht gar nicht!- aber erst im Spital. Ich fahre tatsächlich etwas früher dahin, damit ich mir noch ein leckeres Müesli am Buffet mischen kann, mit einem Milchkaffee dazu und der Tageszeitung. Mach ich seit vielen Jahren so. Wer jetzt versucht hat, nachzurechnen: ja, dafür stehe ich um 04.45 Uhr auf. 

5. Am PC, was zuerst? 

Immer erst abends (ausser an meinen Frei-Tagen). Dann natürlich schauen, wer in meiner Blogroll Neues veröffentlicht hat. Ein paar Kommis schreiben, ein wenig auf youtube stöbern. Details dazu später.

6. Arbeit?

Ich bin versucht zu schreiben "leider noch". Eigentlich hatte ich immer Spass am Job- doch so, wie sich in den letzten paar Jahren alles verändert hat bin ich froh, in aller-allerspätestens 4 1/2 Jahren pensioniert zu werden. Ich hoffe ich kann es mir irgendwie leisten, etwas früher auszusteigen. Und ich hoffe ausserdem, dass ich meine Pensionierung überhaupt und dann einigermassen fit erreiche.  

7. Konsum? 

Ich versuche, mich kurz zu fassen! 😁 Im Ernst: wir sind wirklich kleine Konsumverweigerer. Menschen- und Tierfutter, vielleicht 2 Stück Bekleidung pro Jahr, dann und wann ein Magazin und in ganz seltenen Fällen auch einfach mal was für die Seele. Dies dann gerne second hand, in der Region hergestellt oder zumindest aus regionalen Läden. Nein, natürlich kein A*azo*, kein China-Billigstplunder. Im Netz wird nur seltenst und mit Bedacht bestellt. Würden alle so wie wir konsumieren, die Wirtschaft läge röchelnd darnieder.

8. TV? 

Natürlich, gerne. Aber auch hier gilt: Qualität vor Quantität. Nur auf Sendern, die einem nicht mit Endlos-Werbung die Lust an allem nehmen (arte, 3sat o.ä.), oder wir nutzen die Möglichkeit, "zurückzuspulen". Zappen geht mir endlos auf die Nerven.

9. youtube? 

Ja, auch- aber nur, was der Seele gut tut. "Reflections of Life" z.B. (sehr, sehr, sehr empfehlenswert!), Tierschutz, Kreativität. Auf diesem Planeten geht genug drunter und drüber, das muss ich mir nicht auch noch da reinziehen. 

10. Letztes Foto?

Ausser den Bildern vom letzten Post: dieses.

 


 

Das Büschel hängt in unserem Schlafzimmer und ist ein Teil unserer Apfenz-Winter-Deko. 

 

So. 

Noch irgendjemand anwesend?

Hat sich jetzt ordentlich gezogen das Ganze- ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spass!   

 

Happy 2. Apfenz,

meine Lieben!

⭐️ 

 

 

      

Sonntag, 30. November 2025

AB.GEDREHT

Irgendwann habe ich mir mal vorgenommen, mich in möglichst vielen alten Handwerken zu versuchen. Inzwischen habe ich auf verschiedene Weise Holz bearbeitet und Metall geschmidet, Körbe geflochten, Keramik hergestellt (auch auf der Töpferscheibe), Möbel restauriert, Kerzen gezogen und gegossen, Papier geschöpft und mich sogar am Drechseln versucht. Das alles hat mir sehr viel Spass gemacht und mir ausserdem gezeigt, wieviel Zeit und Mühe die Menschen früher in alles inverstiert haben, was im Alltag vonnöten war.

Auf meiner Liste stehen noch das Weben auf einem grossen Webstuhl, die Bearbeitung von Leder, die Buchbinderei und, sollte sich mal die Gelegenheit ergeben, das Schmieden von Silber. 

Der aktuelle Post unserer Bahnwärterin, in dem ein Reifentierchen eine Rolle spielt, brachte mich auf den Gedanken, meine ersten Versuche im Drechseln mit euch zu teilen.

Vor Jahren waren hier Drechsel-Kurse ausgeschrieben, und ich wollte mich unbedingt mal damit beschäftigen. Gedacht und angemeldet!

Die Maschine, welche die Werkstücke mit um die 2000 Touren pro Minute rotieren lässt, war genauso beeindruckend wie nicht ganz ungefährlich, ebenso wie die scharfen Drechseleisen auch. Die ganz grosse Schwierigkeit bestand zu Anfang darin, die Eisen im richtigen Winkel an das wirbelnde Holzstück zu halten. War der Winkel der falsche, so verkeilte sich das Eisen, verursachte wüste Kerben im Holz und konnte einem, im schlimmsten Fall, um die Ohren fliegen. Keine wirklich erfreuliche Vorstellung!

Unser Kursleiter liess uns nach ausführlichen Erklärungen und Demonstrationen zuerst an einem kleinen Honiglöffel arbeiten. Ich erinnere mich, dass ich mich anfänglich völlig blöd angestellt habe... 🙄 Aber man darf sich nichts vormachen: Handwerk ist eine Kunst, die mit Ausdauer erlernt werden möchte. Nach einer Weile unermüdlichen Übens machte es "Klick", und das Drechseln ging einfacher von der Hand. Der Löffel konnte nach Stunden abgedreht und mit Sandpapier verschiedener Stärken fein geschliffen werden. Ein gutes Gefühl, ihn anschliessend in der Hand zu halten und zu wissen: selbstgemacht!

 

 

Dann wurde der Schwierigkeitsgrad erhöht: es stand eine kleine Schale aus Apfelholz auf dem Programm. Die hat mich dann und wann beinah verzweifeln lassen, aber wie heisst es so schön: gut Ding will Weile haben! Nach vielen Schweissperlen und zwischen den Zähnen zerquetschten Flüchen war auch sie geschafft. Wieder wurde geschliffen, poliert und zum Schluss mit einem Wachs eingelassen- ferddisch!

 

 

Gefreut habe ich mich über die Stücke- und zu wissen, dass sie durch eigene Hände entstanden sind, macht sie zu was sehr Wertvollem. 

Holz ist ausserdem ein wunderbarer Werkstoff, der sich grossartig anfühlt und beim Bearbeiten herrlich duftet. 

Stünde ich nochmals vor der Berufswahl, dann würde etwas Handwerkliches bestimmt ganz oben auf der Liste rangieren!

 

 Fröhlichen 1. Apfenz,

meine Lieben!

⭐️ 

 

 


   

Sonntag, 23. November 2025

WINTER / !!

 

Draussen:

minus 10,5 Gräder.

Im Stall: 

minus 2 Gräder.

 

Zum genau gleichen Datum wie der Wintereinbruch im letzten Jahr rieselte auch heuer die weisse Pracht vom Himmel, gemeinsam mit einem Temperatursturz, der sich gewaschen hatte. 

 

 

Aber ich will mich nicht beklagen, gell? En contraire, ich freu mir einen Ast. Bis auf den Umstand, dass mein Autochen heute Morgen keinen Mucks mehr machen wollte, weil die Batterie kältebedingt empty war, erwachen bei diesen Temperaturen MEINE Lebensgeister erst so richtig...  

ManitouseiDank hatte ich daran gedacht, im Stall das Wasser in einem feinen Fädchen laufen zu lassen; wer schon einmal erlebt hat was ihn frühmorgens erwartet, wenn nachts die Wasserleitungen einfrieren, der macht sich einen Knoten ins Taschentuch!

Heute allerdings war alles in Ordnung. Kein Eisfeld IM Stall, keine Wasserfälle aus Wänden. Einzig eine Ansammlung Mietzen im Heu der Futterboxe, gähnend und aneinadergekuschelt, und zwei Dicke, gutgelaunt und hungrig, empfingen uns morgens um 7 (genau: dann, wenn die Welt noch in Ordnung ist! 😊).

 

❄️☃❄️☃❄️ 

 

Natürlich verdient diese schöne Zeit etwas Anerkennung, und so habe ich ein wenig dekoriert. Mit Tann- und Hagebuttenzweigen, mit Äpfeln und Nüssen, einfach mit Dingen, die schon da waren- oder second hand erstanden. Wie das Hutschenreuther-Tellerchen mit Schottenkarorand, welches ich tatsächlich im Brocki ergattert habe. Es macht, wie ich finde, eine sehr gute Figur als Kerzenteller. 

 

 

Ein Türkranz ist ausserdem entstanden. Die künstliche Blüte ausgenommen entstammt alles meinem Fundus: alte Webborten, aufgebügeltes Geschenkband 😁, selbstgenadelte Häkelborte und Wollkordeln. Das meiste dümpelt schon Ewigkeiten in Kisten und Kästchen herum, jetzt hat es seine Bestimmung gefunden. 

 

 

In den kommenden Wochen sollten wir uns eh' mal wieder ein paar Gedanken mehr dazu machen, wieviel Zeug man denn noch kaufen möchte und ob das alles wirklich nötig ist.

Mir wird schon wieder ganz anders angesichts der uns drohenden Black und Pink und wasweissichnoch welchen Fridays und Konsorten. Also die Gelegenheiten zu denen wir Zeug kaufen sollen, das wir nicht brauchen, mit Geld, das wir nicht haben.... 


Eine angenehme

letzte November-

Woche wünsch

ich euch! 

♥️ 

 
 

 

 
 

Samstag, 8. November 2025

ERSTE.WOCHE.NOVEMBER

 

Verrückt. Die erste Novemberwoche haben wir auch schon wieder geschafft, die Zeit rennt im Sause-Sauseschritt, in 3 Wochen ist erster Apfenz! 

Die Welt da draussen ist trist genug, also gibts hier und heute einfach das, was mir in diesen Tagen zur Freude gereicht hat.😊 

  

🍁 Erwähneswert erstens: es war zum ersten Mal so knackkalt, dass einem abends der Atem als weisser Hauch vor dem Gesicht stand und frühmorgens eine ganz feine "Giächt"(Frost)-Schicht das Gras auf den Weiden überzog. Die Tage starten im Nebel und enden oft darin, dazwischen lacht die Sonne vom Himmel und lässt die Farben leuchten. Und ich ergötze mich am "Super-Mond" und an wundervollen Sonnenuntergängen, wie sie nur der Herbst hinbekommt!

 


 

🍂 Die Zeit für den "neuen", aus einem zu spacken Kleid 

 


 

umgeschneiderten Jupe ist gekommen. Der herrlich griffige Leinen/Baumwollstoff und das Können der Schneiderin sind mir das Geld wert: sitzt, passt, ist sehr bequem! Der Hoodie gibt ihm die nötige Ungezwungenheit, Schal und Umhängetäschchen steuern einen kecken Klacks Farbe bei, dicke Socken und die Schnürboots sorgen für warme Füsse. Mag ich!

 

Jupe: G.Sjöden, umgeschneidert von WEIBlicher
(Herren)Hoodie: neu, von Strauss-Workwear 
Schal: 2024, von G.Sjöden
Tasche: 2021 (?), Changemaker
Socken: noch von meiner Mutti gestrickt
Schuhe: 2024, von KAVAT 
  

 🍁 Heute: grosser Weihnachts-Sonderverkauf in unserm schönen Brocki. Ich staunte über den Menschenauflauf, der sich zwischen Tischen und Regalen drängte, um sich Unmengen an hübschen Secondhand-Dingen zu begucken und zu kaufen. Find ich Klasse! Für mich persönlich aber etwas viel Towubawohu, sodass ich schnell wieder raus war. 2 Winter-Apfenz-Tassen habe ich mir geschnappt (in die passt richtig was rein!), eine Bienenwachs- und 2 dicke (Weizenkorn)-Stumpenkerzen ausserdem, das ganze für schlappe 9 Fränkli. Freude herrscht!

 

 

🍂 Vielleicht 1 1/2 Jahre ist es her, dass die Gartenbauerei, auf deren Gelände wir wohnen, übergeben wurde. Sie wird jetzt von einem vorherigen Geschäftspartner und seinem Sohn geführt. Man trifft sich ab und zu auf dem Gelände und tauscht ein paar Worte aus. Den Beiden scheint Nachhaltigkeit und der sorgsame Umgang mit der Natur sehr wichtig zu sein, was mich echt freut. Auf der Grenze zu Nachbars Weide wurde gestern eine Reihe junger Bäume und Büsche gepflanzt, und auch sonst tut sich hier einiges. Grossartig!

 

 

So! Die Woche und isch'aben ferrdisch! 

Reicht doch zum Glücklichsein...

🤓 

 

Happy November, 

kommt gut 

in die neue Woche!


 

Donnerstag, 23. Oktober 2025

EIN.WENIG.REAL.LIFE.UND.GANZ.VIEL.KI

 

Während draussen ein wackerer Herbststurm ums Haus tobt sitze ich seit vorgestern schniefend und hustend in der Hütte (und mit einem beginnenden Bandscheibenvorfall ausserdem. MRI-bestätigt. 🙄)

(Zu) langes Liegen quittiert mein Rücken umgehend; also verbringe ich einen Teil meiner Zeit unter Zuhilfenahme eines dicken Kissens in meinem Ohrensessel vor dem TV oder vor dem Computer. Was soll man auch sonst tun?

Aber so stiess ich gestern auf eine seriös recherchierte und sehr interessante Reportage auf einem Sender meines Vertrauens:

 

"Tod des Internets"

 

Experten glauben dass "das Inet, so wie wir es (noch) kennen, auf sein Ende zusteuert". 

War es bisher ein Raum der Wissen, Kultur und Unterhaltung in sich vereinigte, so wird es mehr und mehr zu einer riesigen Müllkippe, die von sinnbefreiten Medienmassen und falschen Freunden geflutet wird. So sehr, dass das Inet demnächst zu implodieren droht.

Schuld daran sind vor allem minderwertige, KI-generierte Produkte, sogenannte Slobs. Heutzutage kann jeder mit recht einfacher Software unter Vorgabe von 1 oder 2 Sätzen ganze Videos, Texte, sogar innert ein paar Sekunden ganze Bücher erstellen (lassen). Im Film nennt man diese Produkte "pseudojournalistischen Quatsch". Wir haben sie alle schon gesehen, diese kurzen Filmchen und Berichte. Manche dieser Produkte sind so gut gemacht, dass man wirklich 3 Mal hinsehen muss und ausserdem subito sein Gehirn einschalten sollte, um die Sache auf ihre Echtheit zu überprüfen. Bei manchen sieht man den Fake auf den ersten Blick, bei anderen kann man ihn tatsächlich nicht mit Sicherheit erkennen. Und irgendeinen treffsicheren Beweis, dass ein Produkt "handgemacht" oder KI-generiert ist, gibt es bisher nicht. 

Die KI bezieht ihr "Wissen" aus den riesigen Mengen an Daten, die ursprünglich von Menschen generiert wurden. Aber leider ist sie nicht "intelligent" genug, um Sprache richtig zu verstehen. Und so kann z.B. schon ein nicht richtig erkanntes Fragezeichen in einem Satz eine völlig missverständliche Aussage kreieren. 

 

 Merci, Pixabay!

Man könnte das alles natürlich mit einem Schulterzucken abtun. Einfach nicht lesen, einfach wegklicken! Was aber, wenn Menschen mithilfe solcher Fakevideos aufgewiegelt werden und wenn politisches Geschehen direkt beeinflusst wird? (Und wir wissen ja: selbst ranghöchste "Volksvertreter" scheuen sich inzwischen nicht mehr, in ganz übler Manier auf diese Möglichkeit zurückzugreifen!) Was, wenn sich einsame Menschen tatsächlich in Chatbots verlieben und in diesem Zusammenhang dann Suizid begehen?

Was - wenn...? 

Hält man sich ausserdem vor Augen, dass inzwischen die Hälfte der weltweit veröffentlichten Inet-Inhalte KI-generiert sind, Tendenz steigend, dann wird einem das Ausmass der Lage annähernd bewusst. 

Hinzu kommt, dass sich Firmen wie Google, Amazon oder Facebook das Netz praktisch untereinander aufteilen, also über eine unglaubliche Einflussnahme verfügen. Da wundert es einem auch nicht, dass kein grosses Interesse daran besteht, solche Fake-Inhalte einzudämmen. In Tests waren die Firmen erst auf grossen Druck hin bereit, Inhalte zu löschen. 

So gehen gute, handgemachte und seriöse Informationen in einer riesigen Flut an KI-generiertem Nonsens unter. Und der Zugriff der Nutzer auf vermeintliches Wissen und glaubwürdige Informationen öffnet Willkür und Manipulation im Hintergrund Tür und Tor- und spielt eine unglaubliche Macht in Hände, wo sie nicht hingehört.

So alle paar Jahre mal macht die Hypothese die Runde, dass die KI bald so intelligent sein wird wie der Mensch.

Manitou möge das zu verhindern wissen....

 

Denn das Inet kennt 

keine Grenzen.

Darin besteht 

die ganz grosse 

Gefahr.  

 

 

PS: 

Dieser Post ist unter Garantie in allen Teilen von einem Menschen recherchiert, niedergeschrieben und veröffentlicht worden! 

😁 








Mittwoch, 15. Oktober 2025

EINS.NACH.DEM.ANDERN

Einen grossen Vorteil hat es ja, wenn die letzten Ferien im Spätsommer stattgefunden haben: es ist nur eine kurze Strecke hin zu den Herbstferien! 😁 Und so geniessen wir hier gerade eine Tretmühlen-befreite Zeit, nehmen die Tage "vorab" und lassen uns davon überraschen, wozu sie gut sind.

Beim Blick in den Garten und auf seine inzwischen im Vergänglichen befindliche Schönheit

 

 

denke ich mir, dass ich eigentlich die Loggia "einwintern" könnte- also Sitzkissen und -bezüge gewaschen und den provençalisch gemusterten Vorhang, der als Sichtschutz dient, auch gleich. Draussen essen werden wir voraussichtlich eh' nicht mehr.

Apopo: unsere Queen hat mir das Rezept für Spätzli mit Linsen verraten, wir haben es nachgekocht und für sehr lecker befunden. Danke dafür! 

 

 

In den Ferien gönnen wir uns ansonsten aber mittags ein Essen auswärts- so ein bisschen was Besonderes darf man sich schon leisten, nichtwahr? 

Ganz besonders schön sind grade die Farben der Natur. In meinem Kopf kullern ein paar kleine, kreative Projekte herum; also habe ich mir einige besonders schöne und bunte Blätter und Blüten geholt, die jetzt gepresst werden.

 

 

Ausserdem erinnerte ich mich daran, wie wir in meiner Kindheit mit Begeisterung kleine Dinge aus Salzteig modelliert haben. Er ist so einfach herzustellen aus Zutaten, die immer vorhanden sind; er lässt sich wunderbar verarbeiten, im Ofen backen oder an der Luft trocknen und bemalen. Eine hübsche winterliche Girlande schwebt mir vor, und so habe ich schon mal kleine Herzen gebacken. Die härten jetzt noch ganz aus und warten auf ihre weitere Verwendung.

 

 

Ebenfalls zum Trocknen in einer langen Reihe aufgehängt habe ich die Blütenköpfe von Fetthenne. Ich würde sie gerne für ein winterliches Gesteck verwenden; mal sehn, wie sie trocken wirken werden. Ich stelle sie mir, zu kleinen Büscheln gebunden und mit gaaaanz wenig Glitter besprüht, sehr appart vor!

 

 

Tja, und sonst so? Ich fuhrwerke im Stall rum, ich lese, ich schreibe.... alles mit Musse, ohne Blick auf die Uhr. 

Ferien halt! 😁