Donnerstag, 23. Juni 2022

#POTPOURRI!

 

Heute, so aus der guten Laune heraus, einfach mal ein kleines Potpourri "quer durch den Alltags-Garten"!

 

đŸŒŒ Ein Update zu meinen Raupen: Inzwischen sind die armen Nesseln völlig kahlgefressen. Und von einem Tag auf den andern waren die kleinen RĂ€upchen plötzlich alle sehr zielstrebig unterwegs. Ein herrliches Bild: sie stoppten unterwegs immer mal wieder und hoben das Köpfchen, wie um sich zu orientieren, wo's denn nun langgehen sollte. WĂ€nde hoch und wieder runter ging das, rein in den Stall und wieder raus- ich musste sehr achtgeben, dass ich nicht drauftrat. Inzwischen hĂ€ngen ĂŒberall die Puppen, wie kleine Mumien, einzeln oder in GrĂŒppchen. 

 

Habs nachgelesen: in 2-4 Wochen sollten die Schmetterlinge schlĂŒpfen. Ich hoffe, ich bekomme einen dabei vor die Linse! (PS: Der Nachbar hat gemĂ€ht und meine Nesseln tatsĂ€chlich stehenlassen! đŸ˜€)

 

đŸŒŒ Es wĂ€chst nicht nur im Garten ganz wunderbar (vor allem nach dem Gewitter gestern mit sehr ergiebigen RegenfĂ€llen!). 

Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, jetzt nur noch sporadisch zum Coiffeur zu gehen. Spart Zeit und Geld! Mein Schopf lĂ€sst sich von der Vegetation draussen inspirieren: er wĂ€chst wie verrĂŒckt.

Eine kaum zu bĂ€ndigende Geschichte ist das! Ich habs schon frĂŒher aufgegeben, mit meinen wilden Locken irgendwas anstellen zu wollen. Da kann man sich noch soviel MĂŒhe geben mit föhnen- Wind oder feuchte Luft sorgen dafĂŒr, dass sich sofort alles wieder kringelt. Also waschen und lufttrocknen lassen- fĂŒr mehr hab ich weder die Zeit noch die Geduld!

 


 

Und ausserdem, wie sagte meine Oma immer:

 

"Krause Haare, krauser Sinn- mitten hockt der Deibel drin!"

😂


đŸŒŒ Sonst noch was? Ahja. Gestern Abend, nach dem Gewitter. Eine Licht-,Sonne-und-Wolkenstimmung zum Staunen und Verlieben- guck:

 

 

Ferddisch fĂŒr heute.

Haltet euch schön kĂŒhl!

🍹🍩🍧



 

Sonntag, 19. Juni 2022

ICH SHOPPE ONLINE!

 

 

 MĂ€dchen, Smartphone, Social Media

 Merci pixabay!

  

Wenn diese Aussage auf dich zutrifft und du sehr regelmĂ€ssig oder fast ausschliesslich im Inet bestellst, dann solltest du dir einmal folgende Punkte vor Augen fĂŒhren:  

 

📩 Onlineshopping (erst recht, wenn du bei A****n und Konsorten bestellst) verleiht wenigen grossen Firmen unglaublich viel Macht. SIE können dadurch schlussendlich die Preise und Herstellungsbedingungen dieser Produkte festlegen.  

Willst du das wirklich unterstĂŒtzen?

 

📩 Gerade Firmen wie A****n u.Ă€. sind bekannt dafĂŒr, dass sie TarifvertrĂ€ge oder einfach schon deren Verhandlungen schlicht verweigern und ihre Angestellten unter schlechten Bedingungen arbeiten lassen. 

Möchtest du unter enormem Stress ohne tarifliche Regelung und fĂŒr wenig/er Lohn arbeiten?

 

📩 Riesenkonzerne mit MilliardenumsĂ€tzen schaffen es mit Tricks (sog. Steuer-rulings), dass sie auf Gewinne weniger als 1% ihres Umsatzes an Steuern bezahlen mĂŒssen. 

Wieviele Prozente deines Jahreslohnes musst DU versteuern?

 

📩 Onlineshopping ruiniert auf lĂ€ngere Sicht die kleinen ortsansĂ€ssigen GeschĂ€fte. Die können in der Regel nicht in Sachen Auswahl und Preis mit den Riesen mithalten; ausserdem mĂŒssen sie meist hohe Mieten und angemessene Löhne bezahlen, und so geraten sogar gut etablierte, traditionelle GeschĂ€fte unter Druck. Jedes konkursgehende FachgeschĂ€ft bedeutet immer auch arbeitslose Mitarbeiter und verwaisende InnenstĂ€dte und Ortzentren. 

Bist du sicher, dass du glĂŒcklich bist damit, wenn es dereinst in deinem Lebensumfeld kaum noch GeschĂ€fte gibt?

 

📩 Onlineshopping ist umweltschĂ€dlich. So verursacht z.B. jeder Versand innerhalb des eigenen Landes so viele CO2-Emissionen wie 3 km Autofahrt. Wenn man sich also alleine die Milliarden von Sendungen pro Jahr vorstellt (ohne RĂŒcksendungen!), dann ist die Rechnung schnell gemacht. Das Verpackungsmaterial ist da ĂŒbrigens noch nicht miteingerechnet. 

Denkst du nicht auch, dass wir alle unseren Beitrag dazu leisten sollten, die Belastungen fĂŒr unseren Planeten zu verringern?

 

📩 A****n ist bekannt dafĂŒr, dass dort Retouren vernichtet werden mit der BegrĂŒndung, dass "sich Kontrolle und Neuverpackung nicht lohnen". Man schmeisst also neue, unbeschĂ€digte, oft auch teure Artikel in die MĂŒllpresse.

Möchtest du ein derart dekadentes Verhalten mit deinen Bestellungen und RĂŒcksendungen fördern?  

 

Ich nenne hier nur ein paar der gravier-endsten Punkte. Man könnte auch noch erwĂ€hnen, dass Onlineshopping zur Schuldenfalle werden kann. Dass man es u.U. mit BetrĂŒgern zu tun bekommt. Dass man noch mehr Zeit am Compi verbringt und sicher oft auch Unnötiges bestellt. Dass man sich ĂŒber schlechtes Material / die falsche Grösse / eine falsche Lieferungen Ă€rgert. 

Ich bin sicher, dir fallen noch mehr Punkte ein?

 

Versteh mich nicht falsch: Ich bestelle auch ab und zu. Vielleicht 3 oder 4x pro Jahr. Wenns hoch kommt. Dinge, die ich im Ort nicht bekomme. Aber alleine die Menge an Paketen, die ich regelmĂ€ssig vor unserer HaustĂŒre liegen sehe (und wir sind nur 3 Parteien im Haus!), die erstaunt und verĂ€rgert mich immer wieder. Vor allem auch wenn Menschen fröhlich online shoppen, die selber ein GeschĂ€ft betreiben. UnverstĂ€ndlich fĂŒr mich!

Vielleicht gehst du in Zukunft wieder öfter in den Laden im Ort. LĂ€sst dich von einer/m netten und versierten Angestellten beraten. Siehst das Produkt, kannst es fĂŒhlen, begutachten und dabei abwĂ€gen, ob du bereit bist, den Betrag auf dem Schild dafĂŒr hinzulegen. Findest dabei bestimmt auch was Tolles und bekommst das gute GefĂŒhl, ein FachgeschĂ€ft unterstĂŒtzt zu haben, kostenlos dazu. 

Und ĂŒbrigens: Es ist absolut unfair, sich ein Produkt im Fachhandel im Ort zeigen zu lassen und es dann, vermeintlich gĂŒnstiger, online zu bestellen!

 

Ich wĂŒnsch dir einen 

gemĂŒtlichen Sonntag!

🌾 


Donnerstag, 16. Juni 2022

VERKANNT

Die Brennessel. Ein GewĂ€chs, das ein wenig polarisiert. Die einen machen ihr das Leben so schwer wie möglich, mĂ€hen sie weg, spritzen sie mit Chemie tot. 

Die andern kennen und schĂ€tzen ihre vielen guten Eigenschaften und Verwendungs-möglichkeiten. Die Pflanze ist sehr protein-, vitamin- und nĂ€hrstoffreich. Aus ihren getrockneten jungen BlĂ€ttern kann man Tee kochen, ihre Samen ĂŒber Salate oder aufs Butterbrot streuen und ein Öl daraus pressen, man kann daraus ein spinatĂ€hnliches GemĂŒse kochen oder ein Pesto herstellen. Die Brennessel dient angewelkt auch KĂŒhen, HĂŒhnern oder Pferden als Futter-ErgĂ€nzung, und zur Jauche angesetzt dĂŒngt sie Böden oder vertreibt SchĂ€dlinge.

An meiner Stallwand zum Sandplatz hin wachsen jedes Jahr mehr und mehr Nesseln- und ich lasse sie natĂŒrlich stehen. Denn sie haben noch eine andere, sehr wichtige Aufgabe: einige Schmetterlings- und Falterarten sind auf die Pflanze als "Kinderstube" angewiesen. Sie legen ihre Eier NUR auf der Brennessel ab, und ihre Raupen ernĂ€hren sich praktisch ausschliesslich davon.

Schon letztes Jahr entdeckte ich Unmengen von Raupen des Tagpfauenauges an meinen Brennesseln- und freute mich sehr darĂŒber. Allerdings wurden auch Vögel mit Nachwuchs darauf aufmerksam- und eines Tages waren wohl alle in den MĂ€gen diverser Nestlinge verschwunden.

Dieses Jahr werden die Nesseln wieder von Heerscharen dieser kleinen, schwarz-weissen Raupen bevölkert. 

 

 

Und bisher haben sie ĂŒberlebt! Einige haben sich schon zu richtig dicken Brummern entwickelt. DrĂŒckt die Daumen, dass möglichst viele sich verpuppen und zu diesem wunderschönen, bunten Schmetterling entwickeln können! 

Ich schaue jeden Tag nach, ob sie noch da sind. Und habe vorsichtshalber einen Zettel an die Wand gehĂ€ngt: 

"BRENNESSELN BITTE 

STEHEN LASSEN!!"

weil der Nachbar-Bauer schon letztes Jahr beim Heuen das dringende BedĂŒrfnis hatte, meine Nesseln niederzumĂ€hen. Dachte wohl, er tut mir was Gutes....😡

Lasst doch in euren GÀrten auch einen dicken Busch Brennesseln stehen. Sobald man den Insekten das richtige Umfeld bietet, sind sie nÀmlich sofort da, vermehren sich fleissig und erfreuen uns mit ihrer Anwesenheit!

Denn jedes "ZahnrÀdchen", das aus dem Getriebe der Natur entfernt wird, lÀsst ihren Motor immer mehr ins Stottern geraten. Und das können wir uns einfach nicht mehr leisten...

 

Fröhlichen Feiertag, 

meine Lieben!

🐛🐛🐛

 

PS: Wir hatten hier gestern ein heftiges Gewitter, das richtig fette Hagelkörner aufs Stalldach prasseln liess- ich dachte, es haut mir Löcher in die Eternitplatten: 


 

Ist aber nochmal alles gutgegangen....😅





Sonntag, 12. Juni 2022

BODY & SOUL

 

 

Herrlich, solche Tage!

Gerade sass ich auf der schattigen Loggia, die FĂŒsse in lauwarmem, mit einer Cocos-Sprudelperle angereichertem Badewasser. Die Luft duftete nach frischgemĂ€htem Gras (denn 3 Tage Sonne satt und Tempis zwischen 25 und 30° lösen in jedem Bauern unweigerlich den Reflex aus, den MĂ€hbalken anzuschmeissen!), es war ruhig und warm und einfach angenehm. FĂŒsse behandelt man ja meist ein wenig stiefmĂŒtterlich; es war an der Zeit, mich mal wieder zu kĂŒmmern. Nach dem Schneiden der NĂ€gel (unter Ächzen und Gruchsen ➽ morsches Fahrwerk....😉) verpasste ich meinen Treterchen noch eine Massage mit einer Kartoffelcreme. Das hört sich seltsam an, bewirkt aber wahre Wunder! Ich hatte in der Drogerie (wo man meine Vorliebe fĂŒr Naturprodukte inzwischen erkannt hat!) vor einiger Zeit eine Probiertube erhalten. Die Creme wird ganz in der NĂ€he von einem Drogisten aus natĂŒrlichen (Bio)Rohstoffen hergestellt. Und wer jetzt denkt, dass meine FĂŒsse nun kartoffelig-erdig riechen: falsch! Lavendel ist das Zauberwort!

Jetzt sind meine FĂŒsschen wieder hĂŒbsch, samtweich und ansehnlich- und es fĂŒhlt sich auch richtig gut an. 



Apopo 25-30°: Da kommt man ordentlich ins Schwitzen, nichtwahr? Gerade an solch heissen Tagen hĂ€lt mein selbst angerĂŒhrtes Deo zuverlĂ€ssig das, was es verspricht. Hab ich euch eigentlich schon mal das Rezept verraten? 

Es ist supereinfach und ohne zu ĂŒbertreiben das Beste, was wir je hatten (meint auch HH!).

Also: gebt ca. 120 ml kaltes 💩 Wasser in ein kleines PfĂ€nnchen, rĂŒhrt ca. 1 1/2 Kaffeelöffel Maizena (Mais- oder KartoffelstĂ€rke) ein und kocht das auf. Immer hĂŒbsch den Schwingbesen rotieren lassen! Wenn die Masse glasig wird, zu blubbern beginnt und wie KuchengelĂ©e aussieht nehmt ihr die Pfanne vom Herd und lasst das Ganze ein wenig abkĂŒhlen.  

Nun rĂŒhrt ihr je einen dicken Kaffeelöffel Natron und Cocosöl ein, wenn ihr gerne mögt auch ein paar Tropfen Duftöl. Nehmt biologisches, denn synthetisches kann die Haut reizen.

Ferddisch!

Die Menge reicht fĂŒr etwa 2 Roll-on-FlĂ€schchen. Wir verwenden seit Jahren die gleichen, welche wir immer wieder grĂŒndlich auswaschen.

Sollte das Deo hinterher im FlĂ€schchen nachdicken: einfach ein bisschen Wasser dazu, umrĂŒhren, anwenden.



Einen fröhlichen Sonntag 

wĂŒnsche ich zu haben,

💜liche GrĂŒsse! 

 

 

 


Sonntag, 5. Juni 2022

AUSTARIERT

 

45 Jahre. 

VerrĂŒckt.

So viel meiner Lebenszeit werde ich dereinst beim Erreichen meiner Pensionierung (mit 64 Jahren im Mai 2029) in den "Arbeitsprozess" investiert haben. Vorausgesetzt, unsere Regierung setzt ihren Plan, das Pensionsalter von Frauen in der Schweiz auf 65 Jahre raufzusetzen, nicht tatsÀchlich in die RealitÀt um.....Sonst wirds noch ein JÀhrchen mehr werden.

45 Jahre ohne eine Auszeit, neudeutsch "Sabbatical" genannt, und ohne einmal mehr als 3 1/2 Wochen Ferien am StĂŒck bezogen zu haben. 

Ob ich meinen Beruf noch einmal erlernen wĂŒrde? Ich glaube eher nicht. Das Gesundheitswesen ist ein Arbeitgeber, der einem alles abverlangt. Der immer weniger Personal immer mehr Arbeit verrichten lĂ€sst, wodurch viel zuviele Angestellte irgendwann total ausgelaugt und krank sind  oder schon kurz nach der Ausbildung aufgeben. Mit der Konsequenz, dass der Markt so ausgetrocknet ist, wie er nur sein kann- aber irgendwie unternimmt keiner was dagegen...Und die Spirale dreht sich fröhlich.


Merci, Pixabay!

 

Als ich mit 19 Jahren nach meiner Ausbildung in den "Arbeitsprozess" eintrat (alleine dieses Wort ist irgendwie so....abschreckend, nichtwahr?), da war mir das alles natĂŒrlich (noch) nicht bewusst. 

Aber auch mir war sehr schnell klar: ich wollte fĂŒr mein Leben arbeiten und nicht fĂŒrs Arbeiten leben. Es gab so vieles, wofĂŒr ich mich ausserhalb des Jobs begeisterte und interessierte- und so beschloss ich sehr bald, nicht mehr Vollzeit zu arbeiten. Immer nur aufs Wochenende oder die nĂ€chsten Ferien hinzusehnen- jeden Tag mindestens 8 1/2 Stunden am Arbeitsort zu verbringen (die sich oft bis zu 10 oder 11 Stunden hinziehen konnten...) und das Leben an sich vorbeirasen zu lassen- nein, das konnte und wollte ich mir nicht vorstellen. Meine AnsprĂŒche ans Leben (in materieller Hinsicht!) waren schon immer bescheiden. Da sollte es doch möglich sein, mit weniger Geld, dafĂŒr aber viel mehr Zeit zum Regenerieren und fĂŒr alles Schöne, ĂŒber die Runden zu kommen?

Grade in meinem Job sah ich oft Menschen, die irgendwann mit einem Burnout zusammenklappten und hinterher nie mehr richtig in die GĂ€nge kamen. 

Bereits ein paar Jahre nach Abschluss meiner Ausbildung reduzierte ich mein Pensum auf 80%- und sogar damit schaffte ich es irgendwann so auszubrennen, dass ich fĂŒr eine Weile arbeitsunfĂ€hig geschrieben wurde. Das war ein Weckruf, den ich nicht ignorieren durfte. Also kehrte ich mit einem 60%-Pensum in den Job zurĂŒck und arbeite inzwischen "nur" noch 3 1/2 Tage die Woche. Um ehrlich zu sein: mehr wĂŒrde ich auch keinesfalls mehr schaffen. Nicht mit den gestiegenen AnsprĂŒchen von allen Seiten, nicht in meinem Alter mit den sich unweigerlich einstellenden Malaisen, und schon gar nicht wĂŒrde das mit den Vorstellungen korrespondieren, die ich fĂŒr den Verlauf meines weiteren Lebens hege. 

NatĂŒrlich kommt dann und wann der Spruch (von Mitmenschen, die auch gerne wĂŒrden, sich aber nicht trauen oder nichts an ihrem Leben Ă€ndern WOLLEN?):"Schon klar- wenn man dann immer noch genug verdient, kann man das ruhig machen!"

Ich lege hier jetzt nicht meinen Zahltag offen. Aber ihr wĂŒrdet euch wundern, mit wie wenig Geld ich klarkomme. Mit den Dicken und den Mietzchen. Es ist immer eine Frage der PriotitĂ€ten, des Willens und der Lebensart. NatĂŒrlich gibt es dann keine Urlaube irgendwo in einer andern Ecke der Welt. Kaum neue Klamotten. Bar-, Kino- oder Konzertbesuche alle paar Jubeljahre einmal. Aber ich brauche das alles ĂŒberhaupt nicht, weil mein Leben mit ganz viel anderem angefĂŒllt und bereichert wird. 

7 Jahre noch.

Und wie lÀufts bei euch so?

 

Fröhlichen Pfingstmontag! 🌾



 

 


Sonntag, 29. Mai 2022

AUSGEWILDERT

 

 

Wie jedes Jahr um die Zeit:

 

🐮 Einladen.

 Losfahren. 🚙

 

 



Ankommen! đŸŒČ

 

🌿 


 

🌿


🌿



Kommt gut in die neue Woche!

❤️

 

 

Donnerstag, 26. Mai 2022

AUF AUGENHÖHE

 

Wahrscheinlich verbringen wir alle relativ viel Zeit vor dem Computer- auch wenn wir uns immer vornehmen, die ein wenig einzuschrĂ€nken...😉

Aber der Austausch mit Menschen, die teilweise zu Freunden geworden sind, tut einem einfach gut. Erweitert den Horizont, animiert einem, manches zu hinterfragen, bestÀrkt einem in den eigenen Ansichten und motiviert nicht selten dazu, Dinge zu verÀndern oder weiter zu verfolgen.

Deshalb empfinde ich diese Zeit vor dem Bildschirm nicht als vertan- und ausserdem gibts in meinem Leben ja noch so viel Anderes (kreatives und in der Natur stattfindendes), dass ich den Ausgleich spielend schaffe.

Eines nachmittags vorletzte Woche verschwand HerrHummel plötzlich, worauf ich ihn in der Werkstatt hĂ€mmern und sĂ€gen hörte. Nach einer Weile erschien er wieder mit etwas Selbstgezimmertem unter dem Arm, und ich durfte fĂŒr ein Weilchen nicht in unser Arbeitszimmer. 

Er hatte fĂŒr meinen Schreibtisch ein Bord geschreinert, das den Bildschirm auf Augenhöhe bringt.

 

 

Unter diesem Bord verschwindet die Tastatur bei Nichtgebrauch und die stabile, schlichte Pappschachtel, in der ich meine Post und Schreibkram zwischenlagere, den ich noch erledigen muss.

 


Gebaut hat er dieses Bord aus einem Brett des alten Schuhregales, welches frĂŒher vor unserer WohnungstĂŒr stand, und Resten der Aussenverschalung unseres Hauses.

Ich fand das eine geniale Idee! Man sitzt nun viel aufrechter vor dem Computer. Der Schreibtisch macht einen deutlich aufgerĂ€umteren Eindruck, und ausser einem bisschen handwerklichem Geschick, etwas Restholz und ein wenig Zeit war dafĂŒr nichts nötig.

 

Daumen hoch, HerrHummel- merci beaucoup! 

😘 


Und euch einen schönen Feiertag!





Freitag, 20. Mai 2022

WEAR IT KIND

 

Ferien.

Zeit und Musse, mal wieder ĂŒberall ein wenig Klarschiff zu machen. Den Keller haben wir mit Erfolg aufgerĂ€umt und entrĂŒmpelt (und einmal mehr fragte ich mich: WO KOMMT DAS GANZE ZEUG IMMER WIEDER HER??😳), vorhin war mein Schreibtisch dran.  

Jetzt prÀsentiert er sich wieder herrlich ordentlich- nicht zuletzt auch, weil mir HH ein Àusserst praktisches Teil aus Holz gebaut hat. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Wie ich also im ganzen angesammelten Papierkram rumkrusche, sortiere und einordne, fĂ€llt mir ein Artikel von "Vier Pfoten" in die HĂ€nde. Ihr kennt diese Tierschutzorganisation bestimmt. Ich verfolge deren Arbeit und bewundere sehr, was diese TierschĂŒtzer weltweit schaffen und zustande bringen. Und natĂŒrlich unterstĂŒtze ich sie auch mit Spenden. Genaugenommen sind "Vier Pfoten" und "NetAP" (deren unbĂŒrokratische  Hilfe ich schon selber in Anspruch nehmen durfte) die einzigen Organisationen, denen ich immer wieder einen Batzen zukommen lasse. 

So. Der Artikel also. Es geht um tier(un)freundliche Modemarken. Mode ist ja eine unglaubliche Belastung fĂŒr die Umwelt- und liegt im Ranking der grössten Umweltverschmutzer auf Platz 2, direkt hinter der Erdölindustrie. Das muss man sich mal vorstellen...

Im Artikel geht es fĂŒr einmal nicht um Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung oder die Ausbeutung von ArbeitskrĂ€ften durch Fastfashion, sondern um den Fortschritt (oder eben auch nicht!) im Tierschutz im Zusammenhang mit der Herstellung von Mode.

 

Merci, Pixabay!

 

Und wir reden jetzt nicht von Pelztierfarmen oder Ähnlichem, sondern von vermeintlich "ganz normalen" Produkten wie Wolle, Leder, Daunen etc. Wer sich ein wenig mit der Materie befasst, der stösst sehr schnell auf tierquĂ€lerische Methoden wie z.B. das Mulesing (also das Entfernen der Haut rund um den Schwanz des Schafes- ohne AnĂ€sthesie, wohlgemerkt!) oder den Lebendrupf von Daunen bei GĂ€nsen und Enten. 

Man mag sich nicht vorstellen, was die Tiere dabei erleiden mĂŒssen. 

Zwar betonen immer mehr Modemarken, sich fĂŒr den Tierschutz stark zu machen- oft ist und bleibt das aber leider nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. 

"Vier Pfoten" hat nun zusammen mit der Markenbewertungsplattform Good on you ein Ranking der tier(un)freundlichsten Modemarken (gĂŒltig fĂŒr das Jahr 2021) erstellt. 

 

Am besten:  

Stella Mc Cartney

Another Tomorrow

Icebreaker

Takko

Afends

Armedangels

Mara Hoffmann

NIKIN 

People Tree

Smartwool

 

Am schlechtesten:

Max Mara

Michael Kors

Coach

Moncler

OFF-WHITE

HermĂšs

Fendi

Prada

Dior

Louis Vuitton


Aha. 

Also genau da, wo man am meisten Geld liegen lĂ€sst fĂŒr Mode kĂŒmmert man sich einen Dreck um das Wohl der Tiere. Pfui! 

NatĂŒrlich kaufen wohl die wenigsten, die hier lesen, Kleidung und Accessoires dieser Nobelmarken. Aber auch die Produkte der "ĂŒblichen VerdĂ€chtigen" sollte man grĂŒndlich checken- wer ein Smartphone sein eigen nennt, kann das gleich im Laden tun.

Und natĂŒrlich gibt es noch ein paar Punkte die es einem einfach(er) machen, tierfreundliche Mode zu tragen.

🐑 Kauft keine Fastfashion. Ein Wollpulli fĂŒr 29.90 Euronen/FrĂ€nkli kann auf gar keinen Fall aus "guter" (sprich tierschutzkonformer) Wolle gestrickt worden sein(auch wenn das noch so fett auf dem Etikett draufsteht!)

Kauft lieber die etwas teurere, dafĂŒr unbedenkliche Mode. Die hat so ganz nebenbei noch den Vorteil, dass sie meist "keine Jahrzahl" trĂ€gt, sprich: keinem Hype unterworfen, gut kombinierbar, von guter QualitĂ€t und deshalb langlebig ist.


🐼 Informiert euch und achtet auf verlĂ€ssliche Zertifizierungen. Im Ethic.Guide oder auf wearitkind.vier-pfoten.ch z.B. findet man Infos zum Tierschutz beim Modekauf und glaubwĂŒrdige GĂŒtesiegel.

 

🐰 Und last but not least: kauft nach Möglichkeit second hand. Oder tauscht mit euren Freundinnen, Schwestern, Arbeitskolleginnen. Jedes KleidungsstĂŒck, das lĂ€nger im Kreislauf bleibt, verhindert Umweltverschmutzung und TierquĂ€lerei. 

 

Seid ihr noch da? Schön. Dann gehört ihr mit Sicherheit nicht zu den Fastshoppern und Fashiongierigen sondern zu denen, die sich sowieso Gedanken machen.


 

Ein schönes, 

☀️hochsommerliches☀️ 

Wochenende euch 

(hier und heute: 

29 Grad!!)

 đŸ˜…

  


     


 

 

Montag, 16. Mai 2022

"ALLEIN DAS GLÜCK DES LEBENS.....

 

....ist zu feiern Wert!"

- schrieb mir meine Freundin Barbara. Wie recht sie doch hat! Babs, du bist eine Poetin! 😘 

Und so feierten wir gestern, im Schatten des Laubdaches unseres Bergahorns im Garten. Feierten das Leben, die Familie, das fröhliche Beisammensein. Und ein JĂ€hrchen mehr...😉

Stiessen an mit einem geeisten Hugo, in dem beschwipste ErdbeerstĂŒckchen schwammen. Taten uns gĂŒtlich an Chili sin Carne (ma con Sojaschnetzeln) mit Reis und einer Peperonata, dazu ein feines SchlĂŒckchen Vino rosso "Omen" aus der Toscana. Salute!

Genossen die herrliche selbstgemachte Erdbeertorte meiner Schwester mit einem CaffĂš latte hinterher. Und nannten Petrus einen anstĂ€ndigen Kerl, weil er die Sonne von morgens frĂŒh bis zum spĂ€ten Nachmittag vom Himmel lachen liess.

 

 
SO lÀsst es sich leben!
Wir einigten uns darauf, sowas demnĂ€chst wieder zu veranstalten, spontan und ohne jeden triftigen Grund. 
 
 
Einfach,
um das GlĂŒck
des Lebens 
zu feiern!
 đŸ€ 
 
 
 
 
 
 
So richtig gekracht hats abends dann aber doch noch. Der Wind, der vom Berner Oberland her aufkam, schob ein bedrohlich aussehendes Wolkengebilde vor sich her. Blitz, Donnergrollen und krÀftiger Regen folgten auf dem Fuss.
 
 
 
 

  
 
Eine fröhliche Maiwoche 
euch allen!
(...wir haben Ferien...!)
 
🐞


 

Mittwoch, 11. Mai 2022

UND ZACK!....

 

 

 .... ☀️SOMMER!☀️

Letztes Wochenende trug ich noch Jacke und Schal zum Ausreiten, weil eine steife Bise ĂŒber Land zog.

Seit gestern: Sonne satt, ein laues Windchen und 26°! 

Die Bauern haben alle gleichzeitig ihre MĂ€her aus der Scheune gezerrt. Der wunderbar caramellige Duft nach frischgemĂ€htem Gras ist allgegenwĂ€rtig, ringsum liegt es jetzt zum Trocknen aus. DarĂŒber stehen MĂ€usebussarde rĂŒttelnd in der Luft und spĂ€hen nach MĂ€usen oder sonstigem appetitlichem Getier, das nun viel einfacher auszumachen ist. Oder sie weichen mit ein paar eleganten FlĂŒgelschlĂ€gen streitlustigen KrĂ€hen aus, die ihr Hoheitsgebiet verteidigen.

 

 

Auch die "Spyren" (also die Mauersegler) sind wieder da und drĂŒcken mit schrillen Rufen und rasendschnellen FlugkĂŒnsten ihre Lebensfreude aus. Sie sind die
letzten, die aus dem SĂŒden ankommen, und werden die ersten sein, die wieder dorthin zurĂŒckkehren. Wenn sie zu hören sind dann weiss man: gleich ist Sommer!

Gerade bin ich durch den Garten gegangen um zu sehen, was sich dort so tut. Weil sich keiner wirklich drum kĂŒmmert ist alles verwildert- aber das hat auch seine Vorteile: ĂŒberall wĂ€chst und blĂŒht es wie verrĂŒckt. Die Insekten werden sich freuen! Meine Digitalis und die Akeleien, die Vergissmeinnichte und GĂ€nseblĂŒmchen wiegen sich im warmen Wind. Die verblĂŒhten LöwenzĂ€hne schicken ihre kleinen Schirmchen hinaus in die Welt, und die ButterblĂŒmchen strahlen mit der Sonne um die Wette.



Aber was ist das? Gerade gestern Abend erst habe ich mich noch sehr ĂŒber eine Pflanze gefreut, die wild aus einer Fuge wĂ€chst. Den BlĂ€ttern nach zu urteilen ist es eine Akeleienart. Sehr apart, mit einer krönchenartigen BlĂŒte.

 


Jetzt liegt sie, ausgerissen und achtlos weggeworfen, im Gras. Ich habe so meinen Verdacht, wer das mal wieder war. Wahrscheinlich die selbe Person, die mit ihrer Sch**ss-Drohne KrĂ€hen und Elstern jagt oder immer dann den Rasen mĂ€ht, wenn gerade alles am AufblĂŒhen ist. Jemand dem alles, was selbstbestimmt und eigensinnig sein Leben lebt, ein Dorn im Auge ist. (Mich mag er ĂŒbrigens auch nicht. 😉) 

Etwa wie die grosse Hagebuttenhecke hinten im Garten. Jedes FrĂŒhjahr hat sie herrlich geblĂŒht und im Herbst viele, viele kanllrote FrĂŒchte getragen. Letzthin war sie einfach verschwunden.....

Das sind die Momente, wo ich so richtig "gĂ€tzig" werde. Warum kann man so was HĂŒbsches und NĂŒtzliches nicht einfach in Ruhe wachsen lassen? Warum glauben manche, immer alles kontrollieren zu mĂŒssen- und dass immer alles nach ihrem "Grind" gehen muss??

Sowas setzt mir manchmal richtig zu. Wenns schon im Kleinen nicht funktioniert, wie solls dann im Grossen auch nur ansatzweise in die richtige Richtung gehen? 

Wohl auch deshalb akzentuieren sich meine misanthropen Tendenzen immer mehr- aber das ist ein anderes Thema.....😁

Ich habe also die arme, ausgerupfte Akelei reingeholt, die bereits verdursteten Teile weggeschnitten und den Rest ins Wasser gestellt. Erstaunlicherweise hat sie sich wieder prĂ€chtig erholt, steht stramm und hĂŒbsch in der Vase - und ich freue mich noch ein paar Tage dran.

 

Happy FrĂŒhsommer, 

meine Lieben!

🐝🐞🐛