Freitag, 9. August 2019

GELEBT / GESEHEN / GEBRUZZELT

ZACK!!- und schon sind wieder beinahe 2/3 
meiner Ferien vorbei.
Würde mich jemand fragen, was ich denn so angefangen
hab bisher mit meiner Zeit...naja, ich hätte keine 
wirklich schlüssige Antwort parat. 
Habs "einfach kommen lassen", wie ich immer sage.
Die Tage laufen lassen, grade so, 
wie sie sich angeboten haben.

Aber 2 Dinge fallen mir ein, die euch auch
interessieren könnten!


🎥 GESEHEN 🎥


Ich war mal wieder im Kino, und
DIESEN Film möchte ich euch unbedingt empfehlen:



Er erzählt autobiografisch die Geschichte von John 
und Molly. Des Lebens in der Grossstadt überdrüssig, 
vor allem aber ihrem gestressten Hund zuliebe kaufen 
die beiden eine 80 Hektare grosse, ökologisch "tote" Farm 
in Californien.

Völlig unerfahren, aber voller Enthusiasmus und 
mit der Unterstützung eines Spezialisten für 
Permakultur, erwecken sie das Land innerhalb von 7 Jahren
nicht nur wieder zum Leben, nein: sie schaffen ein
kleines Paradies.

Völlig klar, dass dieses Unterfangen nicht reibungslos 
abläuft. Aber mit der Zeit erkennen die beiden,
wie alle Zahnrädchen ineinander greifen und dass 
die Natur viele Probleme von alleine löst und 
komplett regenerieren kann- 
wenn man sie nur lässt. 

Dieser Film ist, wie "Tomorrow" auch, Pflichtprogramm 
für jeden, dem unser Planet am Herzen liegt.
Er macht ganz viel Hoffnung und er erklärt in 
grossartigen Bildern, wie wir es schaffen könnten, 
unsere gebeutelte Erde aufzufangen.

Und er wirkt wie ein Katalysator auf einem
sich weiter für den Umweltschutz
und einen nachhaltigen Lebensstil 
stark zu machen.


🍲🍴 GEBRUZZELT 🍴🍲

Wir haben uns diese vegetarischen "Hackpattys" 
gebraten und waren sehr begeistert!

Kichererbsen in einer Schüssel mit dem 
Kartoffelstampfer zerdrücken, eine Knolle rohen
Randen (rote Beete) waschen und mit der Schale
fein dazuraffeln. 
Zwiebeln ganz fein hacken, Knoblauch dazupressen und
in Öl schön glasig schmurgeln => ab zu den
Erbsen und dem Randen!
Ein Ei, etwas Mehl, viele gehackte Kräuter
nach Geschmack, Salz, Pfeffer und Paprikapulver dazu
(wer mag, kann noch Ingwer dazuraspeln!)
und das ganze zu einer nicht zu feuchten Masse 
kneten. 

Pattys formen und in der Pfanne knusprig ausbraten.

Einen gemischten Salat dazu und eine 
würzige Joghourtsauce mit etwas Zitronensaft,
Gewürzen und viel Knoblauch.

😋 mmmmhhhhhhhhhh!!!! 😋



So.
Ich bambele dann mal weiter durch die Tage!

😎

Happy Weekend und
herzlichste Hummelgrüsse!!

💓








Freitag, 2. August 2019

TOMORROW, WHEN I'M OLD(ER)


Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Freund
von elektronischen Gadgets und besitze 
aus diesem Grund auch kein Smartphone,
sondern lediglich ein kleines Nokia.
Mein Anspruch an ein Handy ist bescheiden: es soll
sich in meinen kleinen Reithosentaschen versenken 
lassen und man soll damit simmsen können.
Mehr muss es für meine Bedürfnisse nicht leisten! 
(Jajaaaa- nennt mich ruhig Neandertaler. 
Ich kann gut damit leben! 😊)

Gestern Abend allerdings sassen wir mit meinen
beiden Schwestern und ihren Familien zusammen
(Nationalfeiertag!), als meine eine Schwester
ihr Handy zückte und kichernd ein Bild von sich
herumzeigte. Ihr habt bestimmt schon von dieser
neuen Face App gehört? Man kann sein eigenes Foto 
damit altern lassen und einen Blick in die Zukunft 
wagen. Natürlich haben wir uns alle gegenseitig
abgelichtet und hatten wirklich einen Riesenspass
dabei.

Ich muss schon sagen: Wenn DAS einigermassen dem
nahekommt, was mich erwartet- dann bin ich 
wirklich beruhigt und kann 
ziemlich entspannt bleiben! 😀


I proudly present:
FrauHummel goes Oldie!




Was uns allerdings wirklich total verblüfft hat ist die
Tatsache, dass ich in 20 oder 30 Jahren (so ich sie denn
bitte erleben möge!) aussehe wie meine liebe Oma.
Es ist einfach unglaublich! Sie hatte zwar ganz hellblaue 
Augen, aber abgesehen davon.....

Übrigens:
Falls es das Universum gut meint mit mir, dann begleitet
mich DIESE coole Alpöhi-Socke weiter auf dem Weg dahin!

😍





Und sonst so?
Naja- ich hab FEEERIIIIEEEEEEEN!!
3 Wochen. 3 herrliche, lange, gemütliche Wochen.
Wie gut, wenn man viel Überzeit auf dem Konto
hat, mit der man bei Bedarf die Ferien verlängern
kann!
Ihr glaubt gar nicht, wie nötig die waren. 
Meine Batterien standen auf "Leer". 
Empty. 
Vide. 
Jetzt geniesse ich die Tage- auch, dass es kühler
geworden ist und immer mal wieder regnet.

HERRLICH!

☔☔☔



Schönes Wochenende,
meine Lieben!

Herzlichste
🐝-Grüsse! 




Samstag, 13. Juli 2019

SICH SELBST ÜBERLASSEN


Auch wenn die schweren Jungs jetzt im Jura sind,
so bin ich doch jeden Tag morgens und abends im Stall.
Einmal, um die Mietzmannschaft zu betüddeln,
und natürlich auch, um nach dem Rechten zu sehen.

Gestern Abend stand ich an der Weide und liess
meinen Blick über die Landschaft schweifen.

Plötzlich wurde mir etwas bewusst, das mir
bisher noch gar nicht so aufgefallen ist:
 Wie sehr sich unsere Weide 
doch von denen rundherum unterscheidet!

Dieses Stück Land überlassen wir weitestgehend sich
selber. Wir lassen die Jungs darauf weiden und misten es 
jeden Tag ab. Aber wir mähen es nie, sondern
lassen im Herbst einfach alles, was da noch steht, in
sich zusammenfallen; man könnte diesen Vorgang beinahe
schon ein "natürliches Mulchen" nennen. 

In der Sommerpause bringen wir ein wenig Hühnermist
aus, denn ein bisschen was braucht der Boden schon.
Und ich schneide regelmässig die Samenstände der
Wiesenblacken ab. Die vermehren sich sonst rasend 
schnell und sind mit ihren tiefen Pfahlwurzeln dann
kaum noch zu entfernen. So halte ich diese Pflanzen
seit vielen Jahren locker in Schach; es gibt höchstens
4 oder 5 Stück davon auf dieser Weide.

Inzwischen ist dieses Stück Land zu einer vielfältigen
Magerwiese geworden; schon von Weitem könnte man auch
ohne Zäune erkennen, wo ihre Grenzen verlaufen!

Oben: 
die Nachbarsweiden im Überblick 
und aus der Nähe, 
Unten:
 im Vergleich dazu unsere Weide.


Wahrscheinlich würde jeder "normale" Bauer
schreiend das Feld räumen- im wahrsten Sinne des Wortes!
Denn der möchte natürlich möglichst viel Futter für sein
Vieh heuen können, deshalb wird regelmässig Jauche ausge-
fahren (die vermutlich auch irgendwas enthält, das den 
Wildblumen und Kräutern den Garaus macht....)

Als ich heute mit dem Fotoapparat über unser Stück Land gegangen
bin hab ich mich so gefreut darüber, was da "los war": So viele
verschiedene Blumen und Pflanzen, zum Teil gerade am Aufblühen,
zum Teil schon dürr, dazu Heerscharen von Grashüpfern, die
vor jedem meiner Schritte das Weite suchten, und viele, viele
Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Käferchen,
Ameisen, kleine Falter und Schmetterlinge.
Das war ein Zirpen und Summen, Krabbeln und Flattern!
(Grashüpfer: 2. Reihe links!) 


Ich bin wie ein Storch durchs Gras gestakst,
damit ich möglichst keines der kleinen Lebewesen tot-
trete. Und mir wurde einmal mehr bewusst, dass wir der Natur 
(und schlussendlich uns selber!)viel Gutes tun, 
wenn wir sie einfach machen lassen.


Diese Vielfalt ist wirklich zauberhaft!
Da gibt es die Zarten und die Borstigen, die Bunten
und die Zurückhaltenden, welche, die sich im Wind wiegen
und andere, die sich dicht über der Erde im Schutz der
hohen Gräser der Sonne entgegenrecken.
Und erscheinen gewisse Pflanzen auch noch so struppig-
auf die kleinen Lebewesen (wie die Wildhummel unten links!)
haben sie eine magische Anziehungskraft!   


Vor ein paar Wochen habe ich eine grosse Tüte 
einheimische Wildblumensamen ausgebracht. Dieses Jahr wird 
noch nichts blühen, deshalb bin ich gespannt, was sich nächstes
Frühjahr tut! Wenn alles klappt werden in Zukunft 
Akeleien, Glockenblumen, Margerithen, Schafgarbe, 
Sonnenröschen, Storchenschnäbel und vieles mehr 
diesen bunten Teppich ergänzen und mein kleines Insekten-
paradies noch wertvoller machen....




Fröhlichen Sonntag, meine Lieben,
herzliche Hummelzgrüsse!

🐛🐜🐝🐞