Mittwoch, 1. Juli 2026

WENN/(B)ENGEL/REISEN

Aaaaaaaahhhhhhh....Regen! 

Endlich. Seit gestern Abend fällt das kostbare Nass vom Himmel. Stetig und ausdauernd, begleitet immer wieder von Blitz und Donner. Man hört die Natur regelrecht aufatmen, das Grünzeug steht wieder stramm, und durch die weit geöffneten Fenster strömt ein frischer, kühler, wohltuender und belebender Hauch. Da mag man wieder leben! Selbst meine Füsse haben vom Hefekloss-Modus zurück in einen annähernd normalen Zustand gefunden.... 😉

  

 

Bei den Dicken im Jura steht der Zeiger schon beinah wieder auf Halbzeit, und so fuhren meine beiden Schwestern, mein Patenmädchen, HH und ich letzten Sonntag morgens früh los, sie zu besuchen. Dank der leistungsstarken Klimaanlage im Auto haben wir die Fahrt quer durch die halbe Schweiz gut überstanden. Aber sogar auf den jurassischen 1000 m.ü.M. zeigte das Thermometer dann knappe 30 Gräder; ein stetig wehendes Lüftchen liess einem die dann doch irgendwie recht gut aushalten.

Gefunden haben wir die Jungs dösend unter riesigen Tannen; deren weit ausladende Äste schützen genauso wirkungsvoll vor gleissender Sonne wie vor strömendem Regen. 

 

Natürlich ist es auch im Jura jetzt extrem trocken; die Jungs mampfen das Heu sozusagen direkt ab Weide, das Gras ist dürr und der Boden staubt, sobald sich die Pferde in Bewegung setzen. Auf den Matten stehen aber überall riesige Bottiche, die sich automatisch mit Wasser befüllen, Durst muss keiner leiden. Und die Flächen sind gefühlt so endlos, dass trotzdem für alle genug Futter da ist. Auf jeden Fall sehen die Jungs gesund und glücklich aus!

Inmitten der Pferde suchten wir uns ein schattiges Plätzchen unter einem der alten Bäume, und ausser dem mitgebrachten PicNic genossen wir auch die herrliche Ruhe und die Gesellschaft von Mensch und Tier.  

 

So verging die Zeit im Flug, und im Wissen, dass bei den Jungs alles in schönster Ordnung ist, brachen wir nachmittags wieder auf Richtung nach hause. 

Jetzt freue ich mich auf meine bald anstehenden Ferien und hoffe, dass wir die allergrösste Hitze schon überstanden haben. Im Spital gibts nämlich keine Klimaanlagen, und sämtliche Geräte wie Ultraschalle, Monitore etc. tragen noch ihren Teil bei zu stickiger Luft und kaum zu ertragenden Temps in den Räumen....🙄  

 

Stay cool,

meine Lieben!

💦 

 




Donnerstag, 18. Juni 2026

🧊 SO!HEISS!! 🧊

 

Ab heute sind uns Dauer-Tempis um die 31, 32 Gräder angedroht 🥴. Da hilft nur eines: einen Gang runterschalten. Und es spielt mir wunderbar in die Karten, dass eine Arbeitskollegin sich in die Ferien verabschiedet hat, ich deshalb meine Arbeitstage umlegen musste und dadurch jetzt die kommenden 4 Tage freifeiern kann. 😎 

Als bekennende Lerche erledige ich meine "to do's" frühmorgens, wenns noch schön kühl und angenehm ist: mein Minigärtchen giessen und die Vogeltränke frisch befüllen. Die Stallpfötchen betüddeln, meine Runde durch den Wald drehen (herrlich!) und einkaufen.

Grade 9 Uhr ist es. Ich steh in der Küche am grossen Fenster zum Garten und schnibble Früchte für ein Birchermüesli zum Znacht.  

Seit einer Weile schlage ich mich mit einer Lactoseintoleranz herum und muss mir sehr genau überlegen, was ich esse. Die Sache schränkt einem ziemlich ein, vor allem im Personal- und anderen Restaurants. Hat man sich erst einmal intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt staunt man drüber, WO überall Lactose drinsteckt (also z.B. auch in Gewürzen und Medikamenten!). Aber ManitouseiDank gibt es inzwischen viele lactosefreie Produkte. Also einen tüchtigen Schuss verträgliche Milch ans Müesli, ein Naturejoghourt dazu und ab in den Kühlschrank damit!   

Draussen fläzt Molly auf der Loggiabrüstung, lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen und verfolgt wachen Auges, was die Vögel so treiben im Garten, der nach allen Richtungen explodiert.

 


 

Die emsigen Mitmieter haben uns bereits mit frischem Salat, Rettich und (kindskopfgrossem!) Kohlrabi aus eigenem Anbau versorgt. Und endlich kann man auch wieder Gurken, Tomaten und Peperoni auf den Speisenplan setzen. So ganz langsam haben wir uns am Wintergemüse ein wenig satt(imwahrstenSinnedesWortes)gesehen!

Das restliche Programm für heute? Sehr übersichtlich. Ein Coiffeurtermin steht noch an; ich muss meine wilden Locken ein wenig den sommerlichen Gegebenheiten anpassen lassen.

 


Furchtbar eigensinnig sind sie- man (ich!) musste sich wirklich von der Vorstellung verabschieden, die irgendwie zähmen zu wollen. Sie ein wenig einzukürzen wird reichen....

 

Na dann: 

Füsse hoch,


Eistee her 🍹

und 

Venti marsch!

 

 

Donnerstag, 21. Mai 2026

DER.MAI.

 

Ui. Muss mal wieder posten, die Zeit rennt- jetzt sind wir schon im letzten Drittel des Mais angelangt! Weil es "mein" Monat ist, mag ich immer gerne ein paar Tage Ferien nehmen in dieser Zeit, und so dümpeln wir hier gemütlich durch die Gegend.

Das Prädikat "Wonnemonat" hat er dies Jahr nicht verdient, der Mai. Eher herbstlich und ungemütlich war er in grossen Teilen bisher. Doch langsam wirds noch was, für die kommenden Tage ist uns sommerliche Wärme mit gaaanz viel Sonnenschein prophezeit.

Die Natur explodiert gerade; auch die vielen jungen Bäume und Büsche in der Ecke im Garten, alle Diesjahr frisch angepflanzt, wachsen und blühen nach Kräften.

 

 

Gewittrige Regenschauer zaubern mystische Stimmungen übers Riedland am Stall,

 


und die daraus resultierende Feuchtigkeit sorgt frühmorgens dann für reizvolle Bilder.

 


Im Stall selber ist es ruhiger geworden, die Jungs sind bereits seit 2 Wochen im Jura. Da gehn sie hin (und ohne sich nochmal umzublicken.....😢)!

 

        Hasta luego, Amigos!

 

Im Nest der Schwälbchen piept es seit einer Weile ganz zart; die frischgebackenen Eltern sind mit Sicherheit froh, dass sie jetzt wieder ordentlich Futter anschleppen können. Schwalben jagen ja nur im Flug- und wenns so kalt und nass ist wie in letzter Zeit, dann ist auch wenig Beute unterwegs.



Aber ausser ihnen sind ja noch die Mietzchen anwesend, die betüddelt werden wollen. Flauschi ist ein vollendeter Charmeur und schmeisst sich auch mal elegant vor meine Füsse, um sich ein paar ordentliche Durchstrubbler zu sichern... 😻 

 

 

Natürlich lassen wir auch unser eigenes körperliches Wohl nicht ausser Acht. Jetzt gibts wieder süsse und saftige, inländische Erdbären. Mit etwas Vanilleglacé und Schlagrahm ein Genuss!

 

 

Und auch beim hausgemachten Sauerteigbrot, gebacken im eigens dafür erbauten Lehmofen in Schwagers Garten, läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Büsken Butter drauf, ein Riemchen Käse dazu, mmhhhhh! 😋

 

 

Heute machen wir noch die Loggia klar. Bei DEM Wetterchen....!

 

War noch was?

Nö. 

 

Einen fröhlichen Frühling

euch allen

weiterhin!

🌼 

 

 



Sonntag, 19. April 2026

PREMIÈRE

 

Vorhin hatte ich mich gerade zu einem Mittags-Nickerchen hingelegt, durch das offene Fenster war das Glockengebimmel der weidenden Kühe und das herzerfrischende Gezwitscher der Vögel im Garten zu hören, als sich plötzlich ein dumpfes Grollen dazwischenmischte, irgendwo vom Berner Oberland herkommend. Schnell wurde es lauter, unheimlich dunkle Wolken schoben sich windgetrieben den Bergen entlang, Blitze zuckten, und dann ergoss sich ein heftiger Platzregen über die Landschaft: unser erstes Gewitter dieses Jahr. Ein wunderbar gemütliches Gefühl ist das, im Bett zu liegen und dem ungestümen Treiben der Natur zu lauschen! Ausserdem ist es schon viel zu lange viel zu trocken, der Regen ist willkommen und dringend nötig. 

Während der Wind inzwischen die Strassen schon wieder trockengeleckt hat und die erste Wolkenwand Richtung Luzern davonzieht, baut sich bereits die nächste über dem Glaubenberg Richtung Entlebuch auf. 



 

Der immerwährende Reigen der Natur, ihre Schönheit und Macht sind gerade tröstliche Konstanten in einer Phase auf diesem Planeten, die an Irrsinn und Brisanz beinah nicht mehr zu überbieten ist. Und um dem Ganzen keinen Raum zu geben, mag ich auch einfach nicht darüber schreiben. Ich lebe bewusst mein einfaches Dasein, versuche soviel Druck und Tempo rauszunehmen, wie nur geht, und stelle fest, dass eine "gesteigerte Verarbeitungssensitivität von Wahrnehmungsreizen" auch so ihre Vorteile in sich birgt: man erfasst damit nämlich auch alle positiven Aspekte des Tages umso deutlicher und intensiver....😊

Da wird die Vorbereitung eines türkischen Menemens mit Reis zu Mittag eine optische, olfaktorische und schlussendlich kulinarische Wonne.


Merci, Pixabay!

 

Die Beschäftigung mit meinen Tieren holt mich ins Hier und Jetzt zurück, denn sie fragen nicht danach, was war oder sein wird; sie leben von einer Stunde zur nächsten und reagieren einfach auf das, was ist. Und wenn Winnie, der sich irgendwie eine Bindehautentzündung geholt hat, bereitwillig auf die Strohballen hüpft, sich die Augensalbe applizieren lässt und anschliessend in schnurrender Glückseeligkeit aufgeht, weil man ihn zur Belohnung ordentlich durchstrubbelt, dann tut das nicht nur seiner Seele gut!

Wenn ihr hier auf meinem Blog also vorderhand nichts anderes als meinen "hundskommunen Alltag zu lesen bekommt", dann ist das a) einfach meiner Art geschuldet, wie ich mit den Zuständen umgehe und b) der Tatsache, dass mein Blog mir auch als eine Art Tagebuch dient. 

 

1fach leben also, 

in 2facher Bedeutung. 

😉  

Gehabt euch wohl!

 

 

   

Donnerstag, 9. April 2026

WOCHE.15.WAR.WAS?


🌸 Langsam dürfte das was werden mit dem Frühling. War gerade- barfuss!- auf der Terrasse. Die sonnenbeschienenen Holzplanken wärmten herrlich die blutten Füsse von unten, der Blick in die Landschaft ist äusserst vielversprechend. Und weil es so warm ist, darf auch die Balkontüre offenstehen. Da weht dann ein warmes Windchen rein, welches draussen das Windspiel in Bewegung setzt und für eine sanft klingelnde Geräuschkulisse sorgt.

 


 

🌸 Am Sonntag ist (zu meiner grossen Freude!) die erste Schwalbe im Stall eingezogen. Etwas zerrupft sieht sie zwar noch aus- kein Wunder bei der Riesendistanz, die das kleine, zarte Geschöpf zurückgelegt hat. Aber sie (oder vielmehr: er! Denn die Männchen fliegen immer voraus, um die besten Brutplätze zu sichern!) plappert schon wieder munter vor sich hin und saust geschäftig rein und raus. Jetzt fehlt nur noch ein nettes Frauchen, um eine Piepmatz-Familie zu gründen.

🌸 Dafür war unsere kleine Drops Anfang der Woche für eineinhalb Tage verschwunden. Ich machte mir schon grosse Sorgen und suchte alles ab. Aber dann stand sie zur Futterzeit plötzlich wieder auf der Treppe zum Heuboden, blinzelte mich mit ihrem einen Auge fröhlich an und machte sich über ihren Napf her. Wahrscheinlich fühlt sie sich inzwischen so sicher, dass sie sich wieder weiter in die Umgebung wagt.

🌸 Und ich freue mich. Einfach so über all die kleinen, wunderbaren Dinge. Das Leben ist schön, auch wenn es gerade allerorten drunter und drüber geht. 

Bin gestern auf youtube über das Video einer 60 Jahre alten Frau gestolpert. Sie sah jünger und gepflegt aus, sass in einer modernen, grossen Küche- und doch: von Anfang bis Ende war das Video nichts anderes als eine Endlos-Jammerei. Sie beneidete ihre Schwägerin, die bei der Scheidung eine Millionenabfindung erhielt. Jammerte über die zu erwartende Rente. Sorgte sich, wer ihr im Alter wohl mal "den Po abwischen würde" bei dem Mangel an gutem Pflegepersonal, schimpfte über die hohen Mieten, die gestiegenen Konsumpreise. Und ich bedauerte sie. Nicht wegen der von ihr beklagten Mängel, sondern weil sie offenbar selber alles dafür tut, in einer riesigen Welle von Selbstmitleid unterzugehen. Mir ist absolut klar, dass gerade so manches in Schieflage hängt. Trotzdem: wir hier in unseren Breitengraden sitzen immer noch auf der "sunny side of life", nichtwahr? Zumindest die meisten von uns. Uns geht es immer noch viel besser als so manchem auf diesem Planeten. 

Vielleicht sollten wir uns das einfach immer mal wieder vor Augen halten. Trotz allem. 

Und:

 

"A good life 

is your choice. 

You make it, 

what it is." 

☀️ 


 

Ein fröhliches Wochenende euch! 🌸 

 

 


 

Donnerstag, 26. März 2026

UMGEBAUT

 

Hier im Hause ist HerrHummel zuständig für HiFi, Elektronik und Technik im Allgemeinen. Da erstaunt es auch nicht wirklich, dass hier eine zwar alte, aber umfangreiche und leistungsstarke Stereoanlage steht, die bis vor Kurzem durch einen ordentlichen Subwoofer ergänzt wurde. Dabei handelt es sich um ein Teil welches dafür sorgt, dass die ganze Hütte schüttelt, wenn in "Herr der Ringe" das Heer von Gondor zur Schlacht vor den Toren Morannons aufmarschiert. 😁

Nun hatte jüngst ebendieser Subwoofer sein irdisches Dasein ausgehaucht und versagte seinen Dienst. Wie er dann zur bevorstehenden Entsorgung im Keller stand, ereilte mich eine Idee - und ich beauftragte geschwind meinen Haus&Hof-Handwerker, aka HH, das äusserst robuste und aus gutem Holz gebaute Gehäuse in eine kleine Mietzvilla umzufunktionieren.

Gesagt, getan!

Alles an nötigem Material war im hauseigenen Fundus vorhanden. Die ganze Technik wurde ausgeschlachtet, die Front durch Scharniere und selbstentworfene Magnetverschlüsse zur Tür umgerüstet und das Innere mit einem ersteigerten Secondhand-Katzennestchen zur Wohlfühloase gepolstert. (Die Mietz des Vorbesitzers hatte das edle Teil verschmäht....).   

 


 

 Nun steht das gute Stück seit gestern auf dem Heuboden und wurde nächtens offensichtlich bereits bezogen. Auf jeden Fall liessen sich auf der Polsterung entsprechende Spuren ausmachen.

Nachdem sich hier in der letzten Nacht erneut der Winter breitgemacht hat, kommt so eine kuschlige Höhle offenbar sehr gelegen!  

 

(Oben der Blick heute Morgen 

durch's Fenster der Ankleide, 

unten vom Stall Richtung "meines" Waldes).

 

Pfüdi und Dixie allerdings ziehen eine lauschige Ecke in der Futterbox vor, um gemeinsam kuschelnd stürmischem Wind, Schneefall und Kälte zu trotzen. 😻

(Dixie hat probehalber schon mal den okkularen Lasermodus angeworfen; ob sich damit wohl der Schnee wegbrennen liesse, sollte die Sache mit dem Winter noch länger andauern?!)

  

PS: die Laseraugen sind nicht gefotoshopt, die sind
eine Folge des Kamerablitzes...
 
 ⚡️💥⚡️
 

 
 

Mittwoch, 18. März 2026

ONE.EYE

  

...ich hatte es geahnt: die Sache mit dem Schnee war noch nicht ausgestanden.

Über's Wochenende gabs nochmal eine Kehrtwende, kurz, aber recht heftig. Dieses Bild entstand am Sonntag, 



dieses gerade eben.

 


Mein Topfgärtchen hat den Winter erstaunlich unbeschadet überstanden. Den Lavendel hab ich letzthin weit zurückgeschnitten, mehr gibts noch nicht zu tun. Auch wenn es in den Fingern juckt: nein, angepflanzt wird noch nichts. Da gedulde ich mich noch. Nachts gehen die Tempis immer noch unter 0°, und die Bise trägt das ihre bei. 

 

 

Bei diesem jahreszeitlichen Hin und Her steht einem (mir! 😋) der Gusto immer noch nach Deftigem; da darf es dann beispielsweise ein wärmendes Curry sein mit Rosen- und Blumenkohl, Kichererbsen und Basmatireis. Oder eine dicke Gemüsesuppe.  

 


In den Reihen meiner felligen Freunde gabs mal wieder Ungemach, diesmal traf es unsere kleine, zarte Drops. Ihr entzündetes Auge habe ich wohl bemerkt und es bei jeder sich bietenden Gelegenheit ausgewaschen und beobachtet. Aber Madamchen ist sehr schüchtern, nicht wirklich handelbar und bleibt auch mal 1 oder 2 Tage weg. Es wollte nicht besser werden, also vereinbarte ich einen Termin beim Vet. Leider war das Auge nicht mehr zu retten und musste entfernt werden. 10 Tage verbrachte Frollein in der Praxis; schlussendlich wurden ihr gleich noch die Fäden gezogen, und ich durfte sie wieder nach Hause holen.

Drops ist ein bisschen zugänglicher geworden, scheinbar hat ihr die Dauer-Konfrontation mit Menschen gutgetan. Über der (nicht ganz plan verheilten) Naht bildet sich leider immer wieder eine Kruste, weil Drops natürlich eifrig putzt. Ansonsten kommt sie mit der neuen Lebenssituation prima klar - ManitouseiDank! Ihr "halber Visus" handicapt sie offenbar in keiner Weise, sie ist lebhaft, hat grossen Appetit und lässt sich dann und wann mit schnurrendem Behagen kraulen. 😻

 

Ausserdem: 

nichts Neues 

im Herzen 

der Schweiz! 

😁

 

Ich wünsche eine

angenehme 2te 

Wochenhälfte

zu haben!

♥️ 

  

Donnerstag, 26. Februar 2026

BRIGHT

 

Düster und grau war er, dieser Winter. Viel, viel Nebel, der sich über unzählige Tage zog. Mystisch und auf seine Weise sehr gemütlich, wie ich finde, aber nicht jedermanns Sache. 

Doch seit ein paar Tagen werden wir verwöhnt mit jeder Menge strahlendem Sonnenschein und gut zweistelligen Temperaturen, was für erste zarte Frühlingsgefühle sorgt. Wir stehen ja praktisch schon auf der Schwelle zum (vorerst meteorologischen!) Lenzanfang, nichtwahr?

Da zieht es einem erst recht raus in die Natur, und so ging ich heute Morgen nach dem Frühstück los in den Wald. Ohne die Dicken diesmal, denn manchmal drehe ich gerne eine Runde in meinem Tempo. Die Jungs legen dermassen einen Affenzahn vor, dass man beinah nebenherrennen muss - und die eh' schon angeschlagenen Lungen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen.... 🥴

Nachdem es vergangene Woche nach Langem mal wieder so richtig geregnet hat, stehen in den Senken überall kleine, im Licht leuchtende Tümpel. 

 


 

Die Vöglein trillieren aus Leibeskräften, und wer genau hinhört, kann die verschiedensten Stimmen ausmachen. Die ersten Leberblümchen strecken ihre leuchtend ultravioletten Köpfchen dem Licht entgegen und heben sich deutlich gegen den grau-braunen Grund ab, und sogar ein Zitronenfalter hat mich ein Stückchen meines Weges begleitet.

 

 

(Habt ihr gewusst, dass der Zitronenfalter durch das eingelagerte Glycerin in seinem Körper praktisch kälteunempfindlich wird und den Winter in unseren Breitengraden quasi ungeschützt überstehen kann?)

Auf den urigen, von knorrigen Bäumen gesäumten Wegen war ich beinahe allein unterwegs,

 

 

und doch hatte ich dann und wann das seltsame Gefühl, beobachtet zu werden.... 😳

 


Mein Ziel war das versteckt gelegene Gerzenseeli; ruhig, dunkel und wie ein tiefgründiger Spiegel liegt es im Wald. 

 

 

Es hat etwas von einem Moor, seine Umgebung ist sehr sumpfig und man muss aufpassen, wo man hintritt; deshalb hat man es mit hölzernen Stegen begehbar gemacht.  

 


 

Auf solchen kleinen Wanderungen kann ich meinen Gedanken nachhängen, Energie tanken und zur Ruhe kommen. 

Herrlich wars! 

 

Eine angenehme 2te 

Wochenhälfte 

wünsche ich euch! 

🌞 

 

 

Samstag, 14. Februar 2026

NOT.SMART!

  

Achjooooo. Ich gebs zu, ganz unumwunden: ich bin ein Neandertaler! Zumindest, was meinen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten unserer Tage anbelangt. Ich mag es einfach nicht, dass die ganze digitale Macht dieser Welt in den Händen von ein paar ganz wenigen Menschen liegt, die mir alle ziemlich suspekt sind. Und daraus ziehe ich meine Konsequenzen.

In Zeiten, in denen sich ein Grossteil der Menschheit (s)ein Leben ohne Natel kaum noch vorstellen kann und ein paar Minuten ohne den ständigen Begleiter Schweissausbrüche, Zittern und extreme Nervosität (also drogenentzugsartige Symptome...) verursachen, gestehe ich frisch und frei:

"Isch 'abe gar keine Smartphone!"

🤓 

Ein kleines, unspektakuläres Klapp-Natel von N**ia begleitet mich dann und wann. Ohne Inet-Zugang, ohne (Whats)-App's, ohne alles. Es telefoniert, simmst und photografiert. Ferddsch. Ich könnte die ganzen Zusatz-Gadgets natürlich aktivieren- will ich aber nicht. Eigentlich benutze ich es bloss, wenn ich mal wieder (Manitoubewahre!!) den Tierarzt notfallmässig in den Stall beordern muss oder um kurze und knappe SMSen zu versenden. Mit letzter Sicherheit erreicht man mich auf dem Teil aber NICHT. Ausserdem kann es dauern, bis ich mich rückmelde.

Bei mir geschieht (fast) alles noch in guter alter Manier: 

Telefonieren tue ich in Ruhe Zuhause an unserem Wählscheiben-Bakelittelefon.

Termine und alles, an das ich unbedingt denken muss (Geburtstage, Arzt- und sonstige Termine etc.), werden in meiner Papier-Agenda handschriftlich festgehalten. 

Aussergewöhnliche Alltags-Termine (wie z.B. einmalige spezielle Müllabfuhrtage etc.) kleben, auf Post-it's notiert, an der Wohnungstüre. So habe ich sie jederzeit im Blick und vergesse sie nicht.


 
Diesen wunderbaren Kuli hat mir mein
Schwager gedrechselt! 


Für die wochenends anstehenden Einkäufe liegt ein Zettel in der Küche, auf dem peu à peu über die Woche alles Benötigte aufgelistet wird. Ich nehme dafür gerne z.B. bereits benutzte C5-Couverts, in denen uns irgendwas zugesandt wurde. Die sind schön gross, und man kann beim Einkaufen auf die Rückseite ganz praktisch die Wäge-Etiketten des Gemüses kleben, welches bei uns ohne Verpackung in einem separaten kleinen Korb landet. 

Ein Radiowecker holt uns morgens aus dem Land der Träume. 

Ich besitze einen Taschenrechner mit grossen Tasten, denn Frau hat ja inzwischen die visuelle Leistungsfähigkeit eines Maulwurfes....😁

Photografieren für den Blog z.B. tu ich grundsätzlich mit der alten Spiegelreflex, die aber immer noch richtig gute Bilder schiesst. Ich hab zwar Null Ahnung davon, wie man so eine Kamera adäquat bedient, aber dafür gibts die Einstellung "Automatic". 😉

Und: TWINT? Was ist TWINT?? Ich benutze für kleinere Beträge weiterhin und gerne "echtes" Geld (ansonsten meine Kreditkarte) und hoffe, dass uns dieses auch erhalten bleibt.

Das einzige Zugeständnis an die moderne digitale Welt sind meine Einzahlungen, die ich via E-Banking erledige. Sehr einfach, sehr praktisch. Und natürlich nicht über einen QR-Code, denn ihr wisst ja jetzt:

 

"Isch 'abe gar keine....."!

 

Happy Wochenende

euch allen! 

 

...animiert zu diesem Post von Gabi 

  
 

Donnerstag, 1. Januar 2026

REIN.INS.NEUE

 

Da liegt sie nun vor mir, meine Agenda Schrägstrich Junkjournal Schrägstrich Tagebuch fünfundzwanzig. Voll mit Erinnerungen, beschrieben und beklebt. Das Schöne dominiert eindeutig, aber leider hat auch Trauriges seinen Platz beansprucht. Drei liebe Menschen sind letztes Jahr gegangen und eine kleine Mietz. Aber alles in allem darf ich zufrieden sein mit den verlebten 365 Tagen, auch wenn sie Herausforderungen mit sich brachten, vor allem gesundheitlicher Art. 

 

 

Klirrendkalt bei -7° (und schlafend! 🥱) sind wir ins 2026 gerutscht. Endlich hält der Winter, was er verspricht- hurra, ab Morgen ist ausserdem Schneefall angesagt. Sogar IM Stall hatten wir heute früh nur noch -2°, und die Tempis sollen jetzt Tag für Tag weiter sinken. Nächste Woche werden wir immer deutlich unter Null rumdümpeln. Mir solls recht sein! Jetzt, wo der Boden tiefgefroren ist, dürfen die Jungs endlich mal wieder raus auf die Weide. Und viel gesünder und angenehmer ist diese trockene Knackkälte sowieso. 

Vorsätze fürs neue Jahr? Danke, nein. Die sind in der Regel eh' zum Scheitern verurteilt, und ich mag mich ausserdem nicht selber unter Druck setzen. Aber ich habe auf's neue Jahr mein Pensum im Job noch ein wenig herabgesetzt, was meine Work-Life-Balance weiter positiv beeinflussen wird. Bin ja ein genügsamer Mensch, und freie Zeit ist mit nichts aufzuwiegen! 

Und jetzt: auf ein fröhliches, gesundes 2026! Ich freue mich, wenn wir uns weiter lesen und austauschen. 

Hummelz♥️ensgrüsse!