Wie jeden Herbst seit 31 Jahren fand letzten Samstag hier der Cowhorse-Day statt. Dieses Turnier also, an dem zu Pferd in schönster Cowboy (und -girl! 😉)-Manier Rinder getrieben werden. Nach vorgegebener Reihenfolge müssen in 6 Minuten 3 Rinder aus der Herde aussortiert, durch einen Parcour geführt und dann eingepfercht werden. Eine knifflige Aufgabe, die viel Geduld, Reaktionsfähigkeit und ausserdem ein Gespür für die Rinder von Pferd und Reiter erfordert.
So viele Male habe ich über die Jahre selber daran teilgenommen, mit John, der sich sehr für diesen Job begeistern konnte. Ein gutes Mass an "Cowsense" hat er selber mitgebracht, den Rest haben wir beide uns gegenseitig in Kursen beigebracht.
John mit FrauHummel in Action!
Inzwischen sind wir alle älter, John gesundheitsbedingt unreitbar und ich körperlich auch nicht fitter geworden. Deshalb beschlich mich angesichts oldfashioned gekleideter Reiter und dem Stil entsprechend gesattelter Pferde, den Duft von Cowboycoffee in der Nase und Countrymusic-Klängen im Ohr ein kleines bisschen Wehmut. Auch, weil die ganze "alte Garde", mit der ich früher geritten bin, nicht mehr am Start war. Einige von ihnen haben sich sogar schon in die ewigen Jagdgründe verbschiedet.....
Aber wie sagte Oma immer: "Alles hat seine Zeit!". Und wie immer hatte sie Recht. Die Arbeit mit alten Pferden, das Zusammensein mit ihnen jeden Tag und die Erkenntnis, wie abgeklärt sie sind und dass sie in diesem Stadium ihres Lebens sogar eine Art von "Lebensweisheit" ausstrahlen, tröstet darüber hinweg, dass die wilden Zeiten definitiv vorbei sind. Geblieben sind schöne Erinnerungen und eine ganze Reihe herrlicher Photos- und die beiden Dicken. Gemeinsam gehen wir jetzt einen gemächlicheren Weg und ich freue mich, dass sie mein Leben immer noch so sehr bereichern!
Ansonsten dümple ich gerade sehr entspannt durch meine Tage, weil Ferien; dringend notwendig waren die wieder mal und zum genau richtigen Zeitpunkt eingeplant. Ich geniesse die wunderbaren Herbsttage mit frischer(er) Luft, mystischen Bildern aus Licht und Nebel und natürlich auch die kulinarischen Herrlichkeiten:
z.B. Ofen-Kürbis mit viel Knobli und gerösteten Nüssen,
Quittenkonfiture mit einem Hauch von Vanille aus Früchten direkt ab Baum im Garten
oder Quittenlaibchen, frisch aus dem Ofen, knusprig und herrlich duftend!
So lässt es sich aushalten, finde ich.
Happy Herbst
allerseits!
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