Donnerstag, 15. Februar 2024

TAKT.LOS

 

 

Letzthin gesehen auf youtube:

Die herzige, ältere Japanerin steht in ihrem wunderschönen Haus mit gepflegtem Garten, das sie selber - mit ganz viel Recyclingmaterial- renoviert hat. 

"Bei Reichtum geht es nicht um Dinge. Es ist eine Reichhaltigkeit des Herzens. Und irgendwo zu sein, wo man sich ruhig fühlt, wo der Geist friedvoll ist. Wir befinden uns in einer Zeit, in der das am meisten gebraucht wird!"

sagt sie und lächelt. Und dann, mit einem verschmitzten Blick über ihre kleine, runde, blaugerandete Brille, die auf ihrer Nasenspitze balanciert:

"War das jetzt etwas zu philosophisch?"

 

Nein, sie hat es auf den Punkt gebracht. Was nützt uns alles Materielle, wenn da nicht ein Zufluchtsort ist, der einem Halt und Ruhe gibt- wenn rundherum nichts stimmt, wenn wir gehetzt durchs Leben rennen und immer auf der Suche sind?

Wie wichtig so ein Ort auch wird, wenn gesundheitlich was aus dem Lot gerät, habe ich eben selbst erlebt. Gerade habe ich ein paar Tage im Spital zugebracht; mein kleines Pumpwerk war- wortwörtlich- aus dem Takt geraten. Man weiss noch nicht genau, was los ist; definitiv Licht ins Dunkel bringen wird eine Spezialuntersuchung, die aber noch aussteht. 

Weil mir gelockerte Bettruhe auferlegt wurde (ich durfte also nur zur Toilette und nicht weiter!) lag ich da nun und hatte viel Zeit, mir Gedanken zu machen. Gerade die schlaflosen Nächte (auch bedingt durch meine Zimmernachbarin, die nächtens ganze Wälder umsägte! 🥴) boten gefühlt endlose Gelegenheit, mir die Dinge durch den Kopf gehen zu lassen. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie schnell sich alles ändern kann. Und dass wir einfach nicht unkaputtbar sind....

Als mir dann zum Abschied auch noch eine Tüte mit 5 (!!) verschiedenen Medis in die Hand gedrückt wurde 

 


(mir, die ich a) bis Ende letzten Jahres nie regelmässig Medis nehmen musste und b) sowieso noch nie zuvor stationär im Spital gelegen habe!), da wurde mir klar:

Jetzt ist der Moment gekommen. Ich muss was ändern, muss alles noch etwas langsamer angehen. Es sagt schlussendlich keiner Danke, wenn man dauernd an seine Grenzen geht. So oft erlebt man dass Menschen, gerade frisch pensioniert, das Zeitliche segnen- das möchte ich mit allen Mitteln verhindern.

Mich v.a. mental mehr abgrenzen zum Job. Noch mehr rausgehen in die Natur. Lesen, kreativ sein - einfach alles tun, was Körper und Geist im Gleichgewicht hält.

Das kann dann leider auch bedeuten, dass hier auf dem Blog viel weniger los sein wird. Oder dass ich ihn vielleicht sogar ganz auf Eis lege. Das lasse ich jetzt aber einfach mal treiben und gucke, was kommt.

Natürlich gibt es ein paar Blogs, die ich mit Sicherheit weiter besuchen werde. Ganz möchte ich die, z.T. über viele Jahre gewachsenen, schönen und anregenden Beziehungen, auf keinen Fall missen! ♥️

 

Nun, wir werden sehen. 

Und für heute:

♥️lichste 🐝Grüsse!

 

 

 

 

 

Samstag, 3. Februar 2024

FEIER.MARATHON!

 

Zwischen dem 9. Januar und dem 4. Februar gehts bei uns rund: wir feiern innerhalb der engsten Familie ganze 5 Geburtstage! Wir stossen gemeinsam auf zwei Schwager, HerrnHummel, eine Schwester und einen Neffen an und stolpern sozusagen von einer fröhlichen Fete in die nächste. Heute Abend schliessen wir dieses Tournée vorderhand mit dem 60igsten meines Schwagers ab. Weiter gehts dann erst wieder Mitte April....

So. Und zu den Gelegenheiten möchte man den Jubilaren natürlich gerne was Nettes verehren. ManitouseiDank äussern die Geburtstagskinder aber ihre Wünsche, sodass man sich nicht den Kopf zerbrechen muss; in der Regel handelt es sich dabei um einen finanziellen Zustupf an eine Anschaffung irgendwelcher Art. 

Ich habe keine Probleme damit, Geld zu verschenken. Im Gegenteil: ich finde es schön, etwas an die Erfüllung eines Wunsches beitragen zu können. Allerdings lasse ich mir immer was einfallen, wie ich diesen Zustupf denn hübsch verpacken könnte.

Mein Schwager z.B. backt selber Sauerteigbrot. So richtig mit Teigmutter im Kühlschrank etc., und er möchte sich eine neue Teigmaschine anschaffen. 

Unser Beitrag daran kam in ein Schächtelchen, zusammen mit kleinen Zetteln, die HH und ich mit guten Wünschen fürs kommende Lebensjahr beschrieben haben. Etwa in der Art von: "Wir wünschen dir viel Fröhlichkeit und Zuversicht, auch wenn das Leben nicht immer ein Ponyhof ist. Notfalls muss man halt selber ein wenig Glimmer drüberschmeissen!" Und in einem klitzekleinen Fläschchen liegt dann eben dieser Glimmer bei. 😊

Das Schächtelchen hab ich in eine hübsche Magazinseite gewickelt, Schleife drum, und als Tüpfelchen auf dem "i" hab ich noch einen prallen, glänzenden Ballon drangebunden. Einfach so der Freude wegen....



Oder meine Schwester: sie wollte sich ein neues Duvet leisten. Also hab ich aus Papier eine Tüte geklebt, in welche das Geld kam. Mit ein wenig Seidenpapier wurde die Tüte gestopft, damit sie wie ein kleines Duvet aussah- Schleifchen und Federchen mit Schild dran, ferddisch.

Mit ein bisschen Aufwand sieht das doch gleich ganz nett aus, nichtwahr?



Heute Abend werden wir vom lieben Schwager in ein feines Restaurant eingeladen. Wir freuen uns drauf- und ich werde bei der Gelegenheit meines neues, dunkelrotes Samtkleidchen ausführen. Ein Glücksgriff zum halben Preis im Sale "meines" Haus&Hof-Labels....


 🎁 Fröhliches WE, 

meine Lieben! 🎁

 

 

 



Sonntag, 21. Januar 2024

DOLCE PER L'ANIMA 🍊

 

 

Brrrr....!! Eben hatten wir die kälteste Nacht dieses Winters. Sogar IM Stall kamen wir nur noch auf -3°, draussen warens 10-13° Minus. Meine grösste Sorge ist jetzt auf keinen Fall zu vergessen, den Wasserhahn im Stall in einem ganz feinen Strahl laufen zu lassen- wehe, wenn der einfriert! Geborstene Leitungen und ein Eisfeld im und um den Stall herum hatten wir vor ein paar Jahren schon, das braucht kein Mensch nochmal (und die Ponys erst recht nicht!)....

Jetzt geniesst man ein molligwarmes Zuhause doppelt. Und was Süsses- eben für die Seele!- kann auf gar keinen Fall schaden. Also habe ich, auch aus gegebenem Anlass (HH hat heute Geburtstag!), eine "Crostata alle Arance" gebacken. Eine Orangentorte also. Wobei das in meinen Augen eher ein Kuchen denn eine Torte ist. Aber schmecken tut sie trotzdem ganz wunderbar!

 


 

 

Rezept? Biddeschön:

Knetet aus 3 Teilen Mehl, 2 Teilen kalter Butter, 1 Teil Zucker und einer Prise Salz einen Mürbeteig, dem ihr ein halbes Stündchen Ruhe im Frigo angedeihen lässt. (Eine Portion von 300gr Mehl reicht für eine Form von etwa 26cm Durchmesser. Schlagt bei der Menge Mehl aber noch ein Ei dazu!).

Anschliessend legt ihr mit dem Teig eine Backform aus (ich habe die kleine Ofenpfanne von Le Creuset genommen). Nun kann man den Teig entweder mit Orangenmarmelade bestreichen, oder aber ihr bestreut ihn mit Gelierzucker und raspelt frische (Bio!)Orangenschale darüber. Der Gelierzucker sorgt dafür, dass später der auslaufende Orangensaft etwas andickt.

Nun gehts den Blut-Orangen an den Kragen: Ordentlich schälen, damit auch die weisse Haut entfernt wird, und dann in Scheiben schneiden. Belegt den Teig dicht mit den Orangenscheiben und stäubt nochmal ein wenig (Puder)Zucker drüber.

Im Ofen bei 170° backt ihr die Herrlichkeit, bis der Rand schön bräunt und die Orangen schmurgeln.

LECKER!! Man könnte sich jetzt noch einen ordentlichen Klacks Schlagrahm dazu gönnen- aber wir fanden, dass wir auch so genug Fett und Zucker konsumieren! 😉

 

Wenn ich jetzt nicht grade im Stall rumfuhrwerke oder mit den Ponys durch den Wald ziehe (eisig! ruhig! herrlich!!), dann verbringe ich meine Zeit Zuhause mit bedächtigen Tätigkeiten, die der Seele ebenso wohl tun wie die Crostata. Eine Handvoll Kerzen hab ich gezogen und in meinem neuen Journal gearbeitet.

 

Ist es nicht eine 

wirklich 

gemütliche Zeit, 

der Winter?

🌨❄️🌨 

 


 




 


Samstag, 13. Januar 2024

WEM DIE STUNDE SCHLÄGT!

 

 

 Griäzi! 

Da bin ich wieder. Die letzten beiden Wochen waren im Job dermassen anstrengend, dass ich kaum noch Energie und Lust zum Bloggen verspürte. Der ganz grosse EDV-Supergau blieb zwar aus; trotzdem haben wir alle das Gefühl, den lieben langen Tag nur damit beschäftigt zu sein, EDV-Probleme zu lösen. Und das Tagesgeschäft muss man ja "nebenbei" auch noch irgendwie geregelt bekommen. Da ist man abends einfach nur noch platt.

Dafür läuft Zuhause alles halt ein, zwei Gänge langsamer. Ich nehme mir die Zeit zum Entspannen, lasse im Haushalt die Eins mal grade sein und fahre morgens auch etwas später zur Arbeit. Die Jahreszeit spielt mir dabei in die Karten: draussen ist es neblig, kalt und duster. Da reduziert man das Tempo ganz automatisch und macht es sich Zuhause so gemütlich wie möglich!

Mit der Zeit wirds wohl auch im Job wieder einfacher werden- hoffe ich zumindest! 🤓

 

Apopo Zeit: gibts bei euch Zuhause Uhren? Als Enkelin eines Uhrmachers bin ich der Meinung, dass eine- am besten kräftig tickende und die Stunden schlagende!- Uhr einfach noch ganz viel Behaglichkeit mehr in ein Zuhause bringt. Ich erinnere mich an die grosse Standuhr in Omas Stube; die war mir als Kind zwar ziemlich unheimlich weil ich glaubte, dass im Uhrenkasten einer wohnt.... Aber trotzdem war ich fasziniert von den langen Ketten, mit denen man die Uhr aufzog, vom grossen, hin- und herschwingenden Pendel und dem tiefen, angenehmen Schlag.

Nun war die Pendule, die ich von meiner Patentante geerbt hatte, leider vor einer Weile stehengeblieben. Trotz aller möglichen Versuche, sie wieder ans Gehen zu bringen, verweigert sie standhaft ihren Dienst. Und eine Revision des Uhrwerks kann ich mir, da bin ich ganz ehrlich, jetzt einfach nicht leisten. 

Da kam mir die kleine, hübsche Kaminuhr meines Schwagers grade recht. Sie gehörte seinem  verstorbenen Vater, und er hat sie mir leihweise in Obhut gegeben, weil er ihren Schlag nicht mag.

 

 

Nun schlägt uns die Stunde, wortwörtlich. Und die Halben und die Viertel auch- und zwar im Stil der Westminster Abbey. Das hört sich wirklich sehr schön an und sorgt jedes Mal für ein wohliges Gefühl. Ausserdem zeigt sie sogar die Mondphasen an- da muss ich mich allerdings noch schlau machen, wie man die einstellt.

Nur nachts stelle ich den Schlag ab; mein eh'schon lausiger Schlaf kann nicht auch noch Westminster- Stundenschläge verkraften, *ggg*!

 

War noch was? Ah, ja: mein Weihnachts-Junkjournal ist vollendet. Über 3 Advente und Weihnachten hab ich dran gearbeitet. Jetzt ist darin alles festgehalten, was ich in der Zeit an Schönem erlebt und was mich beschäftigt hat. Und all die lieben Grusskarten, die ich erhalten habe. 

 

Wollt ihr mal spienzeln?

 

Eingestecktes, Ausklappbares,

Handgeschriebenes....

 


 




 

Ferddisch!

Weiter gehts 

im ersten Monat

des Jahres.

 

Herzliche Grüsse!

❄️⭐️❄️ 


 

PS: heute Morgen in einer meiner Efeututen beim Giessen entdeckt: ein vorwitziger, kleiner Pilz. 

Ich ernenne ihn jetzt einfach zu meinem höchstpersönlichen Glückspilz- auch wenn er kein rotes Hütchen mit weissen Punkten trägt! 🍄 

 


 

 

Sonntag, 31. Dezember 2023

AUS!

 

 

 

War der Morgen noch recht sonnig und freundlich, so hat sich um die Mittagszeit der Himmel verdüstert. Wind ist aufgekommen, ungestüm rast er jetzt über die Landschaft, biegt die Tannen hinterm Haus und treibt alles vor sich her, das nicht niet- und nagelfest ist.

Das passt so gut in die Zeit jetzt, zu den Raunächten und allem, was an Mystischem an ihnen hängt! Und angesichts des ungezähmten Windes draussen fällt mir die Sage ein zum Türst, der in diesen Tagen mit der "Sträggele", seiner Frau, mit seinem wilden Vuotis-Heer und dem einäugigen Hund nachts durch die Lüfte braust. Es wird einem geraten, die Tore der Tenne weit offenstehen zu lassen, damit er mit seinem Gefolge hindurchrasen kann und keinen Schaden anrichtet. Und ausserdem soll man ihm unbedingt aus dem Weg gehen; denn jeder, der das nicht tut, wird in einen Hund verwandelt und muss in seinem Heer mitziehen bis in alle Zeiten....  

 

 

Herrlich sind sie, solche alten Sagen, schaurig-schön, und ich würde behaupten, dass da immer auch ein Quäntchen Wahrheit dranhängt. 

Auf jeden Fall liebe ich solch wildes Wetter, und es passt ganz wunderbar zum bevorstehenden Jahreswechsel.

Also werde ich heute noch meine neue Räuchermischung auf dem Stövchen glimmen lassen (Tannnadeln, Moose, Wacholder und Harze, ein herrlich duftendes Geschenk meiner Freundin), hinaushorchen in den Sturm, und wer weiss? Vielleicht kann ich ihn ja sehen, den Türst, wie er mit seinen Leuten und den kläffenden Hunden in wildem Galopp über die Bergfirste zieht... 😉

 

Kommt gut rüber ins neue Jahr! Wir lassen uns überraschen, was es mit sich bringt, und machen was Gutes draus. Auf jeden Fall freue ich mich auf einen inspirierenden und erfreulichen Austausch mit euch weiterhin hier auf meinem Blog.

Danke dafür!

 

Äs guets Niuws!

*💫*💫*💫*💫* 

 

 

 

 

Sonntag, 24. Dezember 2023

ALLES.GANZ.ENTSPANNT

 

 

 

"Nichtstun führt oft 

zum allerbesten

Irgendwas!"

 

Wie Recht Winnie Pooh doch hatte- und er spricht mir damit direkt aus der Seele! 

Allerdings ist es eine Kunst, das gepflegte Nichtstun- und manche beherrschen sie nicht mal im Ansatz. 

Sie fliegt einem nicht zu, diese Fähigkeit, ohnein! Man muss üben, üben, üben. Nur so gelangt man zu wahrer Meisterschaft. Aber es kann einem passieren, dass man mitten in einer Übungs-Wiederholung abbricht weil man denkt, dass man so nichts als seine Zeit verschleudert. Denn manche wollen einem glauben machen, dass nur sinnvoll genutzte Zeit kostbare Zeit sei. 

Nun, darüber muss man grosszügig hinwegsehen. Und es einfach immer weiter fleissig versuchen. 

 

Das Nichtstun beschert einem oft Erstaunliches! 

Zum Beispiel fällt einem plötzlich auf, dass der Himmel brennt.

 

 

Oder man kann dem Tag beim Erwachen zusehen, etwa wie die Sonne ihr dickes Plumeau zur Seite schlägt, sich reckt und streckt und dann behende über die Bergspitzen klettert. Oh, die Sonne beherrscht es ganz prima, das Nichtstun! Sie steht den lieben langen Tag einfach am Himmel und guckt.


 

Und wer lange genug geübt und das Nichtstun perfektioniert hat, der wird es in seinem Leben nicht mehr missen wollen.


Wisst ihr was? 

Jetzt ist eine gute Zeit, 

mit dem Üben anzufangen! 

 





Donnerstag, 14. Dezember 2023

TRÄUME.SIND.SCHÄUME. ODER WAS?

 

 

 Letzthin hatte ich einen wirklich sehr seltsamen Traum.

 


 


Ich hatte eine Freundin zum Essen eingeladen. (Diese Freundschaft hat sich allerdings schon vor Jahren aufgelöst, weil wir uns in völlig verschiedene Richtungen entwickelt und kaum noch Berührungspunkte hatten). Als es an der Tür klingelte, stand sie mit ein paar mir völlig unbekannten Typen im Schlepptau da, die sie einfach spontan noch eingeladen hatte. Aber gutmütig, wie ich nun mal bin, bat ich sie alle rein und an den Tisch. Dort thronte bereits ein riesiger Braten (What- ein Braten? Bei mir? Als Vegetarierin??) und wurde langsam kalt, während ich die Beilagen noch nicht mal in der Pfanne hatte. Im Schweisse meines Angesichts rotierte ich in der Küche, als mir zu allem Überfluss auffiel, dass ich den Wein vergessen hatte. Da stand nur noch eine kümmerliche, angebrochene Flasche Kochwein, den ich in meiner Verzweiflung anbot. Die Gesichter meiner "Gäste" wurden immer länger, die Stille am Tisch mit jeder Minute betretener.

Und weil es der ganzen Peinlichkeit so noch nicht genug zu sein schien, stand ich während der ganzen Vorstellung im Prinzip wie mein Alter ego neben mir selbst und kommentierte die Szenerie. Mit bitterbösen Worten, notabene. 

Das alles spielte sich so dermassen realistisch ab, dass ich beim Aufwachen völlig verwirrt war. Und mich fragte:

 

"Was möchte mir mein Unterbewusstsein damit jetzt beibringen?"

 

a) ...dass ich die Frau mal wieder treffen sollte? Bestimmt nicht. Ich bin mir sicher, dass diese Beziehung keine Zukunft hat.

 

b) ...dass ich mich grundsätzlich besser organisieren sollte? Nöp. Denn ich habe mir grade über Jahre meinen Perfektionismus erfolgreich abgewöhnt. Es tut mir unglaublich gut, Dinge auch einfach mal laufen lassen zu können. Und zu wissen, dass morgen immer auch noch ein Tag ist. Ich werde einen Teufel tun, daran wieder was ändern zu wollen!

 

c) ...und auch an der Empfehlung, sich endlich mal einen anständigen Weinkeller anzulegen, zweifle ich eher. Denn 1. liegen in unserem Keller immer ein paar gute Tropfen (die wir aber alle i.d.R. geschenkt bekommen). Und wir verfügen über "perfekt gereifte" 😉 Weine, weil wir 2. selber keinen Wein trinken zuhause und die guten Tropfen in aller Ruhe rumliegen dürfen. Wenn überhaupt, dann prosten wir höchstens (eher seltenen) Gästen zu. Und dann gibts auch immer nur eine Flasche von der selben Sorte......

 

Manchmal wärs schon sehr interessant, einen wirklich fähigen Traumdeuter an der Hand zu haben, um zu erfahren, welche Erkenntnisse man aus solch seltsamen Träumen ziehen könnte....

Aber wahrscheinlich ist mein armes Gehirn im Moment einfach so dermassen überlastet und erschöpft, dass es sich aus lauter Verzweiflung die krudesten Geschichten zusammenreimt. 🥱

 

Schlaft gut, 

meine Lieben! 

😴 





Samstag, 2. Dezember 2023

PÜNKTLICH.....

 

 ...zum ersten Apfenz liegt seit heute Morgen ein weiches, blütenweisses Plumeau über der Landschaft. Und es wird kalt. Richtig kalt. Bis zu -5 Gräder sind für die nächsten Tage angesagt.

 

 

Ich muss jetzt nur zusehen, dass ich wieder ein wenig Bodenkontakt bekomme. Es war grad alles ziemlich anstrengend die letzten Tage. Es begann damit, dass ich montags flachlag mit Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufproblemen. 

Dann wurde unser Winnie-Katerchen im Stall sehr krank. Nach einem Tierarztbesuch hier vor Ort ist er gestern dann doch noch in der Kleintierklinik in Luzern gelandet, wo er jetzt für die nächsten Tage gut betreut wird. Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) ist die Diagnose. Wir haben uns sehr um den kleinen, charmanten Kerl gesorgt- aber jetzt ist er in besten Händen.

 

 

Oben im Bild Winnie-Baby, 

vielleicht 3 oder 4 Wochen alt, 

unten Winnie-Teenager.

 

Heute ist er knapp 9jährig, und wir würden ihm von Herzen noch ein paar schöne Jahre gönnen! 

Dann wurde Dienstag meine Arbeitskollegin krank, und nachdem ich meinen freien Tag an einer Weiterbildung in Luzern verbracht hatte, musste ich auch noch einen zusätzlichen Dienst einschieben. 

Inzwischen tendiert mein Energielevel gegen Null. Aber ich versuche jetzt einfach, etwas Kraft aus der Natur und kreativer Tätigkeit zu ziehen. 

Gerade habe ich unsere Wohnung ein wenig geschmückt; ganz einfach und mit dem, was da war. Ein paar Tann- und Immergrünzweige, typisches Handwerk aus dem Erzgebirge und Kerzen, das reicht völlig, um eine schöne Stimmung ins Zuhause zu bekommen.

 

 

Morgen ist ein Brunch mit der ganzen Familie in einem Restaurant geplant; wir werden die Gelegenheit gleich nutzen, um unsere Wichtelei auszulosen. Und es sich einfach ein bisschen gutgehen zu lassen, das kann auch nicht schaden!

Zumindest wird die nächste Arbeits-Woche, ManitouseiDank, sehr kurz. Dank eines Feiertages und weil mein Dienst sehr günstig liegt, brauche ich nur 2 1/2 Tage zu arbeiten.

Immerhin. 😌

 

Fröhlichen 

1. Apfenz,

meine Lieben!

 💫  

 

 

Samstag, 25. November 2023

NOVEMBER.SAMMELSURIUM.

 

 

Gemerkt? Gleich haben wir den November durch. Er fühlte sich bis jetzt gar nicht an wie ein "richtiger"November; wir hatten wenig Nebel, dafür ordentlich Regen, und es war deutlich zu warm.

Jetzt aber kippt das Wetter. Immer wieder schneit und graupelt es, heute zieht die Bise, es ist so kalt, dass ich eine Winterjacke rausgeholt habe (das will was heissen! 😉). Nachts erreichen wir sogar Minusgrade, ich musste schon mehrmals die Autoscheiben freikratzen morgens.

So richtig viel gibt dieser Monat nicht her zum "Verbloggen". Aber auf meinem Zettelchen, auf dem ich mir Notizen mache, stehen ein paar "November-Sammelsurium-Punkte", 

z.B.:

 

Velofahren in suizidaler Absicht  

Oder wie sonst soll ich es deuten, wenn sich jemand morgens im Stockdunkeln auf seinen Drahtesel schwingt und fröhlich lospedalt, ohne sich Gedanken um seine Sicherheit zu machen? Seit der Zeitumstellung begegnen mir täglich Vertreter dieser Spezies auf dem Arbeitsweg. Kein Licht, weder vorne noch hinten. Und wenn, dann solche "Peut-êtres", die dann und wann mal kurz aufflackern. Gerade wenn es auch noch regnet und der entgegenkommende Verkehr noch mehr blendet als sonst schon, werden solche Velofahrer völlig unsichtbar. Möchte mir nicht vorstellen was passiert, wenn so ein Kamikaze urplötzlich vor einem aus dem Nichts auftaucht....

Aber es gibt auch die Vorzeige-Beispiele: korrekt beleuchtet, mit Warnweste und sogar Helmen, die über Blinklichter verfügen. 

 

💡Leute! Macht euch sichtbar!💡

 


Gefiederte Freunde

Zum Heimwerkermarkt bin ich gefahren, um ein paar Dosen mit alten, eingetrockneten Farb- und Leimresten zum Entsorgen hinzubringen. 

Ich brauchte nichts weiter. Aber weil ich unsern Piepmätzen das Leben jetzt wieder ein wenig erleichtern möchte, habe ich ein paar Packungen verschiedener Sorten Wildvogelfutter, Meisenknödel und eine stabile Knödelstation aus Metall eingekauft (weil, wie ihr sicher wisst, die üblichen Kunststoffnetzchen für die kleinen Kerlchen lebensgefährlich werden können!). Unser schönes, grosses Futterhaus, das in einer Behindertenwerkstatt hergestellt wurde, habe ich tüchtig mit heissem Wasser abgeschrubbt. Das sollte man immer mal wieder tun. Und: ein Futterhäuschen sollte so konstruiert sein, dass sich die Vögel nicht ins Futter setzen und reinka**en können, denn sonst verbreiten sich krankmachende Keime in Windeseile.

Nun hängen Häuschen und Knödelstation am grossen Nussbaum auf der Weide gegenüber (weil ich am Haus nicht füttern darf...), und ich freue mich darauf, das rege Treiben vom Küchenfenster aus zu beobachten!

 


 

Black Friday

...und Konsorten sind ein Thema, das mich immer wieder in Rage bringt. Kaufen ohne Sinn und Verstand, nur weils "billig" ist? Aber irgendwie setzt das Gehirn scheinbar völlig aus angesichts dieser Schein-Schnäppchen (denn was anderes sind sie ja meist nicht. Nur zu oft tappt man in eine Falle- die Händler kennen unzählige Tricks, wie sie den Kunden ködern und dann über den Tisch ziehen können!) Schlussendlich geht es nur darum, Lagerhallen leer zu bekommen. Ganz egal, welche Folgen dieser masslose Konsum hat. Die Auswirkungen auf Umwelt und Klima durch Rohstoffabbau, Produktion, Transport und Entsorgung sind fatal. Aber weil der Markt so dermassen gesättigt ist bedarf es immer mehr solcher Tage, die etwas versprechen, was sie definitv nicht halten. Und die Spirale dreht immer schneller...


Porridge

Jetzt noch was Warmes, Süsses, das Bauch und Seele guttut! 😋 

Wenn wir abends nach der Stallarbeit nach Hause kommen, kochen wir uns jetzt gerne eine Gemüsesuppe mit Hafer oder eben einen Porridge. 

Unser Verdauungstrakt liebt Hafer. Er enthält extrem viele Ballaststoffe, legt sich wie eine Schutzschicht auf die Darmwände, stärkt die Darmflora (was eine sehr positive Wirkung auf das Immunsystem hat- ich sage nur: Influenza!🤒) und kurbelt die Verdauung an. Er kann sogar das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, senken.

Das alles spricht doch dafür, regelmässig Hafer zu essen- ganz abgesehen davon, dass er einfach lecker schmeckt.

Und es ist so einfach: Wir kochen Haferflocken in Hafermilch mit etwas Zitronensaft, Ingwerpulver, Zimt, einem fein gewürfelten Apfel und einer zerdrückten Banane weich. Immer schön rühren, damit nichts ansetzt. 

Ferddisch- und geniessen!


 

Happy Wochenende,

meine Lieben!

❄️🌨❄️


 



 

Freitag, 17. November 2023

PHOBIA.DIGITALIS

 

Seit einiger Zeit schliessen sich die kleineren Spitäler hier in der Umgebung mit dem grossen Zentrumsspital zusammen. Aus Gründen, die man sich an 2 Fingern abzählen kann. Als Letztes bisher ist nun auch das Spital in diesen Verbund aufgenommen worden, an dem ich arbeite.

Diese Union wird für uns auf Dauer wohl viele Veränderungen mit sich bringen. Die erste grosse und für alle deutlich spürbare: wir übernehmen das Datenverarbeitungssystem, welches das Zentrumsspital seit ein paar Jahren benutzt. Am 1.1.24 ist "go life", will heissen: von heute auf morgen wird auf dieses Programm umgestellt. Im ganzen Spital, auf allen Ebenen, im laufenden Betrieb. 

So. Und jetzt muss natürlich das Personal geschult werden. Wir alle haben Pläne bekommen, nach denen wir diese Schulungen besuchen müssen. Innerhalb von 2 Monaten sollen wir das kennen und anwenden lernen, was wir später nutzen sollen. 

 

Mir.

schwante.

Fürchterliches.

 

Ich muss nullkommagarnichts schönreden: mir fehlt ein Gen. Das Digital-Gen, um genau zu sein. Ich bin Anwenderin. Ich habe keinen Nerv, keine Lust und keine Hirnkapazitäten für mehr. Womit ich den HH, gerade auch durch das Bloggen, schon oft an den Rand der schieren Verzweiflung manövriert habe. 

"Das ist doch alles tooooo-taaaaaal logisch!!" 

seufzt er immer völlig enerviert und mit wirrem Blick, wenn ich mal wieder gaaaaaar nichts kapiere. ER wagt sich in die düstersten Untiefen eines Computer-Innenlebens, sucht und findet den Fehler, resettet und tut und macht. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum er das kann- gelernt hat er es nie. Er scheint ein Naturtalent zu sein! 

(Aber dafür kann man ihm auch kein Pferd an die Hand geben, das hyperig im Roten dreht. Mir schon. Und ich habe ja ausserdem auch erst mit gut 30 zarten Lenzen das erste mal an einem Computer gesessen, n'est-ce pas?)

Naja, lange Rede, wenig Sinn: ich habe die erste Schulung am neuen DVS nach 5 Stunden maximal verwirrt und frustriert verlassen. (Ich meine- wer, bitteschön, kann sich 5 Stunden lang die Details merken, die man alleine zum Thema "Terminvergabe" in seinem Gehirn abspeichern soll??)  

Der Mensch, der uns das alles beibringen sollte, war zwar sehr nett- aber es war unübersehbar, dass er den selben Sch**** wohl schon zum wasweissichwievieltenMal von sich gegeben hat. Er legte ein Affentempo vor, klickte auf der Projektion an der Wand hierhin und dorthin "Achso, und hier gibts noch diese Möglichkeit oder dort jene!", und man war gezwungen, mit einem Auge seinen eigenen Monitor in Schach zu halten und mit dem andern auf die Projektion zu schielen, um irgendwie IRGENDWAS mitzubekommen. Erschwerend kam hinzu, dass wir gleichzeitig auch noch in einem 150-Seiten-Skript blättern sollten, in dem jede Anwendung step by step abgebildet war. 

Natürlich sprang irgendwann beim hektischen Blättern die Metallspange auf, die diese unzähligen Blätter zusammenhielt. Im Schweisse meines Angesichts versuchte ich nun, des umherflatternden Papierschwungs wieder Herr zu werden, mitzubekommen, was der nette Mann da vorne von sich gab, und das Gehörte gleichzeitig auch noch an meinem Computer nachzuvollziehen.

Ich wusste nicht, ob ich losheulen oder in einen hysterischen Lachflash verfallen sollte.

Ihr ahnt es: so ungefähr nach 25 Minuten 12 Sekunden hatte ich den Faden restlos verloren.....

Scheinbar sprach nicht nur mein Gesicht, sondern auch das anderer Teilnehmer/innen Bände. "Bin ich zu schnell?" fragte der Schulungsbeauftragte. Auf unser einhelliges Nicken hin meinte er: "Aber das müsst ihr mir doch sagen!", sprachs, wandte sich wieder seinem Monitor zu- und weiter gings im Laufschritt. 🥴   

 


 

Vier solcher Schulungen habe ich noch vor mir- eine davon über einen ganzen Tag. Achteinhalb Stunden. 🤢  Oooohhhhh Mann.

 

Leute. Ich bin einfach zu alt für solche Spässchen! Und ich hoffe inständig, dass unser erster Arbeitstag im neuen Jahr kein "go crash" wird.....  

 

(....und du, Queen- würdest du jetzt BITTE aufhören zu grinsen??.....😁