Samstag, 17. April 2021

ACHT!

 

 

"Ich bin tierisch gespannt auf Fakten von Frau Hummel!" 

 

Dieser Wink mit dem Zaunpfahl der lieben Alex ist bei mir angekommen- und weil ich sie gut leiden kann, mache ich bei der Aktion "8 Frauen, 8 Fakten" jetzt einfach mal mit! Es hat mir zwar einiges an Kopfzerbrechen bereitet 8 Fakten ans Licht zu zerren, die nach bald 12 Jahren des Bloggens noch nicht hinlänglich bekannt sind. 😉 Aber mit dem einen oder andern Fakt bin ich hier wohl noch nicht soooo sehr hausieren gegangen. Solltet ihr euch trotzdem langweilen: ❌ rechts oben anklicken! Wenn nicht, dann empfehle ich doch, sich vielleicht einen Kaffee oder Tee zu holen- es könnte länger dauern! 

 

 1️⃣   So ganz allgemein!

Geboren im Mai vor 56 Jahren im Sternzeichen Stier. Es beweist sich immer wieder, dass ich ein sehr typischer Vertreter dieses Tierkreises bin: aufnahmefähig, ausdauernd, ausgeglichen, bedächtig, besonnen, beschützend, beständig, bodenständig, geduldig, gelassen, gemütlich, genügsam, genussvoll, gewissenhaft, grossmütig, gründlich, kreativ, loyal, naturverbunden, praktisch, realistisch, ruhig, sachlich, selbstbewusst, sensibel, sicherheitsorientiert, sinnlich, solid, treu, warmherzig, vorsichtig, zufrieden und zuverlässig. 😄 Aber eben auch bequem, besitzergreifend, eigenwillig, misstrauisch, passiv, pedantisch, stur und träge. 

Ich bin 1,75 gross, 70 kg schwer und eher kräftig sportlich gebaut. Dunkelblauäugig, gesegnet mit einer wirklich guten Haut, kleinen Füssen und ansehnlichen Händen. Alles in allem keine Schönheit, aber der Blick in den Spiegel verursacht auch nicht direkt Würgereiz....😊

 

 

 2️⃣   Traumjob?

Nein, meinen wirklichen Traumjob hab ich nicht erlernt. Das wäre nämlich (damals!) der des Bereiters gewesen. Meine Eltern haben das strikte unterbunden- sie meinten, ich sollte was lernen, wovon ich wirklich leben könne! Heute bin ich ihnen dankbar dafür. Bereiter ist alles andere als ein Traumjob: du bist morgens der erste und abends der letzte im Stall, das Reiten ist zweitrangig, denn zuerst kommen viele Stunden körperlich anstrengende Stallarbeit, und verdienen tut man soviel wie nichts. Wenn ich mein Fahrgestell heutzutage knirschen und knacken höre kann ich davon ausgehen, dass ich wohl nicht sehr lange in diesem Beruf tätig gewesen wäre. Tatsächlich gelernt habe ich MPA (medizinische Praxisassistentin), danach aber auch noch Erzieher für mehrfachbehinderte Kinder. Ein schöner Beruf, der sich dann aber leider langfristig nicht mit der Haltung eines halben Zoos vereinbaren liess.....

Seit 10 Jahren arbeite ich in einem Kantonsspital im gynäkologischen Ambulatorium und bin wirklich zufrieden mit diesem Job!

  

 3️⃣   Ich bin entzüüüückt!!

Wie schrieb die liebe Bwärterin mal? "Die Frau kann sich für Dinge begeistern, die sie noch nie live gesehen hat!"

Tja. Wo sie recht hat, hat sie recht! Ich bin wirklich sehr begeisterungsfähig, egal ob für Tätigkeiten, Dinge, Orte.... Manchmal ertappe ich mich selber dabei, dass ich vor dem TV sitze und völlig gefesselt irgendeine Reportage verfolge (gerne über ein Handwerk oder eine Region auf dieser Welt, das/die mich extrem anspricht!) und rundherum alles vergesse. Und dass sich dabei dieses wohlige, beseelte Gefühl in mir breitmacht das nur dann entsteht, wenn man von etwas so richtig berührt wird- wisst ihr, wie ich meine?

Diese Begeisterungsfähigkeit hat ziemlich sicher auch mit dem nächsten Punkt zu tun:

 

 4️⃣   meiner Sensibilität

Ich bin ein Mensch, bei dem alle Antennen und Sensoren Tag und Nacht auf Hochtouren fahren. Ich höre, sehe, rieche ALLES. Das hat den Vorteil dass einem nichts entgeht. Dass man auch die kleinen und kleinsten schönen Dinge dieser Erde entdeckt und mitbekommt, dass man, wie oben beschrieben, von vielem berührt wird und so besehen ein sehr intensives Leben führt. 

Diese Intensität birgt aber auch ihre Nachteile: Natürlich nimmt man dadurch auch alles Negative umso deutlicher wahr. Man wird von Eindrücken bombardiert, die man eigentlich gar nicht registireren möchte, die sich aber trotzdem festsetzen. Dieser Umstand beschert mir unter anderem seit vielen Jahren einen unglaublich schlechten Schlaf, ausserdem höre ich tatsächlich "die Flöhe husten", werde vom kleinsten Geräusch wach. Das ist auf Dauer und wortwörtlich wahnsinnig ermüdend. Daran konnte auch eine Behandlung in der Schlafklinik vor Jahren nichts ändern.

So kommt es, dass ich mich praktisch nur noch zwischen unserem Zuhause, meinem Stall und meinem Arbeitsplatz bewege. Für mehr reicht die Energie einfach nicht mehr aus. Und meine Ruhephasen muss ich mir ganz bewusst nehmen- und wenn ich das nicht kann, dann werde ich ungeniessbar! Was uns sogleich zum nächsten Fakt führt, meiner 

 

 5️⃣   Eigenwilligkeit!

Ich wusste scheinbar schon als kleines Mädchen sehr genau, was ich wollte- und was nicht sowieso! Ich war und bin ein kleiner Freigeist- alles was mich einengt oder beschränkt macht mich verrückt! Ich hasse es, wenn andere einfach über meine Zeit verfügen oder wenn man mich in irgendeiner Form verpflichten möchte. Deshalb bin ich z.B. auch in keinem Verein mehr. Kommt hinzu, dass ich es immer weniger ertrage, mich in einem Pulk von (fremden) Menschen zu bewegen. Da könnte ich regelmässig schreiend davonrennen. Oh-oh, ich fürchte, dass ich langsam, aber sicher erimitiere..... 😉

 

 6️⃣   Ich gönne allen alles

Neid? Ein Fremdwort für mich. Ich bin tatsächlich ein Mensch, der niemandem was vergönnt. Da kann einer ein noch so schickes Auto, ein wundervolles Pferd, ein tolles Haus haben- ich gestehe ihm das ohne Wenn und Aber zu. Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben- warum also sollte ich jemanden beneiden? Ab und zu verwende ich zwar den Satz "Da beneide ich dich drum!". Wenn ich z.B. meiner lieben Freundin, der Bwärterin schreibe, dass ich sie um ihre Fähigkeiten beneide, alte Klamotten zu so richtig schicken umzunähen! Damit meine ich aber nicht diesen Neid, der einem grün im Gesicht werden lässt. Ich bringe damit eigentlich nur mein  Bedauern zum Ausdruck, dass ich es eben NICHT kann. Aber nun- man kann nicht alles können im Leben, nichtwahr?? 😊 Trotzdem, so ein bisschen was kriege ich auch zustande, denn...        
 

 

  7️⃣   ...ich liebe es, Dinge zu 

        erschaffen

Kreativität ist ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben. Mein Beruf ist so kopflastig, dass ich in meiner Freizeit neben der Pflege meiner felligen Freunde sehr oft kreativ bin. Ganz egal, ob ich häkle, Kerzen ziehe, bastle- bei diesen Tätigkeiten kann ich abschalten und mich hinterher freuen, dass was Hübsches entstanden ist. Ich möchte in meinem Leben noch ein paar alte Handwerke selber ausprobieren. Töpfern, Metall- und Holzbearbeitung, Seifesieden, Kerzenziehen, Drechseln, Papierschöpfen, Möbel restaurieren hab ich schon hinter mir. Ans Weben auf einem grossen Webstuhl möchte ich mich noch wagen, ans Spinnen (also Wolle, ne?? 😉), Schnitzen, Sattlern und Glasblasen (hier gibts ganz in der Nähe eine bekannte Glasbläserei). Ihr ahnt es schon: solche alten Handwerke begeistern mich! Denn sie stehen für viel Sorgfalt, Wissen und Hingabe- und für eine Qualität, die in der Regel Generationen überdauern kann.

 

 8️⃣   ...und in Zukunft?

Eigentlich bin ich mit meinem Leben wirklich sehr, sehr zufrieden. Trotzdem gibts noch das eine oder andere, das ich noch angehen möchte. Ich würde gerne 

in einem hölzernen Wohnwagen leben

ein Buch schreiben(bloss: worüber? Daran hakts....)

mal nach Island oder Irland reisen. Manchmal habe ich das Gefühl, wie wenn ich schon dort gelebt hätte- früher, vor langer, langer Zeit.....

ein Gebäude besuchen, wo's spukt. Ich bin sicher: es gibt da was. Hab selber schon Dinge erlebt, die mich darin bestätigt haben. Aber DAS ist ein anderes Thema! 😉

 

Puuuhhhh..... okay so, Alex?

Merci allen, die bis hierher durchgehalten haben!

Ein schönes WE euch, ganz ❤️liche Grüsse!

 

 

 

 

 

 
 

Donnerstag, 8. April 2021

SO EINFACH?

 

"Nichts erwarten.

Auf nichts hoffen.

Ist das der Weg

zum Glück??"

 

Diese Worte, letzthin in einem Film aufgeschnappt, haben sich in meinen Hirnwindungen festgesetzt. Um ehrlich zu sein: sie liessen mich sogar ein wenig ertappt fühlen! Das hört sich bestimmt seltsam an, aber manchmal tadle ich mich selbst ein wenig, weil ich mich den Dingen einfach so hingebe. Gemütlich und unbeirrt von einem Tag zum nächsten schlurfe mit der beruhigenden Gewissheit, dass man nichts vermissen kann, das man sich nicht herbeisehnt.

Es gab eine Phase in meinem Leben, in der sich eine latente Unzufriedenheit in mir breitmachte. 

"Wars das schon? Oder kommt da noch was? Irgendwas Grosses, Strahlendes?" 

Diese Frage piekste immer wieder mit feinen Stichen in mein bis dato so unbekümmert gelebtes Dasein. 

"Einen beständigen Job hast du, den du magst und der dir dein Auskommen sichert, das ist doch prima!" 

stellte ein inneres Stimmchen fest.

"Du hast keine wirklich gravierenden Sorgen; bisher bist du an allem gewachsen, was sich dir in den Weg stellte, hast in der Regel und rückblickend Positives daraus gezogen! Du hast alles, was es zum Leben braucht, mehr als nötig sogar- wo ist dein Problem?" 

Wohl war, musste ich mir eingestehen. Aber reicht das für ein gutes Leben? Und was ist ein gutes Leben überhaupt? Ist es das, wenn alle Grundbedürfnisse befriedigt werden, oder verdient es diese Auszeichnung erst, wenn man noch irgendwas bewirken kann, das bedeutungsvoll ist, grossartig, sich abhebt von allem anderen? Hängt es davon ab, dass sich Träume erfüllen? Oder dass man mit Fug und Recht behaupten darf, dass "man es geschafft hat"- was auch immer das bedeuten mag?

Und dann? Hält das auch alles, was es verspricht? Ist es von Beständigkeit geprägt? Man weiss ja: Wer hoch fliegt, der kann sehr tief abstürzen. Wer hingegen nur über die eigenen Füsse fällt, der hat sich schnell wieder aufgerappelt....

Damals hatte ich ein Weilchen an meinen Zweifeln zu knabbern. Aber es war mir schnell klar: nein, es ist richtig gut so, wie es ist. Wenn man nicht dauernd Ominösem hinterherrennt, von dem man oft selber nicht so recht weiss, was es denn sein soll, dann ist alles Unerwartete, was einem in den Schoss fällt, ein echtes Geschenk. Genau wie die Tatsache, dass Zufriedenheit ein wertvoller Begleiter ist in einem Leben. Einer, den man gerne an seiner Seite weiss. Und der sich wirklich als Schlüssel zu der Pforte herausstellt, hinter der das Glück wartet.  

Also gebe ich mich weiter meinem Leben hin. Ich darf das. Weil das auf keinen Fall verkehrt ist, wie mir Wikipedia freundlicherweise bestätigt, wo Hingabe folgendermassen definiert wird: 

 

Die Hingabe ist dem Engagement, der Anstrengung, dem Eifer und der Leidenschaft verwandt; ihre Bewegung ist jedoch nicht ein aktives Drängen, sondern ein Zuwenden, Sich-Öffnen und Empfangen.  

 

You. Kann ich mit leben! 😊


Fröhliche Frühlingstage wünsche ich!





Samstag, 3. April 2021

WIEDERVERWENDET

 

Herrlich! So ein ganz langes Wochenende, das tut richtig gut! Und wir werden zum ersten Mal seit geraumer Zeit mit der ganzen Familie grillen. 

Das Wetter passt; nicht mehr ganz so warm wie die letzten Tage wird es morgen wohl sein, dafür aber ist ☀️ satt angesagt. Merci- nehmen wir gerne!

Auch wenn ich vom religiösen Gesichtspunkt her nichts mit diesen Feiertagen anfangen kann, so bekommt mein Gottemeitli doch eine kleine Aufmerksamkeit. 

Verpackt habe ich sie ausschliesslich mit vorhandenem Material. Ich sammle auch kleine Schnippsel schönen Papiers, kurze Stücke hübscher Bänder- überhaupt alles, das vor meinem geistigen Auge eine Verpackungs-Idee aufsteigen lässt. 

Dieses knuffige Hasenmädchen war auf eine alte Papiertragetasche gedruckt. Ich hab es ausgeschnitten und mit einem Rest hübschen Papiers und mit Washi-Klebestreifen zu einem Beutel geklebt- da kam die Schoggi rein. Dazu noch eine Mini-Ausgabe für einen kleinen finanziellen Zustupf an irgendwas, das Freude bereiten wird- ferddisch!



Ich habe seit Jahren kein Geschenkpapier mehr gekauft. Es findet sich immer irgendwas, womit ich meine Geschenke einpacken kann. Auch wenns nur Pack- oder Zeitungspapier ist, mit dem richtigen Drumherum kommt auch das richtig gut.Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! 


Geniesst die freien Tage,

🌺 ganz herzliche Grüsse! 🌸




Sonntag, 28. März 2021

PRINTEMPS!

Wir leben hier auf einem wirklich schönen Fleckchen Erde. Aber es ist ein mitunter rauhes Ländchen, auf beinahe 600 m.ü.M. gelegen und umgeben von mächtigen Gebirgszügen. Die Jahreszeiten halten oft Überraschungen parat und scheren sich nicht wirklich um den Kalender und das, was man von ihnen erwarten würde....

Nachdem sich die Umgebung vor ein paar Tagen noch       

               so 👇

 

präsentierte, hat sich die Natur praktisch über Nacht und im Einklang mit der soeben angebrochenen Sommerzeit ein blaues Band ins Haar geflochten, in die Hände geklatscht und alles ringsum zu neuem Leben erweckt!

 

Es dürfte hinlänglich bekannt sein: ich bin ein ausgesprochenes Winterkind. Doch irgendwann kann sogar ich mich getrost von Eis und Kälte verabschieden und fühle mich jetzt durch dieses Erwachen und Spriessen wirklich beflügelt. 😊 Wärmende Sonnenstrahlen auf der Haut, fröhliche Vogelkonzerte schon frühmorgens und Tage, die immer länger und heller werden, beleben die Sinne und stimmen einem heiter und vergnügt. Der Frühling ist ein Charmeur und wickelt uns alle im Nu um den kleinen Finger!

Ganz automatisch passt man sein Leben den veränderten saisonalen Bedingungen an.

Die Küche zum Beispiel, sie wird langsam wieder leichter. Heute Mittag gabs einen Eintopf aus Basilikum-Tofu,Champignons, dunklen Kichererbsen (gerade erst entdeckt, sehr lecker!) und Pelati. Provençal gewürzt, Trockenreis dazu, ferddisch. 

 


Auch die Outfits- sie werden peu à peu wieder luftiger. Ein propperes neues Kleidchen wurde bestellt und hat durch die Haus&Hof-Schneiderin bereits eine Kürzung erfahren. Aus dunkelblau-lila-feingestreifter Crinkle-Baumwolle genäht, mit Blockprint-Bandabschlüssen in 3 verschiedenen Designs an allen Säumen. Ich stelle es euch später mal vor!

Und in meinem kleinen Topfgarten regt sich auch schon einiges. Überall strecken sich kleine, saftiggrüne Triebe dem Licht entgegen, Gänse- und Leberblümchen oder die Löwenzähne trotzen unbeirrt den noch kalten Nächten. 

Was für eine Freude, dass da wieder so viel Licht, Energie und Sonne ist!


Kommt gut in die neue Woche! ❤️  




Dienstag, 16. März 2021

TAG.TÄGLICH.

 

Vor einiger Zeit habe ich sie entdeckt: VLOGS. Diese kleinen Filmchen auf Youtube, ins Netz gestellt von Menschen, die aus ihrem Alltag erzählen wollen. In meinem Fall sind es Frauen aus Japan, Norwegen oder Irland, die in der Regel recht einfach und naturnah leben. Und die Filmchen bilden über ein paar Minuten nichts anderes ab als das, was sie jeden Tag so tun: Kochen, die Wohnung in Ordnung halten oder umdekorieren, spazierengehen, malen, Flohmärkte besuchen, Holz hacken oder Pflanzen pflegen. Und meistens rennt dann und wann eine Mietz durchs Bild, oder der Hund geht mit in den Wald und freut sich.

Unspektakulär, nichtwahr? Und doch schauen sich Tausende von Menschen diese alltäglichen Geschichten an und schreiben Hunderte von in der Regel sehr positiven Kommentaren. 


Merci, Pixabay! 

 

Ich mag diese Filme. Sie führen einem so ganz unaufgeregt vor Augen, was Leben bedeutet. Dass ein Dasein aus ganz viel Alltag besteht, der gelebt werden möchte. Der nicht nur mühsam und anstrengend ist und hinter sich gebracht werden muss. Sobald man sich um ihn kümmert, ihm die nötige Aufmerksamkeit schenkt und sich dafür interessiert, was er einem zu geben hat, bekommt er eine ganz andere Wertigkeit. 

Ich mag mir gar nicht vorstellen was für ein Leben es sein muss, wenn man sich nur von Wochenende zu Wochenende hangelt, von einem Kurztrip und einer Reise zur nächsten- und dazwischen ist nichts als freudloses Existieren, um es mal ein wenig überspitzt auszudrücken. Wenn man sich morgens beim Antritt seines Jobs nichts sehnlicher wünscht, als dass es Abend werden möge. Wenn man sich irgendwas zwischen die Zähne schiebt, um den Magen zu beschwichtigen und wenn man glaubt, seine Zeit zu verschleudern, wenn man mal einfach gemütlich auf dem Sofa lümmelt statt auszugehen....   

Das Leben besteht nicht hautpsächlich aus Glitzer und Bäääm! und Ponyhof (ausser bei mir natürlich, jeden Tag, *ggg*!) Von dieser irrigen Auffassung sollten wir uns einfach mal verabschieden. (Auch wenn die Medien und die Werbung uns tagtäglich was anderes weismachen wollen!) Auch ein vermeintlicher Alltagstrott hat, mit etwas Wohlwollen und Wertschätzung betrachtet, sehr viel Angenehmes an sich. Und ausserdem finde ich, dass immer Wiederkehrendes einem Leben auch viel Sicherheit vermitteln kann. Wenn man sich mit dem "Gewöhnlichen" anfreundet bekommt zudem alles, was darüber hinausgeht, eine ganz andere Qualität.  

Ein schöner Nebeneffekt zudem: wenn wir das, was wir jeden Tag tun, wertschätzen, dann prägt uns das auch als Persönlichkeit. Es macht uns positiv und lässt uns vorwärtsgerichtet agieren.

Aber vielleicht ist es ja gerade ein Mangel an dieser einfachen Beständigkeit, der viele Menschen heutzutage so rastlos macht....

 

 

Kommt gut durch die Woche,

ganz ❤️liche Grüsse!

 

 

 





Samstag, 27. Februar 2021

LICHTPÜNKTCHEN. DIE ZWEITE.

Es macht richtig Spass, nachhaltige Alternativen zu den ganzen Utensilien zu suchen, die man im Alltag so verwendet. Und auch wenns auf den ersten Blick nur unbedeutende Dinge sind, so kennen wir alle die Redewendung die besagt, dass "Kleinvieh auch Mist macht"! 

Auf der Suche nach Reinigungsschwämmen ohne Kunststoff bin ich auf Luffapads gestossen. Vor der ersten Benutzung sind sie ganz hart und rau, aber sobald sie mit Wasser in Berührung kommen quellen sie auf und werden richtig voluminös. Zum Abwaschen und zum Reinigen der Edelstahlteile in der Küche eignen sie sich ganz wunderbar. Ohne zu kratzen lösen sie, mit ein wenig Unterstützung der guten Alepposeife, Essensreste und Kalkablagerungen perfekt. Kann ich euch wirklich sehr empfehlen! 

Und wenn sie mal hinüber sind: ab auf den Compost damit!


 Auch in anderen Bereichen bin ich immer auf der Suche nach Ersatz für Produkte, die meinen nachhaltigen Ansprüchen nicht genügen. Richtig geärgert habe ich mich immer über die Plastikverpackungen der Einstreu für meine beiden Dicken. Wir haben die zwar jeweils auf den Oekohof zum Recyceln gefahren, trotzdem war das für mich keine befriedigende Lösung. Was hab ich gestaunt, als ich bei meinem Lieferanten eine neue Einstreu entdeckte, die in PAPIERsäcken geliefert wird! Flugs habe ich eine Tonne davon bestellt. Sehr positiv fand ich auch die Tatsache, dass diese Einstreu sogar 30% günstiger ist als die vorherige, und sie funktioniert genauso gut. 

Keine Vorteile konnten wir allerdings beim Schleppen der Säcke auf den Heuboden ausmachen. Eine Tonne bleibt eine Tonne....😁


Und sonst so?

Zwar hat sich der Frühling heute flugs wieder verabschiedet; grau, windig und kalt präsentierte sich das Wetter. Aber eben halt genau so, wie der Februar sein soll, nicht wahr?

Als ich beim Einkaufen heute allerdings diese Tüte mit den Knollen von 4 Sorten blühender Bienen- und Schmetterlingsnahrung entdeckt habe, griff ich zu. Laut Beschrieb kann man die Knollen ab April in die Erde stecken- dauert ja nicht mehr lange! Ich hoffe, die Pflanzen wachsen und gedeihen genauso schön wie auf der Verpackung ersichtlich....

 


 

Geniesst den Sonntag,

ganz ❤️liche Grüsse!  




Sonntag, 21. Februar 2021

BEHARRLICH!

 Wüsste man es nicht besser, man könnte tatsächlich denken, dass der Frühling nun definitiv ausgebrochen sei. Kein Wölkchen ist am blitzblauen Himmel auszumachen, die Sonne lacht über die- zugegebenermassen noch trostlos graubraun wirkende-Landschaft, die Temperaturen steigen unermüdlich Tag für Tag. Und der Schnee hat sich ganz hoch über die Baumgrenze verzogen.

Herrlich!

Auch die Tierwelt scheint von heiteren Gefühlen (wortwörtlich!)beflügelt zu sein, was mir heute Mittag ein amüsantes Schauspiel beschert hat.

Ich stand am Küchenfenster beim Abwasch und schaute raus in den Garten. Dort steht, ganz nah am Haus, ein stattlicher Bergahorn. 

Aufs Mal flatterte eine Elstern heran und liess sich im verzweigten Geäst des Baumes nieder. Sie tippelte von Ast zu Ast, packte mit ihrem kräftigen Schnabel hier ein Zweiglein und dort eines und rüttelte an jedem unter vollem Körpereinsatz. 

"Was tut die da?" fragte ich mich, und plötzlich wurde mir klar: sie suchte wohl nach Baumaterial, um ihr Nest in einem der umliegenden Bäume auszubessern. Schliesslich soll die Familie in naher Zukunft wieder wachsen, und die benötigt ein sicheres, beschützendes Zuhause!

Eine Weile blieb die Elster erfolglos. Das Holz war wohl zu biegsam, als dass sie es hätte abreissen können. Aber dann erwischte sie einen Zweig, der den Winter nicht unbeschadet überstanden hatte. Ein grosser, verästelter noch dazu wars, den der Vogel mit einem Ruck vom Stamm riss, packen und damit losfliegen wollte.

Doch so einfach war die Geschichte nicht. Zog die Elster hinten am Ästchen, dann verhakte es sich vorne im umliegenden Geäst. Also hüpfte sie auf die andere Seite, packte dort an- aber nur mit dem Erfolg, dass das lange Stück nun am andern Ende festhing. Die Elster zog und schob, riss und zerrte. Das Ästchen zeigte sich weiter widerspenstig.

Nach einer Weile geschäftigen Treibens schien es der Elster zu blöd zu werden. Sie flog etwas oberhalb in den Baum und ich dachte schon, dass sie nun verschwinden würde. Aber nein: Scheinbar wollte sie sich einen besseren Überblick verschaffen! Sie legte den Kopf schief, guckte, machte ein paar Schrittchen zur Seite, guckte wieder- und hüpfte wieder zu diesem störrischen Zweig hin. Fasste ihn ungefähr mittig mit dem Schnabel und... liess sich damit einfach kopfvoran durch den Baum fallen! Mitsamt dem Aststückchen tauchte sie durch das Astgewirr, fing ihren Sturzflug mit ein paar eleganten Flügelschlägen auf und segelte auf das Dach des Geräteschuppens. 

Ich meinte ein triumphierendes Blitzen in ihren schwarzen Kulleraugen erkennen zu können, als sie sich aufschwang und davonflog..... 


Merci, Pixabay!

Und die Moral von der Geschicht? Mit ein wenig Ausdauer, Mut und ungewöhnlichen Massnahmen lassen sich auch verzwickt erscheinende Aufgaben in der Regel lösen! 😄

Ich mag diese Vögel, genau wie ihre Verwandten, die Krähen und Raben, wirklich gerne leiden. Listig sind sie, sehr klug und geschickt und ihren Familienangehörigen stark verbunden.

Und ein schönes Beispiel dafür, wie erhaben die Tierwelt ist:  fähig, logisch und vorausschauend zu handeln, enge Beziehungen eingehend und mit den gleichen Gefühlsregungen ausgestattet wie wir.

Da frage ich mich mitunter schon warum wir Menschen nie hinterfragen, ob wir wirklich die vermeintliche Krone der Schöpfung sind....  


Apopo erhaben:

so sieht es aus, wenn Tag und Nacht sich die Hand reichen, wenn die letzten Sonnenstrahlen von unten an den metallicblauen Nachthimmel leuchten und der Mond aus weiter Ferne herabblinzelt.


 

Kommt gut in die neue Woche, 

ganz ❤️liche Grüsse!

 

 

 



Sonntag, 14. Februar 2021

PUTT-PUTT!

 

 

Gestern beim Ausreiten, es war eisig kalt und die Bise ging so heftig, dass einem beinahe die Nase abfror, sahen wir Horden kleiner gefiederter Waldbewohner. Sie suchten auf den vereisten Wegen nach Nahrung, und ein aufgeplustertes Rotkehlchen huschte in einen Busch und schaute uns mit erschrockenen Kulleraugen an.

Weil die kleinen Wichte es jetzt wirklich schwer haben besorgte ich ein paar Kilo Körner- und Fettflockenfutter und eine Menge Meisennödel. Die verschiedenen Saaten mischte ich in einem grossen Eimer, die Knödel befreite ich von den Netzen und brach sie in kleine Stücke.

Heute Morgen zogen wir nach der Stallarbeit los in den winterlichen Wald. Überall dort, wo es laut zwitscherte, streuten wir üppig Futter aus. Das Rotkehlchen war auch schon unterwegs - es machte sich gleich über das unerwartete Frühstück her, sobald wir ein paar Schritte weggegangen waren. 

 

Die Vögelchen kamen aus Pixabay angeflogen....merci!
 
 
Mir ist natürlich klar, dass diese Aktion nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist. Aber der Gedanke, zumindest heute einigen Piepmätzen einen gut gefüllten Magen beschert zu haben, tut meinem Gemüt einfach gut- auch, weil ich hier zuhause nicht füttern darf.....

Es soll ja Menschen geben die behaupten, Vögel zu füttern sei absolut unnötig. 
 
Soso. 💭
 
Manche haben es einfach noch nicht gecheckt.
Ist es Ignoranz oder Gleichgültigkeit? Man weiss es nicht so genau. Unter Umständen alles beides.....
 
Einen schönen Sonntag euch, 
❤️liche Grüsse! 



 

Sonntag, 7. Februar 2021

💫♻️ LICHTPÜNKTCHEN! ♻️💫

Es sind die kleinen Fortschritte, die jedem sich der Nachhaltigkeit verpflichteten Menschen Auftrieb geben. Denn auf die ganz grossen Würfe darf man zwar hoffen, aber die lassen auf sich warten. 

Gerade jetzt, wo wieder massenhaft im Inet geshoppt und sich per Takeaway verpflegt wird, fallen leider zusätzlich Unmengen von Müll an. 

Auch wir holen uns gerne was in den hiesigen Restaurants "über die Gasse". Einerseits, weil sich die Lust zum Selberkochen manchmal in Grenzen hält und andererseits, weil wir dieses covidgeschüttelte Gewerbe unterstützen wollen.

Das Essen schmeckt in der Regel ausgesprochen gut, sauer aufgestossen sind mir aber diese unsäglichen Plastikverpackungen überall. Da hab ich mich echt gefreut als ich entdeckte, dass unser Supermarkt im Restaurant gegen ein Depot stabile, hübsche, wiederverwendbare Schalen mit Deckel rausgibt. Die Teile haben ein ordentliches Fassungsvermögen, der Verschluss ist richtig dicht, und das Essen bleibt ausserdem darin viel länger warm als in den üblichen Einwegverpackungen. Wir haben uns natürlich gleich 2 Stück gesichert. Und auch wenn sie aus Kunststoff sind, so haben sie doch viele Pluspunkte: sie werden in der Schweiz OHNE WEICHMACHER drin, dafür mit 30% Glasfasern, hergestellt, sie werden nach ihrem "Ableben" zurückgenommen und recycelt, sie sind leicht und bruchsicher. Kunststoff hat nicht nur Nachteile- die ergeben sich eigentlich hauptsächlich dann, wenn er in Massen gedankenlos benutzt und anschliessend in der Natur "entsorgt" wird..... Mit Bedacht verwendet, gut gepflegt und professionell wiederverwertet spricht weniger gegen Kunststoff, als man im ersten Moment so denkt. (Das gehärtete Glas z.B., aus dem die üblichen Aufbewahrungsgeschirre nämlich bestehen, kann NICHT recycelt werden!)

Dann kann man in unserem Grossverteiler jetzt seit einer Weile endlich mit den eigenen Boxen Käse und Fleisch offen an der Theke einkaufen. (Ich glaube, ich berichtete schon). Hat lange gedauert- aber wahrscheinlich haben so viele Kunden (ich auch! 😉) so renitent immer wieder danach gefragt, dass sie gar nicht anders konnten. Und!- gestern haben wir entdeckt, dass es jetzt neu in den Kühlregalen eine Kiste gibt, in die Milchprodukte gelegt werden, welche nahe am Verfalldatum sind und darum mit einem Drittel Abschlag verkauft werden. Wir haben uns gleich ein paar Bio-Haselnussjoghourts gesichert....

 


 

Doch. Es tut sich was. Peu à peu! Da darf man sich freuen- und muss trotzdem immer wieder nachhaken, sich einsetzen, keine Ruhe geben.

Denn das Sortiment wird der Nachfrage angepasst. Capito??

👍✌️👍

 

Schönen Sonntag, meine Lieben.

❤️liche Grüsse!  

 

 

 

Dienstag, 2. Februar 2021

PAPPMACHEE

Man soll ja nichts verkommen lassen, nichtwahr? Das dachte ich mir auch angesichts der Eierkartonplörre, die nach dem Papierschöpfen im Wasserbecken schwappte. Also habe ich die ganze Chose durch ein grosses, feines Sieb gegossen, die Pulpe gut ausgedrückt und anschliessend Handgelenk mal Pi mit Fischkleister verknetet- et voilà! Eine Kugel Pappmachée war im Handumdrehen entstanden. Nicht sehr viel, aber doch genug, um eine kleine Schüssel damit abzuformen. Anschliessend war Geduld gefragt, denn sie brauchte eine geschlagene Woche zum Trocknen. Und sah hinterher aus wie dieses olle Dämm-Material.

Aber: das Schälchen wurde äusserst stabil, das nun richtig harte Material fühlt sich beinahe an wie Holz und es tönt auch so, wenn man dagegen klopft.


Ein Anstrich in Anthrazit aussen und edlem Silber innen verlieh der ganzen Sache dann aber doch einen recht edlen Touch. Nun kann man im Schälchen irrlichterndes Kleinzeug deponieren. Schmuck. Büro- oder Haarklammern. Schlüssel. Oder was auch immer. 

Den unregelmässigen Rand finde ich sehr apart!

Einen zweiten Schwung Kerzen habe ich ausserdem noch gezogen. Diesmal in einem schönen Aubergine-Ton. Spannend, was sich so ergibt, wenn man einfach verschiedene Wachsreste mischt! Für gemütliches Licht ist also gesorgt in den verbleibenden Wintertagen....


So. Und jetzt lass ich mir für den nächsten Post was einfallen, das nichts mit Wachsresten, Eierkartons, Wolle, Farben und Ähnlichem zu tun hat. Meine kreative Phase ist für den Moment (zumindest hier auf dem Blog) abgeschlossen....  😄 


❤️liche Grüsse!