Freitag, 19. Mai 2017

ALTES.HAND.WERK


Unsere Zeit ist geprägt von rasantem technischem Fortschritt, von Elektronik, Computern und Robotern. Diese Entwicklung birgt, ich leugne es nicht, auch ihre Vorteile in sich; man sollte sich allerdings davor hüten, im Zuge der euphorischen Begeisterung für technische Innovationen das Althergebrachte und Bewährte zu belächeln und ihm die Anerkennung zu verwehren, die ihm gebührt.

Mein Interesse an altem Handwerk war schon immer vorhanden, hat sich aber in den letzten Jahren mehr und mehr intensiviert. All diese Fertigkeiten, die den Menschen früher eine Selbstverständlichkeit waren und die bis heute zur Herstellung von Dingen des täglichen Gebrauchs angewendet werden: Schreinern, Töpfern, Weben, Spinnen, Drechseln, Schnitzen usw. Mit viel Erfahrung, Können und Liebe zum Detail entstehen wunderbare und qualitativ hochstehende handwerkliche Produkte, die unter Umständen Generationen überdauern.
Diese althergebrachten Fähigkeiten haben unglaublich viel künstlerisches Potenzial und üben auf mich eine wirkliche Faszination aus. 

Ganz besonders angesprochen fühle ich mich vom Werken mit Holz und da wiederum im Speziellen vom Drechseln. Dieser Art Holz zu bearbeiten also, bei der ein Stück dieses vielfältigen Naturmaterials in eine rasend schnell rotierende Maschine eingespannt und dann mittels der scharf geschliffenen Drechselbeitel in Form gebracht wird. 

Als ich mitbekommen habe, dass hier in der Nähe in einer Holzwerkstatt Drechselkurse angeboten werden, habe ich mich gleich angemeldet.
Und so stand ich kürzlich gespannt zum ersten Mal an einer solchen Maschine. Versuchte, dem mit 900-1200 Umdrehungen/Min.um sich selbst wirbelnden Holzstück unter Einsatz eines Beitels (von dem ich befürchtete, ihn innert Kürze in meinen Eingeweiden wiederzufinden 😯) die Form zu geben, wie sie auf dem Plan stand. 

Herrgottnochmal....
Ich stellte anfänglich wahrhaftig ein ums andere Mal die Vermutung an, dass ich wohl ein wenig begriffsstutzig sein könnte. Eigentlich gehöre ich doch handwerklich nun wirklich nicht zu den Minderbemittelsten. Aber beim Versuch, die angestrebten Rundungen, Kugeln und geschwungenen Übergänge hinzukriegen hab ich mehr als einmal wüste Verwünschungen zwischen meinen Zähnen zerkaut.... *gg*

Mit der Zeit bekam ich dann doch eine leise Ahnung von der Materie, erkannte (zumindest immer mal wieder...), wo und in welchem Winkel diese Beitel anzusetzen sind und wie man den Griff bewegen muss. Bei mir dauert sowas manchmal etwas länger. Aber WENN ich es dann mal begriffen hab, dann wird das was....👍

Und so geschah es, dass ich am Ende des Kurses tatsächlich eine wunderhübsche Schale, einen Honiglöffel und die Erkenntnis, dass ich doch nicht ganz verblödet bin, nach hause tragen konnte. 😅

Die Schale ist aus Apfelbaumholz und hat ca. 15 cm im Durchmesser. Nachdem ich sie fein beschliffen und mit einem Wachs eingelassen und poliert hatte kamen all die wunderbaren Maserungen und Einschlüsse zum Vorschein. Und dann dieser Duft!




Den Honiglöffel (ca. 21 cm lang) habe ich aus Buchenholz gedreht und anschliessend mit gewöhnlichem Sonnenblumenöl eingerieben. Das hat dem Holz einen feinen Caramellton verliehen und ihn noch aparter gemacht! 






Also, ein bisschen stolz bin ich schon! Andauernd muss ich die beiden Stücke in die Hand nehmen, die feine Oberfläche fühlen, dran riechen......
Holz ist einfach was ganz besonders Schönes.



Liebe Grüsse!






PS: Das ist übrigens mein 500. Post, wie ich eben feststellen konnte. Das hätte ich auch nie gedacht, als ich mit dem Bloggen begann.....

...und verlinkt bin ich mit diesem Post auch bei einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de und beim ANL unserer Rostrose!






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Donnerstag, 11. Mai 2017

TRI-TRA-TRULLA!

Es ist und bleibt zur Zeit ein wenig ruhig hier auf dem Hummel-Blog, denn meine Energie wird im Moment ganz und gar absorbiert vom realen Leben!

Schuld daran ist eine Trulla.

Diese.



Ihre Mami hat sie im Heustock vergessen, und so ist sie (vorübergehend oder für immer? Man weiss es noch nicht genau!) bei uns eingezogen.

Sie sorgt für Wirbel im HauseHummel, für ganz viele Jöööö-Momente, für schlaflose Nächte und für Gelächter, und ausserdem beschäftigt sie nebst Herrn und FrauHummel auch die SchwesternHummel ganz vortrefflich. Denn wer soll das Fläschchen geben und das Bäuchlein kraulen, wenn die Adoptiveltern bei der Arbeit weilen?
Eben.

Tante Molly ist eine sehr verständnisvolle und geduldige Mit-Erzieherin, die sich auch nicht scheut, mal feine Ohrfeigen zu verteilen (mit eingezogenen Krallen, natürlich!), wenn die kleine Trulla mal wieder über die Stränge schlägt.


  
Tante Toffee hingegen ist das ganze Getöse viel zu viel. Sie möchte ihre Ruhe haben und scheucht den kleinen Wirbelwind mit einem breiten Fauchen aus dem Weg, sollte sich deren mit dem ihrigen kreuzen. Anfänglich war sie sehr eingeschnappt, hat auch nicht mehr mit der FrauHummel gesprochen (nicht mal mehr mit der! Das will was heissen!) und hat sich auf die Loggia verzogen.
Inzwischen gesellt sie sich aber doch immer wieder in die Runde, auch wenn sie sehr darauf bedacht ist, dass die wilde Trulla ihr nicht zu nahe kommt.

Eigentlich hängt jetzt alles von ihr ab.
Entweder gibt sie ihr Einverständnis, und die kleine Trulla darf bleiben.

Oder sie verweigert dieses. Dann darf die Trulla zurück in den Stall, sobald sie feste Nahrung zu sich nehmen kann. Oder sie bekommt neue Adoptiveltern.

Wir werden sehen!


🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  🐾  

Ihr seht es mir bitte nach, wenn ich grade kaum die Zeit finde zum Kommentieren.
Aber natürlich lese ich weiter mit bei euch! Versprochen.

Herzliche Grüsse,
auch von der Trulla! 

.....die schläft im Moment den Schlaf der Gerechten, 
DIE Gelegenheit, mal eben diesen Post in die Tasten zu hauen.

Und warum die Trulla Trulla heisst? Nun, mein Patenmädchen Catrin befand, dass der Name wie gemacht zu ihr passe. 
Na dann.




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Sonntag, 30. April 2017

COURARA!

Auf der Suche nach einem Vegi-Gericht für heute Mittag stiess ich im Inet auf dieses Rezept. Auf den ersten Blick erschien mir die Kombination ein wenig seltsam, auf den ersten Biss aber schmeckte es uns beiden ganz hervorragend! Und weil so ein wenig Abwechslung auf dem Teller nie schaden kann: Voilà!

Wir klöppeln uns heute einen CouRaRa! (Also einen Couscous-Randen-Raclettekäse-Auflauf. Für den, der nicht weiss, was Randen sind: Man nennt das Kind auch Rote Beete! ;oD)  




Das geht so ruckzuck, dass man nebenbei noch kleine Punks betüddeln kann! ;oD


🌿  Man bereitet gemäss Packungsangaben ein Couscous zu, schneidet
     einen Bund Maggikraut klein und rührt die Kräuter mit einem 
     herzhaften Schuss (Sonnenblumen)Öl unter. 

🌿  Mit dem Couscous befüllt man eine Auflaufform zur Hälfte
     und verteilt darauf ziegelartig ca. 1/2 cm dicke Scheiben 
     von gekochtem Randen und einem würzigen Raclettekäse.
     Das sieht dann in etwa so aus:




🌿   Anschliessend giesst man eine Verquirlung von 2 Eiern, 2 dl 
     Milch, Salz, Pfeffer und Muskat darüber.

🌿  Ab in den Ofen damit! Bei 220° dauert es 20 Minuten, bis man
     einen duftenden Auflauf ans Tageslicht befördern kann.

Und weil ich der Saucenkasper vom Dienst bin werde ich das nächste Mal noch eine Kräutersauce auf Basis einer Béchamel dazureichen. 



🌿 🌿 🌿 🌿 🌿


So! Was es mit diesem kleinen Punk auf sich hat- dazu das nächste Mal mehr!






Herzliche Grüsse! 💞



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Sonntag, 23. April 2017

DER EXPERTE (für alles und jedes)

Ich weiss nicht, ob ich es schon mal angemerkt habe, aber: Eigentlich bin ich ein sehr friedfertiger Mensch. Einer, der nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist und der nach dem Motto "Leben und leben lassen!" agiert.

Eigentlich....

Aber es gibt eine Sorte Mensch, die geht mir gehörig auf den Geist.
Wenn sich unsere Wege kreuzen, dann schlägt in mir eine Glocke "Ding-ding-ding!" 🔔 Alarm, und ich lege schon mal prophylaktisch im Geiste Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis aneinander, sage "Ommhhhh!!" und versuche, ihm einfach nicht mehr Aufmerksamkeit als zwingend nötig zu schenken. Doch trotz aller Mühe gelassen zu bleiben fühle ich dann doch, wie es in mir zu brodeln beginnt und ich langsam, aber stetig ansäuere....

Es ist dieser Typ Mensch, der gerne zu allem eine Meinung hat. Das ist ja okay soweit, ich mag Menschen, die sich Gedanken machen und eine eigene Meinung bilden, nichtwahr?
Aber dieser Mensch hat sich, bitteschön, nicht nur eine Meinung gebildet, die er uns unbedingt mitteilen muss, nein. Er ist darüber hinaus auch DER Mensch im Umkreis von vielen, vielen Meilen, der die einzig wahre und richtige Meinung zum Thema anzubieten hat. 
Immer.
Ausserdem trägt er diese Meinung sehr wortreich und umfassend und unter Zuhilfenahme vieler, vieler Fremdwörter vor, die dem ganzen zu mehr Gewicht verhelfen und seiner Persönlichkeit selber den Anstrich grosser Intelligenz geben sollen. 

Wir nennen ihn im Folgenden der Einfachheit halber mal "den Experten".

Seit geraumer Zeit lese ich in einem Forum für Minimalisten und habe mich dort auch als Mitglied eingetragen. Es gibt in diesem Forum viele interessante Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen- und anschauungen. Das ist meist wirklich spannend, und ich hab mir dort schon den einen oder andern Input abgeholt.

Nun würde ich mich selber ja nicht als Minimalisten bezeichnen. Ich sehe mich als sehr naturverbundenen Menschen, der sein Glück in einem einfachen, unaufgeregten Leben findet, der sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und der sehr genau im Auge behält, wofür er sein Geld ausgibt und was er damit konsumiert.

Aber alleine schon die Definition, wer sich als Minimalist bezeichnen kann und darf, führt zu Diskussionen in diesem Forum. Persönlich finde ich das absolut müssig. Dieses "Hundert-Dinge-Ding" z.B. ist mir ziemlich suspekt. Wenn jemand meint, mit 100 Dingen in seinem Leben klarzukommen, dann darf er das  gerne tun (auch wenn die Meinungen ja schon auseinandergehen, ob Socken einzeln oder als Paar gezählt werden. Puuhhh.....  :o/ ). Minimalismus kann, meiner unmassgeblichen Meinung nach, gar nicht über solche Aspekte definiert werden. Für mich ist jeder Mensch, der sein Handeln hinterfragt, seinen Konsum kontrolliert und möglichst wenig Ressourcen verbraucht einer, der viel beiträgt zum Wohl unserer Natur und Umwelt. (Und zu seinem eigenen übrigens auch. Notabene.)

Aber halt! Jetzt kommt der Experte ins Spiel. Und der ist der Meinung, dass man solche Definitionen doch nicht dem Zufall überlassen kann. Da gebe es schon gewisse Voraussetzungen, die als richtungsweisend zu betrachten seien. 

Seiner Meinung nach würde er sich z.B. niemals (niemals!!) dazu versteigen, sich Tiere halten. Denn Tiere zum eigenen Vergnügen zu halten bedeute, sie zu versklaven. Ganz egal, unter welchen Bedingungen sie leben und wieviel Aufwand man dafür betreiben würde.
Mein Argument, dass die Haltung von Tieren auch ganz viel Positives hervorbringen und dass man dieses Thema nicht so rigoros abhandeln könne wischte er mit ein paar seiner typisch besserwisserischen Sätze vom Tisch. 

Wie schon erwähnt bin ich eigentlich ein sehr grossmütiger Mensch.  
Aber das war der Punkt, an dem a) mein Organismus Richtung Azidose steuerte und ich b)diesem Forummitglied mitteilen musste, dass ich mich zu diesem Thema nicht weiter mit ihm unterhalten wolle, da wir niemals (niemals!!) auf einen gemeinsamen grünen Zweig kommen würden. 

Es macht keinen Sinn, seine Energien in Diskussionen mit Menschen zu investieren, die nichts anderes als ihre eigene vorgefasste Meinung gelten lassen.....


😳


Ach! Was ich euch aber noch zeigen wollte: Meinen minimalistischen Kleiderschrank. Ich hab wieder mal ausgemistet. Man glaubt es kaum, aber ich finde tatsächlich immer wieder was, das wegkann. Wahrscheinlich ist das ein Neverending-Prozess, der einfach seine Zeit braucht.
Und so hab ich an Ostern meinen Kleiderschrank nochmal durchgekämmt.
Im alten Weichholzschrank von Oma sind nun wirklich nur noch Lieblingsstücke und Basics (nehme ich zumindest an...! ;oD) und meine Reitklamotten. Achso, und eine Mietze. Aber die gehört da eigentlich nicht hin, *ggg*! 😄





Auf einer Stange hängen noch ein paar Blusen, ein Hemd und meine geliebten Kleidchen. Das ist alles. Ich würde mal sagen: Ziemlich übersichtlich, oder?



Frohen Start in die neue Woche!




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Samstag, 8. April 2017

BLITZ-BLANK-BEISSERCHEN!

So. Jetzt hab ich mich doch noch drangewagt. Ich hatte so meine Bedenken, aber nachdem ich mich eine Weile mit der Materie auseinandergesetzt hab bin ich losgegangen, um mir das nötige Equipement zu besorgen.
Wenn jetzt wer denkt, dass ich da was ganz Grossartiges veranstaltet hab, dann muss ich den enttäuschen.
Ich hab nichts anderes getan als....Zahnpasta selbergemacht!😄

Ich hab einfach keine Lust mehr, irgendwelche seltsamen chemischen Stoffe oder Microplastic gleichmässig in meinem Mund und hinterher via Abwasser in der Natur zu verteilen.
Ab heute weiss ich ganz genau, womit ich meine Beisserchen schrubbe und wie es wirkt!

Die Inhaltsstoffe sind sehr überschaubar:

  • 4 Esslöffel Bio-Kokosöl. Das wirkt antibakteriell und gegen Pilze und pflegt das Zahnfleisch 
  • 2 Esslöffel Natron, es neutralisiert Säuren und entfernt Verfärbungen auf den Zähnen 
  • 1 Esslöffel Xylit, welches stark karieshemmend wirkt
  • 1 Esslöffel Heilerde. Sie bindet Giftstoffe und remineralisiert die Zähne
  • 20 Tropfen Pfefferminzöl (ich hab das von Farfalla genommen), einfach für den guten Geschmack und frischen Atem




Die trockenen Zutaten in einem Gefäss mischen und ein wenig mörsern. 
Das Kokosöl in einem Pfännchen bei kleiner Hitze schmelzen und zum Pulver geben, Pfefferminzöl dazu und kräftig umrühren. Die noch flüssige Zahnpasta in ein Töpfchen oder Schraubglas füllen und in den Kühlschrank stellen.
Zwischendurch immer mal wieder gut verquirlen, sonst setzen sich die festen Bestandteile am Boden ab! Schon nach einer Viertelstunde ist das Öl wieder fest, die Paste kann benutzt werden.

Natürlich musste ich mein neuestes Kosmetik-DIY sogleich wieder dem Frigo entreissen und ausprobieren... ;oD 
Mit einem kleinen Löffelchen hab ich mir ein Stückchen aus dem Glas geholt und direkt in den Mund gesteckt. Dort schmilzt das Öl sofort und kann mit der Bürste aufgenommen werden. 

Die Paste schmeckt ziemlich neutral, ein wenig nach Salz, dabei aber doch süsslich, und durch das Xylit verbreitet sich gleich ein kühles Gefühl im Mund, was ich als sehr angenehm empfinde!

Vor allem dem Xylit gegnüber war ich anfangs ziemlich skeptisch. Wie kann etwas, mit dem man Speisen süsst, gut für die Zähne sein, sogar stark karieshemmend wirken? Aber klinische Studien haben genau diese erstaunliche Wirkung von Xylit belegt.

In Zukunft bekommen meine Beisserchen also tägliche Zuwendungen mit meiner Hausmacher-Zahnpasta. Ich bin gespannt, was meine Zahnärztin im Sommer dazu sagt, wenn ich zur Kontrolle gehe!

Habt ein schönes WE (hier: bis zu 22° und Sonne satt!),
herzliche Grüsse!





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Sonntag, 26. März 2017

WEG DAMIT!

Diese Zahl ist exorbitant: In der EU landen jährlich 

90 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. 

Tendenz steigend. Eine un-vor-stell-bare Menge......
Und das wirklich Unglaubliche daran: ein ganz grosser Prozentsatz davon ist frisch und unverdorben: Gemüse, Früchte, Milchprodukte, Brot.Gerade bei Früchten und Gemüsen geht der Irrsinn soweit, dass auf Grossmärkten am Abend palettenweise frischeste Gemüse und Früchte auf direktem Weg in der Tonne landen, weil die Händler sie nicht losgeworden sind. Sie haben in Form, Farbe, Dicke oder Grösse nicht irgendwelchen fragwürdigen EU-Standards oder Kundenwünschen standgehalten....
Brotregale werden bis zum Ladenschluss mit den wertvollen Produkten vollgestopft weil der Kunde meint, bis zur letzten Minute die alles umfassende Auswahl haben zu müssen. Vor den Kühlregalen wird einem ganz anders: das Assortiment bietet vielleicht 20 Milchsorten, 100 verschiedene Joghurts und Dutzende von Käsesorten an, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Denn dieser Irrsinn zieht sich quer durch die ganze Produktpalette.

Wie dekadent sind wir eigentlich inzwischen??

Gottseidank bildet sich aber auch Opposition gegen dieses Verhalten.
Menschen gehen "Containern". Geschäfte rücken am Abend ihre unverkaufte Ware freiwillig raus, damit sie den Weg auf unsere Teller doch noch findet. Und der umsichtige Endverbraucher macht sich ernsthafte Gedanken dazu, welche Produkte er wo kauft und ausserdem wieviel davon, damit möglichst nichts verkommt.

Man kann dieses Thema gar nicht oft genug auf's Tapet bringen, damit diesem Wahnsinn endlich Einhalt geboten wird! 



Wir hier im Hause Hummel leben praktisch vom "Einkaufskorb in den Mund". Wir legen kaum Vorräte an und wenn, dann nur von den wichtigsten Lebensmitteln: Ein wenig Pasta, Reis, Zucker, Tee und Öl. Alles andere wird nur frisch und in den Mengen gekauft, die wir sofort verwenden können.

Am Samstag ziehen wir die Vorräte-Schublade und gucken, was "weg muss". Angebrochene Packungen oder Produkte, die nahe am Verfalldatum sind, rücken in unseren Fokus. (Wobei man diese meist ja noch lange über den Exp.Aufdruck hinaus verwenden kann!)

Gestern also fielen uns ein kleines Gläschen Kapern in Öl und eine Büchse Thunfisch in die Hände (mit der Angel gefangener, damit junge Thunas dort bleiben, wo sie hingehören, und Beifang vermieden wird.)

Die Pasta mit Thunfisch-Kapernsauce, die wir heute daraus gekocht haben, war ausgesprochen schmackhaft:

🐟 1 rote und 1 weisse Zwiebel fein hacken und in Olivenöl an-
   dünsten.

🐟 Den Inhalt eines kleinen Gläschens Kapern in Öl etwas zerhacken   
   und mit dem Öl zu den Zwiebeln geben.
   (Fett ist ein Geschmacksträger, also rein damit! ;oD )

🐟 Mit etwas Weisswein und Wasser ablöschen, mit (Rosmarin)Salz,   
   Pfeffer und ein wenig Bouillon würzen und 7-8 Minuten köcheln
   lassen.    

🐟 Nun 2 kleine Büchsen Thunfisch dazugeben, diesen zerpflücken und 
   ein Weilchen mitschmurgeln lassen.

🐟 Jetzt kommt ein ordentlicher Schuss Rahm dazu. Mit Fischsauce, 
   etwas grüner Currypaste und je einem dicken Esslöffel Senf und 
   Tomatenpürrée abschmecken. Die Currypaste macht die Sauce fein-
   würzig und gibt ihr eine milde Schärfe, die Fischsauce intensi-
   viert den Goût des Thunfisches.

🐟 Zum Schluss noch eine ordentliche Portion Schnittlauchröllchen
   unterrühren.

Wir haben die Sauce zu Urdinkel-Spaghetti genossen, die hier im Ort hergestellt werden.
HerrHummel mag eigentlich keine Kapern; ich glaube, ich habe ihn heute davon überzeugen können, dass es genau die Kapern sind, die der Sauce den gewissen Kick geben! ;oD


Fröhlichen Sonntag weiterhin, herzliche Grüsse!


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Mittwoch, 15. März 2017

AB.SEH.BAR

Wir sitzen also vorgestern Abend gemütlich zusammen. Ich hatte meine Reiterlein zu einem kleinen Imbiss geladen, die fröhliche Runde löffelt ziemlich begeistert meine Gemüsepfanne mit Cocosmilch und Erdnussbutter, schlürft ein Weinchen dazu und tut sich als süssen Abschluss an einer Mascarpone-Quarkcrème mit Apfel-Zimt-Schicht und Cantuccibröseln gütlich.
Es wird viel gequasselt und gelacht, und irgendwann kommen wir darauf dass es nun auch nicht mehr lange dauert, bis meine schweren Jungs in den Jura fahren.
Beiläufig erwähne ich, dass wir sie in 6 Jahren wohl im Herbst nicht mehr zurückholen werden, denn Harry ist dann 24 und JohnBoy 23 Jahre alt. Der richtige Zeitpunkt also, um sie für immer auf die Seniorenweide zu entlassen, damit sie ihre letzten Jährchen noch in grösstmöglicher Freiheit und in Gesellschaft vieler anderer "angegrauter" Pferdewesen verbringen dürfen.  

Meine Reiterlein (das Treueste reitet nun schon 15 Jahre bei mir, die andern auch schon recht lange Zeit) verstummen für einen Moment perplex. Und auch für mich ist dieser Gedanke beinahe ein wenig schockierend. Einerseits, weil ich mir ein Leben ohne die Jungs irgendwie nicht so recht ausmalen kann. Die Vorstellung, nach "dieser" Fahrt in den Jura nach hause zu kommen, im leeren Stall zu stehen und zu WISSEN, dass sie hier NIE MEHR sein werden, der treibt mir schon jetzt beim Schreiben dieser Zeilen die Tränen in die Augen und ist ziemlich unerträglich. Denn ich weiss, dass ich dann bestimmt auch kein "neues" eigenes Pferd mehr in mein Leben lassen werde(n kann). Nicht mit meinen gesundheitlichen Beschwerden, die mit den Jahren keineswegs besser werden.

Aber auch die Erkenntnis, dass ich nun in einem Alter bin, in dem sich gewisse Dinge als absehbar und damit als endlich heraus-kristallisieren, die ist schon bestürzend. Lebensumstände- und inhalte, die einfach "normal" sind, mit denen man jahraus, jahrein gelebt hat, die das Leben bestimmt und geformt, bereichert und mit Freude erfüllt haben, neigen sich nun peu à peu einschneidenden Veränderungen zu. In den verschiedensten Bereichen.

Gerade eben ist ein ehemaliger Schulkollege von mir gestorben. Mitten aus dem Leben gerissen, in einem Alter, in dem noch keiner freiwillig abtreten will. Und er war nicht der erste aus unseren Reihen. Die Zeit hat schon einige Lücken gerissen.....

Das macht mich mitunter sehr nachdenklich.

Und es bestärkt mich umso mehr in meinem Willen, meine Tage nicht einfach nur zu VERleben, sondern sie mit allen Sinnen zu ERleben.
Mir immer wieder bewusst zu machen, dass es für keinen von uns irgendwo ein "Reserveleben" auf Vorrat gibt. Das Leben wartet nicht.  Unser "Zeitguthaben" schmilzt mit jedem Tag kontinuierlich dahin. Wie ein Schneemann an der Sonne. Tropf. Tropf. Tropf. 

Unwiederbringbar. 


Es liegt an einem selber, die eigene Einstellung und das eigene Verhalten zu ändern. 
Mehr zu leben, weniger zu müssen.
Mein persönliches Dasein hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Das Reduzieren auf das Nötige, das Fokussieren auf das wirklich Wertvolle hat meinem Leben eine unglaubliche Intensivierung der Lebensqualität beschert. 
Und ich weiss, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Bevor sich jetzt jemand Sorgen macht: Nein, ich durchschreite keineswegs ein menopausales Lebenskrisen-Jammertal! ;oD Mir geht es bestens, ich bin sehr optimistisch und lebensfroh!

Doch das Leben hebt immer mal wieder das Fingerchen. 
"Pass auf!" flüstert es, "sieh hin! Lass deine Zeit nicht wie Sand durch deine Finger rinnen. Jede Minute ist eine Chance; nimm sie wahr!" 

Ich folge sehr bewusst diesem Rat. Immer, aber ganz besonders jetzt- schliesslich hab ich diese Woche Ferien! Wann, wenn nicht in diesen Tagen, gibt es Musse im Überfluss, um sich den schönen und angenehmen Seiten des Lebens zu widmen? ;oD

Frohen Frühling, meine Lieben, ganz herzliche Grüsse!





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