Irgendwie fühlt sich das alles grad etwas seltsam an. Wie ein bisschen aus der Gegenwart gefallen- und ich irrlichtere ein wenig durch Zeit und Raum. Nachdem wir hier gefühlt nur ein paar Tage "richtigen" Winter hatten, so wie es sich gehört, mit eisiger Kälte und Schneefall, löste sich das schon sehr bald auf in Temperaturen, die immer irgendwo im tief zweistelligen Bereich herumdümpelten. Die Natur scheint damit so wenig klarzukommen wie ich selber; mal zieht sie all ihre herbstlichen Register, es ist duster, feucht und neblig- aber schon am nächsten Tag lacht die Sonne vom babyblauen Himmel, und alles, worauf ihre Strahlen treffen, nimmt eine Wärme auf, die schon sehr intensiv und anhaltend ist. So sehr, dass bereits da und dort Blüten zu bestaunen sind...
Sogar einen Zitronenfalter habe ich letzthin durch den Garten schaukeln sehen (wovon lebt der arme Kerl denn jetzt bloss?), und auch sonst schwirrt und summt schon einiges an "Kleinflugzeugen" durch die Luft. Ich beobachte das alles mit Skepsis. Hier in den Bergen kann das Wetter von jetzt auf gleich kippen, und auch wenn die Meteorologen uns einen "aussergewöhnlich warmen Frühling" prophezeit haben, bin ich mir ziemlich sicher, dass der jetzt noch nicht gleich losgeht- auch wenn im Moment alles darauf hindeutet.
Und so bewege ich mich hin und her zwischen all dem Angenehmen und Schönen, womit der späte Winter und der herannahende Frühling mich beschenken. Freue mich am fröhlichen Gezwitscher der Amsel vor dem Schlafzimmerfenster frühmorgens und verabschiede den Tag ganz gemütlich mit einer heissen Gemüsesuppe bei Kerzenlicht.
Entdecke beim Gang durch "meinen" Wald, dass die Natur ganz langsam wieder erwacht, dass es überall- noch sehr zögerlich und leise, aber unübersehbar- zu spriessen beginnt. Und doch glitzern in der Früh die Regentropfen der Nacht zu Eis gefroren an den Metallgattern, die den Auslauf der Dicken einzäunen.
Die Natur lässt sich Zeit. Und auch wenn alle schon "Hurra, Frühling!" rufen, so wird das Archaische des Winters noch eine Weile mit dem Lieblichen des Frühlings den Weg gemeinsam gehen- und das ist richtig so.
Aber gerade läuft mein Leben eh'auf halbem Tempo- wortwörtlich. Ich arbeite vorderhand jeweils nur morgens; das schafft den wunderbaren Vorteil, dass ich mir viel mehr Zeit lassen kann für alles, was der Alltag mit sich bringt. Und das wiederum schenkt mir die Musse, den allmählichen Wandel der Jahreszeiten mit allen Sinnen und ganz bedacht wahrzunehmen. So bekommt das Leben eine Qualität, die man sich für kein Geld kaufen kann!
Da sorgt der Gedanke, dass ich hinterher auch gleich noch 11 Tage Ferien anhängen kann, für einen Schwung Fröhlichkeit extra.... 🤓
Ich wünsch euch ein
beschwingtes,
entspanntes
und
erholsames WE!
PS: Schaut mal, ist das nicht unglaublich? Dieses Bild meines Herzens entstand bei einer speziellen CT-Aufnahme. Schon verrückt, was heutzutage alles möglich ist....

















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