Sonntag, 24. Dezember 2023

ALLES.GANZ.ENTSPANNT

 

 

 

"Nichtstun führt oft 

zum allerbesten

Irgendwas!"

 

Wie Recht Winnie Pooh doch hatte- und er spricht mir damit direkt aus der Seele! 

Allerdings ist es eine Kunst, das gepflegte Nichtstun- und manche beherrschen sie nicht mal im Ansatz. 

Sie fliegt einem nicht zu, diese Fähigkeit, ohnein! Man muss üben, üben, üben. Nur so gelangt man zu wahrer Meisterschaft. Aber es kann einem passieren, dass man mitten in einer Übungs-Wiederholung abbricht weil man denkt, dass man so nichts als seine Zeit verschleudert. Denn manche wollen einem glauben machen, dass nur sinnvoll genutzte Zeit kostbare Zeit sei. 

Nun, darüber muss man grosszügig hinwegsehen. Und es einfach immer weiter fleissig versuchen. 

 

Das Nichtstun beschert einem oft Erstaunliches! 

Zum Beispiel fällt einem plötzlich auf, dass der Himmel brennt.

 

 

Oder man kann dem Tag beim Erwachen zusehen, etwa wie die Sonne ihr dickes Plumeau zur Seite schlägt, sich reckt und streckt und dann behende über die Bergspitzen klettert. Oh, die Sonne beherrscht es ganz prima, das Nichtstun! Sie steht den lieben langen Tag einfach am Himmel und guckt.


 

Und wer lange genug geübt und das Nichtstun perfektioniert hat, der wird es in seinem Leben nicht mehr missen wollen.


Wisst ihr was? 

Jetzt ist eine gute Zeit, 

mit dem Üben anzufangen! 

 





Donnerstag, 14. Dezember 2023

TRÄUME.SIND.SCHÄUME. ODER WAS?

 

 

 Letzthin hatte ich einen wirklich sehr seltsamen Traum.

 


 


Ich hatte eine Freundin zum Essen eingeladen. (Diese Freundschaft hat sich allerdings schon vor Jahren aufgelöst, weil wir uns in völlig verschiedene Richtungen entwickelt und kaum noch Berührungspunkte hatten). Als es an der Tür klingelte, stand sie mit ein paar mir völlig unbekannten Typen im Schlepptau da, die sie einfach spontan noch eingeladen hatte. Aber gutmütig, wie ich nun mal bin, bat ich sie alle rein und an den Tisch. Dort thronte bereits ein riesiger Braten (What- ein Braten? Bei mir? Als Vegetarierin??) und wurde langsam kalt, während ich die Beilagen noch nicht mal in der Pfanne hatte. Im Schweisse meines Angesichts rotierte ich in der Küche, als mir zu allem Überfluss auffiel, dass ich den Wein vergessen hatte. Da stand nur noch eine kümmerliche, angebrochene Flasche Kochwein, den ich in meiner Verzweiflung anbot. Die Gesichter meiner "Gäste" wurden immer länger, die Stille am Tisch mit jeder Minute betretener.

Und weil es der ganzen Peinlichkeit so noch nicht genug zu sein schien, stand ich während der ganzen Vorstellung im Prinzip wie mein Alter ego neben mir selbst und kommentierte die Szenerie. Mit bitterbösen Worten, notabene. 

Das alles spielte sich so dermassen realistisch ab, dass ich beim Aufwachen völlig verwirrt war. Und mich fragte:

 

"Was möchte mir mein Unterbewusstsein damit jetzt beibringen?"

 

a) ...dass ich die Frau mal wieder treffen sollte? Bestimmt nicht. Ich bin mir sicher, dass diese Beziehung keine Zukunft hat.

 

b) ...dass ich mich grundsätzlich besser organisieren sollte? Nöp. Denn ich habe mir grade über Jahre meinen Perfektionismus erfolgreich abgewöhnt. Es tut mir unglaublich gut, Dinge auch einfach mal laufen lassen zu können. Und zu wissen, dass morgen immer auch noch ein Tag ist. Ich werde einen Teufel tun, daran wieder was ändern zu wollen!

 

c) ...und auch an der Empfehlung, sich endlich mal einen anständigen Weinkeller anzulegen, zweifle ich eher. Denn 1. liegen in unserem Keller immer ein paar gute Tropfen (die wir aber alle i.d.R. geschenkt bekommen). Und wir verfügen über "perfekt gereifte" 😉 Weine, weil wir 2. selber keinen Wein trinken zuhause und die guten Tropfen in aller Ruhe rumliegen dürfen. Wenn überhaupt, dann prosten wir höchstens (eher seltenen) Gästen zu. Und dann gibts auch immer nur eine Flasche von der selben Sorte......

 

Manchmal wärs schon sehr interessant, einen wirklich fähigen Traumdeuter an der Hand zu haben, um zu erfahren, welche Erkenntnisse man aus solch seltsamen Träumen ziehen könnte....

Aber wahrscheinlich ist mein armes Gehirn im Moment einfach so dermassen überlastet und erschöpft, dass es sich aus lauter Verzweiflung die krudesten Geschichten zusammenreimt. 🥱

 

Schlaft gut, 

meine Lieben! 

😴 





Samstag, 2. Dezember 2023

PÜNKTLICH.....

 

 ...zum ersten Apfenz liegt seit heute Morgen ein weiches, blütenweisses Plumeau über der Landschaft. Und es wird kalt. Richtig kalt. Bis zu -5 Gräder sind für die nächsten Tage angesagt.

 

 

Ich muss jetzt nur zusehen, dass ich wieder ein wenig Bodenkontakt bekomme. Es war grad alles ziemlich anstrengend die letzten Tage. Es begann damit, dass ich montags flachlag mit Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufproblemen. 

Dann wurde unser Winnie-Katerchen im Stall sehr krank. Nach einem Tierarztbesuch hier vor Ort ist er gestern dann doch noch in der Kleintierklinik in Luzern gelandet, wo er jetzt für die nächsten Tage gut betreut wird. Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) ist die Diagnose. Wir haben uns sehr um den kleinen, charmanten Kerl gesorgt- aber jetzt ist er in besten Händen.

 

 

Oben im Bild Winnie-Baby, 

vielleicht 3 oder 4 Wochen alt, 

unten Winnie-Teenager.

 

Heute ist er knapp 9jährig, und wir würden ihm von Herzen noch ein paar schöne Jahre gönnen! 

Dann wurde Dienstag meine Arbeitskollegin krank, und nachdem ich meinen freien Tag an einer Weiterbildung in Luzern verbracht hatte, musste ich auch noch einen zusätzlichen Dienst einschieben. 

Inzwischen tendiert mein Energielevel gegen Null. Aber ich versuche jetzt einfach, etwas Kraft aus der Natur und kreativer Tätigkeit zu ziehen. 

Gerade habe ich unsere Wohnung ein wenig geschmückt; ganz einfach und mit dem, was da war. Ein paar Tann- und Immergrünzweige, typisches Handwerk aus dem Erzgebirge und Kerzen, das reicht völlig, um eine schöne Stimmung ins Zuhause zu bekommen.

 

 

Morgen ist ein Brunch mit der ganzen Familie in einem Restaurant geplant; wir werden die Gelegenheit gleich nutzen, um unsere Wichtelei auszulosen. Und es sich einfach ein bisschen gutgehen zu lassen, das kann auch nicht schaden!

Zumindest wird die nächste Arbeits-Woche, ManitouseiDank, sehr kurz. Dank eines Feiertages und weil mein Dienst sehr günstig liegt, brauche ich nur 2 1/2 Tage zu arbeiten.

Immerhin. 😌

 

Fröhlichen 

1. Apfenz,

meine Lieben!

 💫  

 

 

Samstag, 25. November 2023

NOVEMBER.SAMMELSURIUM.

 

 

Gemerkt? Gleich haben wir den November durch. Er fühlte sich bis jetzt gar nicht an wie ein "richtiger"November; wir hatten wenig Nebel, dafür ordentlich Regen, und es war deutlich zu warm.

Jetzt aber kippt das Wetter. Immer wieder schneit und graupelt es, heute zieht die Bise, es ist so kalt, dass ich eine Winterjacke rausgeholt habe (das will was heissen! 😉). Nachts erreichen wir sogar Minusgrade, ich musste schon mehrmals die Autoscheiben freikratzen morgens.

So richtig viel gibt dieser Monat nicht her zum "Verbloggen". Aber auf meinem Zettelchen, auf dem ich mir Notizen mache, stehen ein paar "November-Sammelsurium-Punkte", 

z.B.:

 

Velofahren in suizidaler Absicht  

Oder wie sonst soll ich es deuten, wenn sich jemand morgens im Stockdunkeln auf seinen Drahtesel schwingt und fröhlich lospedalt, ohne sich Gedanken um seine Sicherheit zu machen? Seit der Zeitumstellung begegnen mir täglich Vertreter dieser Spezies auf dem Arbeitsweg. Kein Licht, weder vorne noch hinten. Und wenn, dann solche "Peut-êtres", die dann und wann mal kurz aufflackern. Gerade wenn es auch noch regnet und der entgegenkommende Verkehr noch mehr blendet als sonst schon, werden solche Velofahrer völlig unsichtbar. Möchte mir nicht vorstellen was passiert, wenn so ein Kamikaze urplötzlich vor einem aus dem Nichts auftaucht....

Aber es gibt auch die Vorzeige-Beispiele: korrekt beleuchtet, mit Warnweste und sogar Helmen, die über Blinklichter verfügen. 

 

💡Leute! Macht euch sichtbar!💡

 


Gefiederte Freunde

Zum Heimwerkermarkt bin ich gefahren, um ein paar Dosen mit alten, eingetrockneten Farb- und Leimresten zum Entsorgen hinzubringen. 

Ich brauchte nichts weiter. Aber weil ich unsern Piepmätzen das Leben jetzt wieder ein wenig erleichtern möchte, habe ich ein paar Packungen verschiedener Sorten Wildvogelfutter, Meisenknödel und eine stabile Knödelstation aus Metall eingekauft (weil, wie ihr sicher wisst, die üblichen Kunststoffnetzchen für die kleinen Kerlchen lebensgefährlich werden können!). Unser schönes, grosses Futterhaus, das in einer Behindertenwerkstatt hergestellt wurde, habe ich tüchtig mit heissem Wasser abgeschrubbt. Das sollte man immer mal wieder tun. Und: ein Futterhäuschen sollte so konstruiert sein, dass sich die Vögel nicht ins Futter setzen und reinka**en können, denn sonst verbreiten sich krankmachende Keime in Windeseile.

Nun hängen Häuschen und Knödelstation am grossen Nussbaum auf der Weide gegenüber (weil ich am Haus nicht füttern darf...), und ich freue mich darauf, das rege Treiben vom Küchenfenster aus zu beobachten!

 


 

Black Friday

...und Konsorten sind ein Thema, das mich immer wieder in Rage bringt. Kaufen ohne Sinn und Verstand, nur weils "billig" ist? Aber irgendwie setzt das Gehirn scheinbar völlig aus angesichts dieser Schein-Schnäppchen (denn was anderes sind sie ja meist nicht. Nur zu oft tappt man in eine Falle- die Händler kennen unzählige Tricks, wie sie den Kunden ködern und dann über den Tisch ziehen können!) Schlussendlich geht es nur darum, Lagerhallen leer zu bekommen. Ganz egal, welche Folgen dieser masslose Konsum hat. Die Auswirkungen auf Umwelt und Klima durch Rohstoffabbau, Produktion, Transport und Entsorgung sind fatal. Aber weil der Markt so dermassen gesättigt ist bedarf es immer mehr solcher Tage, die etwas versprechen, was sie definitv nicht halten. Und die Spirale dreht immer schneller...


Porridge

Jetzt noch was Warmes, Süsses, das Bauch und Seele guttut! 😋 

Wenn wir abends nach der Stallarbeit nach Hause kommen, kochen wir uns jetzt gerne eine Gemüsesuppe mit Hafer oder eben einen Porridge. 

Unser Verdauungstrakt liebt Hafer. Er enthält extrem viele Ballaststoffe, legt sich wie eine Schutzschicht auf die Darmwände, stärkt die Darmflora (was eine sehr positive Wirkung auf das Immunsystem hat- ich sage nur: Influenza!🤒) und kurbelt die Verdauung an. Er kann sogar das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, senken.

Das alles spricht doch dafür, regelmässig Hafer zu essen- ganz abgesehen davon, dass er einfach lecker schmeckt.

Und es ist so einfach: Wir kochen Haferflocken in Hafermilch mit etwas Zitronensaft, Ingwerpulver, Zimt, einem fein gewürfelten Apfel und einer zerdrückten Banane weich. Immer schön rühren, damit nichts ansetzt. 

Ferddisch- und geniessen!


 

Happy Wochenende,

meine Lieben!

❄️🌨❄️


 



 

Freitag, 17. November 2023

PHOBIA.DIGITALIS

 

Seit einiger Zeit schliessen sich die kleineren Spitäler hier in der Umgebung mit dem grossen Zentrumsspital zusammen. Aus Gründen, die man sich an 2 Fingern abzählen kann. Als Letztes bisher ist nun auch das Spital in diesen Verbund aufgenommen worden, an dem ich arbeite.

Diese Union wird für uns auf Dauer wohl viele Veränderungen mit sich bringen. Die erste grosse und für alle deutlich spürbare: wir übernehmen das Datenverarbeitungssystem, welches das Zentrumsspital seit ein paar Jahren benutzt. Am 1.1.24 ist "go life", will heissen: von heute auf morgen wird auf dieses Programm umgestellt. Im ganzen Spital, auf allen Ebenen, im laufenden Betrieb. 

So. Und jetzt muss natürlich das Personal geschult werden. Wir alle haben Pläne bekommen, nach denen wir diese Schulungen besuchen müssen. Innerhalb von 2 Monaten sollen wir das kennen und anwenden lernen, was wir später nutzen sollen. 

 

Mir.

schwante.

Fürchterliches.

 

Ich muss nullkommagarnichts schönreden: mir fehlt ein Gen. Das Digital-Gen, um genau zu sein. Ich bin Anwenderin. Ich habe keinen Nerv, keine Lust und keine Hirnkapazitäten für mehr. Womit ich den HH, gerade auch durch das Bloggen, schon oft an den Rand der schieren Verzweiflung manövriert habe. 

"Das ist doch alles tooooo-taaaaaal logisch!!" 

seufzt er immer völlig enerviert und mit wirrem Blick, wenn ich mal wieder gaaaaaar nichts kapiere. ER wagt sich in die düstersten Untiefen eines Computer-Innenlebens, sucht und findet den Fehler, resettet und tut und macht. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum er das kann- gelernt hat er es nie. Er scheint ein Naturtalent zu sein! 

(Aber dafür kann man ihm auch kein Pferd an die Hand geben, das hyperig im Roten dreht. Mir schon. Und ich habe ja ausserdem auch erst mit gut 30 zarten Lenzen das erste mal an einem Computer gesessen, n'est-ce pas?)

Naja, lange Rede, wenig Sinn: ich habe die erste Schulung am neuen DVS nach 5 Stunden maximal verwirrt und frustriert verlassen. (Ich meine- wer, bitteschön, kann sich 5 Stunden lang die Details merken, die man alleine zum Thema "Terminvergabe" in seinem Gehirn abspeichern soll??)  

Der Mensch, der uns das alles beibringen sollte, war zwar sehr nett- aber es war unübersehbar, dass er den selben Sch**** wohl schon zum wasweissichwievieltenMal von sich gegeben hat. Er legte ein Affentempo vor, klickte auf der Projektion an der Wand hierhin und dorthin "Achso, und hier gibts noch diese Möglichkeit oder dort jene!", und man war gezwungen, mit einem Auge seinen eigenen Monitor in Schach zu halten und mit dem andern auf die Projektion zu schielen, um irgendwie IRGENDWAS mitzubekommen. Erschwerend kam hinzu, dass wir gleichzeitig auch noch in einem 150-Seiten-Skript blättern sollten, in dem jede Anwendung step by step abgebildet war. 

Natürlich sprang irgendwann beim hektischen Blättern die Metallspange auf, die diese unzähligen Blätter zusammenhielt. Im Schweisse meines Angesichts versuchte ich nun, des umherflatternden Papierschwungs wieder Herr zu werden, mitzubekommen, was der nette Mann da vorne von sich gab, und das Gehörte gleichzeitig auch noch an meinem Computer nachzuvollziehen.

Ich wusste nicht, ob ich losheulen oder in einen hysterischen Lachflash verfallen sollte.

Ihr ahnt es: so ungefähr nach 25 Minuten 12 Sekunden hatte ich den Faden restlos verloren.....

Scheinbar sprach nicht nur mein Gesicht, sondern auch das anderer Teilnehmer/innen Bände. "Bin ich zu schnell?" fragte der Schulungsbeauftragte. Auf unser einhelliges Nicken hin meinte er: "Aber das müsst ihr mir doch sagen!", sprachs, wandte sich wieder seinem Monitor zu- und weiter gings im Laufschritt. 🥴   

 


 

Vier solcher Schulungen habe ich noch vor mir- eine davon über einen ganzen Tag. Achteinhalb Stunden. 🤢  Oooohhhhh Mann.

 

Leute. Ich bin einfach zu alt für solche Spässchen! Und ich hoffe inständig, dass unser erster Arbeitstag im neuen Jahr kein "go crash" wird.....  

 

(....und du, Queen- würdest du jetzt BITTE aufhören zu grinsen??.....😁

 

 

Sonntag, 12. November 2023

OHNE.SCHNICK.UND.SCHNACK

Vielleicht sieht das jetzt aus, wie wenn die Bahnwärterin und ich uns abgesprochen hätten. Und ich war wirklich erstaunt, als ich ihren neuen Post vorhin gelesen habe, denn es scheinen uns ziemlich identische Gedanken umzutreiben. Seit Längerem schon frage auch ich mich: "Wen interessieren die Inhalte meines Blogs eigentlich noch?" Oft habe ich das Gefühl, thematisch ziemlich "ausgeschossen" zu sein. 

Mein Leben bietet keinen Stoff für grosse, spannende Geschichten. Es ist ein ganz ruhiges, beinahe fast schon monoton zu nennendes. In einer, für mich persönlich sehr positiv empfundenen, Art allerdings. Und "meine" Themen bleiben meine Themen. Daran wird sich nichts ändern, im Gegenteil. 

Deshalb werdet ihr hier weiterhin z.B. davon lesen wie ich mich gefreut habe, als heute Morgen dicke, weisse Flocken vom Himmel fielen. Man kann von einem richtigen Schneetreiben reden! Fröhlich machten wir uns mit den Dicken auf Richtung Wald- und auch wenn hinterher die Hosen pitschnass bis zu den Knien und die Schuhe und Jacken durchgeweicht waren, so war es doch einfach herrlich. Mit unbezahlbarem Erholungsfaktor ausserdem! 

In weiser Voraussicht (Wettervorhersage sei Dank!) hatte ich für heute Mittag ein Raclette geplant, das erste in diesem Herbst. Es gibt (fast 😊) nichts Besseres, um wieder auf Temperatur zu kommen! Wenn der Käse auf den teelichtbetriebenen Öfchen bruzzelt, um dann sämig auf die heissen Kartoffeln zu fliessen und mit Chutney, Senffrüchten und (gestern selbst eingekochtem) Kürbis süss-sauer genossen zu werden, dann ist das so köstlich wie gemütlich. Und jedes noch so ausgefeilte Mehrgangmenue kann mir gestohlen bleiben!

 


Ich wünsch euch einen sehr gemütlichen, frühwinterlichen, entspannten Sonntagnachmittag!

❄️🌨

 



Sonntag, 5. November 2023

ZEITEN.WANDEL / EINGEKOCHT

  

 

Es kam, wie ich es vermutet hatte: auf einen Schlag. Jetzt ist es kalt, nass und duster draussen. Und es weht ein stürmischer Wind, der die bunten Blätter von den Bäumen reisst und in wilden Kaskaden vor sich hertreibt. Die weisse Linie an unsern Bergen, welche die Schneefallgrenze markiert, rutscht jeden Tag ein Stückchen tiefer. Beinahe schon zum Greifen nah ist sie.



Wie eine kleine Befreiung fühlt sich das an für mich. Endlich wieder kühle, frische Luft! Und wenn Nebelschwaden über der Landschaft hängen, dann macht mich das nicht depressiv, sondern tatsächlich noch ein wenig glücklicher. Und dynamischer ausserdem...

 

Oh- und ich habe Erfolg zu vermelden! Guck!

 



Die Einwickelmethode funktionierte phänomenal gut. Bis auf eine Tomate, die schimmelte und eine, die matschig wurde, sind alle grünen Kerlchen zu vorbildlich roten Tomaten herangereift.

Höchste Zeit, sie zu verarbeiten!

Das Wetter ist wie bestellt, um den ganzen Morgen vergnügt am Herd zu werkeln. Der süsse Duft der Tomatenkonfiture mit Zitrone zieht innert kurzer Zeit durch die Wohnung. Das Chutney braucht etwas länger, köchelt und blubbert eine Stunde auf dem Herd, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

 

Links Konfi, rechts Chutney!

 

Gelungen sind sie beide ganz formidable. Die Konfi schmeckt sehr fruchtig mit einer ganz leichten, herben Note, das Chutney (Tomaten-Zwiebel-Apfel mit Ingwer) stelle ich mir wunderbar z.B. zu einem Raclette vor.

Ich freue mir einen Ast, dass die Tomaten nicht auf dem Kompost gelandet sind!

 

Geärgert habe ich mich diese Woche allerdings darüber, dass Google einem einfach den Zugriff auf die eigenen Dateien kappt, wenn man ihm Cookies verwehrt.

Und über die Überschrift eines Artikels: 

 

"Wie man eine Haushalthilfe 

legal und günstig 

beschäftigen kann"

 

Soso. Keine Lust, Zuhause die Arbeit selber zu machen. Aber sonst eine/r soll das für möglichst kleines Geld für einem erledigen? Eine wirklich befremdliche Einstellung, wie ich finde. 

 

Kommt gut in die neue Woche!

💦☔️💦 



 



 

 


Donnerstag, 26. Oktober 2023

NICHTS.VERKOMMEN.LASSEN!

 

 

 

Irgendwann im Frühling hat unsere Chefärztin am Hintereingang zu unserem Ambulatorium die Reste einer angemampften Tomate in der Erde verbuddelt. So ganz "aus Versehen" wuchs daraus eine stramme, riesige Tomatenpflanze empor. Ihr scheint das Klima des heurigen Sommers sehr bekommen zu sein, denn sie setzte Unmengen von Tomaten an. Viele konnten wir reif ernten, aber vor etwa 2 Wochen waren immer noch eine Menge grüner Früchte an der Pflanze. Die habe ich abgesammelt- eine ganze Papiertüte voll wars!

Ich bringe es kaum übers Herz, Früchte und Gemüse, Nahrungsmittel überhaupt, wegzuschmeissen. Also hab ich mich mal schlau gemacht im Inet und herausgefunden: aus grünen Tomaten kann man Konfiture oder Chutneys kochen. Gleichzeitig stolperte ich aber auch über die Info, dass grüne Tomaten Solanin enthalten, einen Stoff, der ab einer gewissen Konzentration für Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und weitere Unannehmlichkeiten sorgen kann. Das war mir dann etwas ungeheuer. 

Inet hatte aber auch den Rat parat, dass man die grünen Tomaten einzeln in Zeitungspapier einwickeln und an einen warmen Ort stellen kann. So sollen sie nachreifen. Tatsächlich! Die Früchtchen erröten langsam und schüchtern.


 

 

Witzigerweise hat die Bahnwärterin in ihrem letzten Post darüber berichtet, wie sie aus grünen Tomaten ein Chutney gekocht hat- und konnte mir damit meine Bedenken nehmen. Sie hat bisher nach dem Genuss eingekochter grüner Tomaten keine Schäden davongetragen, also werde ich es jetzt auch mal wagen. 😁

Bin sehr gespannt, wie's wird. An grüne Tomaten- oder Tomaten für Konfiture im Allgemeinen - habe ich mich tatsächlich noch nie rangetraut.

Aus der einen Hälfte der Tomaten soll Konfi, aus der andern Chutney entstehen. Mindestens eins von Beidem wird man dann hoffentlich essen können, *gg*!

Ich werde berichten!

 

Geniesst diesen 

herbstlichen Abend 

(haaaaachzzzz....!😊),

herzliche 🐝Grüsse! 

 

 

 

Sonntag, 15. Oktober 2023

NOCHMAL VON VORNE?

 

 

Doch, das wird noch was - die Sache mit dem Herbst! Kühl ist es geworden, mit kräftigen Windböen zwischendurch. Richtig gut geregnet hat es seit gestern- und für heute Nacht ist Bodenfrost angesagt. Die Blätter an den Bäumen bekommen langsam Farbe, und gerade kämpft sich die Sonne durch dunkle Wolken und dicke Nebelfelder, die vor unsern Bergen hängen.

 


 

Diesen Wandel kann ich jetzt richtig geniessen, denn gerade haben wir unsere Woche Herbstferien eingeläutet. Ist immer ein schöner Augenblick, wenn man die Tür im Spital hinter sich ins Schloss zieht und weiss: das wars jetzt erst mal für ein paar Tage. 

Genau wie der Gedanke: ich muss ja nicht mehr lange. Ein paar Jährchen noch (um genau zu sein: viereinhalb).

Das ist ein gutes Gefühl- und manchmal, in einer ruhigen Minute, hab ich mir schon Gedanken gemacht. So in Richtung: 

 

"Würdest du es nochmal so angehen?" 

 

Nein. Ganz entschieden nicht.  

Natürlich sind Jobs im Gesundheitswesen ein sichere Sache. Und das je länger je mehr, angesichts des sich immer deutlicher akzentuierenden Fachkräftemangels. 

Aber mit allem, was ich über die jetzt 4 Jahrzehnte im Job erlebt habe und wenn ich die Tatsache berücksichtige, dass in meinem jetzigen Beruf meine wahren Stärken und Begabungen nicht richtig zum Tragen kommen, würde ich mich mit Sicherheit nicht mehr dafür entscheiden. Meine Geduld, mein ruhiges, oft sensibleres Wesen, als mir lieb ist, und eine ausgeprägte Fähgikeit zur Empathie haben mich für meinen jetzigen Beruf sicher prädestiniert.

Aber was wäre denn eine Alternative gewesen?

Abgesehen davon, dass ich mit 13 Jahren darüber entscheiden musste, in welchem Job ich in Zukunft arbeiten werde (denn ich war ein Jahr zu früh eingeschult worden und wurde mit grade mal 15 Jahren "ins Leben entlassen"!), so war das Repertoire an Ausbildungen für Mädchen damals ziemlich überschaubar: Krankenschwester oder MPA, Lehrerin, Kindergärtnerin, kaufmännische Angestellte, Coiffeuse und Detailhandelsangestellte. 

Wahrscheinlich hätte ich die Begriffe "Restauratorin", "Kriminalpolizistin" oder "Journalistin" zwar fehlerfrei buchstabieren können, welches Berufsbild sich aber genau dahinter verbirgt, dazu  hätte ich mich kaum äussern können. 

Doch genau diese 3 Berufe kämen heute in die engste Wahl, müsste ich nochmal von vorne beginnen.

Und so unterschiedlich diese Tätigkeiten auch sind: in jeder einzelnen könnte ich meine Fähigkeiten, Begabungen und Interessen einbringen. 

Wahrscheinlich hätte mein Lebensweg dann auch die eine odere andere Abzweigung genommen - leider wird mir verborgen bleiben, in welche Richtung. Wäre interessant zu wissen, nichtwahr?

Aber naja: Hätte, hätte, Fahrradkette.....

Es ist, wie es ist- und für die paar Jahre ändere ich jetzt auch nichts mehr.

Es war ja nicht völlig verkehrt, das möchte ich noch anfügen, gell? Aber aus heutiger Sicht, mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe, und den Möglichkeiten, die sich für Mädchen und Frauen aufgetan haben, wärs was anderes geworden.

Wenn ihr die Gelegenheit hättet, beruflich nochmal ganz von vorne loszulegen- was wäre dann?

 

Kommt gut in die neue Woche!

🍁🍄🍂

 

 

  

Samstag, 7. Oktober 2023

GUT.BETUCHT!

  

Trotz nun jahrelangen Fokussierens auf das wirklich Nötige und oft Benutzte gibt es in unserer Wohnung 2 schmale, hohe Metallspinde, die voll sind bis obenhin. In ihnen bewahren wir unsere Frottéewäsche, Putz- und Küchentücher, Spül- und Waschlappen etcpepe auf. Mit Sicherheit viel mehr, als wir wirklich benötigen. Trotzdem: weg kommt davon nichts!

 


 

Nach dem Tod meiner Mutti, als wir die Wohnung räumten und meinem Daddy beim Umziehen halfen, da blieben viele dieser Tücher und Lappen übrig. Ich hab sie mitgenommen, denn Mutti hat immer sehr gute Qualität und hübsche Designs gekauft. Ausserdem hatten sie für mich natürlich auch einen emotionalen Wert. 

Und so stapeln sich in den beiden Schränken die Tücher. Ich werde wohl noch sehr viele Jahre keinen Nachschub kaufen müssen! Auch wenn mal eines der Teile dünn wird oder ausfranst, dann wird es noch zum Putzen verwendet. Oder um frischgewaschene Ponyschweife zu trocknen /Sattelfett einzureiben / als Einlage in Mietzkörbchen / undsoweiterundsofort. Da finden sich unzählige Verwendungsmöglichkeiten!

Damit aber, gerade bei der Frottéewäsche, farblich ein wenig Harmonie in das Ganze reinkommt, mag ich Wäsche sehr gerne färben. Das geht ganz unkompliziert in der Waschmaschiene. Die Färbemittel sind heutzutage wirklich klasse; sie halten ewig und 3 Tage im Gewebe, und es gibt wunderschöne Farbtöne. Aber schlussendlich ist es doch immer eine kleine Überraschung, wenn man die Maschine öffnet; je nach Stoffbeschaffenheit, dem Gewicht des Färbegutes und der ursprünglichen Farbe der Stücke können die Nuancen mal heller, mal dunkler ausfallen- oder in eine andere Farbrichtung tendieren. So kann ein Weinrot dann zu einem Braunrot werden, ein Smaragdgrün zum  tiefen Meerblau/grün etc. Ein Vorteil, wenn man die Regeln der Farbenlehre noch ein wenig vor Augen hat! 😁

Ich habe auch schon Kleider überfärbt und war mit dem Resultat sehr zufrieden. Und ein ehemals weisses, mit dunkelblauen Schneesternen handbesticktes Tischtuch mit passenden Servietten bekam ein weinrotes Färbebad verpasst; jetzt sieht es grade im Winter oder zu den Festtagen sehr edel aus auf dem Tisch.

Wäsche zu färben ist also eine kostengünstige, einfache und nachhaltige Möglichkeit, Gewebe aufzufrischen oder umzufärben, um sie dann auch weiter und länger zu benutzen.

 

Habt ihr es auch schon versucht?

 

Ein sehr schönes, 

gemütliches WE 

wünsche ich euch!

🍁🍂🍁