Sonntag, 12. November 2023

OHNE.SCHNICK.UND.SCHNACK

Vielleicht sieht das jetzt aus, wie wenn die Bahnwärterin und ich uns abgesprochen hätten. Und ich war wirklich erstaunt, als ich ihren neuen Post vorhin gelesen habe, denn es scheinen uns ziemlich identische Gedanken umzutreiben. Seit Längerem schon frage auch ich mich: "Wen interessieren die Inhalte meines Blogs eigentlich noch?" Oft habe ich das Gefühl, thematisch ziemlich "ausgeschossen" zu sein. 

Mein Leben bietet keinen Stoff für grosse, spannende Geschichten. Es ist ein ganz ruhiges, beinahe fast schon monoton zu nennendes. In einer, für mich persönlich sehr positiv empfundenen, Art allerdings. Und "meine" Themen bleiben meine Themen. Daran wird sich nichts ändern, im Gegenteil. 

Deshalb werdet ihr hier weiterhin z.B. davon lesen wie ich mich gefreut habe, als heute Morgen dicke, weisse Flocken vom Himmel fielen. Man kann von einem richtigen Schneetreiben reden! Fröhlich machten wir uns mit den Dicken auf Richtung Wald- und auch wenn hinterher die Hosen pitschnass bis zu den Knien und die Schuhe und Jacken durchgeweicht waren, so war es doch einfach herrlich. Mit unbezahlbarem Erholungsfaktor ausserdem! 

In weiser Voraussicht (Wettervorhersage sei Dank!) hatte ich für heute Mittag ein Raclette geplant, das erste in diesem Herbst. Es gibt (fast 😊) nichts Besseres, um wieder auf Temperatur zu kommen! Wenn der Käse auf den teelichtbetriebenen Öfchen bruzzelt, um dann sämig auf die heissen Kartoffeln zu fliessen und mit Chutney, Senffrüchten und (gestern selbst eingekochtem) Kürbis süss-sauer genossen zu werden, dann ist das so köstlich wie gemütlich. Und jedes noch so ausgefeilte Mehrgangmenue kann mir gestohlen bleiben!

 


Ich wünsch euch einen sehr gemütlichen, frühwinterlichen, entspannten Sonntagnachmittag!

❄️🌨

 



Sonntag, 5. November 2023

ZEITEN.WANDEL / EINGEKOCHT

  

 

Es kam, wie ich es vermutet hatte: auf einen Schlag. Jetzt ist es kalt, nass und duster draussen. Und es weht ein stürmischer Wind, der die bunten Blätter von den Bäumen reisst und in wilden Kaskaden vor sich hertreibt. Die weisse Linie an unsern Bergen, welche die Schneefallgrenze markiert, rutscht jeden Tag ein Stückchen tiefer. Beinahe schon zum Greifen nah ist sie.



Wie eine kleine Befreiung fühlt sich das an für mich. Endlich wieder kühle, frische Luft! Und wenn Nebelschwaden über der Landschaft hängen, dann macht mich das nicht depressiv, sondern tatsächlich noch ein wenig glücklicher. Und dynamischer ausserdem...

 

Oh- und ich habe Erfolg zu vermelden! Guck!

 



Die Einwickelmethode funktionierte phänomenal gut. Bis auf eine Tomate, die schimmelte und eine, die matschig wurde, sind alle grünen Kerlchen zu vorbildlich roten Tomaten herangereift.

Höchste Zeit, sie zu verarbeiten!

Das Wetter ist wie bestellt, um den ganzen Morgen vergnügt am Herd zu werkeln. Der süsse Duft der Tomatenkonfiture mit Zitrone zieht innert kurzer Zeit durch die Wohnung. Das Chutney braucht etwas länger, köchelt und blubbert eine Stunde auf dem Herd, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

 

Links Konfi, rechts Chutney!

 

Gelungen sind sie beide ganz formidable. Die Konfi schmeckt sehr fruchtig mit einer ganz leichten, herben Note, das Chutney (Tomaten-Zwiebel-Apfel mit Ingwer) stelle ich mir wunderbar z.B. zu einem Raclette vor.

Ich freue mir einen Ast, dass die Tomaten nicht auf dem Kompost gelandet sind!

 

Geärgert habe ich mich diese Woche allerdings darüber, dass Google einem einfach den Zugriff auf die eigenen Dateien kappt, wenn man ihm Cookies verwehrt.

Und über die Überschrift eines Artikels: 

 

"Wie man eine Haushalthilfe 

legal und günstig 

beschäftigen kann"

 

Soso. Keine Lust, Zuhause die Arbeit selber zu machen. Aber sonst eine/r soll das für möglichst kleines Geld für einem erledigen? Eine wirklich befremdliche Einstellung, wie ich finde. 

 

Kommt gut in die neue Woche!

💦☔️💦 



 



 

 


Donnerstag, 26. Oktober 2023

NICHTS.VERKOMMEN.LASSEN!

 

 

 

Irgendwann im Frühling hat unsere Chefärztin am Hintereingang zu unserem Ambulatorium die Reste einer angemampften Tomate in der Erde verbuddelt. So ganz "aus Versehen" wuchs daraus eine stramme, riesige Tomatenpflanze empor. Ihr scheint das Klima des heurigen Sommers sehr bekommen zu sein, denn sie setzte Unmengen von Tomaten an. Viele konnten wir reif ernten, aber vor etwa 2 Wochen waren immer noch eine Menge grüner Früchte an der Pflanze. Die habe ich abgesammelt- eine ganze Papiertüte voll wars!

Ich bringe es kaum übers Herz, Früchte und Gemüse, Nahrungsmittel überhaupt, wegzuschmeissen. Also hab ich mich mal schlau gemacht im Inet und herausgefunden: aus grünen Tomaten kann man Konfiture oder Chutneys kochen. Gleichzeitig stolperte ich aber auch über die Info, dass grüne Tomaten Solanin enthalten, einen Stoff, der ab einer gewissen Konzentration für Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und weitere Unannehmlichkeiten sorgen kann. Das war mir dann etwas ungeheuer. 

Inet hatte aber auch den Rat parat, dass man die grünen Tomaten einzeln in Zeitungspapier einwickeln und an einen warmen Ort stellen kann. So sollen sie nachreifen. Tatsächlich! Die Früchtchen erröten langsam und schüchtern.


 

 

Witzigerweise hat die Bahnwärterin in ihrem letzten Post darüber berichtet, wie sie aus grünen Tomaten ein Chutney gekocht hat- und konnte mir damit meine Bedenken nehmen. Sie hat bisher nach dem Genuss eingekochter grüner Tomaten keine Schäden davongetragen, also werde ich es jetzt auch mal wagen. 😁

Bin sehr gespannt, wie's wird. An grüne Tomaten- oder Tomaten für Konfiture im Allgemeinen - habe ich mich tatsächlich noch nie rangetraut.

Aus der einen Hälfte der Tomaten soll Konfi, aus der andern Chutney entstehen. Mindestens eins von Beidem wird man dann hoffentlich essen können, *gg*!

Ich werde berichten!

 

Geniesst diesen 

herbstlichen Abend 

(haaaaachzzzz....!😊),

herzliche 🐝Grüsse! 

 

 

 

Sonntag, 15. Oktober 2023

NOCHMAL VON VORNE?

 

 

Doch, das wird noch was - die Sache mit dem Herbst! Kühl ist es geworden, mit kräftigen Windböen zwischendurch. Richtig gut geregnet hat es seit gestern- und für heute Nacht ist Bodenfrost angesagt. Die Blätter an den Bäumen bekommen langsam Farbe, und gerade kämpft sich die Sonne durch dunkle Wolken und dicke Nebelfelder, die vor unsern Bergen hängen.

 


 

Diesen Wandel kann ich jetzt richtig geniessen, denn gerade haben wir unsere Woche Herbstferien eingeläutet. Ist immer ein schöner Augenblick, wenn man die Tür im Spital hinter sich ins Schloss zieht und weiss: das wars jetzt erst mal für ein paar Tage. 

Genau wie der Gedanke: ich muss ja nicht mehr lange. Ein paar Jährchen noch (um genau zu sein: viereinhalb).

Das ist ein gutes Gefühl- und manchmal, in einer ruhigen Minute, hab ich mir schon Gedanken gemacht. So in Richtung: 

 

"Würdest du es nochmal so angehen?" 

 

Nein. Ganz entschieden nicht.  

Natürlich sind Jobs im Gesundheitswesen ein sichere Sache. Und das je länger je mehr, angesichts des sich immer deutlicher akzentuierenden Fachkräftemangels. 

Aber mit allem, was ich über die jetzt 4 Jahrzehnte im Job erlebt habe und wenn ich die Tatsache berücksichtige, dass in meinem jetzigen Beruf meine wahren Stärken und Begabungen nicht richtig zum Tragen kommen, würde ich mich mit Sicherheit nicht mehr dafür entscheiden. Meine Geduld, mein ruhiges, oft sensibleres Wesen, als mir lieb ist, und eine ausgeprägte Fähgikeit zur Empathie haben mich für meinen jetzigen Beruf sicher prädestiniert.

Aber was wäre denn eine Alternative gewesen?

Abgesehen davon, dass ich mit 13 Jahren darüber entscheiden musste, in welchem Job ich in Zukunft arbeiten werde (denn ich war ein Jahr zu früh eingeschult worden und wurde mit grade mal 15 Jahren "ins Leben entlassen"!), so war das Repertoire an Ausbildungen für Mädchen damals ziemlich überschaubar: Krankenschwester oder MPA, Lehrerin, Kindergärtnerin, kaufmännische Angestellte, Coiffeuse und Detailhandelsangestellte. 

Wahrscheinlich hätte ich die Begriffe "Restauratorin", "Kriminalpolizistin" oder "Journalistin" zwar fehlerfrei buchstabieren können, welches Berufsbild sich aber genau dahinter verbirgt, dazu  hätte ich mich kaum äussern können. 

Doch genau diese 3 Berufe kämen heute in die engste Wahl, müsste ich nochmal von vorne beginnen.

Und so unterschiedlich diese Tätigkeiten auch sind: in jeder einzelnen könnte ich meine Fähigkeiten, Begabungen und Interessen einbringen. 

Wahrscheinlich hätte mein Lebensweg dann auch die eine odere andere Abzweigung genommen - leider wird mir verborgen bleiben, in welche Richtung. Wäre interessant zu wissen, nichtwahr?

Aber naja: Hätte, hätte, Fahrradkette.....

Es ist, wie es ist- und für die paar Jahre ändere ich jetzt auch nichts mehr.

Es war ja nicht völlig verkehrt, das möchte ich noch anfügen, gell? Aber aus heutiger Sicht, mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe, und den Möglichkeiten, die sich für Mädchen und Frauen aufgetan haben, wärs was anderes geworden.

Wenn ihr die Gelegenheit hättet, beruflich nochmal ganz von vorne loszulegen- was wäre dann?

 

Kommt gut in die neue Woche!

🍁🍄🍂

 

 

  

Samstag, 7. Oktober 2023

GUT.BETUCHT!

  

Trotz nun jahrelangen Fokussierens auf das wirklich Nötige und oft Benutzte gibt es in unserer Wohnung 2 schmale, hohe Metallspinde, die voll sind bis obenhin. In ihnen bewahren wir unsere Frottéewäsche, Putz- und Küchentücher, Spül- und Waschlappen etcpepe auf. Mit Sicherheit viel mehr, als wir wirklich benötigen. Trotzdem: weg kommt davon nichts!

 


 

Nach dem Tod meiner Mutti, als wir die Wohnung räumten und meinem Daddy beim Umziehen halfen, da blieben viele dieser Tücher und Lappen übrig. Ich hab sie mitgenommen, denn Mutti hat immer sehr gute Qualität und hübsche Designs gekauft. Ausserdem hatten sie für mich natürlich auch einen emotionalen Wert. 

Und so stapeln sich in den beiden Schränken die Tücher. Ich werde wohl noch sehr viele Jahre keinen Nachschub kaufen müssen! Auch wenn mal eines der Teile dünn wird oder ausfranst, dann wird es noch zum Putzen verwendet. Oder um frischgewaschene Ponyschweife zu trocknen /Sattelfett einzureiben / als Einlage in Mietzkörbchen / undsoweiterundsofort. Da finden sich unzählige Verwendungsmöglichkeiten!

Damit aber, gerade bei der Frottéewäsche, farblich ein wenig Harmonie in das Ganze reinkommt, mag ich Wäsche sehr gerne färben. Das geht ganz unkompliziert in der Waschmaschiene. Die Färbemittel sind heutzutage wirklich klasse; sie halten ewig und 3 Tage im Gewebe, und es gibt wunderschöne Farbtöne. Aber schlussendlich ist es doch immer eine kleine Überraschung, wenn man die Maschine öffnet; je nach Stoffbeschaffenheit, dem Gewicht des Färbegutes und der ursprünglichen Farbe der Stücke können die Nuancen mal heller, mal dunkler ausfallen- oder in eine andere Farbrichtung tendieren. So kann ein Weinrot dann zu einem Braunrot werden, ein Smaragdgrün zum  tiefen Meerblau/grün etc. Ein Vorteil, wenn man die Regeln der Farbenlehre noch ein wenig vor Augen hat! 😁

Ich habe auch schon Kleider überfärbt und war mit dem Resultat sehr zufrieden. Und ein ehemals weisses, mit dunkelblauen Schneesternen handbesticktes Tischtuch mit passenden Servietten bekam ein weinrotes Färbebad verpasst; jetzt sieht es grade im Winter oder zu den Festtagen sehr edel aus auf dem Tisch.

Wäsche zu färben ist also eine kostengünstige, einfache und nachhaltige Möglichkeit, Gewebe aufzufrischen oder umzufärben, um sie dann auch weiter und länger zu benutzen.

 

Habt ihr es auch schon versucht?

 

Ein sehr schönes, 

gemütliches WE 

wünsche ich euch!

🍁🍂🍁

 

 


Samstag, 30. September 2023

ZWIE/GESPALTEN

 

Dieser September geht wohl als einer der wärmsten bisher je gemessenen in die Annalen ein. Und auch der Tag heute reiht sich ein in diese seit Wochen trockene, sonnige, mit Temperaturen im sommerlichen Bereich pendelnde Spanne. Nur 2 mal wurde sie kurz durch Regengüsse unterbrochen. Ergiebige, immerhin- aber die reichen bei weitem nicht aus. Die Böden sind trocken. Das ist zwar schön für meine Dicken, die seit ihrer Rückkehr aus dem Jura auf ihrer Weide rumtrunen dürfen. Schlecht ist es für die Natur, für die Füllstände der Gewässer und für meine mentale Befindlichkeit. Ich wünsche mir jetzt ganz dringend Kühle, raschelndes Laub und ja: gerne auch neblige Tage! 🤓

An allen Ecken zeichnet sich ab, dass da zusehends was aus dem Lot gerät. Um der Klimaveränderung entgegenzuwirken, setzt man jetzt vermehrt auf Solarenergie. Aber auch sie generiert viele neue Probleme. Eigentlich beginnt das Dilemma schon mit der Herstellung von Solarpaneelen: sie verschlingt selbst viel Energie. Ausserdem: wo sollen die Rohstoffe dafür alle herkommen? Wie entsorgt man Millionen von Paneelen, die ihren Dienst nicht mehr erfüllen? 

Und: WO soll man sie hinbauen, damit sie wirklich effizient und in grossen Mengen Strom erzeugen können? Auf dem eigenen Hausdach und für den eigenen Bedarf? Schön und gut. Aber damit unser immer grösser werdende Energiebedarf gedeckt werden kann, muss man in ganz anderen Dimensionen denken!

(Kleiner Denkanstoss meinerseits: wieso reden alle nur davon, wo wir in Zukunft noch viel, sehr viel mehr Energie herbekommen wollen- und niemand davon, wie wir möglichst viel davon einsparen könnten? Da wäre enorm viel Potenzial- aber das ist wohl Stoff für einen eigenen Post....)

 

Schaut euch dieses Bild an.    

 


 

Ihr seht darauf eine hochalpine Region, die zum Gebiet der Gemeinde gehört, in der ich lebe. Ein Bijou, eines der Berg- und Naturparadiese der Zentralschweiz mit einer weitgehend unberührten Tier- und Pflanzenwelt und einer natürlich gewachsenen Biodiversität. Traumschön, nichtwahr?

 

Und jetzt stellt euch Folgendes vor: hier sollen auf einer Fläche von 45 Hektaren(!) 10'000 (!!) Solarpaneele aufgestellt werden. Auf 4 Metern über Boden, damit die Paneele auch im Winter noch im Freien stehen, wenn der Schnee meterhoch liegt.

 

Mir standen die Haare zu Berge.

 

Natürlich bin auch ich für alternative Energien. Natürlich möchte auch ich alles tun, um unseren wunderbaren Planeten zu erhalten.

Aber wenn ich die Visualisierung dieser Solaranlage sehe, dann tut mir die Seele weh. So ein Monstrum baut man nicht in eine so herrliche, intakte Landschaft!

Baut so eine Anlage von mir aus auf Fabrik- und Kirchendächer, auf Autobahnbedachungen, einfach auf Flächen, die eh schon da sind, wo sie optisch keinen stören und wo man nichts zer-stört

Man konnte so schnell gar nicht schauen, da stellten in unserer Gemeinde die Gegner einer solchen Anlage schon den Nachbau eines solchen Solarmoduls auf. Mit einem Votum dagegen, versteht sich von selbst.

Denn natürlich hätte es hier eine Abstimmung zu diesem Vorhaben gegeben.

Nun, ich kann es kurz machen: So weit kam es gar nicht. Die Alpgenossenschaft hat sich schon im Voraus gegen dieses Projekt entschieden. Weil die Auswirkungen und Risiken zu gross und schwer abschätzbar seien.

Ganz ehrlich? Ich hätte ein Freudentänzchen hinlegen können. Aber ich hatte mir sowas schon gedacht. Die Menschen hier hängen an ihrem kleinen, wunderschönen Fleckchen Erde. Sie setzen sich dafür ein und sie lassen sich ausserdem höchst ungern fremdbestimmen....

 

Nochmal gutgegangen.

 

Aber die Geschichte hat mir wieder einmal sehr deutlich aufgezeigt, wie schwierig Umweltschutz ist. Und dass immer wieder 2 Seelen in (m)einer Brust schlagen.....

 

 

 

Donnerstag, 14. September 2023

DRUNTER/UND/DRÜBER

  

 

Mode spielt in meinem Leben keine Rolle. Zumindest das nicht, was man allgemeinhin unter "Mode" versteht: Was gerade als der letzte heisse 💩 ausgerufen wird, was dann jeder trägt, der auf sich hält, und was ausserdem in der Konsequenz verlangt, sich alle paar Tage neue Klamotten zu kaufen.

Aber: ich mag mich gerne hübsch anziehen. Meine Garderobe muss von sehr guter Qualität sein und somit sehr lange halten, sie muss bequem und leicht zu pflegen sein und meinen Ansprüchen bzgl. Nachhaltigkeit genügen.

Und übersichtlich bleiben muss sie ausserdem.

Im Schrank, den ich mir mit HH teile, hängen meine über die Jahre angesammelten Kleidchen, Blusen und Hemden.

 


In Omas Weichholzschrank liegen T-Shirts, Wollpullis (viele handgestrickt), Hosen und Schlafshirts.

 


Und dann gibts noch ein Abteil mit meinen Stallsachen. Die sind zum Teil ur-uralt, tuns aber immer noch bestens. Eigentlich landet alles, was für den Alltag nicht mehr taugt, in diesem Fach. Sehr praktisch!

 

 

Angesichts des nahen Herbstes liest bzw. sieht man bei manchen jetzt wieder, dass sie ihre Sommersachen wegpacken und dafür die warme Kleidung im Schrank nach vorne rücken. 

Das kann ich mir sparen, denn ich liebe den Zwiebellook. Und so kommts, dass ich Sommerkleider mit einem Langarm-T-Shirt und Leggins drunter auch im Winter trage, kombiniert mit Schal, einer dicken Wolljacke bzw. Wollmantel dazu und Stiefeln oder festen Schuhen.

Ich mag dieses Drunter und Drüber sehr, und es hat den Vorteil, dass man in warmen Räumen dann auch nicht so schnell ins Schwitzen kommt. Einfach eine Schicht ablegen, und gut ist das!

Ich finde ja eh', dass man sich in der kalten Jahreszeit viel hübscher anziehen kann. Natürlich ist es im Sommer schön, in ein luftiges Kleidchen und die Birkels zu schlüpfen und ruckzuck! parat für den Tag zu sein.

Aber im Herbst/Winter kann man aus dem Vollen schöpfen. Und weil ich meinen Stil gefunden habe und ausserdem auch recht wenig Teile besitze, kann und muss ich alles miteinander kombinieren. So lassen sich immer wieder neue, freche Outfits kreieren, ohne ein neues Stück gekauft zu haben.

Ich freue mich schon sehr darauf, mich in Schafwollenes, dickes Leinen und samtige Stoffe zu kuscheln!

 

🍁🍂🍁 





Sonntag, 10. September 2023

KÖSTLICH!

 

 

Herrliche Früchte gibt es jetzt! Beim Einkaufen gestern lachten mich wunderbare Zwetschgen an; frisch gepflückt in der Region, prall und saftig - bei dem Anblick packte mich sofort die Lust, Konfiture einzukochen.

Gesagt, getan. Zuhause wurden die Prachtsstückchen kleingeschnitten, mit Zucker (und einem ordentlichen Schluck Kräuter-Honig-Liqueur....😁) vermengt, aufgekocht, mit viel Zimt aromatisiert und dann in Gläser abgefüllt.



Alleine der süsse Duft, der durch die Wohnung zog, war eine Freude. Und es schmeckt...mmmmhhhhh!! 😋

So ein kleiner Aufwand ist das Konfikochen eigentlich, in vielleicht einer halben Stunde waren die Gläser voll. Beim Geschmack aber kann kein gekauftes Produkt mithalten. Und ausserdem weiss man ganz genau, was drinsteckt:


Viel Frucht 🍑, 

etwas Zucker 🍯,

ein Schüsschen 🍸

und eine grosse Portion

♥️

 

Keine E's,  

keine Stabilisatoren,  

keine Aromen.


Fröhlichen Sonntag,

meine Lieben!



 

Donnerstag, 7. September 2023

MEILEN.STEINE

 

Fällt es euch auch auf? Das Licht wirkt irgendwie "gläserner", die Nächte werden kürzer und feuchter- und hier wabern frühmorgens bereits dichte Bodennebel übers Riedland. Auch wenn der Sommer nochmal aus dem Vollen schöpft, so sind seine Tage doch gezählt. Wortwörtlich.

Auch meine Ferienwochen sind inzwischen dahin; schön waren sie, erholsam und beschaulich. Wir haben uns die Musse gegönnt, die Zeit einfach laufen zu lassen. Manch einer würde das wohl als "langweilig" bezeichnen, aber so gehen für uns Ferien! 

Ganz untätig waren wir natürlich nicht. Wir haben alle Fenster und den Kühlschrank geputzt, den Stall auf Vordermann gebracht, die Sattelkammer ausgemistet und umgeräumt. 

 


Der Pferdehänger erhielt ebenfalls eine Abreibung mittels Hochdruckreiniger und Seife, jetzt sieht er beinahe aus wie neu. 

Aber dafür liessen wir uns alle Zeit der Welt, vorher und nachher war geschäftiges Nichtstun angesagt. 😉

Deutliche Hinweise auf ein zügiges Voranschreiten des Jahres sind auch das Stattfinden des grossen Flohmarkts Ende August oder das Heimholen unserer Dicken letzten Samstag. Die Beiden sind zuhause aus dem Hänger gestiegen und auf die Weide getrabt, haben die Nasen ins hohe, dichte, saftige Gras gesteckt- und ihre Welt war in Ordnung.

 


 

So reiht sich für mich ein kleiner persönlicher Meilenstein an den andern. Jeder symbolisiert eine geringe Spanne auf der Strecke durchs Jahr und fügt doch peu à peu mein Leben zusammen.

Und: ich habe einmal mehr gemerkt wie gut es mir tut, mich in meiner Zeit ausserhalb des Jobs einfach treiben zu lassen. Keine grossen Ansprüche zu stellen, weder an mich selber noch an mein Dasein. Jeden Tag zu nehmen, wie er kommt und aufmerksam für seine kleinen Wunder zu bleiben. 

Wie meinte schon Bob Marley ganz richtig:

 

"Der Tag, 

an dem du aufhörst, 

das Rennen mitzumachen 

ist der Tag, 

an dem du das Rennen 

gewinnst!"     

 

Ich könnte es nicht treffender ausdrücken.....


Jetzt freue ich mich sehr auf den Herbst; auf kühle, frische Luft, auf gemütliche Abende, währschaftere Gerichte und alles, was die dunklere Jahreszeit an Schönem mit sich bringt.

Und es würde mich ausserdem sehr fröhlich stimmen, wenn ihr hier weiter mitlest. Auch wenn ich euch die letzten Wochen ganz schön vernachlässigt hab....🤓


Bis bald, 

meine Lieben!

🍁🍂

 

 

 

 

 

Sonntag, 6. August 2023

FINISH 🏃🏽‍♀️

 

Heieiei.... In Gedanken ziehe ich grad jeden Tag einen Strich an der Wand....

 

Noch 2 1/2 Arbeits-Tage bis zu meinen grossen Sommerferien. Hab sie grad sehr nötig, die letzte Zeit war anstrengend. Emotional, geistig und körperlich. Die Energie reicht nach wie vor nur, um den Job ordentlich zu erledigen. Sobald ich Zuhause ankomme, ist die Luft raus. 

Dann mag ich auch nicht mehr unter Leute gehen. Bin mehr oder weniger nur noch Zuhause- oder im Stall, bei den Mietzchen. Gestern haben wir den Zaun repariert, den der Sohn des Bauern beim Heuen umgefahren hat. 🙁 Und einmal mehr fragte ich mich: ist es verantwortbar, Kinder mit diesen riesigen, schweren Gefährten auf die Strecke zu lassen? Wenn ich die manchmal durchs Dorf rasen sehe, wird mir ganz anders....

Um ehrlich zu sein: zur Zeit bin ich die faule Socke in persona. Deshalb ist es auch hier grad so still. Ich mag mich nicht mit den Problemen dieser Welt auseinandersetzen, zumindest nicht in meinen Posts. Und weil der Alltag in 4 Wochen wieder losgeht, nehme ich jetzt noch jeden Tag so, wie er kommt. Ganz einfach. 

Mein kleines Sommer-Journal ist schon halb voll. Die Arbeit daran macht mir viel Spass, und es leistet gute Dienste dabei, auch dem normalen Alltag schöne Erinnerungen abzutrotzen und festzuhalten. Es schafft von einer Seite zur nächsten eine Zufriedenheit in der Kreativität, ein echtes Elixier in meinem Leben.

 

 
 
 
 
Genau wie die Natur auch.
Sie überrascht uns in letzter Zeit mit beinahe brachialen Wetterumschwüngen; an einem Tag ist es drückend heiss, am nächsten zieht- gefühlt- der Herbst ein.
So wie heute. Unsern Marsch durch den Wald haben wir grad noch so halb am Trockenen geschafft. Jetzt ist es grau und sehr frisch, dicke Regenwolken hängen vor den Bergen, und der Tag scheint wie geschaffen für gemütliche Stunden auf dem Sofa. Und für optisch wärmendes
Kerzenlicht.... 😉
 

Olàlà - dafür, dass ich eigentlich nix G'scheites zu erzählen hab, ist der Post jetzt doch lang geworden! 😁
 
 
Ich wünsch euch 
frohe Sommertage 
weiterhin- 
bis irgendwann 
mal wieder!
🦋