Sonntag, 25. Juni 2023

FLAUTE

  

 

Grad nicht viel los im Land der Blogger, was? Aber es geht mir ja auch so: zum einen ist es einfach oft viel zu heiss, um seine Zeit am Compi zu verbringen- und zum andern hab ich grad schlicht keine Lust, über "gewichtige" Themen in meinen Posts zu philosophieren. Im Moment mag ich einfach die leichten, schönen Seiten des Lebens geniessen! 😊

Damit limitieren sich dann aber auch die Themen, über die man schreiben könnte. 

Natur hingegen- die geht doch immer, oder?

Ich steh also heute früh bei meinem Autochen und warte auf HH, damit wir zum Wald fahren können für einen erholsamen Spaziergang dort. Über mir ist ein unüberhörbares, lautes Summen und Brummen zu vernehmen. Die Einfahrt zum Haus säumen rechts und links diese beiden grossen Bäume (inzwischen ist klar: es sind Linden...! 😁)

 


 

Zur Zeit stehen die beiden in voller Blüte, und das scheint sich bei den Insekten rumgesprochen zu haben. Es müssen wohl Hunderte von Bienen, Schwebfliegen, Hummeln und anderer kleiner Flugzeuge sein, die sich in dieser Blütenpracht tummeln.

 

 

 

Sie sind alle so begeistert und schwer beschäftigt dabei, den Nektar zu sammeln, flitzen hin und her, dass ich keinen der kleinen Brummer scharfgestellt vor die Linse bekommen habe.

Aber es ist eine richtige Freude zu wissen, dass die kleinen Wesen dort jetzt für eine Weile ein üppiges Nahrungsangebot finden! Unser Garten ist ja sonst zu meinem Leidwesen kein besonders insektenfreundliches Revier. Es grünt und wuchert zwar üppig, aber leider halt eben nicht das, was Vonnöten wäre. Da sind meine paar Blüher auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein....

Zumindest aber können wir jetzt selber ernten: unser Vermieter hat vor einer Weile im Geschäft übriggebliebene Salat-, Gurken- und Butternut-Setzlinge angepflanzt, die nun, dank ergiebigem Regen letzthin und viel Sonne, wunderbar gedeihen. Natürlich ist es jetzt beinahe ein wenig viel aufs Mal- aber schön ist es trotzdem. Der Butternut braucht noch ein Weilchen, Salat und Gurken kommen vom Beet auf die Teller.



Nur mit einem Teil von dem, was die Natur hergibt, stehe ich ein wenig auf Kriegsfuss: mit den Mücken. Die Biester haben mich wortwörtlich zum Fressen gern, und es gibt genügend in der Umgebung hier....🦟 Nachdem ich jetzt schon wieder nachts auf der Jagd nach den Plagegeistern war (ein einziges "sssiiiiiii" reicht, und ich mach kein Auge mehr zu!) schritt ich zur Tat. Das Schafzimmerfenster wurde mit einem Insektenschutzgewebe bespannt, die Loggiatür bekam einen Vorhang aus ebensolchem.

 


 

Und hurra! Jetzt herrscht Ruhe. Nun können wir nachts Fenster und Tür sperrangelweit geöffnet lassen; so zieht die frische Luft wunderbar quer durch die Wohnung, und ausser vor den Mücken bleiben wir auch gleich noch vor stehender Hitze verschont. Wunderbar!

Toffee hat schon herausbekommen, wie sie den Vorhang an der Loggiatür überwinden kann- Molly braucht wohl noch ein Weilchen! 😸

 

Das wars dann auch schon wieder- mehr an weltbewegenden Neuigkeiten hab ich heute leider nicht zu bieten!

Mag sein, dass ich die kommenden Wochen sowieso nicht so häufig blogge- siehe Intro.... 😉

 

Geniesst die Tage, 

♥️lichste 

🐝Grüsse! 



Sonntag, 11. Juni 2023

LAZY DAYS

 Eigentlich bin ich ja gar kein Freund des "Verdenglishen". Ich finde, dass man seine Sprache pflegen und sprechen soll. Aber es gibt Worte, die treffen es einfach. Wenn ich im Deutschen jemanden "faul" nenne, dann meine ich: er ist stinkfaul. Tut nicht mehr, als er unbedingt muss. Auf eine irgendwie unzureichende Art.

"Lazy" aber, das drückt für mich ein "genussvolles Faulsein" aus. Ein"Dümpeln-durch-den-Tag", nehmen was kommt, ohne Druck und das Gefühl, noch dies und jenes tun zu müssen. In etwa so, was ich es gerade sehr geniesse. 

Das geht schon frühmorgens los; wenn der Mond noch am Himmel steht, die Vögel langsam erwachen und fröhlich zu ihrem ersten Konzert ansetzen. Und dann, wenn die Sonne ihre Strahlen über die Bergkämme schickt, kleine, fluffige Wolkengebilde am Himmel hängen und die Landschaft im warmen Licht ihre ganze Schönheit entfaltet; so beginnt ein guter Tag!


 

Dann ist es einfach schön, ein wenig durch den Garten zu wandeln. Zu sehen, was sich aus der Erde gewagt hat und zu staunen, wie schnell alles wächst. Ich freue mich über die Pflanzen, die von irgendwoher angeflogen kamen, es sich in einem meiner Töpfe gemütlich gemacht und zu ihrer ganzen Schönheit erblüht sind. 

Baldrian, der herrlich duftet, meine geliebten Akeleien, oder dieses orange, kräftige Blümchen - ist es Habichtskraut?

 

 

Ebenso entschleunigend ist es, gemeinsam am Herd zu stehen, aus einfachen, guten Zutaten etwas Feines zu kochen.

Soll es ein Couscous sein mit Zucchetti, Tomaten, Aubegine und Fetakäse?

Oder doch lieber was Orientalisches? - etwa Tofu-Stir-Fry aus Peperoni, roten Zwiebeln und Broccoli, bestreut mit geröstetem Sesam und obenauf Rettichsprossen, die der Geschichte durch ihre milde Schärfe noch einen kleinen Kick geben?

 

 

Diese handgemachten japanischen Schalen habe ich übrigens in "meinem" Teeladen gefunden. An meiner Pinwand hing seit Weihnachten ein Gutschein - ich fand, der müsse jetzt mal umgesetzt werden....😊

 

Auch so geht angenehmes Leben, nichtwahr? 

 

"Es ist nicht nötig, sich dauernd neue Ziele zu setzen. Manchmal reicht es auch, einfach zu atmen!"



Sehr richtig. Und deshalb: 

 

einen

herrlich entspannten 

Sonntag 

euch allen! 

☀️





 

Samstag, 3. Juni 2023

DUFTE! / EINE KLEINE RAEUCHEREI

 

Immer samstags putzen wir gemeinsam die Wohnung. Dabei hat sich über die Zeit ein Prozess entwickelt; jeder von uns Beiden hat seine Jobs, und so geht die doch nicht ganz so geliebte Beschäftigung flott von der Hand.

Irgendwann habe ich damit begonnen, während des fröhlichen Schaffens zu Räuchern. Dieses schöne, uralte Brauchtum habe ich schon vor Jahren für mich entdeckt. Es hat etwas Magisches an sich; nicht nur der wunderbare Duft der glimmenden Kräuter und Hölzer wirkt sich angenehm auf das Befinden aus, man schreibt ihnen auch ganz verschiedene, positive Wirkungen zu.

Letzthin bin ich in unserer Drogerie auf Palo Santo gestossen; dieses "heilige Holz" stammt von einem in Südamerika beheimateten Baum, der geschützt ist. Man darf nur das Holz abgebrochener Äste oder umgestürzter Bäume ernten. Dieses Holz wird dann über mindestens 4 Jahre getrocknet und kleingehackt oder in Stäbchenform zum Räuchern verwendet; man kann auch ein Öl daraus gewinnen.

Dem "heiligen Holz" wird eine reinigende Kraft nachgesagt; man benutzt es vor allem, um Räume von schlechten Energien zu befreien. Ausserdem soll es für Entspannung, Wohlbefinden und Klarheit sorgen.

Eigenschaften, von denen man ja gar nicht genug haben kann, nichtwahr? Also habe ich mir einen Beutel kleingeschnittenes Palo Santo gekauft und heute beim Wochenputz mein Räucherstövchen in Gang gesetzt.    

 


 

Palo Santo duftet wirklich traumhaft- süss und holzig warm, mit einer zarten Kokosnote. Sowieso mag ich beim Räuchern die süsseren Düfte lieber, von den eher herben bekomme ich leicht Kopfschmerzen. Dieses Räuchergut trifft jetzt wirklich meinen "Nerv", und ich bin überzeugt, dass das gute Gefühl nach getaner Arbeit nicht nur unserm Elan geschuldet war, sondern dass das Palo Santo ebenso seinen Beitrag geleistet hat! Es ist schon erstaunlich: man hat wirklich den Eindruck, dass die Athmosphäre "reiner" wird. Aber was schon die Inkas für gut und richtig befunden haben, das kann auch für uns "moderne" Menschen nicht verkehrt sein, nichtwahr?....

Und falls ihr es mal ausprobieren möchtet: bitte beim Räuchern ein Fenster öffnen, damit die schlechten Energien entweichen können....

 

Räuchert ihr auch? 

Welche Erfahrungen habt ihr 

damit gemacht?

Oder denkt ihr vielleicht, dass das eh'nur Hokuspokus ist? 

🧙🏼

 

Ich wünsch euch ein 

energievolles WE!

🌞  

 

 

Sonntag, 28. Mai 2023

BE CREATIV! / HANDMADE


Meine Güte- was sind die Tage wieder lang jetzt! Das hat nicht nur was mit der Sommerzeit zu tun, sondern ist hauptsächlich der Abwesenheit meiner Dicken geschuldet. Die Stunden, die ich sonst im Stall verbringe, nutze ich jetzt gerne für Kreatives. Leider fallen Häkeln und Stricken flach- meine Hände wollen nicht mehr. Aber genauso gerne beschäftige ich mich z.B. mit meinem Lieblingsmaterial Papier. Ich liebe schöne Papiere, hebe auch kleine, hübsch bedruckte Fitzel auf - irgendwann finden sie immer Verwendung.

Gerade habe ich mein 2tes JunkJournal fertig bekommen. Über 2 Jahre hab ich immer wieder dran gesessen, viele kleine Erinnerungen, Fotos, Texte und Ausrisse irrlichtern jetzt nicht mehr in der Gegend rum, sondern wurden in diesem dicken Büchlein verarbeitet. So können sie immer wieder angeschaut werden- und ich nehme das Journal tatsächlich oft zur Hand, blättere darin und freue mich!
 


 Ein paar Beispiele von oben links im Uhrzeigersinn:

Das fertige Journal

MicroHummel in Omas Wohnzimmer, dazu meine Geburtsanzeige

Unsere letzten Mietzbabys, bevor die Mama eingefangen und sterilisiert werden konnte     

Das Hexenhäuschen, in dem wir ein paar Jahre lebten

Die Tags von meinem Islandpulli, den mir meine Schwester aus Island mitbrachte 

Getrocknete Blumen und echte Schmetterlingsflügel, die ich im Garten gefunden hab

Und weil mir meine Freundin zu gegebenem Anlass bereits ein neues Journal geschenkt hat, kann es gleich weitergehen.... 😁

Ist es nicht wunderschön? Handgemachtes Papier, genau wie der Umschlag auch, und zu 100% aus rezikliertem Material. Herrlich!

 


 Ausserdem: Meine Arbeitskollegin hat gestern geheiratet. Wir haben für sie im Team gesammelt, ich bekam die "ehrenvolle Aufgabe", für eine hübsche Verpackung zu sorgen.

V. liebt Rosa- also habe ich aus einer kleinen runden Pappschachtel eine "süsse" Torte samt Brautpaar gebastelt. Kitsch as Kitsch can- aber zu diesem Anlass darf das so, oder? 😉



Ansonsten geniessen wir hier das lange Wochenende. Gestern wurde die Loggia auf Hochglanz gefeudelt; jetzt können wir wieder draussen sitzen und essen, den wunderbaren Duft frischgemähten Grases in der Nase, den Rufen der Mauersegler und Bussarde lauschend, zufrieden mit uns und der Welt.

 

Fröhliche Tage,

meine Lieben!

🌸


 

 


 

 

 

 

 

Samstag, 20. Mai 2023

LASS MAL REDEN ÜBER.....

 

...MINIMALISMUS!

 

 

Das Thema heute:

 

Klamotten / Fashion / Bekleidung


 

Die Bahnwärterin und Frau Aurelia sind heute natürlich auch wieder mit von der Partie (bitte rüberklicken!); jede von uns Dreien beleuchtet das Thema aus einem andern Focus- das wird interessant!


Wer hier schon länger mitliest weiss: mein Kleiderschrank zeigt sich ausgesprochen übersichtlich. Im Schnitt kaufe ich mir 2 neue Teile pro Jahr, und auch dann überlege ich mir sehr genau, ob ich die wirklich brauche.

Deshalb ist Fast fashion ein absolutes Reizthema für mich- also habe ich darüber gründlich recherchiert. Und ich habe Fakten zusammengetragen, die einem wirklich konsterniert zurücklassen, denn die Bekleidungsindustrie richtet insgesamt einen unglaublichen Schaden an auf diesem Planeten. Macht euch auf einen langen Text gefasst....


Los gehts- fangen wir mal an mit den

 

ROHMATERIALIEN 🌱


Baumwolle ist der wichtigste Rohstoff für unsere Textilien. Sie wird hautpsächlich in China, Indien, den USA, in Pakistan, Brasilien, Usbekistan, in der Türkei und in Ägypten angebaut. 

 


Pro Kilo produzierter Baumwolle werden im Schnitt 11'000 Liter Wasser verbraucht (!!), meist Oberflächenwasser. Der Aralsee z.B., einst das 4.grösste Binnengewässer der Welt, ist durch den Baumwollanbau rundherum auf einen Drittel seiner ehemaligen Grösse geschrumpft und gleicht jetzt einer Wüste.

Ausserdem verzeichnet man pro Kilo Baumwolle den Einsatz von einem Kilo Chemikalien (wie Dünger, Pestizide, Färbemittel....), welche die Natur extrem belasten. Durch den intensiven Düngereinsatz etwa versalzen die Böden, sie werden schon nach ein paar Jahren unfruchtbar und erodieren.

Auf ungefähr 2/3 der weltweiten Anbauflächen wird genveränderte Baumwolle angebaut. Welche Konsequenzen das auf lange Sicht für die Umwelt (und somit auch für alle Lebewesen!) hat, das kann keiner mit Sicherheit sagen.

Ausserdem sorgt auch der Baumwollanbau, wie alle Monokulturen, für einen deutlichen Rückgang der Artenvielfalt. 

Rund 60% aller Textilien enthalten aber auch noch Kunstfasern. Diese werden beim Waschen ausgespült und gelangen so in unsere Gewässer. Alleine in unseren Meeren stammen 35% des Microplastiks aus unserer Bekleidung!

 

Kommen wir zur

 

HERSTELLUNG....✂️


Fast fashion wird zum Grossteil in Indien, Bangladesh und China hergestellt.

Rund 60 bis 75 Millionen Menschen arbeiten in den Verarbeitungs- und Konfektionsfabriken der Modeindustrie, davon 80% Frauen. 

In Bangladesh z.B. verdient eine Textilarbeiterin umgerechnet ca. 64 Euro im Monat- das ist etwa ein Viertel von dem, was sie unbedingt zum Leben bräuchte.

Die meisten dieser Arbeiterinnen haben keinen Vertrag, keine Krankenkasse und keine Sozialversicherungen. In Guandong/ China z.B. leisten die meist jungen Näherinnen bis zu 150 Überstunden pro Monat.

Viele Unternehmen verpflichten sich mittlerweile auf dem Papier zu einem existenzsichernden Lohn, allerdings unternehmen die wenigsten konkrete Schritte, einen solchen umzusetzen.

Viele der Arbeiterinnen, etwa 60% von ihnen, sind ausserdem Belästigungen ausgesetzt und erleben verbale oder physische Gewalt.

Übrigens: du denkst, dass es die ganz grossen Marken (Gucci, Chanel, Armani & Co.) besser machen? Falsch gedacht. Die sind leider kein bisschen besser. Und Greenwashing wird sowieso quer durch die Landschaft betrieben. Aber das wäre ein anderes, postfüllendes Thema....

 

 

... UND ZUM KONSUM 🛒

 

Gab es früher 2-4 Kollektionen im Jahr, so sind es heute bis zu 24! So wird von der Industrie (und da vor allem von derjenigen, die Fast fashion herstellt) ein immer grösserer Anreiz geschaffen, sich andauernd neue Klamotten zu kaufen.

So hat sich zwischen 2000 und 2014 die weltweite Textilproduktion verdoppelt. Im Jahr 2020 wurden weltweit 120 Milliarden Kleidungsstücke hergestellt. Tendenz steigend....


 


 

Jede/r Europäer/in hat im Schnitt 118 Stück Bekleidung im Schrank (Unterwäsche und Socken nicht mitgerechnet!) 

Neu gekauft werden pro Jahr und Konsument ausserdem aber durchschnittlich noch unglaubliche 60 neue Teile. Und davon werden wiederum etwa 40% gar nie oder höchstens 2 Mal getragen.

 

 

WAS IST MIT DER 

ENTSORGUNG?... 🗑

 

Rund 4 Millionen Tonnen "Altkleider" landen in Europa pro Jahr in Sammelstellen oder im Müll.

Die qualitativ wirklich guten Teile werden dort aussortiert und second hand verkauft, z.B. von caritativen Organisationen. Es sind aber nur ca. 10% der gesammelten Altkleider, deren Qualität diesen Ansprüchen noch genügt, und leider ist deren Anzahl auch deutlich rückläufig.

Das allermeiste aber wird, zu Ballen gepresst, nach Afrika oder Südamerika verkauft und gelangt dort auf die Märkte. Weil aber auch die Menschen dort nicht die letzten Fetzen kaufen möchten, sammeln sich Unmengen von Textilabfällen an- und die werden einfach in der Natur entsorgt

Ein trauriges Beispiel ist die Atacama-Wüste in Chile. Allein im Hafen von Iquique kommen jedes Jahr 59'000 Tonnen Altkleider an. Was nicht verkauft oder verwertet werden kann, wird in der Atacama wild deponiert. Oft zündet man die riesigen Haufen auch noch an, wobei giftige Stoffe freigesetzt werden. Denn in unseren Textilien sind bis zu 70 gesundheits- und umweltschädigende Stoffe enthalten; ausserdem braucht z.B. Polyester in der Natur bis zu 200 Jahre, um zu verrotten. So besehen muss man diese Altkleiderhaufen als freiliegende Sondermüllberge bezeichnen.

  

 

...UND MIT DEM RECYCLING? ♻︎

 

Heutzutage bestehen die meisten Textilien aus billigen Mischgeweben, die kaum zu trennen sind.

Aus diesen Stoffen werden höchstens noch Dämmplatten, Malervliese oder Material für den Strassenbau hergestellt.  

Um aus Alttextilien neue Garne entstehen zu lassen benötigt man Stoffe, die möglichst keine Kunstfasern enthalten. Diese sortenreinen Textilien lassen sich schreddern und zu neuen Garnen verspinnen.

Schlussendlich wird z.Zt. aber leider gerade mal 1% der Altkleider einem wirklichen Recycling zugeführt. 

 

 

WAS HEISST DAS JETZT 

FÜR DICH UND MICH 

ALS KONSUMENTEN? 💡

 

Wenn dir "Umweltschutz" und "soziale Gerechtigkeit" ein echtes Anliegen sind dann kommst du nicht drumrum, dein Konsumverhalten zu überdenken.

Stell dir vor jeder Shoppingtour in Zukunft folgende Fragen (und beantworte sie ehrlich! 😉):

 

Brauche ich das wirklich?

Habe ich nicht schon ein ähnliches Teil im Schrank? 

Kaufe ich aus Langeweile?

Macht mich ein neues Kleidungsstück wirklich zu einem glücklicheren Menschen?


Wenn es tatsächlich ein neues Teil sein muss, dann achte auf nachhaltige Zertifizierungen (die Label findest du im Inet, z.B. hier oder hier). Kaufe Basics von wirklich guter Qualität und peppe sie mit Accessoires auf. Kombiniere Stücke, die du schon besitzt, neu, und trau dich auch an ungewöhnliche und freche Zusammenstellungen!

Ausserdem: wasch deine Kleidung nicht so oft, sie hält dann länger. Sich jeden Tag in ein neues Outfit zu stürzen ist absolut unnötig und wird völlig überbewertet! 🙄

Flicke deine Sachen; ein witziger Aufnäher oder ein hübscher Patch über einem Loch können zum Eyecatcher werden. Vielleicht magst du dich mal an der japanischen Flickkunst "Sashiko" versuchen? Falls du die Fähigkeiten besitzt, dann näh deine "alten" Teile einfach um. 

In einem Satz zusammengefasst: Trage deine Kleidung so lange wie möglich! 

Der Planet, dein Portemonnaie und dein Gewissen werden es dir danken.

 

Und bitte: das Argument, sich nachhaltige Mode nicht leisten zu können, lasse ich nicht gelten.

Wer sich 10x billige T-Shirts kauft, die nach 1x Waschen aussehen wie dem Vieh zum Frass vorgeworfen, der kann sich stattdessen locker 2x ein richtig Gutes leisten. Die halten dann auch ewig! (In meinem Schrank gibts 20jährige T-Shirts....)

 

Ebenfalls eine prima Sache: kauf second hand! Oder tausche mit Freundinnen, Schwestern, Arbeitskolleginnen. Je länger Bekleidung im Kreislauf bleibt, umso nachhaltiger wird sie von ganz alleine.

 

 

Puuuhhh.....lang geworden - und doch gäbe es noch so viel zu schreiben zu diesem Thema!

 

Hast du noch was anzufügen?

 

Merci 

für deine 

Aufmerksamkeit! 

🤓 





 

 

 

 

 


Freitag, 12. Mai 2023

KORRIGIERTE PRIORITÄTEN

 

 

Ihr erinnert euch: vor einer Weile ist unser gynäkologisches Ambulatorium in einen Neubau gezogen. Und den teilen wir uns mit den Onkologen, sprich: mit der Abteilung, auf der an einem Carzinom erkrankte Patienten ambulant behandelt werden.

Um auf diese Station zu gelangen müssen diese Patienten an unseren Räumlichkeiten vorbei. Und so begegnen wir jeden Tag Menschen auf dem Flur, denen man die Krankheit von weitem ansieht. Bleich, eingefallen, oft am Arm einer Begleitperson, die sie stützt, weil die Chemotherapie ihren Tribut fordert und an den Kräften zehrt.

Das ist manchmal schwer erträglich zu sehen, vor allem, wenn man aus nächster Nähe erfahren hat, was solche Krankheiten mit einem betroffenen Menschen anstellen- und mit seinem Umfeld ebenso.

Aber es ist etwas ganz und gar Erstaunliches: Es sind genau die Patienten, die ausnahmslos freundlich grüssen, mit einem Lächeln in den gezeichneten Gesichtern. Und aus den Behandlungsräumen schallt oft fröhliches Gelächter. Das wirkte anfänglich etwas iritierend, denn das erwartet man ja nun eigentlich gar nicht. 

Sicher ist, dass eine (lebensbedrohende) Krankheit die Prioritäten eines Lebens völlig verändert. Wichtig ist dann plötzlich nicht mehr, was man besitzt oder darstellt, welchen Status man in der Gesellschaft innehat etc. Dann geht es schlicht nur noch ums Überleben. Darum, die Therapien irgendwie durchzustehen und nie sein Ziel aus dem Fokus zu verlieren. Das Ziel heisst fortan "LEBEN". Da wird jeder Tag ohne Schmerzen oder Übelkeit zum Geschenk, jeder sinkende Tumormarker ein Grund zum Feiern. Und jene, die ganz viel Glück haben, bekommen eines Tages vom Arzt die wunderbare Botschaft, dass er/sie nun als geheilt gilt und dieses Datum in Zukunft als zweiten Geburtstag feiern darf.

Eine bedrohliche Krankheit hält einem gnadenlos vor Augen, was wirklich wichtig ist im Leben. Dass Gesundheit das grösste Gut überhaupt ist und dass vieles von dem, was einem vorher bedeutend war, plötzlich seinen ganzen Wert verliert.

Manchmal würde ich Zeitgenossen, die dauernd (grundlos!)am Jammern und Schimpfen sind, gerne mal ins Spital mitnehmen. Sie er-leben lassen was es heisst, wenn es einem WIRKLICH besch....eiden geht. Wenn man sich keineswegs sicher sein kann, die nächsten Monate, geschweige denn das kommende Jahr noch zu erleben. 

Und ich würde sie gerne mit diesem zähen Willen und unglaublichen Optimismus konfrontieren den gerade jene ausstrahlen, die am wenigsten Grund dazu haben. 


 

 

 

Sonntag, 7. Mai 2023

SCHWERTRANSPORT / HOCHSITZ

  

 

Weiss der Geier wieso, aber: ich vermisse sie jetzt schon wie verrückt, meine beiden Dicken. Wir haben sie nämlich gestern in den Jura gefahren, weil uns das Heu ausgegangen ist. Und bevor ich jetzt einer Tonne Heu hinterherrenne und weil ich weiss, dass die Antwort ganz klar wäre, wenn wir die Beiden fragen könnten....Trotzdem: es war ein ganz eigenartiges Gefühl, als wir uns nachmittags von ihnen verabschiedet haben. Es fiel mir so schwer wie noch nie. Und als ich zuhause im leeren Stall stand, da wär ich am liebsten nochmal losgefahren und hätte sie wiedergeholt. Völlig blödsinnig, ich weiss. Aber ich bin mir auch gar nicht mehr so sicher, ob ich Harry und John dereinst wirklich für immer in den Jura geben kann. Sie gehören einfach zur Familie, ohne die beiden fehlt total was. Das kann wahrscheinlich nur einer verstehen, der eine so enge Beziehung zu Tieren selber schon erlebt hat....

Trotzdem: natürlich werde ich die Zeit jetzt geniessen und wie jedes Jahr staunen, wie viele Stunden die Tage plötzlich haben. 4 Monate bleiben die Beiden heuer im Jura! Vielleicht ist das die Lösung für die Zukunft: die Dicken dabehalten, bis sie in die ewigen Jagdgründe galoppieren, und sie dafür im Sommer länger im Jura lassen? Wir werden sehen....

🐴🐴🐴


Zumindest sind die Pfötchen noch da- und die haben jetzt einen neuen, riesigen Kletter-, Schlaf- und Ruheplatz bekommen. HerrHummel erschien letzthin mit Bohrmaschine, Stichsäge und Schrauben bewaffnet im Stall, zerrte die gelagerten Holzreste von vergangenen Umbauarbeiten und ein paar alte Einweg-Paletten raus und legte los. 

Bis auf 2 Harrassen brauchte er nichts neu zu kaufen, und so entstand in kurzer Zeit dies:


 

 

Die Mietzchen können überall rein- und raufklettern, es gibt weiche Deckchen und Kissen zum Ruhen und Schlafen- und sie haben das Teil sofort angenommen. 

Big sista is watching you - Ronja hat jetzt die totale Übersicht und weiss genau, was Winnie und Earnie so treiben!  😼



 

 

Kommt gut in die 

neue Woche!

 

 


Montag, 24. April 2023

EINSTÜRZENDE ALTBAUTEN

 

 

24. April 2013 , Rana Plaza

 

Ein 8stöckiges Gebäude stürzt in sich zusammen, nachdem sich am Tag vorher nach einem unheimlichen Knall überall Risse in den Wänden gebildet hatten.

Man ignorierte die Warnungen und zwang die Arbeiterinnen, die dort

 

 Fastfashion 

 

im Accord nähten 

(für 69 Euro Mindestlohn im Monat...

trotzdem zurück an ihre Nähmaschinen. 

 

Der Tribut an dieses Verhalten, hervorgebracht durch Gier, Ignoranz und Arroganz:


Mehr als 1000 Tote.

Unzählige Verletzte.

Traumatisierte Menschen.


Das Wahnsinnige an der Geschichte:

Seither hat sich das Textilexportvolumen Bangladesh' 

verdoppelt.

 

 

Und man will es weiter vorantreiben.

 

 

 



Sonntag, 23. April 2023

ALOO GOBI

 

Wir kochen gerne einfach und gesund. Convenience gibts bei uns höchst selten, was immer möglich kaufen wir in der Bio-Variante und verarbeiten es frisch. Gemeinsam stehen wir dann in der Küche, schnibbeln, köcheln und freuen uns auf ein Gericht, das dem Bauch und der Seele guttut. Denn essen ist nicht einfach nur Zufuhr von lebensnotwendigen Kalorien, sondern es soll auch eine duftende Freude für die Nase sein, "amächelig" aussehen und natürlich lecker schmecken.

Heute stand hier "Aloo Gobi" auf dem Speisenplan, ein indischer Eintopf. Die Zutatenliste ist höchst übersichtlich: Kartoffeln, Blumenkohl, Tomaten (bei uns: 1 Büchse Pelati, denn Tomaten schmecken jetzt nach gar nichts), rote Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Gewürze. Damit ich nicht einen Schwung Gewürze einzeln kaufen musste habe ich zu Garam Masala gegriffen, welches hier schon im Gewürzregal steht; da ist alles drin, um der Geschichte den typisch indischen Goût zu verleihen!

 


 

Also: Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden, Ingwer reiben, alles mit einem Löffelchen Zucker anbraten. Tomaten dazu, etwas Gewürz auch. Während das schon mal köchelt, Kartoffeln schälen, in schmale Schnitze schneiden; Blumenkohl rüsten, in Röschen trennen, dazugeben. Nochmal kräftig mit Garam Masala nachwürzen. Ich hab noch ein wenig geriebenen rosa Pfeffer und rosa Himalayasalz dazugetan. Und jetzt: schmurgeln lassen. Auf kleinem Feuer, ganz gemütlich. Denn gut Ding will Weile haben, nichtwahr? 😋

Im Kühlschrank fand sich noch ein angebrochenes Naturjoghourt. Einen Klacks davon aufs Gericht ist zwar nicht vorgesehen im Rezept, aber doch typisch indisch. Und schmeckt!

 


 

Den roten Faden zog dann der Ingwer-Zitronensirup als Getränk dazu. Und es hat uns beiden richtig gut geschmeckt! Die Reste kommen in den Kühlschrank und werden nächste Woche aufgewärmt.


Fröhlichen Sonntag, 

meine Lieben- 

und kommt gut 

in die neue Woche!

🌼


PS: bei mir piepts. Meine Schwälbchen sind wieder da! Das ist mir jeden Frühling eine echte Freude. Und auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so künden die kleinen Flugkünstler doch davon, dass der Lenz sich nicht mehr aufhalten lässt...

 

Samstag, 15. April 2023

LASS MAL REDEN ÜBER...

 

 

...MINIMALISMUS!

 

 

Das Thema heute:

 

Social media und Medienkonsum

 


Wir alle nutzen sie wohl täglich ganz selbstverständlich: Radio, TV, Handy und Computer. Und machen uns dabei kaum Gedanken, wie unglaublich schnell diese Technik in unserem modernen Leben Fuss gefasst hat und überhaupt nicht mehr daraus wegzudenken ist.

Das 20. Jahrhundert war DIE Ära der Entwicklung aller oben genannten Geräte, und die verlief in atemberaubendem Tempo. Radio und TV fanden erst in den 1920er-Jahren ganz zögerlich den Weg in unsere Zuhause, und wenn man bedenkt, dass unsere Heimcomputer erst in den 1980er Jahren auf den Markt kamen und Handys ab 1973 käuflich zu erwerben waren, dann ist es schon erstaunlich, welchen Stellenwert diese Geräte heute in unserer Gesellschaft erreicht haben.

Aber dabei blieb es nicht: Mit Facebook etablierten sich dann schliesslich die sozialen Medien in unserem Leben. Facebook darf man sozusagen als die "Mutter" unserer sozialen Medien bezeichnen; 2004 ging FB in seiner heutigen Form online. Seither tauchten in schneller Folge weitere soziale Netzwerke auf: Instagarm, Youtube, Pinterest, Snapchat, Flickr, Twitter, Tictoc- und Blogs!, um nur einige zu nennen.

Soz. Medien bieten unbestritten positive Aspekte. Ihre Nutzer/innen kreieren und teilen Inhalte; sie interagieren miteinander und stehen im Dialog, permanent und in Echtzeit rund um den Globus. Das hilft z.B. beim Organisieren und Durchführen von Projekten, man bleibt auf dem Laufenden oder findet schlicht und ergreifend Anschluss zu Menschen mit ähnlich gelagerten Interessen oder Ansichten.

Soz. Netzwerke bergen aber auch mindestens so viele Risiken. Wer sich nur noch mit seinem Handy in der Tasche "ganz" fühlt und beinahe zwanghaft und andauernd seine soz.Med. checken muss, der läuft sehr schnell Gefahr, sich im realen Leben sozial zu isolieren. Die Konzentrationsfähigkeit leidet, der ständige Vergleich mit anderen ist einem gesunden Selbstbewusstsein mit Sicherheit nicht zuträglich, und man büsst tatsächlich einen Teil seiner persönlichen (auch mentalen!) Freiheit ein- was vielen gar nicht bewusst ist.

Neben diesen individuellen Defiziten lauern aber auch noch die Gefahren des Mobbings, des Missbrauchs persönlicher Daten, von Hackerangriffen oder Identitäts-Diebstahl. Die Cyper-Kriminalität bewegt sich nur in eine Richtung, nämlich ansteigend, wobei die Dunkelziffer hoch ist.

Und man darf nie vergessen: was einmal im Netz gelandet ist, das bekommt man dort kaum wieder raus!

 

Trotz allem: Natürlich nutze auch ich diese modernen Errungenschaften- sonst würden wir uns alle ja gar nicht kennen! 😁 Aber ich tue es sehr bewusst und setze mir selber Grenzen. 

 

Und WIE handhabe ich das so?


Das Radio läuft bei uns nur frühmorgens. Während ich meine obligate Tasse Tee in aller Ruhe trinke, höre ich die Schweizer- und die Regionalnachrichten. Und auf dem Weg zur Arbeit gibts ein paar Takte Musik auf die Ohren. Das wars dann in der Regel auch schon für den Rest vom Tag.

Weil Unterhaltunselektronik im HauseHummel des Hausherrn' Domäne ist, hängt in der Stube ein monströs grosser Fernseher anner Wand. Das hat schon was von Kino, was aber nicht zu verachten ist! Laufen tut das Gerät hautpsächlich abends. Wenn wir vom Job nach Hause kommen und anschliessend noch unsere felligen Freunde versorgt haben, reicht die Energie meist nur noch, um was zu essen und die Beine vor'm TV lang zu machen. Wir wählen aber mit Bedacht aus, was wir uns ansehen. Bevorzugt sind das Reportagen auf Arte oder 3sat, dazu mal einen Spielfilm oder einen Krimi ("The Mentalist"....z.B. 😁). Rumzappen gibts hier nicht; wenn nichts "Ordentliches" läuft, dann wird die Kiste abgestellt.

Auch wenn wir mal einen Nachmittag vor dem TV verbringen, mache ich mir keine Gedanken. Ich bin so oft und regelmässig an der frischen Luft und bewege mich ordentlich (schon mal neben einem fitten Pferd hergerannt?), da steht mir ein bisschen Rumhängen definitiv zu.

Alle um mich rum hatten schon ein Natel, nur ich nicht. Lange Zeit habe ich mich so einem Teil aktiv verweigert. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll: eigentlich bräuchte ich auch heutztage nicht wirklich eines. Ich besitze ein hundskommunes Flip (also ein Natel zum Klappen); Inet und somit Whatsapp sind nicht aktiviert, und wenn ich in der Woche mal mehr als 2 SMS'en erhalte, dann ist echt schon der Teufel los....Aber: es ist sehr nützlich in Notfällen (also wenn John z.B. eine Kolik schiesst, Dixie mit einem gebrochenen Beinchen nach Hause kommt oder Trulla, bedingt durch eine Herzinsuffizienz, so viel Wasser auf den Lungen hat, dass sie kaum noch japsen kann....). Gerade in solchen Situationen war ich wirklich schon wahnsinnig froh um das Teil. Und auch nur deshalb besitze ich eines. Ich hab übrigens nicht mal ein Abonnement, sondern nutze eine schlichte Prepaid-Karte. Und da reichen die aufgeladenen 50 Fränkli ewig und drei Tage. Anrufe tätigen wir tatsächlich nur über unser "altes" Haus-Bakelit-Telefon mit Wählscheibe. Ich glaub, es gibt keinen, der weniger telefoniert als wir beide....

 


 

Vor ein paar Wochen hat mir HH einen "neuen", second hand ersteigerten Computer auf den Schreibtisch gestellt. Der vorherige war so uralt dass HH befürchtete, die Kiste könnte demnächst den Geist aufgeben. Das galt es zu verhindern, denn er wusste: in diesem Fall würde ich ein wenig ungehalten reagieren. 🤨

Ich bin ganz ehrlich: ich mag meinen Blog (und vor allem den daraus resultierenden Austausch mit euch allen, die wir uns hier so begegnen!) einfach wirklich sehr. Für ihn geht relativ viel Zeit drauf; allerdings surfe ich auch hier nicht wild in der Gegend rum, sondern besuche andere, gern gelesene Blogs, schreibe dort Kommentare und beantworte eure in meinen Posts. Ich empfinde das als unglaublich anregend und motivierend und wage zu behaupten, dass sich dadurch viel Positives in meinem Leben etabliert hat. Denn ich treffe so auf Menschen, die mit mir in etwa die gleichen Ansichten, Vorstellungen und Lebensinhalte teilen. Etwas, was mir irL tatsächlich ein wenig fehlt.

Einen FB-Account habe ich nur eingerichtet, um dort die Aktivitäten von NetAP zu verfolgen, posten tu ich dort überhaupt nicht. Auf youtube sind meine meist ge-ecosia-ten Hashtags wohl "Nachhaltigkeit", "Minimalismus", "Tiny House" und "Tierschutz". 😊 Ansonsten bin ich nirgendwo angemeldet, ich wüsste auch gar nicht, wozu. Ich bewege mich also in einem sehr überschaubaren Rahmen in den soz. Medien, und dabei wird es auch bleiben.

Mein Fazit: unsere moderne Technik bereichert unsern Alltag, ist in vielen Aspekten sehr hilfreich und kann das Leben einfacher machen. Aber nur solange, wie man sich dabei noch strikte abgrenzen kann und sich nicht manipulieren lässt (gerade bei Kindern und Jugendlichen ein äusserst wichtiger Faktor!). Eine gesunde Portion Vorsicht und Misstrauen ist in jedem Fall angebracht, und gerade die Nutzung soz. Medien sollte nicht zum Lebensinhalt werden. Das Leben hat noch so viel mehr zu bieten!


Ach, und bitte: vergesst nicht, auch bei der Bahnwärterin und Frau Aurelia mitzulesen- die haben mit Sicherheit auch eine Menge zum Thema abzuliefern!

 

Ein fröhliches WE euch!