Manchmal strapaziert einem das Leben ein wenig über Gebühr. Dieses Jahr 2020- es wird mir nicht wegen Covid 19 in Erinnerung bleiben, auch wenn ich selber erkrankt bin und jetzt mit einer unblaublichen Müdigkeit zu kämpfen habe und einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit, wie ich sie vorher nicht kannte.
Nein, es sind die vielen Unfälle und Krankheiten meiner tierischen Freunde, die mich im zur Neige gehenden Jahr wirklich manchmal an die Grenzen meiner mentalen Belastbarkeit gebracht haben.
Los gings im März mit Johnny. Der Dicke hätte wegen einer Bauchfellentzündung ums Haar sein irdisches Dasein beendet. Wir sind überglücklich, dass er die Kurve geschafft hat und jetzt wieder putzmunter ist!
Ende Juli verschwand Katerchen Bilbo tagsüber spurlos- wir wissen bis heute nicht, was mit ihm passiert ist.
Ende August wurde Mautzo vom Auto überfahren. Die abgerissene Rute wurde in der Klinik amputiert, seine Behandlung zog sich über einen Monat, doch schlussendlich kam der kleine Körper mit den Strapazen nicht mehr zurecht- Mautzo ging über den Regenbogen.
Mitte Oktober bekam Yuma einen riesigen Abszess an der rechten Schulter ausgeräumt, war 3 Tage in der Klinik.
Anfang November musste Amélie wegen einer Entzündung der oberen Luftwege behandelt werden.
Und immer bangt man, macht sich riesige Sorgen, hat schlaflose Nächte.
Das reicht!- würde man jetzt wohl denken, nichtwahr? Schlimmer kanns nicht mehr kommen.
Oh doch.
ES.KANN.
Mittwochmorgen finde ich unsere Dixie auf dem Heuboden mit einem seltsam verdrehten Beinchen. Eine erste Diagnose beim Haus&Hof-Tierarzt: Rechter Oberarm gebrochen und disloziert.
Kostenvoranschlag für die OP:
1200-1500 Fränkli.
Ich stehe kurz vor einem Nervenzusammenbruch, das Konto ist leer, die Tierarztrechnungen dieses Jahr waren horrend, Verzweiflung streckt die kalte Klaue nach einem aus.
Aber:
"Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her"
Das Lichtlein erschien mir in der Gestalt von Susanne, meiner Bekannten, die sich bei der Tierschutzorganisation NetAP engagiert. Innert kürzester Zeit hatte sie mir einen Termin bei einem Kleintierchirurgen vereinbart, der sich ebenfalls für NetAP einsetzt. Dixie's Oberarm wurde noch am selben Abend mittels einer Metallplatte reponiert und fixiert.
Am nächsten Tag durften wir sie schon wieder heimholen- jetzt sitzt sie auf dem Heuboden im Zwinger, den wir für sie aufgebaut haben. Die nächsten 5 1/2 Wochen wird sie dort in den Genuss einer ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️-Sterne-Betreuung kommen, sie ist ganz zufrieden, begrüsst mich immer mit ihrem zarten Stimmchen und schluckt brav ihre Medis.
Ich bin NetAP und Susann so überaus dankbar! DAS ist der wahre Geist von Weihnachten.....
Haltet bitte die Daumen, dass das jetzt endlich, endlich mal aufhört.
Ich bin ziemlich unkaputtbar, mental echt belastbar und ich versuche immer, aus allem das Beste zu machen.
Aber das war jetzt ein wenig viel.
😳