Sonntag, 6. September 2026

HERBST? HERBST!

 

Die Dicken sind wieder da! Langsam wurde es aber auch Zeit, sie fehlen auf Dauer einfach im Gefüge des hummel'schen Alltages... 😊  Harry hat an Gewicht verloren diesen Sommer, ein richtig "magerer Stirzel" ist er geworden. Das liegt sehr wohl auch daran, dass er sein Cushing-Medikament jetzt über 16 Wochen nicht bekommen hat. Ansonsten sind die beiden fit und fröhlich und haben sich gleich auf das kniehoch stehende Weidegras zuhause gestürzt; ich bin zuversichtlich, dass wir noch ein paar Kilo Reserve-Speck auf Harrys Rippen bekommen!

 


Jetzt kann man deutlich erkennen, wie ganz anders der 

Bewuchs meiner Weide im Vergleich zu denen ringsum ist!

 

Trotz noch sehr warmer Tage vollzieht sich hier langsam, aber stetig der Wandel hin zum Herbst. Die Spyren (Mauersegler) sind schon lange weggezogen. Von einem Tag auf den andern verstummten ihre typischen Rufe schon kurz nach Anfang August- und das macht mich jedes Jahr ein klein bisschen melancholisch. 😢

Die Schwälbchen allerdings sind noch da. Abends sausen bestimmt 25 oder 30 dieser kleinen Flugakrobaten rund um den Stall, sich und der Welt laut plappernd mitteilend, wie schön das Leben doch ist. Aber es wird nur noch ein paar Tage dauern, bis auch sie sich auf den Weg in den Süden machen. Und dann darf man behaupten, dass der Sommer passé ist.

Ich freue mich darüber, dass das Licht deutlich weicher und klarer ist und die Nächte dafür kühl und feucht; frühmorgens liegt bereits ordentlich Tau auf dem Weidland, und den Stall erreiche ich wieder bei Dunkelheit. Im Garten setzen sich herbstliche Akzente durch: das Pink der Hortensienblüten ist zu einem Altrosa verblasst, an der Schopfwand leuchten dunkelblaue, herrlich süsse Trauben (und die gelben am Balkongeländer haben fast alle die Wespen oder Amseln weggenascht!), unter dem Bergahorn und der Platane liegen Haufen trockener Blätter. 

 


 

Und die riesige Sonnenblume, die mich an Grösse deutlich überragt, wiegt sinnierend ihren mächtigen Kopf im warmen Wind- wohl ahnend, dass die Zeit der Veränderung gekommen ist. 

 


 

Apopo Veränderung: gerade kämpfe ich mit einer Phase, in der auch ich persönlich gerne eine vollziehen würde, und zwar ausschliesslich im beruflichen Bereich. In mir macht sich in letzter Zeit das Gefühl breit, dass ich es irgendwie keinem mehr Recht machen kann. Auf ganzer Strecke gestaltet sich alles ziemlich anstrengend, so vieles hat sich verändert, im Spital selber, unter den Kolleginnen....und die gesundheitlichen Malaisen sorgen definitiv nicht für Entspannung.

Doch die Alternativen sind mau. Und: macht es wirklich Sinn, wegen der verbleibenden (höchstens!) 3 1/2 Jahren bis zur Rente nochmals alles auf den Kopf zu stellen?

Ich bleib mal optimistisch; die Tiere und die Natur sorgen zuverlässig für ein stabiles Gegengewicht- ich schaue jetzt mal, was kommt, und reagiere entsprechend. Wenn nötig. 

Auf jeden Fall aber bin ich sehr glücklich darüber, dass ein Ende meines Berufslebens absehbar ist. Die Arbeitswelt heute taugt einfach nicht mehr für ü60er. Oder vielleicht wird auch umgekehrt ein Schuh draus.....

 

🍂🌻🍁