Sonntag, 13. März 2022

(M)EINE MEINUNG

 

 Wenn ich abends, wie in den letzten Wochen, völlig kaputt nach hause komme, wenn die felligen Freunde versorgt sind und ich einfach nur noch die Beine hochlegen möchte, dann schaue ich mir gerne was Interessantes im TV oder auf youtube an. Dabei bin ich vorgestern auf eine Sendung von ARTE gestossen, die ich wirklich spannend fand und die ich euch empfehlen möchte. 

ARTE ist tatsächlich einer meiner bevorzugten Sender, weil es dort regelmässig richtig gute Reportagen gibt, oft auch über die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Im Beitrag "Wie wir uns selbst betrügen" geht es darum, wie unser Gehirn mit Informationen umgeht und wie es sich eine Meinung bildet. Gehirnforscher und Psychologen erklären am Beispiel des Klimawandels, warum es immer noch (zu)viele Menschen gibt, die ihn leugnen, obwohl die Zeichen einfach nicht mehr zu übersehen sind und wortwörtlich "auf Sturm" stehen. 

Unser Gehirn ist ein grossartiges Organ, das Unglaubliches leistet. Aber es kann uns auch in die Irre führen; gut also, wenn man weiss, wie es funktioniert, welche Mechanismen uns hemmen und warum wir oft untätig bleiben und wie gelähmt weiter unsere Pfade trampeln, statt unser Verhalten zu ändern.  



Die Aussagen und Feststellungen im Film lassen sich natürlich auf jede Art der Meinungsbildung übertragen. Spannend zu erkennen, wie sehr sich unser Gehirn (und somit auch unser Handeln!) manipulieren lässt. Da helfen nur Selbstreflexion und eine gute Portion gesunder Skepsis allem gegenüber, was einem tagtäglich so vorgesetzt wird. Dann sollte es möglich sein, die Spreu vom Weizen zu trennen- oder eben belegte Tatsachen von Fake News. 

Wie sagte schon Rudyard Kipling, Nobelpreisträger für Literatur 1907, ganz richtig:

 

"Nehmen sie nichts als 

gegeben an, 

wenn sie es überprüfen 🔎 können!"


 

Kommt gut in die neue Woche!

🌸🌸🌸 




 

Samstag, 5. März 2022

IN HOMÖOPATHISCHEN DOSEN

 

Erinnert ihr euch noch daran, als unsere Molly vor einer Weile so krank war? Inzwischen hat sich die Sache sehr zum Guten gewendet.

Eine Pankreatitis setzte ihr damals schwer zu. Ein paar Tage musste Molly in der grossartigen Tierklinik in Interlaken verbringen. Als sie dann wieder nach Hause kommen durfte war die Entzündung zwar im Griff- aber Molly wollte einfach nichts essen. Sie wäre uns wohl neben dem gefüllten Näpfchen verhungert, wurde immer weniger und elender- und ihr Spezialfutter hat sie sowieso nicht mit dem Popöchen angeschaut. 

Ich hab alles versucht. Hab ihr frisches Poulet angebraten und püriert, hab ihr alle möglichen Feuchtfutter gekauft, hab auch die mit einem Schlückchen Mietzenmilch gehäckselt- Molly guckte in den Napf, leckte höchstens ein wenig Sauce und verzog sich wieder auf ihren Lieblingsplatz. Einziger Effekt: Toffee legte zu, weil sie immer die Reste wegmampfen musste durfte.....


ICH WAR VERZWEIFELT. 

 


 

Aber dann rief ich Susann von NetAP an und fragte, ob ihr noch irgendein Trick zum Thema einfallen würde?

Sie gab mir die Nummer einer Tierhomöopathin, mit deren Hilfe sie schon grosse Erfolge verzeichnen konnte. Die Frau ist eigentlich Veterinärin und hat sich entsprechend weitergebildet. Selber habe ich schon immer mit Bachblüten, Schüsslersalzen, Phytotherapien und ähnlichem bei Problemen mit meinen Tieren gearbeitet, bin absolut offen für solche alternativmedizinischen Konzepte. 

Nach einer ausführlichen telefonischen Befragung von beinahe einer Stunde riet mir die Homöopathin, eines von Mollys Medikamenten abzusetzen, schickte mir 2 verschiedene Fläschchen mit Tropfen einer Notfallbehandlung- und ich konnte es beinahe nicht fassen: nach der 1. Gabe machte sich Molly am nächsten Morgen über ihr Futter her. Man konnte ihr zusehen dabei, wie es ihr von Tag zu Tag besser ging!

Nach 1 1/2 Wochen folgte eine weitere Besprechung am Telefon und der Einsatz einer homöopathischen Dauerbehandlung. Molly ist inzwischen wieder ganz die Alte, einfach noch viel anhänglicher als früher. Ob sie sich bewusst ist, wie knapp das war?

Manche mögen müde lächeln wenn es um solche Behandlungsmethoden geht- und es als Scharlatanerei und/oder Geldmacherei abtun.

Ich aber bin überzeugt von der Sache. Wenn es bei Tieren funktioniert, dann beweist sich die Wirkung von alleine. Denn Tiere können sich nichts einbilden.

Und einen Versuch ist es IMMER wert!

 

Einen schönen Sonntag 

euch allen,

❤️liche Grüsse!

🐈  

Sonntag, 27. Februar 2022

RESILIENZ

 

 

....und während ich zufrieden durch den ruhigen Wald reite, die Sonne 🌞 vom babyblauen Himmel scheint und die Vögelchen  zwitschern, begegne ich 3 Spaziergängern. 

"Guete Morge!" grüsse ich sie vom Pferd aus. Niemand reagiert, nur einer der Herren murmelt etwas Unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart.

Ein paar Ecken weiter kreuze ich ein älteres Paar. 

"Grüezi midenand!"

Sie mustert mich mit mürrischem Blick, er sagt gar nichts. 

Halloooo?? Leute, was ist los mit euch? Wir leben hier auf dem Land, da grüsst man sich noch!

Ich mache mir die Mühe und zähle auf dem Weg zurück zum Stall die Menschen, denen ich begegne, und davon im Speziellen jene, die meinen Gruss erwiedern.

Nun, es ist eine wohl eher dem Zufall unterworfene Statistik, und doch: um die 60% der Spaziergänger, die mir im Wald zu Gesicht kamen, machten einen sehr missmutigen Eindruck und schienen sich durch meine Grüsserei beinahe belästigt zu fühlen.

Okay. Wir haben 2 Jahre Pandemie hinter uns. Die politische Lage ist vielerorts angespannt, und die Situation in der Ukraine schürt neue Ängste und Sorgen. 

Doch täte man nicht gerade jetzt gut daran, Resilienz ins Spiel zu bringen, also "den Prozess, in dem Personen auf Probleme und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren"?

 

Merci, Pixabay!

Viele von uns verfügen über Ressourcen die sie befähigen, resilienter zu werden, seien das ein gutes soziales Umfeld, ein gewisses Mass an Selbstsicherheit oder einfach eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung. 

Aber auch die Fähigkeit, in einer Krise die Chancen und Perspektiven erkennen zu können oder das Unveränderbare zu akzeptieren erleichtert es einem endeutig, auch schwierige Zeiten unbeschadet(er) zu überstehen. 

Und seien wir ganz ehrlich: die wenigsten von uns haben wirklich Grund, unzufrieden zu sein. Trotz aller Krisen ringsum leben wir immer noch ein sicheres, geordnetes Leben, es fehlt uns an nichts. 

Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen und uns entsprechend verhalten.

Allerdings-und das muss ich der Fairness halber auch noch erwähnen: Resilienz ist weitestgehend angeboren. Man kann sie sich also nur schlecht antrainieren bzw. entsprechende Trainingsmethoden versprechen nicht allzuviel Erfolg. 

Deshalb lasse ich diese Griesgrame heute Morgen im Wald keinen Einfluss nehmen auf mein eigenes Wohlbefinden. Und gehe einfach davon aus, dass diesen Menschen vielleicht andere gute Eigenschaften in die Wiege gelegt wurden, dass sie aber leider wahrscheinlich über keine oder eine nur schwach ausgeprägte Resilienz verfügen. 😊

Und freue mich an allen, die unbeschwert und heiter und mit einem breiten Lächeln im Gesicht ihres Weges zogen.

"Grüezi, und ä scheenä Sunntig nu!"


Kommt gut gelaunt 

und gestärkt 

in die neue Woche, 

meine Lieben!

🌸

 

Donnerstag, 17. Februar 2022

TAG 1


Es scheint ganz viel Licht am Ende des Tunnels!

 

                                                                             Merci, Pixabay!

 

Seit letzter Nacht 24.00 Uhr ist es endlich soweit:

😄 keine Masken und

😄 keine Zertifikatspflicht mehr

😄 Unbeschränkter Zugang für alle 

😄 zu öffentlichen Räumlichkeiten

😄 und Anlässen 


Es war an der Zeit.

Einzig in Heimen, Spitälern und dem öffentlichen Verkehr besteht bis Ende März noch Maskenpflicht.


Und dann hat uns das "normale Leben" hoffentlich wieder.


Es war wirklich schön, heute mal wieder ohne irgendwelche Vorkehrungen in der Tanke einen Milchkaffee trinken zu können. Gemütlich am Tischchen zu sitzen. Die Menschen lachen zu sehen. Und sein Gegenüber wieder klar und deutlich zu verstehen.

 

Auch wenn man dann und wann zusammenzuckt und sich an die Nase greift.

 

Es geht jetzt ohne!

🌞





 

Samstag, 12. Februar 2022

DESSOUS

 Mit ein wenig Phantasie wähnt man hier schon ein ganz kleines bisschen Frühling in der Luft. Die Nächte und frühen Morgen sind zwar noch bissig kalt- aber tagsüber scheint die Sonne schon viel wärmer vom Himmel, und die Vögelchen trällern freudige Liedchen. Natürlich kommt da noch was- so schnell gibt der Winter das Zepter nicht ab!- aber dass sich gaaanz langsam was ändert ist nicht zu übersehen.

Heute Morgen, beim Ritt mit Harry durch den noch eisigen, aber sehr ruhigen Wald, hab ich die aufgehende Sonne mit dem Handy eingefangen. Man möge mir die dürftige Qualität des Bildes verzeihen, denn Harry konnte keinen Sinn darin erkennen, mitten auf der Strecke ganz ruhig stehenzubleiben.... 😉



Bei solchen Tempis ist man froh, wenn man was Ordentliches "drunter" anhat. (Yay! Also DEN Übergang hab ich jetzt mit Bravour geschaft, n'est-ce pas?? 😅)

Gehts euch auch so? Ich hab das Gefühl, dass bei mir immer alle Slips und BH's gleichzeitig das Zeitliche segnen. Das tun sie zwar immer erst nach vielen Jahren, denn ich kaufe nur noch wirklich prima Qualitätsprodukte. Aber wenn ich was hasse, dann sind es rutschende, weil ausgeleierte BH-Träger und Höschen, die nicht mehr da sitzen, wo sie hingehören.  

Spitzen und neckische Details? Nö, danke. Auch keine Stäbchen im BH (Manitoubewahre!!). Passform, Tragekomfort und beste Qualität der verarbeiteten Stoffe, das sind meine Ansprüche in Sachen Unterwäsche. Und dass die Teile vorzugsweise im eigenen Land, zumindest aber im nahen Ausland produziert werden.

Einige von euch werden sich wahrscheinlich einfach an die Nähma setzen, wenn Bedarf nach neuer Unterwäsche besteht. Dieses Vorhaben ist bei mir von Vornherein zum Scheitern verurteilt. Wie gut, wenn man dann eine liebe Bekannte hat, die im Ort ein entsprechendes Geschäft betreibt!

Meine bevorzugte Marke hat diesen Frühling wieder hübsche Designs im Angebot, die Wahl fiel mir nicht schwer. Ich entschied mich für zwei lindgrüne, einen bordeauroten und zwei gemusterte Slips. Ich hab jetzt den Tiger in an der Unterbux! 😊 Zwei weitere mit herzigem Blümchenmuster werden erst noch geliefert.

Genauso zügig war die Entscheidung bei den BH's gefallen. Denn auch da kommt mir seit Jahren nur noch das Modell in die Tüte, das hält, was es verspricht. Und zwar wortwörtlich! 



Natürlich ist diese Wäsche nicht für zwei Fränkli fünfzig das Stück zu haben. Da greift man schon ordentlich rein ins Portemonnaie. Aber ich habe damit a) bewährte Qualität gekauft, b) den hiesigen Einzelhandel unterstützt und c) weiss ich, dass die Sachen wieder für Jahre in Form bleiben.

 

Kommt bequem 

durchs WE, 

meine Lieben!

👙👙👙


 


 



Samstag, 22. Januar 2022

DRING-DRIIIING!! 📞

 

 

Der Nutzen moderner elektronischer Geräte ist unbestritten. Wer möchte schon auf Telefone, Computer, Drucker, Scanner, Fernseher etc. verzichten? Ärgerlich wird es allerdings, wenn die Dinger aus unerfindlichen Gründen ihren Dienst verweigern oder dauernd kaputtgehen. "Geplante Obsoleszenz" nennt sich dieses Phänomen....

Ich war es echt leid, als unser Funktelefon (schon das Zweite!) kürzlich dahinschied. Bereits längere Zeit "fand es die Station nicht mehr", brach mitten im Wahlvorgang ab, das Display erlosch etc. etc. Ich schwor mir: so ein Teil kommt mir nicht mehr ins Haus! 

Auf meine Frage, ob es denn noch Apparate mit Wählscheibe gebe- so ganz einfache, zuverlässige, unkaputtbare- schaute mich mein Schwager (der beim grössten Schweizer Telekommunikationsunternehmen arbeitet) etwas irritiert an. Ich weiss nicht, ob dieser Blick "Arme Irre!" bedeutete oder eher "was ham'se denn der in Tee getan?"- aber "nein, die hätten sie nicht im Sortiment"! 😳

Tja. Was nun? Aber dann fiel mir das "Warenhaus der guten Dinge" ein - und ta-daaaa!! Da war er: ein Apparat aus schwarzem Bakelit, neu hergestellt in alten Gussformen, mit der guten alten Wählscheibe und einem ordentlichen Hörer auf einer elegant geschwungenen Gabel. Im Gerät sitzen zwei richtige kleine Schellen, die lauthals darauf aufmerksam machen, man möge doch bitte einen Anruf entgegennehmen. 

 


 

Wir haben uns das Telefon bestellt, erhalten und in Betrieb genommen. Ganz ohne moderne Elektronik gehts auch hier nicht: man muss einen ganz kleinen Digital-Konverter zwischen Gerät und Buchse stecken. Aber sollte der mal den Geist aufgeben, muss man nur den und nicht gleich den ganzen Apparat ersetzen!

Wir finden das Telefon einfach herrlich! Nicht nur optisch- es versprüht einen wunderbar vintagen Charme- sondern es holt auch Erinnerungen an die Kindheit ins Gedächtnis und erfordert ausserdem, dass man geduldig die Nummer wählt oder sich hinsetzt zum Gespräch, sich also einfach mehr Zeit nimmt für alles. Und ausserdem wird das Gerät in einer deutschen Telefonmanufaktur hergestellt. Nix da mit "Made in China"!

So. 

Wir werden wohl so bald keinen neuen "Fernsprecher" mehr erstehen müssen....! 😉


Fröhlichen Sonntag, meine Lieben!

 




Sonntag, 16. Januar 2022

ICH HABE....

 

 

 

 ...mich gefreut:

Dass es endlich so richtig knackkalt geworden ist. Da stört mich der tagelange Nebel so gar nicht, denn der sorgt dafür, dass sich die Natur in Ruhe und Eiskristalle hüllt. Traumhaft!

 

 

Und die Dicken sind happyhippo, weil sie den ganzen Tag auf die beinhart gefrorene Weide dürfen.

 

....mich gesorgt:

Um unsere kleine Molly. Die musste vorletzte Woche mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung für 3 Tage in die Klinik. Sie erbrach sich nur noch, rührte kein Futter mehr an, wurde immer weniger.

Nachdem wir sie wieder nach hause geholt hatten ging die Mäkelei am Futter leider weiter. Unsere Rettung war eine Vet-Homöopathin, die uns nach eingehendem Anamnese-Gespräch Nux- und Alfalfatropfen schickte. Seither gehts bergauf- wir sind soooo froh! (Und deshalb wars hier auch so ruhig....)


 

...was gekramt:

Eigentlich kaufe ich so gut wie nichts mehr ausser Lebensmitteln, Tierfutter und Dingen des täglichen Bedarfs. Aber bei den zwei grossen Teetassen in einem wunderbaren Salbeigrünton wurde ich schwach. Eigentlich völlig überflüssig, wir hätten genug davon. Aber ihr wisst ja: bei Keramik kann ich ganz schlecht an mich halten! Dafür sind vier I**A-Tassen zu meinem Reiterlein in die Zahnarztpraxis gewandert und werden dort nun eifrig in den Kaffeepausen genutzt. So tariert sich die Geschichte wieder aus! 😊

 

...gekocht:

Letzthin geräucherte schwarze Linsen mit Rüebli, Zwiebeln und Sojaschnetzeln, heute einen Curryeintopf mit Kartoffeln, Rüebli, Erbsen und Cocosmilch. Bei dieser Kälte muss was Warmes in den Magen, das sorgt für körperliches Wohlbefinden, und die Beschäftigung mit wertvollen Lebensmitteln ausserdem für gute Laune!

 


 

 ...nachgezogen: 

Einen Ableger vom Ableger einer Efeutute, die noch meiner Mutti gehörte. Die Pflanze ist sehr anspruchslos, dafür aber ausgesprochen wuchsfreudig- und somit genau das richtige für mich! 😉

Mir gefällt der Gedanke, dass in meiner Stube etwas gedeiht, das schon meiner Mutti Freude machte.

 

 

...gebastelt:

Zur Zeit arbeite ich an zwei JunkJournals. Das eine, umfangreichere ist im Juli entstanden. In ihm finden Fotos, Andenken in jeglicher gedruckten Form, Aufhebenswertes (z.B. echte Schmetterlingsflügelchen und getrocknete Pflanzen, guck!), schöner Papierkram, Gedichte und Berichte Platz, die sonst fröhlich in der Gegend rumirrlichtern. Das andere, grössere, hab ich mir nur für Weihnachten und den Winter angelegt. Und das dritte war ein Weihnachtsgeschenk für meine Freundin- von dem gibts aber leider keine Bilder....

 

Ihr merkt schon: zur Zeit gebe ich mich ganz einem geruhsamen, kreativen Leben hin- soweit das der Job und gewisse, nicht beherrschbare Umstände (wie kranke Mietzchen) es zulassen. 

Ich habe mich mit der Situation arrangiert, mein Dasein entsprechend eingerichtet und komme so ziemlich unbelastet durch die Tage.

 

Und ihr wisst ja:

 

"Wenn man schon in 

den Seilen hängt,

dann sollte man 

   ausgiebig schaukeln!"  

😄

 

Kommt gut in die neue Woche!

✨ 

  
  

 
 

 


Montag, 27. Dezember 2021

ALTJAHRESWOCHE

Meine erste offizielle Amtshandlung am 26.12.: alle weihnachtliche Deko zurück in die alte Stollentruhe zu räumen. Nur der grosse illuminierte Papierstern hängt noch am Stubenfenster und sorgt für weiches Licht am Abend. Mit unserer Familienfeier am 25.12. (fröhlich! laut! lecker!) hat sich die Sache für mich tatsächlich "ausgeweihnachtet". 

Zwar muss ich Mittwoch und Donnerstag ins Ambulatorium (drückt mir die Daumen, dass dort nicht der Bär steppt- ich steh nämlich alleine an der Front!), aber so ein paar freie Tage bleiben mir noch zwischendurch.

Und wenn ich nicht grade mit den Dicken durch den Wald tappere oder sonstwie im Stall beschäftigt bin, gebe ich mich ganz dem gepflegten Nichtstun hin. Will heissen: Beine hoch, TV und Kerze an, ein Tellerchen mit Gebäck auf die Knie und eine Tasse heissen Tee dazu. (Meine Filmempfehlungen: "Hugo Cabret", "Hidalgo", "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" oder- x-mal gesehen und immer, immer wieder schön- "Chocolat". Hach....)

Stellt sich visualisiert in etwa so dar:  



Die Auswahl an Leckereien ist vielfältig, wurden wir doch aus allen Himmelsrichtungen reich damit beschenkt. Es fällt einem schwer, sich zu entscheiden zwischen direkt aus Italien importierter Panettone, Guetsli aus der Haubäckerei meiner beiden Schwestern, in weisse Schokolade getauchte, kandierte Orangenscheiben, durch dunkle Schoggi gezogene Cantucci, Meringhe alla nocciola, Elisenlebkuchen, selbstgemachter Bruchschoggi mit Bisquit meines Patenmädchens oder, als pikantes Gegengewicht, gewürzte und caramellisierte Cashewkerne, ebefalls liebevoll hergestellt von meinem PM. 

So kann man es sich ganz entspannt gutgehen lassen! 😊

Und sollte mir etwas kühl an den Füssen werden, dann zieh ich mir die handgestrickten Socken (BUNTE!) über, die mir meine Freundin im Schweisse ihres Angesichts "glismed" hat. Es waren ihre allerersten, notabene, und wie ich hörte haben sie meterweise Nerven gekostet und ihr Haar schockergrauen lassen. Barbara machte mich darauf aufmerksam, dass die Socken mindestens 1000 Franken wert seien, gemessen an ihren Arbeitsstunden! 😂 (also stricken-aufribbeln-nochmal stricken-wieder aufribbeln- undsoweiterundsofort!)

Genau sowas weiss ich seeeehr zu schätzen!


 

Jetzt also sind sie da, die Rauhnächte, und es ist schon eigenartig: ich träume wildes Zeug, obwohl ich sonst kaum träume- oder mich zumindest nicht daran erinnern kann. Und ich finde die Stimmung an diesen Tagen sehr ungewöhnlich. Man sagt ja, dass in dieser Zeit Portale zwischen den Welten aufgehen. Ich nutze diese Spanne ganz bewusst, um zur Ruhe zu kommen, innezuhalten und zu resumieren. Ich räuchere mit duftenden Mischungen und versuche, im Innen wie auch im Aussen für Ordnung zu sorgen. 


 

Bleibt mir noch, euch allen einen fröhlichen Start in ein gesundes und heiteres neues Jahr zu wünschen. 

Und denkt dran:

 

"Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele trägt, als die Realität zerstören kann!" 

Indianische Weisheit

 

💫 Wir lesen uns! 💫




 
 

Donnerstag, 23. Dezember 2021

GEMUETLICHE EISZEIT

 Ein Wintermärchen: der Nebel und die knackkalten Temperaturen sorgten heute dafür, dass draussen jedes Ästchen, jeder Halm, einfach alles mit Tausenden kleiner Eisnadeln überzogen wurde. Die morgens durch den dichten, grauen Schleier brechende Sonne brachte diese Kristalle so sehr zum Glitzern, dass der Anblick wirklich atemberaubend war! 

 

 

Bei solcher Kälte mag man es sich gerne drinnen gemütlich machen, ganz besonders schön ist da ein "Meitlitag"! Meine Freundin hatte gestern geladen und kredenzte uns Gemüsesuppe mit anschliessendem Cream Tea. Bei angeregten Gesprächen verflogen die Stunden nur so.

Auch ihre herzige kleine Mietz Emélie gesellte sich zu uns. Schaut euch DIESE Augen an!

Genau das sind für mich die Momente, die diese Zeit so angenehm und wohlig machen. 

Merci, Barbara-schön wars! 😘

 


 
Die Rauhnächte, Weihnachten, den Winter oder das Leben- ganz egal, WAS ihr feiert: macht es euch so schön wie möglich.
Die Zeiten gerade verlangen danach!
Und verfallt nicht in den vielbesungenen "Feiertagsstress". Es geht alles auch einfacher und geruhsamer.

🎄 BIS BALD! 🎄
 


 


 

Sonntag, 12. Dezember 2021

LICHTSPIELE

 Wenn wir an Tagen wie diesem am späten Nachmittag in der Stube sitzen, in der einzig unser grosser, kalligraphierter Papierstern für ein wenig Beleuchtung sorgt, und ich plötzlich denke

"Was ist das für ein seltsames Licht jetzt?"

dann erfasst der Blick aus dem Fenster dieses Schauspiel:



 

Gerade an Wintertagen, wenn die Sonne gegen die Berner Alpen untergeht und sich das Licht ein letztes Mal in den Wolken und den schneebedeckten Berggipfeln bricht, entstehen solche wundervollen Abendrote.

Das macht mich jedes Mal ein wenig ehrfürchtig. Und es ist ein Grund mehr, warum ich diese Jahreszeit so gerne mag.

Man steht da, fühlt die Kälte des nahen Abends sich wie ein schwerer Vorhang über die Landschaft senken, riecht die Schnee-Luft, die ein wenig in der Nase brizzelt, und wird der Ruhe gewahr, die sich ausbreitet.

Es fühlt sich an, wie wenn die Zeit gerade ein wenig stehenbleiben würde.

 

Kommt gut in die neue Woche!

❤️