Montag, 15. Oktober 2018

HERR(BST)LICH(T)!


🍁HERBST🍂

In seiner aller-allerschönsten Form. Sonnenschein von Tagesanbruch bis hin zum Eindunkeln. Blitzblauer Himmel, an dem nur dann und wann ein verirrtes fluffiges Wölkchen zieht. WĂ€lder die aussehen wie vom Aquarellkasten der Natur bearbeitet, krĂ€ftiges Rot, Gelb und Orange, soweit das Auge reicht. Und auch die Weiden leuchten immer noch in saftigem GrĂŒn.
Kuhglocken, die bimmeln. SpinnfĂ€den, die sich wie zarte kleine Seilbahnen ĂŒber lange Strecken durch den Garten spannen und, leise bewegt von einem sanften Windchen, hell aufleuchten. Und dann, abends, wenn die Sonne sich verabschiedet und hinter den Bergen versinkt, schickt sie als letzten Gruss noch dieses unglaubliche, weiche Licht durch alle RĂ€ume, welches diese Jahreszeit zu einer goldenen werden lĂ€sst.

Was fĂŒr ein schöner Abschnitt im Reigen der Monate! Nach der lĂ€hmenden Hitze dieses Sommers bringt er mir die verlorene Energie zurĂŒck. Wie herrlich, begleitet von einem der schweren Jungs zu Fuss durch den Wald zu ziehen, die aromatische Luft zu atmen und sich ganz seinen Gedanken hinzugeben! 


Gerne kocht man jetzt auch wieder etwas nahrhafter, bedient sich Allem, was an Frischem und Gesundem auf dem Markt ist. Hier ein SchlĂŒckchen Rahm mehr, da eine Handvoll KĂ€se drauf- schliesslich muss man sich gut auf die kalte Jahreszeit vorbereiten! 😋

Inzwischen hab ich drei verschiedene Konfituren angerĂŒhrt: Quitte mit Vanille, Birne mit Ingwer und Zimt, KĂŒrbis mit getrockneten Aprikosen. Und ich klopfe mir jetzt mal ganz unbescheiden selber auf die Schultern- sie sind alle Drei köstlich geworden! Dieser Vorrat wird lange reichen und das eine oder andere Glas wird wohl als kleines PrĂ€sent den Besitzer wechseln.




Und ich freue mich sehr, dass in unserem Garten ein Igel herumtappert und meiner TrĂ€nke immer wieder einen Besuch abstattet. Erst erwische ich ihn nur durchs KĂŒchenfenster beim Trinken und Baden, spĂ€ter kann ich sogar ganz nah an ihn ran; er steckt zwar sein SchnĂŒtchen etwas schĂŒchtern ins Gras, knuspert dann aber doch mit Begeisterung die Handvoll Trockenfutter, die ich ihm anbiete. Scheinbar ist er auf der Suche nach einem Winterquartier und futtert sich jetzt noch den Bauch voll. Gibt ja dann lange nichts mehr!




Und dass ich diese Woche Ferien hab - das macht diese Jahreszeit NOCH entspannter und angenehmer..... 😊




Herbstfreudige, liebe HummelzgrĂŒsse!

...und weiter gehts zu Traude's ANL und zu EiNaB!





Sonntag, 7. Oktober 2018

LÄUFT!


Meine Gesichtshaut ist eine absolute Zicke. Und mit jedem gelebten JĂ€hrchen wird Signora Skinny noch etwas etepeteter....Das gute Cocosöl, welches ich fĂŒr die Pflege des Körpers benutze, reicht da schon lange nicht mehr!

Es war also an der Zeit, mal wieder nach einer guten Gesichtspflege zu schauen. Die Drogerie meines Vertrauens betrete ich mit ganz bestimmten Vorstellungen, die ich der netten VerkÀuferin sogleich anvertraue.
Schon bei meinem Wunsch, dass da "bitteschön kein Palmöl drin ist!" erhellt sich ihr Gesicht. "Oh, da hab ich was ganz Gutes fĂŒr sie!", sprichts, saust an ein Regal und pflĂŒckt sich daraus eine Packung. 
Alleine die macht mich neugierig: einfacher, weisser Karton, schwarz bedruckt. Kein Chi-Chi. Darin befindet sich eine cremefarbene, grosse (65 ml!) BLECHtube, so wie man sie von frĂŒher kennt. Und die Tubengrösse entspricht der Dimension der Schachtel; wir kennen ja alle diese Schummelpackungen, die mithilfe von doppelten Kartonböden und extradicken Tiegel-GlaswĂ€nden viel mehr versprechen, als sie schlussendlich halten! Auch einen Beipackzettel sucht man vergeblich- schliesslich steht alles Wissenswerte auf der Verpackung drauf.

Das Wichtigste aber: es gibt KEIN Palmöl, KEINE Mineralöle und deren Derivate, KEINE Silikone, KEINE genmanipulierten Substanzen und (auch sehr, sehr wichtig!!): KEINE Tierversuche.
Oder andersrum: die Creme besteht aus kaltgepressten Ölen und Extrakten, allesamt aus kontrolliertem biologischem Anbau.

Punktlandung!

Selbst der Preis ist fĂŒr die QualitĂ€t absolut vertretbar; ich bin gerne bereit, dafĂŒr tiefer in die Tasche zu greifen als fĂŒr ein herkömmliches Produkt. Ausserdem kostet selbst ein vergleichbares Produkt von W*l*da hochgerechnet auf denselben Inhalt 25% mehr.




Ich unterhalte mich mit der wirklich sehr (ungekĂŒnstelt) freundlichen VerkĂ€uferin noch ein Weilchen ĂŒber die dringende Notwendigkeit, unser Konsumverhalten jetzt endlich mal zu Ă€ndern. Sie bestĂ€tigt mir, dass die Nachfrage nach Produkten, die nachhaltigen Anforderungen entsprechen, extrem gross sei und dass in dieser Drogerie jetzt das ganze Sortiment angepasst wird. 

Dass das keine Floskel ist hab ich selber schon festgestellt. Plötzlich stehen da die Putzmittel von S*n*tt. Die Duftsprays einer herkömmlichen Marke verschwanden, an ihrer Stelle findet man die einer Schweizer Firma, die ausschliesslich natĂŒrliche, biologische Essenzen verwendet. Es gibt die gute alte Zahnpasta, die Kreide anstelle von Microplastic enthĂ€lt. Und so weiter und so fort.


Wozu aber jetzt dieses ausfĂŒhrliche Trara um eine Gesichtspflege?

Sie und viele andere Produkte sind der Gegenbeweis zur gern benutzten Floskel


"Ich als Einzelner kann eh' nix Ă€ndern!" 


Und OB wir können! Mit jedem einzelnen Kassenzettel teilen wir mit, WOFÜR wir unser Geld ausgeben wollen. Da kann ich sogar den omniprĂ€senten Kundenkarten was abgewinnen, denn sie wirken wie ein Stimmzettel und lassen die DetailhĂ€ndler ganz genau wissen, was meiner Meinung nach in den Regalen stehen soll. So kommt eins zum andern. 

Ob die Creme jetzt allerdings meine kleine Zicke zufriedenstellt- das wird sich weisen. FĂŒrs Erste aber macht sie zumindest meine Ökoseele glĂŒcklich! 😌 



DRANBLEIBEN, meine Lieben!
Hummelz💞ensgrĂŒsse!



...und diesen Post verlinke ich sogleich auch mit Traudes ANL und gleich auch noch bei EiNaB!







Samstag, 6. Oktober 2018

TIC-TAC-TIC-TAC......



Horcht mal....hört ihr es??

TIC - TAC - TIC - TAC..........

immer weiter, nicht schwer und schleppend, sondern in einem fröhlichen Staccato, ausgelöst durch das schwingende, mattgoldene Pendel. 

TIC - TAC - TIC - TAC!

Zur halben Stunde ist erst ein metallisch-rollendes GerÀusch vernehmbar, das sich in einem perlenden "Diiing-Dooong!" auflöst.
Und dann, wenn der Minutenzeiger einmal ums Emaille-Zifferblatt mit den goldenen römischen Zahlen gewandert ist, ertönt der Stundenschlag, wie ein kleines, zartes Glockenspiel.

Immer wieder stehe ich begeistert vor unserem Neuzugang in der Stube, einer wunderschönen Pendule. Das schwarzbraune HolzgehĂ€use, von Hand aufgemalte, zierliche, in Altrot gehaltene Rosenranken und die kĂŒhn geschwungenen Vergoldungen zeugen von meisterhafter Arbeit. Ich freue mich ĂŒber die witzigen kleinen SchneckenfĂŒsschen, die mich irgendwie an Alice im Wunderland erinnern, und ĂŒber den stilisierten Pinienzapfen, der ganz zuoberst auf der Uhr thront.

TIC - TAC - TIC - TAC!

Lange schon hatte ich mir im Geheimen so eine Uhr gewĂŒnscht. Bin ich doch nicht umsonst die Enkelin eines Uhrmachers und hege seit Kindsbeinen an eine grosse Faszination fĂŒr diese Zeitmesser! Schon als kleines MĂ€dchen verweilte ich immer andĂ€chtig vor Omas mĂ€chtiger, mannshoher Standuhr mit dem dumpfen, tiefen Schlag in der Stube und fĂŒrchtete mich gleichzeitig davor weil ich glaubte, im grossen Pendelkasten wohne einer.....

Aber weil so eine Pendule natĂŒrlich nicht nur "VierzehnFrĂ€nkli-Irgendwas" kostet, blieb mir dieser Wunsch bis dato verwehrt.
Dass jetzt trotzdem eine in der Hummelstube prangt und ich mich jeden Tag wie ein Schneekönig darĂŒber freue habe ich meiner Konfirmations-Patentante zu verdanken.
Ich hab euch erzĂ€hlt: Vor Kurzem ist sie in eine Altersresidenz gezogen. Dort lebt sie in einem hĂŒbschen Zimmer, eingerichtet mit ihren liebsten Möbeln, Bildern und Teppichen.
Ihre Pendule aber hatte sie nicht mitgenommen. Und so durfte ich sie zu uns nach hause holen.




Oft, wenn wir frĂŒher bei meiner Patentante bei Kaffee und Kuchen sassen hatte ich die Uhr im Blickfeld. Sie hing ĂŒber dem grossen, handgemachten Sideboard mit den schönen Intarsien, das ĂŒber die ganze Wandbreite ging. HĂ€tte man mich gebeten, ein typisches GerĂ€usch in der Wohnung meiner Patentante zu benennen- es wĂ€re das Ticken und der Schlag dieser Pendule gewesen!

So sehr ich mich freue ĂŒber die Uhr, so mischt doch immer auch ein ganz kleines bisschen Wehmut mit bei ihrem Anblick. Die Gedanken gehen an ein Leben, das sich nun langsam seinem Ende neigt, das nicht immer nur ein glĂŒckliches war und das jetzt wahrscheinlich jeden Tag ein bisschen mehr im Nebel des Vergessens verschwindet.....

Und so steht die Pendule nun auf der alten Vitrine, verkörpert einerseits eine schöne Erinnerung an meine Patentante und andererseits die ErfĂŒllung eines lang gehegten Wunsches.

Auf dass sie noch viele glĂŒckliche Stunden schlagen möge!




Frohes Wochenende, ihr Lieben,
Hummelz💝ensgrĂŒsse!