Donnerstag, 16. Februar 2017

PEANUTS! PEANUTS??

Wenn ich mal wieder einen Konsum-Kompromiss eingehen musste (wie letzthin bei der Erdnussbutter) sehe ich mich angestachelt, für einen Ersatz zu sorgen, der meinen ökologischen Ansprüchen standhält. Und das heisst folglich meistens: Selbermachen!
Also habe ich mich an die Erdnussbutter rangewagt. Intuitiv aus dem Bauch heraus, so, wie es mir anhand der Zutatenliste auf dem gekauften Produkt am folgerichtigsten erschien.

Das Resultat war absolut überzeugend. Nicht so klebrig-pampig wie die gekaufte Erdnussbutter, aber geschmacklich praktisch identisch.


Zuerst einen ordentlichen Haufen (Bio)Erdnüsse schälen. Gut, wenn man einen HerrnHummel an der Seite hat, der mithilft! 😍




Die Nüsse in der Moulinette grob hacken und anschliessend in einer beschichteten Pfanne anrösten. Vorsicht! Sie werden sehr schnell (zu) dunkel.
Dann alles zurück in die Moulinette, ein wenig Öl dazu (in unserem Fall Bio-Sonnenblumenöl aus der Schweiz, da das einzige Erdnussöl im Regal aus Hinter-Timbuktu angekarrt wurde 😕). Ein Löffelchen Rohrzucker und ein paar Prisen Salz hinterher, Messer rotieren lassen. Finger reinstecken und ablecken..... Njommmmmm??
Eventuell nochmal etwas Öl, Zucker und Salz dazu, ganz nach eigenem Goût. Und zum Schluss hab ich die ganze Chose nochmal in die beschichtete Pfanne befördert und ein Weilchen bei mittlerer Hitze blubbern lassen, damit der Zucker schmilzt und im besten Falle noch ein wenig caramelisiert.
Wenn die Masse geschmacklich und von der Konsistenz her passt: Ab ins Glas damit. Ich hab dafür kleine Le Parfait-Gläser verwendet und diese mit einem Stück Sandwichpapier abgedichtet.

YEP! Das gibt ein ✔ auf der Liste!

Die Rostrose hat grad einen neuen ANL-Post veröffentlicht, in dem sie über ihre bisherigen Erfolge in Sachen Nachhaltigkeit berichtet. 
Alles kleinere und grössere Schritte, unspektakulär und von manchen Skeptikern vielleicht gerne als "Peanuts" degradiert ("was bringt das schon, wenn ich zum Einkaufen die Stofftasche mitnehme, anstatt mein Gemüse in Plastiktüten zu packen?). In ihrer Summe aber leisten sie sehr wohl einen grossen Beitrag, um Ressourcen und Umwelt zu schonen, Müll zu vermeiden und auch das eigene Budget zu entlasten. Ausserdem sind sie für jeden wirklich ganz einfach umzusetzen, ohne dass man sich in irgendeiner Weise einschränken müsste.
Und vielleicht wird der eine oder andere mit dem Gedanken angesteckt, in Zukunft im Rahmen seiner Möglichkeiten gewisse Veränderungen vorzunehmen? Jeder noch so kleine Beitrag ist ein Schritt in die angezeigte Richtung!



Bis bald, herzliche HummelzGrüsse!






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Samstag, 4. Februar 2017

HEU-TOY!

"Ich hab 'nen richtigen Rossmagen!" ist ein gern zitierter Spruch wenn einer ausdrücken möchte, dass sein Verdauungsorgan sehr robust und unempflindlich sei.
Da der Durchschnittsmensch aber wenig mit Pferden zu tun hat in seinem Alltag fällt kaum einem auf, dass diese Aussage so grundsätzlich nicht stimmen kann. Denn Pferde haben, ganz contraire zu dieser Annahme, einen überaus sensiblen Verdauungstrakt. Etwas schimmliges Heu, ein paar Maul voll zuviel an eiweissreichem, frischem Gras im Frühling oder auch nur eine Aufregung- und schon melden sich Koliken an. Wenn man die nicht rechtzeitig bemerkt können da ein paar Stunden über Leben oder Tod entscheiden!

Unsere Jungs wurden bisher 3 Mal pro Tag gefüttert, und sie bekommen auch nichts anderes als gutes Heu, ein paar Äpfel oder Karotten und zur Belohnung trockenes Brot. 
Da ein Pferdemagen aber viele kleine Portionen verarbeiten soll, damit die in grossen Mengen produzierte Magensäure was zu tun hat und nicht die eigenen Schleimhäute angreift, haben wir uns schon seit geraumer Zeit Gedanken darüber gemacht, wie wir die Futteraufnahme der Beiden noch mehr über einen mögichst langen Zeitraum "ziehen" könnten.

Futterautomaten kamen difinitiv nicht in Frage- die sind viel zu teuer. 
Heunetze schieden auch aus, weil sie uns zu gefährlich erschienen. Man sollte sie dicht über dem Boden aufhängen, um eine Futteraufnahme in natürlicher Haltung zu gewährleisten. Ich kenne unsere Jungs- da hätte sich bestimmt innert kürzester Zeit einer mit den Hufen drin verfangen!

Im Internet stiessen wir auf verschiedene, käuflich zu erwerbende Heuspender. Auch die: alle zu kostenintensiv.

Aber selbst sind die Hummels, nüchwahr? ;oD 
Animiert durch ein Video im www holten wir uns in der landwirtschaftlichen Genossenschaft ein kleines Gärfass, schnitten Löcher rein, knüpften eine Aufhängevorrichtung dran und installierten das Teil im Stall.

Was soll ich sagen? Die Jungs brauchten keine halbe Minute um zu kapieren, dass es da was zu holen gibt-im wahrsten Sinne des Wortes!
Eifrig begannen sie, das Heu aus den Löchern zu rupfen. Da sie aber immer nur kleine Portionen aus den Öffnungen rauskriegen brauchen sie nun viel mehr Zeit, um ihre Ration Futter zu verputzen. Und genau das ist der Sinn der Sache.



video


(Leider mussten wir das Video ganz doll komprimieren, 
deshalb ist es in der Vollbildversion 
unscharf.....seufzzz....!


Falls ihr hier kein Video sehen könnt: klickt bitte diesen Link an!


Der "Prototyp" hängt jetzt seit einer Woche und erfüllt seinen Zweck perfekt. Die Jungs amüsieren sich prächtig mit dem Teil und haben auch schon ausgeknobelt, wie sie es anstellen müssen, damit das Fass möglichst wenig hin- und herbaumelt. Clevere Kerlchen! :oD

Und bevor da jetzt einer "Jesses! Kunststoff!!" schreit: Ja, ich weiss. Aber für dieses Projekt habe ich meine Aversion gegen dieses Material jetzt einfach mal ausgeblendet. Fässer aus Holz oder Metall wären viiiel zu schwer (schon dieses kleine Fass in gefülltem Zustand aufzuhängen erfordert ein gewisses Mass an Spucke!). Ausserdem ist dieser Kunststoff sehr stabil und bissfest. Ein Argument, das man in Gegenwart von kräftigen Pferdegebissen nicht vernachlässigen sollte! ;oD 

Nachdem unser "Prototyp" seine Bewährungsprobe also erfolgreich hinter sich gebracht hat sind inzwischen noch zwei weitere Heufässer von Herrn Hummel präpariert worden. (Was tät ich nur ohne ihn?? ;oD)
Die Jungs müssen sich ihr Futter nun erarbeiten, was ihnen offensichtlich viel Vergnügen bereitet und sie über Stunden beschäftigt.

Eine Punktlandung also, sozusagen. Und ein DIY, das wenig kostet und eine grosse Wirkung an den Tag legt.



Frohen Sonntag und liebe Grüsse!


PS: Ta-daaa!! Premiere! Video!





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Donnerstag, 26. Januar 2017

IHRE MEINUNG BITTE!

Wenn man einen Post schreibt zu einem Thema, das mit Sicherheit zu kontroversen Meinungsäusserungen Anlass geben könnte (oder wenn man die Texte auf seinem Blog regelmässig in recht provokantem Wortlaut verfasst) dann kann man sich eigentlich ziemlich sicher sein, dass es darauf Reaktionen geben wird.

Diese Reaktionen kommen. Und zwar in Form von Kommentaren, die in wirklich sachlichem und überaus anständigem Ton gehalten sind. Die schlicht und ergreifend nichts anderes wiedergeben als die persönlichen Ansichten von Lesern dieser Posts, die sich unter Umständen nicht decken mit der des Blogautors.

Diese Meinungsäusserungen also ziehen die Antworten des Blogautors nach sich. Und die wiederum pendeln sich ein irgendwo zwischen Zynismus und Hohn. Den Kommentatoren wird Kleingeistigkeit unterstellt und ihre Meinung wird mit süffisanten Zeilen quittiert. 

Und dann (wahrscheinlich sind dem Blogautor schlussendlich die Argumente ausgegangen) werden die Kommentare gelöscht mit dem Hinweis auf die Tatsache, dass auf diesem Blog nur der Betreiber entscheide, welche Kommentare freigeschaltet werden.

Nun, das ist sein gutes Recht. 
Aber das zeugt a) nicht von wirklicher Reife, und b) bringt sich der Blogautor um das herum, was (für mich zumindest) das Bloggen ausmacht:

Den angeregten Meinungsaustausch auf Augenhöhe nämlich. Konversation (auch) zu Themen, die sich jenseits von Styling, Wohnungsdeko und Ähnlichem bewegen und die vermutlich in eine Kontroverse steuern könn(t)en.
Wird die aber gepflegt geführt, sachlich, anständig und ruhig, dann können solche "Auseinandersetzungen" sehr inspirierend sein. Es könnte sogar passieren dass man selber plötzlich wahrnimmt, das Thema so unter diesen Gesichtspunkten noch gar nie betrachtet zu haben. Sprich: die Meinungen anderer könnten einem zu diesem Thema bis dato ignorierte Aspekte näherbringen und so den eigenen Horizont etwas erweitern.





Leider gerät man beim Bloggen ohne böse Absicht ab und zu in solche Situationen. Weil man sich einfach gewohnt ist, die Dinge ehrlich anzusprechen. Aber wie es scheint kommt man immer wieder mit Menschen in Kontakt, die sich nicht darauf einlassen können- aus welchen Gründen auch immer.....

Was ich damit sagen möchte: Auf meinem Blog soll jeder frank und frei seine Meinung äussern dürfen. Auch wenn es nicht meine ist! ;oD
Das Einzige, was ich mir dabei erbitte, ist die gebührende Portion Anstand. Aber das ist eigentlich müssig zu erwähnen; hier bin ich bis jetzt nur ganz vielen wirklich herzlichen und niveauvollen Lesern begegnet!


Fröhliche Wintertage weiterhin,
ganz herzliche Grüsse!





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Sonntag, 8. Januar 2017

DETOX à la MADAME 'ÜMMEL.....

Aaaaahhhhh, DAS war lecker!
Hab heute zu Mittag was Neues ausprobiert, das geb ich jetzt schnell mal an euch weiter! Auch mein Daddy und der HerrHummel waren sehr angetan. Falls ihr demnächst (nach einem Spaziergang in der eisigen Natur zum Beispiel!) euren knurrenden Magen mit was Heissem, Deftigem und Unkomplizierten verwöhnen wollt, dann kann ich euch diese/n Suppe/Eintopf allerwärmstens empfehlen!

Aaaaaaalso:


  • 2 oder 3 Zwiebeln und ein paar Knoblauchzehen kleinhacken bzw. durchpressen und in Öl andünsten.
  • Ca. 2 Kilo verschiedene Gemüsesorten schälen und in etwa gleichgrosse Teilchen verhackstücken (bei uns waren das Karotten, Kartoffeln, Fenchel, Lauch, Petersilienwurzel und Kohlrabi). Ebenfalls in die Pfanne geben, kurz mitdünsten.
  • Mit eineinhalb Litern siedendem Wasser angiessen, salzen, pfeffern, einen Teelöffel grüne Currypaste und ein wenig Gemüsebouillon dazu. Köcheln lassen!
  • Wenn das Gemüse den gewünschten Garpunkt erreicht hat etwa die Hälfte des Sudes abschöpfen (und zur Seite stellen! Den kann man wunderbar wiederverwenden!)
  • Nun kommt eine Büchse Pelatiwürfel in die Pfanne und gleich auch noch 1/2 Liter Cocosmilch.
  • Und jetzt der Clou: Je nach Geschmack gebt ihr eine gute Portion Erdnussbutter dazu (bei mir waren es 3 dicke, fette -wortwörtlich, *ggg*!- Esslöffel voll). 
  • Abschmecken mit noch mehr Currypaste und Fischsauce.

FERDDISCH!!



Ich sags euch: Das schmeckt einfach njom-njom!! Sämig, würzig, nussig............und es wärmt den Bauch ganz hervorragend!

Allez-hopp.... bin auch schon wieder weg!


Frohen Winter weiterhin, haltet euch warm und kuschlig!




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Mittwoch, 4. Januar 2017

EIN WINTERMÄRCHEN

Vor langer, langer Zeit, als die Welt noch ganz leise war und über allem ein grosser Frieden lag, begab sich diese Geschichte.
Auf einmal jedoch schien dieser Einklang jäh gefährdet zu sein. Die Jahreszeiten nämlich hatten sich arg zerstritten; jede von ihnen wollte möglicht lange das Zepter über Mutter Erde führen, jede schien sich selber als die wichtigste im Laufe des Jahres wahrzunehmen. Einer machte dem andern seinen Platz streitig und räumte das Feld letztendlich immer nur zähneknirschend und mit grosser Verspätung.
So kam es, dass ob diesem zähen Ringen um die Vorherrschaft die Natur ein wenig aus dem Tritt geriet. Die kleinen Blütenknospen wussten nicht mehr so recht, wann sie zu erblühen hatten, die Bäume liefen Gefahr, ihre Blätter abzuwerfen, kaum dass sich diese entfaltet hatten, und als in den eisigen Monaten ein heftiges Sommergewitter mit Blitz, Donner und Hagelschlag herniederging wurde es dem Herrscher über das Universum zuviel. In aller Eile berief er die vier Jahreszeiten zu einem Treffen ein, damit sie sich diesem Problem stellen und untereinander einig werden sollten. 

Aus allen Himmelsrichtungen kamen sie nun schleunigst angereist. Der Frühling, eine elfengleiche, zarte Gestalt schwebte in einem anmutigen Gewand aus duftenden Blüten herbei. In seinem lockigen Haar flatterten blaue Bänder, und der ihm eigene warme, liebliche Duft umwogte ihn.
Kurz nach ihm erschien der Sommer. Temperamentvoll, vielleicht sogar ein wenig vorlaut war er, von leuchtender Gestalt und immer in Bewegung. Schon von Weitem hörte man ihn lauthals lachen und konnte die Hitze fühlen, die er mit sich brachte. 
Auch der Herbst liess nicht lange auf sich warten. So, wie das Jahr sich zu seiner Regentschaft der zweiten Hälfte zuwandte, so war auch er ein stattlicher Mann in den besten Jahren. Mit einem wilden Bart, der immer ein wenig zerzaust erschien, mit leuchtenden Augen, umkränzt von fröhlichen Lachfältchen, und einer polternden Stimme. Währschafte Hosen trug er, einen Wams aus kräftigem Stoff und derbe Stiefel, die bis zum Knie reichten. Und mit ihm reiste ein frecher Wind, der sich ein ums andere Mal in seinem Haar verfing.
Und der Winter? Nun, der war ein alter, bedächtiger Mann. Er konnte nicht mehr so leichtfüssig reisen wie seine Kameraden und brauchte für alles ein wenig mehr Musse. Also schickte er seine rechte Hand, die Schneekönigin, an seiner Stelle voraus, damit er selber in Ruhe den Weg zu dieser Versammlung hinter sich bringen konnte.
Und die Königin über Eis und Schnee war eine würdige Vertretung seiner! Eine hoheitliche Erscheinung, gehüllt in glitzerndes, funkelndes Weiss mit einem prachtvollen Umhang um die Schultern, der über und über mit winzigen Eiskristallen bestickt war. Und mit ihr kam eine wirbelnde, frostige Wolke aus Tausenden und Abertausenden flirrender und tanzender Schneeflöckchen.

Doch kaum waren die Jahreszeiten aufeinandergetroffen, da brachen sie auch schon in Streit aus. Jeder wollte sofort erläutern, warum gerade er so wichtig sei im Laufe des Jahres, jeder fiel dem andern ins Wort und versuchte sich lauthals Gehör zu verschaffen. Sogar der Frühling, sonst doch ein zartbesaitetes und leises Wesen, ereiferte sich: 

"Was glaubt ihr denn, was die Natur ohne mich wäre? Wer, denkt ihr, legt all die Blüten und Saaten an, die zu meiner Zeit aufgehen, wer schickt die perlenden, feinen Schauer und die warmen Strahlen, die Labsal sind für alles, was wachsen und gedeihen soll? Wer zeigt den Vögelchen, wie sie ihre Nestchen weben sollen, und wer lernt Bienen und Schmetterlinge das Brummen und Flattern? Es ist doch ganz offensichtlich, dass die Natur ohne mich verloren wäre!"

"Ach was!" winkte der Sommer mit funkelnden Augen ab. "Bienchen und Blüten....was ist das schon, gemessen an den heissen Tagen, die meine sind? Sie machen alle Lebewesen froh, sie erst lassen deine Saat zu dem gedeihen, was ihr vorbestimmt ist! Allein meinetwegen wächst das Gras grün und kräftig, damit es den Tieren Nahrung sein kann! Und meine Gewitter reinigen die Luft und versorgen die Quellen mit reinem, frischem und klarem Wasser.
Nein, da gibt es nichts zu deuteln: Ich bin der Wichtigste in unseren Reihen!"

"Firlefanz!!" polterte sogleich der Herbst, und eine kräftige Böe wirbelte ihm seinen Schopf ins Gesicht. Er stemmte seine derben Fäuste in die Hüfte und beugte sich ein wenig vor: "Seht ihr nicht, wie reich die Ernte ist, die ich jedes Jahr zur Reife bringe? Süsse Früchte, knackiges Gemüse, aromatische Nüsse und Beeren oder goldenes Getreide in Hülle und Fülle! Ausserdem inszeniere ich ein Feuerwerk aus bunten Blumen und farbigem Laub, und der Himmel erstrahlt nie in einem satteren Blau als zu meiner Saison! Es muss einer verrückt sein der behauptet, ich wäre NICHT der Wichtigste hier!" 

Nun richteten sich alle Augen auf die Schneekönigin. Die setzte gerade an um zu sprechen, als die drei andern ihr erstes Wort im Keim erstickten.

"Du?" rief der Frühling mit feinem Stimmchen, "Du erfrierst jedes Jahr die ersten zarten Triebe meiner Pflänzchen, weil du nicht rechtzeitig das Feld räumst!"
"Genau!" stimmte der Sommer mit ein, "du bist nichts anderes als trüb und grau!"
"Was kannst du denn schon?" höhnte der Herbst. "Du kannst nur Kälte und Eis über die Erde schicken. Das ist NICHTS!!"

Und sie bemerkten in ihrer Aufregung gar nicht, dass in diesem Moment der Winter angekommen war. Der stand nur still da und hörte sich das Gezeter an.
Die Jahreszeiten steigerten sich geradezu in ihren Ärger hinein und redeten und schrien ohne Unterlass auf die arme Schneekönigin ein. Der wissende Winter erkannte, dass er dem ein Ende setzen musste: "Meine Lieben, nun beruhigt euch doch!" rief er und hob beschwörend die Hände.

Aber da war es schon zu spät. Die Schneekönigin war so erbost, dass eine tiefe Zornesfalte auf ihrer Stirne erschien und ihr Kinn leise bebte.
"Wie- NICHTS??" schrie sie, "was heisst da NICHTS? Ich will euch zeigen, was NICHTS ist!"
Sprachs, zog ihren gläsernen Zauberstab unter dem Cape hervor, drehte sich einmal schwungvoll um die eigene Achse und schwang heftig den Stab.
In diesem Moment erstarrte die Landschaft. Auf Bäume und Sträucher, auf jeden Grashalm und jeden kantigen Stein legte sich eine Schicht aus glitzernden und funkelnden Eiskristallen, erschaffen aus feuchtem Hauch und klirrender Kälte. Ein stürmischer Wind hetzte dichtes Schneetreiben vor sich her, und schlussendlich wob die Schneekönigin mit ihrem Atem zarte Nebelschleier zwischen die Wipfel und hüllte die Landschaft damit ein.


Doch dann hielt die Schneekönigin abrupt inne und liess ihren Arm sinken. Augenblicklich herrschte tiefste Ruhe. Der Frühling stand da, schlotternd in seinem leichten Kleidchen, Sommer und Herbst schauten betreten zu Boden, und der Winter wiegte sinnend seinen weisen, grauen Kopf.

"Was macht ihr denn?" richtete er das Wort an die Umstehenden. "Ihr benehmt euch wie kleine Kinder, schreit einander nieder und schlagt euch beinahe die Köpfe ein!
Habt ihr denn noch nicht erkannt, dass jeder einzelne von euch grossartige Arbeit tut? Dass jeder vom andern abhängig ist, dass ihr nur gemeinsam euer Werk verrichten könnt und jeder eurer Handgriffe wie kleine Zahnrädchen in die Handgriffe der andern fassen?
Der Sommer kann nur wachsen und gedeihen lassen, weil der Frühling überhaupt erst die Saat zum Keimen gebracht hat. Der Herbst kann sich nur deshalb über seine Ernte freuen, weil der Sommer viel Licht, Wärme und Wasser beigesteuert hat. Und der Winter ist unbedingt notwendig, damit die Natur ihre wohlverdiente Ruhe findet, nachdem sie ihre ganze Energie über's Jahr aufgebraucht hat. In der eisigen, stillen Spanne schöpft sie neue Lebenskraft, damit der Frühling zur rechten Zeit allem neue Lebensgeister einhauchen kann!
Also rauft euch zusammen, anstatt einander das Dasein schwer zu machen!"

Die Jahreszeiten und die Schneekönigin sahen ein, dass der Winter wohl recht hatte. Sie schämten sich für ihr Verhalten und waren nun gerne bereit, ein für alle zufriedenstellendes Übereinkommen zu treffen. Also beschloss man einmütig, das Jahr exakt auf die vier Jahreszeiten zu verteilen, sodass jeder von ihnen gleich viel Zeit hatte, um sein Werk zur Zufriedenheit aller zu vollführen.

Und so trennte man sich wieder, jeder ging frohen Herzens dortin zurück, woher er gekommen war. 

Nur die Schneekönigin drehte sich mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen nochmal um und schwang verstohlen ihren Zauberstab.

Und vom Himmel fielen Tausende und Abertausende glitzernder und flirrender Flöckchen..........




❄ ❄ ❄ ❄ ❄

(Auf ganz speziellen Wunsch......! ;oD )




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Sonntag, 1. Januar 2017

EISIG




"....also hob die Schneekönigin ihren Zauberstab und liess mit seinem Schwung die Landschaft erstarren. Legte auf Bäume und Sträucher, auf jeden Grashalm und jeden kantigen Stein eine Schicht aus glitzernden, funkelnden Eiskristallen, erschaffen aus feuchtem Hauch und frostiger Kälte. Und ihr Atem wob sich wie ein zarter Nebelschleier zwischen die Wipfel, hüllte die Landschaft in Schweigen und gewährte ihr die Ruhe, nach der sie verlangte."


Mit diesem bezaubernden Anblick, der mich wieder ein wenig mit diesem Winter, der kein rechter ist, versöhnt wünsche ich euch allen von 💖en 




 ein glückliches neues Jahr! 

Sein Drehbuch steht aller Wahrscheinlichkeit nach schon fest; jetzt liegt es an uns, das Beste daraus zu machen!

Bleibt offen und lebensfreudig, mutig und phantasievoll, träumt und begeistert euch!




Wenn wir uns
von unseren Träumen leiten lassen,
wird der Erfolg
all unsere Erwartungen übertreffen!

H.D. Thoreau





Ganz herzliche Neujahrshummelzgrüsse!




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Montag, 26. Dezember 2016

VOR UND ZURÜCK

Da sind sie wieder.... die Tage zwischen den Jahren. Altjahrestage heissen sie bei uns. Eine Zeit, der ich immer mit gemischten Gefühlen gegenüber stand.

Ein Blick zurück ins Vergangene. Vom persönlichen Standpunkt besehen hat es das Jahr Zweitausendundsechzehn, im Grossen und Ganzen, gut gemeint mit mir. Nichts, was meine Lebensbalance ernsthaft in Gefahr gebracht hätte. Nichts, was nicht mit etwas gesundem Optimismus und einem Quäntchen Gelassenheit hätte erfolgreich angegangen werden können. Geprägt von einem ruhigen Rhythmus war es, ohne turbulente Auf-und-Ab's, gepaart mit viel Schönem und Gutem. Doch, es war ein wirklich angenehmes Jahr.

Und der Blick nach vorn? Ich weiss nicht....Früher hat mich der Übergang in ein neues Jahr immer irgendwie ein wenig beunruhigt. 365  Tage, die wie unbeschriebene Blätter Papier vor einem liegen, und irgend eine Macht hat ihre Hand im Spiel, mit der sie "meine" Seiten beschreibt. Wort für Wort. Natürlich weiss ich, dass ich viel beitragen kann zum Drehbuch meines Lebens. Dass ganz vieles einzig von meinem eigenen Handeln abhängt, von meiner Einstellung zu den Dingen und von der Art, wie ich mit den Requisiten umgehe, die auf der Lebensbühne zu finden sind. Und trotzdem hat mich das Unvorhersehbare doch immer ziemlich irritiert.

Heute bin ich in dieser Beziehung bedächtiger. Übertrage dem Universum einen Teil Verantwortung und lasse die Zeit agieren. Kann Dinge einfach geschehen lassen und bin überzeugt davon, dass es "gut kommt". Das Leben hat mich gelehrt, dass auch Rückschläge und dunkle Stunden in irgendeiner Form schlussendlich einen positiven Einfluss auf mein Dasein genommen haben. Mit etwas Abstand betrachtet. 

Und jetzt, zur Zeit der Rauhnächte, in denen sich die Tore in andere Welten öffnen und Tieren, wie es übertragen ist, um Mitternacht die Sprache gegeben ist, lasse ich mich einfach treiben. Fühle und höre genauer hin. Und entdecke Manches, was beweist, dass viel dran ist an den Mythen und Sagen um die Rauhnächte.....

Weihnachten?
So ruhig und entspannt, wie ich es mir gewünscht hatte. Ohne jede Hektik, in geselliger Runde oder auch allein. Warm, von sanftem Licht erhellt war es, und der Umstand, dass es mir an nichts mangelt macht mich dankbar und glücklich. 



Zur ganz grossen Freude fehlt nur noch Schnee. Viiiel Schnee!
Wer weiss- vielleicht kommt er noch. Auf jeden Fall hab ich sowas läuten hören.....  ;oD
Bis dahin gebe ich mich mit solch schönen Sonnenuntergängen zufrieden wie diesem am 24. Dezember. (Erstaunlicherweise hab ich das Foto geschafft ohne mich dabei quer über den Balkon zu schmeissen, *ggg*!)



Also lasst uns die paar Tage im alten Jahr noch geniessen. Innehalten und resümieren. Immer im festen Glauben daran:

                   🌟 Alles wird gut! 🌟



Ganz herzliche Grüsse! 💕






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