Samstag, 3. Dezember 2016

APFENZGLITZCHEN/ DAS ZWEITE!

Ein winterlicher Wald birgt etwas sehr Beruhigendes in sich, er strahlt eine feine Mystik aus und bringt wohl den rastlosesten Menschen ein wenig zur Besinnung.
Vor allem wenn, wie heute Morgen bei unserem Ausritt, jeder Baum, jeder Strauch und jedes noch so kleine Pflänzchen von einer dicken, glitzernden Rauhreifschicht überzogen ist. Wie wir schon früh durch diese friedliche, kalte Stille ziehen mit den Ponys erhebt sich gerade die Sonne über die Berge. Jeder ihrer Strahlen bricht sich tausendfach in diesen klitzekleinen Eiskristallen, was ein grossartiges Funkeln und Leuchten zur Folge hat....ein prächtiges, eisiges Feuerwerk. Ganz besonders zauberhaft und ein Schauspiel, wie es nur die Natur zustande bringt!






Die Ponys schreiten flott dahin, ihre Hufe trommeln einen fröhlichen Rhythmus auf den hartgefrorenen Boden.
Aber wir sind nicht alleine. Eine wetterfeste junge Familie kommt auf ihren Velos daher. Papa und Mama vorne, gefolgt von ihrem Filius, der 8 Jahre alt sein mag. Alle bestens ausgerüstet mit Helmen, Sonnenbrillen und Sportbekleidung. Beschwingt treten sie in die Pedale und fahren grüssend vorbei.
Mit etwas Abstand folgt ihnen die Kleinste, ein vielleicht 4jähriges Mädchen. Knallbunt sind Kopfschutz und das kleine Rädchen, auf der Nase balanciert es eine Sonnenbrille, die etwas zu gross geraten zu sein scheint. Etwas unschlüssig hält es ein paar Meter vor uns an, ruft seinen Eltern etwas nach, was wir aber nicht verstehen. Abwägend ruckelt die Kleine ihr Rädchen vor und zurück, scheint zu überlegen. Wir lenken die Ponys schon mal ganz an den Rand des Weges, damit sie gefahrlos vorbeifahren kann.
Der Abstand zwischen ihr und dem Rest der Familie scheint der kleinen Radlerin nun doch zu lang zu werden. Entschlossen schiebt sie ihr buntes Rädchen an und tritt in die Pedalen. In wildem Zickzackkurs kommt sie uns entgegengesaust und ruft laut: 

"Ich habe gaaar-gaaaaar keine Angst!!"

Harry überlegt sich offensichtlich, ob es wohl eine gute Idee wäre, sich mit einem gewagten Satz ins Dickicht in Sicherheit zu bringen, da ist sie schon an uns vorbeigeflitzt. 

Und ich grinse von einem Ohr zum andern.
Diese kleine Szene mag überaus banal erscheinen, aber manchmal haben solche Situationen etwas so Komisches an sich, dass sie dadurch einfach bemerkenswert werden.

Vermutlich hatte die Kleine schlicht Muffensausen. Aus ihrer Perspektive mussten ihr die Ponys wohl kolossal gross vorkommen! Aber einerseits entfernte sich die Verwandtschaft immer weiter weg. Und andererseits hat man auch als 4jährige einen Ruf zu verlieren, n'est-ce pas? Augen zu und durch, das schien ihr in diesem Moment die einzige annehmbare Devise zu sein. Und sich selber verbal anzufeuern bei einem scheinbar doch einigermassen brenzligen Unterfangen, das kann ja nun keineswegs verkehrt sein...... ;oD 

Die Kleine verschwindet hinter der nächsten Wegbiegung, und auch wir setzen uns wieder in Bewegung.

Die Sonne lacht und der Rauhreif glitzert......
Was für ein schöner Tag!


Frohen zweiten Apfenz, meine Lieben, herzliche Grüsse!




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Sonntag, 27. November 2016

APFENZGLITZCHEN / DAS ERSTE!

Dass der Apfenz mit heutigem Datum als hochoffiziell eröffnet gilt stellt für mich das erste Apfenzglitzchen überhaupt dar!

Jetzt zelebriert man das Wohlige, Gemütliche, Beschauliche nach Herzenslust. Diese Attribute charakterisieren für mich sowieso die kalte Jahreszeit, aber der Apfenz setzt dieser Lauschigkeit einfach noch ein Schippchen obendrauf.

Den Nachmittag vor dem ersten Apfenz halte ich mir immer frei. Diese Stunden will ich nutzen, um mich in aller Ruhe auf diese schöne Zeit einzustimmen!
Ich freue mich immer schon Tage vorher auf diese kurzweilige Beschäftigung. 

Oma's alte Stollentruhe hütet mittlerweile all meine Weihnachtsdekoschätze; Dinge, an denen ich sehr hänge, weil sie eine Bedeutung für mich haben. Erinnerungsstücke meist und Selbstgemachtes.
Inzwischen hat jedes davon sein festes Plätzchen in der Stube; die Zapfengirlande mit den kleinen Trömmelchen hängt am Buffet, der stattliche, hölzerne Kerzenengel findet Schutz unter einer grosse Glascloche, der dicke, sägerauhe Holzstern liegt auf dem Sofatisch und trägt ein bauernsilbernes Teelicht. Und der grimmige Nussknacker hat sich mit dem kleinen Hoppereiter zusammengetan und empfängt einem im Entrée. Mehr braucht es nicht, und doch verbreiten diese Dinge durch ihre Anwesenheit eine dezente weihnachtliche Stimmung.


Jedes Jahr kommt ein neues selbstgeklöppeltes Trömmelchen an die Girlande. 
Mesdames et Messieurs, voilà le modèle 2016:



Zu den Klängen alter englischer Weihnachtslieder geht diese entspannte Tätigkeit leicht und fröhlich von der Hand. Der Apfenzkranz, der nur so tut als ob, aber seine Aufgabe trotzdem sehr ernst nimmt, ist im Handumdrehen fertig.  




Und so bleibt sogar noch die Zeit, meine feine Winterconfiture anzusetzen. Ananas, pinke Grapefruit und Zitrone gehen eine süsse Verbindung mit einer leichten Bitternote ein, die ich ganz besonders gerne mag!

Ach, ist es nicht herrlich?

Verratet ihr mir, wie (oder ob überhaupt?) ihr euch auf den Apfenz einstimmt? 


Lasst es euch gutgehen, fröhlichen 1. Apfenz und herzlichste Hummelzglitzchengrüsse!

                           ******







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Dienstag, 22. November 2016

4...3...2...1....GLITZCHEN!!


Apfenzglitzchen (das), 

laut Duden ein

"Terminus, zusammengesetzt aus den Elementen Apfenz (umgangssprachliche Ableitung des Wortes "Advent", lateinisch adventus für "Ankunft"), und Glitzchen (Verniedlichungsform für "Glitzer", auch Flitter, Zierrat)" 

Trennung: Ap-fentz-glitz-chen

Bedeutung: Steht für - ausschliesslich in der Adventszeit auftretende - freudige kleine Alltagsüberraschungen, positive Begegnungen, Erlebnisse oder Begebenheiten, die, kleinen glitzernden Fünkchen gleich, das Leben nachhaltig erheitern.

Herkunft: Nicht im Detail überliefert. Allerdings scheint eine gewisse Frau Hummel (Schweizer Vokabelkoordinatorin und Gedankenjongleuse)im ersten Quartal des 21. Jahrhunderts diesen Begriff massgeblich geprägt zu haben.

Sinnverwandte Wörter: Einzig bekannt: 
Weihnachtsfestankunftszeit-Schimmer (findet in der angewandten deutschen Sprache aber kaum Verwendung)

Gegenwörter: keine bekannt



via


So. Hätten wir das also geklärt! ;oD

Und wieder mal steht der Apfenz vor der Tür. Meine liebste Jahreszeit überhaupt! Ein wenig Geheimniskrämerei, vergnügtes Werkeln, Backen und Basteln und ganz viel Vorfreude zeichnen ihn aus. Und vielleicht auch die Empfänglichkeit für alles Wohlige und Märchenhafte. Die richtige Ambiance also für meine Apfenzglitzchen! 
Kleine Geschichten aus dem Alltag, die auf den ersten Blick ganz banal erscheinen mögen, einem auf den zweiten aber doch anrühren,  ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern und einen feinen Schimmer auf den Alltag werfen. Begegnungen mit speziellen Menschen. Kleine Begebenheiten, über die ich mich gefreut habe.

Nicht jeden Tag, aber so oft wie möglich möchte ich sie mit euch teilen. 

Mal sehen, welche Glitzchen vom Himmel fallen werden!


 Bis bald,

erwartungsfreudige Hummelzgrüsse!

***** 





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Mittwoch, 16. November 2016

GEDANKEN.WORTE.TEXT

DENKEN UM ZU SCHREIBEN UM ZU DENKEN
Manfred Hinrich, Philosoph


Manchmal geben ein paar einfache Worte sehr exakt das wieder, was man empfindet. Dieses Zitat von Manfred Hinrich, bestehend aus vier simplen Worten, drückt so haargenau das aus, was das Schreiben für mich bedeutet, dass ich im ersten Moment ziemlich perplex war. Musste es nochmal und nochmal lesen, nur um immer wieder zur Erkenntnis zu gelangen: Besser könnte man es nicht ausdrücken!

Manchmal kullern in meinem Kopf kleine bunte Bällchen herum. Eindrücke, Empfindungen, Wortfetzen sind es meist nur, empfangen von meinen Hirnantennen im Laufe eines Tages, ungeordnet und wirr. 
Aber intensiv sind sie und lassen mich somit auch nicht mehr los. Doch in dieser Form kann man mit ihnen nicht sehr viel anfangen; sie sind weder substanziell noch ergeben sie einen tieferen Sinn.
Wenn ich mich also nur in Gedanken mit diesen Sinneseindrücken beschäftigen würde, so hätten sie wohl die Konsistenz von zähem Fleisch; ich würde sie hin- und herschieben zwischen meinen geistigen Kauwerkzeugen und käme kaum zu Rande mit ihnen.

Sobald ich mich aber hinsetze und sie in Worte zu fassen versuche, nehmen meine Gedanken plötzlich Gestalt an. Beim Versuch, diese Emotionen in den treffendsten Ausdruck zu kleiden reihen sie sich brav auf und marschieren flott in eine Richtung, wie kleine Wort-Soldaten. Worte, die zusammen einen Sinn ergeben, die zusammengehören und voneinander abhängig sind fassen sich an den Händen und bilden sinnvolle Sätze. Und diese Sätze wiederum leiten und führen meine Gedanken, ordnen sie und und geben ihnen einen Platz. Sie formen Bilder in meinem Kopf, verleihen ihnen Farbe und Kontur.


Wenn ich mir hinterher den verfassten Text immer wieder durchlese, an Formulierung und Stil feile, die Ausdrucksform zu optimieren versuche um eine gedankliche Einheit zu schaffen erkenne ich oft auch, dass das Geschriebene neue Denkanstösse erzeugt. 
Plötzlich verknüpfen sich diese neugeschaffenen Bilder mit den älteren, die in meinem Kopf abgespeichert sind. Sie regen zu ungewöhnlichen Gedankengängen an, hinterfragen und analysieren. 

Schreiben ist also nicht nur Mittel zum Zweck; Schreiben gibt einem die Gelegenheit, sich sehr intensiv mit der Welt, in der man lebt, und den eigenen Gedankengängen zu befassen. Wenn man sich per geschriebenem Wort damit auseinandersetzt, sie versucht zu artikulieren, so wird das auch die eigene Empfindsamkeit und Intuition beeinflussen.

Worte können leere Phrasen sein. Sie können unser Dasein aber auch nachhaltig prägen. Seitdem ich (auch bedingt durch das Bloggen!) wieder viel mehr und regelmässig schreibe glaube ich doch, deutlich emotionaler geworden zu sein, in einem erfreulichen Sinne.

Mehr denken um viel zu schreiben um erneut zu denken.....

Und wer jetzt denkt "Abba jetzt hat die wohl einen an der Waffel, die Hummel!":

Nö. Glaub ich nicht! 
Aber manchmal müssen sie raus, die Gedanken. Damit es Platz für neue gibt! 😊

Habt einen schönen Tag, liebe Grüsse!







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Dienstag, 1. November 2016

JJ

 Seit heute bleibt dein kleines 
Heunestchen verwaist.
Nie wieder wirst du uns mit deinen
bernsteingelben, sanften Augen anstrahlen,
und wir werden vergeblich darauf warten, 
dass du uns mit einem Köpfchenstupser
im Stall begrüsst.
Deine kleinen Mietzchenfreunde,
die so fasziniert waren von dir,
für die du Papaersatz warst,
werden dich bestimmt sehr vermissen. 



Lieber kleiner Hoflöwe JJ,
du wurdest nur dreieinhalb Jahre alt.

Letzte Nacht wolltest du im falschen
Moment die Strasse überqueren.

Wir sind so traurig!

***

Sonntag, 30. Oktober 2016

WONNIG.WOHLIG.SCHÖN!

Fühlt ihr es auch? Alles kommt jetzt zur Ruhe. Die Natur vor allem. Sie beschenkt uns momentan mit wunderbar stimmungsvollen Bildern. Fröhlichbuntes Laub, das lautlos sich vom Baum löst und mit sanftem Schwung zu Boden gleitet. Zarte Nebelfetzchen, die sich zwischen die Bäume spannen und an die Gebirgszüge schmiegen. Oder traumhafte Sonnenuntergänge, die Landschaft mit goldenem Glanz umhüllend, mystisch und theateralisch zugleich.


Gestern Abend vor unserem Stubenfenster

Aber auch der Mensch kehrt ein. Er widmet sich wieder mehr dem häuslichen Leben, macht es sich gemütlich und und wendet sich mussevollen Beschäftigungen zu. Liest, werkelt, gibt sich seinen Gedanken hin. 
Adieu, ihr Tage der geschäftigen Rastlosigkeit während der warmen Jahreszeit! 

Die Natur macht es uns in gemächlichem Rhythmus vor: Ohne grosszügige Ruhephasen gibt es kein Gedeihen und Wachsen. Alles hat seine Zeit. Und wer sich diesem natürlichen Rhythmus verweigert erschwert sich sein Dasein nur unnötig.


Einer Mietze muss man Müssiggang nicht extra erklären.....

Alles Jammern und Schimpfen nützt nichts: Sie klopft mit spitzem Knöchel an unsere Fenster, die kalte, dunkle Zeitspanne. Schnee und Eis bringt sie uns mit, frostige Tage und lange Nächte. 
Aber sie verwöhnt uns auch ausgiebig mit Schönem: warme Düfte, wenn wieder vermehrt gebacken und Deftiges gekocht wird. Weiches Licht, von vielen Kerzen herrührend, die wir jetzt gerne in unserem Zuhause entzünden. Wohlige Stubenwärme, die uns nach einem ausgiebigen Spaziergang in der Kälte umfängt, wenn wir mit roten Wangen und leuchtenden Augen nach hause zurückkehren. Rein in die warmen Puschen und ab in den gemütlichen Sessel, mit einem Buch und einem dampfenden Tee!



Und leise, aber unüberhörbar, melden sich in unseren Köpfen die Gedanken an eine glitzernde, geheimnisvolle Zeit. Gedanken, die zu Kreativität anregen, um unser Daheim festlich zu schmücken oder um handgefertigte Geschenke für unsere Lieben entstehen zu lassen.
Stunden hingebungsvollen Werkelns stehen bevor, voller Geheimniskrämerei und Vorfreude.

Ihr denkt, dass ich da ganz schön viele Klischees bemühe?
Mag sein. Aber GENAU so fühlt sich die kalte Jahreszeit für mich an.
Warm, gemütlich und inspirierend. (Oh, ich liebe dieses Wort! Inspiration....."Beseelung", "Einhauchung" heisst es ja direkt übersetzt. Besser könnte man es nicht beschreiben, was diese Zeit mit mir macht! Beseelung...hach......)

Dass ich sie liebe, diese unwirtliche Spanne, das dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. ;oD

Wer weiss- vielleicht kann ich euch mit meiner Leidenschaft ein bisschen anstecken?

Habt mussevolle Tage, herzliche Grüsse!



PS: Übermorgen kommt wieder mein grosser, kalligraphierter Leuchtestern ans Stubenfenster. Als kleiner, strahlender Einstieg in die kalte, glitzernde Jahreszeit soll er uns die Abende in warmes Licht tauchen.



  

Dienstag, 18. Oktober 2016

ZUR RICHTIGEN ZEIT AM RICHTIGEN ORT

Mannmannmann....DAS war ja wieder mal was. 
PUUUHHHHHHHH.
Wie gut, dass wir grade Ferien haben (juu-huuuchz!!) und somit später als gewöhnlich im Stall aufschlagen, um allen vierbeinigen Freunden Frühstück zu servieren und die Gemächer sauberzumachen.




Aber von vorne:
Fahren wir also heute um 7 Uhr früh zu den Ponys. Als erstes bekommen sie immer ihr Heu serviert, und es verbreitet sich sofort gefrässige Ruhe (nur unterlegt von dumpfen, regelmässigen Mahlgeräuschen der Zähne).
Aber irgendwie.....was ist mit Johnny los? Der steht in der Gegend rum, würdigt das Heu keines Blickes und schüttelt immer wieder den grossen Kopf.
"Na, keinen Hunger heute??" frage ich ihn, nur um mir gleichzeitig schon Sorgen zu machen, denn DAS ist sehr ungewöhnlich.
Wir fangen also an, den Stall auszumisten; dabei behalte ich John aber immer im Auge.
Und prompt geht das los, was ich insgeheim bereits befürchtet hatte:  
Er guckt nach seinem Bauch, stampft mit den Hufen auf und versucht immer wieder, sich hinzulegen.
Vor meinem geistigen Auge taucht das Schreckgespenst aller Pferdehalter auf.

KOLIK!!!

Sofort rufe ich den Veterinär an (ist mir jetzt grad völlig Wurscht, wie früh das noch ist!), und der verspricht, gleich jemanden loszuschicken.

Zwischenzeitlich wollen wir mit Johnny auf dem Reitplatz Runden drehen, denn das verhindert a) das Hinlegen und b) animiert es den Darm, aber John weigert sich. 
Also binde ich ihn an der Stallwand an, damit sich John nicht hinlegen kann, mit geöffnetem Halfter, wie ich das immer tue. HerrHummel bekommt die Aufgabe, bei ihm Wache zu schieben, damit ich mich unterdessen um die Mietzchen kümmern kann.

Ich komme eben wieder die Heubodentreppe runter und in den Stall rein, da sehe ich grade noch, wie Johnny umkippt. Einfach so. Wie wenn ihm jemand die Hufe unter dem Körper weggezogen hätte. Gottseidank fällt er mit dem Rücken zur Wand, was den Sturz ein wenig abbremst, aber unglücklicherweise fällt er dabei auf die Anbindekette, sodass er mit dem ganzen Gewicht seines Kopfes und Halses da draufdrückt. Ich schaffe es, ihm das Halfter über die Ohren zu ziehen, aber nicht, es ihm ganz vom Kopf abzunehmen. An den Panikhaken kommen wir nicht dran, weil der genau in der Kehle zu liegen gekommen ist und jetzt unter Spannung steht.
HerrHummel und ich schieben und heben aus Leibeskräften- aber hat jemand von euch schon mal versucht, um die 700 Kilo ohnmächtiges Lebendgewicht von der Stelle zu bugsieren?? Eben. Zu allem Unglück hat sich John zwischenzeitlich irgendwie auch noch auf den Rücken gedreht, die Beine hängen in der Luft- ein wirklich beängstigendes Bild ist das. 
Ich weiss mir nicht anders zu helfen als einen Strick zu holen, ihm den doppelt um den Hals zu legen und dann mit aller Kraft das Pferd hin- und herzuschaukeln. Und siehe da: Plötzlich wird John seiner 7 Sinne wieder mächtig und springt mit einem einzigen Schwung auf die Beine.

Seltsamerweise ist er von dem Moment an ganz ruhig, wie wenn nichts gewesen wäre.

Gottseidank trifft ein paar Minuten später die Tierärztin ein und untersucht ihn. Die Darmgeräusche seien etwas vermindert, der Kreislauf okay, meint sie. Und spritzt ihm ein Spasmolytika. Ein krampflösendes Mittel also.

Sie empfiehlt uns, jetzt doch noch einen längeren Spaziergang mit ihm zu machen, damit die Darmtätigkeit angekrubelt wird, und ihm hinterher Heu anzubieten. 
Gemeinsam mit seinem Freund Harry marschieren wir also eine zügige Runde durch den Wald, Johnny hält flott mit und ist wieder ganz der Alte. Und wir müssen ihn hinterher auch nicht zwei Mal bitten, als wir ihm sein Heu vorlegen.

Mannmannmann. Wir haben alle echt Glück gehabt. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn Johnny irgendwann im Laufe des Morgens umgefallen wäre, und keiner hätte es gemerkt......

HerrHummel ist immer noch ganz geknickt- sowas kann er sehr schlecht ab.
Und ich bin einfach froh, dass wir zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle waren. Mit Koliken ist nicht zu spassen; schon ein paar Stunden können über Leben und Tod entscheiden!
Es reicht völlig, dass uns im letzten Jahr Vajo und Ali verlassen haben......

Für mich hat sich mal wieder bestätigt: 
Ich werde nach wie vor keine Halfter schliessen, wenn ich ein Pony anbinde.

Und gleich fahren wir nochmal los zum Stall. Gucken, was die Jungs so treiben.


Habt einen schönen Tag! Und passt auf eure 4beinigen Freunde auf! 


Nachtrag: Vorhin kam uns Johnny wiehernd entgegengetrabt und machte sich dann auch gleich über's Futter her - man kann also Entwarnung geben! :oD


Donnerstag, 6. Oktober 2016

CHANGER LE MODE DE VIE

Ach, diese Franzosen. Die halten in ihrem Vocabulaire für Alles so schöne Begriffe bereit! Wenn wir etwas mit "Lebensart" umschreiben, dann nennt der Franzose das "le mode de vie". So viel eleganter hört sich das an! Bin halt ein wenig frankophil, mag so gerne diese entspannte französische Art, die Dinge anzugehen, die Sprache, die Liebe zum Schönen und allem, was Leib und Seele guttut! Der Franzose nennt es überaus treffend "savoir-vivre", also "wissen zu leben". Und das bringt es doch auf den Punkt! 


SAVOIR VIVRE. 
Zwei Worte, die in meinem eigenen Leben inzwischen wegweisend sind.
In den letzten Jahren ist es mir immer wichtiger geworden, meinem Leben ganz viel Qualität zu geben. Meiner anstrengenden Arbeit in der Klinik möglichst viel Entspannung gegenüberzustellen, viele Ruhephasen einzubauen. Mich mit Anregendem zu beschäftigen, kreativ zu sein, philosophische Ansätze zu integrieren. Das mag sich jetzt ein wenig hochtrabend anhören- aber ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich irgendwo sitze und "denke". Mich intensiv damit auseinandersetze, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Und ob es Sinn macht, sie zu ändern. Oft genug ist es erstaunlich, welche Resumés sich da erschliessen! 

Ich möchte mir Zeit nehmen für das, was ich tue.
Tranquillité nennt der Franzose das. Beschaulichkeit. Sich einer Sache ganz zu widmen, ohne abgelenkt zu werden.
Das konnte ich früher nur schlecht. Immer hätte ich gleichzeitig noch dies und das und jenes tun, erleben, erledigen wollen. 
Aber irgendwann hab ich festgestellt: Es tut mir nicht gut. Es lenkt mich vom Wesentlichen ab. Es macht unzufrieden. Erst wenn man den Fokus ganz darauf lenkt, was man gerade tut, wird man sich dessen BEWUSST. Und Bewusst-sein wird ja als "die Fähigkeit, mit dem Verstand und den Sinnen die Umwelt zu erkennen und zu verarbeiten" definiert. Was für mich im Umkehrschluss bedeutet: Nur wenn ich mir etwas bewusst mache, kann ich es auch verstehen. Und ihm die angemessene Wertschätzung entgegenbringen! 

Ich halte mein Leben so einfach wie möglich. Sehe es nicht als vergeudete Zeit an, wenn ich "nur" bei meinen Tieren sitze und ihnen zuschaue. Im Gegenteil: Diese Beobachtungen haben mich schon vieles gelehrt. Nicht nur über das Wesen von Tieren; oft lassen sich diese gewonnenen Erkenntnisse auch auf das eigene Leben ableiten!

Überhaupt sind in und mit der Natur verbrachte Stunden ein wahres Elixier. Die Jahreszeiten zu sehen, zu riechen, zu fühlen und zu schmecken, Licht- und Wolkenspiele am Himmel zu bestaunen, sich den kalten Wind um die Ohren pfeiffen oder die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen, feuchte Erde zu riechen oder sich Schneeflocken auf der Zunge zergehen zu lassen- all das sind sehr belebende Empfindungen.




Vorgestern Abend am Stall.....

Am Herd zu stehen ist keine meiner grossen Vorlieben; aber mit ganz einfachen Zutaten etwas Feines auf den Tisch zu zaubern das gut schmeckt und gut tut, macht trotzdem viel Spass. Zur Zeit gibt es so viele Geschenke aus Feld und Wald zu verarbeiten:


Rosmarin-Bratkartoffeln mit einem 
Kürbis-Pilz-Rahmragout 
zum Beispiel 
oder


....eine Kartoffel-Rüebli-Kohlpfanne 
mit Quittenmus 
vom eigenen Baum.

Ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht kann so viel genussvolles Wohlbefinden vermitteln. Doch auch hier gilt: Dieses Wohlbefinden stellt sich nur ein, wenn man der Tätigkeit "Essen" die angemessene Aufmerksamkeit zukommen lässt. 

Und überhaupt fällt einem auf: Alles Gute braucht seine Zeit. Egal ob zwischenmenschliche Beziehungen, das Entwerfen des eigenen Lebensplanes oder der Aufbau des höchstpersönlichen Selbst-Bewusstseins, egal ob Wein, Käse oder Seife ;oD : Alles braucht viel Zeit zum Reifen!

Meine "mode de vie" hat sich sehr verändert, seitdem ich mir Zeit nehme. Ich bin viel achtsamer geworden und dadurch innerlich auch sehr viel ruhiger und ausgeglichener. 


Laissons savoir-vivre, chères amies, 

cordialement,

FrauHummel




Mittwoch, 28. September 2016

HOMO NEANDERTHALENSIS

Jeder auch nur annähernd versierte Hobby-Paläontologe wird einem ohne den leisesten Hauch eines Zweifels bestätigen, dass der Homo neanderthalesis ausgestorben ist, eliminiert von der Evolution, verdrängt vom Homo sapiens, dem "weisen Menschen". (Nein, nicht "weiss". Weise!)Der Spezies also, die am Stichtag des 1. Januar 2016 in der Summe von aberwitzigen 7.391.068.000 Exemplaren diese unsere Welt bevölkert. 

Der Neandethaler.



Isser nicht irgendwie schnuckelig??

Ich verrate euch ein Geheimnis, aber psschschschttt!!  
*verschwörerisches-Flüstern-und-mit-den-Augenrollen*:

Er lebt!!

Und bevor sich jetzt einer vielsagend an die Stirne tippt und denkt, dass mit der FrauHummel definitiv irgendwas nicht stimmen kann: 
Ich bin ihm begegnet. Hier, in unserer Wohnung. Ganz, ganz sicher.

Er sitzt aber nicht irgendwo in der Ecke auf seinen Fersen und stiert mit trübem Blick unter seinen mächtigen Augenwülsten hervor weil er nicht versteht, durch welches Zeitloch er denn nun in diese ihm völlig fremde, hektische, laute Welt geschleudert wurde.

Nö-nöööö!
Aber: er begegnet mir jeden Tag beim Blick in den Spiegel.

Okay. Rein optisch verbindet mich nicht viel mit diesem Urmenschen.
Keine fliehende Stirn, keine langen Arme, keine dicke, breite Knubbelnase. 

Aber drückt mir irgendein elektronisches Steuergerät in die Finger, setzt mich an einen Computer, der ein Eigenleben entwickelt (und ich schwöre: die haben eins!! Zumindest in meiner Gegenwart!) und lasst mich schutzlos damit alleine.
Schon kommt er angedackelt. Der Urzeitmann. 

Eigentlich bin ich ja nicht ganz doof. Eigentlich. Ich bin mit recht ansehnlichen Erfolgen durch meine Schulzeit marschiert, habe 2 Ausbildungen abgeschlossen und ernähre mich seit über 33 Jahren selbstständig. 
Aber ich bin, ich gebe es ungeniert und unumwunden zu, ein Moderne-Technik-Neanderthaler.

Mir fehlt definitiv ein Gen (vielleicht sind es auch mehrere), das/die ein reibungsloses Bedienen zeitgemässer elektronischer Geräte erst möglich machen.

Beispiel? Bitte:

Früher hatten wir 3 kleine Kästchen, mithilfe derer man unseren Fernseher anmachen konnte. Eins für das TV-Gerät, eines für den Receiver, eines für den Satellitenempfänger. Auf jedem dieser kleinen Helferlein musste ich genau EINEN KNOPF drücken, und schon sprang unser Gerät an.
Irgendwann kam HerrHummel auf die grandiose Idee, aus Drei Eins zu machen. Sprich: Er kam mit so einem Multifunktionswunderdingens nach hause. Und von dem Moment an war alles anders. Sprich: ungleich komplizierter.
Um unseren Fernseher in Gang zu kriegen muss man jetzt SIEBEN!! Knöpfe und Wippen bedienen, und wehe, WEHE!!, man vertippt sich irgendwie. Dann läuft es total konfus, bzw. es läuft eben GAR NICHT.

"Maaaaartiiiiiin!!" (denn so heisst HerrHummel im richtigen Leben),
"der Feeeernseher will mal wieder nicht!"

Unwilliges Grummeln im Arbeitszimmer, Füssescharren und sich näherndes Schlurfen.

"Wieso läuft der Fernseher nicht?"
"Das weiss ich doch nicht!"

Fliegender Wechsel der Fernbedienung von Frau zu HerrnHummel.

"Ja warum machst du denn den Receiver nicht an?"
"Hab ich doch!!"
"Hast du nicht."
Vernichtender Blick, der soviel wie "Frauen und Technik!!" ausdrücken möchte, und das Gerät funzt.

Ungleich dramatischer wird die Situation, wenn ich aus Versehen irgendeinen falschen Knopf erwische und ich mich, bzw. der Fernseher sich, plötzlich in irgendeinem Programmier-Modus befindet.

AAAARRRGGGGHHHHHHH!! 

Da komme ich ohne fremde Hilfe nie mehr aus eigenen Kräften raus. Ich kann höchstens einfach alle Stecker ziehen und die Batterien aus der Fernbedienung herauspopeln.

In ähnlicher Manier verhält es sich mit meinen Computern zuhause und am Arbeitsplatz. Alle Programme und Funktionen, die ich täglich anwenden muss, die hab ich einigermassen im Griff.
Für mehr reichts einfach nicht.
(Fragt nicht, wieviele hysterische Anfälle HerrHummel durchlitten hat, bis ich fähig war, meine Posts ohne seine Hilfe ins Netz zu stellen..... ;oD)

HerrHummel aber setupt und debugt, was das Zeug hält, baut Websites und designt irgendwelche Logos, schreibt Programme und wasweissichsonstnochwas, und ich frage mich andauernd:

Woher kann der das??
Denn eine entsprechende Ausbildung hat er nie gemacht.

Aber gut. Ich kriege es dafür hin, ein hysterisches Pony zu beruhigen, einen mittels Motorsäge aufgefrästen Oberschenkel zusammenzunähen oder die Räder an meinem Auto zu wechseln (HA!!).

Oberschenkelzusammenzurren und Ponyberuhigen schafft HerrHummel nicht. 

Jeder nach seinen Möglichkeiten!


Herzliche Grüsse!
Eure Hummeline neanderthalensis

  





   

Sonntag, 18. September 2016

TARTE AU CITROUILLE

Ist es nicht jedes Jahr dasselbe? Kaum manifestiert sich der Herbst (hier zog bereits der erste Herbssturm mit viel windigem Getöse und Sprühregen um die Häuser), da freut man sich auch schon auf deftige Mahlzeiten, die alles einbinden, was diese Jahreszeit so an Köstlichkeiten zu bieten hat!

Die Frau BWH kommt heute mit einer feinen Suppe um's Eck, und bei Grazyna lief mir beim Anblick der französischen Tarte au Citrouille so sehr das Wasser im Mund zusammen, dass ich mir vornahm, sie gleich dieses WE nachzubacken. (Übrigens ist auch das Video dazu absolut sehenswert. Sagt selber: Möchte man nicht gleich seine Koffer packen und auswandern, um SO! zu leben?? Dieses Bedächtige, Unaufgeregte, Naturnahe.....aaaaach......!!)

Gehn wir also ans Werk. Ich habe ein paar Variationen à la Hummel vorgenommen, aber darin liegt ja des Künstlers Freiheit, n'est-ce pas?? ;oD

Alors:
Wir haben ein paar Zwiebeln und Champignons in Würfel geschnitten und mit einer Handvoll Speckwürfel (vom freilaufenden Schweinchen!) angebrutzelt. 4 Knoblauchzehen durch die Quetsche dazugedrückt, mit Salz, Pfeffer, Thymian und Oregano gewürzt. 
Anschliessend wurde ein mittlerer Butternutkürbis durch die grobe Raffel gedreht. (Meine alte Zyliss ist unbezahlbar wenn es darum geht, irgendwas kleinzukriegen! Und sie beweist einmal mehr, dass das Althergebrachte oft einfach das Beste ist. Und unkaputtbar noch dazu.)



Der Kürbis wanderte zum Rest in der Pfanne und schmurgelte ein Weilchen mit.




Unterdessen wurde der Kuchenteig in die Form gelegt und mit der Gabel eingestochen, das Kürbisgemisch wurde ordentlich darauf verteilt.

Nun gingen 2 Eier eine Liaison ein mit einer Packung Magerquark, wurden mit Salz, Pfeffer, ein wenig Muskat und ordentlich gehackten Schnittlauch aromatisiert, über die Füllung gegossen und mit der Gabel ein wenig in das Kürbisgemisch eingearbeitet.

So. Und jetzt würde der Ziegenkäse ins Spiel kommen. Da wir uns aber nicht sicher waren, ob wir den leiden können, hatte ein Tomme à la Crème Jean-Louis die Ehre, wurde in Scheiben geschnitten und obenauf gelegt. Frische Feigen, wie Grazyna sie für ihre Tarte verwendet hat, konnte ich leider keine finden.



Die ganze Herrlichkeit wanderte nun für ca. 25 Minuten bei gut 200° in den Ofen.

Wir waren gespannt!

Optisch war die Tarte schon mal eine Augenweide.




Und sie hat wunderbar geschmeckt! Ich hab mir sogar ein Gläschen Wein dazu gegönnt und fühlte mich der Touraine gleich um ein paar Kilometer näher.....  ;oD


Ausserdem passt das Wetter heute ganz ausgezeichnet, um sich genussvoll den Magen zu wärmen, das Weinglas zu schwenken und sinnierend aus dem Fenster in die Landschaft zu gucken.





Bon appetit, mes chères amies, à bientôt!