Freitag, 22. Mai 2015

BABYALARM!

Die treuen Leser/innen meines Blogs kennen sie ja, die Geschichte meiner Stallmietzchen-Rasselbande. Die der Katzenmama also, die vor 3 Jahren mit ihren 6 Babys meinen Heuboden im Stall als ihr neues Zuhause auserkor und da "wohnen" blieb. Nachdem die weibliche Nachkommenschaft auch alle bereits wieder einmal Junge hatten, liessen wir so viele Samtpfötchen wie möglich kastrieren, wobei uns zum Teil der ansässige Tierschutz verdankenswerterweise finanziell unterstützt hat. Nur die "Urmama" und ihre Tochter Daisy haben wir nicht in die Katzenfalle bekommen, weil die beiden einfach sehr scheu und äusserst vorsichtig sind.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Daisy trug natürlich dieses Frühjahr wieder einen dicken Bauch spazieren. Und der war eines Tages dann plötzlich wieder weg. ;o) Wir machten uns Gedanken, wo denn die Kleinen sein könnten, wollten aber nicht nach ihnen suchen. Daisy hätte sich gestört fühlen und auf die Idee kommen können, die Kleinen wegzutragen, was lebensbedrohend für die Kleinen werden kann. (Das hatten wir ja schon mal: Da blieb eines der Babys bei eisigem Wetter draussen auf dem Parkplatz liegen, und wir schafften es dann trotz aller Bemühungen leider nicht, es am Leben zu erhalten.....)

Letztes WE stieg ich also abends auf den Heuboden, um Futter für die Ponys zu holen. Schon auf der Treppe hörte ich lautes Schreien - Mietzenbabygeschrei, das war mir sofort klar. Kein wirklich gutes Zeichen....! Und da sah ich sie auch schon: 3 klitzekleine, hungrige, weinende Kitten, die der knurrende Magen aus ihrem Nestchen zwischen den Heuballen hatte hervorkrabbeln lassen. Sie sahen zwar gut genährt aus, aber wenn Katzenbabys so schreien, dann haben sie Hunger- ganz, ganz viiiieeel Hunger!




Gut, dass es im Hummel'schen Stall das Equipement zur Mietzenbabyaufzucht gibt! Ich holte also die kleine Nuckelflasche raus, wärmte Katzenmilch an und bot sie den Babys an. Und hast du nicht gesehen: Die Babys begriffen sofort, um was es da ging. Zogen gierig am Schnuller und hatten das Fläschchen mit vereinten Kräften innert kurzer Zeit leergemacht.




Tja, und jetzt greife ich also 4 mal am Tag zur Flasche. Ich brauche nur "Babys! Babys!" zu rufen, und schon kommen sie auf ihren zittrigen Beinchen aus ihrem Nestchen gewackelt, klettern an meinen Hosenbeinen hoch und vermelden lautstark, wie furchtbar, gaaaanz fuuuurchtbar hungrig sie doch sind! 
Eine wirklich ganz entzückende kleine Schar ist das, aufgeweckt und drollig, die mit ihren kugelrunden blauen Äuglein in die Welt staunt.




Für 2 von ihnen gibt es schon eine Interessentin. Drückt mal ordentlich die Daumen, dass es klappt! 




Und das Rabenschwarze, das werde ich wohl behalten. Zwischen uns beiden hat sich schon eine ganz spezielle Beziehung entwickelt...! ;oD




Euch allen ein wunderschönes langes WE,
geniesst den geschenkten freien Tag!
Meeeooowww!!!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Ach, und in diesem Zusammenhang noch ein Buchtipp: 
Meine liebe Frau Shabbyhus hat mir letzthin den Bildband "KATZEN- Französische Landsitze und ihre Bewohner" von Rachael McKenna (Verlag Knesebeck) geschenkt. Ein wunderbares visuelles Erlebnis für alle, die sich für alte französische Gemäuer und ihre nonchalentenen Samtpfoten-Bewohner begeistern können! 


Donnerstag, 14. Mai 2015

FRÜHER....

Ach, das Leben ist schön!
Ich hab ja grade Ferien. Das ist für sich schon eine herrliche Sache, aber das wunderbare Wetter, das seit Tagen anhält, perfektioniert das Ganze noch. Man wähnt sich beinahe schon im Sommer, die Bauern heuen, es duftet caramellig nach gemähtem, langsam trocknendem Gras, die Schwalben im Stall bauen ihre Nestchen aus, die Ponys geniessen Tag und Nacht ihre Weide. 
Grade sass ich auf unserer Loggia, die wir neu eingerichtet haben, mit den Loungesesseln, die vorher auf dem Balkon standen. Aber dort ist es oft zu heiss, weil er schon früh besonnt wird. Auf der Loggia hingegen ist es den ganzen Tag angenehm kühl, es weht beinahe immer ein leises Lüftchen, welches wiederum das grosse Windspiel in Bewegung versetzt und ihm zarte Töne entlockt- kurz, sie ist ein sehr hübsches Eckchen, um zu sitzen, zu lesen, in den herrlichen Garten zu schauen.
Vorhin also genoss ich dort den stillen Feiertagsmorgen und las die "Flow". (Kennt ihr das Magazin? Ich kann es euch nur empfehlen, es hebt sich wohltuend von allen andern ab, die ich bis jetzt kenne. Es ist prallvoll mit Reportagen über interessante Menschen, mit tiefgründigen Texten zu allen möglichen Themen des Lebens, mit wunderbaren Bildern und Anregungen. Eine absolut inspirierende Quelle für Menschen, die sich gerne Gedanken machen und sich mit ihrem Da-Sein auseinandersetzen!)
Ich lasse also den Blick schweifen in den Garten, der eine Sinfonie spielt von frischem, saftigem Grün und zartem Blühen. Bleibe an den grossen, weissen Dolden hängen, die Hollunderblüten so ähneln, und schon sind sie da, die Erinnerungen an meine Kindheit.
Hinter meinem Elternhaus stand ein stämmiger, knorriger alter Hollunderbaum. Im Frühling entwickelten sich an ihm Unmengen von dicken, duftenden Blütenwolken. Meine Grossmutti sammelte diese zarten Gebilde ein und setzte aus ihnen eine Limonade an. Sie füllte die süsse Flüssigkeit in alte Glasflaschen und verschloss sie mit einem Korken. Damit dieser vom Gärprozess nicht aus der Flasche gedrückt wurde, band sie ihn mit einem Schnürchen kunstvoll fest. Ich könnte diese Flaschen noch malen!
Nach einer Weile begann die Limonade dann zu perlen, und das war der Moment, um die erste Flasche zu entkorken. Ich kann mich noch so genau an den feinen Geschmack und das zarte Kribbeln auf der Zunge erinnern! Immer wieder gingen wir hoch zu Grossmutti, die dann bereitwillig eine Flasche "köpfte" und die Gläser für uns füllte. Allzulange konnte man die Limonade auch nicht aufbewahren, denn irgendwann "kippte sie um", wenn die Gärung zu weit fortschritt.




Ganz viele Kindheitserinnerungen sind bei mir ans Essen und Trinken gekoppelt. Dazu gehören auch die Kandiszuckerketten im Kesselchen, das in einem Erker im Estrich stand und aus dem wir uns kleine Kandisklümpchen stibitzten. Oder die grosse "Stande" im Keller mit dem frischen Süssmost im Herbst. Oft machten wir uns nicht die Mühe, den Most in einen Krug abzufüllen, sondern leiteten den kühlen, süssen Inhalt der grossen Ballonflasche direkt in unseren Mund.
Nicht zu vergessen auch die wunderbaren frischen Waffeln meiner Oma, gefüllt mit Sauerkirschkompott oder einfach nur bestreut mit Zimt und Zucker. Ich rieche heute noch diesen Duft von warmer Butter und Vanillezucker, sehe Oma in der Küche, wie sie mit roten Bäckchen und mit ihrer blauweissen Schürze vor dem Bauch am Waffeleisen steht.

Was verbindet ihr mit eurer Kindheit? Welche Bilder steigen vor eurem geistigen Auge hoch bei gewissen Düften, Geräuschen oder Szenen?

Habt ein entspanntes, langes WE, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

Donnerstag, 7. Mai 2015

OOOOOOPS....I DID IT AGAIN!

Ach, es ist einfach ein Kreuz. Seitdem ich vor längerer Zeit in einer JdL ein DIY zum Thema "Stroffstreifenhäkeln" gesehen hab zucken meine Finger, sobald eine dicke, fette Häkelnadel und ein Stück Stoff in mein Gesichtsfeld kommen! ;oD
Dabei ist das sowas von ungesund! 

"Doch sind die Gelenke erst ruiniert, dann häkelt's sich ganz ungeniert!" *gggg*

Eigentlich wollte ich ja nur all die Stoffreste weghäkeln, die von meinen bisher 4 fertiggestellten Kissenhüllen übriggeblieben sind. 
Blöd nur, dass die schlussendlich nicht reichten und ich wieder losfahren musste zum Brocki, um Nachschub (sprich einen alten Duvetbezug) zu holen. 

Und das Ende vom Lied?

Das da:



.....und erneut ein grooooosser Stoffrest, der übriggeblieben ist. 
Neneneee....wo das noch hinführt?? Jetzt muss ich ja bald wieder ein Resteverhäkeln starten....ppffttthhhhh.....!! Egal. Es macht so viel Spass und es ist, mal abgesehen von den je länger je arthrotischer werdenden Händen ;oD, sehr entspannend, weil man beim Nadeln wunderbar seinen Gedanken nachhängen kann. Hat sich jemand von euch auch schon mit den Stoffstreifen versucht?

Naja. Molly jedenfalls liebt das von ihr beschlagnahmte Stoffstreifen-Sofakissen und hat schon viele Stunden bei süssen Träumen darauf verbracht.




Und ich kann weiterhin beim Lesen oder Fernsehen meine Beine gemütlich hochlagern. Jetzt mit aufgehübschtem Kissen und dem netten Gefühl, wieder was Ausgemustertem neues Leben eingehaucht zu haben.


°°°°°°°°°°

So, und Morgen ist Wochenendspurt. 

Habt es schön, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse
         *

PS: An dieser Stelle wieder mal ein herzliches Dankeschön an all die treuen Seelchen, die hier regelmässig vorbeikommen und so liebe Zeilen dalassen!



Donnerstag, 30. April 2015

WUNDERBARE MITTELMÄSSIGKEIT

"ICH KANN GANZ VIELES!"......

"Na Prost", denkt ihr jetzt bestimmt, und zieht leicht irritiert eine Augenbraue hoch, " die ist ja mit einem wohldosierten Selbstbewusstsein ausgestattet!"

Ja Moment! Der Satz war ja noch gar nicht zu Ende!

"ICK KANN GANZ VIELES, aber alles nur ein bisschen!".

So. Schon besser, ne? ;oD

Es gibt vieles, was ich jeden Tag tue, das mir viel Spass macht, manches auch ein bisschen weniger, und das meiste, also praktisch alles davon, widerspiegelt ein durchschnittliches Können und beweist eine durchschnittliche Begabung dafür. Eigentlich gibt es nichts, was ich extem-wahnsinnig-unglaublich-irrsinnsgut bewerkstellige!

Beispiele?

Ich kann ein bisschen kochen. Grade von solcher Qualität, dass HerrHummel und ich über die Runden kommen und nach dem Essen nicht grün im Gesicht werden....

Handarbeiten macht mir enormen Spass, aber es bleibt bei einfachen, unspektakulären, zwar recht hübschen, aber keinesfalls umwerfenden Endprodukten. Nixda mit kunstvoller Filethäkelei (ich krieg nicht mal ein Granny hin, Schande-über-mich!) oder meisterhaften Pullovern mit komplizierten norwegischen, isländischen oder wasweissichfürwelchen Einstrickmustern!

Reiten ist meine Passion, schon seit bald 40 Jahren. Ohne meine Jungs wäre ich nur eine halbe Hummel, ich komme wunderbar mit ihnen zurecht und wir verstehen uns ohne viele Worte. Ich vermag auch wilde Bocksprünge wortwörtlich auszusitzen (sofern sie denn gradeaus gehen und nicht in einer 180°-Wendung vollzogen werden... Auch ich schaffe es nicht, die Physik zu überlisten!!) und ich traue mir zu, junge, temperamentvolle Pferde zu reiten. Über die vielen Jahre habe ich mir einen grossen Schatz an Wissen und Erfahrung angeeignet und bin eine sehr sichere Reiterin. ABER: Mit wirklichem KÖNNEN im Sinne von hochstehender, eleganter, von Turniererfolgen zuhauf gekrönter Reiterei hat das wenig zu tun. (Mal abgesehen davon, dass ich Turniere jeglicher Art sowieso ziemlich argwöhnisch beobachte....)


(....kleiner visueller Unterbruch....)

Ich liebe es, mit Worten zu jonglieren und daraus einigermassen ansprechende und sinnvolle Texte zu klöppeln. Ich würde behaupten, dass ich zu 99% der deutschen Sprache fehlerfrei mächtig bin- trotzdem würde es kaum dazu reichen, etwa ein Buch herauszugeben, das freiwillige Käufer finden würde. Aber ich lasse mich nicht entmutigen und wage immer wieder, meine Wortgebilde unter's Volk zu bringen. Danke, dass ihr das aushaltet! ;oD

Es ist wahrscheinlich nicht anmassend wenn ich behaupte, im Job als eine zuverlässige, engagierte, loyale und gutgelaunte Mitarbeiterin wahrgenommen zu werden. Ob ich allerdings je als "Mitarbeiterin des Monats" in die Annalen eingehen werde wage ich zu bezweifeln.

Ich singe gerne schön laut (dafür nicht wirklich schön). Ich spreche ein wenig Französisch, Italienisch und Englisch und wundere mich immer wieder, dass man mich versteht. 

Und so könnte ich noch mehr und noch mehr Beispiele anführen, aber schon diese paar beweisen mir: Ich bin Mittelmass. 

Und wisst ihr was? Ich bin glücklich damit! Mittelmass ist was Tolles! Es erfüllt die meisten Ansprüche, es lässt einem ruhig schlafen und es nervt nicht mit überzogenen Forderungen. Mittelmass wird als "Standard" oder "Norm" definiert, ist also eigentlich in seiner ureigensten Bedeutung absolut nicht negativ behaftet.
Seien wir doch ehrlich: Alles, was das "gängige" Mittelmass vermeintlich übersteigt lenkt Neid und Missgunst auf sich. Erfolg, Reichtum und Schönheit würden viele gerne bei sich selber finden, nicht aber bei ihrem Gegenüber. 

Tja, da hab ich's doch wirklich gut! Ich darf zufrieden sein mit dem, was ich leiste. Wenn ich mal was nicht hinkriege: So what! Man muss nicht alles können können! Ich ärgere mich nicht selber damit, hinter zu hoch gesteckten Zielen herzujagen, nur um irgendwann kleinlaut zuzugeben, dass ich sie nicht erreichen werde. Und es ist ein wunderbar entspanntes Gefühl festzustellen, dass man weder sich noch andern was schuldig bleibt....

Ich hab dazu einen sehr treffenden Spruch im www gefunden:

NUR WER DAS MITTELMASS NICHT ÜBERSTEIGT 
KANN MIT WOHLWOLLEN RECHNEN!


Noch Fragen?? ;oD

Habt es fein, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *


Donnerstag, 16. April 2015

FRAGEN & ANTWORTEN


Minima Muse hat auf ihrem Blog, der das minimalistische Leben thematisiert, ein paar Fragen in den Raum gestellt. Ich denke schon, dass wir in Hummelzhausen inzwischen ein recht "minimalisiertes" Leben führen, obwohl wahrscheinlich jeder *Minimalismus* für sich anders definiert (das geht von der einfachen Konsumkontrolle, die man sich auferlegt,  bis zum Extremfall "Ich besitze nur 100 Dinge"!)

Ich hab mich also diesem Fragenkatalog gewidmet (und ja, meine Antworten sind vom Volumen her nicht wirklich minimalistisch, *ggg*!)
Wer Zeit und Lust zum Lesen hat: Bitteschön!

1. Wann hat das bei Dir angefangen mit dem Gedanken, minimalistisch leben zu wollen? War da ein Auslöser, oder war das eher schleichend?
Angenfangen hat es bei mir vor etwa 2 Jahren damit, dass mich ein Gefühl des Beengtseins beschlich. Ich bin nicht die grosse Sammlerin, hatte aber trotzdem den Eindruck, dass sich in unserem Zuhause einfach viel zuviele Dinge eingenistet hatten, die eigentlich gar nicht gebraucht wurden. Ausserdem war mein Leben seit Jahren sehr anstrengend, belastet von beruflichen und privaten Beziehungen und Verpflichtungen, deren Daseinsberechtigung nicht mehr gegeben war. Hinzu kam, dass ich kurze Zeit vorher grade meinen eigenen Interieurladen aufgegeben hatte, da war noch 'ne Menge Zeug vorhanden, das wegmusste.


2. Deine ersten Schritte, etwas zu verändern, kannst Du Dich daran erinnern, uns berichten?
Als erstes habe ich möglichst viel vom Ladeninventar auf ricardo.ch verkauft, den Rest eingepackt und bin damit an den Flohmarkt gefahren, der ausgesprochen erfolgreich für mich ablief! ;oD Der erste Schritt war getan, nun kam die Wohnung dran. Ich arbeite(te) mich systematisch vor, Schrank für Schrank. Dabei war und bin ich recht rigoros und überlege auch nicht lange, ob ich was weggeben will oder nicht. Aber es wird stetig weniger, und auch wenn ich noch nicht dort bin, wo ich hinwill: Jedes Stück, von dem ich mich trenne (oder es erst gar nicht kaufe!) ist ein Erfolg für mich!

3. Würdest Du Deine Anfangstätigkeiten auch anderen anraten, die gerade jetzt erstmals das Bedürfnis haben, mit weniger besser zu leben?
Auf jeden Fall! Aber man sollte darauf achten, sich nicht zu überfordern. Sich Schritt für Schritt vorzuarbeiten ist von deutlich mehr Erfolg gekrönt als zum ausufernden Rundumschlag ausholen zu wollen!

4. Was hältst Du von diesem … "jeden Tag ein Teil weniger"-Ding?
Gar nichts. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass ich wohl ein Teil rausholen würde, dann aber ganz bestimmt hängenbleiben und gleich zügig weiter entrümpeln würde. ;oD Für mich fühlt es sich deutlich besser an, gleich einen ganzen Schrank leerzuräumen, auszusortieren und das, was bleiben darf, wieder reinzustellen.

5. Dein(e) Gefühl(e) in Zusammenhang mit #Minimalismus. Beschreibe sie uns!
Es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl, zu erkennen, dass man sich mit diesem "Viel weniger ist mehr!" was ausgesprochen Gutes tut. Man könnte regelrecht euphorisch werden! Anfänglich nervte mich zwar, dass man schon mal schräg angeschaut wird und Unverständnis erntet, wenn man sich öffentlich dazu bekennt, seinen Konsum extrem zu beschränken und zu kontrollieren und sich von ganz vielem zu trennen. Man fühlt sich mitunter nicht ganz ernstgenommen dabei. Da wird auch gerne das Wort "Phase" in den Mund genommen. Inzwischen kann ich darüber nur noch lächeln!


 ...najaaaa...ganz SO leer ist es bei uns dann doch noch nicht! ;oD


6. Was war Dein gefühlt schlimmster “Rückschlag”?
Ganz ehrlich? Ich hatte noch keinen. Ich ziehe das total durch, grade eben WEIL man sich so gut fühlt dabei!

7. Würdest Du sagen #Minimalismus ist eine Lebenseinstellung?
Aber hundert pro! Man kann ja irgendwie gar nicht ein bisschen minimalistisch sein, irgendwo ist doch alles miteinander verkettet. Unterschiede im "minimalistisch-sein" bestehen für mich einzig darin, wie man Minimalismus für sich definiert.

8. Was soll das denn sein, das “besser” als Besitz ist?
Oh, da gibt es so vieles! Das Wichtigste ist für mich der Zeitgewinn, wenn man sich um vieles einfach nicht mehr kümmern muss, das früher vorhanden war. Seien das nun Dinge, Beziehungen oder Tätigkeiten, die einem vorher belastet haben. Und dann spart man natürlich einiges an Geld. Man kann es ganz anders und nachhaltiger einsetzen, wenn man sich nicht andauernd Dinge kauft, die man eigentlich gar nicht braucht.

9. Benenne uns Deine größte Bereicherung, die durchs Minimalisieren geschah.
Einerseits siehe letzte Antwort. Und dann finde ich es einfach total gut, dass ich gemerkt habe, dass ich auch meinem Partner damit einen Riesengefallen tue! ;oD Er ist ein sehr genügsamer Mensch und zieht in Sachen "minimalistisch-sein" voll mit!

10. Was findest Du immer noch hart bei Deinem minimalistischen Leben?
Vielleicht hört sich das jetzt seltsam an, aber es gibt NICHTS, was ich vermisse! Alles fühlt sich perfekt an (ausser dass ich, wie schon erwähnt, noch nicht am Ziel bin! Aber Geduld bringt Rosen, nichtwahr??). Ich kann mir nicht vorstellen, wieder was an meinem jetzigen Lebensstil ändern zu wollen. Er hat so viele positive Seiten!

11. Was beglückt Dich am meisten an Deinem minimalistischen Leben?
Dass ich so glasklar merke, wie gut mir das alles tut!

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Ach, ihr seid noch da?? Danke für's Mitlesen! :oD

Bis bald, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

Sonntag, 12. April 2015

GEFEIERT

Ich bin da mal ganz ehrlich: Religion(en) sind für mich ein schwieriges Thema. Aber natürlich war ich heute mit dabei, als mein Patenmädchen Catrin bei allerschönstem Wetter seine 1. Kommunion feierte. Es war sehr gemütlich, die Familie sass fröhlich beisammen und wir haben sehr lecker gegessen. 

Rund um einen eleganten Chignon trug Catrin mein Handmade-Haarkränzchen spazieren:


Passend dazu hab ich noch ein kleines Geschenk-Döschen gefummelt für den finanziellen Zustupf an's neue "Kicki" (Kickboard), welches sich Catrin gewünscht hat. Das alte war ihr gestohlen worden. 


Alles in allem war's ein gelungenes Fest! Und Frollein war, denke ich, sehr zufrieden.....

Ich wünsche euch einen flotten Start in die neue Woche!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Donnerstag, 9. April 2015

ANTHRAZIT

Hab ich eigentlich schon mal bei Gelegenheit erwähnt, dass ich Handgemachtes ganz furchtbar gerne leiden mag??

;oD

Unter Anderem und im Besonderen Handgetöpfertes? Meiner Meinung nach kommt da NICHTS industriell Gefertigtes gegen an. 
Ich hab ja inzwischen auch meine eigene Haus & Hof-Keramikerin an der Hand. Das Chacheli erfüllt geduldig meine Wünsche und trifft dabei den Nagel immer genau auf den Kopf!

Erinnert ihr euch an meine Teebecher, diese wunderbar handschmeichelnden, bodenständigen und doch so eleganten?
Die haben jetzt "Gspändli" bekommen. Teller, die von der Grösse her irgendwo zwischen Frühstücks- und Esstellern liegen, sodass man sie für alles Mögliche verwenden kann.



Simpel und doch soooo schön, nichtwahr??

Das Chacheli hat mir auch den "Probeteller" mitgeschickt, der ihrer Meinung nach einen zu hohen Rand abgekriegt hatte.



Was soll ich sagen? Der HerrHummel befand, dass man davon doch auch ein paar mehr im Schrank haben sollte...... Ihr ahnt es schon: er musste mich nicht lange bequatschen! Und so kommt's, dass in ein paar Wochen wohl noch ein zweites Päckchen vom Chacheli in Hummelzhausen eintrudelt :oD !

Unser "altes" Geschirr wird nun verkauft. Wir erwerben in Zukunft wohl nur noch handgemachte, ökologisch und künstlerisch wertvolle, unter fairen Bedingungen produzierte ;oD und allen ästethischen Ansprüchen gerecht werdende Chacheli-Keramik *ggg*!

Habt es fein, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

....und ach, ist das ein Wetterchen zur Zeit! In der Natur beginnt alles "zu schiessen", und beim Ausritt durch den Wald gestern ist dieses Foto anstanden:








Samstag, 4. April 2015

BEKRÄNZT

Sooooo. Und heute, ganz kurz und knapp vor Ostern, mal wieder ein kleines DIY. Hab ja schon länger nichts mehr gewerkelt. Nein, es ist kein Ohasi, keine bemalten Eier, keingarnüscht Österliches. Naja, im weitesten Sinne vielleicht. 
Also: in einer Woche feiert mein Patenmädchen Catrin erste Kommunion. Und man hat mich darum gebeten, ihr doch was Dekoratives auf's hübsche Köpfchen zu kreieren. 
Hilfe! 
Da hat MEIN Kopf aber geraucht..... 
Grundlegende Frage: Kränzchen? Stirnband? Oder doch lieber ein Haarreif? Und wenn ja, wie soll das aussehen? 
In Ermangelung eines wirklich ausgereiften Konzepts zäumte ich das Pony von hinten auf. Und hab mir als erstes einfach ein paar Röschen aus breitem, champagnerfarbenem Geschenkband geknubbelt. Nachdem ich mir beim kläglich scheiternden Versuch, eine Anleitung auf Youtube nachzuarbeiten, beinahe die Finger abgebrochen hab, war ich kurz ganz leicht angesäuert. Aber irgendwie entstand doch plötzlich eine Art Blümchen in meinen Händen, ganz anderes zwar, als ich vorgehabt hatte, aber: Es hatte was von einem Röschen!
Der Knoten war geplatzt, und so ging das den ganzen Nachmittag fröhlich weiter: drehen, falten, kleben, Brandblase an den Zeigefingern vom Heissleim inklusive. (Kinders, wie kamen wir bloss früher ohne unsere Heissklebepistolen klar??)
Geschlagene 4 Stunden fummelte ich an dem Kränzchen rum, war schlussendlich aber doch sehr zufrieden.

Guckstdu:



Ich hoffe, Madamchen gefällt, was ich geschaffen habe. Die wissen ja heutzutage sehr genau, was sie wollen und was nicht, die kleinen Frolleins! ;oD


°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Bei uns ist heute richtiges Gruselwetter, aber macht nix. Hat doch auch sein Gutes, viel Zeit für Gemütlichkeit zum Beispiel. Und ab Übermorgen soll der Frühling ja langsam zurückkehren!
So sah das hier gestern Morgen um 7 Uhr früh aus:



Hat doch auch seinen Charme, nichtwahr??

Bleibt mir also noch, euch allen wunderbar entspannte Osterfeiertage zu wünschen. Habt es schön und lasst die Seelchen baumeln!

Bis bald,
Hummelzherzensgrüsse!
         *

Sonntag, 29. März 2015

WE-RÜCKBLICK!

Achjaaaaa....
Das war doch wieder mal ein Wochenende, wie man es gerne mag!
Vom Wetter her ein wenig ambivalent, mal strahlender Sonnenschein, mal grau und trüb. Aber zum Ausreiten haben wir an beiden Tagen den schönen Part erwischt- naja, wie heisst es so passend? 

"Wenn (B)engel reiten, dann lacht der Himmel!" ;oD



Weil Ostern immer näher rückt, ich zu diesem Fest mit dem Dekorieren aber immer ziemlich zurückhaltend bin, durfte mein herziges, bewährtes Vogelnestchen wieder raus. Das reicht (vorderhand zumindest...)!



Zu Mittag gab's heute leckersahnigcremige "Älplermagronen", eine
Kalorienbombe par excellence, aber hej: Wir leben nur einmal- also her damit!



Ein paar Päckchen hab ich fertiggemacht mit Dingen, die wir auf Ricardo versteigert haben. Natürlich fehlten wieder die passenden Kartonkisten, aber was eine rechte FrauHummel ist, die weiss sich zu helfen.....



Und jetzt? 
Ab in die Küche, Abendbrottellerchen bauen. 
Dann vor dem TV abhängen. Tatort oder so. Mal sehn!




Und ihr so? Wie war's bei euch, das Wochenende?

Habt einen flotten Start in die neue Woche,

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Donnerstag, 26. März 2015

HELENA'S WISH

1. DER ANSTOSS
Letzthin hat mich meine liebe Leserin Helena darum gebeten, auf meinem Blog doch mal ein paar Tipps zum Thema Ausmisten und Reduzieren zu geben. Das scheint auch bei euch ein Thema zu sein; ich habe einige Mailsen bekommen von Frauen, sie sich ein "luftigeres" Zuhause wünschen, und auch auf mehreren Blogs lassen sich deutliche Simplify-Tendenzen ausmachen! ;oD
Ich freue mich ja immer über Ideen für ein Postthema- 
so here we go!
Heute geht es nur um's Ausräumen, Ausmisten, Platzschaffen.

2. AUF DIE PLÄTZE, FERTIG..... 
Dein Entschluss steht also, du willst dem "Zuviel" an Dingen, die dich umgeben, zu Leibe rücken. Wenn du alleine lebst, dann kannst du gleich durchstarten mit dem Projekt "Reduzieren". Falls du aber zu zweit durch's Leben gehst oder auch Kinder hast, dann ist es eine gute Idee, Partner und Sprösslinge in dein Vorhaben miteinzubeziehen. Man möchte ja nicht riskieren, dass der Haussegen in Schieflage gerät, weil plötzlich die Automagazine-Sammlung des Hausherrn (auch wenn sie noch so zerfleddert ist!) oder das völlig vergammelte, dafür aber heissgeliebte Fan-T-Shirt des Juniors verschwunden ist! ;oD. 
Papa soll sich selber von seinem überflüssigen angesammelten Zeug trennen (das braucht vielleicht immer mal wieder einen Motivationsschub deinerseits! ;oD), mit den Kindern könntest du einen verregneten Nachmittag in ein "Raus-und-Weg!"-Event im Kinderzimmer verwandeln.

3. DER FAKTOR ZEIT
Mach dir bewusst, dass Reduzieren und Vereinfachen ein Prozess ist, der seine Zeit in Anspruch nimmt. Man verfällt nur zu gerne in einen unkontrollierten Aktionismus, sobald man sich zum Entrümpeln durchgerungen hat. Der wiederum zieht unweigerlich nach sich, dass man irgendwann völlig verzweifelt in einem vom Chaos heimgesuchten Raum vor einem Riesenhaufen von Dingen hockt und eigentlich schon jeden Elan verloren hat. "Peu à peu" ist hier das Zauberwort! Geh in kleinen Etappen vor, das ist viel effektiver und von stetigem Erfolg gekrönt als sich den grossen Rundumschlag vorzunehmen, der sowieso von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Kopfloses Wegschmeissen kann zur Folge haben, dass du kurze Zeit später nach genau den Dingen suchst, die du entsorgt hast, was dich dann bestimmt ärgert.
Setz dir ein Ziel, z.B. : 
Bis Ende dieses Monats möchte ich das Wohnzimmer klarschiff bekommen!  
Nimm dir zu Anfang einfach einen einzelnen Schrank vor. Erst wenn dessen Inhalt gründlich durchforstet, aussortiert und der verbleibende Rest wieder eingeräumt ist kommt das nächste Objekt an die Reihe! So verschafft man sich immer wieder ein Erfolgserlebnis und der Spass an der Sache bleibt erhalten. (Ich versichere dir: Es MACHT Spass!!)




4. JETZT WIRD'S ERNST!
Das schwierigste am Ausmisten ist die Tatsache, dass man einfach dazu neigt, irgendwie doch alles behalten zu wollen und sich nicht trennen zu können. Und man findet dummerweise immer einen Grund, das zu rechtfertigen.

Du weisst schon
"Achneee...das kann ich bestimmt nochmal brauchen! " 

Wahlweise auch:
"Das war so teuer, das kann ich doch nicht einfach weggeben!".

Doch, du kannst!
Aber es setzt ein wenig Rigorosität dir selber gegenüber voraus! Und eigentlich ist die Faustregel ja bekannt: Alles, was im letzten Jahr kaum noch oder nie mehr benutzt wurde- weg damit! Dinge, die nicht mehr heil sind, die nicht deinem Stil oder Geschmack entsprechen (in diese Kategorie fallen z.B. spontane Fehlkäufe, leider auch das eine oder andere Geschenk), Sachen, die doppelt und dreifach vorhanden sind, ergo alles, was nur rumsteht, Platz braucht und streng genommen keine Daseinsberechtigung mehr hat: ab in die Kiste!
Und fang ja nicht erst an, lange hin- und her zu überlegen. Meist sagt dir dein Bauch schon, ob ein Teil hopp oder top ist! Es wird ein bisschen einfacher, wenn man sich bewusst macht, dass die Sachen ihre Schuldigkeit getan haben und dein Zuhause jetzt verlassen dürfen. Denn sie haben ja eine Zukunft- dazu gleich mehr!

5. ES NIMMT GESTALT AN
In der Zwischenzeit hast du also im Idealfall eine Menge Dinge aussortiert, denen du das Bleiberecht in deinem Zuhause abgesprochen hast. Und nun? Was stellt man damit an? 
Unterteil sie in 2 Kategorien:
Alles, was offensichtlich das Zeitliche gesegnet hat, was kaputt, zerschlissen, unansehnlich geworden ist, wandert auf direktestem Weg in den Müll. 
Die guten Sachen packst du fein säuberlich in Kartonschachteln. 
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie loszuwerden:

  • Du bringst sie zum nächsten Brocki, Caritasladen oder eine ähnliche Institution. Das hat den Vorteil, dass du die Sachen sofort loswirst, allerdings kriegt man aber meistens nichts dafür.
  • Wenn du noch ein wenig Profit schlagen möchtest aus deinen Secondhand-Sachen, dann stell dich damit an einen Flohmarkt. Das macht enorm viel Spass, und man begegnet vielen gutgelaunten, netten Menschen!
  • Oder aber (und diese Variante ist ein wenig zeitaufwändiger): Du setzt die Dinge auf eine Online-Verkaufsplattform. Wir verkaufen sehr oft und erfolgreich auf "Ricardo", dem Schweizer Pendant zu Ebay & Co., da werden wir praktisch alles los.

6. ERLEDIGT!!.... ODER??
Endlich ist der Moment gekommen, an dem du dir selber auf die Schulter klopfen darfst: Du hast es geschafft! Alles Überflüssige hat sich verabschiedet, Schränke, Keller, Dachboden sind wunderbar übersichtlich und aufgeräumt. GRATULATION!!
Allerdings gilt es jetzt und für die Zukunft einen wichtigen Punkt zu verinnerlichen, wenn du gerne möchtest, dass es so bleibt.
Ab sofort solltest du vor jeder Anschaffung ein paar Überlegungen anstellen: 


  • Ist das Objekt der Begierde eines, das du dir schon lange wünscht, evtl. sogar drauf gespart hast? Dann ist alles okay!
  • Ist es wirklich SINNvoll, sich das neue Teil überhaupt zuzulegen? 
  • Kaufst du es nur so aus einer Laune heraus, weil du grade ein wenig frustriert oder gestresst bist und dir was Gutes tun möchtest? 
  • Besteht effektiv Bedarf an diesem Produkt, kannst du es tatsächlich GEBRAUCHEN und denkst du, dass du dich auch in einem Jahr noch darüber freust?


Wenn du also dann wirklich was Neues nach hause bringst, so mach Platz dafür, indem du sofort etwas Altes aussortierst. Stell dir eine Kiste in den Keller, in die alle Dinge kommen, die von etwas anderem abgelöst wurden. Sonst könnte es passieren, dass innert kurzer Zeit all deine Schränke und Kommoden wieder "vollgerümpelt" sind....und das wollen wir doch mal tunlichst vermeiden, nichtwahr??

Zu gegebener Zeit verfährst du mit der/den Kiste(n) im Keller wieder wie unter Punkt 5 beschrieben.



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So. Und nun:
It's your turn! Vorausgesetzt, ihr habt überhaupt das Bedürfnis zu Reduzieren. Wenn ja: Dann berichtet doch mal, wie es euch dabei ergangen ist!


Viel Erfolg und


Hummelzherzensgrüsse!
         *



Samstag, 21. März 2015

BONNE NUIT!

ZACK!- und schon ist er wieder abgehauen, der Frühling. Grau und nass ist es heute. Und viel soll sich daran nächste Woche nicht ändern. Aber nun, die Natur hat's dringend nötig, denn wenn was wachsen und blühen soll, dann muss das auch ab und zu aus der himmlischen Giesskanne gewässert werden, nichtwahr?

Eines aber ist geblieben: Meine Frühjahrsmüdigkeit. Okay, wenn ich ganz ehrlich sein soll: Bei mir ist das eine Ganzjahresmüdigkeit, *ggg*! Die zieht sich fröhlich durch alle Jahreszeiten. Hat sicher auch was mit meinem chronisch tiefen Serumeisenspiegel zu tun, den ich um's Verwürgen nicht hochkriege. Da nützen alle Eisenpräparate wenig bis nichts.
Also kommt es des öfteren vor, dass ich untertags ein kleines Nickerchen einlege. Auch wenn mir meine Ärztin an der Schlafklinik das verboten hat: So ein Dreiviertelstündchen intensiv am Kopfkissen zu horchen, das fängt die entfleuchten Lebensgeister wieder ein! 
(Und- yessssss!!- schon ist der Bogen gespannt zum eigentlichen Thema dieses Post's, ;oD!)

Sabine, eine stille Leserin seit langer Zeit, hat sich noch ein paar Hummelz-Zuhause-Fotos gewünscht. Madame, ihr Wunsch ist mir Befehl!

Unser Schlafzimmer also. Wie ihr seht: Es gibt nicht (mehr) viel zu sehen! :oD Aber ein Schlafzimmer soll ja auch keine Rumpelkammer sein, sondern viel Raum zum Entspannen bieten. Und dafür habe ich gesorgt.
Das Licht war heute zwar eher besch...eiden, aber dafür ist grade deswegen eine recht muckelige Stimmung entstanden.


Ohne viel Gedöhns kommt auch das herrliche, alte Parkett wunderbar zur Geltung. Das knarzt und knackt beim Drübergehen! (Und ja: Da steht das Puppenkorbwägelchen aus meiner Kindheit. Nein, DAS gebe ich nicht her!) 


Daunendecken gibt's bei uns nicht, wir haben Wollbetten. Ich sag's euch: Es gibt nichts Gemütlicheres und Angenehmeres! Kann ich absolut empfehlen. Sie sind zwar nicht grade günstig, aber die eine Decke hat mehr als 15 Jahre auf dem Buckel, wurde schon ein paar Mal gewaschen und tut ihren Dienst immer noch vorbildlich.

Missi Molly wollte natürlich un-be-dingt mit auf's Bild, ja dann meinetwegen.....

So. Und bevor mir jetzt die Äuglein allein beim Anblick unseres gemütlichen Bettes zufallen mach ich mich mal auf in die Küche.
Abendbrot!!

Habt einen gemütlichen Sonntag,

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Donnerstag, 19. März 2015

RÉSUMÉ

Heute Morgen, beim Ausreiten, haben sich mein Reiterlein und ich über Wertigkeiten im Leben unterhalten. Und wie wir so durch den duftenden, von hellem Vogelgezwitscher angefüllten Wald schaukeln, habe ich einen Satz gesagt, der mich, noch während ich ihn aussprach, selber erstaunte und richtig glücklich machte.

"Es gibt in meinem Leben nichts, was sich noch verbessern könnte!"


MOOOOOOMENT.

Eigentlich hätte ich doch sagen müssen:

* Ich wünschte mir, dass mir meine Anatomie nicht andauernd leise

  ins Ohr flüstern würde, dass ich bald eine "5 am Rücken habe"
  und mir das mit nervigen Schmerzen in allen möglichen Gelenken    
  deutlich macht...

* Ein bisschen mehr Geld in der Tasche zu haben wäre doch auch

  ganz angenehm

* Ein eigenes Haus zu besitzen wäre genial- warum nur sind Immo-

  bilien in der Schweiz so teuer?

* Irgendwie wäre auch mal etwas Neues, ganz Anderes in beruflicher  

  Hinsicht nicht verkehrt

....undsoweiterundsofort.......


Aber dieser Satz kam so spontan und von Herzen, dass ich ihn mir selber abgenommen habe! ;oD 

Denn: Er entspricht den Tatsachen.
Es ist alles wunderbar, so wie es ist. 
Dass die Jährchen nicht spurlos an einem vorüberziehen ist normal, und die paar "Bobochen" sind erträglich. Ein eigenes Heim wäre wunderbar, trotzdem wäre es eine finanzielle Belastung über viele Jahre und würde meinen/unseren Handlungsfreiraum einschränken.



(Trotzdem habe ich diesen Wunsch noch nicht ganz ad acta gelegt. Falls das perfekte, erschwingliche Häuschen doch plötzlich an die Türe unseres gemieteten Zuhauses anklopfen sollte! ;oD)



Geld alleine macht nicht glücklich; ich beweise mir ja jeden Tag selber, dass man auch mit wenig(er) Barem sehr gut leben kann. (Fragt sich halt immer, was für Ansprüche man hat!) 
Und last but not least bergen viele Jahre Erfahrung, Wissen und Routine im Beruf Vorteile und sehr angenehmen Seiten in sich.

Mein Résumé zu diesen Gedankengängen ist einfach und glasklar:


ICH BIN EIN GLUECKLICHER MENSCH! (Juhuuuuuuu!! :oD)


Und ich glaube ganz bestimmt, dass dieses Reduzieren, Vereinfachen und Verlangsamen, das ich seit vielen Monaten mit so viel Enthusiasmus verfolge, diesbezüglich einen grossen Einfluss auf mein  Empfinden hat. Das Sich-Trennen von Überflüssigem und Fokussieren auf Dinge, die einem wirklich was bedeuten, dieses Raum-Schaffen befreit extrem. 

Ausserdem entspannt es den Alltag wirklich, wenn man Prioritäten setzt, nicht mehr alles ganz so eng sieht und seine tägliche To-Do-Liste um ein paar Punkte erleichtert, die zwar viel Zeit in Anspruch nehmen, dafür aber wenig Lebensqualität bringen.

Da bleibt dann etwas mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben.

Um den Kirschbaumzweigen beim Erblühen zuzusehen, zum Beispiel!





Habt eine feine Zeit, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!

         *




Samstag, 14. März 2015

DANKE!

Puuuuhhhhhhhh.......

DAS war jetzt was! Soooo viele Kommis- ich bin kaum hinterhergekommen mit dem Antworten! Ganz herzlichen Dank euch allen dafür!
Ich freue mich sehr und bin wirklich ein bisschen stolz auf euch. Zahllose engagierte Meinungen und Ansichten wurden hier nieder-geschrieben, aber alle in hochanständigem Ton und immer zur Diskussion bereit. So soll das doch sein!
Die letzten beiden Tage habe ich auf FB leider verbale Entgleisungen   
zu lesen bekommen, bei denen sich mir die Haare gesträubt haben.....
Ihr seid der beste Beweis dafür, dass es auch anders geht.

APPLAUS!!

Für mich ist dieses Thema jetzt abgehakt, aber ich werde mir auch in Zukunft erlauben, meine ehrliche Meinung abzugeben. Und hier scheint damit ja auch keiner ein Problem zu haben....  ;oD

So. Ich werde mich jetzt an diesem sonnigen, angenehm temperierten Frühlings-Wochenende freuen, den Vögelchen beim Trillern zuhören, vor dem Stall ein Teechen trinken und mit den Ponys durch den Wald zuckeln. Die Leberblümchen strecken schon die Köpfchen aus dem moosigen Waldboden, die Nase kitzelt bereits ein wenig der Duft nach angewärmtem Holz....herrlich!

Geniesst das WE und macht es euch schön, meine Lieben!




Hummelzherzensgrüsse!
         *


Mittwoch, 11. März 2015

NA SOWAS ABER AUCH!

Kinders, Kinders.....ich wundere mich grad mal wieder enorm.
Und frage mich, worum es beim Bloggen eigentlich geht.
Meiner Ansicht nach in erster Linie darum, sich auszutauschen. Sich neue Inputs zu holen, durch die Ideen und Meinungen anderer das eigene "Da-Sein" zu reflektieren, vielleicht auch mal gewisse Dinge aus einem andern Blickwinkel zu betrachten.
Es ist schön, in fremde Wohnungen zu spienzeln, sich Anregungen zu holen für's Basteln und Handarbeiten, auf kleinen Strecken "mitzuleben" bei andern Bloggern. 
Was aber mit Sicherheit nicht Sinn und Zweck sein kann: Sich uneingeschränkt gegenseitig zu beweihräuchern. Alles ach so toll und genial zu finden, kritiklos Beifall zu klatschen. Ich nehme mir heraus, in einem Kommi meine eigene, vielleicht differente Meinung an den/die geneigte/n Leser/in zu bringen. Immer in anständigem, sachlichem Ton selbstverständlich. Wo kommen wir denn hin, wenn wir alle nur noch eifrig mit dem Kopf nicken und die eigenen Gedanken zum Thema so gar nicht mehr gefragt sind?

Wie ich darauf komme, fragt ihr euch jetzt? Okay. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der solche Geschichten an die Öffentlichkeit zerrt. Aber langsam geht es mir einfach auf den Geist, wie gewisse Menschen sich verhalten. Darum.

Folgendes: Auf einem Blog geht es in einem Post darum, dass in der neuesten Ausgabe eines vielen von uns bestens bekannten Lifestylemagazins einige ausgestopfte Tiere abgebildet sind.
So in der Art etwa:



Die Verfasserin dieses Post's äussert ihre absolut kritische Meinung dazu, schreibt aber im gleichen Atemzug wortwörtlich: 

"Ihr müsst selber wissen, wie ihr dazu steht. "

Also habe ich in einem Kommi geäussert, wie ICH dazu stehe.
Er lautete folgendermassen:

Ich bin kein Freund von Tierpräparaten. Ich muss mich damit nicht umgeben. Mir ist auch aufgefallen, dass in der neuen *** diesmal viele von ihnen zu sehen sind. Aber es sind augenscheinlich alles alte Präparate, und mir ist bis jetzt noch nicht untergekommen, dass es eine Industrie gibt, die diese vermeintliche "Welle" (die in einem Kommi und der darauffolgenden Antwort erwähnt wurde) abdecken möchte.
Ausserdem muss ich in diesem Zusammenhang davon ausgehen, dass alle, die sich nun so vehement gegen diese Tierpräparate aussprechen, im wahren Leben Veganer sind. Denn dann können sie auch nicht akzeptieren, dass Millionen Tiere auf dieser Welt nur geboren werden, um kurze Zeit später auf unseren Tellern zu landen oder Lebensmittel wie Eier und Milch für uns zu produzieren (oft unter traurigen Haltungsbedingungen!).
Aber wir Menschen (also wir alle!) tendieren halt grundsätzlich dazu, uns die Dinge so hinzudrehen, wie sie uns grad am besten in den Kram passen.

Ich greife niemanden an damit, ich beschuldige keinen, es ist EINFACH NUR MEINE PERSÖNLICHE ANSICHT DER DINGE!

Oha. Aber da hatte ich mich wohl vertan. Postwendend flatterte eine ganz, ganz böse Mail in mein Postfach. Ich veröffentliche sie hier nicht 1:1. Aber ein paar Auszüge gönne ich euch: Man nannte mich DURCHSCHAUBAR, resümierte, dass "jedes dumme Huhn Arzthelferin werden könne" (aber ich bin doch gar nicht Arzthelferin! Meinen Beruf kennt man unter dem Namen MTPA, also medizinisch-technische Praxis-Assistentin. Und Hühner sind nicht dumm! ;oD) und krönte diese Aussage auch noch mit dem Zusatz, dass dieser Beruf hauptsächlich von Mädels mit "geringer Qualifikation und Bildung" erlernt würde.

Oha, oha. Na, da hat sie mich aber getroffen......

Es blieb nicht bei dieser einen Mail, mir wurde in einer weiteren sogar GEDROHT, ich solle froh, sehr froh sein, dass ich sie noch nicht richtig kenne, denn ich hätte ja keine Ahnung, wen SIE wiederum so alles kenne.

Eiderdaus.

Ne, im Ernst- ihr entschuldigt, wenn ich mich grad ein wenig belustige hier.
Aber das geht ja nun gar nicht. Wer nicht kritikfähig ist, nicht gewillt, sich friedlich mit einem Thema und den möglicherweise anderslautenden Meinungen von Mitmenschen auseinanderzusetzen, der sollte keine solchen Themen ansprechen.
Und hinterher auch noch beleidigende Mails zu verfassen, das setzt dem ganzen ja noch das "i"-Tüpfelchen auf.

Ich lasse jedem seine Meinung, ver- oder beurteile keinen, der nicht die genau gleiche hat wie ich. Aber ich nehme mir das RECHT heraus, meine eigene vertreten zu dürfen. So einfach ist das.

Ich brauche nicht extra zu erwähnen, dass mein Kommi nicht veröffentlicht wurde?

Habt einen sehr entspannten Tag, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Ach so: bei mir dürft ihr alle eure Meinung vertreten. Solange ihr die einfachsten Regeln des Anstandes wahrt....  ;oD