Freitag, 15. März 2019

SAG MAL ?!

Zuerst einmal: Ich hab mich wahnsinnig gefreut über die vielen Kommentare zu meinem letzten Post! Vor allem weil mir das gezeigt hat, wie präsent diese Themen bei euch sind und wie sehr sie auch euch umtreiben. Danke für eure engagierten Zeilen!

Meine liebe wwww-Freundin, die Bahnwärterin, hat sich bei Sunny ein paar Fragen gemopst, die wiederum von Luziapimpinella motiviert wurde. Sie, die BWärterin, regte dazu an, sich auch mal mit diesen Fragen zu beschäftigen.

Ich mag solche Fragen/Antwortespiele gerne; sie tragen dazu bei, dass wir uns hier alle noch ein bisschen besser kennenlernen, sie lassen uns schmunzeln und lüften auch mal kleine Geheimnisse! 

Lange Rede, kurzer Sinn: Los gehts!

1. Sagst du immer, was du denkst?
Ja, (leider) ziemlich oft. Das kommt nicht immer gut an, weil ich manchmal ziemlich direkt bin. Aber immerhin attestieren mir z.B. meine Arbeitskolleginnen, dass ich dabei doch ziemlich diplomatisch vorgehe. Ich sehe den Sinn nicht ein, andern nach dem Mund zu reden, vor allem wenn es um Themen geht, die mir wichtig sind. 
Es gibt allerdings auch Momente, da halte ich den Mund- auch wenn mir das oft verdammt schwerfällt: Wenn absehbar ist, dass meine Meinung weder akzeptiert werden wird noch irgendwas an der Situation verbessern könnte. 
Grundsätzlich setze ich mich aber am liebsten mit Menschen auseinander, mit denen man- wie sagte die BWärterin so schön?- "die guten Kräfte bündeln kann"! Das sind in der Regel die Menschen, die mir nahestehen.

2. Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du jetzt wohnst?
Nunja- wahrscheinlich nicht unbedingt in diesem Haus, denn in Zukunft würde ich mich gerne verkleinern. So richtig- wer hier schon länger mitliest der weiss, dass ich den Traum vom Leben im Tiny House oder in einem grossen hölzernen Wohnwagen realisieren möchte.
Aber ich werde bestimmt hier im Kanton bleiben und in der Schweiz sowieso. Hier stecken meine Füsse in der Erde, hier gehöre ich hin.

3. Wie klingt dein Lachen?
Ich lache sehr viel, ziemlich laut und manchmal auch an der völlig falschen Stelle. 😂 Mein Lachen klingt ziemlich tief und kullert wie kleine, dunkle Steinchen in den Raum. Allerdings kann ich auch ziemlich hysterisch kichern- je nachdem, was Grund zur Heiterkeit bietet! 😉 
In diesem Zusammenhang sollte ich vielleicht auch noch meinen Humor nicht unerwähnt lassen: Der ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, oft nicht auf den ersten Blick als solchen zu erkennen und ausserdem manchmal auch sehr ironisch. Ab und an sorge ich mit meinem Humor für ziemliche Verwirrung.....

4. Was war deine weiteste Reise?
Herrje. Ich bin KEIN Weltenbummler und werde wohl auch nie einer werden. Ich war mal auf den Kanaren und auf Korsika, weiter bin ich noch nicht gekommen. Viel wird sich daran in Zukunft nicht ändern, denke ich. Denn eigentlich will ich nicht mehr fliegen und bin ausserdem ganz furchtbar gerne zuhause. Aber wenn ich, wie heute, eine Reportage über Island oder auch über Irland sehe, dann möchte ich da doch unbedingt noch hin. Diese Landschaften rühren irgendwas in mir ganz extrem an. Mal sehn, was das Universum diesbezüglich noch mit mir vorhat!




5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?
Oh, da gibt es vieles. Ich bin ein Mensch, der richtig aufgehen kann in dem, was er gerade tut, z.B. beim Beobachten meiner Tiere. Im Stall zu hocken und den Ponys beim Mampfen ihres Heues zuzusehen, den Mietzchen beim Spielen und wie sie ihre Sozialkontakte pflegen- das ist eine Untätigkeit, bei der die Zeit wie im Fluge vergeht! Wie oft habe ich mich schon dabei ertappt an die 2 Stunden im Stall gesessen zu haben oder auf dem Heuboden, wo es so gemütlich ist, wo sich die duftenden Ballen stapeln, das Holz bei Erwärmung durch die Sonnenstrahlen knackt und eine unglaublich entspannte Athmosphäre herrscht!
Und das Schreiben- auch darin kann ich restlos aufgehen. Beim Aneinanderreihen von Gedanken, der Suche nach dem perfekten Ausdruck und dem Feilen an einer Satzstellung verfliegt die Zeit im Nu.

Grundsätzlich gibt es kaum etwas, bei dem mir langweilig wird. Moment, doch: Archivarbeiten in der Klinik.... 😜



DONE!

Wer hat Lust, die Fragen aufzunehmen und ein kleines bisschen was von sich preiszugeben?




Ein schönes WE euch allen,
Hummelz💖ensgrüsse!



Sonntag, 10. März 2019

GEDANKENKARUSSELL


Manchmal ist das doch zum Verrücktwerden. In meinem Kopf kreisen die Gedanken, ich sitze gefühlte Stunden da und starre ein Loch in die Luft, aber die weisse Seite vor mir auf dem Bildschirm bleibt leer. Ich kriege die vielen Gedankenfetzen irgendwie nicht zusammengestückelt, oft auch weil sie sich immer wieder um die gleichen Themen drehen und ich denke, dass ich jetzt vielleicht mal was Neues schreiben sollte.
Aber wie mache ich das, wenn es eben genau DIE Themen sind, die mich, in letzter Zeit praktisch omnipräsent, beschäftigen?

Wenn es mir z.B. beinahe schon körperlich weh tut wenn ich sehe dass vis-à-vis von unserem Haus die riesigen, alten Tannen und Laubbäume gefällt werden, welche über Jahrzehnte die Allée dort säumten. Die Stämme, die nun im Wiesland liegen, sind kräftig und gesund- warum also mussten sie weg, wenn man doch weiss, dass grade Bäume extrem viel Gutes für unser Klima und die Umwelt tun? Und das ist nur ein Beispiel- ich habe das Gefühl, dass hier in der Umgebung geholzt wird, wie wenn es kein Morgen geben würde. (Naja. Das gibts dann irgendwann auch nicht mehr, wenn das alles so weitergeht, nichtwahr?)





Wenn ich höre, dass unsere "Volksvertreter" oben in Bern das CO2-Gesetz bachab schicken und ich gleichzeitig lese, dass die Schweizer dafür fröhlich doppelt so viel fliegen wie die Menschen in unsern Nachbarländern, dann kriege ich beinahe die Krätze. Es ist doch inzwischen wohl jedem bekannt, wie schädlich gerade die Vielfliegerei für unser Klima ist, genau wie auch diese unsäglichen Kreuzfahrten. Und ich ärgere mich wirklich darüber dass gerade in letzter Zeit in mehreren TV-Sendungen Tipps ausgestrahlt wurden, wie man NOCH billiger reisen, fliegen und per Schiff um die Welt schippern kann. Wie cool, wenn man für ein paar Euro irgendwas all inklusiv in die Türkei oder mal eben zum Christmas-Shopping nach New York fliegen kann, nicht wahr? Dass man mit diesem Verhalten ausser der Umwelt auch den Menschen schadet, die diese Billigstpreispolitik an ihren Arbeitsstellen und im eigenen Land ausbaden dürfen, das blendet man gefliessentlich aus. Wieso sollte man sich darüber auch den Kopf zerbrechen?

Und so bewirkt das täglich selbst Erlebte oder die über die Medien transportierten Meldungen, dass man im besten Fall den Kopf schüttelt, sich im schlechtesten Fall einem aber innerlich alles zusammenzieht. 

Wie gut, wenn sich doch immer wieder die Möglichkeit bietet, den Fokus auf Positives zu lenken. Und ich weiss nicht, ob ich es mir nur einbilde- nein, ich glaube nicht- aber in den vergangenen Monaten meine ich einen wirklichen Umschwung auszumachen. 

Da sind zum einen die Schülerstreiks, die sich stetig ausbreiten und denen sich nun auch die Erwachsenen anschliessen. Die Masse hat die Macht, darauf setze ich. Streiken und Protestmärsche auf der Strasse sind probate Mittel wenn es darum geht, gleichgesinnte Menschen mobil zu machen und im besten Fall ein Anliegen durchzusetzen. (Der Hambacher Forst ist ein wunderbares Beispiel dafür!)  
Ich hoffe aber wirklich sehr, dass sich diese (jungen) Menschen bewusst sind, dass es damit nicht getan ist, sondern dass Klima- und Umweltschutz unter anderem auch vom eigenen nachhaltigen (Konsum)verhalten abhängig sind. Und da ist jeder einzelne gefordert. Der Besitz jedes neuesten elektronisches Gadgets, Ferienreisen und Shoppingtouren fallen in die Kategorie der Dinge, die man rigoros ändern muss, will man nicht nur reden und streiken, sondern wirklich was TUN.

Und ich stelle andererseits im Gespräch mit Menschen in meiner Umgebung fest, dass man sich wirklich Gedanken macht. Ich treffe auf Leute, von denen ich nie geahnt hätte, dass sie sich auch nur eine Spur für den Klimaschutz, geschweige denn für einen nachhaltige(re)n Lebensstil interessieren. Sogar eine meiner Arbeitskolleginnen (2 Autos, 2 Motorräder, ein eigenes Ferienhaus, Ferienfliegerei mindestens 2 Mal im Jahr, Mode, Kosmetik, tralleraa)scheint sich inzwischen im Klaren zu sein, dass es "so nicht weitergehen kann". Sie erzählte mir von einer Reportage im TV, die sie wirklich mitgenommen zu haben scheint. 
Na bitte. Natürlich ist es vom Gedanken bis zur Tat bei manchen ein weiter Weg, aber immerhin: die erste Hürde scheint sie genommen zu haben.

Manchmal ist es schwierig, der Wut und einer mitunter aufkeimenden Frustration nicht die Oberhand zu lassen. Diese Gefühle bleiben nicht aus, wenn man sich ernsthaft und regelmässig mit der Materie befasst. Und doch kann und muss man den vielen Lichtblicken Priorität erteilen die sich offenbaren, wenn man mit wachen Sinnen durch seine Tage geht. So viele grosse und kleine Projekte auf dieser Welt, angeschoben von mutigen und motivierten Menschen, denen unser wunderbarer Planet wirklich am Herzen liegt. Menschen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas tun und die es schaffen, andere mitzureissen. Solche Geschichten treiben mich an, bestätigen mich. Und schüren auch immer wieder die Hoffnung, dass wir es schaffen. 

Herrje. Habt ihr tatsächlich bis hierhin durchgehalten? Merci bien! Ich könnte wahrscheinlich jetzt noch ellenlang weiterschreiben, denn das war nur ein Bruchteil der Gedanken, mit denen ich mich befasse, ich möchte aber eure Geduld nicht zu arg auf die Probe stellen! 😊 



Startet fröhlich in die neue Woche
(ich hab F-E-R-I-E-N!!! 👏)

💕lichste Hummelzgrüsse!



  



Donnerstag, 21. Februar 2019

DER STAND DER DINGE

Ist das schöööön- seit Tagen steht die Sonne draussen am blitzblauen Himmel, an dem nicht ein Wölkchen auszumachen ist. Sie schickt ihre warmen Strahlen frühmorgens auf die noch eiseskalte Erde, sie entlockt den Vögelchen im Garten ein euphorisches Trällern und macht die Menschen fröhlich. Alle denken sie schon "Hurra, jetzt kommt der Frühling!", weil sie ihn sich herbeisehnen. Aber: Das ist nichts weiter als ein Intermezzo; ein kleiner Scherz des alten Herrn, der sich Winter nennt und der sein Zepter bestimmt so leicht nicht aus der Hand legen wird. Ein bisschen Eis und Schnee hat er noch auf Halde, und früher oder später wird er uns seine Macht nochmal demonstrieren....

Trotzdem geniesse ich diese wunderbaren Tage sehr, hab sogar schon ein Gänseblümchen im noch bräunlichen Rasen ausgemacht, und tatsächlich: Es gibt wieder Vögel in unserem Garten! Erst kamen die Buchfinken, gefolgt von ein paar Meislein, Amseln, Spatzen und Rotkehlchen. Sogar ein Kleiber saust den Baumstamm hoch und runter, und auch "unser" Specht hat sich mehrmals an den Nüssen gütlich getan, die ich aufgehängt habe. Ich bin mir natürlich nicht sicher ob es wirklich derselbe ist wie letztes Jahr; trotzdem hab ich mich über die Anwesenheit des bunten Gesellen sehr gefreut!



Bilder zum Teil freundlicherweise von Pixabay zur Verfügung gestellt! ;oD

Erfreuliches gibt es auch von der Mietzenfront zu berichten (und jetzt stellt euch im Hintergrund bitte einen herzhaften Juchzer vor!😸): Donnerstagabend letzte Woche hab ich es tatsächlich geschafft, unsere Daisy einzufangen! Auch wenn diese Käscherei ordentlicher Stress ist für die Tiere (und für mich auch- ich bin knapp an einem Herzinfarkt vorbeigeschrammt!!), so dient sie halt doch der Sache und ist das bisher erfolgreichste Mittel zum Zweck. Zweimal gekäschert, zwei Mietzen dingfest gemacht - wat willste mehr?!

Schon am nächsten Morgen wurde Daisy operiert und auch gründlich untersucht - sie ist soweit kerngesund.
Inzwischen ist Daisy wieder auf freiem Fuss und scheint mir diese Aktion keineswegs übelzunehmen; auf jeden Fall hält sie sich am Stall auf und nimmt nicht Reissaus, wenn ich auf der Bildfläche erscheine.

Unsere liebe Oma ist auf den Heuboden in einen 2x4 Meter grossen, ehemaligen Hundezwinger umgezogen, den wir extra für sie aufgebaut haben. Aus Heuballen haben wir darin eine warme, geschützte Rückzugmöglichkeit für sie aufgeschichtet und jetzt, wo die Sonne so schön scheint, liegt sie oft am Fenster auf einem Kissen und guckt in die Landschaft. Ausserdem bekommt sie jeden Tag ein richtiges Buffet aufgebaut mit Trockenfutter, Feuchtfutter, Katzenmilch, Wasser und Goodies; da kann sie sich aussuchen, was sie gerne mag.



Oben auf den Heuballen könnt ihr Oma erkennen.
Unten rechts, das ist Daisy; sie hat ihre Mama 
besucht! 


Letztes Wochenende wurde Oma im Rahmen der grossen Kastrationsaktion von NetAP im Nachbarort von einer der Tierärztinnen nochmals untersucht, bekam eine Dosis lang wirksames Kortison gespritzt und noch eine zweite Antibiotika-Injektion. Wir sind uns einfach immer noch nicht sicher, ob die Wunde am Kopf allergischen oder infektiösen Ursprungs ist oder ob es sogar ein Carzinom sein könnte. Auf jeden Fall kratzt Oma den Schorf jetzt nicht mehr weg, wir hoffen dass die Wunde nun völlig verheilt und haben für Oma auch schon eine Lösung für die Zukunft gefunden. 
Sie wird wohl in ein Mietzenasyl aufgenommen, damit sie immer unter Betreuung ist und den Rest ihres Lebens beruhigt und gemütlich verbringen darf. Susanne hat für sie schon einen Platz reserviert, wofür ich ihr sehr dankbar bin! 

Ihr seht: Hier ist was los! Da bleibt fürs Bloggen nicht mehr wirklich viel Zeit, aber ich versuche trotzdem, weiter eure Spur zu verfolgen. 😊

Geniesst die Tage, habt es schön und bleibt fröhlich!

💞lichste Hummelzgrüsse!