Samstag, 22. August 2015

CONFITURE

Etwas, was mir wirklich gegen den Strich geht, ist Lebensmittel wegzuschmeissen. Ganz selten vergesse ich mal eine Tupperdose im Kühlschrank, und das ärgert mich immer sehr. Aber wenn sich in ebendieser Tupperdose eine nette kleine Champignonkultur angesiedelt hat kommt man einfach nicht umhin, ihren Inhalt den Weg alles Irdischen gehen zu lassen.....
Also versuche ich a) Reste immer gleich in den nächsten 1 oder 2 Tagen auf den Tisch zu bringen oder b) gar nicht erst so viel einzukaufen, dass was im Frigo hängen bleibt.
Letzthin kam mir allerdings beim Abtauen des Tiekühlfaches ein Glas in die Hände, das ich irgendwie noch nie gesehen hatte. "Erdbeere/Rhabarber" stand in einer mir fremden Handschrift auf dem aufgeklebten Etikett. Hömmm.....
Also hab ich den Inhalt gekostet, aber ich wurde nicht schlau, was das sein sollte. Keine Confiture, kein Compott. Stichfest war die Masse und ziemlich körnig. Tjaaa......??
Aber wo eine Hummel ist, ist auch eine Idee! Der Inhalt des Glases fand sich kurzum in einer Pfanne wieder, wo es die nächsten paar Minuten in Gesellschaft einer kleingeschnibbelten Banane und Limone und unter Zuhilfenahme von etwas Gelierzucker heiss zu- und herging. Aufkochen, pürieren, et voilà! Eine etwas aussergewöhnliche, aber sehr leckere Confiture war entstanden. 



Da ich nun grade so im Schwung war wiederfuhr einer Mischung aus Orange, Limone und Nektarinen das gleiche Schicksal- auch hier überzeugte das Ergebnis!
Ich hab zum Kochen ja ein etwas angespanntes Verhältnis. Aber Confituren, die mag ich wirklich gerne anrühren. Nur schon das Schälen und Kleinschneiden der Früchte ist eine Wonne für die Nase, vor allem, wenn es sich dabei um Zitrusfrüchte handelt. Und wenn die süsse Masse dann in der Pfanne blubbert, dick und klebrig wird und ein fruchtigfrischer Genuss zu werden verspricht, ist das ein beinahe schon sinnliches Prozedere!



Da steht sie dann auf dem Tisch, die Confiture, in herzige kleine Gläschen abgefüllt und mit einem selbstgemachten Schildchen am Hals, und ich freue mich total!

Das sind sie doch, die kleinen Freuden des Alltags, oder? 

Habt einen wunderschönen Sonntag,

Hummelzherzensgrüsse!
          *

Mittwoch, 19. August 2015

....UND DANN WAREN'S NUR NOCH DREI

Heute für alle Interessierten mal wieder ein paar Nouvelles vom Heuboden!

Die Reihen haben sich gelichtet, vier der kleinen Hosenmätze haben uns verlassen. Immer zu Zweien haben sie ihre Bündelchen geschnürt und ein liebevolles neues Zuhause bezogen. Zora und Mascha sind bei einer Familie mit 6jährigen Zwillingen, Luna und Sol bei einer Arbeitskollegin von der Klinik und ihrer erwachsenen Tochter. Ich denke, alle haben sich da ein wirklich tolles Daheim ausgesucht (denn es ist ein Irrglaube, wenn wir denken, WIR würden uns die Tiere aussuchen, nüchwahr? Es ist UMGEKEHRT!), und wir durften sie beruhigt ziehen lassen! 

Übriggeblieben sind erstaunlicherweise die Drei, die wir mit der Flasche aufgezogen haben. Es kommt eben manchmal genau so, wie es muss! Sie dürfen jetzt bei uns bleiben, und das war eine sehr gute Entscheidung. Alle Drei sind entzückend, jedes Mietzchen für sich ein ganz eigener Charakter, aber trotzdem (oder genau darum?) haben sie es total schön zusammen, und jeden Tag sitze ich bei ihnen auf dem Heuboden und amüsiere mich sehr darüber, was da so abgeht.

Winnie (not the Pooh!) ist ein extremer Wirbelwind. Wäre er ein Kind, ich denke, er hätte ADHS.... Er ist überall und nirgendwo, rast wie aufgezogen durch die Gegend, und wenn nicht, dann klebt er an mir. Er mag es so gaaaar nicht, wenn ich mich um eines seiner Geschwisterchen kümmere! ;oD Dann klettert er mir aus Protest einfach am Bein hoch (AUA!!) und fordert seinen "Rechte" ein! :oD



Maybel, das kleine Mädchen, geht alles sehr ruhig und besonnen an. Sie schaut sich das Geschehen gerne mit ein wenig Distanz an und bringt sich lieber rechtzeitig in Sicherheit vor ihren Brüdern. Sie liebt es, bei mir unter der Jacke zu kuscheln und schläft dabei oft ein. Aber: sie war die erste, die sich die Treppe runtergewagt hat in den Hof unseres Stalles. Da sieht man es mal wieder, *ggg*!



Und Floyd? Der ist unser Denker. Oft sitzt er einfach still da und sieht dem Treiben zu. Er lässt es sich nicht nehmen, mit seinem Bruder auf dem Heustock herumzutollen, aber er kümmert sich auch rührend um seine kleine Schwester. Und er hat sich sofort mit den älteren Katern JJ und Murphy angefreundet! 




(Photo per Handy, daher ein wenig grobpixelig....)

Wir freuen uns sehr über unsere kleine Rasselbande!
Einmal mehr bestätigt sich wieder: Ein Leben ohne tierische Freunde ist möglich, aber sinnlos.....

;oD

Geniesst den Abend,
Hummelzherzensgrüsse!
         *

Samstag, 15. August 2015

HERR(BST)LICH(T)!

Jaaaaaaaa!!! So gefällt mir das! Kühle, frische Luft, Regen, Temperaturen, bei denen man wieder sich selbst ist, wieder atmen und schlafen kann! Jupiduuu-huuuuu...
Ich weiss, ich weiss. Manch eine von euch fasst sich jetzt an den Kopf, den sie noch dazu mitleidig schüttelt.
Aber so bin ich halt! Hab wahrscheinlich von irgendwoher ein Eskimo-Gen abbekommen ('tschuldigung. Inuit heisst das wohl politisch korrekt....).
Aber ich freu mich wirklich richtig dolle über dieses Schlechte-Cooldown-Aufatemwetter-Wochenende! (Und die Natur mit Sicherheit auch.)
Alle Anzeichen stehen auf 

H   
errlich gemütliche Nachmittag in der Stube, mit einer Tasse 
Tee, Kerzenlicht und einem schönen Magazin, ohne das schlechte
Gewissen, dass "man sich doch bei diesem tollen Wetter eigentlich
draussen aufhalten und was werkeln oder unternehmen sollte"!

E   
ndlos leckere, deftige(re) Speisen wie dicke (Kürbis)-Suppen, Apfelkuchen mit viel Schlagrahm, heisse Marroni, Aufläufe. Dazu ein Glas frischgepressten Most oder Sauser. Njom-njom!!
(Und die ersten Fondues und Raclettes der Saison stehen auch schon in den Startlöchern!)

R
aus in den Wald mit den Ponys! Den Duft von feuchtem Moos, Holz und Pilzen in der Nase, begleitet von weichen, warmen (nicht heissen!) Sonnenstrahlen, die durch's Gehölz dringen, oder mit einem feinen Sprühregen im Gesicht und eingehüllt von mystischem Nebel, der alle Geräusche schluckt. Keine Bremsen, keine Mücken, welche die Jungs irre machen!

B
laue Stunde. Diese unglaublich schöne, anrührende Zeitspanne, wenn der Tag langsam hinter den scherenschnittartigen, zum Greifen nahen Bergen versinkt und der Abend sich daran macht, die Erde in den Schlaf zu wiegen. Die Dramaturgie der Natur, mit der sie uns durch diese fulminanten Licht- und Schattenspiele einmal mehr ihre Schönheit offenbart.

S
onnenstrahlen, die warm und weich die Bäckchen der Früchte an den Bäumen erröten lassen. Mildes Licht, nicht mehr herrisch und gleissend wie im Hochsommer, sondern mit einer Güte, die den Abschied von der warmen Jahreszeit hin zur Herrschaft von Eis und Kälte überbrückt.
Und ein Füllhorn an Farben und Düften, welches die Natur noch einmal über uns ausschüttet, bevor sie sich zur Ruhe legt.

T
ausende und Abertausende von buntgefärbten Blättern, die von den Bäumen schweben. Jedes einzelne eine Erinnerung an vergangene  Sommertage voller Leben und Energie, aber jedes einzelne auch ein Hinweis auf die nachfolgenden Monate, die geprägt sind von der Wende hin zum Vergehen und Erstarren. Und es keimen auch die ersten freudigen Gedanken an die schönste Zeit im Jahr, an diese glitzernde, geheimnisvolle und wohligwarme!

Automne, ich freue mich auf dich! Komm in meine Arme! ;oD




Habt ein wunderbar entspanntes WE, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
         *





Freitag, 7. August 2015

....UND NOCH EINS

"Was ist DAS denn??" hab ich HerrnHummel entgeistert gefragt und hab 3 im Reifegrad ziemlich fortgeschrittene, gefrorene Bananen aus dem Tiefkühlfach gezogen.
Wir waren grade dabei, den Kühlschrank auszuräumen, um ihn ENDLICH!! mal wieder zu putzen. Eine Arbeit, die ich nur zu gerne lange, sehr lange vor mir herschiebe (ihr wollt NICHT wissen, wie lange schon! ;oD)
Aber heute sprang mich aus dem Nichts die nötige Portion Elan an, um diesen ungeliebten Job anzugehen.
Gemeinsam haben wir geschrubbt (mit der guten Marseillaise natürlich!) und blankgerieben, was das Zeug hielt.
In einem Wisch wurden auch noch ein paar wenige abgelaufenen Lebensmittel aussortiert, alles wieder hübsch ordentlich eingeräumt, und diesen Anblick mag ich jetzt doch sehr gerne:



Meist befindet sich wirklich nicht viel mehr in unserem Frigo; wir leben mehrheitlich von einem Tag zum nächsten und legen kaum Vorräte an. 

So. Beschwingt setze ich jetzt das nächste Häkchen auf meiner To-Do-Liste.
STRIKE!!

Und die Bananen? HerrHummel hatte mal irgendwo mitbekommen, wie man Blitzeis macht und die überreifen Teile deshalb kurzerhand ins Gefrierfach befördert. Also hab ich die gefrorenen Bananen mit einem kleinen Heidelbeerjoghourt und ein wenig Vanillezucker in den Mixer gegeben, hab den kurz mit Getöse arbeiten lassen und war echt begeistert, was für ein wirklich wunderbar cremiges, superleckeres Glacé da entstand.



Ich hab den HerrnHummel aber noch dezent darauf hingewiesen, dass 
er nächstes mal die Bananen doch bitte ohne Schale einfrieren möge..... *gggg*! 

Habt einen feinen Abend, meine Lieben! Hier kratzen die Temperaturen mal wieder an der Rekordmarke, ppffttthhhhhh.....

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Mittwoch, 5. August 2015

EIN HÄKCHEN.....

....kann ich heute setzen auf meiner To-Do-Liste (die ja auch reduziert werden will! Allerdings steht da inzwischen fast nichts mehr drauf. Erstaunlich eigentlich.)

Aber die Lampe in der Stube, die wollte umplatziert werden. Ihr erinnert euch? Dieses Teil aus einer alten Umlenkrolle, die ich mal auf dem Heuboden gefunden und kurzerhand umfunktioniert habe? Genau diese. Bislang hing sie links von meinem Fläzsessel, was allerdings voraussetzte, dass das Kabel quer durch den Raum zum Anschluss unter der Decke geführt wurde. Und irgendwie beunruhigte diese "Seilbahn" inzwischen das (mein!) Auge.

Also habe ich HerrnHummel heute Morgen genötigt, die Bohrmaschine rauszuholen. Der Rest war eine Sache von 15 Minuten. 

Jetzt bin ich zufrieden. 



Was nicht heissen soll, dass mir weiter nichts mehr einfällt.
Denn ich überlege mir seit ein paar Tagen, ob ich die kieselgraue Wand in der Küche vielleicht in einem satten Anthrazit streichen sollte....... 

HerrHummel verdreht einmal mehr die Augen 'gen Himmel.....

                              ;oD


Geniesst die Tage, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
         * 

Montag, 3. August 2015

UNE VISITE

Meine Güte.... schon wieder Halbzeit! 
Die Jungs sind bereits 5 Wochen im Jura, obwohl ich das Gefühl habe, dass wir erst vor ein paar Tagen hochgefahren sind.....

Also stand die obligate "Visite à moitié" an, und so haben wir gestern unsern Picknick-Korb gepackt und uns auf den Weg gemacht Richtung Franche Montagne.

Bei wunderbarstem Sonnenschein und herrlich angenehmen Temperaturen


stiefelten wir über die Weiden - und da waren sie auch schon!


Die Jungs standen dösend und sich gegenseitig die Fliegen vom Gesicht wedelnd im Schatten dieser riesigen dunklen Tannen, registrierten aber sofort unsere Anwesenheit und liessen sich sogar dazu herab, uns ein paar Schritte entgegenzukommen .
(Frei nach dem Motto: "Solange die keine Halfter in der Hand tragen ist alles okay!" ;oD)
Ich hab mich so gefreut, die beiden bei bester Gesundheit und völlig tiefenentspannt anzutreffen! Sie hätten zwar mal eine ordentliche Portion Seifenschaum nötig, dafür riechen sie ganz toll nach Harz und Tannengrün und frischer Luft. Der Duft eines wilden, freien Pferdelebens halt.




Das kleine Schwarze, was sich da frech ins Bild manövriert hat, ist der Kurschatten der beiden. Sie teilen sich das Madamchen scheinbar brüderlich. Sowasaberauch..... *ggg*

Trotzdem beschlich mich ein sehr, sehr seltsames Gefühl. Da fehlte einfach einer in unserer Mitte. Unser kleines Langohr, das immer sofort zu uns hingerannt kam um seinen Kopf unter meinen Arm zu stecken und zu schnuffeln, ob ich denn was Feines mitgebracht habe. 
Ich hoffe, seine Seele galoppiert nun fröhlich über diese beinahe endlosen Weiden....schniiiieeefffff......

Jetzt bleiben uns also nochmal 5 Wochen zum Entspannen und Auftanken. Wir haben die kommenden 14 Tage sogar Ferien (juch-huuuu!!). Was wir vorhaben? Fragt nicht. Keine Ahnung. Wir werden einfach von einem Tag zum nächsten trödeln! Die einzigen Fixpunkte sind der Flohmarkt Ende August und ein Treffen mit einer lieben Freundin. Das reicht ja auch mal für's Erste!

Habt es sommersonnenwohlig, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Sonntag, 26. Juli 2015

STILLSTAND

"Stillstand ist Rückschritt" sagt ein bekanntes Zitat von Rudolf Bennigsen-Foerder.
Nun, das mag in einigen Bereichen, der Wirtschaft zum Beispiel, vielleicht stimmen. (Wobei ich auch dort gerne ein Fragezeichen hintenansetze....)
Für mich persönlich jedoch ist der Begriff "Stillstand" eigentlich immer an etwas Positives gekoppelt. Er beschreibt für mich ein "Angekommensein". Wenn ich- sinnbildlich- stillstehe, dann bin ich auf das gestossen, wonach ich gesucht habe. Dann fügt sich alles in meinem Lebensbild zusammen, und es gilt nun, diesen Zustand in Ruhe zu geniessen und auszukosten!

Genau so fühlt sich mein Leben zur Zeit an. Es bietet mir das, was ich brauche, was mich zufrieden und glücklich macht. Und das ist nichts, was man kaufen kann. Denn es ist das Gefühl, in sich selber zu ruhen, sich ein Umfeld geschaffen zu haben, in dem man sich rundum wohl fühlt. Keine Ansprüche an sich und das Leben zu stellen, die nicht zu erfüllen sind.

Wenn ich morgens auf der Loggia sitze mit meiner Tasse Tee (ein kleines Zeremoniell, das ich unbedingt brauche und für das ich gerne NOCH etwas früher aufstehe!), dann breitet sich regelmässig eine wohlige Ruhe in mir aus.
Es ist wie ein tiefes Aufatmen und Luftholen.

Ich "arbeite für's Leben, ich lebe nicht für's Arbeiten". Meine "Work-Life-Balance" ist tatsächlich ausgeglichen und ermöglicht es mir, so viel Zeit für meine Tiere, meine Hobbys, meinen Seelenfrieden einzufordern wie ich es brauche. Ich tue meinen Job wirklich sehr gerne, tendiere aber weiter auf eine Reduktion meines Arbeitspensums. Mein Konsum ist inzwischen so eingeschränkt, dass ich mir noch ein paar Prozente weniger wohl erlauben kann. Die Möglichkeit dazu würde sich schon bald ergeben....Wir werden sehen! ;oD

Ich lebe in einem Zuhause, das mein Hafen ist. Genau so eingerichtet, dass es Raum zum Sein gibt, (fast) nichts ist mehr zuviel, alles, was da ist, wird gebraucht, geschätzt, hat seine Aufgabe. Ein wenig Luft nach oben ist noch, aber grundsätzlich habe ich mein Credo "weniger ist mehr!" in unserem Daheim zu fast 100 % umgesetzt. Für den Rest lasse ich mir noch ein wenig Zeit. Denn das ist ein Prozess, den man nicht nach Belieben beschleunigen kann!


Das Zusammensein mit meinen Tieren macht mich sehr ausgeglichen. Sie erden mich, sie halten mich fit und geben in meinem Leben einen gewissen Takt vor, den ich brauche, der mich in Bewegung hält. Wortwörtlich. (Bin ja von Natur aus eigentlich eine seeeeeehr gemütliche Socke...! ;oD) 
Meine felligen Freunde überraschen mich immer wieder mit ihrem beinahe bedingungslosen Vertrauen und ihrer ehrlichen Zuneigung. Ein Leben ohne sie kann und will ich mir gar nicht vorstellen!



Die Bemühungen, meinen/unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich weniger werden zu lassen sind von Erfolg gekrönt. Kleine Schritte sind es zwar, aber jeder von ihnen bringt mich/uns weiter in die richtige Richtung! Es macht ein bisschen stolz wenn man feststellt, dass man seinen Abfall schon auf die Hälfte reduziert hat. Und dass man inzwischen ganz vieles Bio oder aus regionaler Produktion kauft und dafür NICHT mehr Geld braucht!
Dranbleiben ist hier die Devise, immer schön dranbleiben!

Und so kommt eines zum andern. 
Aber ich denke, zum Glücklichsein gehört in erster Linie überhaupt zu MERKEN, wie gut es das Leben mit einem meint. Sich nicht immer nach oben zu orientieren sondern mal um sich herum zu schauen, wieviel Positives da ist! Und es kann nützlich sein, dem eigenen Da-Sein nicht immer noch mehr Anforderungen und Ansprüche aufzubürden. Denn es meint es ja grundsätzlich gut mit uns, das Leben!

Habt einen feinen Sonntag,

Hummelzherzensgrüsse!





Mittwoch, 22. Juli 2015

LIEBER SOMMER.....

....es ist kein Geheimnis, da brauchen wir gar nichts schönzureden:
Wir beide werden wohl nie so richtig dicke Freunde!
Auf den ersten Blick gibt es nichts, was uns verbindet.
Du machst dich ungefragt in meinem Leben breit, überfährst mich mit deinem hitzigen Temperament und nimmst wenig Rücksicht auf meine Befindlichkeiten. Dass mein Kreislauf nun konstant parterre geht ist dir völlig Wurscht. Ebenso wenig kümmert es dich, dass mein ohnehin schon sehr leichter Schlaf durch tropische Temperaturen endültig jeglicher Tiefschlafphasen beraubt wird. "Duromatic-Syndrom"?? Die Bedeutung dieses Fachbegriffs entzieht sich wahrscheinlich deiner Erkenntnis, und wäre er in deinem Wortschatz vorhanden, so würde er dir ohnehin nur ein müdes Lächeln entlocken!

Aber ich will mal nicht so sein. Wenn ich es mir recht überlege, so fallen mir doch ein paar angenehme Attribute zu deiner Anwesenheit ein!

Ich mag deine kühlen Morgenstunden sehr gerne. Wenn ich bei Tagesanbruch durch den Garten gehe, die Pflanzen giesse und die Tierchen beobachte, die jetzt (noch) umherkriechen- und krabbeln, wenn ich dem Frühschoppenkonzert der Vögel lausche und die Sonne langsam hinter den Bergen hochkommt und sich die Sandmännchen aus den Augen reibt- dann breitet sich ein echtes Wohlgefühl und viel Ruhe in mir aus!

Es ist eine Wohltat, jetzt am See zu sitzen. Das glitzernde Blau des Wassers, sein hörbares Schwappen an der Quaimauer, der Blick auf das majestätische Bergpanorama ringsum und die Erkenntnis, dass auf diesem malerischen Fleckchen Erde meine Wurzeln in der Erde stecken - das ist immer wieder wunderbar!

Auch kulinarisch hast du einiges zu bieten! Man denke nur an all die frischen, saftigen und vitaminreichen Früchte und Gemüse, welche die Gärten und Märkte jetzt hergeben. Schon optisch ist das ein Genuss, aber was man daraus alles zaubern kann: knackige Salate, erfrischende Smoothies, cremige Glacés, pikante Antipasti, Confituren, Kompotte und, und, und..... Dass unsere Ernährung jetzt viel leichter und gesünder daherkommt wird unser Organismus dankend zur Kenntnis nehmen!

Ich liebe diesen Duft, der nach einem Gewitter aus der Erde emporsteigt: warm, herb und würzig. Und ich mag ganz besonders die Ruhe VOR einem Gewitter, wenn man das Gefühl hat, dass die Natur den Atem anhält. In Erwartung dieses brachialen Krachens und Grollens und den Fluten kühlen Nasses, das dafür sorgt, dass alles zum Leben erweckt wird und am Leben bleibt. Wie urtümlich und unerbittlich die Kraft und Gewalt sein kann, welche die Natur hervorbringt!

Du hast den Vorsitz über die Zeit des Jahres, welche eine längere Regenrationsphase (man nennt es umgangssprachlich auch FERIEN) für mich aus dem Zylinder zaubert. Wir sind ja absolut keine Globetrotter, en contraire. Aber wir werden lesend und dösend unsere schattige Loggia geniessen, 




und wir werden es uns gönnen, ab und zu auswärts zu essen. Wir werden einfach die Seele baumeln lassen, nichts anderes tun, als wonach uns grade der Sinn steht. Mal die Jungs im Jura besuchen und vielleicht auch ein Konzert. Nach Luzern fahren. Im Strassencafé sitzen und Menschen beobachten. Mehr brauchen wir gar nicht!

Aber weisst du, lieber Sommer (und nimm mir das bitte nicht übel!): Ich werde ein Freudentänzchen auf's Parkett legen, wenn du Anfang September deinem Bruder Herbst das Zepter übergeben wirst. Denn dann habe ich genug im eigenen Saft geköchelt. Dann werde ich die abgedunkelte Wohnung 




und die stickigen Nächte bestimmt ziemlich satt haben, will wieder lichtdurchflutete Räume und kühle, frische Luft atmen und mich draussen aufhalten können, wenn mir danach ist!

Aber bis es soweit ist werde ich mich noch mit dir arrangieren. Bin ja schliesslich kein Unmensch! Nur ein klitzekleines Anliegen hätte ich noch, lieber Sommer: Könntest du, bitteschön, die Temperaturen un petit peu regulieren? Sooooo....na sagen wir mal:  um die 6 oder 7 Grädchen weniger rum... vielleicht?? 

Dankeschön, lieber Sommer! :oD








    Samstag, 18. Juli 2015

    TRANQUILLITÉ

    Ihr kennt ihn auch, diesen kleinen, aufsässigen Wicht, der sich mit schöner Regelmässigkeit auf eurer Schulter niederlässt und euch ungefragt ins Ohr wispert: 

    "Wolltest du nicht noch putzen? Schau dir diese Wäscheberge an! Hast du denn schon eingekauft??" 

    Lästig ist er, vorlaut und aufdringlich. 
    Lange hat er mit mir sein Unwesen getrieben. Hat genau den Moment abgewartet, in dem ich genüsslich seufzend in einen Sessel gefallen bin, mit einer Tasse Tee in der Hand und einem wundervollen Bildband auf den Knien. Hat mich gescheucht und gehetzt, hat mir ein schlechtes Gewissen eingeredet und ab und zu auch für miese Laune gesorgt.
    Irgendwann ging er zu weit. Ich hab ihm Hausverbot erteilt. Rigoros und ohne jede Diskussion. 
    "Ruhe jetzt!!" hab ich ihn mit drohend erhobenem Zeigefinger zurechtgewiesen. "Kein Wort mehr! Du weisst, wo der Zimmermann die Haustüre eingebaut hat?"
    Schmollend ist er weggeschlurft und hat sich seither nicht mehr blicken lassen, der kleine Wicht.

    Und was soll ich sagen? Mein Leben hat sich seit unserer Trennung unglaublich entspannt! Sobald ich die Kliniktüren hinter mir zu- und die eigene Haustüre aufgemache, muss ich gar nichts mehr. Vor allem jetzt, wo die Ponys im Jura sind und der Lebenstaktstock viel langsamer schwingt. 
    Ich lebe-einfach-so-vor-mich-hin. Geniesse die Stunden, sitze Ewigkeiten auf der Loggia, höre den Vögeln zu, lese, sinniere.
    Freue mich an allem, was das Leben so hergibt, viel Angenehmes, was ohne grossen Aufwand und meist noch dazu unentgeltlich zu haben ist. 
    Zupfe die Blätter von den luftgetrockneten Pfefferminzstängeln und schwelge in diesem herrlichen Duft. Nähe für die Loggiatüre einen Vorhang aus Stoff mit provençialischem Blumendruck auf écrufarbenem Grund, den ich noch in meinem Fundus hatte und der die Mücken fernhalten soll. Koche aus frischen Früchten ein wenig Confiture oder Kompott und bin entzückt, wie hübsch das in den kleinen Gläschen aussieht.
    Freue mich, wenn meine frischgewaschenen Kleidchen fröhlich im lauen Wind auf der Leine im Schatten des grossen Baumes im Garten flattern.



    Alles kann und darf, nichts muss! Und das Erstaunliche dabei: Trotz so viel Tranquillité ist die Wohnung sauber, irgendwann wird auch die Wäsche gebügelt, das Einkaufen geht am Wochenende zu Zweien ganz entspannt und macht, in Kombination mit einem kleinen Mittagessen am See, echten Spass.

    Sobald man die Ansprüche an sich und sein eigenes Verhalten ein wenig zurückschraubt fällt ganz viel Druck von einem ab. Oft hängt es wirklich nur von einem selber ab, wovon man sich fremdbestimmen lässt, welche (meist selbst auferlegten!) Zwänge schlussendlich wieviel Einfluss auf die eigene Lebensqualität haben.
    Sich auf das Wichtige, Einfache und Echte zu konzentrieren macht Platz für so vieles, was sonst in den Wirren des Alltags verloren geht. 
    Ein bisschen mehr Leichtigkeit, etwas weniger fordernder Perfektionismus an die eigene Person tut uns allen gut. Und wenn man sich getraut, ein wenig die Zügel schleifen zu lassen, dann merkt man erst, wie anstrengend das vorher gewesen sein muss!

    Méa hat gerade einen ähnlichen Post verfasst, mit dem sie mir aus der Seele schreibt. Es scheinen uns beide oft die gleichen Gedanken umzutreiben! ;oD Vielleicht habt ihr Lust, sie zu besuchen?

    Habt ein wunderbares WE, meine Lieben!

    Hummelzherzensgrüsse!
             *


    PS: Ganz, ganz herzlichen Dank für all die lieben und mitfühlenden Worte zum Abschied von unserem kleinen Ali! Wir können es immer noch nicht ganz fassen, dass wir ihn nie wiedersehen werden.....









    Mittwoch, 15. Juli 2015

    ADIEU PETIT AMI!

    Gestern war ein rabenschwarzer Tag für uns.
    Einer, den man gerne aus dem Kalender streichen würde.
    Wir haben unseren herzigen, drolligen kleinen Freund Ali verloren....



    Morgens um 9 kontaktierte mich eine sehr nette und verständnisvolle Tierärztin aus dem Jura, die notfallmässig zu Ali auf die Weide gerufen worden war. Man hatte ihn morgens beim Kontrollgang durch die Herde im Gras liegend gefunden, mit einer gelähmten und bewegungsunfähigen Hinterhand.
    Es war völlig entkräftet, wahrscheinlich hatte er schon die ganze Nacht versucht aufzustehen.
    Die Tierärztin konnte keinen offensichtlichen Grund für die Lähmung finden, eine sichere Diagnose war ohne Röntgen- oder Ultraschallgerät kaum möglich. Sie tippte auf einen Bandscheibenvorfall oder Ähnliches, den Tritt eines anderen Pferdes schloss sie eher aus.
    Sie meinte, dass man Ali noch in die Uni-Tierklinik in Bern bringen könnte, um herauszufinden, was die Lähmung ausgelöst hatte. Dazu hätte man ihn aber in einen Anhänger schleifen und ihm zwei Stunden Fahrt zumuten müssen. Ausserdem hatte Ali ja immer panische Angst davor, irgendwo alleine ohne seine Kollegen und noch dazu in fremder Umgebung bleiben zu müssen. Und auch dann gab die Tierärztin Ali kaum Chancen, dass sich sein Zustand noch irgendwie verbessern würde. Erschwerend kam hinzu, dass besonders Esel und Ponys in solchen Stress-Situationen körpereigene Fette ausschütten, um den Organismus zu versorgen, mit welchen dann aber die Leber und andere Organe völlig überfordert sind. 
    Wäre es ihr eigenes Eselchen, meinte die Tierärztin, so würde sie ihn auf jeden Fall erlösen.....

    Es zerriss mir beinahe das Herz, doch ich musste mich dafür entscheiden, Ali ziehen zu lassen. Diesen Höllentrip in die Klinik konnte ich ihm einfach nicht antun.
    So durfte er ruhig und friedlich einschlafen, auf der grünen Weide und in Gegenwart seiner Freunde.



    Kleiner Chou-Chou, wir werden dich wahnsinnig vermissen! 
    16 wunderbare Jahre haben wir zusammen verbracht, haben viel über dich gelacht, sind eines ums andere Mal deinem samtigen Augenaufschlag erlegen, haben uns über deine Schlitzohrigkeit amüsiert.
    Ab und zu hast du uns auch einiges an Nerven gekostet, aber du hast uns gelehrt, dass man mit Geduld IMMER weiterkommt!



    Leb wohl, süsser kleiner Freund! Wir vergessen dich nicht.



    Samstag, 11. Juli 2015

    DER DUFT DES SOMMERS

    Wenn es etwas gibt, das über meine Nase sofort den Begriff "SOMMER" signalisiert, dann ist es der Duft von Kokosnuss. Diesen herrlich süssen, cremigen Duft verbindet mein Gehirn im Nullkommanichts mit Sonne, Hitze, Glacé und Freizeit. Als wir im Teeniealter (langlang ist's her!!)noch ins Freibad gingen, da war es nämlich total angesagt, sich mit Kokossonnenöl einzureiben, in der Meinung, dann NOCH knackigbrauner zu werden, als man es ohnehin schon war! Sonnenbrand war ein Fremdwort für uns; ob es an der damals noch intakte(re)n Ozonschicht oder am Kokosöl lag- wer weiss das so genau?? ;oD

    Heute tendiert meine Lust gegen Null, mich mit hunderten fremder Menschen im pipiwarmen Wasser zu tummeln, in dem sich Myriaden von abgestorbenen Hautzellen, Körperbakterien und anderer netter Dinge ein Stelldichein geben. ;oD Vom Gewusel, Geschrei und dem distanzzonenbefreiten Liegen Strandtuch an Strandtuch mal ganz abgesehen......

    ABER: Ich verwende seit einer Weile nur noch reines Bio-Kokosöl zur Körperpflege. Und ich bin begeistert! 




    Neben einer babypopoweichen Haut, in die man notabene des wunderbaren Duftes wegen am liebsten gleich selber reinbeissen würde, generiert das Öl auch ein gutes Gefühl und Gewissen.
    Ist es doch ein rein natürliches Produkt ohne bedenkliche Inhaltsstoffe, auf einfachste und effektive Weise den ganzen Körper pflegend und dabei alle Sinne anregend. Nicht zuletzt ist es auch noch verhältnismässig günstig. Was will man mehr? 
    Kokosöl ersetzt spielend Bodylotion, Gesichtscreme, Hand- und Fussbalsam oder Haarsplissfluid. Adé all ihr teuren Tübchen, Fläschen, Tiegelchen und Döschen! Kokosöl deckt einen weiteren Punkt in meinem Bestreben nach einer vereinfachten Lebensweise UND einer natürlichen und trotzdem perfekten Körperpflege rundum ab! 

    Mein Tipp dazu: Tragt das Kokosöl nur sehr dünn und sparsam auf die vorzugsweise noch leicht feuchte Haut auf. So vermeidet ihr eine speckige, klebrige Schicht, die sich dann gerne auch auf den Rändern eurer Kleidung absetzt.

    Und? Habt ihr schon Bekanntschaft gemacht mit diesem tollen Öl?



    Ich wünsche euch ein angenehmes Sommerwochenende,
    gern mit einem kühlen Schattenplätzchen und einem
    erfrischenden Durstlöscher dazu!

    Hummelzherzensgrüsse!
             *




    Samstag, 4. Juli 2015

    HITZEDELIRIUM

    ES - IST - HEISS.
    Mal abgesehen davon, dass mir meine Schaltzentrale im Kopf mitunter böse kleine Streiche spielt, die ich aber inzwischen recht entspannt unter der Rubrik "Man wird nicht jünger, dafür aber vergesslicher!" zwischenlagere, dachte ich letzthin wirklich, dass ich mich am Rande eines hitzebedingten cerebralen Totalausfalles bewege. ;oD Ich befürchtete ernsthaft, nicht mehr Frau meiner sieben Sinne zu sein......

    Ich komme also abends zum Füttern auf den Heuboden, als plötzlich 3 kleine, mir bis dato unbekannte Katzenbabys um die Ecke biegen. Ich dachte echt, ich seh' eine Fata Morgana! Und stellte dann nach einer Weile ungläubigen Staunens fest: Unser Paddy hatte klammheimlich drei Zuckermäuse zur Welt gebracht. Paddy, den (die) wir immer für ein Katerchen gehalten hatten, weil er (sie) grösser und stattlicher gewesen war als seine (ihre) Schwester, dafür aber sehr scheu, sodass wir den Sachverhalt nie restlos klären konnten. ;oD 
    Wir wissen nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit:

    Paddy ist ein Mädchen......

    Mein Staunen verwandelte sich aber schlagartig in grenzenloses Entzücken. Wer, frage ich euch, kann solchen Milchschnäuzchen widerstehen??


    Da geht man doch runter wie Budder anne Sonne......



    Kaum von dieser Überraschung erholt wurde meine Zurechnungsfähigkeit vorgestern Abend aber erneut auf eine harte Probe gestellt. In dem Moment nämlich, als ich ernsthaft bezweifelte, ohne Stottern auf 3 zählen zu können. 
    Ihr erinnert euch an Daysis DREI Katzenkinder in einem der letzten Post's? Vorgestern Abend zählte ich plötzlich eins-zwei-drei-VIER Kinderchen. 
    Nochmal: EINS-ZWEI-DREI-VIER.

    Hä????

    Von irgendwoher war heimlich, still und leise noch ein viertes (natüüüürlich auch schwarz/weisses!)Kind zur Familie gestossen. Keine Ahnung, woher. Wahrscheinlich war es verwaist und einfach einem der grossen Mietzchen nachgelaufen. Es ist handzahm, sehr verspielt und geniesst offensichtlich extrem die Gesellschaft der etwa gleichaltrigen Rasselbande.


    Wer nochmal hat eigentlich den Satz "Wie die Jungfrau zum Kinde!" geprägt...???? ;oD

    Aber ihr könnt es euch denken: Ich liebe jedes Einzelne, hätschele und betüddele die Babys und sitze inzwischen stundenlang bei ihnen, beobachte sie beim Spielen und Tollen. Da geht einem das Herz auf!

    Habt ein wunderbares WE, meine Lieben!
    Und ihr wisst schon: Gaaaaaanz viiiiiiel trinken, ne?

    Hummelzherzensgrüsse!
              *


    PS: Die Rasselbande zieht inzwischen tagsüber in die kühle Sattelkammer um. Auf dem Heuboden hält man es schlicht nicht mehr aus, so heiss und stickig wird das! Ich sage nur: 38°....... OMG!!


    Samstag, 27. Juni 2015

    TODAY IS THE DAY!

    Einige von euch haben bereits nachgefragt, heute nun kann ich bestätigen: Meine schweren Jungs haben vor ein paar Stunden den Jura wieder für sich erobert!
    Die Aufregung war gross, als der Anhänger morgens früh rückwärts an den Auslauf am Stall gefahren wurde. Harry und Johnny stiegen zackig ein, nur Ali liess sich ein wenig bitten; wahrscheinlich war ihm sein 2tägiger Aufenthalt in der Pferdeklinik Mitte Mai noch in bester negativer Erinnerung.....


    Aber schlussendlich konnten wir auch ihn überzeugen, und so ging sie los, die fröhliche Fuhre Richtung Franche Montagne!
    Ein wenig erschrocken haben wir uns dann allerdings schon, als wir Ali beim Zwischenstopp an einer Autobahnraststätte liegend vorfanden im Hänger. Scheinbar war die Aufregung ein wenig viel gewesen für ihn. (Esel sind ja so zarte Seelchen, nüchwahr?)Aber er erholte sich schnell, und bei der Ankunft im Jura war er ganz der Alte. Ein paar Karotten zwischen die Zähne, und die Welt war wieder in bester Ordnung!



    Harry und Johnny verschwanden innert weniger Augenblicke im Wald, wo die Herde im Schatten der Bäume Siesta hielt. So schnell, dass wir sie gar nicht mehr vor die Linse bekamen. Deshalb ist die Ausbeute an Fotos heute ein wenig mager!

    Und Ali wurde, wie jedes Jahr, zuerst mal von der Meute verfolgt. Esel scheinen etwas sehr Bemerkenswertes zu sein für Pferde, die sich deren Anblick nicht gewohnt sind. Aber man beachte: Ali weiss sich zu helfen! ;oD


    Ein ebensolches Phänomen ist es, dass Ali IMMER und SOFORT einen ganz persönlichen "Bodyguard" abbekommt. Ein fremdes Pferd also, das sich schützend zwischen die wildgewordene Herde und Ali wirft und ihm die ungestüme Bande mit Nachdruck vom Leib hält. Dieser Braune hat dieses Jahr den Job übernommen, und wir konnten Ali beruhigt seiner Obhut überlassen!


    Wir sind immer wieder erstaunt darüber, wie schnell und zielsicher sich Tiere untereinander arrangieren!

    Nun liegen also wieder 11 Wochen vor uns, die den Ponys ein echtes Herdenleben in der wilden, rauhen Natur der jurassischen Weiden bescheren und für uns viele Tage bereithalten, die befreit sind vom Taktplan der Stallarbeit.
    Als wir allerdings heute am leeren Stall vorfuhren war das schon ein sehr seltsames Gefühl! Gottseidank sind da noch die Mietzekätzchen; so hab ich doch einen Grund, zumindest morgens und abends im Stall nach dem Rechten zu schauen und die Rasselbande zu füttern und zu beobachten......
    Ich weiss genau: In 8 oder 9 Wochen zählen wir dann doch wieder die Tage, bis wir die Jungs zurückholen können! :oD

    Habt ein sehr entspanntes WE!

    Hummelz(ponystrohwitwen)herzensgrüsse!
                   *

    Samstag, 13. Juni 2015

    SAVON DE MARSEILLE


    Unsere Dunstabzugshaube und ich, wir pflegen ein etwas angespanntes Verhältnis zueinander. Einerseits gibt es kaum DAH's, die mir optisch gefallen, ausserdem machen sie Krach (ich erinnere an meinen letzten Post, ne?? ;oD) und last but not least, und in diesem Falle das schlagkräftigste Argument überhaupt (im treffendsten Sinne des Wortes!) haue ich an-dau-ernd mit meinem Kopf dagegen. Entweder bin ich zu gross, oder sie hängt zu tief. Man weiss es nicht genau.
    Was aber ausserdem sehr ärgerlich (und wiederum der Optik abträglich) ist: Dauernd ist sie schmutzig. Erstaunlicherweise! Denn im Hause Hummel wird selten gekocht, wie ja inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte.
    Aber nein: Kaum frisch geputzt, ist sie schon wieder überzogen von einem staubigen, klebrigen Fettfilm. Was mich zur Erkenntnis kommen lässt, dass sie, die DHA, zu allem Elend den ihr zugedachten Job miserabel erledigt.Sie zieht den Fettdunst nicht AB, nein, sie zieht ihn scheinbar regelrecht AN. Suuuuper, nüchwahr??

    Nun hat mich dieser Zustand letzthin mal wieder so geärgert, dass ich spontan zum Putzschwamm gegriffen hab. Dabei fiel mein Blick auf den grossen Brocken marseillaiser Seife, der mir letzthin von meiner fürsorglichen Freundin zugedacht wurde. Wir verwenden sie (also die Seife, nicht die Freundin!) anstelle von Abwaschmittel für's Geschirrspülen und andere Reinigungsarbeiten in der Küche.


    "Die müsste doch eigentlich auch bei der Dunstabzugshaube funktionieren.....??" 

    Also rasch den Schwamm angefeuchtet, ordentlich über das gute Stück gerubbelt und ran an das Edelstahlteil.

    Kinders, ich sachseuch: So leicht, so mühelos hab ich sie noch NIE blitzblank gekriegt, die olle DAH! 
    Vergesst ALLES an fettlösenden Chemiekeulen, mit denen ihr das Problem bisher angegangen seid. Spart euch das Geld! Holt euch einen ordentlichen Brocken Savon de Marseille, und ihr habt für die nächsten Jahre ausgesorgt.

    Denn mal abgesehen davon, dass so ein Stück ewig lange hält: Es ist eine regelrechte Freude, nervigen Fettschlieren damit zu Leibe zu rücken!

    Was beweist: Man ist nie zu alt, um zu glänzenden Erkenntnissen zu kommen, pffttthhhhh......

    Habt ihr auch solche Zaubermittelchen in der Hinterhand? Umweltfreundlich, günstig und supereffektiv??
    Dann her damit!

    Habt ein ganz entspanntes WE,

    Hummelzherzensgrüsse!
              *

    Mittwoch, 10. Juni 2015

    RUHE-LOS


    Es gibt sie, diese kleinen, besonderen Momente im Alltag. 
    Ich hatte grad so einen. Sass in der Stube auf dem Sofa und guckte eines meiner berühmt-berüchtigen Löcher in die Luft. (Das beherrsche ich beinahe in Perfektion! ;oD)
    Zu meiner Rechten räkelte sich Madamchen Toffee auf ihrem Kissen, links von mir hatte sich ihre Schester Molly zusammengerollt und hielt den Kopf mit ihren Pfötchen umfangen. 
    Das eine Fenster stand weit offen, und plötzlich fiel mir auf:

    Man hörte.....NICHTS.

    Absolut nichts. Niente. Nada. Null.

    Es war, wie wenn ich in einer Seifenblase sitzen und ein paar Zentimeter über dem Boden schweben würde. Wie in einem Vakuum, abgeschnitten von allem.



    Es fuhr kein einziges Auto vorbei.
    Man konnte nirgendwo das Bimmeln von Kuhglocken vernehmen.
    Die Natur hielt den Atem an, 
    da war weder ein Rauschen in den Ästen der Bäume ringsum, 
    noch liess ein Vögelchen sein Zwitschern erschallen.

    Wie wenn jemand den Lautstärkenregler der Umwelt auf "0" gedreht hätte.

    Ich liebe diese Momente! Am häufigsten erlebe ich sie nachts. Manchmal, wenn ich mitten in der Dunkelheit erwache und lausche, dann wird mir bewusst, wie ruhig, zumindest hier auf dem Land, die Welt noch sein kann! Die Stille umfängt einem regelrecht. Das ist wahnsinnig wohltuend, und ich wünsche mir dann immer, dass es viel mehr so sein könnte.
    Wie schön wäre es, irgendwo zu wohnen, wo Ruhe an der Tagesodnung ist. Wo es einem nicht auffällt, wenn es mal nichts zu hören gibt sondern wenn es ungewöhnlich ist, dass es laut ist! 

    Ich ertrage diese Geräuscheberieselung, wie wir sie täglich und beinahe zu jeder Minute abbekommen, je länger je weniger. Zuhause sorge ich dafür, dass möglichst viel Ruhe herrscht.
    Bei uns läuft kaum noch das Radio, und wir bevorzugen z.B. Fernsehsender, die keine Werbeunterbrechungen ausstrahlen.
    Wir zucken nämlich regelmässig zusammen, wenn uns im TV während eines Spielfilmes plötzlich die Werbepause anspringt. Habt ihr schon mal bemerkt, wie laut und wie hektisch Werbung im Allgemeinen ist? Wie wenn man uns die Werbebotschaft regelrecht einhämmern wollen würde.....furchtbar.

    (Liebe Werbemacher, lasst es euch gesagt sein: Bei mir erreicht ihr damit genau das Gegenteil von dem, was ihr beabsichtigt!)

    Heutzutage sind wir jeder Menge akustischer Umweltverschmutzung ausgesetzt. Und die ist meines Erachtens genauso schädlich wie die Belastung von Boden, Gewässern und Luft.

    Was meint ihr: Bin ich da ein wenig übersensibel, oder geht es euch genauso?? Werdet ihr auch oft ganz hibbelig und merkt dann irgendwann, dass es einzig an der Geräuschkulisse liegt?

    Habt einen ruhigen Abend, meine Lieben!

    Hummelzherzensgrüsse!
              *








    Sonntag, 7. Juni 2015

    FEEL LIKE A DUROMATIC

    Kennt ihr den Duromatic? Man nennt dieses geniale und das Garwerdenlassen von Lebensmitteln erheblich erleichternde Teil gerne auch "Dampfkochtopf". Ich hab einen.

    UND ICH FÜHLE MICH GRADE WIE EINER!

    Also wie ein geschlossenes Gefäss, welches beim Zusammenspiel von Flüssigkeit und Hitze unter Druck stehenden Dampf entwickelt. Und der wiederum entweicht im Normalfall durch ein Ventil, Druckausgleich nennt man das wohl.
    Genau dieser Ausgleich funktioniert nicht bei mir. Grade jetzt, wo wir von novemberlichen Wetterverhältnissen auf allerdirektestem Weg in die 30-Grad-Celsius-Sphäre geschleudert wurden, klemmt dieses Ventil.
    Ich sitze also hier und dünste leise vor mich hin. Innerlich koche ich, aber der Dampf tritt nicht aus, nein, er kumuliert sich inside FrauHummel und wird immer mehr. Der Kopf erdbärrot, die gefühlte Körpertemperatur klettert hoch und höher. Ich kann nicht schwitzen, also staut sich diese Energie an.
    Ich hab immer das Gefühl, gleich knallts......und dann verteilt sich die Suppe in der ganzen Küche! ;oD

    Im Ernst: Es ist ja wunderschön jetzt, das Wetter. Aber ich mag es nur gerne, solange ich am Schatten bleiben darf. Irgendwo, wo's angenehm frisch ist, gerne auch noch ein kühles Windchen weht. Immer mit einem Getränk bei Fuss, in dem die Eiswürfel klirren. Ein eiskalter Sirup etwa, 



    ein Icekaffee, 




    irgendwas in der Art. Nix da mit Sonneanbeten, Lümmeln im Strandbad oder Ähnlichem. 

    Genau deshalb bin ich auch so froh, dass die Jungs in 3 Wochen wieder in den Jura fahren dürfen. (Jacqui, ES rückt näher!!)
    Wenn man Wert darauf legt, nicht von den Mücken gefressen zu werden, dann geht Ausreiten nur noch frühmorgens. Am besten schon vor 7 Uhr. Leider gibt's auch bei den Mücken Frühaufsteher, und wenn's ganz arg kommt, dann treffen wir schon um die Zeit auf Pferdebremsen. Ihr wisst schon, diese RIESIGEN, brummenden, stechenden Teile, die es mit Vorliebe auf meine Mopeds abgesehen haben. Und DIE bringen vor allem JohnBoy in Rage. Da verliert sogar dieses sonst so ausgeglichene, nervenstarke Pony jedwelche Contenance.Ihr habt noch nie ein Pferd gesehen, was so leichtfüssig und elegant mit allen Vieren gleichzeitig in ALLE Himmelsrichtungen ausschlagen kann! Dieses (un)koordinierte Gehoppele kann man auch nicht mehr ernsthaft REITEN nennen, eher schon geht es da um ein irgendwie in die vorgesehene Richtung gesteuertes Sackhüpfen mit Pferd......  :oD

    Auf solche Hitzetage folgen ja in der Regel heftigste Gewitter, wie wir gestern eines hatten. Es regnete, blitzte und donnerte so intensiv, es raste ein so ungestümer Wind durch die Gegend, dass ich spätabends nochmal zum Stall fuhr, um mich zu versichern, dass alles okay sei. Naja, wenn man davon absieht, dass ich bis zu den Knöcheln im Wasser stand, als ich aus dem Auto stieg, und dass das dem ungefähren Wasserstand RUND UM DEN STALL entsprach, war soweit alles i.O. 



    (Nein, das ist kein Sonnenuntergang! Dieses unheimliche Himmelsbild haben wir beim gestrigen Gewitter zu sehen bekommen!)

    Aber doch, ich mag ihn trotzdem, den Sommer, irgendwie. Er hat auch viel Schönes! Ich gönne ihn allen von Herzen, die sich mit der Hitze nicht so schwertun wie ich. Denn ich weiss ja: MEINE Jahreszeit erstreckt sich über 9 Monate...! Und sie kommt bald wieder, *gggg*!

    Habt einen wunderschönen Sonntag, meine Lieben!
    Wir werden jetzt gleich mal den Grill anschmeissen, "Gschwellti" (Pellkartoffeln) im Duromatic (harr-harr....) kochen und einen Kräuterquark dazu anrühren....

    Hummelzherzensgrüsse!
             *