Samstag, 21. Mai 2016

GESTRICKLISELT!

Ihr kennt sie bestimmt alle: die Stricklisel. Dieses hölzerne Püppchen, mit dem kleine Mädchen früher Endlos-Strickschlangen produziert haben, die dann zu kleinen Untersetzern, Miniteppichen und Ähnlichem vernäht wurden. 
Bis jetzt habe ich nie so ein Teil besessen. 
Gestern hab ich mir eine gekauft. Einen richtigen Stricklisel-Oschi. Mit 24 Zentimetern Durchmesser.

Jaaaaneee, haaaalt!! Wer jetzt denkt, dass mit mir irgendwas nicht richtig ist und ich auf besorgniserregende Art und Weise in eine infantile Phase gerutscht bin, den kann ich beruhigen. Denn mit diesem Gerät kann man Mützen, Körbchen, Kissenhüllen und vieles mehr an hübschen, kreativen Nützlichkeiten herstellen.

So sieht der Lisel-Oschi aus:




Wenn ich sowas in die Finger krieg, dann kann ich es immer gar nicht erwarten. 
Also her mit der Rolle altrosa Sisalschnur aus dem Schrank, die da schon seit Ewigkeiten rumkullert.

Und ab dafür: 


  • Gemütlich hinsetzen (Mietze links, Mietze rechts)
  • Anleitung studieren....los!! 
  • Wickeln
  • Nadeln
  • Wickeln
  • Nadeln
  • W...........

Runde für Runde. Wehe, man fängt damit an- das hat Suchtpotenzial, man kann gar nicht mehr aufhören! Man ignoriert die Druckstellen am Mittelfinger und das knirschende Daumengelenk erfolgreich und versinkt ganz in diese Arbeit, die so einfach ist, dass man in Gedanken und ins Werkeln vertieft gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht.

Man mag es kaum glauben, aber meine Nackenrolle mit Massageeffekt ist heute schon fertig geworden.


(Guck- Sonne! Warm! Terrasse! ;oD)

Und passt farblich perfekt zu meinen Stoffstreifenkissen.



Ich freu mich- wieder mal was selbst gemacht aus Material, das 
schon vorhanden war (auch der Kisseninhalt ist ein alter, aufgehobener von einem 40x40-er Kissen, den ich einfach zusammengerollt und reingeschoben habe!)

Doch, ich bin ziemlich zufrieden mit mir. Und hab schon eine kuschlige Mütze für nächsten Winter im Visier- denn der kommt bestimmt....der Winter...irgendwann....! ;oD


Aber für's Erste ist hier soeben der Sommer ausgebrochen.


Happy Sonntag, meine Lieben!

Herzensgrüsse!

Montag, 16. Mai 2016

ZWISCHENBILANZ

Auch wenn ich mich standhaft weigere, in den Chor derer einzustimmen, die das Lied von der immer schneller rennenden Zeit absingen, so muss ich doch eingestehen: In ein paar Wochen haben wir schon wieder die halbe Jahresstrecke zurückgelegt!

Wahnsinn.

Gelegenheit, für mich ein kleines Resumée zu ziehen in Bezug auf meinen Konsum und mein (hoffentlich) nachhaltiges Verhalten. (Bei dieser Gelegenheit mache ich euch gerne wieder aufmerksam auf die ANL-Aktion von unserem Roströschen!)

Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit mir (und mit HerrnHummel ebenso, denn der zieht ohne zu Murren mit!)

Auch wenn es ziemlich anstrengend ist, beim Einkaufen immer und immer wieder die Inhaltsstoffe der Produkte zu studieren, so tun wir es doch unbeirrt. Und wundern uns nach wie vor, was da so alles drinsteckt. Komponenten, die kein Mensch braucht, vor allem nicht für ein einigermassen gesundes und nachhaltiges Leben. Alles, was z.B. Palmöl enthält, wird mit Verachtung gestraft, ebenso natürlich Fertigprodukte und alles, was mit irgendwelchen Hilfsstoffen belastet ist. Also befüllen wir unseren Einkaufskorb mit frischen, unbehandelten und möglichst regionalen oder Bio-Produkten. Inzwischen hat sich allerdings eine ganze Reihe von "guten" Produkten herauskristallisiert, die wir in unsere Einkaufsliste aufgenommen haben. Ausserdem kaufen wir gerne auch Zweite-Wahl-Gemüse und Früchte. Wobei sich mir bis heute nicht erschliesst, was an DIESEN Erzeugnissen zweitklassig sein soll.... Nur weil die Karotten verschieden dick, krumm oder abgebrochen sind?

Was meinen sonstigen Konsum anbelangt, so fällt der sehr bescheiden aus. Bin grad in Gedanken durchgegangen, was ich mir seit Anfang dieses Jahres so "gegönnt" hab. Ausser dem täglichen Verbrauch an Lebensmitteln und Pflegeprodukten hab ich 2 GS-Kleidchen, 2 Tassen (eine davon handgetöpfert), ein paar handgesiedete Seifen und 4 leinerne Kissenbezüge für unser Bett ausgemacht. 


Handgesiedete Seifen
Mode meiner Lieblingsmarke


Die Bezüge waren wirklich notwendig, da die alten ihren Dienst sehr lange getan und teilweise das Zeitliche gesegnet haben! Was meine Bekleidung betrifft so kaufe ich die praktisch nur noch bei meiner bevorzugten Haus-und-Hof-Marke und achte darauf, dass ich alles miteinander kombinieren kann. Accessoires wie Schals sorgen für eine Portion Pep.


Leinenkissen


Ein kleine Konsumfalle sind nach wie vor meine Interieurmagazine. Ich liebe sie und kaufe mir immer noch ein paar im Monat, allerdings ist da die Quote auf etwa die Hälfte gesunken. Das Abonnement des kostenintensivsten Magazines habe ich gekündigt, alle andern Hefte werden gesammelt und am Flohmarkt im Sommer verkauft.

Vorgenommen habe ich mir auch, noch VIEL mehr wiederzuverwerten oder selberzumachen. In letzter Zeit habe ich mich im www herumgetrieben und mich schlau gemacht, wie man Seife siedet. Das scheint nicht so schwierig zu sein, und so will ich das demnächst mal angehen. Ich werde berichten! Meine Flüssigseife aus Seifenresten bewährt sich bestens und ist äusserst ergiebig. Ich hab sie im Nachhinein noch mit Farfalla-Pfefferminzöl beduftet, was wir als sehr erfrischend empfinden. Selbst eine poplige selbstgekochte Flüssigseife macht viel mehr Spass als eine gekaufte.....Und so werden weiter Seifen- und Kerzenreste gesammelt, um sie später zu "neuem Leben" zu erwecken.


Flüssigseife, aus Seifen-
restchen aufgekocht

Kissenhülle, gehäkelt aus 
Stoffstreifen
Konfitüre, hummelgerührt
Minztee, selbstgetrocknet
Kartonkistchen, beklebt
und verziert
Schnuffelglas mit getrockneten
Orangenschalen und Gewürzen

Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch Geschenke, die man überreicht bekommt. Inzwischen habe ich meine Umgebung soweit, dass man mir nur noch Handgemachtes, Gutscheine oder Dinge, die sich verbrauchen, schenkt. Oder einen finanziellen Beitrag leistet an etwas, das ich mir wünsche. Zum Beispiel ans "Sommerlager" meiner Ponys im Jura, das ja ziemlich kostenintensiv ist. Ich freue mich immer über ein paar Fränkli extra, die ja meistens sowieso in Tierfutter o.ä. umgesetzt werden! :oD 


Money, Money! ;oD


Last but not least: Es wird weiter aussortiert, und wenn wirklich mal was neues Einzug hält muss was Altes in die Flohmarktkiste! Aber das ist ja höchst selten der Fall, wie ich feststelle.


So. Und diesen Beitrag verlinke ich gleich wieder beim Roströschen und ihrem ANL.

Habt einen feinen Pfingstsonntag noch, 
Hummelzherzensgrüsse!



PS: Leider kriege ich zur Zeit keine Fotos hochgeladen, keine Idee, woran das liegt. Jemand eine Ahnung?? 
Nachtrag: Es funzt wieder. Verstehe einer die Elektronik....





Samstag, 7. Mai 2016

JASEMINE SCISSORHAND


Der Mensch, das Gewohnheitstier, und seine Haare.
Ein Arrangement, dem eine gewisse Problematik innewohnt.
Erst gestern wieder am eigenen Leib erfahren.....

Aber von vorne:

Seit vielen Jahren lasse ich mir jeden Monat die Haare schneiden. Von "meiner" Coiffeuse, bei der ich seit Ewigkeiten Stammkundin bin, die mich, meine Haare und meine Vorstellungen, wie die auszusehen haben, bestens kennt.

Krieg ich also letzthin einen Anruf von ihr: Sie sei leider zu unserem nächsten Termin indisponiert, weil sie sich und ihr Knie unter's Messer legen müsse- ob sie mich bei einer ihrer Kolleginnen einschreiben dürfe?

"Nein, eigentlich nicht!"...dachte ich. Und sagte: "Kein Problem!" Ich bin ja ein unkomplizierter Mensch (meistens), also wollte ich mal nicht so sein und hab ihrem Anliegen meinen Segen gegeben.

Komm ich also gestern in den Salon und werde sogleich sehr freundlich von einem sehr jungen Ding begrüsst. Sie sei die Jasmin und dürfe mich heute bedienen, stellte sie sich vor. 
(Wobei "bedienen" für mich in diesem Zusammenhang immer einen etwas seltsamen...ööhemm...Beigeschmack hat, *ggg*! 
Aber egal....)

Auf jeden Fall bugsierte sie mich auf einen Sessel, warf mit geübtem Schwung den Umhang um meine Schultern, liess sich erklären, was ich mir frisurentechnisch vorstellte und legte los.

Was folgte liess mich erstarren wie das Kaninchen im Angesicht der berühmtberüchtigten Schlange.

Ich sitze zum Schneiden ja immer OHNE MEINE BRILLE vor dem Spiegel, ergo ungefähr so blind wie ein Maulwurf mit Krückstock und meine Umgebung nur noch schemenhaft erkennend, was für sich schon ein saublödes Gefühl ist.

Aber die Art, wie sie zu Werke ging, die erinnerte mich in erschreckender Weise an Edward Scissorhand. Ihr kennt den Film? Den jungen Mann aus der Retorte, der anstelle von Händen riesige Scherenklingen abbekommen hat und damit anfänglich die Buchsbäume im Garten seines Zuhauses, im fortgeschrittenen Stadium dann auch die Hunde und zum krönenden Schluss die Haare sämtlicher Nachbarinnen bearbeitet??




Ja? Gut, dann brauch ich euch nicht genauer zu beschreiben, was jetzt los war. 

Für alle andern: Stellt euch vor, jemand zieht wild und ohne jedes erkennbare Konzept immer wieder den Kamm durch euer (notabene noch trockenes!)Haar. Wechselt fliegend von der Tondeuse zur klappernden Schere, schneidet zappzerrapp! hier eine Strähne ab, saust bbbrrrttt!! da mit dem Maschinchen über eine zu kürzende Stelle. Und das in einem solchen Affentempo, dass einem ganz blümerant wird.

...ich getraute mich kaum noch hinzusehen. Und stellte fest, dass sich meine Hände unter dem Umhang zu einem Knäuel verkrampft hatten und noch dazu mein Hals so steif geworden war, wie wenn ich einen Kochlöffel verschluckt hätte. 

Um der ganzen Sache noch Einhalt zu gebieten war es ohnehin zu spät, und so riss mich die Stimme der Coiffeuse jäh aus meinem Salzsäulendasein: 

"Machen wir es mit oder ohne Waschen??"

What? 
JETZT? 
Haarewaschen?

Meiner unmassgelbichen Meinung nach hätte man mein Haupt doch eigentlich.... VOR dem Schneiden shampoonieren sollen?

Nä. Jetzt war's aber gut. Ich artikulierte, dass ich keinen gesteigerten Wert darauf legen würde, von ihr noch den Kopf gewaschen zu bekommen ("nein danke, WIR feuchten immer nur an!"),
worauf Jasemine mir dann mit dem Föhn die Milliarden von kleingehackten Haarfitzelchen aus der Frisur pustete.

Sie : "Ein wenig Gel?"
Ich : "Aber bitte gern!"

Knet. Zwirbel.

In Erwartung der Dinge, die da kommen sollten, setzte ich meine Brille auf, das Jaseminchen hielt mir den Handspiegel hinter den Kopf....und... ich.... atmete auf.

Stellte fest, dass man heutzutage als Jungcoiffeuse offenbar ganz, ganz anders Haare zu schneiden beigebracht bekommt als die Generation von Fachfrauen, die ihr Handwerk vor annähernd 30 Jahren erlernten.
Dass das aber allem Anschein nach genauso direkt und erfolgreich zum angestrebten Ziel führen kann.

Meine Frisur war genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Pppfffüüüütttthhhhhh.......

Mein zermürbtes Nervenkostüm hat jetzt 4 Wochen Zeit, sich zu generieren.
Dann ist Barbara wieder da.


Geniesst das WE, 
Hummelzherzensgrüsse! (mit raspelkurzem Bubikopf)

















Donnerstag, 5. Mai 2016

EIN LEBENSZEICHEN!

HUCH......!!!
3 Wochen.
Geschlagene 3 Wochen war hier Funkstille!
Das gab's aber auch noch nie..... ;oD

Hab irgendwie grad leichte Wortfindungsstörungen, sozusagen. 
Ich meine: Weiss einfach zeitweise nicht so recht, worüber ich schreiben soll. Nach bald 7 Jahren des fröhlichen Bloggens wird es zunehmend schwieriger, einigermassen geistreiche und ansprechende Texte zu klöppeln, *ggg*!

Während rund um mich herum in der Welt der Blogger der Bär steppt sitze ich da, kaue am virtuellen Bleistift und komme nicht in die Pötte.
Obwohl mein Leben wirklich und wahrhaftig ein Ponyhof ist (*gg*!)
Ach! Apopo! Hab ich euch schon erzählt, dass wir seit ein paar Tagen wieder Mietzenbabys in unserer samtfelligen Mitte beherbergen? Oohh, die sind wieder soooo entzückend! Aber ich kann (noch) keine Fotos liefern. Denn wir wollen die Mama's nicht stören und sie durch unser Eindringen in ihr gemütliches Still-Stübchen womöglich dazu animieren, die kleinen Pupser irgendwohin zu verschleppen. Später dann mal, versprochen!

Auch sonst ist alles gut! (Danke übrigens der besorgten Nachfrage einiger von euch!)
Inzwischen lässt der Lenz hier tatsächlich sein blaues Band flattern, das war jetzt wirklich ein Akt.... Grauslich war's die letzte Zeit, der April hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Schnee und Sturm waren keine Seltenheit- meine Schwälbchen im Stall haben sich bestimmt zum x-ten Male gefragt, was sie sich da eigentlich antun- wären sie mal schön im warmen Süden geblieben! Aber jetzt sind sie wieder zufrieden und flitzen plappernd durch die Luft, renovieren ihr Nestchen auf der Leuchtröhre über der Pferdeboxe und bereiten sich auf die Elternzeit vor

Achja- herrlich ist das jetzt! Kein Wölkchen am Himmel, warmer, strahlender  Sonnenschein beleuchtet die Szenerie, die Bauern mähen, als gäb's kein Morgen, und es sind bis zu 23 Gräder angesagt! Die warme Luft trägt den Duft des geschnittenen Grases zum Fenster hinein, der so herrlich caramellig riecht.

Das Timing ist perfekt, denn wir haben heute ja Feiertag. Und da ich andauernd um die rumkomme, weil sie meistens an Donnerstagen stattfinden und ich donnerstags sowieso immer "arbeitsbefreit" bin, hab ich beschlossen, jetzt mal einen Ferientag auf den Kopf zu hauen und die Brücke zu schlagen. So! 
Jetzt blubbere ich also bis Montag einfach so durch die Zeit. Haaaachzzzzz......

Vorhin haben wir noch einen Hänger voll Heuballen geholt für die Ponys. Die Vorräte neigen sich dem Ende zu, und für die Zeit bis Ende Juni mussten wir noch was zu Futtern organisieren für sie. Denn dann- die langjährigen Leserinnen hier wissen es schon - geht die grosse Reise in den Jura los.



Zufriedene Ponys auf der Weide am Stall!



Unser Dorf, fotografiert von der andern Talseite her. Blick 
vom Hof des Bauern, bei dem wir das Heu geholt haben.
SO würd ich gerne wohnen wollen- ein Traum!!


Wie- schon wieder?? Jajaaa, die Monate sind nur so an uns vorbeigeflitzt. In einem Tempo, dass einem manchmal ganz schwindelig wird. 
Wär vielleicht auch mal einen Post wert, dieses Phänomen!

Also dann, habt es fein! Und seid ein wenig geduldig mit mir- ich werd die Kurve in Sachen Bloggen schon wieder kriegen (hoffe ich...). 

Happy Frühling, 
Hummelzherzensgrüsse!



PS: Ich freu mir einen Ast, dass ich bei der Frau Bahnwärterhäuschen und bei Anna in die Reihen ihrer liebsten Ü30/40/50-Blogger aufgenommen worden bin! Tausend Dank dafür!! Ein Grund mehr, weiterzumachen.












Donnerstag, 14. April 2016

WER HAT, DER NIMMT SICH....

Da gibt es in den Staaten diesen jungen Mann. Nennen wir ihn mal Jeff. Jeff also hat sich den "Social Experiments" verschrieben.
Will heissen: Jeff tut in aller Öffentlichkeit ungewöhnliche Dinge und hält die Reaktionen der Passanten mit versteckter Kamera fest.

Das eben erst im TV gesehene Beispiel hat mich wirklich berührt. Und hat in mir (mal wieder!)eine leichte Aggression einer gewissen Spezies von Mitmenschen gegenüber aufsteigen lassen.





Folgendes:

Jeff hat sich sein Jackett über und über mit Ein-Dollar-Scheinen beklebt. Und ein Kartonschild geschrieben:

"Nimm dir, was du brauchst" 

So ausgestattet schlendert Jeff also durch die Strassen einer amerikanischen Grossstadt. Ihr könnt es euch denken: Er bleibt nicht lange unentdeckt.

Eine junge Wasserstoffblondine (Typ Vorzimmerdame) im chicen Kostümchen und auf Highheels daherstöckelnd, die teure Designerbag in der Armbeuge spazierentragend, pickt sich sichtlich amüsiert einen Dollarschein nach dem andern von Jeffs Jacke. Eine ganze Handvoll.
Auf Jeffs irritierte Frage hin, ob sie das Geld denn wirklich brauche, meint sie fröhlich:
"Aber ja doch! Ich hab gleich einen Termin im Nagelstudio!"

:o/

Ein paar Schritte weiter dann bereichert sich ein dicklicher Herr in Anzug und Krawatte nicht weniger ungeniert an Jeff. Sein Erscheinungsbild lässt nicht mal den Hauch einer Ahnung aufkommen, dass er minderbemittelt sein könnte.
Jeff erkundigt sich erneut: "Brauchen sie das wirklich?"

"Ja wenn's doch gratis ist? Warum soll ich es mir nicht nehmen??"

Aha.

Nächste Szene: 
Jeff entdeckt einen am Strassenrand sitzenden Obdachlosen mit seinem Hund und wird nun selber aktiv:

"Möchten sie sich ein paar Scheine nehmen?"

Sichtlich überrascht steht der Obdachlose auf und nimmt sich zwei Dollarscheine.

"Ist das nicht ein bisschen wenig?" erkundigt sich Jeff. "Können sie nicht mehr brauchen?"

"Das reicht für mein Essen heute" antwortet der Obdachlose.

"Aber sie müssen morgen doch auch essen!" kontert Jeff.

"Nein, danke, das ist genug! Es gibt bestimmt noch mehr Menschen, die ein paar Dollar nötig haben!" 

Sagt's, setzt sich wieder an seinen Platz und knutscht seinen Hund. 

  o o o o o o o o o o o o 


Ich denke, jedes weitere Wort erübrigt sich.....

Habt's fein, ihr Lieben!

Herzliche Grüsse! 




Samstag, 9. April 2016

ALLES NICHT SO EINFACH

SAMSTAG.

Synonym für: 
  • Ein bisschen später aufstehen als unter der Woche
  • Viel Zeit für Stallarbeit, Frühstück anner Tanke, Ausreiten durch die wunderbare Natur, auch wenn der Frühling heute Pause macht (Kalt. Bise. Nieselregen. Und grade deshalb trotzdem so schön!!)
  • 1x pro Monat eine kurze Sitzung beim Coiffeur (heute! Neue Frisur! Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. ;oD)
  • Und: Zeit für den grossen Wocheneinkauf
Den haben wir soeben hinter uns gebracht. Was weiter ja kein besonderes Ereignis wäre, nüchwahr? Aber angeregt durch Anna's neuesten Post (hier lang, bitte!)und die Tatsache, dass sie in einem ihrer Kommis darüber staunt, wie konsequent die FrauBahnwärterin und ich in unserem Konsumverhalten sind, hat mich dazu veranlasst, wieder mal ein paar Gedanken dazu in Worte zu fassen.

Wer jetzt "Ochnöööö!! Nicht schon wiiieder!!" denkt und die Augen 'gen Himmel rollt, der möge bitte das Kreuzchen oben rechts anklicken. (Apfelanwender alternativ den roten Punkt oben links in der Ecke. Danke.) ;oD

Einkaufen und Konsumieren im Allgemeinen also.
Für viele ein Reizthema.
Im Gespräch mit andern stelle ich immer wieder fest, dass man subito in die Öko-Fuzzy-Ecke gestellt wird, sobald man sich als Bio-Käufer outet. Man hat Glück, wenn dann nur das Argument "Viel zu teuer!" ins Feld geführt wird. Eine Bekannte hat sich letzthin dahingehend geäussert, dass Bio sowieso in den meisten aller Fällen ein Fake sei, das einzig dazu diene, allen Dussligen dieses Planeten mit dem Hang zum Weltverbessertum das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die volle Verarsche sei das also. 

Ich gestehe: Ich kann das wirklich nicht kontrollieren. Wenn Bio draufsteht und das entsprechende zertifizierte Siegel die Verpackung ziert, dann glaube ich einfach, dass Bio drin ist. Und wenn ich Produkte aus regionalem Anbau kaufe bin ich mir doch ziemlich sicher, dass sie aus der näheren Umgebung kommen und nicht aus Timbuktu.
Da muss ich dann einfach ein gewisses Mass an Vertrauen walten lassen.
Kaufe ich Brot beim Bäcker im Dorf meine ich doch annehmen zu dürfen, dass der nicht irgendwelche "E's" in den Teig knetet. Und wenn ich Margarine in den Einkaufswagen schmeisse, die aus "40% reiner schweizer Butter und schweizer Rapsöl" und sonst gar nichts besteht, dann....aber ihr wisst schon, was ich meine.

So umweltverträglich wie möglich zu konsumieren ist eine wirklich schwierige Geschichte und ist, ich geb's ja zu, ab und an von einer gewissen Frustration geprägt. Kleines Beispiel? 

Ich wollte heute kaltgepresstes, biologisches Sonnenblumenöl für die Ponys erstehen. Die brauchen ein wenig Unterstützung im Fellwechsel, weil der sehr an ihren Energien zerrt. Es gab ein paar Sorten Schweizer Sonnenblumenöl, die waren aber alle raffiniert. Und genau das sollte es nicht sein. Also musste ich, wohl oder übel, zu einem kaltgepressten Bio-Öl aus dem Ausland greifen (zumindest steht da hinten drauf: aus ausländischem Bioanbau, in Umstellung auf Schweizer Bioanbau). Und immerhin kommt's in der Glasflasche daher, das Öl.

Seuffzzzzz..... Mit jedem abgehakten Punkt auf der Einkaufsliste wird die Anzahl an eingegangenen Kompromissen mehr. Einkaufen mit gutem ökologischen Gewissen ist manchmal echt schwierig und verlangt einem ein gewisses Mass an Flexibilität ab.
Bio-Peperoni aus Italien, oder lieber dann doch gar keine Peperoni?
Chicorée aus der Schweiz, der dann aber wahrscheinlich aus dem Treibhaus kommt? Und offene Lebensmittel, die man selber in mitgebrachte Dosen und Taschen abfüllen kann sucht man bei uns (noch?) grossmehrheitlich vergeblich. Sogar wenn ich den Käse an der Frischtheke kaufen möchte hat der hinterher mehr Verpackung drum (dünnes beschichtetes Papier PLUS eine Papiertüte!), als wenn ich ihn abgepackt aus dem Regal nehme. "Wir müssen das aus hygienischen Gründen so!" die Erklärung der Mitarbeiterin Verkauf.
Hei-ei-ei......

Allerdings bin ich wieder ein bisschen versöhnt, wenn ich Urdinkel-Teigwaren im Einkaufskorb hab, die hier 300 Meter Luftlinie von unserem Haus entfernt entstanden sind. Bio-Freilandeier aus Luzern. Pilze aus meinem Wohnort. Käse aus dem Nachbarort. Oder aber Seife, die eine liebe Mitbloggerin von Hand gesiedet hat.(Hab allerdings letzthin festgestellt, dass da Palmöl drin ist. Verdammt.) 

Was ich allerdings überhaupt nicht gelten lasse ist das Argument mit dem Preis. Denn wenn man sich wirklich Gedanken macht zu seinem Konsum und darauf achtet, WAS man kauft, WIEVIEL man davon kauft (nämlich nur so viel, wie man wirklich in den nächsten Tagen wegputzen kann!) und OB man das alles effektiv BRAUCHT, was man sich in den Einkaufswagen packt, dann wird man zum eigenen grossen Erstaunen feststellen, dass man tatsächlich WENIGER Geld ausgibt.
Wir sind der lebende Beweis dafür!

Was ich aber eigentlich damit sagen wollte?
Naja: Es ist oft ein anspruchsvoller Job, sich den Titel 

"Konsument mit konsequentem Verhalten in Bezug auf seinen ökologischen Anspruch"

zu verdienen....! ;oD

Ohne dabei radikal, fanatisch, intolerant oder ökofuzzig rüberzukommen. 
Denn damit würde man ja die ganzen Mitmenschen erschrecken und in die Flucht schlagen, die man gerne für die eine oder andere Idee in Sachen Umwelt- und Tierschutz gewinnen oder deren Blick man für den eigenen ökologischen Fussabdruck schärfen möchte.....



Habt einen gemütlichen Sonntag,
herzliche Grüsse!


....und heute mal ohne Bildchen!














Donnerstag, 31. März 2016

SCHAUMSCHLÄGERIN

Seit langem schon benutzen wir im HauseHummel nur noch marseillaiser und handgesiedete Seifen zum Duschen, Haarewaschen, Putzen und Geschirrspülen.
Einzig eine flüssige Handseife beeinträchtigte bisher noch ein klein bisschen mein gutes ökologisches Gewissen...! ;oD

Doch seit heute ist auch dieser Punkt auf meiner Liste abgehakt.
Ich hab mir nämlich selber eine Flüssigseife gekocht- und das ist so pupseinfach, dass ich es euch gerne ans Herz legen möchte. Es macht wirklich Spass und kostet soviel wie nichts! 

Es braucht wenig dazu: ein Häufchen gesammelte Seifenreste oder einen Block irgendeiner anderen hochwertigen (Kern-, Aleppo-, handgesiedeten oder wasweissichfür)Seife, ein bisschen Wasser, einen Topf, den Schwingbesen und etwas Geduld.

Ich hatte unsere kleinen Seifenrestchen, die einem ja bei jeder Gelegenheit aus der Hand flutschen, in einem Glas gesammelt.
Als erstes galt es nun, diese zu verhackstücken.
Den Versuch, sie auf der Bircherreibe kleinzukriegen habe ich nach kurzer Zeit aufgegeben. Es entsteht zwar ein wirklich feines Pulver, doch für meinen Geschmack hätte das viel zu lange gedauert, bis ich alle Stückchen da durchgehabt hätte.


Aber ich bin ja ein Fuchs, ne?? ;oD Also hab ich meine kleine Moulinette aus dem Schrank geholt, die Seifenrestchen etwas zerbrochen, in das Maschinchen gegeben und dann das Hackmesser kräftig rotieren lassen.
Und siehe da: Im Nullkommagarnichts war ganz feines Seifengranulat entstanden! 


Dieses kam nun in eine Pfanne und wurde mit Wasser angegossen.(Man nimmt auf 1 Teil Seife ca. 2 Teile Wasser.) 
Hitze drunter, aufkochen, rühren! 
Rühren. Rühren. Rühren
Hat was von Polenta, *ggg*!


Die Masse wird mit der Zeit ziemlich zäh, also immer mal wieder ein Schlückchen Wasser nachgiessen. Sobald man den Eindruck hat, dass die Konsistenz stimmt, kann man die Seife in einen passenden Behälter zum Aufbewahren umfüllen und erkalten lassen. C'est ça!



Ich hab übrigens ein bisschen blaue Lebensmittelfarbe druntergerührt, man könnte auch noch ein paar Tropfen Duftöl dazugeben. Aber ich finde, die Seife riecht so schon wunderbar, zart und unaufdringlich.
Es kann sein, dass die Seife nach dem Erkalten noch ein wenig nachdickt. Kein Problem: Einfach wieder un peu Wasser unterschwingen, et voilà!!

Ich hatte ca. 2 Deziliter Seifengranulat aus den Resten rausbekommen und war erstaunt, wie viel Flüssigseife das schlussendlich ergab.

Und weil's so schön passt werde ich dies bei nächster Gelegenheit bei Traude und ihrer Aktion "A new Life" verlinken.


Habt ein wonniges Frühlingswochenende, 
herzlichste Grüsse!


PS: Ganz lieben Dank für eure Anteilnahme zum letzten Post! 
Vajo hatte innert kürzester Zeit extrem abgebaut, konnte praktisch nicht mehr fressen und hatte sich auch schon vom Rest der Herde abgesondert. Er schien zu wissen, dass es mit ihm zu Ende ging. 
Also blieb mir nichts anderes, als mich schon wieder dieser traurigen Entscheidung zu stellen. 
Doch so ist es nun mal: Für seine vierbeinigen Freunde übernimmt man nicht nur die Verantwortung dafür zu sorgen, dass sie möglichst artgerecht leben, sondern dass sie auch kurz und schmerzlos sterben dürfen. 
Wer die Augen davor verschliesst, tut sich selber keinen Gefallen.....



Dienstag, 29. März 2016

PILAMAYAYE!



VAJO
24 gemeinsame Jahre

Guter Freund
Treuer Wegbegleiter
Geduldiger Lehrmeister




Pilamayaye wakan tanka nici 
un ake u wo, ahoe!

(Aus dem Indianischen:
Auf Wiedersehen,
möge der Große Geist mit Dir sein
 und Dich führen!)


Montag, 28. März 2016

CHOCOLAT

Aaaach, war das wieder schöööön!!
Ich liebe sie einfach, diese französischen Filme. "Die fabelhafte Welt der Amélie" zum Beispiel. Oder "Ziemlich beste Freunde". Mein film favori aber ist "Chocolat". Und das nicht, weil ich in einem Land lebe, in dem jeder Bewohner im Durchschnitt und nach Statistik 12 Kilogramm Schoggi pro Jahr verdrückt! ;oD

"Chocolat" also. Grade eben haben wir uns diesen Streifen von Lasse Hallström wieder angeschaut, zum hundertsten Mal ungefähr. Immer wieder holen wir diese DVD raus und geniessen 2 Stunden französisches flair. Und obwohl das eine englisch/amerikanische Produktion ist erfasst einem der französischen esprit von der ersten Minute an!

Die Geschichte wird getragen von der grandiosen Leistung der Schauspieler. Aaaahhh, diese zauberhafte Juliette Binoche! Die Geschichte erzählt, wie sie sich ausgerechnet in der Fastenzeit in einem verschlafenen Provinzstädtchen in Frankreich niederlässt und eine chocolaterie eröffnet. Mit einem entwaffnenden Lächeln und einem tableau voller pralinées stellt sie sich allen Problemen, die sich ihr in diesem verknöcherten Städtchen offenbaren, mischt die lustlose Gesellschaft auf und schafft es, mit Schokolade, Charme und einer grossen Portion Unbekümmertheit die Beziehungen der Bewohner untereinander und das Leben im Ort im Allgemeinen mit einer gehörigen Portion frischen Windes zu beleben. Denn dieser Wind- auch er hat eine überaus tragende Rolle! 



An ihrer Seite agiert Judy Dench als griesgrämige, diabeteskranke Vermieterin Armande. Man entlarvt ihre harte Schale aber schon sehr bald als caramel-mou-weichen Kern und amüsiert sich trotzdem über ihre ruppige Art. Und Lena Olin in der Rolle der kleptomanisch veranlagten, von ihrem Mann misshandelten Josephin hätte man im Laufe der Geschichte gerne zur Freundin. Überhaupt treffen einem diese zwei Charakteren mitten in die Seele; man möchte sie am liebsten persönlich kennenlernen und mit ihnen in Vianne's chocolaterie eine heisse Schokolade nach Art der Maya geniessen, verfeinert mit Chilipulver und Schlagrahm.
Und dann.....Johnny Depp.....muss ich mehr sagen?? ;oD Als musizierende "Flussratte" (und in meinen Augen in einer seiner sympathischten Rollen!) gibt er dem Geschehen den kleinen, erotischen Kick.




Die Kulisse so française, wie man sie sich nur vorstellen kann. Die Häuser und Gassen rauh, spröde, aber mit einer unglaublichen fascination. Wenn der kalte Mistral in die letzten Winkel fegt, die volets klappern und die Strassenlaternen schaukeln möchte man am liebsten bei Kerzenlicht im salon am cheminée sitzen, den châle eng um die Schultern geschlungen, und einen thé crème schlürfen.     


Aaaachjaaaaa.
Diese Filme sind irgendwie anders. Habt ihr schon mal beobachtet, dass alleine die Art der Sprache (auch wenn sie ins Deutsche synchronisiert wurden) so ganz different ist zu dem, was man von andern Filmen kennt? Ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll. Irgendwie sind die Dialoge einfacher, gradliniger, und trotzdem (oder gerade deswegen?)sehr ansprechend.
Ergänzend wird das Geschehen begleitet von einer raconteuse; das empfinde ich als überaus angenehm! 

Und man (ich!) ist gefangen von der Aura dieses Städtchens, seinen Bewohnern und dem französischen savoir-vivre, diesem einfachen, aber doch sehr genussvollen Lebensstil, der aus jeder Szene dieses Filmes tropft wie warme, süsse, crèmige Schokolade.....

Ich bin sicher: Ich schau mir den Film noch oft an. Und ihr solltet es auch tun. Aber sehr wahrscheinlich habt ihr schon. Es lohnt sich!

Übrigens hab ich mir eine neue DVD bestellt, ebenfalls un film français, der in der Provençe spielt, glaube ich. Alleine der Trailer hat mich schon fasziniert- ich werde berichten!

Alors, à la fin et pour le moment

Bonne soirée et salutation!




Freitag, 25. März 2016

IMMER MIT DER RUHE....


Ich sag mal so: Langsam aber sicher entwickle ich mich zu einem kleinen Eigenbrötler. Das hat bei Weitem noch nichts zu tun mit einer ausgewachsenen Anthropophobie, aber ich merke, dass mir Menschenmassen und deren Ansammlung immer suspekter werden. Riesige Konzerthallen voller drängelnder und schubsender Besucher sind mir ein Graus, ebenso Stadtfeste oder andere Gelegenheiten, bei denen sich mehr als 20 Homo sapiense auf weniger als 40 Quadratmetern tummeln. Alleine die Einladung zu einer Geburtstagsparty einhergehend mit dem Gedanken, einen Abend lang Konversation betreiben zu müssen mit Menschen, die ich nicht oder kaum kenne (und im schlechtesten Fall noch nicht mal mag!) versetzt meine Nerven in Vibration..... ;oD 
Inzwischen nehme ich in der Klinik sogar mein Mittagessen in unserem Wartezimmer ein, weil im Personalrestaurant ein derart penetrantes akkustisches Getöse herrscht, dass mir regelrecht anders wird.
Und Shopping stellt für mich heutzutage geradezu eine Strafe dar. Die Anhäufung von mehr oder weniger lebensnotwendigen Produkten, diese unglaubliche Auswahl an Dingen, die ich doch eigentlich gar nicht haben will oder brauche- noch dazu gekoppelt an dieses wuselnde Gedränge zwischen den Regalen und Menschen, die ihre Einkaufswagen mit immer noch mehr Gedöhns beladen....! Hei-ei-ei.... 

In meinem Job hab ich so viel mit Menschen zu tun, dass ich, sobald ich die Türen der Praxis hinter mir schliesse, einfach nur noch meine Ruhe haben will. Die finde ich im Stall bei meinen Tieren, in der Natur und in unserem Zuhause, alles Drei Orte meines "vorrangigen Lebensinteresses", wie es per Definition beschrieben wird. Sie geben mir die Ruhe und Entspannung, die so dringend nötig ist, um sich dem Tumult und der Hektik eines durchschnittlich in Erscheinung tretenden Alltages einigermassen unbeschadet stellen zu können.

Was ein Glück, dass auch der HerrHummel auf dieser Schiene läuft! 
So verbringen wir unsere gemeinsamen freien Stunden in schönster Harmonie, und wenn wir nicht im Stall anzutreffen sind dann zuhause, jeder in (s)eine Tätigkeit vertieft, werkeln, lesen, handarbeiten, schreiben Texte oder gucken Löcher in die Luft und sind beide höchst zufrieden damit.

Viele würde das bestimmt kribbelig machen und das Gefühl, andauernd was zu verpassen, könnte den einen oder andern beschleichen. Früher war ich ja auch so, war immer unterwegs mit dem Motorrad, fuhr an Openairs, Westernreitertreffen, Countrykonzerte, Turniere. Damals war mir kein Weg zu weit, Hauptsache, was los!

Inzwischen sind meine Ansprüche an (m)ein Leben andere, und ich schätze mich wirklich glücklich, dass ich diese auch umsetzen kann.

Entsprechend diesem Bedürfnis wird Ostern bei uns sehr ruhig und beschaulich werden. Brunchen mit der Familie, Reiten, Faulenzen. Ferddisch. Haaaachzzz......

Auch meine österliche Dekoration ist sehr einfach geworden. Ein kleines Körbchen mit einem einzigen (!) verzierten Ei drin, arrangiert mit einem Porzellanhasen auf einem alten Metallteller. 
Nicht mehr und nicht weniger, aber hübsch anzusehen.


Körbchen: handmade by FrauHummel*
verziertes Ei: handmade by FrauHummel*
Porzellanhase: Geschenk von 
MuttiHummel und DaddyHummel*
Teller: Brocki*

*keine Werbung! ;oD




So!!
Und jetzt geniesst die freien Tage, lasst die Seele baumeln und macht es euch schön. Frohes Eiersuchen!

Frühlingshaftfröhliche Osterhummelzgrüsse!