Sonntag, 22. April 2018

FRISCH & LECKER!

Kennt ihr das auch? Es ist ein wunderbarer Samstagmorgen und man steht im Hofladen. Es duftet verführerisch nach frischem Brot, das körbeweise hereingetragen wird, die Tür geht auf und zu, fröhliche Menschen kommen und gehen. Einige sind in einen Plausch vertieft, andere stehen vor den Regalen und freuen sich über das Angebot. Alles frisch, alles selbstgemacht, von bester Qualität. Da weiss man, wo's herkommt, und die Zutatendeklarationen auf den Produkten sind übersichtlich: Nur was die Natur hergibt ist da zu finden, keine E's, keine Stabilisatoren, keine Geschmacksverstärker.

Jeden Samstagmorgen kaufen wir in "unserem" Hofladen zumindest Eier, Brot und einen Orangenkuchen, der einfach grandios schmeckt. Je nach Bedarf wandern gerne auch Konfituren in unseren Korb, gestern ausserdem ein Glas Bärlauchpesto und eine Flasche Apfel-Chili-Sirup. 

Den Bärlauch gabs heute zu Mittag; wieder mal ein sehr einfaches Gericht, das uns aber ganz wunderbar geschmeckt hat. Das Pesto ging eine Liaison ein mit Urdinkelpasta, Cherrytomaten, Rahm, Spalenkäse und Ruccolasalat. Das war einfach....niommmmm!! 😋




Nachkochen? Okay:

Ihr setzt also eine Pfanne Salzwasser auf und überlasst die Urdinkel-Pasta darin vorerst ihrem Schicksal. In der Zwischenzeit erwärmt ihr in einer kleinen Pfanne ca. 2 dl Rahm, gebt 4 dicke Esslöffel Bärlauchpesto dazu, ausserdem etwas feingehackten Knoblauch und mahlt Pfeffer nach Geschmack drüber. Die Cherrytomaten brutzeln derweil, am Stiel belassen und mit etwas Rohrzucker bestreut, in einer andern Pfanne vor sich hin. ("Zucker hebt das Aroma!" pflegte meine Oma immer zu sagen....)

Wenn alles warm und gar ist etwas Pasta auf den Teller packen, Bärlauchsauce drüberträufeln, mit dem Sparschäler Spalenkäsestreifen drüberhobeln (oder Parmesan oder Sprienz), mit Ruccolasalat bestreuen und zum Schluss eine Rispe Cherrytomaten dazulegen. Den Saft aus der Tomatenpfanne bitte auch drübergiessen! Wir lassen nix verkommen, nüchwahr?




Und dann: Alles zusammen in den Mund schaufeln und...mmmhhhhhhhhh!!



Urdinkel-Pasta: wird in unserem Ort hergestellt, 
ca. 1 km Luftlinie von hier
Bärlauchpesto: von unserem Hofladen
Spalenkäse: von der Alp in Sichtweite
Cherrytomaten: aus der Region
Ruccolasalat: aus der Region
Rahm: von irgendwo aus der Schweiz, aber Bio



So! Und gleich gehts los zum Stall; eine Familie kommt mit ihrem Pflegepferd und möchte das Longieren erlernen.
Das werden wir doch wohl hinkriegen! 

Gehabt euch wohl und geniesst diese herrlichen Frühlingstage! Äähemmm...Frühsommertage? Sommertage? 



Egal- geniesst! 

💞lichste Hummelzgrüsse!


....und diesen Post verlinke ich sehr gerne wieder bei unserer Rostrose' ANL und bei EiNaB!




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Donnerstag, 12. April 2018

KOMPROMISSLOS?

Wer sich um unseren Planeten sorgt, wer sich Gedanken macht, was er im Alltag verbessern könnte, der Ansätze sucht, sich nachhaltiger und ökologisch vertretbarer zu verhalten, der kommt immer wieder in die Situation, dass er das Für und Wider seines Handelns abwägen muss. 
Genauer gesagt wird er jeden Tag mit Entscheidungen konfrontiert,
die manchmal wirklich schwer zu fällen sind. 

Wenn ich nur für mich selber beschliesse, mich so oder anders zu verhalten, dann fällt mir das leicht. Kaufe ich also zum Beispiel im Laden jetzt Erdbeeren aus Spaniens Treibhäusern zu einem Franken pro 500 gr (so ein Wahnsinn!), oder warte ich bis im Mai, wenn die Früchte frischgepflückt von Schweizer Äckern kommen? 
Die Antwort könnt ihr euch denken. Natürlich warte ich bis im Mai. Denn dann bekomme ich ein tolles Produkt, das süss und aromatisch schmeckt und habe ausserdem die Gewissheit, dass ich mit meinem Geld einheimisches Schaffen unterstütze.

Anders sieht es allerdings aus, wenn ich beschenkt werde. 

Was, wenn meine betagte Tante mir freudestrahlend eine Tafel Schokolade mitbringt und diese unter anderem (natürlich!) auch Palmöl enthält?  



Was, wenn die nette Bedienung von unserem Personalrestaurant in der Klinik mir morgens einen Beutel mit Müeslis und gemischten Salaten vom Vortag zusteckt, die zwar einwandfrei und lecker sind, die sie aber nicht mehr verkaufen darf und die dummerweise in Schalen aus dickem Plastik daherkommen?

Man könnte jetzt ganz rigoros diese Produkte von sich weisen und die Bedienung oder die Tante darauf hinweisen, dass man übrigens Plastikmüll zu vermeiden gedenke und dass Palmöl was ganz, ganz Schlechtes sei und man nie, niemals! Produkte kaufe oder zu sich nehme, die Palmöl enthalten.

Man kann aber auch etwas diplomatischer an die Sache herangehen. Man kann die Schoggi dankend annehmen und sie auch essen, weil die Rohstoffe dafür schlussendlich schon erzeugt und verarbeitet worden sind, und indem ich sie jetzt in den Müll schmeisse ändere ich nichts daran, dass Urwald für Palmölplantagen abgeholzt wurde.
Aber ich kann die Tante im Gespräch mal nett darauf hinweisen, dass ich sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit lege und deshalb gewisse Produkte aus diesem oder jenem Grund nicht kaufe.

Und ich kann ebenso diese Müeslis und Salate mit recht gutem Gewissen essen, denn in dem Moment überwiegt für mich die Tatsache, dass ich dadurch frische Lebensmittel vor dem Müll bewahrt habe. Und die Plastikverpackung führe ich dem Recycling zu. Aber ich kann ausserdem mal eine Mail an die Verantwortlichen in der Küche schreiben und anfragen, ob es wohl eine Alternative wäre, anstelle von Plastikverpackungen welche aus umweltfreundlicherem Material zu verwenden oder vielleicht sogar ganz darauf zu verzichten? Man könnte Müesli und Salate ja genauso gut in Weckgläsern herausgeben, auf die man ein Depot verlangt. Zum Beispiel.

Ich habe einfach festgestellt, dass kompromisslose Unnachgiebigkeit manchmal kontraproduktiv ist, dass sie einem unnötigen Stress bereiten und ausserdem Mitmenschen brüskieren kann, die es gut mit einem meinen.
Und sie zementiert das negative "Ökofuzzi-Image", welches um Nachhaltigkeit besorgten Mitmenschen oft ungefragt aufgedrückt 
wird. 😠

Also handle ich oft nicht impulsiv, sondern überlege mir immer wieder, was der richtige Weg sein könnte. Manchmal kommt man einfach nicht drumherum, im ersten Moment ein bisschen "politisch unkorrekt" zu agieren. Aber es gibt Situationen, da bin ich lieber nur zu 60% nachhaltig als gar nicht. Das Defizit kann ich ja bei einer andern Gelegenheit wieder ganz rigoros ausgleichen! 😊

Verbissenheit und Kompromisslosigkeit sind schlechte Berater auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit im eigenen Leben; sie generieren zuweilen nichts als Frust und schlechte Laune. Auch ein wenig Leichtigkeit und ein paar Zugeständnisse schaden der Sache nicht und  bewirken, dass einem der Optimismus und der Spass an der Umsetzung treue Begleiter bleiben!



Fröhliche Frühlingstage euch,
Hummelzherzensgrüsse!


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Sonntag, 8. April 2018

ES IST ANGESÄT!


Ist es nicht einfach unglaublich?? Vor 10 Tagen lag hier noch eine geschlossene Schneedecke und alle waren am jammern, dass doch jetzt, bittebitte!, endlich der Frühling kommen möge.

"Eine meiner leichtesten Übungen!", dachte sich wohl der alte Petrus, schnippte beherzt mit den Fingern, et voilà: schon lacht seit ein paar Tagen die Sonne vom wolkenlos blauen Himmel und knackt mit ihren warmen Strahlen bereits die 20°-Marke deutlich! 

HERRLICH!! (...wobei mir heute schon ein wenig ZU warm war. Aber nörgeln gilt jetzt nicht! 😌)

Für mich der richtige Zeitpunkt, um endlich meine kleine Bienenweide anzulegen. Die entsprechenden Bio-Samen und noch ein paar Seedbombs mehr hatte ich schon geordert gehabt, gute Erde ohne Torf war auch vorhanden, also schnell noch Papa Hummel 3 grosse Töpfe aus dem Keller geklaut! Mir war eingefallen, dass da welche stehen mussten, die noch von Mama Hummel stammen. Keiner hatte inzwischen für sie Verwendung gehabt. Gut so, jetzt leisten sie mir gute Dienste! 

Samen und Seedbombs waren schnell in der Erde versenkt, und jetzt bin ich wirklich sehr gespannt, was sich da tun wird! Wenn alles klappt, dann wird sich in ein paar Wochen ein kunterbuntes Stelldichein von Mädchenaugen, Duftwicken, Klatschmohn, Ringelblumen, Phazelien, Natternköpfchen, blauem Staudenlein, Kornblumen, Wiesensalbei und Purpursonnenhüten dem Licht entgegenrecken und (hoffentlich!) viele summende, brummende und flatternde Insekten anlocken.

Für 3 grosse und 2 kleinere Töpfe haben die Sämereien gereicht. Bei nächster Gelegenheit möchte ich mir noch Lavendel holen. Lavendel MUSS sein! Und ausserdem etwas Rosmarin und Thymian, deren Blüten von Bienen und Hummeln auch sehr gerne angenommen werden.




Inzwischen hat sich auch im Topf mit meinen Akeleien was geregt. Akeleien sind meine absoluten Lieblinge. Diese Sorte ist von einem tiefdunklen Violett, einer wunderschönen Farbe!  



Jetzt heisst es also warten. 
Und giessen. 
Und regelmässig Zwiesprache halten mit Petrus, damit der alte Herr oft die Sonne scheinen lässt. 
Dann sollte eigentlich nichts schiefgehen. Hoffe ich.... 😊

Ich werde berichten!



Startet fröhlich in die neue Frühlingswoche,

Hummelz💝ensgrüsse!


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Sonntag, 25. März 2018

TANZ DER AROMEN


Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt, ob ich gerne koche, ich hätte mit einem entschiedenen "Nein!" geantwortet. Ich empfand das Kochen damals als eine relativ frustrane Angelegenheit: Erst steht man gefühlte Ewigkeiten in der Küche, schnibbelt und rührt und werkelt, nur damit das Ergebnis dann innert Minuten weggeputzt ist. Im besten Fall. Denn dann könnte man zumindest davon ausgehen, dass es geschmeckt hat. 😄

Auch heute ist Kochen immer noch nicht mein allerliebster Zeitvertreib, aber ich habe mich mit der Materie angefreundet und kann ihr doch einiges abgewinnen.

Im Hummelzheim wird sehr einfach gekocht. Das rührt unter anderem daher, dass für kulinarische Höhenflüge meine Fähigkeiten schlicht und ergreifend zu beschränkt sind. 😳

Wirklich ausschlaggebend allerdings ist der Punkt, dass ich in den letzten Jahren die Wertigkeit einfacher, ehrlicher und guter Nahrungsmittel schätzen gelernt habe. Von Gemüsen, Früchten und Produkten, die innerhalb ihrer Saison genossen werden, die gerne in Bioqualität daherkommen und keine langen Wege hinter sich haben. 
Regional, saisonal und Bio sind für mich Kriterien, nach denen ich heutzutage praktisch ausschliesslich einkaufe.
Fertiggerichte kommen mir sowieso, wortwörtlich, nicht in die Tüte. Ich will einfach keine Geschmacksverstärker, Stabilisatoren und E's die Reihe rauf und runter in meinem Essen haben!
Und last but not least finde ich es furchtbar anstrengend nach Zutaten suchen zu müssen, von denen ich a) kaum den Namen aussprechen kann und mir b) sicher bin, dass ich sie einmal und nachher wohl nie wieder benutzen werde.



Wie gut ein Gericht aus ein paar wenigen Zutaten schmecken kann haben wir erst heute Mittag wieder festgestellt: Ein Eintopf aus Karotten, Sellerie und Kartoffeln. In relativ grobe Würfel geschnitten mit viel Zwiebeln und Knoblauch angedünstet, mit Fischsauce, einem klitzekleinen Bisschen Goa-Curry und Ingwer weichgekocht und zu guter Letzt "veredelt" durch einen kleinen Becher Sauerrahm.

Wenn man DAS anschliessend ganz bewusst in sich hineinlöffelt, dann schmeckt man die einzelnen Komponenten genau heraus: Das Erdige der Kartoffeln, das so gut harmoniert mit dem aromatischen Sellerie und der Süsse der Karotten. Den Hauch Exotik der Gewürze und das Cremige des Rahmes. Es schmeckte wunderbar!

Es zahlt sich auf jeden Fall aus, sich dieses Quäntchen Zeit zu nehmen, frische Zutaten zu verarbeiten und dann auch genau zu wissen, was man seinem Organismus da angedeihen lässt.
Und ausserdem: Wir kochen immer viel zu viel. Wie schön, wenn man abends nach der Arbeit einfach noch eine Portion aus dem Kühlmöbel ziehen, auf dem Herd warmmachen und dann in aller Ruhe geniessen kann.

Spätestens dann zahlt sich das Bisschen Aufwand mit dem Kochen aus!

🍛🍞🍜🍶🍴🍝🍲



Frohen Start in die neue Woche,

Hummelzherzensgrüsse!






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Freitag, 16. März 2018

ES SOLL SUMMEN UND BRUMMEN!


Der alte Herr Winter it ein zäher Bursche; er mag das Zepter einfach noch nicht an den Frühling abgeben und schwingt es in den nächsten Tagen nochmal beherzt.
Aber trotz der drohenden Minusgrade gehen meine Gedanken doch ganz konkret Richtung Lenz. Nicht, weil ich JETZT! und SOFORT!! Frühling haben will, sondern weil für meine Idee ein wenig Planung vonnöten ist.

Das Wissen um die Tatsache dass unsere Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und anderen kleinen geflügelten Wesen und Krabbler immer weniger Nahrung und Unterschlupf finden ist mir einfach unerträglich. 
Und nachdem sogar der Garten hinter dem Haus letztes Jahr seiner ganzen Wildheit und Vielfältigkeit beraubt wurde machte ich grossen Handlungsbedarf aus. Der Blick aus dem Küchenfenster, der "nur" noch auf Grüngehölze, Bäume und Rasen fällt, deprimiert mich einfach. 

Also habe ich beschlossen, eine Bienenweide anzulegen, sobald die Temperaturen dafür stabil genug bleiben.
Ich hab gegoogelt und recherchiert und mich schlau gemacht und weiss jetzt, was richtig und wichtig ist: viele Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Thymian, Sonnen- und Glockenblumen, Akeleien.....also einfach ein möglichst breites Spektrum von geeigneten Pflanzen "die was tun" für unsere kleinen summenden und brummenden Freunde!

Um der Nachhaltigkeit möglichst durchgehend Rechnung zu tragen beabsichtige ich, meinem Vermieter die benötigten Pflanztöpfe abzuschwatzen. Er betreibt ja hier am Hof ein Gartenbaugeschäft und bekommt seine ganzen Pflanzen in grossen, stabilen Kunststoff-Eimern geliefert, die hinterher keiner mehr braucht. (Ich frage mich sowieso, was er mit DER Menge an Töpfen macht??)
Natürlich finde ich Kunststoff jetzt nicht wirklich das non plus ultra, aber die Teile sind stabil und frostfest, und ausserdem: Es macht keinen Sinn, neue zu kaufen, wenn genügend Secondhandware vorhanden ist!

Die Pflanzen gedenke ich in Bioqualität zu erstehen; eine entsprechende Bio-Gärtnerei hab ich schon ausgemacht, und ausserdem führt auch unser Baumarkt inzwischen Pflanzen, die diesem Anspruch genügen.
Letzten Herbst hab ich Samen aus den vertrockneten Schoten meiner Akeleien gesammelt und werde die jetzt ansäen. Hier in der Wärme der Wohnung wird sich bestimmt schnell was tun!


Bei meinem letzten Ausflug nach Luzern stattete ich auch dem "Changemaker" den obligaten Besuch ab, einem Geschäft, das sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat und ein wirklich wunderbares Sortiment führt. Ich komm da nie raus, ohne was gekramt zu haben. Aber das gute Gewissen ist dabei mindestens so gross wie die Freude an den erstandenen Stücken! ;oD 
Dieses Mal waren es zwei handgetöpferte Tassen (hachjooo. Ich weiss. Ich hab einen Tassenknall.....) und eine "Seedbomb".



Eine Kugel also, gerollt aus Erde, Ton und den Samen von 20 einheimischen Wildblumen.



Ich bin sooo gespannt, was da alles wachsen wird! 



Hach! Am liebsten würde ich sofort anfangen, Pflanzen holen, in Erde wühlen! Aber ich weiss: Ich muss mich gedulden.

Der alte Herr Winter ist ein zäher Bursche.......  😏



Hummelz💓ensgrüsse!

...und verlinkt wird dat janze bei unserer Rostrose, bei EiNaB
und beim Pfauenauge-Blog!






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Montag, 12. März 2018

DER MENSCH- DAS MASS DER DINGE??

Auch wenn es jetzt (und wahrscheinlich auch in der nächsten Zeit!) immer noch zwei Schrittchen vor und eins zurück geht, so kann man es doch nicht mehr übersehen: der Frühling streckt seine Ärmchen aus! Die Vögelchen zwitschern schon in aller Früh aus Leibeskräften, der Tag erwacht bereits viel zeitiger, das Licht ist nicht mehr so eisig, sondern viel weicher geworden, und ganz allgemein bewegen sich die Temperaturen wieder regelmässig im zweistelligen positiven Bereich.
Die Natur zündet die zweite Phase des Erwachens und Gedeihens; ganz vieles hat sich schon heimlich unter der Erde getan, jetzt folgt das Aufbrechen und sich-dem-Licht-entgegenschieben. Eine wundervolle Zeit ist es, eine von Freude geprägte und dem Harren auf dieses Entfalten, das sich oft gefühlt von einem Tag auf den andern mit lebendigem Effort und bunter Pracht einen Weg bahnen wird.
Er beflügelt uns, der Frühling, er macht die Seele leicht und das Herz froh. Und auch wenn ich den Winter sehr liebe so bin ich doch jedes Jahr auf's Neue begeistert und sehr berührt davon, welche Vitalität der Frühling uns beschert und mit welcher Energie er sein Werk vollbringt!

Was wären wir ohne die Natur, ohne ihren Takt, den sie vorgibt und mit dem sie unser Leben führt, und allem andern, was sie uns ohne irgendwelche Ansprüche beschert?

Trotzdem treffe ich immer wieder auf Zeitgenossen die am irrigen Glauben festhalten, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei und es ihm zustehe, sich die Erde und ihre Lebewesen untertan zu machen. 
Diese Ansicht greife ich nicht einfach so aus der Luft, nein. Das bekomme ich in schöner Regelmässigkeit 1:1 live und in Farbe zu hören oder zu lesen. Da wird in unseren (Print)medien beispielsweise darüber diskutiert ob es eine vertretbare Lösung sei, Schwäne abzuschiessen, weil ihre Populationen (scheinbar)zu gross werden und sie (notabene im Naturschutzgebiet!) Weiden mit ihrem Kot verunreinigen. Dass man sie aber vorgägig ihres angestammten Lebensraumes beraubt hat, weil man unbedingt direkt am Wasser Häuser errichten, Anlegestege, Parkplätze und/oder Strassen bauen muss, das verliert man geflissentlich aus den Augen. Dabei ist es nur nachvollziehbar, dass die Tiere sich notgedrungen auf die übriggebliebenen Flächen zurückziehen bzw. auf diese verdrängt werden, nichtwahr? 



Leider können solche Beispiele lückenlos aneinandergereiht werden, und manchmal frage ich mich schon, wie kurzsichtig die Menschheit geworden ist.....

Heute hatte ich sogar die zweifelhafte Ehre, von einem mir völlig Unbekannten als "blöde Grüne" betitelt zu werden. Wie es dazu kam? Nun, wir sassen nach der morgendlichen Stallarbeit gemütlich in der Tanke bei Kaffee und Laugebrötchen, als wir von einem Herrn am Nebentisch ins Gespräch verwickelt wurden. Wir kamen bald auf die Hochwasserschutzverbauungen zu sprechen, die hier in der Gegend anstehen. Der Vorschlag zur Problemlösung unseres Tischnachbarn war so einfach wie kostengünstig: man müsse nur den See XY ausbaggern, um den Wasserdurchfluss zu steigern. Auf meinen Einwand hin, dass der See aber im Naturschutzgebiet liege und deshalb bestimmt nicht angetastet werden dürfe meinte er, der Mensch sei viel wichtiger als die Natur, und die Natur per se werde sowieso total überbewertet. 

Pffttthhh.
Da kräuselt sich mir jedes Nackenhaar einzeln.....

Ihr könnt euch vorstellen, dass ich das nicht so stehen lassen konnte. Ganz ruhig und sehr freundlich versuchte ich meine Meinung zur Materie loszuwerden, wurde aber schon nach dem ersten Satz rüde abgewürgt.
Mit einem geschnaubten "Blöde Grüne!" schoss der Gutste von seinem Stuhl hoch und begab sich zur Kasse, um zu bezahlen.

Nunja. Ich kann nur hoffen, dass dieser "weitsichtige" Mitmensch nicht die Meinung der Allgemeinheit vertritt. Sonst gute Nacht.....

Meine gute Laune war aber schnell wiederhergestellt, spätestens dann, als ich mich heute mit meiner lieben Frau Shabbyhus in Luzern getroffen hab. Lang und breit wurde geratscht über Nachhaltigkeit, Downshifting, Lebensinhalte und die Möglichkeit, diese veränderten Ansprüchen anzupassen. 
Schön wars. Weil wir viel gelacht, wie immer viele Gemeinsamkeiten ausgemacht, wie immer was Nützliches im "Changemaker" eingekauft und sowieso was Feines gegessen haben.

Es war beruhigend festzustellen, dass es noch mehr "blöde Grüne" gibt auf dieser Welt! 😂



Frohes Frühlingserwachen allerseits,

Hummelzherzensgrüsse!!


Diesen Post verlinke ich gerne zur Rostrose und zu EiNaB!














Donnerstag, 1. März 2018

HALLO FRÜHLING!

Schon klar: Diese Postüberschrift entbehrt nicht einer klitzekleinen Prise Sarkasmus! 😉 Denn so viel Winter, wie sich jetzt grade breitmacht, hatten wir die ganze Saison noch nicht. Selbst die Meteorologen dürften beim Blick aus dem Fenster heute Morgen sehr erstaunt gewesen sein, denn sie hatten (zumindest für unsere Region hier!) nicht diese Mengen an Schnee vorausgesagt, die nächtens dann doch vom Himmel fielen. Aber so ist das halt: Die Natur tut, was sie für richtig hält, und schert sich dabei keinen Deut um so menschgemachte Daten wie den heutigen meteorologischen Frühlingsanfang! 😊

Aber mir solls recht sein! Der Ausritt vorhin war ganz wunderbar, der Schnee dank der Minusgrade so trocken und fluffig leicht, dass er vor den trabenden Hufen in fröhlichen Wolken hochstiebte, was die Ponys wiederum dazu veranlasste, ihre Köpfe ganz tief zu senken und ihre Unterlippen schlabbernd durch den kalten Puder zu ziehen. Ein Bild für die Götter....



Das einzig mühsame in den vergangenen Tagen war bloss, dass uns im Stall alles einfror. Kein Wunder bei minus 4° Raumtemperatur! Der Tränkekessel musste jeden Tag mehrmals mit dem Beil enteist werden, genau wie der Ablauf des Brunnens. Denn wenn DER zufriert, dann ist die Chose perfekt.... Die Toilette ist im Moment nicht benutzbar. Spülkasten eingefroren. Am Waschbecken kommt nur noch kaltes Wasser, das aber auch nur, weil ich es früh genug in einem feinen Strahl Tag und Nacht laufen liess.
Und als Tüpfelchen auf dem i "durfte" ich in den letzten Tagen abends gegen 21 Uhr immer nochmal zum Stall fahren, um die Jungs zu tränken. Ich wollte ganz sicher sein, dass sie genug Wasser abbekommen, denn sonst drohen Koliken. Und was das bedeutet, das könnt ihr hier nachlesen!
Aber was tut man nicht alles (gerne!) für seine felligen Freunde....

Die sibirische Eiseskälte hat sich inzwischen ein wenig verzogen, die Temperaturen werden in den kommenden Tagen kontinuierlich steigen.
Schade eigentlich! Ich mag es sehr, wenn die Landschaft so still unter einer weissen Decke liegt, wenn man beim Abwasch vom Küchenfenster aus den Vögeln zusehen kann, wie sie das Futter unter dem wilden Ahorn aufpicken, und wenn die schweren Jungs quietschend vor Freude auf die stein-und-bein-gefrorene Weide rasen!

Doch alles hat seine Zeit. Und das ist richtig so!

Das Entschleunigte, das der Winter meiner Meinung nach mit sich bringt, habe ich auch dazu genutzt, Schränke um- und Dinge wegzuräumen. Obwohl ich dachte, dass der Flohmi 17 wohl der letzte gewesen war stehen im Keller schon wieder 2 grosse Schachteln mit Kram, der weg kann.

Aus Weinessig, Zitrone und Mandarinenschalen hab ich ein Putzmittel angesetzt, das ich in den nächsten Tagen absieben und mit Schmierseife versetzen werde. Bin gespannt, wie es wirkt!


Ach! Kennt ihr übrigens Bienenwachstücher? Eine tolle Sache: Mit Bienenwachs präparierte Baumwolltücher die dazu taugen Käse, Gemüse und Ähnliches einzuschlagen oder aber auch um Schüsseln abzudecken. Man kann sie feucht abwischen und wohl ewig benutzen, wenn man ein wenig Sorge trägt. Wir haben sie im Unverpacktladen entdeckt und halten sie wirklich für eine ganz tolle und nachhaltige Alternative zu Kunststoff- oder Alufolie.


Auf speziellen Wunsch hin noch ein paar Einblicke in unseren Geschirrschrank in dem nur noch das steht, was wir wirklich täglich benötigen (links an der Tür Omas Topflappen!). Ist der Schrank beinahe leer, ist die Spülmaschine randvoll. Passt!


Ein paar Schüsseln dazu (bis auf eine alle geschenkt bekommen oder aus dem Brocki), ferddisch. Reste und Vorräte kommen bei uns in Confiturengläser oder grosse Gurkengläser, Tupperdosen gibts bei uns nicht.



🍲🍴🍵🍶🍷



So! Das war jetzt eine wilde Mischung, aber egal. 😄

Haltet euch schön warm, 

Hummelzherzensgrüsse!



Mittwoch, 7. Februar 2018

BITTE MEHR OPTIMISMUS!

Es ist schon was Eigentümliches: Seitdem ich mich sehr intensiv mit einer nachhaltigen Lebensart beschäftige treffe ich ab und an auf eine in meinen Augen etwas befremdlich wirkende Sorte Mensch. Eine, die von sich selber zwar behauptet, sich schon seit vielen Jahren mit Themen dieser Art zu befassen. Die im gleichen Atemzug aber ganz viel Energie darauf verwendet um einem zu erläutern, warum diese Nachhaltigkeit eben NICHT funktionieren und KEINE positiven Veränderungen auf diesem Planeten bewirken kann. 

Diese Spezies definiert alle ökologischen und nachhaltigen Bemühungen als gescheitert. Fairtradehandel, Bio-Anbau, Vegetarismus und Veganismus, Abfallvermeidung- und trennung? Schlussendlich alles nur Augenwischerei, Selbstbetrug und Beschiss am Einzelnen, denn überall steckt a) entweder doch ein System dahinter, das nur seinen finanziellen Erfolg in den Fokus stellt, oder ist b)das Ganze von Grund auf eine Mogelpackung, nicht wirklich durchschaubar und kaum effizient zu kontrollieren. 
Und Minimalismus? Den muss man sich leisten können. Aha.

Schlussendlich unterstellt sie den Menschen, die möglichst nachhaltig leben wollen sogar, nur das eigene Wohl im Auge zu haben und das eigene gute Gewissen. Das grosse Ganze sei da nur zweitrangig, und sowieso: Vom Anspruch, die Welt retten zu können, müsse man sich schon lange verabschieden.

Es erschliesst sich mir bis heute nicht, was einen solchen Menschen antreibt. Alleine die Tatsache dass er alles, was er selber zu leben vorgibt bei jeder Gelegenheit in Frage stellt - die mutet doch sehr seltsam an.

Vor allem aber frage ich mich: Was bezweckt er damit? Was bringt ihm der Versuch, andern den Wind aus den Segeln nehmen zu wollen? Warum kann er sich nicht darüber freuen, dass sich was tut, dass sich immer mehr, auch junge, Menschen Gedanken dazu machen, was sie tun und warum sie es tun?

Wenn man davon ausgeht, dass man mit einem einzigen Rundumschlag alle Probleme lösen können muss- ja, da bin ich einer Meinung: Das kann und wird nicht funktionieren.
Aber alles beginnt mit kleinen Schritten, und diese Schritte kann jeder gehen. Jeder, dem unsere Zukunft wichtig ist. Jeder, der nicht darauf warten will, dass "die da oben", also die Politiker, was in Bewegung bringen. Und jeder, der die Verantwortung nicht an andere abschieben, sondern selber das Heft in die Hand nehmen will. 



via pixabay


Schlussendlich steht dann auch noch der leise Vorwurf im Raum dass der Nachhaltigkeit verpflichtete Mitmenschen mit ihrem Verhalten genau das Gegenteil bewirken würden von dem, was sie eigentlich anstrebten. Denn durch ihre "Missioniererei" würden sie einem mit der Zeit einfach nur noch auf die Nerven gehen. Und das, obwohl dieser Vorwurf von Menschen kommt, die ihre Meinung selber mit sehr, sehr viel Vehemenz verbreiten......

Tja. Das ist schade. Aber die Folgen des Raubbaus an unserem Planeten kommen auch nicht heimlich, still und leise. Man muss seine Stimme schon erheben, um gehört zu werden, bevor der grosse Knall kommt. Und die Kommunikation zwischen Menschen ist immer noch die effizienteste Art um Sachverhalte, Meinungen und Neuigkeiten weiterzugeben. Egal, ob das nun auf direktem oder virtuellem Weg geschieht. 

Also werde ich mich weiter ziemlich unmissverständlich für meine Werte einsetzen. Aber ich wünsche mir einfach von manchen etwas mehr Optimismus. Und dass Energien für eine positive Bewegung eingesetzt werden und nicht, um diese auszubremsen.

Mag sein, dass sich jetzt vielleicht die eine oder andere hier direkt angesprochen fühlt. Nehmt es mir nicht übel. Aber bevor ich einen dicken Knoten im Hals kriege verarbeite ich meine Gedanken lieber zu einem Post. Wir können ja drüber reden! 😊


Hummelzherzensgrüsse!



Nachtrag: Ich liege grad schüttelfröstelnd und von einer Grippe gebeutelt flach. Ich muss also um ein wenig Verständnis eurerseits bitten, wenn es diesmal etwas länger dauert mit meinen Re-Kommis! ;oD



  

Donnerstag, 11. Januar 2018

TOMORROW!


Wer von euch hat den Dokumentarfilm "TOMORROW" gesehen?
Er lief in den Kinos, und er war sehr erfolgreich. Alleine in Frankreich haben sich ihn 1 Million Menschen angeschaut.
Zwischenzeitlich ist er auch auf DVD erhältlich.

Es geht um die Studie der Zeitschrift "Nature", die den Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt. Die Schauspielerin Mélanie Laurent und der Aktivist Cyril Dion wollten sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden, also machten sie sich auf den Weg. Sprachen mit Experten, besuchten weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen.
Sie fanden Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es möglich ist, die Geschichte unserer Zukunft neu zu schreiben.

Ich habe den Dokfilm erst gestern Abend gesehen. Aber seitdem bin ich regelrecht euphorisiert. Und ich fühle mich einmal mehr bestätigt in meiner Ansicht, dass jeder einzelne von uns es in der Hand hat, wie unsere Zukunft aussehen wird!

Der Film ist eigentlich nichts anderes als eine Aneinanderreihung höchst erfolgreicher Lösungsansätze. Ungezählte wirklich wunderbare Projekte gibt es weltweit, die nichts anderes im Sinn haben als unseren Planeten vor einem ökologischen Kollaps zu bewahren. Grössere und kleinere Initiativen, die eines gemeinsam haben: Es stehen Menschen hinter ihnen, die mit extrem viel Enthusiasmus, Überzeugung und Herz an die Sache gehen und beweisen: Alles ist machbar, und jeder einzelne zählt!

Der Film hat mich von der ersten Sequenz an fasziniert, aber einige Beispiele haben mich ganz besonders erstaunt und berührt.




...meine Notizen zum Film für einen Post! ;oD


Mein Misstrauen in die Politik, das bestimmt viele von euch mit mir teilen, ist keineswegs unbegründet. In Island ist folgendes passiert:
Ein Grossteil der isländischen Bevölkerung (die übrigens bis auf Treibstoffe absolut Energie-autark lebt!) erkannte vor einigen Jahren, dass der globale Kapitalismus das Land in den Ruin führte. Also demonstrierten zig-Tausende von Menschen über lange Zeit jeden Samstag vor Banken und Regierungsgebäuden mit dem Effekt, dass am 26.1.10 die Regierung und der Vorstand der isländischen Nationalbank zurücktraten. Man schrieb eine neue Verfassung, die von einem Grossteil der Isländer angenommen wurde, und wählte ein neues Parlament! Seither hat sich in Island vieles zum Guten gewendet....

Nach Meinung von Experten sollte man die politischen Vertreter sowieso nicht wählen, sondern auslosen. Das hätte zur Folge, dass das eine oder andere Mitglied einer Landesführung vielleicht politisch nicht so vernetzt und gebildet wäre, sich dafür aber auch in vielen Punkten nicht allein den wirtschaftlichen Interessen verpflichtet fühlen und unter Berücksichtigung anderer Persepektiven  agieren würde. 
Diese Theorie scheint gewagt, ist meiner Meinung nach aber ein paar Gedanken mehr wert!

Oder das Beispiel Texas: DER Erdölstaat schlechthin. Wusstet ihr, dass Texas der US-Staat mit den meisten Windturbinen ist? Verrückt, oder? Sogar in Texas steigt die Zahl der Menschen kontinuierlich die bereit sind, für erneuerbare Energien mehr zu bezahlen!

Seitdem ich "Tomorrow" gesehen habe verstehe ich auch das System des Schweizer WIR endlich! WIR ist eine Parallel-Währung, die sich hierzulande bereits über 60'000 Firmen zunutze machen. Sie kann nur innerhalb der Schweiz von ansässigen Firmen und Geschäften benutzt werden und hat den Zweck, das Geld a) im Land zu halten und b) Spekulation zu verhindern. Weltweit gibt es über 4000 "ergänzende Währungen", die alle prima funktionieren - stellt euch vor was wäre, wenn bald ein ganzes Netz solcher Währungen die Welt überziehen würde? 

"Tomorrow" zeigt so viele geniale, realisierbare Möglichkeiten auf; sie alle zu erwähnen würde den Rahmen hier sprengen.
Also lege ich euch diesen Film wirklich sehr ans Herz- schaut ihn euch an! Ihr werdet bestimmt genau so begeistert sein wie ich - und ausgesprochen glücklich und froh, dass es gangbare Wege gibt. Für jeden von uns. 

Oberstes Gesetz ist und bleibt der Schutz der Erde und die Erhaltung von Menschenrechten und Demokratie. 
Es gibt Lösungen, aber wir müssen unsere Energien bündeln und unsere Herzen öffnen.
Es ist (noch!) nicht zu spät. Aber wir müssen uns bewegen.


Jetzt !!

Dann gibt es auch ein

Tomorrow !

Hummelz💖ensgrüsse!




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