Donnerstag, 21. Februar 2019

DER STAND DER DINGE

Ist das schöööön- seit Tagen steht die Sonne draussen am blitzblauen Himmel, an dem nicht ein Wölkchen auszumachen ist. Sie schickt ihre warmen Strahlen frühmorgens auf die noch eiseskalte Erde, sie entlockt den Vögelchen im Garten ein euphorisches Trällern und macht die Menschen fröhlich. Alle denken sie schon "Hurra, jetzt kommt der Frühling!", weil sie ihn sich herbeisehnen. Aber: Das ist nichts weiter als ein Intermezzo; ein kleiner Scherz des alten Herrn, der sich Winter nennt und der sein Zepter bestimmt so leicht nicht aus der Hand legen wird. Ein bisschen Eis und Schnee hat er noch auf Halde, und früher oder später wird er uns seine Macht nochmal demonstrieren....

Trotzdem geniesse ich diese wunderbaren Tage sehr, hab sogar schon ein Gänseblümchen im noch bräunlichen Rasen ausgemacht, und tatsächlich: Es gibt wieder Vögel in unserem Garten! Erst kamen die Buchfinken, gefolgt von ein paar Meislein, Amseln, Spatzen und Rotkehlchen. Sogar ein Kleiber saust den Baumstamm hoch und runter, und auch "unser" Specht hat sich mehrmals an den Nüssen gütlich getan, die ich aufgehängt habe. Ich bin mir natürlich nicht sicher ob es wirklich derselbe ist wie letztes Jahr; trotzdem hab ich mich über die Anwesenheit des bunten Gesellen sehr gefreut!



Bilder zum Teil freundlicherweise von Pixabay zur Verfügung gestellt! ;oD

Erfreuliches gibt es auch von der Mietzenfront zu berichten (und jetzt stellt euch im Hintergrund bitte einen herzhaften Juchzer vor!😸): Donnerstagabend letzte Woche hab ich es tatsächlich geschafft, unsere Daisy einzufangen! Auch wenn diese Käscherei ordentlicher Stress ist für die Tiere (und für mich auch- ich bin knapp an einem Herzinfarkt vorbeigeschrammt!!), so dient sie halt doch der Sache und ist das bisher erfolgreichste Mittel zum Zweck. Zweimal gekäschert, zwei Mietzen dingfest gemacht - wat willste mehr?!

Schon am nächsten Morgen wurde Daisy operiert und auch gründlich untersucht - sie ist soweit kerngesund.
Inzwischen ist Daisy wieder auf freiem Fuss und scheint mir diese Aktion keineswegs übelzunehmen; auf jeden Fall hält sie sich am Stall auf und nimmt nicht Reissaus, wenn ich auf der Bildfläche erscheine.

Unsere liebe Oma ist auf den Heuboden in einen 2x4 Meter grossen, ehemaligen Hundezwinger umgezogen, den wir extra für sie aufgebaut haben. Aus Heuballen haben wir darin eine warme, geschützte Rückzugmöglichkeit für sie aufgeschichtet und jetzt, wo die Sonne so schön scheint, liegt sie oft am Fenster auf einem Kissen und guckt in die Landschaft. Ausserdem bekommt sie jeden Tag ein richtiges Buffet aufgebaut mit Trockenfutter, Feuchtfutter, Katzenmilch, Wasser und Goodies; da kann sie sich aussuchen, was sie gerne mag.



Oben auf den Heuballen könnt ihr Oma erkennen.
Unten rechts, das ist Daisy; sie hat ihre Mama 
besucht! 


Letztes Wochenende wurde Oma im Rahmen der grossen Kastrationsaktion von NetAP im Nachbarort von einer der Tierärztinnen nochmals untersucht, bekam eine Dosis lang wirksames Kortison gespritzt und noch eine zweite Antibiotika-Injektion. Wir sind uns einfach immer noch nicht sicher, ob die Wunde am Kopf allergischen oder infektiösen Ursprungs ist oder ob es sogar ein Carzinom sein könnte. Auf jeden Fall kratzt Oma den Schorf jetzt nicht mehr weg, wir hoffen dass die Wunde nun völlig verheilt und haben für Oma auch schon eine Lösung für die Zukunft gefunden. 
Sie wird wohl in ein Mietzenasyl aufgenommen, damit sie immer unter Betreuung ist und den Rest ihres Lebens beruhigt und gemütlich verbringen darf. Susanne hat für sie schon einen Platz reserviert, wofür ich ihr sehr dankbar bin! 

Ihr seht: Hier ist was los! Da bleibt fürs Bloggen nicht mehr wirklich viel Zeit, aber ich versuche trotzdem, weiter eure Spur zu verfolgen. 😊

Geniesst die Tage, habt es schön und bleibt fröhlich!

💞lichste Hummelzgrüsse!





Samstag, 9. Februar 2019

ETAPPENZIEL ERREICHT

Ohlàlà....genau 2 Wochen hat hier Funkstille geherrscht. Einerseits hatte ich einiges zu tun und wurde dabei andererseits von einer etwas lähmenden Müdig- und Antriebslosigkeit ausgebremst... 😌
Aber ich stelle erfreut fest, dass ihr in solchen "stillen" Phasen nicht gleich alle abspringt! 😊 

Und was war los? 
Ich hab ein Etappenziel erreicht. Eines, das mich ziemlich glücklich macht, denn endlich konnte ich eines meiner wilden Stallmietzenmuttchen einfangen und sterilisieren lassen. Geglückt ist mir das mit der grossartigen Unterstützung von NetAP, einer Tierschutzorganisation. Sie hat mir Equipment und Know how zur Verfügung gestellt, weil die Einfang-Versuche mit den Katzenfallen nicht mehr geklappt haben. Da sass schlussendlich immer eines der Pfötchen drin- aber mit Sicherheit nicht die Mietz, die ich gerne drin gehabt hätte!
Mit dem Käscher konnte ich letzte Woche unsere "Oma" einfangen. Sie erschien im Jahr 2012 eines Tages mit 6 Jungen im Schlepptau auf unserem Heuboden, befand diesen für sehr gemütlich und beschloss, sich hier niederzulassen. Der Rest ist Geschichte und tappert nun seither in und um unsern Stall herum! 

Dass ich gerade Oma einfangen konnte freut mich deshalb ganz besonders, weil sie seit längerem eine wunde Hautveränderung auf der Stirn und um die Augen rum hat, die ich natürlich nicht pflegen konnte, da Oma sehr scheu und nicht handzahm ist. Bei der OP hat man diese Abnormität nun gleich mitbehandelt, allerdings sollte man die Therapie nochmal wiederholen. Glücklicherweise findet in einer Woche zwei Ortschaften weiter eine grosse Kastrationsaktion dieser Tierschutzorganisation statt. Also haben Susanne, "mein guter Engel" von NetAP, und ich beschlossen, dass Oma die Zeit bis dahin in einem Quarantänekäfig in meiner Sattelkammer verbringt, denn ein zweites Mal würden wir sie unter Garantie nicht einfangen können.

Da sitzt sie nun mit einer Gelassenheit, die ich ihr gar nicht zugetraut hätte. Die Wärmelampe sorgt für eine wohlige Umgebungstemperatur, Oma residiert zufrieden in ihrer dick mit Wolldeckchen ausgelegten Schlafbox, sie frisst und trinkt und scheint bei bester Laune zu sein. 
Noch nie hat sie auch nur den leisesten Versuch unternommen auszubrechen wenn ich morgens und abends die grosse Fronttür öffne, saubermache und neues Futter reinstelle. 
Sie schaut mich nur ganz versonnen mit ihren grossen Augen an und macht den Eindruck dass sie genau weiss, dass man es wirklich gut mit ihr meint und dass das alles nur zu ihrem Besten ist.....

Sobald die Behandlung abgeschlossen ist wird Oma wieder "auf freien Fuss gesetzt". Ich denke, sie wird mir diesen kurzen Freiheitsentzug nicht übelnehmen; wer weiss, vielleicht können wir uns jetzt ein wenig annähern und sie wird sogar ein bisschen handzahm? Schön wär das.


An dieser Stelle möchte ich NetAP und vor allem Susanne ganz herzlich für die grossartige, völlig unkomplizierte Unterstützung danken. Ein Anruf genügt, und Susanne ist zur Stelle. 
Alle Behandlungen und das Material werden kostenlos zur Verfügung gestellt, die Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich, aber natürlich ist der Verein auf Spenden angewiesen. Selbstverständlich hab ich schon mal eine Summe überwiesen und werde die Organisation auch in Zukunft unterstützen.
Ich kann euch diesen Verein sehr ans Herz legen; googelt doch mal und wenn ihr ein paar Fränkli übrighabt freue ich mich sehr, wenn ihr dieser Tierschutzorganisation damit unter die Arme greift! 

Jetzt hoffe ich, dass ich bald auch noch Paddy und Daisy "dingfest machen" kann. Auch sie beide sind halbwild und absolut nicht handzahm. 
Denn dann kehrt Ruhe ein, die Mamas müssen nicht mehr andauernd (zugegebenermassen zuckersüsse!) Junge aufziehen, und ich hab nicht mehr die grosse Sorge, ob ich für die Kleinen dann auch wirklich Lebensplätzchen finde, die meinen Anforderungen entsprechen..... 
Drückt mir alle zur Verfügung stehenden Daumen!



So, und jetzt: die Wohnung ist geputzt, gleich wird noch der Wocheneinkauf erledigt, und dann kann man zum gemütlichen Teil übergehen! 😊

Frohes WE, meine Lieben,
Hummelz 💟 ensgrüsse!




Samstag, 26. Januar 2019

DRANBLEIBEN....



Manchmal wird mir das alles beinahe zuviel. Und ich würde am liebsten alle Medien aus meinem Leben verbannen, Radio, TV und Computer ausgeschaltet lassen und keine Tageszeitung mehr anrühren.
Geht es euch manchmal auch so??

Das WEF ist Geschichte und hat wohl mal wieder, ausser enormer Kosten und Publicitiy für gewisse "relevante Persönlichkeiten" aus Politik und Wirtschaft, gar nichts gebracht. Vor allem nicht für den Klimaschutz. Einziger Lichtblick war die junge Greta Thunberg aus Schweden, die sich aber sehr bewusst war, dass ihr die für ihre Anliegen "wichtigen Personen gar nicht zuhören". 

Deutschland diskutiert den Braunkohleausstieg bis 2030. Ich fürchte, dass bis dahin schon so viel aus dem Gleichgewicht geraten ist, dass dieser Ausstieg, so er überhaupt gelingt, dann auch keine Rolle mehr spielt.

Und Australien stöhnt unter dem heissesten Sommer aller Zeiten; Flughunde fallen tot von den Bäumen, Wildtiere verdursten, der Busch brennt. Das Quecksilber steigt 16° ÜBER die sonst "normalen" Werte in diesem Land.  

Und angesichts dieser Tatsachen gibt tatsächlich immer noch Menschen, die den Klimawandel zur Angstmacherei degradieren und ihn als ganz grosse Lüge darstellen....

Da könnte man doch als umweltbewusster Menschen wirklich den Rappel kriegen. Und in ganz frustrierten Augenblicken sitzt dann auch bei mir dieser fiese, kleine Kerl auf der Schulter, der mir leise, aber unüberhörbar ins Ohr wispert: 
"Glaubst du wirklich, dass DU daran was ändern kannst??"

Einen kurzen Moment zucke ich innerlich zusammen- was erlaubt der sich eigentlich?? Natürlich glaube ich daran! Auch wenn es nur einfache Schritte sind, so kommt doch eines zum andern und der Ball ins Rollen!

Ausserdem gibt es oft auch Lichtblicke, wenn ich auf der Suche nach nachhaltigen Produkten immer wieder Startups entdecke, die innovative, umweltschonende Produkte auf den Markt bringen. Kleine Dinge des Alltags, die aber in ihrer Summe doch einiges bewirken.

Letzthin wollte ich mir in unserem Bioladen eine Bambus-Zahnbürste holen- und entdeckte auf der Verpackung, dass die aus China kommen. Wollte ich nicht haben. 
Aber gleich daneben hingen....Plastikzahnbürsten?? Bei genauerem Hinschauen erkannte ich aber, dass diese Bürsten in Berlin aus Abfallholz hergestellt werden, die Borsten entstehen auf Basis von Rhizinusöl und die Verpackung ist kompostierbar. Eigentlich könnte man die gesamte Bürste kompostieren, allerdings würde das zu lange dauern; man gibt sie also schlussendlich in den normalen Abfall, wo sie praktisch CO2-neutral verbrannt werden kann.
Die Bürste liegt bequem in der Hand, dank des konisch zulaufenden Bürstenkopfes kommt man gut in alle Winkel, und der Preis ist absolut vertretbar. Interessiert? Hier gehts lang!

Wenn mir jetzt noch eine Gesichtscreme über den Weg läuft, die in Europa auf biologischer Basis produziert, nicht in Plastik verpackt und von meiner Haut akzeptiert wird, dann ersetze ich auch noch meine aus Australien stammende. Braucht halt alles seine Zeit....! 

In unserem Badezimmerschrank gähnt inzwischen die Leere, weil unsere Körperpflege auf ein paar einfache Produkte reduziert wurde:

🌸 Hände-, Haare- und Körperwaschen:  
   Aleppo- oder selbstgesiedete Seife

🌸 Deo: 
   selber zusammengerührt- das Beste, das ich je hatte!

🌸 Anstelle von Bodylotion:
   Cocosöl

🌸 rauhe Hände, Lippen, Gesichtspflege und Kälteschutz im Winter:
   handgemachte Salbe vom Apotheker im Nachbarort, die es
   seit Ewigkeiten gibt und die einfach grossartig wirkt!

🌸 Zahnpflege:
   siehe oben, dazu eine Zahnpasta hergestellt in der Schweiz
   ohne Mikroplastik, dafür mit Kreide 





Und weil ich mir seit November '17 kein einziges Kleidungsstück mehr gekauft hatte erlaubte ich mir im Sale (50%!) bei meinem aller-allerliebsten Label, das auch viel für die Nachhaltigkeit tut, dieses schöne Teil:





Ich liiiiiebe es!  😊



Habt einen wohligen Winter-Sonntag,
💓lichste Hummelzgrüsse!








Sonntag, 6. Januar 2019

WAS MACH ICH DAMIT?


SO gefällt mir das!
Endlich ist er da, der Schnee- keine riesigen Mengen, aber doch soviel, dass ein herrlich muckeliges Wintergefühl von einem Besitz ergreift.
Gemeinsam mit den schweren Jungs sind wir durch den ruhigen, kalten Wald gestapft; haben die frische, klare Luft genossen und diese dem Winter so eigene Stille. Man musste sehr genau hinhören, um die Huftritte der Dicken überhaupt wahrnehmen zu können- alles war wie in dicke Wattepuschel gepackt, die jedes Geräusch verschluckten und diese Lautlosigkeit beinahe fühlbar machten.

Und wie wenn all diese schönen Eindrücke noch nicht reichen würden aquarelliert Mutter Natur abends mit leichter Hand die wunderbarsten Schauspiele an den Himmel, jeden Tag ein anderes- ist das nicht einfach zauberhaft?? 



Kommt ihr mit
auf diesen Spaziergang? 
Klickt einfach hier!
(Wundert euch nicht; ich hab mich das erste
Mal mit dieser kleinen GoPro versucht!)


Wenn man nach Bewegung an der frischen Luft nach hause kommt freut man sich auf eine deftige Mahlzeit, die den Bauch wärmt und die Seele auch. Ich probiere gerne ab und zu was Neues aus, manchmal auch gezwungenermassen.... 😉 

Zu Weihnachten hatte unser Vermieter klammheimlich einen tollen Präsentkorb mit italienischen Spezialitäten vor unsere Haustür gestellt. Darin fanden wir unter anderem eine Packung Pane carasau, eine Art sardischer Brotfladen. Anfänglich war mir nicht so recht klar, was ich damit anstellen sollte, doch dann hatte ich eine Idee.

Aus gehackten Zwiebeln und Knoblauch, grob geraspelten Möhren, Champignonwürfeln, Kichererbsen, Borlotti- und Kidneybohnen, Rotwein, Rahm und Gewürzen kochte ich eine Art Ragout, das ich mit einem Klecks Sauerrahm und der obligaten Handvoll Reibkäse zu diesem Brot servierte (und einem Gläschen Wein, notabene...!) 
Was soll ich sagen- HerrHummel hat sich drei Mal bedient... 😋
Es hat prima geschmeckt. Ich könnte mir dieses Gericht auch sehr gut für unkomplizierte Gäste vorstellen, vielleicht noch mit ein paar Steinpilzen veredelt und einem Salat dazu. 


Auch Molly hatte grossen Spass an diesem Präsent; kaum waren die Lebensmittel in den Schrank geräumt, da sass sie auch schon mitten in der Verpackung und vergnügte sich mit der Holzwolle, die als Polsterung gedient hatte.
Nur diese blöde, omnipräsente Folie hätte ich mir - wortwörtlich! -
schenken können.....

So! Und jetzt holen wir gleich noch die originale Panettone zum Tee raus. Das war für heute eine ordentliche Portion Italianità!😄 



Kommt gut in die neue Woche,
hummlige Winterherzensgrüsse!



Sonntag, 30. Dezember 2018

HEUTE. MORGEN. NEUJAHR.


Das war's!
2018 ist bald Geschichte.
Aber es war ein gutes Jahr.
Eines, das mich bestätigt hat
in dem, was ich tue.
Eines, das mich gefestigt hat 
in dem, was ich anstrebe.
Und es war ein bereicherndes!

Dazu habt ihr, meine Lieben, auch einen
beachtlichen Teil beigetragen.
Das Bloggen ist für mich in den vergangenen
Jahren zu einem Katalysator meiner 
eigenen Wahrnehmungsfähigkeit geworden.
Und es ist ein grossartiges Medium um alles,
was mich bewegt und antreibt, in Worte zu fassen
und ihm so mehr Präsenz zu verleihen.  

Hier habe ich die wunderbare Möglichkeit,
mich mit interessanten, herzlichen und 
kreativen Menschen auszutauschen;
Menschen, die eine echte Bereicherung sind 
und mit denen ich mich wirklich verbunden fühle.

Ich hoffe und freue mich darauf, euch auch
im neuen Jahr hier wiederzutreffen!

Auf dass es ein glückliches, fröhliches und 
zufriedenes sein möge, geprägt von 
inspirierendem Austausch und freundschaftlichem
Miteinander.

Danke für euer Dasein und 
eure immer herzlichen, interessanten
und motivierenden Kommentare!





!!!



Wir sehen uns nächstes Jahr,
😊

🎈🎉  herzlichste Hummelzgrüsse!  🎉🎈








Freitag, 21. Dezember 2018

OH WUNDER....!


Acht Uhr früh, Freitagmorgen.
Die Hummel stapft wildentschlossen in den Grossverteiler ihres Vertrauens. Die Liste der benötigten Waren ist tatsächlich noch überschaubar, die Erwartungen allerdings eher düster.
Man erahnt, auf verbiesterte Gesichter zu treffen. Auf Einkaufswagen, die einem in die Hacken geschoben werden und auf Endlosschlangen vor den Kassen.

Doch: Das Erstaunen ist gross. Überall fröhliche Gesichter, trotz der zeitigen Stunde, der doch beachtlichen Menge an Präventiv-Frühaufstehern und der inzwischen fortgeschrittenen Apfenzzeit mit all ihrem...warte, wie hiess das Wort nochmal?- ahja: 
S-T-R-E-S-S. 😏

Wo man hinschaut wird man angelächelt, man schiebt, wenn nötig, rücksichtsvoll die Karre aus dem Weg und tritt höflich zur Seite, wenn der Verkehr in den Gängen zwischen den Regalen doch zu dicht wird.

Kein Drängeln, keine Hektik, nichts.
Selbst die Kassierin ist immer noch fröhlich und freundlich, auch wenn die so kurz vor den Festtagen inzwischen wahrscheinlich allen Grund hätte, ganz leicht verbiestert aus der Wäsche zu schaun.

Ein Dreiviertelstündchen später verlässt die Hummel vergnügt das Gemäuer und freut sich. Darüber, dass manche scheinbar erkannt haben, wie ein bisschen Freundlichkeit und Zuvorkommenheit das Miteinander entscheidend erleichtert und dass man sich selber was Gutes tut, wenn man heiter und gelassen ans Werk geht.


So! Bald ist es soweit. Und ganz egal, was ihr feiert, ob das nun Weihnachten, die Sonnenwende, die Rauhnächte oder was auch immer sein möge:



🌟🌟🌟

Ich wünsche euch heitere Freude,
die von tief Innendrin kommt.

Ich wünsche euch geruhsame Erholung
und wohliges Beisammensein.

Und ich wünsche euch ein bisschen 
funkelnde, glitzernde Magie.
Diesen Zauber aus unserer Kindheit,
ihr erinnert euch...?

🌟🌟🌟





meine Lieben!
💋









Montag, 17. Dezember 2018

HUMMEL - POESIE.... :oD


🎄🎄🎄

"Schon wieder ist ein Jahr vorbei!" 
hört man nun Tag für Tag, 
viel Hetze und viel Rennerei, 
jetzt geht es Schlag auf Schlag! 

Statt Gemütlichkeit und Mussestund,  
hat niemand Rast und keiner Ruh, 
Geschenke, Festmahl, jetzt läufts rund! 
Und Wohnungsputz gleich noch dazu. 

So geht sie hin, die stade Zeit, 
man bäckt und shoppt und wuselt rum, 
die Weihnachtspost liegt auch bereit 
und dann geschieht's- padumm! 

Der arme Mensch, er kann nicht mehr, 
die Nerven zittern schon, 
und müht er sich auch noch so sehr- 
die Zeit läuft ihm davon! 

Drum halte ein, gib endlich Ruh- 
das kann der Sinn nicht sein! 
mit Musse und Beschaulichkeit 
stellt ein Gefühl sich ein, 

ein warmes, feines, wohliges, 
eins, das zu Herzen geht, 
ein fröhliches und seeliges, 
das jedes Kind versteht. 

Es geht nur um Gemeinsamkeit, 
um Freude, die man teilt, 
mit Freunden und Familie, 
um Zeit, die man verweilt. 

Um Reden, Lachen, Fröhlichkeit, 
zusammen und vereint, 
denn das bringt die Geborgenheit, 
die Glücklichsein auch meint. 

Und so wird dann aus dieser Zeit 
die schönste wohl im Jahr, 
denn ohne Hatz ist man befreit 
und dann wird manchem klar: 

„Frohe Weihnacht!“ 
hat gar nichts gemein 
mit Bling-Bling und Konsum, 
es geht nur um Gefühle und 
um Gutes uns zu tun.

🎄🎄🎄






Klappe, die Erste.
Sowas kommt dabei heraus, wenn sich die olle Hummel als 
Weihnachts-Poetin versucht....
Zwei Stunden!! 




Aber naja- einen Versuch war's wert.
So als kleinen Apfenz-Einschiebe-Post, *ggg*!

Bis demnächst! Einen wirds vor Weihnachten wohl noch geben.

Herzlichste Hummelzgrüsse!







Samstag, 15. Dezember 2018

MAN GÖNNT SICH JA SONST NIX!

Haaaaach.....

Ihr kennt es alle. Dieses Gefühl, wenn man morgens aufwacht und weiss:
Heute ist der erste Tag meiner Ferien!
Ein Gefühl, das einem warm und wohlig durchströmt.... ein ganz grossartiges, wunderbares, herrliches!

Yessss! Heute ist mein erster Ferientag! Bis zum 30.12. sind jobtechnisch bei mir die Schotten dicht, sozusagen. 
Und: Ich hab mir, das erste Mal in meiner beruflichen Laufbahn überhaupt, eine Woche unbezahlten Urlaub gegönnt. Natürlich schmeisst diese Aktion mein gesamtes Jahresbudget über den Haufen, aber nachdem meine Zahnarztrechnung diesbezüglich bereits nicht wiedergutzumachende Vorarbeit geleistet hat, kommts jetzt auch nicht mehr drauf an! 😊

Andauernd stösst man beim Lesen der Tageszeitung auf Traueranzeigen von Menschen, die mit 40, 50 oder sogar noch jünger eines Tages einfach mit einem Herzstillstand tot umgefallen sind. Und auch im Job erlebe ich tagtäglich, wie schnell sich das Blatt wenden kann - das gibt mir immer sehr zu denken und hinterlässt Spuren. Wir alle wissen nicht, wieviel Zeit uns noch vergönnt ist- deshalb habe ich beschlossen, MEINE Zeit noch so entspannt, genussvoll und intensiv zu leben, wie es mir eben nur möglich ist. Was bringt mir ein fettes Konto auf der Bank, wenn ich daneben wie eine Irre durchs Leben haste? Mitnehmen können wir nichts, aber jeder bewusst gelebte Tag ist unersetzbar und einzigartig. Das, finde ich, ist Legitimation genug für einen, zugegebenermassen klitzekleinen, Sabbatical! 

Und so werde ich diese 16 (SECHZEHN!! 😃) Tage einfach nur geniessen. Viel Zeit und Liebe in die Verpackung meiner paar Geschenke investieren, in aller Ruhe meine 2 oder 3 Kärtchen schreiben, meine Freundin und Schwestern treffen, reiten, lesen oder das tun, was ich ganz besonders gut kann: nichts. 😉

Apopo: Habt ihr eure Geschenke schon? 
Ich hab letzten Donnerstagmorgen innerhalb einer Stunde ALLE meine Geschenke besorgt. Gut, das war nun nicht die ganz grosse Leistung, denn: es sind ja nur vier Stück (eines hatte ich bereits seit längerem im Schrank liegen) und ich wusste ganz genau, wer was bekommen soll. Aber da ich allesamt hier im Ort erworben habe, in unseren kleinen Läden und Geschäften, und somit praktisch nur zu einer Tür raus und bei der nächsten wieder rein musste, ging das ganz fix. 

Ich weigere mich, bei den Grossen wie Am***n und Konsorten meine Geschenke zu bestellen. Erstens machen die all die kleinen, schönen und persönlichen Läden kaputt, zweitens werden wir irgendwann von ein paar riesigen Firmen abhängig sein, wenn wir weiter so kopf- und haltlos bei diesen Versandhäusern bestellen, und drittens agieren die so, wie wenn es kein Morgen gäbe. Von Nachhaltigkeit keine Spur. Schon gehört, dass die Retouren (also neue, ganze, ungebrauchte Ware) lieber vernichten als sie neu einzupacken?? 😡) 

In diesen kleinen Läden ist die Beratung perfekt, man sorgt mit seinen Einkäufen dafür, dass unsere Dörfer und Städte wortwörtlich "am Leben bleiben", und ausserdem habe ich letzthin in der Buchhandlung im Ort erstaunt festgestellt, dass die Preise tatsächlich günstiger sind als beim grossen Versandhändler. Ja was, bitteschön, möchte man denn noch mehr??


Alle Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Pixabay




So! Und jetzt bubble ich mal ganz entspannt weiter durch den Tag....



Gehabt euch wohl,ihr Lieben,
einen muckeligen 3. Apfenz euch allen!




PS: ....und das ist ganz speziell für die liebe Tina- guck!





Und ab gehts zu ANL und EiNaB!






Sonntag, 9. Dezember 2018

MEIN WORT DES JAHRES

Achja. Seit gestern Abend weiss ich das, was mir seit geraumer Zeit schon schwante, mit Sicherheit:

Ich bin ein Öko-Streusel! 😂

Wie ich drauf komme? Naja- wir waren nach langer Abstinenz mal wieder im Kino. Im kleinen, aber feinen Lichtspielhaus im Nachbarort, das vor Kurzem hübsch renoviert wurde und nun mit roten Samt-Doppelsesseln und schwarz abgehängten Wänden zum cinéastischen Verweilen bittet.

"100 Dinge" haben wir uns zu Gemüte geführt- und uns dabei köstlich amüsiert! Bestimmt schon davon gehört, nüchwahr? Der Film lebt von mitunter rasanter Situationskomik, die mich bisweilen haltlos kichern liess, und natürlich bedient er das eine oder andere Klischee. Die Lovestory mit einer an ihrer Konsumsucht gescheiterten jungen Frau fehlt ebensowenig wie die DDR-Oma, die sich aus den "guten Tischtüchern" damals ein Kleid genäht hat. Das trug sie zum Tête à tête mit einem jungen russischen Soldaten - der dann allerdings nicht der Opa war, der zur Oma gehörte....
Und den erfolgreichen, durchtrainierten und in ihrer beinahe schon omnipräsenten Nacktheit 😄 doch sehr ansehnlichen Freunden Toni und Paul, die von einem Internet-Milliardär so by the way ein 14-Millionen-Angebot für eine von ihnen entwickelte App erhalten, würde man die 100-Dinge-Challenge im wahren Leben auch nicht wirklich zutrauen. Aber alles in allem ist es ein vergnüglicher Film, und der Grundgedanke, der hinter dem ganzen Getöse steckt, den kann ich natürlich absolut vertreten! 

Irgendwann fällt im Film der Satz "Ist der n'Ökostreusel??"- und in dem Moment hab ich mich wirklich beinahe weggeschmissen! Und hab dieses Wort zu meinem ganz persönliches Wort des Jahres gekürt.

Hört es sich nicht so viel netter und liebevoller an als "Öko-Fuzzy" oder "Öko-Tussy"?? Nenn mich Öko-Streusel, und ich fühl mich geehrt....😌


Achso! Worum es aber eigentlich in diesem Post gehen sollte:


VERLOOOOSUNG!!

Heute ziehe ich die Gewinnerin meines 1.Apfenz-Preisausschreibens.

Im Lostopf befinden sich:

1. Die Bahnwärterin. Aber die möchte das Buch getreu dem
   Nachhaltigkeitsgedanken nicht haben. Sie hat schon so viele!
2. Ursula
3. Veronika
4. Tina
5. Méa
6. Rosi
7. Ursula vo ännet em Hoger
8. Angel. Auch sie hat schon 400 Bücher. Die sind ihr genug!


Random hat entschieden, unter notarieller Aufsicht wurde der Generator angeschmissen, das Buch "Einfach leben" geht an die Nummer





An Ursula ännet em Hoger!

🌟Glückwunsch, liebe Ursula, 
viel Spass beim Lesen!🌟




Allen andern einen fröhlichen 2. Apfenz weiterhin,
Hummelzherzensgrüsse!