Na bravo....nun hat sie sich eingenistet in meinem Gehörgang, diese Melodie vom "Little Drummerboy"! Kennt ihr dieses Weihnachtslied? Pa-ra-pa-pa-pam?? Seit ich letzthin auf dem Sofa gesessen hab,in Gesellschaft von Missi Molly und Madame Toffee, und sehr vergnügt mit Karton, Papier, Litze, Schnur und Leim vor mich hingewerkelt hab, da werd ich sie nicht mehr los.
Ist ja auch kein Wunder: Erstens ist es eine wunderschöne Melodie, und zweitens sind dabei Trömmelchen entstanden. Die hängen jetzt an der Zapfengirlande, welche wiederum das Buffet in der Stube schmückt.
Denn morgen ist ja der 1. Apfenz, ne? Und da soll es doch schon wunderbar gemütich und weihnachtlich sein in unserem Daheim!
Eigentlich konzentriert sich meine winterlich-apfenzliche Schmückerei ganz und gar auf die Stube. Mehr wäre mir zuviel, und auch dort gibt's nur Zapfen, Holzsterne, Moos, Kerzen, meinen antiker Holzengel und eben besagte Trömmelchen.
Dieses hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, die beiden oben sind kürzlich entstanden.
Einen herkömmlichen Adventskranz sucht man bei uns auch dieses Jahr vergeblich. Ich hab einfach ein altes, silbernes Plateau rausgeholt und vier dicke Kerzen draufgestellt. Islandmoos ringsherum, ein bisschen Pulverschnee dazurieseln lassen,
meine obligaten Weihanchtsmäähhhs hindrapiert... und ferddisch!
Jetzt muss ich mir nur noch angewöhnen, beim Kerzenauspusten etwas doucement ans Werk zu gehen; man steht ansonsten allzu leicht mitten in einem Schneegestöber, *gggg*!
Und draussen??
Najaaa.... da stöbert's auch...ich bin sehr zufrieden! ;oD
So sah's am Donnerstag aus hier.....
...und auch heute hat es morgens wunderbar geschneit, die Umgebung zeigt sich in einem winterlichen Gewand. Ich freu mich!
Und ihr? Was durfte in eurem Zuhause an Weihnachtlichem Einzug halten?
Habt einen gemütlichen, ganz und gar entspannten 1. Apfenz, meine Lieben!
Herzlichapfenzliche Hummelzgrüsse!
ENDLICH.............!
Ich war's ja echt langsam leid. Dieses Wetter. Spätsommer im November..... das geht ja irgendwie gaaar nicht!!
Wo bleibt denn da die Vorfreude auf den Apfenz, so bei Vogelgezwitscher, Pflanzen, die schon wieder ausschlagen, und 16-18 Grädern?? Mal abgesehen davon, dass die Natur dabei völlig von der Rolle gerät?
Aber ich hab's ja immer gewusst: Irgendwann wird sich holterdiepolter was ändern. Und es HAT geholterpoltert heute-guckst du:
Ach, ist das herrlich!!
Zwar zwingt mich seit Freitagabend eine hinterhältige Grippe unter Beteiligung aller möglichen Organe in die Knie, sprich: Eine ganz miese mit Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen und ganz üblen Gelenkschmerzen. Aber die Freude an der wirbelnden weissen Pracht lasse ich mir trotzdem nicht nehmen, und die Kraft reicht knapp noch aus, um euch daran teilhaben zu lassen und diese paar Zeilen in die Tasten zu hauen.... ;oD
In einer Woche ist ja schon der 1. Apfenz, und jetzt kommt wunderbarerweise genau zur richtigen Zeit der Wetterumschwung, der für diese gemütlich-vorfreudige Stimmung unerlässlich ist.
Islandmoos, dicke Stumpenkerzen und Zapfen liegen bereit für meinen Apfenzkranz, der auch dieses Jahr keiner sein wird. Aber meine Weihnachtsdeko wird erst auf's nächste Wochenende hin entstehen, vorher gibt's bei mir nüscht. Alles hat seine Zeit, nüchwahr??
Dann brüh' ich mir jetzt also den x-ten Tee auf, kuschle mich in meine dicken, noch von Mutti handgestrickten Socken (knallrote notabene, ho-ho-hooo!!) und ihre Strickjacke, stecke ein Licht an und begebe mich in die Horizontale.
Habt einen feinen Sonntag noch, ihr Lieben! Seid ihr denn schon im Apfenzmodus?
Herzlichste Hummelzgrüsse!
Samstagmorgen.
Wir sitzen, wie immer, nach getaner Stallarbeit in "unserem" Café bei einem Caffè latte mit zentimeterdickem Milchschaumhäubchen und Rosinenbrötchen. Ich versuche, mich in die Tageszeitung zu vertiefen, scheitere dabei aber kläglich und verliere andauernd den roten Faden, denn am Tisch neben uns sitzen zwei Frauen.
Dieser Umstand für sich wäre ja nun nicht weiter hinderlich daran, sich eine Zeitung zu Gemüte zu führen, nüchwahr?
Aber die Damen sind ins Gespräch vertieft.
Ne, stop- ich korrigiere mich: Die eine der beiden spricht. Sie ist ungefähr Mitte fünzig, ihr Haar ist akkurat in einem dunkelgefärbten Bob frisiert, sie balanciert eine grosse Brille mit Leopardenprint auf ihrer markanten Nase, sie ist etwas zu grell geschminkt und trägt knallbunte Ringelsöckchen zu hochgekrempelten Röhrenjeans.
Und sie blubbert unentwegt auf ihr Gegenüber ein. Hierbei handelt es sich um eine Frau im Alter von...na, ich schätze mal: So um die 75. Eher unscheinbar, graue, auftoupierte Löckchen über etwas farblosem Gesicht, graue Hosen, grauer Pulli. Den Kopf hat sie inzwischen in die Hand gestützt, den Ellbogen auf den Tisch. Und ihr Gesichtsausdruck macht deutlich: Sie hat kapituliert. Lässt gottergeben den Redeschwall der Leobebrillten über sich ergehen. Und sucht wahrscheinlich inzwischen verzweifelt nach irgendeinem Grund, die Lokalität fluchtartig verlassen zu können.
Ich hab selten einen Menschen gesehen, der so ohne Punkt und Komma labert. Längst ist meine Aufmerksamkeit weg von der Tageszeitung hin zu den Damen am Nachbartisch abgewandert.....ob ich will oder nicht.
Immer wieder holt die heitere Plaudertasche zu theateralischen Gesten aus, lacht laut (wahrscheinlich über den eigenen Witz...),nur um sogleich wieder verschwörerisch die Augen zu rollen und im Flüsterton des Unsäglichen eine un-glaub-liche Neuigkeit zu wispern, die nur für ihre und für die Ohren ihres Vis-à-vis' bestimmt ist. Ausserdem fasst sie die Bedauernswerte immer wieder an, mal tätschelt sie ihre Hand, mal umfängt sie ihren Oberarm, um das, was sie so Unerhörtes zu erzählen hat, entsprechend zu unterstreichen.
Und die Graue rutscht immer tiefer auf ihrem Stuhl......
Ich krieg' schon vom Zuschauen Beklemmungen. Menschen, die einem in diesem Masse zutexten sind mir persönlich ein Graus. Und das Schlimmste: Man entkommt ihnen nicht. Haben sie einem mal in ihren Fängen, dann ist man verloren. Wenn man ausserdem eine gute Erziehung genossen hat die einem gelehrt hat, dass man sein Gegenüber nicht rüde unterbricht, dann ist alles zu spät. Solche Quasselstrippen ziehen einem das letzte Restchen Energie ab.
Hei-ei-ei.....
Man könnte zur Not einen Ohnmachtsanfall vortäuschen. Wahlweise auch einen anaphylaktischen Schock. Aber ob das die Sache besser macht...??
Lange Rede (wortwörtlich!), kurzer Sinn: Wir haben das Café dann vor den Beiden verlassen. Am liebsten hätte ich die Graue untergehakt und mitgeschleift. Ich hoffe, sie hat diesen Redeschwall unbeschadet überstanden.....Naja, das Café schliesst samstags zumindest schon um 14 Uhr, *ggg*......
Und hinterher im Stall: Wohltuende RUHE. Wie gut, dass Pferde und Mietzchen nicht plappern.
Ich würd's echt nicht aushalten.....
"Es gibt Menschen,
die reden so viel,
dass sie sich auch noch
selber ins Wort fallen"
(G.C. Lichtenberg)
:oD
Startet gut in die neue Woche,
herzlichste Hummelzgrüsse!
Geschafft.
Heute haben wir unseren kleinen Topfgarten winterfest gemacht. Haben Verdorrtes weg- und Überflüssiges zurückeschnitten, eine kleine Tanne umgetopft und Pflanzen zum Kompost getragen, die das Zeitliche gesegnet haben. HerrHummel hat den Reisigbesen geschwungen und Laub gefegt. Und die Spalieräpfelchen, die dieses Jahr zum ersten Mal so richtig schön gewachsen sind, die sollen morgen zu Apfelmus werden. Mit viel Zimt, mmmhhhh.....
Das Wetter? Un-glaub-lich schön. Der knallblaue Himmel steht seit Tagen mit der Sonne im Wettstreit, und es ist so warm, dass ich heute schon morgens um halb Zehn nur im Sweatshirt losgeritten bin und mir trotzdem ein kleines Rinnsal über den Rücken gelaufen ist.....
Nein, dieses Jahr gibt er bisher wirklich nicht den leisesten Anlass zu Beschwerden, der November!
Da mutet es schon beinahe ein wenig seltsam an, wenn man hinterher mit einem Interiormagazin in der Stube sitzt, in welchem nun natürlich Weihnachten DAS Thema ist, und draussen recken die Gänseblümchen ihre Gesichtchen zur Sonne hin und die Hortensie schlägt wieder aus!
Apopo: Seid ihr euch eigentlich bewusst, dass in 6 1/2 (in Worten: SECHSEINHALB!!) Wochen Weihnachten ist??
Hei-ei-ei......
Aber natürlich mache ich mir schon seit längerer Zeit den einen oder andern Gedanken dazu und bin bereits dabei, Geschenke zu werkeln. Wie gesagt: 6 1/2 Wochen, ne?! ;oD Da muss man sich ranhalten!
Gestern war ich kurz im Baumarkt, um dazu benötigtes Material zu ordern. Ich wusste natürlich, was mich dort erwarten würde: Unmengen an glitzernder, glänzender, mehr oder weniger kitschiger, käuflich zu erwerbender Weihnachtsdeko. Und ich hab mich regelrecht gelangweilt inmitten dieser "Pracht". Hab nicht den leisesten Funken Lust verspürt, mir auch nur ein einziges Teil davon zu gönnen. Und hab den Beschluss gefasst, dass ich heuer ausschliesslich mit bereits Vorhandenem und ausserdem hautpsächlich mit Natürlichem dekorieren werde. Er wird ganz schlicht und bodenständig werden, mein Weihnachtsschmuck.
Und ihr? Habt ihr euch für dieses Jahr irgendein Deko-Thema zurechtgelegt, oder holt ihr einfach mal die Kisten aus dem Keller und legt los?
Geniesst den wunderbaren November,
ganz liebe Hummelzgrüsse!
Raumgreifende Stille.
Nur das wilde Staccato trabender Hufe ist zu hören, die einen fröhlichen Rhythmus in den dicken Teppich aus trockenem, raschelndem Laub trommeln. Übermütig schütteln die Ponys ihre Köpfe, schnauben ihre Freude über die kühle Luft und die zurückgekehrten Lebensgeister in die Welt hinaus.
Der Nebel hängt zwischen den Bäumen wie feinstgewebtes Tuch ohne Anfang und Ende. Er hält sich an jedem noch so feinen Ästchen, am kleinsten Halm, an der dicken Borke der Bäume fest. Schmiegt sich an alle Unebenheiten, hüllt den Wald ein in seine zarte Anwesenheit.
Die Natur ist überzogen von einer feinen, glänzenden Schicht, der Regen der Nacht hat in glitzernden Tröpfchen seine Spuren hinterlassen. Beinahe denkt man, sie mit einem feinen "Pling" zu Boden fallen zu hören, nachdem sie am Grashalm entlanggerollt sind, der sich unter ihrer Last elegant zur Erde neigt!
Die Luft ist angefüllt mit wunderbaren Gerüchen; der Duft nach aromatischen Pilzen kitzelt ebenso angenehm in der Nase wie der nach Moos, feuchter Erde und Tannenharz, das in goldglänzenden, klebrigen Bahnen über die Baumrinde läuft.
Man könnte hier und da hinter einem Busch kleine, kichernde Elfen vermuten, die blitzgeschwind über den Weg huschen und so schnell im weichen Grau des Nebels verschwinden, wie sie gekommen sind. Ich bin sicher, sie sind da. Sie sind einfach nur zu flink, um von unseren Augen wahrgenommen zu werden.....Aber die Ponys, die können sie erkennen. Wieso sonst sollten sie plötzlich einen kleinen Hüpfer tun und dann ganz angestrengt auf eine Stelle im Wald starren, an der NICHTS Ungewöhnliches zu erkennen ist?? ;oD
Bonjour, Novembre!
Auch wenn deine Fangemeinde nicht allzu gross ist: Mir bist du herzlich Willkommen!
Ich freue mich über die Ruhe, die du über unsere Welt bringst, und über deine Besinnlichkeit.
Du legst die Natur schlafen und läutest ganz leise eine Spanne im Jahr ein, die uns wieder häuslicher werden lässt. Du bringst unsere Gedanken auf den Weg an eine Zeit, die viel kreative Geschäftigkeit und Geheimniskrämereien mit sich bringt!
Ja, lieber November, ich kann dich wirklich gerne leiden!
Habt eine feine Zeit, meine Lieben!
Herzlichste Hummelzgrüsse!
Wie gut, dass ihr mich durch eure vielen Kommentare auf das eine oder andere Thema gebracht habt, worüber man einen Post schreiben könnte! ;oD
Beate hat in einem ihrer letzten Post's ein Bild gezeigt, das sie beim Trödler erstanden hat. Es stellt ein behäbiges, altes Holzaus in ländlicher Umgebung dar, ein kleiner Stadel steht im vis à vis. In meinem Kommentar habe ich Beate geschrieben, dass mein Grossvater sehr kreativ war und viel gemalt hat. Er war ausserdem ein begeisterter Fotograf und hat die Geschehnisse seiner Zeit auch in bewegten Bildern festgehalten. Noch heute werden seine (inzwischen digitalisierten) Filme im Fernsehen oder an Vorträgen gezeigt.
Das brachte mich auf den Gedanken, euch das eine oder andere seiner Werke zu präsentieren.
Eines seiner einfachen, aber gerade dadurch so bestechenden Ölbilder hängt in unserer Stube. "Kirchgang" hat er es betitelt, entstanden ist es 1928. Eine Frau in Tracht schreitet die Holzstiege aussen am Haus herunter, links von ihr am Geländer erkennt man eine Wolke roter Blüten. Die letzte Treppenstufe endet über einem grossen Steinquader, der wohl diese einfache Treppe ergänzt. (Ich überlege grade: Ob diese Konstruktion der Absicht diente, die Mäuse aus den Wohnräumen fernzuhalten??)
Ganz besonders gefällt mir an diesem Gemälde das Licht- und Schattenspiel und diese pudrigen, gebrochenen Farben, die mein Grossvater verwendet hat. Der einfache, dunkle Holzrahmen stiehlt dem Werk nicht die Show, trägt aber seinen Teil bei zu einem sehr stimmigen Gesamteindruck!
Meine Schwester wiederum hat ein Bild geerbt, das 1922 entstanden, also noch ein wenig betagter ist. Seinen Namen kenne ich nicht, aber es zeigt einen älteren Herrn, der gemütlich am Boden sitzend und angelehnt an einen Baumstamm in seine Gedanken versunken scheint. In einem Mundwinkel hängt ein Stängel Klatschmohn.
Ich frage mich, ob er sich da selber verewigt hat; auf jeden Fall finde ich, dass der Mann meinem Grossvater ein wenig ähnlich sieht!
Genau das sind die Dinge, die ich sehr, sehr gerne leiden mag und die auf jeden Fall eine Existenzberechtigung in unserem Zuhause haben. So viele Jahre haben sich schon eine Menge Menschen an ihnen erfreut, und sie haben nichts von ihrer Ausstrahlung eingebüsst!
Gibt es bei euch auch ähnliche, sorgsam behütete Erbstücke, die ihr nicht hergeben würdet?
Habt einen gemütlichen Herbsttag,
herzlichste Hummelzgrüsse!
Hei-ei-ei......
Mir fällt grad nichts mehr ein.
Also wortwörtlich.
Ich glaub, ich leide zur Zeit an einer ziemlich raumgreifenden Ideen- und Schreibblockade!
Mein letzter Post liegt über 2 Wochen zurück, und obwohl ich wahnsinnig gerne mit Worten jongliere, es mir total viel Spass macht, sie aneinanderzureihen und (hoffentlich!) ansprechende Texte daraus zu bauen: Ich hab grad keine Eingebungen mehr.
Da kommt Null. Nada. Niente.
Ich finde, es macht nicht wirklich Sinn, euch zum hundersten Mal Bilder meiner Ponys oder Mietzchen zu zeigen. Egal, ob sie nun auf den Heuballen dösen (die Mietzchen!) oder ob sie das schwere, metallene Tor zum Reitplatz umgerannt haben (die Ponys-verflixte Rasselbande!)- ihr habt sie schon so oft gesehen.
Fotos von unserer Wohnung mag ich irgendwie auch nicht (mehr) posten. Die ist und bleibt vorderhand nämlich so, wie sie sich zur Zeit präsentiert. Auch wenn ich beim Fotografieren die raffiniertesten Blickwinkel wähle ändert sich da nichts dran!
Und ich schätze mal, meine Begeisterung für eine einfache und reduzierte Lebensart hängt euch wahrscheinlich auch schon zum Hals raus, *ggg*!
Aber genau DAS sind die tragenden Eckpfeiler in meinem Leben.
Meine Tiere.
Mein Zuhause.
Meine Art, das (mein) Leben zu leben.
Also noch nicht mal:
Meine Villa.
Mein Schnellboot.
Mein Maybach.
Pffttthhhhh.....! ;oD
Tjaaaaa..... was machen wir denn da??
Nüja. Ich würd mal sagen: Abwarten und Teetrinken! (Teetrinken ist immer eine SEHR gute Idee! Vor allem jetzt, wo's draussen so schön herbstlich ist, mit Regen und Nebel und so!).
Also wundert euch nicht, wenn's hier ein wenig ruhiger wird.
Oder schiebt mir mal einen Post-Wunsch rüber. Ich schreib auch gerne im Auftrag! ;oD
Ach, einen Wunsch hätte ICH noch: Ist da jemand in der Schweiz, der das Buch von Nina Hartmann / Vintage by Nina: "A winter's tale" besitzt und es mir verkaufen würde? Ich such' es schon so lange und krieg' es nicht zu fassen. Aus dem Ausland mag ich es nicht kommen lassen, da kostet das Porto mehr als das Buch selber....
Ich freu mich auf eine Antwort!
Na dann, bis bald! (hoffentlich....)
Ganz liebe Hummelzgrüsse!
Grade letzthin habe ich wieder irgendwo einen Kommentar gelesen, in dem darüber spekuliert wurde, wieviel "Bluff" denn auf diversen Blogs betrieben werde. Das habe ja selten noch was mit der Realität zu tun, da würden extra für einen Post Möbel gerückt, auf- und weggeräumt, dekoriert und hindrapiert, also eine "Show" inszeniert, die mit dem wahren Leben wenig gemeinsam habe.
Najaaaa....ich geb ja zu: Wenn ich Fotos von unserem Zuhause schiesse, dann räume ich auch ein wenig auf vorher. Aber unsere Möbel stehen genau da, wo sie hinterher auf den Bildern zu sehen sind. Ich baue auch nicht extra Dekorationen auf. Bei uns gibt es eh' nur noch wenig davon, und die paar Dekosachen, die bei mir eine Existenzberechtigung haben, die kann man Wochen vorher und nachher an der selben Stelle bewundern.
Aber gut, hab ich mir gedacht. Dann hol ich mir jetzt den Fotoapparat und schiesse mal ein paar Bilder "ad hoc", ohne irgendwas am Zustand der Räume zu verändern.
Und was soll ich sagen? Ihr werdet enttäuscht sein. Denn wir legen viel Wert darauf, dass hier eine gewisse Grundordnung herrscht. Ohne die fühlen wir uns einfach nicht wohl.
Also gibt es ausser den üblichen Stapeln an Lesestoff auf und unter dem Sofarolltisch,
ein, zwei kleinen Türmchen bestehend aus Katalogen, Abstimmungs-formularen, sonstiger Post und Bastelpapier auf meinem Schreibtisch,
den Klamotten, die ich grade trage, dem Korb mit meinen Schals und meine Reithose auf der Tonne für die Schmutzwäsche in der Ankleide (die ja, wie es der Name schon sagt, genau dafür gedacht ist! ;oD)
und einem vereinsamten benutzten Teebecher in der (notabene mit Kalkablagerungen behafteten...öhemmm....) Spüle
so gar nichts, was mich dazu bringen könnte, bei der nächsten Knipserei für einen (Interieur)-Post die Wohnung auf links zu krempeln.
Das tut mir jetzt echt leid..... ;oD
Wie man sieht: Man sieht nichts. Also- so viel wie nichts, was meine Post-Fotos vom gelebten Alltag unterscheidet.
Ihr könnt also davon ausgehen, dass hier alles mit (r)echten Dingen zugeht. Womit ich diese haltlosen Vermutungen im eingangs erwähnten Kommentar entschieden von mir weisen darf, *ggg*!
******
Ach, und in diesem Zusammenhang grad irgendwie passend:
Letzthin hat mir Martina Goernemann ihr neues Buch zugesandt und geschenkt. Das fand ich ja nun wahnsinnig nett! In
"Wohn dich glücklich!"
gibt sie viele einfache und phantasievolle Tipps dazu, wie eine Wohnung ohne grossen finanziellen Aufwand gemütlicher wird, wie sie einfacher aufgeräumt und sauber zu halten ist, kurz: Wie man sich auf einfache Art und Weise ein Zuhause einrichtet, das auch der Seele eine Heimat gibt.
Eine sehr ansprechende Lektüre, vielleicht für einen gemütlichen, verregneten Herbstnachmittag? Optisch kommt das Buch sehr hübsch daher, gedruckt auf festes, mattes Papier, und Martina's fröhlicher und ungekünstelter Stil zu schreiben hat mir ab und an ein Grinsen entlockt.
Danke an dieser Stelle nochmals herzlich, liebe Martina!
Habt eine entspannte zweite Wochenhälfte, meine Lieben!
Hummelzherzensgrüsse!
*
Draussen: Grauer, diesiger Himmel. Die Sonne gibt sich alle Mühe, hat aber schlechte Karten im Kampf gegen die dicken Wolken. Eine frische Bise weht, rüttelt und schüttelt an den Blättern der Bäume, eine Menge von ihnen lösen sich und wirbeln durch die Luft. Diese Luft riecht ganz wunderbar, so frisch und belebend, ganz anders als im Sommer.
Die Ponys freuen sich über dieses Wetter. Weil sie sich jetzt wieder wohlfühlen, ihr Temperament wiederentdeckt haben. Nüstern, die prusten, Mähnen, die im Wind wehen, ein paar übermütige kleine Bocksprünge während des Ausrittes zeigen deutlich, wie sie sich über die kühle(re) Jahreszeit freuen. Und FrauHummel freut sich mit!
Und drinnen? Da hängt noch der süsse Geruch der Apfelomeletten in der Luft, die es zu Mittag gab. Mit einem dicken Klecks frischgeschlagenen Rahmes obendrauf und einem Hauch gemahlenen Zimt. Da werden schlagartig Kindheitserinnerungen wach! Omeletten gehören für mich zu Herbst und Winter- warm und buttrig duftend. Oder könnt ihr euch vorstellen, sich bei 35° im Schatten diese Mehlspeise einzuverleiben? Eben.
Herbst ist herrlich. Herbst duftet, Herbst leuchtet. Die Kerzen dürfen wieder ihr weiches, warmes Licht verbreiten. Man muss kein schlechtes Gewissen mehr pflegen, wenn man ganze Sonntagnachmittage einfach nur in der Stube rumlümmelt, mit einem schönen Buch oder einer angefangenen Handarbeit.
Herbst beruhigt. Er ist nicht quirlig und aufgeregt wie der Sommer. Er verbreitet Gemütlichkeit, verlangsamt den Takt, hält uns dazu an, unser Tempo ein wenig runterzufahren. So, wie die Natur es auch tut.
Im Sommer bin ich oft wie lahmgelegt. Jetzt bricht wieder meine kreative Ader durch. Ich mag gerne wieder was werkeln. Häkle an einem gekauften, kuschligweichen Woll-Poncho rum, weil dem noch der gewisse Kick fehlt. Stricke am dicken grauen Schal weiter, der seit letztem Jahr in der Schublade liegengeblieben ist. Und mache mir bereits den einen oder andern Gedanken zu selbstgeklöppelten Geschenken. Für W.......ten, ihr wisst schon..... ;oD
Ja, wir können uns gut leiden, der Herbst und ich!
Geniesst den Sonntag, habt's gemütlich!
Hummelzherzensgrüsse!
*
Heute habe ich mal spontan nach dem Begriff "Ritual" gegoogelt, denn mir ist aufgefallen, dass es in meinem Alltag viele kleine, liebgewonnene Rituale gibt. Und es hat mich interessiert, wie man diese immer wiederkehrenden, individuellen Handlungsweisen, die wir bewusst oder unbewusst in unseren Tagesablauf einbauen, eigentlich erklärt.
Ganz besonders hat mir die Definition des Philosophen D. Türcke gefallen. Er bezeichnet Rituale als
"Wiederholungsstrukturen, die dem Menschen erst das Begreifen der Welt ermöglichen"
Das finde ich eine sehr schöne Beschreibung, findet ihr nicht auch?
Für mich setzen meine persönlichen, kleinen Rituale Fixpunkte, sie sind meine Inseln, die für Entspannung sorgen oder aber die Energien mobilisieren, welche für die Bewältigung des Alltages aufgebracht werden müssen.
Einige meiner (Wohlfühl)-Rituale finden morgens statt. Es beginnt damit, dass ich kurz vor 5 Uhr zum Stall fahre, um die Ausläufe und Weiden sauberzumachen und meine felligen Freunde zu füttern. Diese Tätigkeit endet immer damit, dass ich mich für zehn, fünfzehn Minuten auf den Heuboden zu den Mietzchen setze. Diese schöne, ruhige Stimmung dort, der Duft nach Heu und altem Holz, das Kuscheln mit den Samtpfötchen und das Geräusch der Ponys, die sich malmend an ihrem Frühstück gütlich tun, bewirken einen sehr friedlichen, entspannten Start in den Tag.
Zur morgendlichen Körperpflege gehört für mich nach dem Duschen unbedingt das sorgfältige Eincrèmen. Mein Cocosöl tut nicht nur der Haut gut, es ist auch ein Fest für die Nase, und dieser warme, süsse Duft sorgt bei mir sofort für gute Laune! Ausserdem ist schon der Anblick der hübschen Blechdose, in die ich das Öl gefüllt habe, ein kleiner optischer Aufsteller.
Bevor ich dann zur Arbeit aufbreche gönne ich mir in aller Ruhe eine heisse Tasse Earl Grey. Dieser wunderbar nach Bergamotte duftende Tee begleitet mich seit meiner Kindheit, denn meine Oma hat ihn immer mit viel Sorgfalt und einem richtigen kleinen TeeRITUAL aufgebrüht. Da wurde der lose Tee aus der Blechbüchse genau abgemessen, die beiden Kannen mit heissem Wasser vorgewärmt, die Eieruhr gestellt, damit das Kraut genau die gewünschte Zeit ziehen konnte, und zum Schluss vor dem Umfüllen sorgfältig umgerührt.
Heute verwende ich der Einfachheit halber Teebeutel, diese aber sind von sehr guter Qualität. Mit der dampfenden Tasse setze ich mich gemütlich in die Stube, zünde nur eine Kerze an und geniesse eine Viertelstunde entspannter Ruhe. Ein Mietzchen rechts, ein Mietzchen links, den Blick aus dem Fenster gerichtet und meinen Gedanken freien Lauf gewährend. Diese Teatime lasse ich mir nicht nehmen und stehe dafür gerne noch ein paar Minütchen früher auf!
Den Tag beschliessen wir hier mit einem weiteren kleinen Ritual.
Wenn wir vom Stall zurückkehren richten HerrHummel und ich immer gemeinsam unser Abendbrot her. Auch wenn das "nur" aus Brot, Käse, ein paar Tomaten, einem gekochten Ei und einer Tasse Tee besteht, so drapieren wir das alles appetitlich auf unsere Teller und setzen uns in aller Ruhe in die Stube damit. Es würde uns nie einfallen, schnell-schnell was im Stehen runterzuschlingen!
Abends, vor dem Einschlafen, lasse ich den Tag nochmals revuepassieren und erinnere mich an alles Schöne, das ich erleben durfte. Dabei vermeide ich es möglichst, gedanklich noch Energie zu verschwenden an Situationen, die mich geärgert haben.
So schläft es sich viel besser ein!
Ohje, ich merke grade: Meine Rituale haben ganz viel mit der Konsumation von Lebensmitteln zu tun.....Was bin ich doch für ein verf.....enes Ding! ;oD Naja, bin halt im Sternzeichen des Stieres geboren, und die sind nun mal, ich geb's ja zu, den leiblichen Genüssen im Leben sehr zugetan, *ggg*!
Jetzt seid ihr dran: Pflegt ihr sie auch, diese kleinen, feinen Rituale? Und verratet ihr mir welche?
Habt ein gemütliches Herbstwochenende, meine Lieben!
Hummelzherzensgrüsse!
*