Vorhin hatte ich mich gerade zu einem Mittags-Nickerchen hingelegt, durch das offene Fenster war das Glockengebimmel der weidenden Kühe und das herzerfrischende Gezwitscher der Vögel im Garten zu hören, als sich plötzlich ein dumpfes Grollen dazwischenmischte, irgendwo vom Berner Oberland herkommend. Schnell wurde es lauter, unheimlich dunkle Wolken schoben sich windgetrieben den Bergen entlang, Blitze zuckten, und dann ergoss sich ein heftiger Platzregen über die Landschaft: unser erstes Gewitter dieses Jahr. Ein wunderbar gemütliches Gefühl ist das, im Bett zu liegen und dem ungestümen Treiben der Natur zu lauschen! Ausserdem ist es schon viel zu lange viel zu trocken, der Regen ist willkommen und dringend nötig.
Während der Wind inzwischen die Strassen schon wieder trockengeleckt hat und die erste Wolkenwand Richtung Luzern davonzieht, baut sich bereits die nächste über dem Glaubenberg Richtung Entlebuch auf.
Der immerwährende Reigen der Natur, ihre Schönheit und Macht sind gerade tröstliche Konstanten in einer Phase auf diesem Planeten, die an Irrsinn und Brisanz beinah nicht mehr zu überbieten ist. Und um dem Ganzen keinen Raum zu geben, mag ich auch einfach nicht darüber schreiben. Ich lebe bewusst mein einfaches Dasein, versuche soviel Druck und Tempo rauszunehmen, wie nur geht, und stelle fest, dass eine "gesteigerte Verarbeitungssensitivität von Wahrnehmungsreizen" auch so ihre Vorteile in sich birgt: man erfasst damit nämlich auch alle positiven Aspekte des Tages umso deutlicher und intensiver....😊
Da wird die Vorbereitung eines türkischen Menemens mit Reis zu Mittag eine optische, olfaktorische und schlussendlich kulinarische Wonne.
Merci, Pixabay!
Die Beschäftigung mit meinen Tieren holt mich ins Hier und Jetzt zurück, denn sie fragen nicht danach, was war oder sein wird; sie leben von einer Stunde zur nächsten und reagieren einfach auf das, was ist. Und wenn Winnie, der sich irgendwie eine Bindehautentzündung geholt hat, bereitwillig auf die Strohballen hüpft, sich die Augensalbe applizieren lässt und anschliessend in schnurrender Glückseeligkeit aufgeht, weil man ihn zur Belohnung ordentlich durchstrubbelt, dann tut das nicht nur seiner Seele gut!
Wenn ihr hier auf meinem Blog also vorderhand nichts anderes als meinen "hundskommunen Alltag zu lesen bekommt", dann ist das a) einfach meiner Art geschuldet, wie ich mit den Zuständen umgehe und b) der Tatsache, dass mein Blog mir auch als eine Art Tagebuch dient.
1fach leben also,
in 2facher Bedeutung.
😉
Gehabt euch wohl!


Das appetitlich anregende türkische Frühstück im Video liebes Hummelchen habe ich mir natürlich angesehen weil ich es noch nicht kannte. Lecker, das werde ich sicher auch nachkochen, das weckt zum Morgen ja Bärenkräfte;-) Guten Morgen zu dir, aber was ist ein "hundskommuner Alltag?
AntwortenLöschenTante Google wusste das auch nicht als ich sie fragte. Wunderbar plastisch und lyrisch beschreibst du zum Bild das drohende Frühlingsgewitter, dass sich eben auch über unserer Landschaft zum Morgen aufbaut während im Hintergrund schon erste Blitze zucken. Die Nächte und der Morgen sind kühl , da zwitschern die Wohnmobilisten mit ihren Luxuslinern schnell und enttäuscht wieder ab um sich wahrscheinlich wieder in den Süden zu verziehen. Sie hoffen wohl auf besseres Wetter.
Grüß Winnie, die Bindehautentzündung hat er sich bestimmt durch einem scharfen Grashalm geholt den er abknabberte und durch sein Mäulchen schob, das ist schnell passiert und kenne ich nur zu gut von Carlos der mich täglich besucht.
Ich finde, gerade der Alltag ist oft in einem Blog zum wieder aufschlagen und lesen das interessanteste in einem Tagebuch als Eintrag; wie man ihn erlebt und nicht nur die spannenden Momente die ihn manchmal durchbrechen und nur Eintagsfliegen sind. Deshalb lese ich grundsätzlich bei mir und auch anderen gerne zurück um das Wetter, die sich verändernde Landschaften, das stetige Wachstum in der Natur und was man damals dachte und machte und tat, zu betrachten. Es sind ja gelebte Lebensabschnitte.
Ein Glück sage ich auch - nässt der erste Frühlingsregen den trockenen Boden unter dem Leben hervorgekrochen kommt, es wird Zeit zu wachsen um den Frühling vor dem Sommer zu leben..
liebe Grüße Angel
Naja, zum Frühstück wäre mir das echt zu üppig. Aber mit dem Reis und dem Feta (oder Reibkäse) und dem Ei (welches ich separat als Rührei gebraten und drübergegeben habe) ist das eine wirklich sehr schmackhafte Mahlzeit!
Löschen"Hundskommun" ist ein umgangssprachliches Wort, v.a. in der CH benutzt, und heisst nichts anderes als "sehr gewöhnlich, durchschnittlich". Beim Googeln kamen bei mir gleich auf der 1. Seite jede Menge Erklärungen dazu.... 🤓
Winnies Entzündung kommt eher nicht von einem Grashalm, denn Winnie lebt seiner Geburt ausschliesslich auf dem Heuboden. Er scheint sich dort oben so wohl zu fühlen, dass er ihn tatsächlich noch nie verlassen hat- ausser in der Transportbox auf dem Weg zum Vet.
Mir sind, um ehrlich zu sein, solche Blogs suspekt, auf denen immer extrem viel Betrieb im Leben und alles so ganz glitzi und aussergewöhnlich ist. Die mag ICH dann nicht lesen, weil ich immer die Vermutung hege, dass da ganz viel Show und wenig dahinter ist. Hab das im "echten" Leben schon mehrmals so erfahren, da wird es im virtuellen auch nicht viel anders sein....
Herzliche Grüsse!
so ein schöner und weiser post!!
AntwortenLöschenhier auch endlich mal dringend benötigter regen - vor allem heute nacht - für gewitter hats nicht gereicht.... freut lisbeth, muss sie nicht untern ofen krabbeln :-D gewitter in den bergen ist ja nochmal spektakulärer - obwohl so ein blitzeinschlag in den fahrdraht nah am haus auch nicht von schlechten eltern ist........
wie schön, dass der kleine winnie sich so treuherzig verarzten lässt. ich merke auch an lissy, dass sie weis, dass das gut ist mit der medizin oder den regelmässigen parasitenbehandlungen: findet sie zwar unangenehm aber sie hält still - wenn sie wirklich wöllte und sich wehrte, würde sie unbehandelt bleiben und die bahnwärter in der notaufnahme sitzen!
alles liebe und drückerz & puschelz für alle hummeln! xxxxxx
ps: ich komm zum essen rum! ;-D
Oh danke! Dein Lob ist mir was wert! 😊
LöschenDiese Woche gibts hier Sonne pur und satt, mit steigenden Tempis. Aber man merkt, dass Regen war; alles ist jetzt NOCH grüner und frischer, hat man den Eindruck. Der Nachteil des Gewitters am Sonntag: es hat z.T. gehagelt, walnussgrosse Körner. Nicht hier, ManitouseiDank, aber andernorts eben schon. Und das kann, gerade in der Blütezeit, fatale Folgen haben....
Die Dicken und die Mietzen, im Stall und Zuhause, machen sich gar nichts aus Gewittern. Aber unsere Schäferhündinnen früher, die hatten bei Gewittern regelmässig beinahe einen Herzinfarkt. Die eine wollte sich immer in die Badewanne verkriechen, man musste den Duschvorhang ziehen, dann fühlte sie sich sicher(er), die andere zwängte sich unter die Betten, obwohl sie kaum drunterpasste.
Kann mir echt vorstellen wie das knallt, wenns in den Fahrdraht schlägt! Erinnere mich daran, damals auf der Alp im Sommer, da schlug der Blitz des öfteren in den sich hinter unserm Häuschen mächtig erhebenden Giswilerstock ein- da schüttelte das ganze Haus!
Sag nüscht! Ich war auch mal in der Notaufnahme wegen einer jungen Katze, die mich in die Hand gebissen hat; raus kam ich mit einer Gipsschiene, die Biss-Stellen wurden eröffnet und gespült, und eine Starrkrampf-Impfung gabs als Dessert auch noch. Aber auch sonst gibts mich eigentlich nur mit irgendwelchen Kratzern- die entstehen allerdings grossmehrheitlich beim Spielen und Knuddeln aus Versehen.
Hummelz♥️ensdrücker und -grüsse!
@PS: ...wär echt schön! 😁
Ach Du Liebe - passt schon, genau so! Gehab´ Dich auch wohl :-)
AntwortenLöschenHerzliche Grüße
Elena
....ach, das freut mich! Ist hier halt wirklich nicht viel los (und ich will das so!), deshalb.
LöschenLiebe Grüsse!
Grad der Alltag ist ja das schöne zu lesen. So bekommt man ein wenig Einblick wie es so bei anderen zugeht.
AntwortenLöschenIch mags und les es gern.
Herzliche Grüße!
Ich mag das auch gerne bei andern lesen. Und ausserdem passiert hier einfach nicht viel, wir "zelebrieren" sozusagen den Alltag, von daher..... Aber freut mich sehr, dass ich damit nicht langweile!
LöschenLiebe Grüsse!
Das Gewitterfoto ist dir sehr gut gelungen, vor allem mit dem kleinen blauen Fleck in der Mitte. Schön! Oja, Gewitter können herrlich sein, finde ich auch. Vor allem danach, diese Stimmung, einfach besonders, als wäre alles mal durchgewaschen und geschleudert worden... :-)))
AntwortenLöschenIch finde auch, man muss sich selbst schützen, was anderes bleibt einem ja oft gar nicht. Und es ist auch ein Talent, das Schöne und die kleinen Glücksmomente wahrzunehmen und an sich ranzulassen, aber davon hatten wir's ja bereits mehrmals. Stimmt aber trotzdem... :-)))
Es macht jedenfalls Spaß, zu lesen, wie sehr du dein "normales" Alltagsleben - und ich frag mich, ist das denn so normal, denn die wenigsten Menschen sind ja so dankbar - zu schätzen weißt. Und dass du genau weißt, was deiner Seele guttut.
Herzliche Grüße!
Danke! Manchmal schaut man grad im richtigen Moment aus dem Fenster, rennt los, holt die Kamera uuuuund: KNIPS! ✨
LöschenGenau, gerade die Berge sehen hier nach einem ordentlich Regenguss immer aus wie frisch gekärchert und heben sich wie Scherenschnitte gegen den Himmel ab. Ich liebe diese Naturschauspiele und kann dem Treiben immer ewig zuschauen.
Ich finde ja, dass man gar nicht oft genug betonen kann (gerade auch in diesen Zeiten!), wieviel Positives es überall gibt, man muss es nur erkennen wollen. Deshalb möchte ich auch immer wieder darauf hinweisen, denn viele Menschen kommen mir, je länger, je mehr, so verbiestert, gestresst und abgelöscht vor.....
Naja, das Alter(n) hat auch so seine Vorteile: man weiss sehr genau, was man möchte und was nicht, und hat auch die Chuzpe, dafür einzustehen. Was andere davon halten, ist einem im besten Falle dann auch völlig schnurz- und das ist so ein entspanntes und zufriedenstellendes Gefühl!
Herzliche Grüsse!
Danke für deinen Blick in deinen Alltag. Ja total normal und einfach ist doch schön. Also her mit dem Alltag :). Ich liege auch gerne im Bett und lausche frühmrgens dem Gezwitscher der Vögel oder höre gerne Gewitter.
AntwortenLöschenJa da magst du Recht haben über all den Irrsinn mag man gar nicht schreiben. Aber wir wären nicht wir, wenn wir das rocken mit unserer Lebenseinstellung.
Schöne Woche,
LG
Ursula
Büddebüdde! 😁
LöschenDa der Alltag ja einen grossen Teil unseres Lebens einnimtt tut man gut daran, ihn so zu gestalten, dass er einem guttut. Zumindest soweit, wie es in der eigenen Macht steht. Und das hat halt auch viel mit der eigenen Einstellung und der Fähigkeit, das halbvolle, nicht das halbleere, Glas zu sehen.
Natürlich mache ich mir z.Zt. auch Sorgen, v.a. mit diesen fehlgeleiteten Herrschern überall an der Macht. Aber ich kann mich jetzt selber an den Rand des Nervenzusammenbruches führen oder aber optimistisch bleiben, für ein "gutes Klima" bis an "meinen eigenen Gartenzaun" sorgen und dem Universum den einen oder andern "Auftrag" geben. Ändern kann ich persönlich nichts an der Weltlage. Leider. An meiner eigenen Haltung allerdings schon.
Liebe Grüsse!