Donnerstag, 9. April 2026

WOCHE.15.WAR.WAS?


🌸 Langsam dürfte das was werden mit dem Frühling. War gerade- barfuss!- auf der Terrasse. Die sonnenbeschienenen Holzplanken wärmten herrlich die blutten Füsse von unten, der Blick in die Landschaft ist äusserst vielversprechend. Und weil es so warm ist, darf auch die Balkontüre offenstehen. Da weht dann ein warmes Windchen rein, welches draussen das Windspiel in Bewegung setzt und für eine sanft klingelnde Geräuschkulisse sorgt.

 


 

🌸 Am Sonntag ist (zu meiner grossen Freude!) die erste Schwalbe im Stall eingezogen. Etwas zerrupft sieht sie zwar noch aus- kein Wunder bei der Riesendistanz, die das kleine, zarte Geschöpf zurückgelegt hat. Aber sie (oder vielmehr: er! Denn die Männchen fliegen immer voraus, um die besten Brutplätze zu sichern!) plappert schon wieder munter vor sich hin und saust geschäftig rein und raus. Jetzt fehlt nur noch ein nettes Frauchen, um eine Piepmatz-Familie zu gründen.

🌸 Dafür war unsere kleine Drops Anfang der Woche für eineinhalb Tage verschwunden. Ich machte mir schon grosse Sorgen und suchte alles ab. Aber dann stand sie zur Futterzeit plötzlich wieder auf der Treppe zum Heuboden, blinzelte mich mit ihrem einen Auge fröhlich an und machte sich über ihren Napf her. Wahrscheinlich fühlt sie sich inzwischen so sicher, dass sie sich wieder weiter in die Umgebung wagt.

🌸 Und ich freue mich. Einfach so über all die kleinen, wunderbaren Dinge. Das Leben ist schön, auch wenn es gerade allerorten drunter und drüber geht. 

Bin gestern auf youtube über das Video einer 60 Jahre alten Frau gestolpert. Sie sah jünger und gepflegt aus, sass in einer modernen, grossen Küche- und doch: von Anfang bis Ende war das Video nichts anderes als eine Endlos-Jammerei. Sie beneidete ihre Schwägerin, die bei der Scheidung eine Millionenabfindung erhielt. Jammerte über die zu erwartende Rente. Sorgte sich, wer ihr im Alter wohl mal "den Po abwischen würde" bei dem Mangel an gutem Pflegepersonal, schimpfte über die hohen Mieten, die gestiegenen Konsumpreise. Und ich bedauerte sie. Nicht wegen der von ihr beklagten Mängel, sondern weil sie offenbar selber alles dafür tat, in einer riesigen Welle von Selbstmitleid unterzugehen. Mir ist absolut klar, dass gerade so manches in Schieflage hängt. Trotzdem: wir hier in unseren Breitengraden sitzen immer noch auf der "sunny side of life", nichtwahr? Zumindest die meisten von uns. Uns geht es immer noch viel besser als so manchem auf diesem Planeten. 

Vielleicht sollten wir uns das einfach immer mal wieder vor Augen halten. Trotz allem. 

 

Ein fröhliches Wochenende euch! 🌸 

 

 


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen