Mit dem "Herbschtmaanet", wie der September in unserem Dialekt auch genannt wird, klopft bereits wieder das letzte Drittel des Jahres an die Tür. Und ja, alle Zeichen stehen auf Herbst, unbestritten.
Wenn wir unseren höchstpersönlichen Meteorologen, den Schwälbchen im Stall, Glauben schenken, dann stehen uns noch ein paar warme, sonnige Tage bevor- die kleinen Flugkünstler sind immer noch da und fangen erst langsam an, sich für die lange Reise in den Süden zu sammeln.
Im Garten blüht und gedeiht es weiter kräftig, aber das Wetter kann jetzt innerhalb von ein paar Stunden von strahlendem Sonnenschein zu strömendem Regen und nebelverhangenen Bergen umschlagen.
Meine Hortensien sind ganz besonders gute Indikatoren dafür, dass da was im Wandel ist: ihre Farbe hat von einem satten Pink in ein feines Beige mit weinroten Akzenten umgeschlagen- was sie aber nicht weniger attraktiv macht.
Und wenn ich jetzt frühmorgens zum Stall fahre, dann ist es wieder stockdunkel, ein knackig-kühler Lufthauch streicht um die (noch) nackten Beine und mystische Bodennebelschwaden ziehen kniehoch übers taufeuchte Land.
Der Reitplatz ist über den Sommer zu einer Wildbrache verkommen, während auf der Weide das Gras dicht und saftiggrün steht; der viele Regen und die häufigen Hitzetage haben für wahre Wachstumsrekorde gesorgt!
Man wundert sich ja jedes Jahr auf's Neue, wie schnell so ein Stall verlottert, wenn man nicht mehr täglich den Besen schwingt. Aber mit Hilfe einiger fleissigen Heinzelmännchen haben wir vorgestern Abhilfe geschafft; jetzt ist alles wieder hübsch sauber, aufgeräumt und auch entrümpelt. Eine Freude fürs Auge- die Dicken können heimkommen! Nächstes WE ist es soweit- und man fragt sich, wo die Zeit geblieben ist....
Sogar die Stallmietzen werden langsam wieder häuslicher; die inzwischen recht kalten Nächte scheinen nicht mehr so sehr zum Herumstromern zu animieren.
Heute Morgen früh jedenfalls glänzten sie alle mit Anwesenheit:
Während Pfüdi (o. li.) mir wortwörtlich zu Füssen lag, erschien Stitch (o. re.) laut schnurrend aus dem hohen Gras, Flynn (u. li.) kam gähnend die Heubodentreppe runter, während Dixie (u. re.) das weiche Heulager noch gar nicht verlassen mochte und mit kleinen Augen noch ein Weilchen weiterdöste. Und auch alle andern Pfötchen kletterten mehr oder weniger verschlafen aus ihren gemütlichen Höhlen im Heustock; so ein Schüsselchen saftiges Feuchtfutter weckt alle Lebensgeister! 😉
Morgen gehts in die 2te Arbeitswoche nach den langen Sommerferien, gestartet habe ich gleich mit einer Krankenvertretung..., der Alltag hat mich wieder fest im Griff.
Aber ich freue mich sehr auf den Herbst und alles Schöne, was er so mit sich bringt.
Mummelpullis, Kerzen und dicke Suppen, herrlich.
Und sonst? Alles beim Alten! 😁 Nur das Jahresrad dreht sich emsig weiter.
Einen gemütlichen
Sonntag wünsche
ich euch!
🍁
Es lässt sich kaum noch ignorieren, dass der Sommer sich dem Ende neigt. Die nackten Beine sind Geschichte und es ist nur eine Frage von Tagen, bis auch wieder Socken zur täglichen Garderobe gehören. Alternativ dürfte sich gerne eine Mietze auf den kalten Füßen niederlassen aber die liegen lieber auf von der Sonne vorgewärmten Steinstufen. Eigentlich stehen hier noch zwei kleine Gartenprojekte an, für die zumindest sonnige Herbsttage ganz hilfreich wären - und ein bisschen Urlaub auch aber den habe ich leider auch schon hinter mir. Die Zeit rinnt einem irgendwie ständig durch die Finger und ich könnte auch zwei Tage Extrawochenende locker füllen. Die warmen Spätsommertage mit den kühlen Abenden sind doch ein perfekter Kompromiss - da gehen auch schon dicke Suppen und Mummelpullis. So könnte es von mir aus bis Weihnachten bleiben.
AntwortenLöschenLiebe Grüße!
Noch trage ich keine Socken, auch die kurzen Hosen dürfen noch raus, an den Füssen Birkels oder Crocks (die sind praktisch im Stall, man kann sie so leicht sauberhalten. Ab unter den Wasserstrahl, ferddsch!). Aber sobald die Dicken wieder da sind, wechsle ich zu Trekkingschuhen mit Socken; wem schon mal ein Pferd auf die Zehen gestiegen ist weiss, warum! 😆
LöschenAch, ich denke, eure Gartenprojekte bekommt ihr noch locker fertig. Ganz bestimmt beschert uns der Herbst noch viele sonnige Tage; da ist es dann auch nicht mehr drückend heiss, sondern nur noch angenehm warm. Und weil ich halt ein paar Inuitgene mitbekommen zu haben scheine liebe ich halt auch die Kälte.....
Weihnachten? Ein gutes Stichwort- dauert ja nicht mehr allzu lange bis dahin, *ggg*!
Herzliche Grüsse!
ohne jeden Zweifel wird es langsam herbstlich 🍁Ihr habt es schon so schön beschrieben.
AntwortenLöschenich liebe es sehr morgens durch das taufrische Gras zu spazieren, immer auf der Suche nach den Napfschneckis die fleißig durchs ebensolche kriechen...braune große und kleine Heuhüpfer hüpfen vor mir her und Kröte und Salamander grüßen...die Luft ist frisch und leiser Wind weht von Bergen..
Celinchen schleppt sich abends immer noch ihre zuzügliche Nachtration rein ehe sie als Snak ihren Napf leert. Sie sind beide Nachtverköstiger - bei dir auch? Nachts sind sie langsam auch bei mir eher häuslich und am Tag noch viel unterwegs...
eine tolle Bande hast du , - im Stall - schön die Bilder von ihnen, man sieht ihnen deutlich ihre Zufriedenheit an.
dein Stall sieht ja wunderbar leer und aufgeräumt auf da werden sich die Dicken freuen, erzähl was sie dazu sagen...ich wette sie wollen gleich rauf auf die volle Wiese ....
denn auch die Wiesen zeigen ähnliche Bilder wir hier, alles hoch und saftig mit leicht gelben und hellgrauen Spitzen, dazwischen ab und an ein gelbes letztes Blühen....😁das Jahresrad dreht sich weiter so ist es...und wir freuen uns alle darauf...
liebe Grüße Angel
Was meine Stallmietzen nachts so treiben, kann ich dir nicht mit letzter Sicherheit sagen- die vielen, halb weggemampften Mäusekörperchen, die ich jeweils morgens vorfinde, sprechen aber eine deutliche Sprache. Manche von den Pfötchen sind unglaubliche Jäger, tragen wohl jeden Tag mehrere Mäuse nachhause. Entweder werden die dann "verschenkt", oder die Reste bleiben halt liegen. Irgendwann ist auch ein Mietzenmagen gut gefüllt. Das wiederum freut die Bussarde und Krähen: ich lege die "sterblichen Überreste" immer an die gleiche Stelle, wo sie innert Minuten entdeckt und abtransportiert werden. Die Kreisläufe der Natur funktionieren perfekt (wenn man sie denn lässt)!
LöschenUnd ob die beiden gleich auf die Weide wollen! Wir fahren vor, Aufhänger auf, Ponys raus, und ab gehts im wilden Galopp auf die Weide. Da ist so viel Gras, dass die beiden bestimmt 10 Tage zu futtern haben.
Liebe Grüsse!