Sonntag, 4. Juli 2021

 

"Menschen mit Persönlichkeit

findet man immer ausserhalb

des Rudels!"

 

Punkt. Eigentlich bedarf das keiner Ergänzung- aber wär doch jetzt irgendwie blöd, wenn DAS schon mein ganzer Post gewesen wäre, nichtwahr? 😄

Also doch noch ein paar Sätze mehr zum Thema.

Wenn ich mich zurückerinnere, dann hab ich schon in meiner Schulzeit immer die Menschen angezogen, die irgendwie aus dem Raster fielen. 

Da war zum Beispiel Doris (*). Sie kam aus einer Familie, die zu knapsen hatte. Ihr Vater war äusserst streng (ich durfte sie zum Beispiel nie zuhause besuchen, und ich fragte mich ausserdem immer, ob sie was von ihm zu befürchten hatte.....) Die Mutter, still und unterwürfig, hatte wohl auch nichts zu sagen. Aber ich freundete mich mit Doris an, wir waren uns recht ähnlich. Und ich setzte mich für sie ein, wenn die Mitschüler sie mal wieder mobbten. Sie war eine der ganz Wenigen in unserer Klasse, die ein Moped besass. Und damit durfte ich ab und zu eine Runde auf dem Pausenplatz drehen. DAS war damals ein grosser Freundschaftsbeweis! Leider habe ich sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Es würde mich sehr interessieren, was aus ihr geworden ist!

Oder Manuela.(*)Sie lebte in einem grossen, alten Haus am Dorfrand. Sie durfte ich zwar besuchen, aber dieses Haus fand ich immer ein wenig spooky, die hohen Räume im Innern waren immer abgedunkelt. Ausserdem roch es dort sehr seltsam.

Manuela wollte Sängerin werden- und wurde deshalb natürlich von ihren Klassenkameraden verspottet. Das hinderte sie nicht daran, bei jeder Gelegenheit fröhlich ein kleines Ständchen vor versammelter Mannschaft zu trällern. Und was soll ich sagen: Sie bestreitet heute einen Teil ihres Lebensunterhaltes als Schlagersängerin. So kanns gehen!

Und dann Diane (Deiäään!). Sie zog als Teeny mit ihrer geschiedenen Mutter aus den USA in unser Dorf. Alleine das war natürlich furchtbar interessant. Aber ausserdem verband uns unsere grosse Tierliebe. Deiäään malte in mein Poesiebuch (so ein richtiges, wo man die Seiten noch selber gestalten musste und nicht einfach vorgedruckte Fragen beantworten und ein Selfie einkleben konnte!) mit Neocolor eine sehr naturgetreue Taube mit einem Verband am Flügel. Und schrieb einen Spruch dazu, irgendwie so im Sinne von:

 

"Nur tierliebe Menschen

sind gute Menschen!"  

 

Deiäään beklebte mit Vorliebe kleine Plastiktierchen mit buntem Glitter. Ich bekam einen Glitzerfisch von ihr und war mächtig stolz. Warum es gerade ein Fisch sein musste entzog sich meiner Erkenntnis- aber das war mir egal!

Irgendwann verschwand Deiäään wieder mit ihrer Mutter- ich habe nie erfahren, wohin es sie verschlagen hat. Und das Poesiealbum ist leider im Laufe der Jahre auch irgendwo auf der Strecke geblieben...

                  (* Name geändert, die Red.) 

 

Auch heutzutage gibt es- ausserhalb meiner Familie- nur ganz wenige Menschen, in deren Gegenwart ich mich wirklich wohl fühle. In der Regel sind es kreative Freigeister, die einen Lebensstil ausserhalb dessen für sich gewählt haben, was "man" so tut und "man" für angemessen hält. Sie sind unvoreingenommen, ehrlich und unkompliziert. Menschen, die mit ihrer - manchmal unbequemen!- Meinung nicht hinter dem Berg halten. Die sich einen feuchten Kehricht drum scheren, was "man" von ihnen denkt. Und die- trotz oder gerade wegen ihrer eigenen Vorstellungen- immer offen bleiben für Andere, egal welchen "Status" sie in der Gesellschaft haben, und für Neues. 

 

So. Jetzt hab ich kein Foto von einem Glitzerfisch. 😉 Aber weil Blümchen doch immer gehen, bekommt ihr noch ein Bild von diesem wunderschönen Gesteck aufs Auge gedrückt, das mir letzten Freitag mein Arbeitgeber zu meinem 10jährigen Jubiläum verehrt hat.

Biddeschön:

 


Ich fands richtig passend. Ein Herz aus zarten, sanften Rosen, umgeben von pieksigen Getreideähren, schlichten Blümchen und Gräsern und zwanglosen Beerenranken. 

Wie eine florale Reproduktion meiner selbst...😄

 


 

 

 


 

 

 

 

20 Kommentare:

  1. da ist es dir ähnlich ergangen wie mir ;)
    auch meine Schulfreundinnen waren die mit denen sonst niemand etwas zu tun haben wollte
    und mit der "Herde" bin ich nie gerannt ..
    interessant waren für mich immer die älteren Menschen
    die eine Geschichte hatten
    und sie auch erzählen konnten
    dafür ließ ich alle Gleichaltrigen stehen ;)
    und was andere von mir denken war mir schon immer egal

    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Eigentlich war ich früher ja sowieso eher der Typ Einzelgänger- ich interessierte mich mehr für Pferde und Tiere im Allgemeinen und verbrachte einen Grossteil meiner Freizeit damit. Aber wenn ich mich mit meinen Schulkollegen traf, dann eben mit obgenannten. Es gibt aber keine Freundschaften aus der Schulzeit, die bis heute "überlebt" haben. Naja, muss ja auch nicht sein....
      Herzliche Grüsse!

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  2. liebe hummel - wohl wahr!!!
    wären wir zusammen zur schule gegangen - wir wären sicher befreundet gewesen. ich war nämlich der "freak" in der klasse...... ach was sag ich, der freak der schule.
    und später bin ich mit den anderen 10 freaks aus unserer kleinstadt rumgezogen. und dann in die damalige hauptstadt der freaks gegangen - berlin. weswegen ich diese stadt auch nach 22 jahren verlassen musste - die freaks wurden mittels gentrifizierung durch schwäbische perlhühner, hanseatische pensionärs-ehepaare & langweilige IT-ler ersetzt.
    du siehst, wem mein herz gehört. aber das wusstest du vermutlich vorher schon. :-D
    ganz vergessen: viel schlimmer als die obengenannte spiessertruppe sind die "möchtegern-freaks" - kleinbürger, die sich mit hippie-esken fähnchen, softrock-bandshirts, schweineteuren motorrädern oder einem angeblich nachhaltigem lebensstil ranwanzen, um vom glamour der echten individualisten zu schmarotzen........

    der strauss is ´ne wucht! dachte auch gleich - voll hummelig! gratuliere zum jubiläum!!
    schönen sonntag und dicke, verschwitzte drückers! xxxxxx

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    1. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass wir schon damals befreundet gewesen wären! 😄
      Unter anderem hätten wir wohl auch modetechnisch die Szene zusammen aufgemischt. Meine Outfits fielen immer aus dem üblichen Rahmen. Wahrscheinlich sehr zum Unmut meines Daddys, der ja Schulvorsteher war.....Zusammengestückelte Jeans mit einem extrabreiten Umschlag, Herrenhemd bis zu den Knien, Herrengilet dazu und eine blaue Kravatte mit weissen Dotts z.B. Und hennarotes Haar on top.
      Naja, man merkt ja ziemlich schnell, wenn das Individualisten-Tum nur Fassade ist, weils grad so angesagt ist. Stell mir das schon recht anstrengend vor, dauernd jedem Hype zu folgen und in immer kürzer werdenden Intervallen den Lifestyle umzukrempeln....😉
      Immer noch heiss bei euch? Ich glaub, so'nen kühlen und feuchten Juli wie bis jetzt hab ich schon länger nicht mehr erlebt. Kann aber nicht behaupten, dass mich das stört. Der wärmste Tag der nächsten Woche soll Dienstag mit 27° werden, dann sinkt das Themrometer wieder bis auf 20°. Aber es wächst wie verrückt ringsum!
      Merci! Mal sehn, ob ich es dort noch ein paar Jährchen aushalte....
      Kommt beschwingt in die neue Woche, herzlichste Grüsse und Knuuutscha!

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  3. Witzigerweise waren meine Schulfreundinnen auch oft die, die irgendwie "komisch" waren bzw. ein düsteres Geheimnis in der Familie bargen. Ach ja, und ich war immer die, die nie Freunde mit nach Hause brachte, aus Gründen. Also Freaks konnte ich immer gut verstehen... es ist so. Ich war auch immer mit denen befreundet, stimmt!
    Mich hatte es später mal auf so eine Wirtschaftsschule verschlagen (ging nicht anders, weil ich mein Fachabi nachholte und eine "kaufmännische" Ausbildung hatte) - da erlebte ich erstmals einen kleinen Schock. Ich fand die ganzen "Bwler" und Karrierefuzzis - dabei gab's auch einige "von Beruf Tochter oder Sohn" - anfangs nämlich als die wahren Freaks. Hatte noch nie vorher mit solchen Menschen zu tun gehabt. Stellte sich aber raus, dass manche von denen ganz okay waren. So hab ich ein paar Vorurteile abgebaut (das war nämlich meine persönliche Arroganz). Aber prinzipiell geht's mir auch schon länger so, dass die wenigen Menschen, mit denen ich befreundet war und bin, irgendwie immer "anders" waren und sind. Und mit der richtigen "Kombi" (also der jeweiligen Freundschaft) hatte ich das Gefühl, so richtig "aus mir rauszukommen"... dabei finde ich mich ja eher langweilig, wurde aber mit gegenteiligen Attributen belegt :-D. Ich bin schon grundsätzlich so ne "Nette" und kann mich auf Menschen einstellen (typisch Soz.Päd. halt!), aber verliere recht schnell die Lust, wenn mir die Leute nicht zusagen - eben oft, weil sie scheinbar zu konventionell denken und sind. Vielleicht bin ich doch nicht so langweilig... hihi. Eins bin ich jedenfalls nicht: in konventionellen Bahnen denkend. Ich stelle immer ALLES in Frage.
    Trotzdem glaub ich manchmal, dass wir letzten Endes ja doch alle Individualisten sind. Und dass es viel mehr unkonventionelle Menschen gibt als es scheint... also ich glaub jetzt nicht, dass nur wenige das Prädikat "Persönlichkeit" verdienen. Sind wir nicht alle anders? Irgendwie?
    Hör mal, Dein Thema steht meinem heutigen in Nichts nach, auch darüber könnte ich jetzt stundenlang schreiben und nachdenken...!!! :-))) Hab nämlich schon jetzt wieder das Gefühl, alles was ich oben gesagt hab, in Frage zu stellen... lass es aber dennoch mal so stehen.
    Jetzt weiß ich jedenfalls, warum Du mir so sympathisch bist! Solche Posts lassen mein Herz aufgehen...
    Herzliche Grüße!!!

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    1. Bei mir war und ist das immer andersrum: ich bekomme oft zu hören, dass die Menschen erst von mir denken, dass ich arrogant und hochnäsig sei. (Weil ich immer erst mal gucke und horche und eher im Hintergrund bleibe). Aber sie hätten ihr Urteil doch zügig revidieren müssen, meinen sie in der Regel dann doch. 😄
      Ich bemühe mich immer, ganz unvoreingenommen auf Menschen zuzugehen. Es gibt aber immer wieder welche, die ich irgendwie von Anfang an nicht ab kann. Ich rufe mich dann immer selber zur Raison: du sollst nicht so voreilig urteilen! Aber natürlich stellt sich hinterher dann schnell und deutlich heraus, dass mich mein Bauchgefühl mal wieder nicht getäuscht hat.....
      Natürlich ist jeder für sich eine Persönlichkeit. Es gibt aber mehr oder weniger interessante Persönlichkeiten- oder sagen wir mal so: welche, die mich in ihren Bann ziehen oder von vornherein langweilen. Und das ist ja auch gut so- wer möchte denn schon mit der halben Menschheit befreundet sein? Eben.
      Das ist doch einer der sehr positiven Aspekte beim Bloggen: Man befasst sich mit Themen und Meinungen anderer, formuliert die eigenen Ansichten dazu- und stösst schon beim Schreiben eines Kommentars auf Erkenntnise, die man so noch gar nicht in Zusammenhang gebracht hat. Was möchte uns das sagen? Bloggen formt die eigene Persönlichkeit! 😄
      Merci fürs Kompliment- retour!
      Ganz herzliche Grüsse!

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  4. Ach ja, der Blumenstrauß ist mega! Würd mir auch gefallen!

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    1. Ja, ne? Sehr hübsch! Findet Toffee auch und fummelt immer wieder an den Ähren rum, wenn sie denkt, dass sie unbeobachtet ist....😄

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  5. ich musste ja immer das Bravemädchen sein. Also das mit den Kindern (ähm Jungen ja gab auch Mädchen) aus dem Heim ging ja gar nicht aber die waren so anders (aber halt auch in meinem Alter) das zog mich an oder Andrea ein Scheidungskind offen freundlich nett. Aber nach Hause durfte ich davon niemand bringen. Aber einmal war ich dort. War schön. Dann zogen wir weg und wieder in so ne Spiessbürgerecke also eher Pampa da war nichts außer 2 Häuser und Baugebiet. Mann war ich froh dass ich bald den Führerschein hatte und Ingrid. Meine Freundin. Also war schon echt aber auch oft mein Albi.

    Frei sein Freak sein oder so war leider nicht. Ansonsten war ich auch lieber außerhalb der "normalos" unerwegs obwohl die natürlich auch nett und ok waren und sind.
    Wobei mein Bauchgefühl mich seltenst im Stich lässt und eher mein Verstand noch sagt. Ok so schlimm werden die oder der oder das jetzt nicht sein, allerdings mein Bauch hat dann doch recht gehabt.

    Die Blumen sind wunderschön.

    LG
    Ursula




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    1. Liebe Ursula, also: ich möchte mich nicht so verstanden wissen, dass ich "Normalos" nicht auch nett finde und mich nicht mit ihnen abgeben würde, gell? Aber es gibt einfach Menschen, die haben viele Façetten, die sind bunt und interessant. In dem was sie sagen, meinen, tun. Und die sprechen mich halt einfach mehr an. Die fordern einem oft auch heraus, und das mag ich. Denn so fängt man an, das zu hinterfragen, was man selber sagt, tut und meint. Nicht selten kommt man dabei zu Erkenntnissen, die prägend sein können für den weiteren Verlauf (m)eines Lebens! 😊
      Übrigens, nicht dass ich jetzt missverstanden wurde: ICH durfte diese zwei Kolleginnen sowieso besuchen- meine Eltern haben das nicht gesteuert. Aber die Eltern von "Doris" (oder wohl eher ihr Vater...) haben verboten, dass sie Besuch bekommt. Schlimm, oder?
      Dir einen wunderschönen Tag noch, herzliche Grüsse!

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  6. Liebe FrauHummel,
    sehr schöner Post mit viel " Gehalt ".
    Nicht jedem ist es möglich, das was in ihm steckt auszuleben.
    Ich denke, dass ich auch eher ein " Spätentwickler " war. Ich brachte es fertig, ohne Schulranzen zur Schule zu gehen - erkannte den " Ernst der Lage " nicht . Erst nach einem Schulwechsel kam ich aus mir raus. Dann hatte ich eher " männliche Fachrichtungen gewählt, wo so manches mal das Wort zum Sonntag viel.
    Andersartigkeit übt immer einen Reiz aus . Bewerten lag mir fern, dafür war meine Neugierde, was sich dahinter verbirgt zu groß. Natürlich macht man dann auch negative Erfahrungen. Leider habe ich kein Frühwarnsystem.
    Liebe Grüße ,
    Angela

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    1. Liebe Angela, entschuldige, dass ich Dir hier so unverblümt antworte, aber Dein Satz über das Bewerten fand ich so schön. Und ja, die Spätentwickeln haben vielleicht doch auch einfach etwas mehr, was sich entwickeln kann... und braucht dafür länger?
      Einen ganz lieben Gruß

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    2. Liebe Méa, - das hast du aber jetzt auch schön herausgefiltert... :)
      Unvoreingenommenheit möchte ich mir möglichst bewahren. Leider ist man mit zunehmendem Alter oft genug auf die Nase gefallen und wurde ent oder /- getäuscht.
      Herzliche Grüße in den Norden


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  7. ...fiel , kommt von fallen...
    PS: wenn mein Kommentar ein Aufsatz in der Schule gewesen wäre : die Deutschlehrerin hätte geschrieben ,
    " Thema verfehlt " 5 !
    Sorry, mir gehen so viele Gedanken diesbezüglich durch den Kopf und Beispiele, wann ich Persönlichkeiten begegnet bin und diese auch noch in meinem ganz persönlichen Umfeld leben :)
    Herzliche Grüße,
    Angela

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    1. Merci, Angela!
      Wieso "Thema verfehlt"? Wenn meine Worte diese Gedanken in dir auslösen, dann ist das absolut okay! Gib 5 Menschen das gleiche Schlagwort und lass sie darüber schreiben- du wirst 5 Texte dazu erhalten, die wahrscheinlich unterschiedlicher nicht sein könnten!
      Das Bewerten habe ich mir abgewöhnt. Und wenn es mir doch mal "passiert", dann rufe ich mich selber zur Raison. Wir sehen ja in der Regel nur an einen Menschen ran und nicht in ihn rein, kennen seine Geschichte nicht. Natürlich haben wir einen ersten, zweiten oder dritten Eindruck von ihm, aber "kennen" tut man ihn deshalb noch lange nicht. Es passiert einem ja sogar, dass man Seiten an Menschen entdeckt, die man wirklich schon Jahre nahe kennt, die einem vorher noch nicht aufgefallen sind. Der Mensch für sich ist und bleibt eine Wundertüte! 😉
      Also lass uns hier ungehindert Gedanken austauschen, es gibt kein richtig oder falsch, verfehlt oder getroffen!
      Ganz herzliche Grüsse!

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  8. Liebes Hummelein, einmal mehr ein solch schöner Post. Nun, die seltsamen Vögel sind es schließlich, mit denen sich sehr eigene (im besten Sinne des Wortes!) Menschen verbinden sollten. Alleine schon, um zu wachsen, sich entwickeln zu können. Und ist nicht in der Literatur alles voll von ihnen? Ich denke zum Beispiel da an die Bücher, die ich meinen Kindern so gerne vorlas - und selbst las. Pippi, Harry Potter und seine sehr eigenen "Außenseiter"-Freunde, die er somit zu "Insidern" machte... All die charakterlich Starken, die, die sich entweder nicht rundschleifen ließen oder es beim besten Willen nicht konnten (was sie absolut auszeichnete!), ach, ist es nicht herrlich? Ja, DAS mal erkannt zu haben.
    Es macht frei. Zumindest freier.
    Innigsten Herzengruß, meine Liebe, lass Dich diiicke drücken, Deine Méa

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    1. Merci, Méa!
      Da schreibst du was- ich las immer gerne genau die Bücher, in denen es um Aussenseiter ging. Und ich schaue mir heute noch mit Interesse Reportagen an über Menschen am Rande der Gesellschaft. Nicht aus Voyeurismus, sondern um einen wirklichen Eindruck zu bekommen. Und jedes Mal stelle ich bei diesen Gelegenheiten fest, wie gut es mir geht.....
      Ohje...beim "Rundschleifen" haben sich an mir wohl manche die Zähne ausgebissen, *gg*! Aber es löst in mir bis heute enormen Wiederstand aus wenn ich merke, dass mich jemand manipulieren will. Und genau diese Resistenz hat mich in meinem Leben schon einige Male vor "grösseren Katastrophen" bewahrt.
      Manchmal ist es anstrengend, manchmal macht es keine Freunde- aber ja: es macht frei(er). Dafür lohnt es sich.
      ❤️gruss retour und dicken Drücker!

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  9. Sehr gute Ansichten. Ich suche mir meine Menschen sehr genau aus, mit denen ich mehr als durchschnittlich oder gar pflichtgemäß - auch das gibt es ja - zu tun haben will. Erstes Kriterium ist nicht ihr Außenseitertum, sondern ihr Charakter,der sich oft erst im Verlauf einer Zeit zeigt. Dabei bin ich extrem empfindlich gegen Selbsterhöhung, aufgrund welcher Idee auch immer. Menschen, die nicht gönnen können, fallen durchs Raster. Wer seine eigene Sicht prinzipiell zur Religion erklärt, genauso. Gern bin ich, und das sind halt wenige, mit klugen, weltoffenen und vor allem gutherzigen Menschen zusammen. Wenn dann noch Kreativität, Liebe zur Natur, ein Hang zum Viellesen, zur Musik, dazukommt, ist es ideal. Aber was ist schon ideal im Leben. Freunde oder gute, nahe Bekannte, suche ich extrem genau aus. Dabei spielt Materielles keinerlei Rolle. Aus meiner Kindheit/Jugend sind da zwei übrig (auch schon altersbedingt), später kamen und gingen Menschen, auch das muss man ihnen zugestehen. Mancher hat mich sehr enttäuscht, über manchen habe ich mich sehr gewundert im Widerspruch zwischen Sagen und Tun, aber generell interessieren mich nicht mehr all zu viele Personen. Dazu habe ich im Berufsleben mit zu vielen zu tun gehabt. Auch von denen waren es immer diejenigen, die aus einem Raster fielen, zu denen ich noch immer eine mehr oder weniger enge Verbindung habe. Das Thema ist wirklich interessant, danke fürs "Anstoßen" und alles Gute! Der Strauß ist wirklich schön! Sunni

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