Samstag, 1. September 2012

Wir haben ihn gefunden!


Den Herbst.
Auf 1000 m.ü.M.
Mit allem, was dazugehört.
Starkregen. Nebel. Matsch. Wäch!!
Und unsere Pferde.
Nass. Schmutzig. Aber bei bester Laune!
Genau! 
Es ist ein untrügliches Zeichen dafür,
dass es herbstelt, wenn wir unsere Hottis
aus dem Jura nach hause holen.
Und heute war DER Tag!

Alijosha kam uns schon von weitem 
entgegengerannt und hat uns herzlich
begrüsst, trotz umgehängter Halfter und
Stricke.


Sonst sucht er bei diesem Anblick immer das
Weite...."huch, ich will noch nicht nach hause!!" 
Wahrscheinlich hat er gemerkt, dass er noch
eine Woche bleiben darf. 
In Ermangelung unserer sonstigen 
"Transporthelfer" (die sind zur Zeit alle
in den Ferien!) und weil "nur" 2 Hottehüs 
in unserem Hänger Platz finden, 
holen wir Ali nächsten Samstag ab.

Unsere beiden Teeniegirls haben sofort 
wieder den parapluiphilen Friesen beschmust 
(ihr erinnert euch??)


Schnell hatten wir Harry und JohnBoy in 
der ganzen Rasselbande lokalisiert,


und bevor sie wussten, wie ihnen geschieht,
hatten wir sie schon dingfest gemacht... ;oD



(Die Damen und Herren im Hintergrund 
taten ihre Meinung zum Geschehen 
ganz unverhohlen kund...
"Phhüüüü...das geht uns alles gaaaaaaar nix an!!")

Vajo hat mich zwar freudig wiehernd begrüsst,
er liess mich aber erst an sich ran, nachdem ich
den Packen Halfter und Stricke weggelgt hatte.
Schlaues Kerlchen! 
Sein Herz schlägt nur noch für
seine Dulcinea, die will er auf keinen Fall 
mehr verlassen!


(Tja- und so sieht ein weisser Schimmel in 
freier Wildbahn aus....
aber da muss ich jetzt beide Augen
zudrücken!)

Unter leisem Protest Frohgemut traten wir den 
Rückweg zum Hänger an, vergefolgt von der 
ganzen wiehernden winkenden Herde.


Die entschwand dann irgendwann wieder 
in den Weiten der Prärie der Juraweiden und 
wurden vom Nebel flugs verschluckt.



Die Heimfahrt brachten wir trotz ein wenig 
Stau unfallfrei (nicht selbstverständlich,
wenn man bedenkt, welche Irren auf 
unseren Strassenunterwegs sind!) 
und innert zweier Stunden hinter uns.

Kaum wieder festen Boden unter den Hufen
marschierten die ie Jungs schnurstracks 
auf die Weide und versenkten 
ihre Häupter im saftigen Grün. 
Die schier endlosen Weiten 
der Juraweiden kann ich ihnen hier 
leider nicht bieten- das Gras allerdings 
scheint zuhause genau so lecker
 zu  schmecken!


Wir Zweibeiner sind inzwischen wieder fast 
trocken und auf "Normaltemperatur" gebracht, 
sitzen bei einem Earl Grey und Schoggiguetzli 
in der warmen Stube bei gemütlichem Kerzenlicht 
und freuen uns, dass sie da sind.
Der Herbst.
Und die Pferde.
(oder umgekehrt....)

******

Ich wünsch euch einen kuschligen 
Sonntag, meine Lieben!

Herzlichst,
eure FrauHummel

(Und "hoch die Tassen", 
liebe  Frau B...h...! 
Auch wenn's nur Earl Grey ist!!)

;oD