Sonntag, 7. Juni 2015

FEEL LIKE A DUROMATIC

Kennt ihr den Duromatic? Man nennt dieses geniale und das Garwerdenlassen von Lebensmitteln erheblich erleichternde Teil gerne auch "Dampfkochtopf". Ich hab einen.

UND ICH FÜHLE MICH GRADE WIE EINER!

Also wie ein geschlossenes Gefäss, welches beim Zusammenspiel von Flüssigkeit und Hitze unter Druck stehenden Dampf entwickelt. Und der wiederum entweicht im Normalfall durch ein Ventil, Druckausgleich nennt man das wohl.
Genau dieser Ausgleich funktioniert nicht bei mir. Grade jetzt, wo wir von novemberlichen Wetterverhältnissen auf allerdirektestem Weg in die 30-Grad-Celsius-Sphäre geschleudert wurden, klemmt dieses Ventil.
Ich sitze also hier und dünste leise vor mich hin. Innerlich koche ich, aber der Dampf tritt nicht aus, nein, er kumuliert sich inside FrauHummel und wird immer mehr. Der Kopf erdbärrot, die gefühlte Körpertemperatur klettert hoch und höher. Ich kann nicht schwitzen, also staut sich diese Energie an.
Ich hab immer das Gefühl, gleich knallts......und dann verteilt sich die Suppe in der ganzen Küche! ;oD

Im Ernst: Es ist ja wunderschön jetzt, das Wetter. Aber ich mag es nur gerne, solange ich am Schatten bleiben darf. Irgendwo, wo's angenehm frisch ist, gerne auch noch ein kühles Windchen weht. Immer mit einem Getränk bei Fuss, in dem die Eiswürfel klirren. Ein eiskalter Sirup etwa, 



ein Icekaffee, 




irgendwas in der Art. Nix da mit Sonneanbeten, Lümmeln im Strandbad oder Ähnlichem. 

Genau deshalb bin ich auch so froh, dass die Jungs in 3 Wochen wieder in den Jura fahren dürfen. (Jacqui, ES rückt näher!!)
Wenn man Wert darauf legt, nicht von den Mücken gefressen zu werden, dann geht Ausreiten nur noch frühmorgens. Am besten schon vor 7 Uhr. Leider gibt's auch bei den Mücken Frühaufsteher, und wenn's ganz arg kommt, dann treffen wir schon um die Zeit auf Pferdebremsen. Ihr wisst schon, diese RIESIGEN, brummenden, stechenden Teile, die es mit Vorliebe auf meine Mopeds abgesehen haben. Und DIE bringen vor allem JohnBoy in Rage. Da verliert sogar dieses sonst so ausgeglichene, nervenstarke Pony jedwelche Contenance.Ihr habt noch nie ein Pferd gesehen, was so leichtfüssig und elegant mit allen Vieren gleichzeitig in ALLE Himmelsrichtungen ausschlagen kann! Dieses (un)koordinierte Gehoppele kann man auch nicht mehr ernsthaft REITEN nennen, eher schon geht es da um ein irgendwie in die vorgesehene Richtung gesteuertes Sackhüpfen mit Pferd......  :oD

Auf solche Hitzetage folgen ja in der Regel heftigste Gewitter, wie wir gestern eines hatten. Es regnete, blitzte und donnerte so intensiv, es raste ein so ungestümer Wind durch die Gegend, dass ich spätabends nochmal zum Stall fuhr, um mich zu versichern, dass alles okay sei. Naja, wenn man davon absieht, dass ich bis zu den Knöcheln im Wasser stand, als ich aus dem Auto stieg, und dass das dem ungefähren Wasserstand RUND UM DEN STALL entsprach, war soweit alles i.O. 



(Nein, das ist kein Sonnenuntergang! Dieses unheimliche Himmelsbild haben wir beim gestrigen Gewitter zu sehen bekommen!)

Aber doch, ich mag ihn trotzdem, den Sommer, irgendwie. Er hat auch viel Schönes! Ich gönne ihn allen von Herzen, die sich mit der Hitze nicht so schwertun wie ich. Denn ich weiss ja: MEINE Jahreszeit erstreckt sich über 9 Monate...! Und sie kommt bald wieder, *gggg*!

Habt einen wunderschönen Sonntag, meine Lieben!
Wir werden jetzt gleich mal den Grill anschmeissen, "Gschwellti" (Pellkartoffeln) im Duromatic (harr-harr....) kochen und einen Kräuterquark dazu anrühren....

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Sonntag, 31. Mai 2015

ÉTÉ....

....und es herrscht grad ein wenig Flaute hier auf meinem Blog.....

Aber das warme, angenehme Wetter zerrt einem weg vom Computer, raus in die blühende Natur, zu den Ponys und Mietzchen oder auf die schattige, gemütliche Loggia. 
Reingefläzt in den bequemen Sessel, mit einem dicken Kissen im Rücken und einem schönen Bildband auf den Knien. 
Ab und zu den Blick in den Garten schweifen lassen, der nicht weiss wohin mit seiner Energie, seinen Gedanken nachhängen.
Den tiefen Klängen des grossen Windspiels lauschen, das vom leisen Wind in sachte Bewegung versetzt wird. 
Und immer mal wieder an der blühenden Pflanze in der Vase auf dem Tischchen schnuppern. Ich weiss nicht, wie sie heisst. Aber ihr Duft ist betörend!
Ruhe. 
Erholung.
Und als "i-Pünktchen" eine Mascarponecrème mit Rhabarberkompott, begleitet von einem Earl Grey.
Achjaaaaaaaaaaahhhhhhhh.........

;oD



Und ihr so?


Habt es fein!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

Freitag, 22. Mai 2015

BABYALARM!

Die treuen Leser/innen meines Blogs kennen sie ja, die Geschichte meiner Stallmietzchen-Rasselbande. Die der Katzenmama also, die vor 3 Jahren mit ihren 6 Babys meinen Heuboden im Stall als ihr neues Zuhause auserkor und da "wohnen" blieb. Nachdem die weibliche Nachkommenschaft auch alle bereits wieder einmal Junge hatten, liessen wir so viele Samtpfötchen wie möglich kastrieren, wobei uns zum Teil der ansässige Tierschutz verdankenswerterweise finanziell unterstützt hat. Nur die "Urmama" und ihre Tochter Daisy haben wir nicht in die Katzenfalle bekommen, weil die beiden einfach sehr scheu und äusserst vorsichtig sind.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Daisy trug natürlich dieses Frühjahr wieder einen dicken Bauch spazieren. Und der war eines Tages dann plötzlich wieder weg. ;o) Wir machten uns Gedanken, wo denn die Kleinen sein könnten, wollten aber nicht nach ihnen suchen. Daisy hätte sich gestört fühlen und auf die Idee kommen können, die Kleinen wegzutragen, was lebensbedrohend für die Kleinen werden kann. (Das hatten wir ja schon mal: Da blieb eines der Babys bei eisigem Wetter draussen auf dem Parkplatz liegen, und wir schafften es dann trotz aller Bemühungen leider nicht, es am Leben zu erhalten.....)

Letztes WE stieg ich also abends auf den Heuboden, um Futter für die Ponys zu holen. Schon auf der Treppe hörte ich lautes Schreien - Mietzenbabygeschrei, das war mir sofort klar. Kein wirklich gutes Zeichen....! Und da sah ich sie auch schon: 3 klitzekleine, hungrige, weinende Kitten, die der knurrende Magen aus ihrem Nestchen zwischen den Heuballen hatte hervorkrabbeln lassen. Sie sahen zwar gut genährt aus, aber wenn Katzenbabys so schreien, dann haben sie Hunger- ganz, ganz viiiieeel Hunger!




Gut, dass es im Hummel'schen Stall das Equipement zur Mietzenbabyaufzucht gibt! Ich holte also die kleine Nuckelflasche raus, wärmte Katzenmilch an und bot sie den Babys an. Und hast du nicht gesehen: Die Babys begriffen sofort, um was es da ging. Zogen gierig am Schnuller und hatten das Fläschchen mit vereinten Kräften innert kurzer Zeit leergemacht.




Tja, und jetzt greife ich also 4 mal am Tag zur Flasche. Ich brauche nur "Babys! Babys!" zu rufen, und schon kommen sie auf ihren zittrigen Beinchen aus ihrem Nestchen gewackelt, klettern an meinen Hosenbeinen hoch und vermelden lautstark, wie furchtbar, gaaaanz fuuuurchtbar hungrig sie doch sind! 
Eine wirklich ganz entzückende kleine Schar ist das, aufgeweckt und drollig, die mit ihren kugelrunden blauen Äuglein in die Welt staunt.




Für 2 von ihnen gibt es schon eine Interessentin. Drückt mal ordentlich die Daumen, dass es klappt! 




Und das Rabenschwarze, das werde ich wohl behalten. Zwischen uns beiden hat sich schon eine ganz spezielle Beziehung entwickelt...! ;oD




Euch allen ein wunderschönes langes WE,
geniesst den geschenkten freien Tag!
Meeeooowww!!!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Ach, und in diesem Zusammenhang noch ein Buchtipp: 
Meine liebe Frau Shabbyhus hat mir letzthin den Bildband "KATZEN- Französische Landsitze und ihre Bewohner" von Rachael McKenna (Verlag Knesebeck) geschenkt. Ein wunderbares visuelles Erlebnis für alle, die sich für alte französische Gemäuer und ihre nonchalentenen Samtpfoten-Bewohner begeistern können! 


Donnerstag, 14. Mai 2015

FRÜHER....

Ach, das Leben ist schön!
Ich hab ja grade Ferien. Das ist für sich schon eine herrliche Sache, aber das wunderbare Wetter, das seit Tagen anhält, perfektioniert das Ganze noch. Man wähnt sich beinahe schon im Sommer, die Bauern heuen, es duftet caramellig nach gemähtem, langsam trocknendem Gras, die Schwalben im Stall bauen ihre Nestchen aus, die Ponys geniessen Tag und Nacht ihre Weide. 
Grade sass ich auf unserer Loggia, die wir neu eingerichtet haben, mit den Loungesesseln, die vorher auf dem Balkon standen. Aber dort ist es oft zu heiss, weil er schon früh besonnt wird. Auf der Loggia hingegen ist es den ganzen Tag angenehm kühl, es weht beinahe immer ein leises Lüftchen, welches wiederum das grosse Windspiel in Bewegung versetzt und ihm zarte Töne entlockt- kurz, sie ist ein sehr hübsches Eckchen, um zu sitzen, zu lesen, in den herrlichen Garten zu schauen.
Vorhin also genoss ich dort den stillen Feiertagsmorgen und las die "Flow". (Kennt ihr das Magazin? Ich kann es euch nur empfehlen, es hebt sich wohltuend von allen andern ab, die ich bis jetzt kenne. Es ist prallvoll mit Reportagen über interessante Menschen, mit tiefgründigen Texten zu allen möglichen Themen des Lebens, mit wunderbaren Bildern und Anregungen. Eine absolut inspirierende Quelle für Menschen, die sich gerne Gedanken machen und sich mit ihrem Da-Sein auseinandersetzen!)
Ich lasse also den Blick schweifen in den Garten, der eine Sinfonie spielt von frischem, saftigem Grün und zartem Blühen. Bleibe an den grossen, weissen Dolden hängen, die Hollunderblüten so ähneln, und schon sind sie da, die Erinnerungen an meine Kindheit.
Hinter meinem Elternhaus stand ein stämmiger, knorriger alter Hollunderbaum. Im Frühling entwickelten sich an ihm Unmengen von dicken, duftenden Blütenwolken. Meine Grossmutti sammelte diese zarten Gebilde ein und setzte aus ihnen eine Limonade an. Sie füllte die süsse Flüssigkeit in alte Glasflaschen und verschloss sie mit einem Korken. Damit dieser vom Gärprozess nicht aus der Flasche gedrückt wurde, band sie ihn mit einem Schnürchen kunstvoll fest. Ich könnte diese Flaschen noch malen!
Nach einer Weile begann die Limonade dann zu perlen, und das war der Moment, um die erste Flasche zu entkorken. Ich kann mich noch so genau an den feinen Geschmack und das zarte Kribbeln auf der Zunge erinnern! Immer wieder gingen wir hoch zu Grossmutti, die dann bereitwillig eine Flasche "köpfte" und die Gläser für uns füllte. Allzulange konnte man die Limonade auch nicht aufbewahren, denn irgendwann "kippte sie um", wenn die Gärung zu weit fortschritt.




Ganz viele Kindheitserinnerungen sind bei mir ans Essen und Trinken gekoppelt. Dazu gehören auch die Kandiszuckerketten im Kesselchen, das in einem Erker im Estrich stand und aus dem wir uns kleine Kandisklümpchen stibitzten. Oder die grosse "Stande" im Keller mit dem frischen Süssmost im Herbst. Oft machten wir uns nicht die Mühe, den Most in einen Krug abzufüllen, sondern leiteten den kühlen, süssen Inhalt der grossen Ballonflasche direkt in unseren Mund.
Nicht zu vergessen auch die wunderbaren frischen Waffeln meiner Oma, gefüllt mit Sauerkirschkompott oder einfach nur bestreut mit Zimt und Zucker. Ich rieche heute noch diesen Duft von warmer Butter und Vanillezucker, sehe Oma in der Küche, wie sie mit roten Bäckchen und mit ihrer blauweissen Schürze vor dem Bauch am Waffeleisen steht.

Was verbindet ihr mit eurer Kindheit? Welche Bilder steigen vor eurem geistigen Auge hoch bei gewissen Düften, Geräuschen oder Szenen?

Habt ein entspanntes, langes WE, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

Donnerstag, 7. Mai 2015

OOOOOOPS....I DID IT AGAIN!

Ach, es ist einfach ein Kreuz. Seitdem ich vor längerer Zeit in einer JdL ein DIY zum Thema "Stroffstreifenhäkeln" gesehen hab zucken meine Finger, sobald eine dicke, fette Häkelnadel und ein Stück Stoff in mein Gesichtsfeld kommen! ;oD
Dabei ist das sowas von ungesund! 

"Doch sind die Gelenke erst ruiniert, dann häkelt's sich ganz ungeniert!" *gggg*

Eigentlich wollte ich ja nur all die Stoffreste weghäkeln, die von meinen bisher 4 fertiggestellten Kissenhüllen übriggeblieben sind. 
Blöd nur, dass die schlussendlich nicht reichten und ich wieder losfahren musste zum Brocki, um Nachschub (sprich einen alten Duvetbezug) zu holen. 

Und das Ende vom Lied?

Das da:



.....und erneut ein grooooosser Stoffrest, der übriggeblieben ist. 
Neneneee....wo das noch hinführt?? Jetzt muss ich ja bald wieder ein Resteverhäkeln starten....ppffttthhhhh.....!! Egal. Es macht so viel Spass und es ist, mal abgesehen von den je länger je arthrotischer werdenden Händen ;oD, sehr entspannend, weil man beim Nadeln wunderbar seinen Gedanken nachhängen kann. Hat sich jemand von euch auch schon mit den Stoffstreifen versucht?

Naja. Molly jedenfalls liebt das von ihr beschlagnahmte Stoffstreifen-Sofakissen und hat schon viele Stunden bei süssen Träumen darauf verbracht.




Und ich kann weiterhin beim Lesen oder Fernsehen meine Beine gemütlich hochlagern. Jetzt mit aufgehübschtem Kissen und dem netten Gefühl, wieder was Ausgemustertem neues Leben eingehaucht zu haben.


°°°°°°°°°°

So, und Morgen ist Wochenendspurt. 

Habt es schön, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse
         *

PS: An dieser Stelle wieder mal ein herzliches Dankeschön an all die treuen Seelchen, die hier regelmässig vorbeikommen und so liebe Zeilen dalassen!



Donnerstag, 30. April 2015

WUNDERBARE MITTELMÄSSIGKEIT

"ICH KANN GANZ VIELES!"......

"Na Prost", denkt ihr jetzt bestimmt, und zieht leicht irritiert eine Augenbraue hoch, " die ist ja mit einem wohldosierten Selbstbewusstsein ausgestattet!"

Ja Moment! Der Satz war ja noch gar nicht zu Ende!

"ICK KANN GANZ VIELES, aber alles nur ein bisschen!".

So. Schon besser, ne? ;oD

Es gibt vieles, was ich jeden Tag tue, das mir viel Spass macht, manches auch ein bisschen weniger, und das meiste, also praktisch alles davon, widerspiegelt ein durchschnittliches Können und beweist eine durchschnittliche Begabung dafür. Eigentlich gibt es nichts, was ich extem-wahnsinnig-unglaublich-irrsinnsgut bewerkstellige!

Beispiele?

Ich kann ein bisschen kochen. Grade von solcher Qualität, dass HerrHummel und ich über die Runden kommen und nach dem Essen nicht grün im Gesicht werden....

Handarbeiten macht mir enormen Spass, aber es bleibt bei einfachen, unspektakulären, zwar recht hübschen, aber keinesfalls umwerfenden Endprodukten. Nixda mit kunstvoller Filethäkelei (ich krieg nicht mal ein Granny hin, Schande-über-mich!) oder meisterhaften Pullovern mit komplizierten norwegischen, isländischen oder wasweissichfürwelchen Einstrickmustern!

Reiten ist meine Passion, schon seit bald 40 Jahren. Ohne meine Jungs wäre ich nur eine halbe Hummel, ich komme wunderbar mit ihnen zurecht und wir verstehen uns ohne viele Worte. Ich vermag auch wilde Bocksprünge wortwörtlich auszusitzen (sofern sie denn gradeaus gehen und nicht in einer 180°-Wendung vollzogen werden... Auch ich schaffe es nicht, die Physik zu überlisten!!) und ich traue mir zu, junge, temperamentvolle Pferde zu reiten. Über die vielen Jahre habe ich mir einen grossen Schatz an Wissen und Erfahrung angeeignet und bin eine sehr sichere Reiterin. ABER: Mit wirklichem KÖNNEN im Sinne von hochstehender, eleganter, von Turniererfolgen zuhauf gekrönter Reiterei hat das wenig zu tun. (Mal abgesehen davon, dass ich Turniere jeglicher Art sowieso ziemlich argwöhnisch beobachte....)


(....kleiner visueller Unterbruch....)

Ich liebe es, mit Worten zu jonglieren und daraus einigermassen ansprechende und sinnvolle Texte zu klöppeln. Ich würde behaupten, dass ich zu 99% der deutschen Sprache fehlerfrei mächtig bin- trotzdem würde es kaum dazu reichen, etwa ein Buch herauszugeben, das freiwillige Käufer finden würde. Aber ich lasse mich nicht entmutigen und wage immer wieder, meine Wortgebilde unter's Volk zu bringen. Danke, dass ihr das aushaltet! ;oD

Es ist wahrscheinlich nicht anmassend wenn ich behaupte, im Job als eine zuverlässige, engagierte, loyale und gutgelaunte Mitarbeiterin wahrgenommen zu werden. Ob ich allerdings je als "Mitarbeiterin des Monats" in die Annalen eingehen werde wage ich zu bezweifeln.

Ich singe gerne schön laut (dafür nicht wirklich schön). Ich spreche ein wenig Französisch, Italienisch und Englisch und wundere mich immer wieder, dass man mich versteht. 

Und so könnte ich noch mehr und noch mehr Beispiele anführen, aber schon diese paar beweisen mir: Ich bin Mittelmass. 

Und wisst ihr was? Ich bin glücklich damit! Mittelmass ist was Tolles! Es erfüllt die meisten Ansprüche, es lässt einem ruhig schlafen und es nervt nicht mit überzogenen Forderungen. Mittelmass wird als "Standard" oder "Norm" definiert, ist also eigentlich in seiner ureigensten Bedeutung absolut nicht negativ behaftet.
Seien wir doch ehrlich: Alles, was das "gängige" Mittelmass vermeintlich übersteigt lenkt Neid und Missgunst auf sich. Erfolg, Reichtum und Schönheit würden viele gerne bei sich selber finden, nicht aber bei ihrem Gegenüber. 

Tja, da hab ich's doch wirklich gut! Ich darf zufrieden sein mit dem, was ich leiste. Wenn ich mal was nicht hinkriege: So what! Man muss nicht alles können können! Ich ärgere mich nicht selber damit, hinter zu hoch gesteckten Zielen herzujagen, nur um irgendwann kleinlaut zuzugeben, dass ich sie nicht erreichen werde. Und es ist ein wunderbar entspanntes Gefühl festzustellen, dass man weder sich noch andern was schuldig bleibt....

Ich hab dazu einen sehr treffenden Spruch im www gefunden:

NUR WER DAS MITTELMASS NICHT ÜBERSTEIGT 
KANN MIT WOHLWOLLEN RECHNEN!


Noch Fragen?? ;oD

Habt es fein, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *


Donnerstag, 16. April 2015

FRAGEN & ANTWORTEN


Minima Muse hat auf ihrem Blog, der das minimalistische Leben thematisiert, ein paar Fragen in den Raum gestellt. Ich denke schon, dass wir in Hummelzhausen inzwischen ein recht "minimalisiertes" Leben führen, obwohl wahrscheinlich jeder *Minimalismus* für sich anders definiert (das geht von der einfachen Konsumkontrolle, die man sich auferlegt,  bis zum Extremfall "Ich besitze nur 100 Dinge"!)

Ich hab mich also diesem Fragenkatalog gewidmet (und ja, meine Antworten sind vom Volumen her nicht wirklich minimalistisch, *ggg*!)
Wer Zeit und Lust zum Lesen hat: Bitteschön!

1. Wann hat das bei Dir angefangen mit dem Gedanken, minimalistisch leben zu wollen? War da ein Auslöser, oder war das eher schleichend?
Angenfangen hat es bei mir vor etwa 2 Jahren damit, dass mich ein Gefühl des Beengtseins beschlich. Ich bin nicht die grosse Sammlerin, hatte aber trotzdem den Eindruck, dass sich in unserem Zuhause einfach viel zuviele Dinge eingenistet hatten, die eigentlich gar nicht gebraucht wurden. Ausserdem war mein Leben seit Jahren sehr anstrengend, belastet von beruflichen und privaten Beziehungen und Verpflichtungen, deren Daseinsberechtigung nicht mehr gegeben war. Hinzu kam, dass ich kurze Zeit vorher grade meinen eigenen Interieurladen aufgegeben hatte, da war noch 'ne Menge Zeug vorhanden, das wegmusste.


2. Deine ersten Schritte, etwas zu verändern, kannst Du Dich daran erinnern, uns berichten?
Als erstes habe ich möglichst viel vom Ladeninventar auf ricardo.ch verkauft, den Rest eingepackt und bin damit an den Flohmarkt gefahren, der ausgesprochen erfolgreich für mich ablief! ;oD Der erste Schritt war getan, nun kam die Wohnung dran. Ich arbeite(te) mich systematisch vor, Schrank für Schrank. Dabei war und bin ich recht rigoros und überlege auch nicht lange, ob ich was weggeben will oder nicht. Aber es wird stetig weniger, und auch wenn ich noch nicht dort bin, wo ich hinwill: Jedes Stück, von dem ich mich trenne (oder es erst gar nicht kaufe!) ist ein Erfolg für mich!

3. Würdest Du Deine Anfangstätigkeiten auch anderen anraten, die gerade jetzt erstmals das Bedürfnis haben, mit weniger besser zu leben?
Auf jeden Fall! Aber man sollte darauf achten, sich nicht zu überfordern. Sich Schritt für Schritt vorzuarbeiten ist von deutlich mehr Erfolg gekrönt als zum ausufernden Rundumschlag ausholen zu wollen!

4. Was hältst Du von diesem … "jeden Tag ein Teil weniger"-Ding?
Gar nichts. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass ich wohl ein Teil rausholen würde, dann aber ganz bestimmt hängenbleiben und gleich zügig weiter entrümpeln würde. ;oD Für mich fühlt es sich deutlich besser an, gleich einen ganzen Schrank leerzuräumen, auszusortieren und das, was bleiben darf, wieder reinzustellen.

5. Dein(e) Gefühl(e) in Zusammenhang mit #Minimalismus. Beschreibe sie uns!
Es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl, zu erkennen, dass man sich mit diesem "Viel weniger ist mehr!" was ausgesprochen Gutes tut. Man könnte regelrecht euphorisch werden! Anfänglich nervte mich zwar, dass man schon mal schräg angeschaut wird und Unverständnis erntet, wenn man sich öffentlich dazu bekennt, seinen Konsum extrem zu beschränken und zu kontrollieren und sich von ganz vielem zu trennen. Man fühlt sich mitunter nicht ganz ernstgenommen dabei. Da wird auch gerne das Wort "Phase" in den Mund genommen. Inzwischen kann ich darüber nur noch lächeln!


 ...najaaaa...ganz SO leer ist es bei uns dann doch noch nicht! ;oD


6. Was war Dein gefühlt schlimmster “Rückschlag”?
Ganz ehrlich? Ich hatte noch keinen. Ich ziehe das total durch, grade eben WEIL man sich so gut fühlt dabei!

7. Würdest Du sagen #Minimalismus ist eine Lebenseinstellung?
Aber hundert pro! Man kann ja irgendwie gar nicht ein bisschen minimalistisch sein, irgendwo ist doch alles miteinander verkettet. Unterschiede im "minimalistisch-sein" bestehen für mich einzig darin, wie man Minimalismus für sich definiert.

8. Was soll das denn sein, das “besser” als Besitz ist?
Oh, da gibt es so vieles! Das Wichtigste ist für mich der Zeitgewinn, wenn man sich um vieles einfach nicht mehr kümmern muss, das früher vorhanden war. Seien das nun Dinge, Beziehungen oder Tätigkeiten, die einem vorher belastet haben. Und dann spart man natürlich einiges an Geld. Man kann es ganz anders und nachhaltiger einsetzen, wenn man sich nicht andauernd Dinge kauft, die man eigentlich gar nicht braucht.

9. Benenne uns Deine größte Bereicherung, die durchs Minimalisieren geschah.
Einerseits siehe letzte Antwort. Und dann finde ich es einfach total gut, dass ich gemerkt habe, dass ich auch meinem Partner damit einen Riesengefallen tue! ;oD Er ist ein sehr genügsamer Mensch und zieht in Sachen "minimalistisch-sein" voll mit!

10. Was findest Du immer noch hart bei Deinem minimalistischen Leben?
Vielleicht hört sich das jetzt seltsam an, aber es gibt NICHTS, was ich vermisse! Alles fühlt sich perfekt an (ausser dass ich, wie schon erwähnt, noch nicht am Ziel bin! Aber Geduld bringt Rosen, nichtwahr??). Ich kann mir nicht vorstellen, wieder was an meinem jetzigen Lebensstil ändern zu wollen. Er hat so viele positive Seiten!

11. Was beglückt Dich am meisten an Deinem minimalistischen Leben?
Dass ich so glasklar merke, wie gut mir das alles tut!

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Ach, ihr seid noch da?? Danke für's Mitlesen! :oD

Bis bald, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

Sonntag, 12. April 2015

GEFEIERT

Ich bin da mal ganz ehrlich: Religion(en) sind für mich ein schwieriges Thema. Aber natürlich war ich heute mit dabei, als mein Patenmädchen Catrin bei allerschönstem Wetter seine 1. Kommunion feierte. Es war sehr gemütlich, die Familie sass fröhlich beisammen und wir haben sehr lecker gegessen. 

Rund um einen eleganten Chignon trug Catrin mein Handmade-Haarkränzchen spazieren:


Passend dazu hab ich noch ein kleines Geschenk-Döschen gefummelt für den finanziellen Zustupf an's neue "Kicki" (Kickboard), welches sich Catrin gewünscht hat. Das alte war ihr gestohlen worden. 


Alles in allem war's ein gelungenes Fest! Und Frollein war, denke ich, sehr zufrieden.....

Ich wünsche euch einen flotten Start in die neue Woche!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Donnerstag, 9. April 2015

ANTHRAZIT

Hab ich eigentlich schon mal bei Gelegenheit erwähnt, dass ich Handgemachtes ganz furchtbar gerne leiden mag??

;oD

Unter Anderem und im Besonderen Handgetöpfertes? Meiner Meinung nach kommt da NICHTS industriell Gefertigtes gegen an. 
Ich hab ja inzwischen auch meine eigene Haus & Hof-Keramikerin an der Hand. Das Chacheli erfüllt geduldig meine Wünsche und trifft dabei den Nagel immer genau auf den Kopf!

Erinnert ihr euch an meine Teebecher, diese wunderbar handschmeichelnden, bodenständigen und doch so eleganten?
Die haben jetzt "Gspändli" bekommen. Teller, die von der Grösse her irgendwo zwischen Frühstücks- und Esstellern liegen, sodass man sie für alles Mögliche verwenden kann.



Simpel und doch soooo schön, nichtwahr??

Das Chacheli hat mir auch den "Probeteller" mitgeschickt, der ihrer Meinung nach einen zu hohen Rand abgekriegt hatte.



Was soll ich sagen? Der HerrHummel befand, dass man davon doch auch ein paar mehr im Schrank haben sollte...... Ihr ahnt es schon: er musste mich nicht lange bequatschen! Und so kommt's, dass in ein paar Wochen wohl noch ein zweites Päckchen vom Chacheli in Hummelzhausen eintrudelt :oD !

Unser "altes" Geschirr wird nun verkauft. Wir erwerben in Zukunft wohl nur noch handgemachte, ökologisch und künstlerisch wertvolle, unter fairen Bedingungen produzierte ;oD und allen ästethischen Ansprüchen gerecht werdende Chacheli-Keramik *ggg*!

Habt es fein, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
          *

....und ach, ist das ein Wetterchen zur Zeit! In der Natur beginnt alles "zu schiessen", und beim Ausritt durch den Wald gestern ist dieses Foto anstanden:








Samstag, 4. April 2015

BEKRÄNZT

Sooooo. Und heute, ganz kurz und knapp vor Ostern, mal wieder ein kleines DIY. Hab ja schon länger nichts mehr gewerkelt. Nein, es ist kein Ohasi, keine bemalten Eier, keingarnüscht Österliches. Naja, im weitesten Sinne vielleicht. 
Also: in einer Woche feiert mein Patenmädchen Catrin erste Kommunion. Und man hat mich darum gebeten, ihr doch was Dekoratives auf's hübsche Köpfchen zu kreieren. 
Hilfe! 
Da hat MEIN Kopf aber geraucht..... 
Grundlegende Frage: Kränzchen? Stirnband? Oder doch lieber ein Haarreif? Und wenn ja, wie soll das aussehen? 
In Ermangelung eines wirklich ausgereiften Konzepts zäumte ich das Pony von hinten auf. Und hab mir als erstes einfach ein paar Röschen aus breitem, champagnerfarbenem Geschenkband geknubbelt. Nachdem ich mir beim kläglich scheiternden Versuch, eine Anleitung auf Youtube nachzuarbeiten, beinahe die Finger abgebrochen hab, war ich kurz ganz leicht angesäuert. Aber irgendwie entstand doch plötzlich eine Art Blümchen in meinen Händen, ganz anderes zwar, als ich vorgehabt hatte, aber: Es hatte was von einem Röschen!
Der Knoten war geplatzt, und so ging das den ganzen Nachmittag fröhlich weiter: drehen, falten, kleben, Brandblase an den Zeigefingern vom Heissleim inklusive. (Kinders, wie kamen wir bloss früher ohne unsere Heissklebepistolen klar??)
Geschlagene 4 Stunden fummelte ich an dem Kränzchen rum, war schlussendlich aber doch sehr zufrieden.

Guckstdu:



Ich hoffe, Madamchen gefällt, was ich geschaffen habe. Die wissen ja heutzutage sehr genau, was sie wollen und was nicht, die kleinen Frolleins! ;oD


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Bei uns ist heute richtiges Gruselwetter, aber macht nix. Hat doch auch sein Gutes, viel Zeit für Gemütlichkeit zum Beispiel. Und ab Übermorgen soll der Frühling ja langsam zurückkehren!
So sah das hier gestern Morgen um 7 Uhr früh aus:



Hat doch auch seinen Charme, nichtwahr??

Bleibt mir also noch, euch allen wunderbar entspannte Osterfeiertage zu wünschen. Habt es schön und lasst die Seelchen baumeln!

Bis bald,
Hummelzherzensgrüsse!
         *