"Wer nicht an den christlichen Hintergrund von Weihnachten glaubt, der sollte Weihnachten auch nicht feiern."
Da war ich dann doch ein wenig derangiert.
Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Religion(en) wohl ein Thema waren und man die entsprechenden Feiertage zelebriert hat. Ich wurde getauft, ging als Kind zur Kommunion und an die Firmung. Aber wir wurden zu nichts gezwungen und meine Eltern liessen uns die Freiheit, uns zu diesem Thema eine eigene Meinung zu bilden. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass uns irgendetwas aufgedrängt wurde, und dafür bin ich meinen Eltern wirklich dankbar.
Ich habe mich inzwischen von der "gängigen" Religion abgewandt (wie auch immer man diese definieren möchte), glaube somit nicht (mehr) an die Geschichte rund um Weihnachten und folgedessen auch nicht an alles, was da mit dranhängt.
Meine "Religion" ist die Natur. Sie vollbringt jeden Tag Wunder, deren Bewerkstelligung ich keinem Menschen zutraue. Und sie tut es ohne den Anspruch auf Huldigung. Sie tut es- einfach so.
Ich möchte, bitteschön, das Thema "Religiosität" jetzt auch mit niemandem hier diskutieren. Dazu soll und darf jeder seine eigene Meinung haben, das gestehe ich allen zu. Und erwarte, dass man auch mir meinen Umgang damit lässt.
Aber ich fand es sehr befremdlich von der Verfasserin dieser Kolumne, so rigoros zu urteilen und anderen etwas abzusprechen.
Weihnachten ist für mich inzwischen zu einem wunderbaren Winterfest für die Familie geworden. Eines, das für mich als Erwachsene mit ganz vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Ein Fest, das die Familie zusammenbringt, egal, wie weit verstreut man lebt. Eines, das von ganz viel Gemütlichkeit geprägt ist, von munterer Heimlichtuerei und der echten Freude, für andere kleine Präsente zu besorgen. Sie ist für mich ein Synonym für "Zeit-haben-füreinander". Und für eine beruhigte Spanne im Jahr, in der ich mich oft auch ein wenig auf mich selbst zurückgeworfen fühle und in der meine Gedankenwelt sich noch viel angeregter bemerkbar macht als sonst schon.
Die Jahreszeit, in der dieses Fest stattfindet, ist für mich ausserdem die schönste im Jahr. Nicht allein dieses Festes wegen, sondern weil die Natur sich dann von ihrer archaischten, aber gerade dadurch für mich unglaublich behütenden Seite zeigt.
Ich fühle mich nie aufgehobener als im Winter, kann nichts Düsteres und Unwirtliches an ihm erkennen.
via pixabay
Wer nach christlichen Werten leben will, der sollte die Grösse aufbringen, anderen ihren Umgang mit Weihnachten in der Form zu lassen, wie sie es als richtig erachten. Denn das Beharren auf althergebrachten Werten und Ansichten, die man kritiklos über Allem ausbreitet, zeugt meiner Meinung nach nicht davon, diese Werte auch richtig verstanden zu haben.
Also werde ich weiterhin und unbeirrt "meine" Version von Weihnachten feiern.
Dafür braucht mir niemand den Segen zu geben. 😊
Frohen ersten Apfenz, meine Lieben,
kerzenlichterhellte Hummelz
ICH ÜBERNEHME KEINE HAFTUNG FÜR DIE INHALTE EXTERNER LINKS, DIE ÜBER MEINEN BLOG ZUGÄNGLICH SIND.
FÜR DEN INHALT DER VERLINKTEN SEITEN SIND AUSSCHLIESSLICH DEREN BETREIBER VERANTWORTLICH.
ALLE BILDER UND TEXTE AUF MEINEM BLOG SIND (WENN NICHT ANDERS GEKENNZEICHNET) MEIN EIGENTUM-
SOMIT DÜRFEN SIE NICHT OHNE MEINE AUSDRÜCKLICHE ERLAUBNIS KOPIERT ODER WEITERVERWENDET WERDEN.
ICH WEISE DARAUF HIN, DASS BLOGGER UND GOOGLE AUF DIESEM BLOG VERSCHIEDENE COOKIES VERWENDEN.









