Dienstag, 18. Oktober 2016

ZUR RICHTIGEN ZEIT AM RICHTIGEN ORT

Mannmannmann....DAS war ja wieder mal was. 
PUUUHHHHHHHH.
Wie gut, dass wir grade Ferien haben (juu-huuuchz!!) und somit später als gewöhnlich im Stall aufschlagen, um allen vierbeinigen Freunden Frühstück zu servieren und die Gemächer sauberzumachen.




Aber von vorne:
Fahren wir also heute um 7 Uhr früh zu den Ponys. Als erstes bekommen sie immer ihr Heu serviert, und es verbreitet sich sofort gefrässige Ruhe (nur unterlegt von dumpfen, regelmässigen Mahlgeräuschen der Zähne).
Aber irgendwie.....was ist mit Johnny los? Der steht in der Gegend rum, würdigt das Heu keines Blickes und schüttelt immer wieder den grossen Kopf.
"Na, keinen Hunger heute??" frage ich ihn, nur um mir gleichzeitig schon Sorgen zu machen, denn DAS ist sehr ungewöhnlich.
Wir fangen also an, den Stall auszumisten; dabei behalte ich John aber immer im Auge.
Und prompt geht das los, was ich insgeheim bereits befürchtet hatte:  
Er guckt nach seinem Bauch, stampft mit den Hufen auf und versucht immer wieder, sich hinzulegen.
Vor meinem geistigen Auge taucht das Schreckgespenst aller Pferdehalter auf.

KOLIK!!!

Sofort rufe ich den Veterinär an (ist mir jetzt grad völlig Wurscht, wie früh das noch ist!), und der verspricht, gleich jemanden loszuschicken.

Zwischenzeitlich wollen wir mit Johnny auf dem Reitplatz Runden drehen, denn das verhindert a) das Hinlegen und b) animiert es den Darm, aber John weigert sich. 
Also binde ich ihn an der Stallwand an, damit sich John nicht hinlegen kann, mit geöffnetem Halfter, wie ich das immer tue. HerrHummel bekommt die Aufgabe, bei ihm Wache zu schieben, damit ich mich unterdessen um die Mietzchen kümmern kann.

Ich komme eben wieder die Heubodentreppe runter und in den Stall rein, da sehe ich grade noch, wie Johnny umkippt. Einfach so. Wie wenn ihm jemand die Hufe unter dem Körper weggezogen hätte. Gottseidank fällt er mit dem Rücken zur Wand, was den Sturz ein wenig abbremst, aber unglücklicherweise fällt er dabei auf die Anbindekette, sodass er mit dem ganzen Gewicht seines Kopfes und Halses da draufdrückt. Ich schaffe es, ihm das Halfter über die Ohren zu ziehen, aber nicht, es ihm ganz vom Kopf abzunehmen. An den Panikhaken kommen wir nicht dran, weil der genau in der Kehle zu liegen gekommen ist und jetzt unter Spannung steht.
HerrHummel und ich schieben und heben aus Leibeskräften- aber hat jemand von euch schon mal versucht, um die 700 Kilo ohnmächtiges Lebendgewicht von der Stelle zu bugsieren?? Eben. Zu allem Unglück hat sich John zwischenzeitlich irgendwie auch noch auf den Rücken gedreht, die Beine hängen in der Luft- ein wirklich beängstigendes Bild ist das. 
Ich weiss mir nicht anders zu helfen als einen Strick zu holen, ihm den doppelt um den Hals zu legen und dann mit aller Kraft das Pferd hin- und herzuschaukeln. Und siehe da: Plötzlich wird John seiner 7 Sinne wieder mächtig und springt mit einem einzigen Schwung auf die Beine.

Seltsamerweise ist er von dem Moment an ganz ruhig, wie wenn nichts gewesen wäre.

Gottseidank trifft ein paar Minuten später die Tierärztin ein und untersucht ihn. Die Darmgeräusche seien etwas vermindert, der Kreislauf okay, meint sie. Und spritzt ihm ein Spasmolytika. Ein krampflösendes Mittel also.

Sie empfiehlt uns, jetzt doch noch einen längeren Spaziergang mit ihm zu machen, damit die Darmtätigkeit angekrubelt wird, und ihm hinterher Heu anzubieten. 
Gemeinsam mit seinem Freund Harry marschieren wir also eine zügige Runde durch den Wald, Johnny hält flott mit und ist wieder ganz der Alte. Und wir müssen ihn hinterher auch nicht zwei Mal bitten, als wir ihm sein Heu vorlegen.

Mannmannmann. Wir haben alle echt Glück gehabt. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn Johnny irgendwann im Laufe des Morgens umgefallen wäre, und keiner hätte es gemerkt......

HerrHummel ist immer noch ganz geknickt- sowas kann er sehr schlecht ab.
Und ich bin einfach froh, dass wir zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle waren. Mit Koliken ist nicht zu spassen; schon ein paar Stunden können über Leben und Tod entscheiden!
Es reicht völlig, dass uns im letzten Jahr Vajo und Ali verlassen haben......

Für mich hat sich mal wieder bestätigt: 
Ich werde nach wie vor keine Halfter schliessen, wenn ich ein Pony anbinde.

Und gleich fahren wir nochmal los zum Stall. Gucken, was die Jungs so treiben.


Habt einen schönen Tag! Und passt auf eure 4beinigen Freunde auf! 


Nachtrag: Vorhin kam uns Johnny wiehernd entgegengetrabt und machte sich dann auch gleich über's Futter her - man kann also Entwarnung geben! :oD


Kommentare:

  1. Ach Du große Güte! Wie gut, das Ihr da wart. Und über die Funktionalität von Panikhaken schweige ich jetzt mal lieber. Die öffnen sich nur, wenn man das gerade NICHT gebrauchen kann, mir ist mal Ähnliches pasiert. Das er einfach so aus den Latschen gekippt ist, hätte mich am meisten mitgenommen. Gut, das Johnny wieder auf den Beiden und mit Appetit gesegnet ist!
    Liebe Grüße von Karen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja was meinst du, wie WIR geguckt haben? Das kann man sich gar nicht vorstellen, dass ein Pferd einfach so umfällt. Da stehst du dann und denkst, dich tritt..öhemm... ein Pferd...! Dein grosser, starker Freund, der dich sonst über Stock und Stein trägt kippt einfach um. Da brauchst du erst ein Weilchen, um überhaupt zu kapieren, was grade passiert ist.
      Aber jetzt gehts ihm wieder gut. HerrHummel ist eben vom Fitnesstraining nach hause gekommen und hat grad noch eine Kurve zum Stall gemacht. Ich glaube, ihm hängt das noch schiefer im Magen als mir.....
      Genau: Es sollte mal einer anständige, wirklich funktionstüchtige Panikhaken konstruieren. Das kann doch eigentlich nicht so schwierig sein??
      Hab einen schönen Abend, danke für dein Dasein und liebe Grüsse!

      Löschen
  2. mannmannmann! dass ein pferd einfach so ohnmächtig wird wie eine operndiva beeindruckt mich jetzt schwer! so ein glück dass ihr da wart!
    und nochmehr glück dass es offenbar nur ein schnell vorübergehendes ereignis war!
    wovon kommt so eine kolik? was falsches gefressen? der bahnwärter wüsste das jetzt - aber der muss ja schuften inne stadt.
    muss gleich mal nach dem lieschen sehen - die strolcht draussen rum und obwohl ich weis dass sie eine schlaue katze mit funktionierenden instinkten ist mag ich es doch am liebsten sie in sichtweite zu haben..... ich altes huhn....gluckgluck :-)
    puschel mal alle anständig von mir! xxxxxx

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja ne?? Das hab ich in meiner über 32jährigen Reiterkarriere effektiv noch nie erlebt. Und deshalb schockiert es einem wirklich. Aber wir haben uns alle inzwischen wieder ein wenig vom Schreck erholt.
      Koliken können viele Gründe haben: Schlechtes oder zuviel Futter, zu junges, zu gehaltvolles Gras im Frühling auf der Weide, psychische Einflüsse sogar. Am Futter kann es nicht gelegen haben, wir füttern nur gutes Heu, dazu ein paar Rüebli und Äpfel, wenig trockenes Brot. Aber Johnny hat seit jeher einen etwas labilen Magen-Darmtrakt, wir haben schon alles Mögliche und Unmögliche versucht, von Heilerde über Schüsslersalze zu Homöopathie hin zu speziellen Medikamenten- nichts nützt. Er hatte schon 2 Mal beginnende Koliken in seinem inzwischen 16jährigen Leben, aber umgefallen ist er tatsächlich noch nie- gottseidank. Und nochmal brauche ich das echt nicht....
      Aber er war schon immer der "Denker" in unserer Herde, steht oft in einer Ecke und du kannst direkt sehen, dass da was in seinem Kopf abgeht. Wäre er ein Mensch, ich denke, er würde als hochsensibel eingestuft. Und clever ist er; wenn er was Neues lernen soll, dann kann der einfach immer alles gleich.
      Ich bin doch auch so eine Glucke wie du, immer kommen erst die Tiere, und für sie ist mir nichts zuviel. Aber ich vertraue auch ein wenig darauf, dass alles so kommt, wie es muss, und schaffe es inzwischen wirklich, mir nicht allzu viele Sorgen um sie zu machen. Bisher hat es funktioniert.....
      Ebenfalls herzliche Krauler ans Lisbethchen und ganz liebe Grüsse zu dir hin! Schön, dass du dagewesen bist!

      Löschen
  3. Schön, dass es schon wieder Entwarnung gibt. Manchmal ist man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und nicht unbedingt immer nur was Glück angeht, sondern auch um schlimmeres zu verhindern. Schon seltsam (und gut) die Dinge manchmal laufen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, nichtwahr?? Und bisher hatte ich immer das Glück, genau dann Ferien oder frei zu haben, wenn irgendwas mit meinen Tieren nicht in Ordnung war. Knock-knock on wood! Die Geschichte hätte sonst echt ins Auge gehen können. Koliken sind, wenn man sie rechtzeitig "erwischt", eigentlich recht einfach zu behandeln. Aber wehe, es gehen ein paar Stunden zuviel ins Land- das kann ein Pferd das Leben kosten!
      Wir kamen soeben vom Abendstall zurück. John mampft fröhlich sein Heu und tut, wie wenn nix gewesen wäre. Pppfftttthhhh......!!
      Hab einen schönen Abend, liebe Grüsse!

      Löschen
  4. Ach du liebe Zeit, Hummelchen,
    das war ja gleich mal eine Adrenalindusche in aller Frühe schon! Mir kommt's fast so vor, als hätte Johnny euer Geschaukel wieder auf Trab gebracht - vielleicht habt ihr da ja irgendwas losgerüttelt oder so, das seinen Darm verlegt hat? Jedenfalls wirklich gut, dass ihr zum rechten Zeitpunkt da gewesen seid und so alles nochmal gut gelaufen ist!!! Knutsch mir die großen und die kleinen 4Beiner herzhaftest!
    Ganz herzliche Rostrosengrüße und alles Liebe von der Traude

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ...und so einen Schub brauche ich definitiv nicht- schon gar nicht frühmorgens! Aber ist ja nochmal alles gutgegangen.
      Das haben wir uns auch gedacht, dass die Schaukelei irgendwas gelöst hat in seinem Bauch. Eigentlich hätte sie nur dazu dienen sollen, ihn irgendwie wieder in eine Position zu bringen, in der er normal atmen kann. Er hat nämlich ganz schön geröchelt, der Ärmste! Auf jeden Fall muss der dolle Schmerzen gehabt haben. So schnell fällt ein Pferd nämlich definitiv nicht um, das hab ich ja noch nie erlebt! Und ich dachte, in den vielen Jahren schon so einiges gesehen zu haben. Hui-ui-ui.......
      Hab einen schönen Abend noch, schlaf gut und liebe Grüsse!

      Löschen
  5. Ohhh jeee Frau Hummel ,
    da hatte John aber ganz tolle *Schutzengel* , die zur rechten Zeit am rechten Ort waren.
    Ich bin richtig froh seit ihr *Drei* mit dem Schrecken davon gekommen .
    700 kilo Lebendgewicht die in Ohnmacht fallen , da muss man sich echt erst zu Helfen wissen .
    Ich wünsch euch allen einen gemütlichen Herbst
    ohne weiteren Adrenalin -Schübe .
    Herzlichst caro
    die ja den *savoir-vivre* im Blut hat
    und deswegen den letzten Post gar nicht erst Kommentiert hat
    .....wäre ja echt überflüssig gewesen....du kennst mich ja *zu gut* , grins.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ....aber ich sags dir: Du stehst vor diesem grossen Tier, das da verdreht und röchelnd am Boden liegt, und hast keine Ahnung, was du tun sollst. Gottseidank bleibe ich in solchen Situationen immer sehr ruhig, das bringt wohl die Erfahrung in meinem Job so mit sich. Aber in diesem Fall reichen schlicht die einfachen körperlichen Kräfte nicht aus, um wirklich was zu unternehmen, auch wenn du eine Lösung für das Problem hättest. Ich glaube, da könntest du zu Viert oder Fünft an dem armen Tier rumzerren, und es würde irgendwie nicht viel bringen. Vor allem, wenn dieser blöde Panikhaken seinen Zweck nicht erfüllt! Denn eigentlich müsste der sich auf so grossen Zug von alleine öffnen. Fehlkonstruktion, das!! Aber Gottseidank habe ich mir angewöhnt, die Halfter nie zu schliessen. Wäre die nämlich richtig eingehakt gewesen, dann hätte John nie und nimmer wieder von alleine auf die Beine kommen können. Aber seitdem ich vor vielen Jahren mal gesehen habe, wie sich ein Fohlen bei einer ähnlichen Aktion beinahe das Genick gebrochen hat, wird in meinem Stall kein Halfter mehr richtig zugemacht. Ich kann es allen nur empfehlen!
      Jaja, ich weiss doch, dass du weisst, wie man "savoir-vivre" buchstabiert, *ggg*!
      Häb e scheeni Wuche nu, liebi Griess!!

      Löschen
  6. Oh je oh je, dass war ja echt heftig, zum Glück ist alles gut gegangen, puuuuuhhhh
    Alles Liebe für euch alle
    herzlichst Tatjana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das wars. Das möchte man nicht öfter erleben! Aber da ist wohl ein Ponyengel im Stall rumgeflattert. Einen Moment lang dachte ich wirklich, dass Johnnys letztes Stündchen geschlagen hat....
      Krauler an deine Bande und herzliche Grüsse an dich!

      Löschen
  7. Oh jeh armes Tier. Von Pferden habe ich überhaupt keine Ahnung. Typisch Stadtkind halt. Der Göga hatte ja mal zwei Ponys und liebt Pferde und dahervweiss ich das eine Kolik wohl immer Horror war. Zum Glück ging es einigermaßen gut.
    Alles Liebe für euch, was für ein Schreck!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kolik ist so ungefähr das Schlimmste. Weil sie sich so klammheimlich anschleicht, du merkst oft erst was, wenn sie schon in vollem Gange ist. Und dann ist es manchmal zu spät.....
      Heute Morgen beim Reiten hat man ihm kaum noch was angemerkt, vielleicht war er ein wenig ruhiger als gewöhnlich, aber sonst war nix Spezielles. Naja, wir haben es aber auch ruhig angehen lassen. Man muss ihm noch ein bisschen Zeit für die Rekonvaleszenz gönnen, dem Guten!
      Dir einen schönen Tag, liebe Grüsse!

      Löschen
  8. Ach du lieber Gott da habt ihr ja wirklich richtiges Glück gehabt...Ich kenne das auch von meiner Freundin ihrem Pferd, man weiß dann wirklich nicht was man machen soll, man funktioniert einfach nur noch..
    Aber Gott sei Dank ist alles gut gegangen..
    Ganz liebe Grüße
    Annett

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja wirklich, ein Glück, dass wir Ferien haben!
      Man wüsste eigentlich schon, was man tun könnte, aber versuch das mal! HerrHummel und ich sind ja beide nicht von Pappe, aber da hast du keine Chance. Schon ein ohnmächtiger Mensch ist schwer und sperrig wie ein Sack Kartoffeln, aber ein Pferd?!? Boahh. HerrHummel hat heute Rückenschmerzen, und ich derben Muskelkater in den Oberschenkeln, weil ich Johns Hals und Kopf damit abgestützt habe beim Versuch, das Halfter von seinem Kopf zu kriegen. Das merkt man aber erst hinterher.....
      Liebe Grüsse zurück!

      Löschen
  9. Ach du lieber Gott da habt ihr ja wirklich richtiges Glück gehabt...Ich kenne das auch von meiner Freundin ihrem Pferd, man weiß dann wirklich nicht was man machen soll, man funktioniert einfach nur noch..
    Aber Gott sei Dank ist alles gut gegangen..
    Ganz liebe Grüße
    Annett

    AntwortenLöschen
  10. SO sind se! Und man denkt, sie sterben, während kurze Zeit wieder alles ist, als wäre nie was gewesen, und sie gucken einen an, als ob sie sagen wollen: Na? Was haste denn??
    Na, aber UFF, alles gut gegangen... Ich wäre danach einen Tag nicht mehr zu gebrauchen gewesen.
    Und das mit dem Halfter, das finde ich auch. In unsrem Reitstall fand man mal einen jungen Hengst so, am Halfter stranguliert... Man weiß nie, was ist. Lieber auf Nummer super-sicher.
    Genieße die Zeit, Deinen Kerlchen und euch geht es nun gut, das ist alles, was zählt.
    Ganz lieben Umärmler, Deine Méa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ohja. Wir dachten wirklich eine Weile, der Gute stirbt uns weg. Lag da, die Beine in der Luft, und röchelte. Was für ein Bild.....
      Ich denke aber schon dass John hinterher genau kapiert hat, dass die Situation nicht so prickelnd war. Auf jeden Fall hat er mich heute immer wieder mit dem Kopf angestupst beim Füttern und nach dem Reiten. Er ist ja wirklich clever; dem Pferd traue ich mental so einiges zu!
      Wir hatten auch mal so einen Fall mit einem Fohlen. Das hatte die Besitzerin an einer Kette mit KARABINERHAKEN und geschlossenem Halfter angebunden (wie kann man nur??), und das Fohlen hatte sich so unglücklich unter der Kette durchgezwängt, dass es hinterher in der Luft hing, mit seinem ganzen Gewicht am Kopf. Ich dachte, der bricht sich gleich das Genick. Seine Besitzerin und ich waren alleine mit dem Tier, aber irgendwie haben wir es geschafft, das Fohlen loszukriegen. Aber das war knapp. So ein Pferdegenick hält auch nicht viel mehr aus als ein menschliches, ne??
      Bei mir im Stall ist das Pflicht, die Sache mit den offenen Halftern. Absolut.
      Auch euch im Hause König einen schönen Herbst weiterhin, ;oD, herzlichste Grüsse und Drüüücker!

      Löschen
  11. Hallo Hummelchen

    Ich freue mich einfach zuerst einmal, dass du wieder "zurück" bist ;-) Die Abstecher zu dir haben mir echt gefehlt. ...und nach ein paar Tagen Jura, wo meine Gedanken immer wieder zu dir und deinen Pferden wanderten, war's dann soooo toll, als beim Klick auf deinen Blog 1,2,3... neue Einträge erschienen sind. Daumenhoch - für dich und Jonny und ein bisschen natürlich auch für Herrn Hummel ;-)
    Mit liebsten Grüssen Frau Zifferblatt

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, das freut mich, dass du dich freust! ;oD Du warst im Jura? Schön da, gell?!
      Jaja, habs halt dooch nicht ganz ausgehalten ohne meinen Blog, das Schreiben und euch. Jetzt gibts hier mal mehr, mal weniger zu lesen, je nach Lust und Laune und anstehenden Themen, die es dringend zu "beackern" gilt! ;oD
      Johnny ist wieder ganz der Alte, nur der HerrHummel noch nicht. Dem steckt der Schreck noch ein wenig in den Knochen...... Aber ich werde dein "Daumen hoch" an ihn weiterleiten!
      Hab einen schönen Abend, herzliche Grüsse!

      Löschen
  12. Meine liebe Frau Hummel,
    wie ein Thriller liest sich dein Post… meine Güte. Und ich musste daran denken, wie stark wir Frauen sind, stääääärker als die Männer hihi. Ich bin so freu, Du liebe, dass dem „Denker“ wieder gut geht. Wie schön du es beschreibst. Die Jungs wissen bestimmt, was für eine wunderbare Mama du bist und sind einfach glücklich und zufrieden. Ist das nicht schön? Danke für deinen lieben Kommi, habe mich sehr gefreut. Alles Liebe Dir und hab es wundervoll, es ist „unsere Zeit“, hihi. Und baldigst ist der November da, mein alleeeeeeeerliebster Monat!
    Ich drück dich, deine Grażyna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, mental sind wir vielleicht ab und zu stärker....aber gegen den HerrnHummel hab ich rein kräftemässig nichts zu melden! Der ist ein ziemlicher Bär, beinahe 1,90 gross und kräftig gebaut, *ggg*! Aber gemeinsam haben wird das Kind- bzw. das Pony!- geschaukelt, wortwörtlich.
      Ja, wir sind ein wirklich gutes Team, die Ponys und wir Zweibeiner. Da kommt auch viel zurück von den Tieren, was aber, denke ich, erst möglich ist, wenn man so eng zusammenlebt. Mit einem Pferd aus der Reitschule, das man 1x die Woche sieht oder so, wird das wohl kaum möglich sein.
      Ohja, November..ich freu mich auch drauf! Und auf den Advent, ich liebe diese Zeit! So herrlich geheimnisvoll, mit ganz viel Werkeln und Sich-Vorfreuen und schönen Düften...hachzzz......
      Hab es auch ganz besonders schön, herzlichste Grüsse und Drüüücker!

      Löschen
    2. Ich meinte die mentale Stärke, liebe Frau Hummel… den physisch können wir den Giganten nicht das Wasser reichen
      Alles Liebe aus dem wunderschönen feuchtgrauen Norden!

      Löschen
  13. Meine Güte was für ein Schock, wir hatten früher auch Pferde ich kenn das mit den Koliken nur das eins Ohnmächtig geworden ist hab ich noch nicht gehört.
    bei dem Gedanken wird einem echt bange. da hätte ja noch viel schlimmeres passieren können, man leidet ja immer mit. Zum Glück ist alles so gut ausgegangen.
    Ich wünsche dir und deinem Jhonny alles Gute...Liebe Grüße Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Anja, DAS hab ich auch zum ersten Mal erlebt, und ich reite nun doch schon 40 Jahre! (Und besitze seit 32 Jahren eigene Pferde). Man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn einem so ein grosses Tier zu Füssen liegt und nur noch röchelt.....Gottseidank bleibe ich in solchen Situationen immer recht cool, ich hab dann immer das Gefühl, ich steh daneben und schaue mir selber zu, was ich da tue...richtig seltsam ist das. Aber zumindest behalte ich einen klaren Kopf und werde nicht hysterisch, das ist in so einer Situation viel wert.
      Nunja. Ich hoffe, das bleibt das erste und zugleich letzte Mal! John gehts wieder prächtig, hab die Jungs vor ein paar Minuten auf die Weide gelassen, er ist losgedüst wie ein Wilder!
      Einen schönen Tag dir, herzlichste Grüsse!

      Löschen
  14. Das war ja Adrenalin PUR für euch... Ich habe ja keine vierbeiner mehr, aber die Zweibeiner mache auch mal so Mätzchen. Louisa hatte im letzten Winter eine falschen Krupanfall, wir waren zuerst wie gelähmt und heilfroh als die Frau vom Notarzttelefon uns sagen konnte was wir machen müssen. Nach 15min. war der Spuck vorbei.
    Ich hoffe das euer John euch nie mehr so einen Schreck einjagt...
    Schöne restliche Woche
    grüessli
    Barbara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich sag ja immer: Mit Tieren und Kindern, da hat man was! ;oD Am Schlimmsten finde ich ja immer die Situationen, wo du danebenstehst und einfach nicht viel tun kannst. Wenn einer eine Wunde hat, die stark blutet, dann drückt man einfach mal eine Kompresse o.ä. drauf, und schon ist die Sache zur Hälfte gegessen. Aber wenn da jemand ohnmächtig in der Gegend rumliegt oder einen Asthma- oder Kruppanfall hat wie Louisa, da sind die Möglichkeiten oft schon sehr begrenzt. Und das ist ein Sch....gefühl, um es mal so zu nennen......
      Das hoffen wir doch auch sehr, wobei es nicht das erste Mal war, dass Johnny an einer Kolik rumgeübt hat. Er hat seit Klein auf einen sehr dificilen Magen-Darmtrakt, und ich glaube, bei ihm passiert auch viel im Kopf. Aber solange wir das im Anfangsstadium erwischen kommen wir heil über die Runden. Trotzdem braucht das kein Mensch!
      Habt ein schönes WE, liebe Grüsse!

      Löschen
  15. ..was für eine spannende geschichte und was für ein glück !!!!!
    meine liebe ! schön wieder da zu sein, leider habe ich sehr viel versäumt bei dir, aber ich lese mich wieder ein !..und zum kommentieren komme ich hoffentlich auch ab und zu, bei uns ist einfach im moment viel neues, aber wir schreiben uns mal, ok ?
    herzensgrüße
    barbora

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Aber sicher, liebe Barbora! Das Leben will ausgiebig gelebt werden und schlägt manchmal Haken, da bleibt oft nicht die Zeit, um sich ausgiebig im www aufzuhalten. Aber immer mal wieder so ein bisschen mitlesen, bisschen was schreiben...... das muss schon sein. Im Moment kann ich gut die Waage halten und mir ist wohl dabei! Also mach dir auch keinen Stress, einfach immer so, wie's grade passt. Mal mehr, mal weniger. Ich freue mich, wenn ich ab und zu deine wunderhübschen kleinen Kunstwerke bestaunen kann!
      Hab eine gute Zeit, herzlichste Grüsse!

      Löschen
  16. Goooodseidank bisch wieder fit, Johnny!!!

    Ich hab schon gehört, dass Pferde sich auch richtiggehend hinschmeissen bei Koliken, um den "verquirlten" Darm mit einem Rutsch wieder in geregelte Bahnen zu bringen. Oft klappt das auch. Nur nachher schaut man eben besser, dass die Pferdels sofort wieder auf die Beine kommen, was sich natürlich wiederum als schwierig erweisen könnte.

    Langer Rede kurzer Sinn :-) Ich bin sehr froh, dass er sich erholt hat!!! Ist schon ein Schreck, gell?
    Schönes Weekend noch und ♥liche Grüsse von "drüben", die Rici

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, Hinschmeissen ist das falsche Wort- der war wirklich total weggetreten! Lag da mit geschlossenen Augen und röchelte nur noch. DAS willst du nicht erleben! :o/
      Aber nachdem er glücklich wieder auf seinen Hufen stand war es wirklich so, als ob nie was gewesen wäre. Sehr seltsam.... Aber Johnny ist halt sowieso ein Besonderer. In allen Belangen.....
      Häbid ai ä scheenä Sunntig nu, liebi Griess i d'Rundi!

      Löschen
  17. Ohje, Du Liebe! Das glaub' ich, daß das ein Schreck war. Mit Pferden kenne ich mich auch nicht weiter aus. Meine Mutti hatte da noch wirklich Erfahrung mit seit ihrer Kindheit. Aber ich dachte immer Koliken seien mit Krämpfen verbunden und davon fällt man, ob Tier oder Mensch nicht einfach um??? Aber Pferde sind ja scheinbar eine besondere Nummer ...
    Bin auch froh, daß er sich wieder erholt hat!

    Liebe Wochenendgrüße
    Sara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe vorher noch NIE ein Pferd ohnmächtig umfallen sehen! Und das brauche ich wirklich auch nie mehr..... Aber wahrscheinlich hatte er solche Schmerzen, dass er besinnungslos wurde. DAS passiert ja auch bei Menschen. Und scheinbar hat sich dann in seinem Bauch irgendwas wieder "zurechtgeruckelt", was vorher offensichtlich verquer lag. Der Schuss hätte aber auch nach hinten losgehen können.
      Naja, so oder so: Es ging gut aus. Und das ist die Hauptsache!
      Schönen Sonntag noch, herzliche Grüsse!

      Löschen