Donnerstag, 26. Februar 2026

BRIGHT

 

Düster und grau war er, dieser Winter. Viel, viel Nebel, der sich über unzählige Tage zog. Mystisch und auf seine Weise sehr gemütlich, wie ich finde, aber nicht jedermanns Sache. 

Doch seit ein paar Tagen werden wir verwöhnt mit jeder Menge strahlendem Sonnenschein und gut zweistelligen Temperaturen, was für erste zarte Frühlingsgefühle sorgt. Wir stehen ja praktisch schon auf der Schwelle zum (vorerst meteorologischen!) Lenzanfang, nichtwahr?

Da zieht es einem erst recht raus in die Natur, und so ging ich heute Morgen nach dem Frühstück los in den Wald. Ohne die Dicken diesmal, denn manchmal drehe ich gerne eine Runde in meinem Tempo. Die Jungs legen dermassen einen Affenzahn vor, dass man beinah nebenherrennen muss - und die eh' schon angeschlagenen Lungen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen.... 🥴

Nachdem es vergangene Woche nach Langem mal wieder so richtig geregnet hat, stehen in den Senken überall kleine, im Licht leuchtende Tümpel. 

 


 

Die Vöglein trillieren aus Leibeskräften, und wer genau hinhört, kann die verschiedensten Stimmen ausmachen. Die ersten Leberblümchen strecken ihre leuchtend ultravioletten Köpfchen dem Licht entgegen und heben sich deutlich gegen den grau-braunen Grund ab, und sogar ein Zitronenfalter hat mich ein Stückchen meines Weges begleitet.

 

 

(Habt ihr gewusst, dass der Zitronenfalter durch das eingelagerte Glycerin in seinem Körper praktisch kälteunempfindlich wird und den Winter in unseren Breitengraden quasi ungeschützt überstehen kann?)

Auf den urigen, von knorrigen Bäumen gesäumten Wegen war ich beinahe allein unterwegs,

 

 

und doch hatte ich dann und wann das seltsame Gefühl, beobachtet zu werden.... 😳

 


Mein Ziel war das versteckt gelegene Gerzenseeli; ruhig, dunkel und wie ein tiefgründiger Spiegel liegt es im Wald. 

 

 

Es hat etwas von einem Moor, seine Umgebung ist sehr sumpfig und man muss aufpassen, wo man hintritt; deshalb hat man es mit hölzernen Stegen begehbar gemacht.  

 


 

Auf solchen kleinen Wanderungen kann ich meinen Gedanken nachhängen, Energie tanken und zur Ruhe kommen. 

Herrlich wars! 

 

Eine angenehme 2te 

Wochenhälfte 

wünsche ich euch! 

🌞 

 

 

Samstag, 14. Februar 2026

NOT.SMART!

  

Achjooooo. Ich gebs zu, ganz unumwunden: ich bin ein Neandertaler! Zumindest, was meinen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten unserer Tage anbelangt. Ich mag es einfach nicht, dass die ganze digitale Macht dieser Welt in den Händen von ein paar ganz wenigen Menschen liegt, die mir alle ziemlich suspekt sind. Und daraus ziehe ich meine Konsequenzen.

In Zeiten, in denen sich ein Grossteil der Menschheit (s)ein Leben ohne Natel kaum noch vorstellen kann und ein paar Minuten ohne den ständigen Begleiter Schweissausbrüche, Zittern und extreme Nervosität (also drogenentzugsartige Symptome...) verursachen, gestehe ich frisch und frei:

"Isch 'abe gar keine Smartphone!"

🤓 

Ein kleines, unspektakuläres Klapp-Natel von N**ia begleitet mich dann und wann. Ohne Inet-Zugang, ohne (Whats)-App's, ohne alles. Es telefoniert, simmst und photografiert. Ferddsch. Ich könnte die ganzen Zusatz-Gadgets natürlich aktivieren- will ich aber nicht. Eigentlich benutze ich es bloss, wenn ich mal wieder (Manitoubewahre!!) den Tierarzt notfallmässig in den Stall beordern muss oder um kurze und knappe SMSen zu versenden. Mit letzter Sicherheit erreicht man mich auf dem Teil aber NICHT. Ausserdem kann es dauern, bis ich mich rückmelde.

Bei mir geschieht (fast) alles noch in guter alter Manier: 

Telefonieren tue ich in Ruhe Zuhause an unserem Wählscheiben-Bakelittelefon.

Termine und alles, an das ich unbedingt denken muss (Geburtstage, Arzt- und sonstige Termine etc.), werden in meiner Papier-Agenda handschriftlich festgehalten. 

Aussergewöhnliche Alltags-Termine (wie z.B. einmalige spezielle Müllabfuhrtage etc.) kleben, auf Post-it's notiert, an der Wohnungstüre. So habe ich sie jederzeit im Blick und vergesse sie nicht.


 
Diesen wunderbaren Kuli hat mir mein
Schwager gedrechselt! 


Für die wochenends anstehenden Einkäufe liegt ein Zettel in der Küche, auf dem peu à peu über die Woche alles Benötigte aufgelistet wird. Ich nehme dafür gerne z.B. bereits benutzte C5-Couverts, in denen uns irgendwas zugesandt wurde. Die sind schön gross, und man kann beim Einkaufen auf die Rückseite ganz praktisch die Wäge-Etiketten des Gemüses kleben, welches bei uns ohne Verpackung in einem separaten kleinen Korb landet. 

Ein Radiowecker holt uns morgens aus dem Land der Träume. 

Ich besitze einen Taschenrechner mit grossen Tasten, denn Frau hat ja inzwischen die visuelle Leistungsfähigkeit eines Maulwurfes....😁

Photografieren für den Blog z.B. tu ich grundsätzlich mit der alten Spiegelreflex, die aber immer noch richtig gute Bilder schiesst. Ich hab zwar Null Ahnung davon, wie man so eine Kamera adäquat bedient, aber dafür gibts die Einstellung "Automatic". 😉

Und: TWINT? Was ist TWINT?? Ich benutze für kleinere Beträge weiterhin und gerne "echtes" Geld (ansonsten meine Kreditkarte) und hoffe, dass uns dieses auch erhalten bleibt.

Das einzige Zugeständnis an die moderne digitale Welt sind meine Einzahlungen, die ich via E-Banking erledige. Sehr einfach, sehr praktisch. Und natürlich nicht über einen QR-Code, denn ihr wisst ja jetzt:

 

"Isch 'abe gar keine....."!

 

Happy Wochenende

euch allen! 

 

...animiert zu diesem Post von Gabi