Sonntag, 13. August 2017

FÜLLHORN


Ein wunderbarer Sonntagmorgen. 
Das Fenster steht weit offen, die Kirchenkglocken läuten, eine kleine Meise zwitschert auf dem Bäumchen vor dem Haus. 
Und wie ich so meinen Blick hinausschweifen lasse stelle ich fest: 
Da ist ein Wandel im Gange.
Das frische, helle Grün der Weiden im frühen Sommer ist einem satten, beinahe schon krautigen Ton gewichen. Das Blau des Himmels ist nicht mehr so leuchtend, dafür changiert es jetzt pudrig-weich. Sowieso, das Licht: das gleissend Helle von vor wenigen Tagen noch hat einem viel milderen, sanfteren Strahlen Platz gemacht. 
Der frühe Morgen zeigt sich bereits recht kühl und feucht; die kleinen Nebelschwädchen, die ich so gerne mag, ziehen über das Riedland und leuchten seltsam mystisch im anbrechenden Tageslicht.
Und an den alten Nussbäumen kann ich sogar schon ein paar gelbe und braune Blätter ausmachen.

Wir sagen, dass es ab Mitte August zügig "nitzi" (hinten runter) geht mit dem Sommer- und das bewahrheitet sich wohl auch dieses Jahr. Ein endgültiges Zeichen für den stetig fortschreitenden Wandel hin zum Herbst ist das Weiterziehen meiner Schwälbchen im Stall. Auch diesen Sommer haben sie 2 Bruten Jungvögel erfolgreich ins Leben entlassen und werden wohl bald den beschwerlichen Weg in wärmere Gefilde auf sich nehmen.
Noch füllen sie den Stall mir ihrem fröhlichen Plappern, noch darf ich ihre grandiosen Flugkünste bestaunen- bald schon werde ich sie vermissen.....

Der Erntemonat August macht seinem Namen alle Ehre; er schüttet ein wahres Füllhorn an Geschenken der Natur über uns aus! 
Letztin habe ich eine grosse Tragetasche voll frisch geernteten Gemüses geschenkt bekommen von jemandem, der einen riesigen Schrebergarten mit Hingabe hegt und pflegt.


Alleine der Anblick dieses herrlichen, knackigen Gemüses ist eine wahre Freude. Aber das Wissen darum, dass man hier wirklich Nahrungsmittel vor sich hat, die nicht mit irgendwelchen Giftstoffen belastet sind, die keine irrsinnigen Transportwege hinter sich haben und direkt vom Beet auf dem Teller landen- das macht ein wahrlich gutes Gefühl.

Diese Tomaten! Prall sind sie, mit festem Fruchtfleisch, das kaum Kerne aufweist. Die kleinen, grünen Peperonis schmecken so ganz anders als ihre Kollegen aus dem Kaufhaus, intensiv und aromatisch, und die riesigen Zwiebeln verströmen zwar den typisch markanten Duft, brennen aber kaum in den Augen.
Das ist ein haptischer, visueller und olfaktorischer Genuss ohnegleichen! 

Ich hab meinen grössten Topf rausgeholt und ein Ratatouille aus diesen Gaben der Natur gekocht. Mit einem ordentlichen Schluck guten roten Weines darin, mit frischem Thymian und Oregano.
Wie ich so am Herd stand und rührte, umwabert von diesen herrlichen Düften, da fehlten eigentlich nur noch das Zirpen der Zikaden und ein paar Olivenbäume vor dem Fenster, um mich irgendwo in die Toskana versetzt zu fühlen.



Und einmal mehr hat sich bewiesen: Das Einfachste ist oft das Beste!
Ein paar gekochte Kartoffeln dazu, meine obligate Portion geriebenen Greyerzer drüber- was braucht der Mensch mehr? Bleibt mir weg mit Nouvelle Cuisine und Konsorten, wenn ich sowas Feines geniessen darf....

Dankbar dafür, was die Natur uns an Wundervollem überlässt. Und in Vorfreude auf die kommende Saison, die uns mit frischen Pilzen und Kürbissen, Zwetschengen, Trauben und Marronis verwöhnen wird. Auf wirbelnde Blätter, freche Winde und den Duft von feuchtem Moos und zerfallendem Holz im Wald.  

Achjaaa..... ist es nicht herrlich??



Frohe neue Woche, herzliche HummelzGrüsse!






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Kommentare:

  1. Liebes Hummele, nu ist mir beinahe vor Schreck der Kommi entglitten, das Klickbild rechts hier von WeibsWort hat mich doch etwas erschreckt... oiii.
    Aber wieder zu Dir. Das ist einer Deiner schönsten Posts bisher, finde ich, traf so genau mein Méaherz, und es zeigt vor allem das ganz Typische und Spezielle bei Dir, das eben so stark und schön ist: Deine Beobachtungs- und Beschreibungsgabe dessen, was Dein Leben (neues Leben seit einigen Jahren trifft es vielleicht eher?) ausmacht. Das ganz Spezielle. Du zeigst den Schatz, den Du gefunden hast, und Du teilst ihn mit uns in liebevollen Zeilen.
    Na, und dann der Knaller, sogar mit Pimientos, oiii, in DIESEN Topf hätte ich zu gerne die Kelle getaucht. Was für ein großes Geschenk Du da bekommen hast, solch eine Nachbarin! WOW! Mit der würde ich doch glatt mal garteln gehen. Ja, solches kann man nicht mal eben kaufen.
    Hab es weiter ganz schön und fein, und ja, Parmesan oder Greyerzer, das muss da, höhöööööö ;))), davon viele kräftige Prisen diese Tage, lass Dich drücken, Deine Méa

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    1. Tja- Blogger ist nicht mit allen andern Anbietern kompatibel. Aber was solls- so verpasse ich zumindest keinen Post von WeibsWort, *ggg*!
      DANKE! Für dein grossartiges Kompliment! Dabei habe ich mir gerade bei dem Post überlegt, ob das überhaupt einen interessiert, wenn ich Ratatouille koche, und mich zum tausendsten Mal freue, weil es langsam Herbst wird! ;oD Aber es scheint der Fall zu sein!
      Du ahnst gar nicht, wie lange ich manchmal an einem Satz oder auch nur an der Beschreibung eines Dinges, eines Zustandes oder einer Situation herumfeile..... So lange, bis es sich für mich richtig anhört, bis es das ausdrückt, was ich fühle. Aber das macht für mich die Essenz des Schreibens aus! Umso mehr freue ich mich, wenn das honoriert wird und auch in andern etwas auslöst!
      Also, das Gemüse kam vom Cousin meines Schwagers. Der ist Italiener, und dieses Völkchen scheint eine ganz besondere Beziehung zu seinen Gärten zu haben! Meine Schwester hat letztes WE dabei geholfen, (halt dich fest!) 280 kg Tomaten (aus ebendiesem Garten!) zu Sugo zu verkochen. Meine Güte...... Frag mich nicht, wieviele Zucchetti, Zwiebeln, Pimientos (ach-die heissen so?) etcpepe noch auf ihre Verarbeitung warten! Aber gut- ich bekomme auch von dem Sugo ab, mir solls Recht sein! ;oD
      Nun, mein Leben war schon immer darauf ausgerichtet, mit der Natur zu sein. Und das Echte, Einfache und Ungekünstelte zu schätzen hab ich schon früh gelernt. Aber so richtig bewusst geworden ist mir das wirklich vor ein paar Jahren, und das war auch der Zeitpunkt, zu dem ich das alles noch viel mehr intensiviert habe und gleichzeitig mein Dasein radikal in vielen Belangen reduziert habe. Das Resultat hast du ja jetzt peu à peu mitbekommen!
      Frohen Sonntag, ihr Königs, Hummelzherzensdrücker!

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  2. Ich konnte diese Woche den ersten richtigen Altweibersommermorgen bewundern mit allem drum und dran: Nebel, Spinnweben, kühle Luft und funkelnde Sonnenstrahlen. Trotzdem - ein wenig dauert es schon noch bis zum Herbst und ein paar warme Tag werden uns schon noch vergönnt sein.
    Wir erfreuen uns auch gerade an den Früchten des Gartens und gestern gabs auch Ratatouille :)
    LG, Varis

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    1. Ja, das dauert noch einen Moment, und das ist auch richtig so! Alles hat seine Zeit, also soll sich auch der Sommer die nehmen und sein Werk ordentlich zu Ende führen! ;oD Trotzdem löst es in mir doch einiges an Wohlgefühl aus wenn ich beobachte, wie die Natur Schritt für Schritt durchs Jahr geht, wie sie sich im Wandel der Jahreszeiten verändert und wie sich das alles ganz vertraut wiederholt. Zumindest die Natur gibt uns Menschen diese gewisse Kontinuität (noch!), die uns einfach guttut!
      Ist das nicht einfach nur schön, wenn man so ganz genau weiss, woher die Früchte und Gemüse kommen und wie wertvoll sie dadurch sind?
      Guten Appetit und herzliche Grüsse!

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  3. liebste brummsummsel - das klingt ja furchtbar lecker und ich werde dir wohl auf die bude rücken müssen um beim vertilgen deiner ratatouille zu helfen!!!
    ;-D
    ja - auch hier häufen sich die zeichen dass es abwärts geht. die goldrutenblüte - der ganze garten ist gelb! - ist das startsignal. dann gibts nochmal ein paar mildwarme wochen damit die früchte reifen - und dann schwupps - is herbst. wir waren heut ganz wildromantisch wandern - und haben uns 2 dicke pilze mitgebracht, die ersten der saison. und gleich gebraten und verschnurpst - yummy!
    da kommen ja bald die ponies zurück!!
    xxxxxxx

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    1. Oh- das tut mir jetzt leid- alles schon weg! Aber wir haben 3 Mal daran gegessen, und der Hummelzdaddy hat auch eine Portion abbekommen! Die Kocherei (und vor allem Schnibbelei!) hat sich schon so besehen also gelohnt. ;oD Das mit "Auf-die-Bude-rücken" müssen wir uns dann mal anders organisieren, gnihihiii!!
      Aaaahhh...Pilze- so was Leckeres! Leider kenne ich mich damit so gar nicht aus. Ich kenne nur die süssen Fliegenpilze. Aber die soll man ja bekanntlich nicht essen, ne? Stop- stimmt nicht ganz. Als wir unsere Sommerferien immer auf der Alp verbracht haben, damals, da schossen nach einem warmen Regen Massen von Bovisten aus dem Boden. Das sind kugelrunde, schneeweisse Pilze ohne Stil. Die haben wir dann immer gepellt (sie haben eine ganz gummiartige, dicke Haut), in Scheibchen geschnitten, auf dem Herdfeuer in viel feiner Alpbutter goldbraun gebraten und zum Schluss mit ein wenig Aromat bestreut. Dazu gabs ordentliches Schwarzbort- Himmel, das war sooooooooo gut!!
      Ich war heute zwar nicht wandern, aber ich sass bis eben sehr gemütlich auf der Loggia und hab gehäkelt. Der Schal wächst, das wird was!
      Ne, die Ponys bleiben noch 5 Wochen. Ich muss für meine Arbeitskollegin Ferienvertretung machen, da dürfen sie noch ein wenig rumlungern auf der Alp, *ggg*!
      Schönen Sonntag euch allen noch, Hummelzherzensdrücker!

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  4. Uiii, das klingt aber lecker!
    Und du hast so recht, der Herbst naht, auch hier bei mir sind schon winzige Zeichen da.
    Eine große Kreuzspinne hat es sich mit ihrem Netz an meinem Küchenfenster und Funkientopf
    gemütlich gemacht :-) sehr praktisch für mich brauch ich die Fenster noch nicht putzen *gg....
    will die Spinne ja nicht stören.
    Hab noch einen schönen Sonntag
    liebe Grüße

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    1. Klingt nicht nur, ist! ;oD Und ausserdem ist dieses Gericht so einfach zu kochen- hast du auch schon mal?
      Ohja, die Spinnen haben grade Hochsaison! War gestern Abend bei Einbruch der Dunkelheit noch im Garten, und als ich zurück in die Wohnung komme und meine Strickjacke ausziehe denke ich: "Was schleift den da hinter mir her??". War eine richtig fette Kreizspinne, die sich irgendwie an mir festgepinnt hatte und nun an einem Fädchen hinter mir her auf dem Boden rutschte, *ggg*! Gut, dass ich mir so gar nichts aus diesen Krabbeltieren mache; stell dir jemanden vor, der voll der Spinnenphobiker ist.....was für ein Gekreische! ;oD
      Dann bedank dich mal freundlich bei "deiner" Kreuzspinne, dass sie dir die Fensterputzerei noch ein Weilchen vom Hals hält, *gg*!
      Schönen Abend und herzliche Grüsse!

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  5. Lieste Hummel ja es ist herrlich! Was für ein tolles Geschenk. ICh kann mir genau vorstellen wie das geschmeckt hat. Die vollen Aromen von liebevoll angebautem Gemüse sind unschlagbar :)
    Schön wie Du alles beschreibst, ich liebe Deine Worte. Weisst Du was, ich genieße die Tage fern der Hitze. Ich habe gestern sogar die erste Kürbissuppe gekocht :)
    Allerliebste Grüße Tina

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    1. Jaheidernoi....da bist du aber ganz fix mit der Suppe! Allerdings hat sie die letzten Tage wirklich gepasst, auch hier wars mehr als herbstlich. Da mag man was Wärmendes für den Bauch, nichtwahr? Aber schon am Dienstag sollen hier die Temperaturen wieder gegen die 30° tendieren. Macht nix. Die Nächte werden nicht mehr tropisch werden, und das ist mir wichtig. Wenn ich nicht schlafen kann ist das auf Dauer wahnsinnig anstrengend....vor allem, wenn man arbeiten muss. Was ab Morgen wieder der Fall ist, seufzzz....! Hatte mich grad so schön an die Ferien gewöhnt! :o/
      Danke für dein liebes Kompliment, das freut mich sehr!
      Guten Start in die neue Woche und herzliche Grüsse!

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  6. Ach jeh, der Urlaub ist vorbei. Meiner auch und meine rechte Hand hat jetzt zwei Wochen Urlaub. Ja es wird wieder heisser, allerdings nicht lange, ich hab schon beim Wetterbericht geschaut, ob die nächste Hitzewelle anrollt. Aber es sieht nicht so aus. Heisse Nächte sind fürchterlich, da kann ich auch ein Lied singen.
    Die Kürbissuppe ist so simpel und doch so lecker :)
    Dir auch einen angenehmen Start nach Deinem Urlaub liebe Grüße Tina

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    1. Uiii...und was hab ich verpasst mit der Hand?? Gute Besserung dann auch!
      Nein, Hitzewelle kommt wohl keine mehr. Eher so ein up and down. Mal n'bisschen wärmer, dann wieder etwas kühler. Und dann ist ja auch schon der August um, wenn wir Glück haben, folgt ein strahlendschöner Herbst mit muckelig warmen, nicht heissen!, Tagen.
      Machst du die Kürbissuppe auch mit Cocosmilch und Curry? Haaachzzz.....so fein!
      Liebe Grüsse!

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  7. Liebste Frau Hummel,

    ich freue mich so sehr auf den Herbst, den ich genauso er-lebe, wie Du ihn beschreibst. Nun gilt es die Überschüsse einzukochen und mitzunehmen in den Winter. Nur so viel, wie ich essen kann und mag - reduziert und daher für mich um so kostbarer. Und dann bei einem Spaziergang eintauchen in den Nebel, in jene samtige Stille die einen umfängt und von der hektischen Welt abschirmt.

    Herzliche Grüsse
    Gabriele

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    1. Ich sag ja immer: Mit Eingemachtem rettet man ein paar Sommer-Sonnenstrahlen in den Winter! Und es ist ein extragutes Gefühl, wenn man ein "eigenes" Glas öffnen kann und keine schnöde, gekaufte Konservenbüchse! Bei uns bleibt es (noch) beim Essen von der Hand in den Mund, wir haben ja keinen eigenen Gemüsegarten. Da fehlt mir schlicht die Zeit, wenn die ganze vierbeinige Mannschaft betüddelt werden will. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!
      Nebel? Ohja, liebe ich auch sehr. Ich wundere mich immer, wenn alle um mich rum sich über diesen "ewigen, dicken, feuchten Nebel" beklagen, der sie "ganz depressiv macht". Da ist doch so viel Ruhe drin, und durch den stillen Wald zu reiten, der ganz und gar von Nebelschwaden umwoben ist- das hat sooo viel!
      Herzliche Grüsse zurück!

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  8. Liebe Frau Hummel,
    was für ein schöner Text, besser kann man den August nicht beschreiben! Ein wundervolles Füllhorn bietet er uns, jawohl. In der Frühe habe ich ein taubehängtes Spinnennetz im Morgenlicht fotografieren können, der Altweibersommer ist da. Ich genieße diese Zeit. Lass Dich gerne weiter mit Leckerem aus den Garten beschenken. Ich reibe so gerne auch etwas Käse auf Gemüse, das ist das I-Tüpfelchen :-)
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Danke! Müsste ich die Jahreszeiten als Menschentypen beschreiben, so wäre der Sommer für mich ein lautes, extravertiertes Wesen, das sich gerne im Rampenlicht sieht. Es lacht laut und dreht sich fröhlich um die eigene Achse dabei. Aber der Herbst- der ist ein ganz bescheidener Typ. So ganz nebenbei zaubert er die wunderbarsten Farben und Düfte in die Landschaft, ohne viel Radau zu machen, und verbreitet gleichzeitig ganz viel Beschaulichkeit und Ruhe. Er ist der stille Schaffer, der sich aber selber über sein gelungenes Werk freut. Das braucht er allerdings nicht an die grosse Glocke zu hängen. Sein Werk spricht für sich.....
      Liebe Grüsse!

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  9. das ist im Ton so wunderbar (be)geschrieben mir geht buchstäblich das herz dabei auf. Du schaffst es dass ich den Duft dieser Gemüsekreationen förmlich riehe sowohl im noch trockenen Zustand als auch dann - im Topf geschmort, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft.
    Wünschte mir ganz allgemein mehr begeisterung beim " Rezepteschreiben" und nicht nur die sonstige "Aufzählung, was muss rein - was muss raus - ".
    Selbstverständlich gehöre auch ich zu jenen die solch eine Fruchtexplosion aus dem Garten jedem Gourmetrestaurantessen vorziehe...
    es ist toll geschrieben! Sehr bildhaft und plastisch.
    liebe Grüße
    angelface

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    1. Das freut mich sehr, angelface! Ich schreibe einfach das nieder, was ich beim Gedanken an die Dinge fühle, was ich mit ihnen assoziiere.
      Der typischte Sommergeruch z.B. ist für mich, neben dem frischgeschnittenen Grases, der Duft einer noch sonnenwarmen, frischgepglückten Tomate. Dieses süsslich-herbe, verheissungsvolle, das sie verströmt! Ich erinnere mich daran, wie uns Oma im Garten immer frische Tomaten geholt hat, die sie dann in Rädchen geschnitten auf eine dick mit Quark bestrichene Scheibe Schwarzbrot gelegt und zuletzt noch mit Schnittlauchröllchen bestreut hat. DAS war was Herrliches! So einfach, so unprätentiös, aber sooooooo extrem lecker!
      Ich freue mich, dass man heutzutage mit Kindern in Gärtnereien und auf Bauernhöge geht damit sie wieder lernen, wo all die wunderbaren Lebensmittel herkommen. Damit sie sie wortwörtlich be-greifen können. Vielleicht kriegt man sie mit solchen Aktionen auch dazu, später, als Erwachsene, ihre Lebensmittel nicht nach dem möglichst günstigen Preis zu kaufen, sondern dass sie darauf achten, wie sie wo und unter welchen Bedingungen hergestellt wurden!
      Liebe Grüsse!

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  10. ja , das ist herrlich , genau so mag ich das auch.
    Mehr brauch ich gar nicht schreiben , du kennst mich , zwinker.
    Ganz liebi Grüess
    caro

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    1. ;oD ! Hab auch nichts anderes erwartet! Ich würde mich doch sehr wundern, wenn jemand wie du in Begeisterungsstürme ausbrechen würde wenn Wachteleierchen auf einem Beet von gedünsteten Seegurken an einem dezent gesalzenen Maulbeerenconfit gereicht werden, *ggg*!
      Alles klar!
      Ganz liebi Griessli!

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  11. Hallo du Liebe,
    ja das ist ein schönes Loblied auf den Spätsommer und das Herannahen des Herbstes! Ich habe heute beim Walken übrigens vier Zugvögel gesehen (ich glaube, es waren Wildgänse, aber ich bin da nicht sooo die Expertin ;-)) - sie wirkten so nach "Abreise", jedenfalls dachte ich: "Oh, jetzt geht's los!"
    Ein bisserl muss ich hier allerdings noch durchhalten, denn für diese Woche sind wieder recht hohe Temperaturen angesagt, der Sommer will noch nicht aufgeben, auch wenn es zwischendurch immer wieder für zwei Tage gewaltig abkühlt. Die zwei Tage finden häufig am Wochenende statt ;-) Nix gegen kühle Wochenenden - aber zu Hause kann ich mich besser gegen Hitze wehren als an Bürotagen...
    Erntezeit, ja das ist auch etwas, das ich mit Ende August und dem September verbinde. Deine Ratatouille war ganz bestimmt superköstlich mit diesen feinen, frischen Zutaten. Bei mir gibt's heuer hauptsächlich Tomaten und Äpfel und Topinambur - ich habe (wegen Kur und gleich darauf Urlaub) weder Erdäpfel noch Kürbisse noch Zwiebel oder anderes Gemüse gesetzt. Aber wir haben ja zum Glück den Hofladen ein paar Ortschaften weiter, da ist das Gemüse auch bio und frisch und g'schmackig. Und mit den vielen Äpfeln mache ich heuer ... ein paar tolle Sachen! :-))
    Herzhafte Drücker und natürlich auch Fellchenkrauler
    Traude

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    1. Liebe Traude, auch bei uns sammeln sich schon die Stare, sie sitzen in grossen Gruppen in den Bäumen, zwitschern und trällern dass es eine Freude ist, und scheinen das Leben nochmal so richtig zu geniessen, bevor die grosse Reise losgeht! Allerdings bleiben ja auch immer mehr Zugvögel den Winter durch hier, weil sie (die Winter) einerseits nicht mehr so kalt sind und andrerseits doch viele Menschen ein Herz haben und die Tiere füttern.
      Ich hoffe allerdings, dass meine Schwälbchen noch ein Weilchen bleiben; auch wenn der Sommer nicht so ganz meine Jahreszeit ist, so beschleicht mich doch jedes Jahr ein bisschen Wehmut, wenn sie dann wirklich weggeflogen sind und der Sommer sich definitiv seinem Ende neigt.....
      Das wichtigste für mich ist ja, dass die Nächte kühl werden und bleiben. Ich schlafe ja eh' sehr schlecht, und die Hitze treibt das noch auf die Spitze. Den heissen Tagen kann man zumindest mit einem Ventilator zu Leibe rücken am Arbeitsplatz- noch besser, wenn man frei hat. So wie heute, da ist Feiertag. :oD
      Hofläden sind was ganz Tolles! Wir haben hier im Ort einen, der führt zwar kein Gemüse und keine Früchte. Dafür gibt es dort ganz herrliche Brote, Gebäcke, Konfituren, Sirupe, Tees, selbst angerührte Salben, Käse und Eier. Diese Produkte sind so ungleich viel besser und frischer als das, was man im Supermarkt kriegt. Ausserdem unterstütze ich mit Vorliebe einheimisches Schaffen. Und wer weiss: Vielleicht werde ich ja doch noch zur Gemüsegärtnerin, sobald meine Jungs ihr Seniorendasein für immer im Jura verbringen dürfen! ;oD
      Liebe Hummelz-Grüsse und Knuddels an die Samtpfötchen!

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  12. Einen schönen guten Morgen,
    gerne habe ich Deine Zeilen über den August und den nahenden Herbst gelesen, obwohl ich sagen muss, er könnte sich noch ein wenig Zeit lassen, wenigstens dieses Jahr - sonst freue ich mich immer sehr nach den heißen Tage auf den September, aber dieses Jahr ist hier alles anders.
    Hier in Niedersachsen hatten wir im Juli Hochwasser, dann war es kalt und nun gibt es seit 3 Tagen wieder Sonne und schon sind die nächsten Regenschauer angekündigt, aber was soll's, ändern können wir es eh nicht.

    Rotwein machst Du mit hinein, habe ich noch nie gemacht, werde ich aber mal ausprobieren. Sieht sehr, sehr lecker aus, da hätte ich auch gerne mal genascht.
    Liebe Grüße
    Kirsi

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    1. Liebe Kirsi, ja, dieser Sommer war (mal wieder!) geprägt von aussergewöhnlichen Extremen, soweit das Auge reicht! Bei uns war schon der Juni hochsommerlich, und dann gab es ein andauerndes auf und ab. Mal brüllend heiss, tags drauf ein Temperatursturz von 12, 15°. Sehr seltsam. Aber ich befürchte, das wird die Zukunft sein.... :o/
      Ich denke, so ganz abrupt wird der Sommer nicht enden, ein paar schöne und sommerliche Tage wird er noch für uns bereithalten. Angenehm ist aber doch, dass die Nächte nicht mehr tropisch heiss sind. Guter Schlaf ist ein wertvolles Gut, *gg*!
      Ja, der Rotwein gibt dem Ratatouille eine feine Note! Ich mag sowieso gerne mit Weinen kochen, egal ob rote oder weisse. Meine Oma sagte schon immer: "Ohne Nix wird's Nix!", und Recht hatte sie. Gutes Essen braucht einfach gute, ehrliche Zutaten. Dann wird das was! (Sogar bei mir, die ich wirklich keine begnadete Köchin bin- aber ein kleines bisschen was ist hängengeblieben von meiner Oma und meiner Mutti. DIE beiden konnten kochen.......hhmmmmmmmmmm!!!)
      Hab einen schönen Tag, liebe Grüsse!

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  13. Jep, das ist herrlich! Vor allem, wie du uns daran teilhaben lässt. ;) Hier steht der Herbst auch schon in den Startlöchern und irgendwie, obwohl es ein gewöhnungsbedürftiger Sommer war (und noch ist), freue ich mich drauf. Und nun habe ich Appetit auf Ratatouille. ;)

    Herzlichen Gruß! <3

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    1. Schön. Bereite gerade Ratatouille zu und der Sohn kommt in die Küche und motzt: "Ich mag das nicht." Da kommt Freude auf. Zum Glück mag ich mein Ratatouille und kann jetzt mehr essen. ;))

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    2. Hat er's denn schon versucht, der Sohn?? ;oD Vielleicht kannst du ihn ja doch mit deinen Kochkünsten überzeugen, wer weiss.....
      Und ich lass euch wirklich gerne dran teilhaben, an meiner Kocherei und dem "Hurra, es wird Herbst!"-Geschrei. wobei ich mich manchmal schon frage, ob das jemanden wirklich interessiert. Aber die ganzen Kommis zeugen davon, und ich freu mich auch immer total darüber!
      Ich wünsch dir einen gemütlichen Abend! Heute war Feiertag bei uns, also ein wirklich sehr entspannter Tag! ;oD
      Ganz liebe Grüsse!

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    3. Ja. Hat er. Und er hat sich nen Nachschlag genommen. Mannmannmann. Warum einfach, wenn's auch kompliert geht. ;) Und ja!!! Mich interessiert das. Ich mag den Herbst, erwähnte ich das bereits? ;D

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    4. Ja siehstu!! Aber prophylaktisch meckern, ne? Ist halt das Vorrecht der Jugend, erst mal alles in Frage zu stellen, *gg*!
      Doch, ich meine mich vage zu erinnern, dass du das schon mal so angedeutet hattest. Das mit dem Herbst. ;oD Freu mich immer sehr, auf verständnisvolle Gegenüber zu treffen. Die meine Vorliebe für die kühle und kalte Jahreszeit verstehen und teilen. Man gilt ja sonst gerne als Sonderling, wenn man sich diesbezüglich outet. Aber hier gibts doch einige von der Sorte!

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  14. Ja Frau Hummel - das ist es .............vermutlich so lecker, WEIL es so einfach ist.
    Ich hab mir oft schon überlegt, wenn ich Obst oder Gemüse aus dem Garten geholt hab, WARUM es so besonders lecker ist. Zum einen natürlich, weil man es mit der eigenen Hände arbeit herangezogen, gehütet, gehegt und gefplegt hat - aber eben auch, weil es keine Giftstoffe beinhaltet (ausser denen, die ohnehin in der Luft herumwirbeln). weil das Obst und Gemse einfach wachsen darf ohne Wachstumbeschleuniger oder -hemmer.
    Und nein, ich möchte noch nicht an den Herbst denken. Auch wenn sich auch bei uns bereits das Licht ändert - die Temperaturen abends schon wesentlich klammer sind als noch im Juli.
    Genieß das Leben in vollen Zügen, Jacqui

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    1. Das tu ich, Jacqui, aber sowas von! ;oD War Feiertag heute bei uns, schönstes Wetter und recht angenehme Temperaturen, also was will man mehr?
      Ich glaube, man erkennt einfach den Wert selbstgezogener Früchte und Gemüse oder den von Eingekochtem aus der eigenen Küche wieder mehr. Und ich hoffe, nein, ich meine feststellen zu können, dass da eine gaaaanz langsame Rückkehr zu den wertigen und wirklich guten Dingen stattfindet, dass man ihnen wieder die Aufmerksamkeit zukommen lässt, die sie verdienen. Und dass es doch Gottseidank immer mehr Menschen interessiert, wo ihre Nahrung oder überhaupt alles, was sie in irgendeiner Form konsumieren, herkommt, unter welchen Bedingungen produziert wird und was drin und dran ist. Und das ist gut so!
      Naja. Ich gönne allen, die den Sommer so gerne leiden können, wirklich gerne noch ein paar sattwarme und sommerliche Tage. Aber ich kann nüscht dafür, bin halt einfach ein Eskimo, ertrage die Hitze sehr schlecht....was will man da tun?? ;oD Wie gut, dass wir in einer Zone leben, die klimatechnisch für jeden was im Hut hat!
      Einen schönen Abend euch allen, verteil mal eine ordentliche Handvoll Krauler an die Bande,
      ganz herzliche Grüsse!

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  15. wie schön dass du Schwalben hast..
    ich freue mich immer wenn ich welche sehe
    denn hier werden sie seltener..
    die Leute machen ihre Häuser dicht..
    Schuppen gibt es kaum noch und Nester an Häusern werden abgeschlagen :(
    was für eine schöne Ernteausbeute hast du da bekommen
    das kann ich nir vorstellen wie gut das geschmeckt hat
    jaa.. der Spätsommer..
    auch hier merkt man es
    es ist wie eine schöne Frau die langsam älter wird..
    milder ruhiger
    nicht mehr so überschäumend und wild ;)
    ich mag es sehr wenn der Sommer ausklingt
    du hast es wundervoll beschrieben
    liebe Grüße
    Rosi

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