Sonntag, 23. April 2017

DER EXPERTE (für alles und jedes)

Ich weiss nicht, ob ich es schon mal angemerkt habe, aber: Eigentlich bin ich ein sehr friedfertiger Mensch. Einer, der nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist und der nach dem Motto "Leben und leben lassen!" agiert.

Eigentlich....

Aber es gibt eine Sorte Mensch, die geht mir gehörig auf den Geist.
Wenn sich unsere Wege kreuzen, dann schlägt in mir eine Glocke "Ding-ding-ding!" 🔔 Alarm, und ich lege schon mal prophylaktisch im Geiste Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis aneinander, sage "Ommhhhh!!" und versuche, ihm einfach nicht mehr Aufmerksamkeit als zwingend nötig zu schenken. Doch trotz aller Mühe gelassen zu bleiben fühle ich dann doch, wie es in mir zu brodeln beginnt und ich langsam, aber stetig ansäuere....

Es ist dieser Typ Mensch, der gerne zu allem eine Meinung hat. Das ist ja okay soweit, ich mag Menschen, die sich Gedanken machen und eine eigene Meinung bilden, nichtwahr?
Aber dieser Mensch hat sich, bitteschön, nicht nur eine Meinung gebildet, die er uns unbedingt mitteilen muss, nein. Er ist darüber hinaus auch DER Mensch im Umkreis von vielen, vielen Meilen, der die einzig wahre und richtige Meinung zum Thema anzubieten hat. 
Immer.
Ausserdem trägt er diese Meinung sehr wortreich und umfassend und unter Zuhilfenahme vieler, vieler Fremdwörter vor, die dem ganzen zu mehr Gewicht verhelfen und seiner Persönlichkeit selber den Anstrich grosser Intelligenz geben sollen. 

Wir nennen ihn im Folgenden der Einfachheit halber mal "den Experten".

Seit geraumer Zeit lese ich in einem Forum für Minimalisten und habe mich dort auch als Mitglied eingetragen. Es gibt in diesem Forum viele interessante Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen- und anschauungen. Das ist meist wirklich spannend, und ich hab mir dort schon den einen oder andern Input abgeholt.

Nun würde ich mich selber ja nicht als Minimalisten bezeichnen. Ich sehe mich als sehr naturverbundenen Menschen, der sein Glück in einem einfachen, unaufgeregten Leben findet, der sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und der sehr genau im Auge behält, wofür er sein Geld ausgibt und was er damit konsumiert.

Aber alleine schon die Definition, wer sich als Minimalist bezeichnen kann und darf, führt zu Diskussionen in diesem Forum. Persönlich finde ich das absolut müssig. Dieses "Hundert-Dinge-Ding" z.B. ist mir ziemlich suspekt. Wenn jemand meint, mit 100 Dingen in seinem Leben klarzukommen, dann darf er das  gerne tun (auch wenn die Meinungen ja schon auseinandergehen, ob Socken einzeln oder als Paar gezählt werden. Puuhhh.....  :o/ ). Minimalismus kann, meiner unmassgeblichen Meinung nach, gar nicht über solche Aspekte definiert werden. Für mich ist jeder Mensch, der sein Handeln hinterfragt, seinen Konsum kontrolliert und möglichst wenig Ressourcen verbraucht einer, der viel beiträgt zum Wohl unserer Natur und Umwelt. (Und zu seinem eigenen übrigens auch. Notabene.)

Aber halt! Jetzt kommt der Experte ins Spiel. Und der ist der Meinung, dass man solche Definitionen doch nicht dem Zufall überlassen kann. Da gebe es schon gewisse Voraussetzungen, die als richtungsweisend zu betrachten seien. 

Seiner Meinung nach würde er sich z.B. niemals (niemals!!) dazu versteigen, sich Tiere halten. Denn Tiere zum eigenen Vergnügen zu halten bedeute, sie zu versklaven. Ganz egal, unter welchen Bedingungen sie leben und wieviel Aufwand man dafür betreiben würde.
Mein Argument, dass die Haltung von Tieren auch ganz viel Positives hervorbringen und dass man dieses Thema nicht so rigoros abhandeln könne wischte er mit ein paar seiner typisch besserwisserischen Sätze vom Tisch. 

Wie schon erwähnt bin ich eigentlich ein sehr grossmütiger Mensch.  
Aber das war der Punkt, an dem a) mein Organismus Richtung Azidose steuerte und ich b)diesem Forummitglied mitteilen musste, dass ich mich zu diesem Thema nicht weiter mit ihm unterhalten wolle, da wir niemals (niemals!!) auf einen gemeinsamen grünen Zweig kommen würden. 

Es macht keinen Sinn, seine Energien in Diskussionen mit Menschen zu investieren, die nichts anderes als ihre eigene vorgefasste Meinung gelten lassen.....


😳


Ach! Was ich euch aber noch zeigen wollte: Meinen minimalistischen Kleiderschrank. Ich hab wieder mal ausgemistet. Man glaubt es kaum, aber ich finde tatsächlich immer wieder was, das wegkann. Wahrscheinlich ist das ein Neverending-Prozess, der einfach seine Zeit braucht.
Und so hab ich an Ostern meinen Kleiderschrank nochmal durchgekämmt.
Im alten Weichholzschrank von Oma sind nun wirklich nur noch Lieblingsstücke und Basics (nehme ich zumindest an...! ;oD) und meine Reitklamotten. Achso, und eine Mietze. Aber die gehört da eigentlich nicht hin, *ggg*! 😄





Auf einer Stange hängen noch ein paar Blusen, ein Hemd und meine geliebten Kleidchen. Das ist alles. Ich würde mal sagen: Ziemlich übersichtlich, oder?



Frohen Start in die neue Woche!




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Kommentare:

  1. forum!
    deswegen bin ich schon lange in keinem mehr. weil es immer mindestens einen gibt - ja, es ist in den meisten fällen ein mann - der rumklugscheissert und andere, die nicht seiner meinung sind, regelrecht niederbrüllt. der jede vernünftige diskussion sprengt und wenn ihm mal das "expertenwissen" ausgeht dann wird er gern höhnisch und haut unter die gürtellinie.......
    sehr ordentlicher schrank! und eine ordentliche katze!! <3 <3 <3
    ich hab ja zwar Xmal mehr plünnen als du - aber dadurch dass ich die meisten schon seit 10 jahren trage und alle auch nochmal mindestens solange getragen werden in der zukunft (eigentlich hoffe ich dass das alles hält bis ich mich den fischen zum frass vorwerfe) - dadurch ist das wieder mächtig minimalistisch - nach meiner eigenen definition :-P
    ich glaub ich schrieb´s bei dir schonmal - hätten sich menschen nicht die pferde gezähmt als arbeitskollegen und würde sich heutzutage keiner pferde zum vergnügen halten wären sie längst ausgestorben.....
    miezekatzen kämen zwar vll. alleine durch - aber die wären ganz schön traurig wenn sie keiner bekuscheln würde :-)
    dicken drücker - auch von lisbeth an die madamchen! xxxxxx

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    1. Tja, es ist tatsächlich ein Mann! Und dabei sagt man doch eigentlich den Frauen zänkisches Verhalten nach, oder? ;oD Es ist einfach nur bedauerlich, dass man zwar eine eigene Meinung vertreten möchte, dabei aber kein offenes Ohr für die von andern hat. Denn wenn man sich die mal genauer anhört und seinem Gegenüber die Chance gibt, sie zu erörtern, dann tun sich da plötzlich ungeahnte Sichtweisen auf, die so verkehrt oft gar nicht sind! DANN ist es bereichernd und inspirierend, sich auszutauschen. Aber das setzt halt die Fähigkeit voraus, sich auf andere einzulassen.....
      Naja, deine "Plünnen", wie du sie so schön nennst, haben ja mehr als die Berechtigung auf ihr Dasein! Die haben ja alle schon ein 2tes oder 3tes Leben hinter sich. Und ich hoffe doch sehr, dass du dich nicht den Fischen zum Frass vorwirfst!! Oder zumindest noch sehr, sehr lange nicht! Was für ein Verlust...... ;oD
      Du drückst es gerade in deinen Worten aus: Minimalismus ist immer das, was für jeden einzelnen richtig und machbar ist. Und dann ist das auch gut so! Es gibt genug Regeln und Vorschriften in unserem aller Leben- also wieso sollte man solches auch noch "beregeln"??
      Das mit den Mietzekatzen, die sich alleine durchbringen können, stelle ich ein wenig in Frage. Nicht, dass Katzen nicht schlau, ausdauernd und zäh genug wären, ihr Leben selber zu meistern. Aber sie würden sich dabei so unendlich vermehren, es käme zu Inzucht und dadurch zu jeder Menge durch Krankheit und Behinderungen gezeichneter Katzen, dass es gar nicht zu verantworten wäre, sich nicht um die Tiere zu kümmern! Das Problem gibt es ja so schon, nachdem viele denken, sie müssten ihre Tiere nicht kastrieren lassen und sich nur halbherzig drum kümmern....
      Und bei sehr vielen Rassen wären wahrscheinlich nur noch kümmerliche Restbestände vorhanden, oder sie wären schon lange vom Erdball verschwunden, würde man sie nicht domestiziert haben!
      Ach, ich seh' schon: Wir verstehen uns! :oD
      Herzlichste Grüsse an alle BW-Häusler!

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  2. Ach, die "Experten"... Wie kann man nur so undifferenziert nur sich selbst und seine Meinung gelten lassen... Ein wenig habe ich das in einem Katzenforum miterlebt: eigentlich wollen ja alle nur das Beste, aber genau auf ihre Weise! Leider ist es sowohl schwierig, die Experten zu ignorieren, wie auch sie nicht zu ignorieren... Liebe Grüsse, Miuh

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    1. Wahre Worte! Ich bin nicht der Mensch, der andere ignorieren möchte, und trotzdem sage ich mir auch immer seber vor, dass es keinen Sinn macht, an festgefahrenen Meinungen zu rütteln. Aber irgendwie kann ich es dann doch nicht immer lassen...... Nicht, weil ich so dringend irgendwelche Auseinandersetzungen brauche in meinem Leben. Aber ich möchte halt die Hoffnung nicht aufgeben, dass man doch über alles in Ruhe und gesittet diskutieren kann!
      Liebe Grüsse zurück!

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  3. Ach ärgere Dich nicht so drüber. Aber gerade in so einem Forum ist das ja fast vorprogrammiert. Ich nenne solche Menschen ja gern Pedanten und ich meide sie gern. Ich bin auch der Meinung Leben und Leben lassen und finde gerade den Austausch mit verschiedensten Menschen so schön. Da nimmt doch jeder was für sich mit. Mir geht das so.
    Wenn ich Deinen schönen ordentlichen Schrank so sehe, denke ich möh ich will wieder einen Schrank für mich allein. Bei uns mischt sich alles so durcheinander, einzig die Kleiderstange im Schlafzimmer trägt nur meine Teile.
    Bei uns liebt Luna gern im Schrank unten :)) Da fühlt sie sich total geborgen und wir lassen ihr das auch.
    Ist Dein neues Kleid schon angekommen? Da hast Du ja ein tolles Kahlo-Schnäppchen gemacht ;)
    Schönen Sonntag Abend, liebe Grüße Tina

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    1. Ich finde es eben auch sehr interessant, sich auszutauschen- gerne auch mit Menschen, die nicht nur meiner Meinung sind. Aber ich setze voraus, dass man sich dann wohlwollend zuhört und nicht einfach nur eine rigorose Meinung vor den Latz geknallt bekommt. Darum bedaure ich es auch so, wenn das nicht möglich ist!
      Ja, mein Kleid ist schon angekommen, und ich habe es bereits fleissig getragen. Die Stickerei am Hals ist wirklich sehr schön, Vögel und Blumenranken in vielen Farben. Da kann ich bunte Leggins dazukombinieren, was alles zusammen dann sehr bequem ist und nett aussieht.
      Mode ist für mich ja nicht so wichtig, aber gemütlich soll sie sein und einfach "mein Ding".
      Hab einen schönen Abend noch, herzliche Grüsse!

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  4. Ach ja, die lieben "Experten" die laufen einem bei jedem Thema über den Weg /o\
    Zuletzt hat mir das den Spass an einem großen Forum für Photoshop und Fotografie
    so vermiest das ich dort mittlerweile nur noch ab und an lese aber nix mehr schreibe.
    Schade weil ich seit etlichen Jahren dort sehr aktiv unterwegs war.
    Und andere Foren meide ich aus dem Grund auch lieber als aktives Mitglied, nö da hab
    ich keine Lust drauf. Mir reichen schon die Miesmacher im RL, die sind im Prinzip ja die
    Steigerung der Experten *ggg.... hatte die auch mal erwähnt in einem Beitrag bei mir.

    Das du immer wieder was im Schrank findest was noch aussortiert werden kann, kenne ich
    irgendwie auch *schmunzel... mir sind da auch wieder einige Teile ins Auge gesprungen.
    Aber ist ja auch nicht schlimm, so hat man doch immer wieder mal dieses Gefühl der
    Befreiung was das Ausmisten ja mit sich bringt. Stell dir vor du wärst für den Rest deiner Zeit
    fertig mit Ausmisten, dann würde man das Gefühl ja nie wieder haben können :-D nee das
    wollen wir nicht oder?

    Schönen Abend noch
    Lg

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    1. Es ist schade, wenn einem solche Menschen die Freude am Austausch vermiesen können! Aber mich jetzt deswegen nicht mehr in diesem Forum "zu bewegen" ist für mich auch keine Lösung. Ich schreibe meine Meinung wenn mir danach ist und sehe gefliessentlich über die für meinen Geschmack zu rigorosen Anmerkungen anderer einfach hinweg. Ich lasse mich erst gar nicht mehr auf solches Tauziehen ein!
      Naja- das Gefühl beim und nach dem Ausmisten ist schon sehr angenehm! ;oD Aber irgendwann werde ich (so hoffe ich doch!) am Ziel angelangt sein, denn auch DAS stelle ich mir grossartig vor! Wirklich absolut nur noch die Dinge zu besitzen, die einem viel bedeuten und die man beinahe täglich benutzt. Das scheint allerdings wirklich ein Prozess zu sein, dem man seine Zeit geben muss. Auf Biegen und Brechen schafft man das eh' nicht!
      Herzliche Grüsse!

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  5. Ach, liebes Hummele, was hab ich lachen müssen - Accessoire Katzi im Schrank, sooooo typisch. Das sind schon welche, diese Schnurrer. Mein Kleiderschrank wartet noch, ohaaaa, und da ist fast nix drin, doch an einigen Klamotten sind noch Teile, die ich wiederverwenden könnte, richtig edle Stickereien ect... Doch da wartet eine schöne Bestellung für das Atelier auf mich und ich bespiegle einen Scheibe und... hab immer eine gute Ausrede parat, oiiii
    Das mit der Tierhaltung, da hat er teils aber doch Recht. Ich denke nicht, dass Du auf einen Kommi aus bist, der nicht von Herzen kommt, daher habe ich mir hier mal ganz ehrliche Gedanken gemacht. Ich finde, im Großen hat er tatsächlich Recht. Nicht pauschal, aber so grundsätzlich...? Guck, ich kauf zwar bio für meinen Hobbit, aber er ist nu mal Fleischfresser. Hm. Gibt es also Futtertiere und Kuscheltiere mit unterschiedlichem Recht? Das ist nicht ohne, und manchmal fühle ich mich als Katzen-Tierhalter NICHT wohl. Es ist in vielen Fällen sehr wohl Egoismus dabei, und einige sind echt missbrauchte Sklaven, gut ausgedrückt ist das. Wenn ich all die fetten überzüchteten Tiere sehe, die da oft so herumschnarchen, weil sie nicht richtig atmen können. Aber selbst, wenn sie gut gehalten werden, oft fehlt vielen die Zeit, sich mit ihnen so zu beschäftigen, wie sie es bräuchten. Und weshalb schafft man sich Tiere an, wenn man nicht auch etwas davon hat, so selbstlos ist das doch wirklich nie? Gut, manche machen es, um dem Untergang geweihten armen Kerlchen ein Leben zu schenken, das ist was anderes, aber wenn ich so hier in der Bekanntschaft gucke - haben sie das Tier doch für sich selbst angeschafft.
    Dann denke ich an Dich und die Pferde. Bei Dir sieht man, dass ihr Spaß miteinander habt (ich denke nur an die "Beschäftigungstherapie Futtereimer im superschönen Stall - das macht Pferd natürlich so viel mehr Glück als draußen zu frieren), das ist KLASSE. Ein Miteinander, es erwächst etwas ganz Besonderes daraus und allen geht es prima damit. Doch dann gucke ich, was ich so in Ställen sehe, und auch da kann man manchmal weiß Gott von Sklaventum sprechen. Nutztiere, geritten zu werden. Es kommt darauf an, dass man eben auch guckt, was DIE wollen, was die Kerlchen glücklich, albern und übermütig macht - dann ist´s ne Bereicherung.
    Bleibt das Futterproblem, da kann ich mich nicht rauswinden. Ja, generell gesehen hat er wirklich Recht. Wären Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und in völlig natürlicher Umgebung nicht glücklicher? So ohne Mensch?
    Hm... Also, zumindest könnte ich ihm nicht widersprechen. Dann gucke ich mir Hobbit an, was wir aneinander haben und denke mir, als nicht-kastrierter Kater im Wald - wäre er da nicht glücklicher? Hm. Ich kann mich rausreden, er hätte nicht überlebt wegen der Krankheit seines Darms... Hier geht es ihm supergut, er ist so fröhlich und kuschelt wie ein Weltmeister, nichts bedroht ihn..
    Ist ein schweres Thema. Ich denke, Ihr habt beide Recht. Doch, und der HAT auch Recht - wenn man es so pauschal sieht. Und es ist gut, wenn es Leute gibt, die das tun, ganz radikal sind, da kann man sich dran reiben und kommt schon ins Grübeln.
    Ich wünsche Dir weiterhin Meinung und Kraft, das zeichnet Dich aus, und ich hoffe, Du nimmst mir mein Sosein nicht übel - ne, das tust Du eh nicht, wir kennen uns ja nun schon lange - lass Dich lieb drücken, Deine Méa

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    1. Wieso sollte ich dir was übelnehmen, Méa? Ich sage ja nicht, dass da nicht auch ein Stück Wahrheit steckt in der Aussage. Ich bin ja die erste die an die Decke geht wenn ich sehe, dass Tiere schlecht behandelt werden! (Und hab mich auch schon 2 Mal mit einem Bauern in der Nachbarschaft angelegt, weil der seine Tiere so grob behandelt!) Aber es ist die Art und Weise, dieses Rigorose, das so gar keine andere Meinung zulässt und dieses Pauschalisierende. Das finde ich so unangenehm und auch nicht angebracht. Ich bin natürlich auch nicht für Massentierhaltung, ich bin auch der Meinung dass man sich nur fellige Freunde ins Haus (oder in den Stall) holen sollte, wenn man bereit ist, für sie nahezu ideale Lebensbedingungen zu ermöglichen (und das bedeutet im Normalfall viel zeitlichen und finanziellen Aufwand und ausserdem einiges an Verzicht auf Anderes!). Und natürlich halte ich meine Tiere deshalb, weil ich Tiere einfach liebe und weil sie mir auch viel geben. Aber ich kenne, ehrlich gesagt, mehr Menschen, die alles für das Wohl ihrer Schützlinge tun als solche, denen man sie besser wegnehmen sollte. Allerdings bin ich sehr wohl dafür, dass man gewissen Menschen ihre Tiere abnimmt und dafür sorgt, dass sie artgerechte Lebensplätze bekommen.
      Als ich noch Kinderreitstunden gab war es oft das Thema, dass Eltern ankamen und mich um Rat baten, weil ihre Kinder ein eigenes Pony haben wollten. Weisst du was? Ich hab es ALLEN mit Erfolg ausgeredet. Da hab ich einfach schon zu viel gesehen, als dass ich das hätte unterstützen wollen. Gerade bei Kindern ist die Begeisterung anfänglich oft gross, aber nach ein paar Wochen flaut die gewaltig ab, vor allem wenn man dann nicht mehr nur reiten, sondern auch ausmisten und pflegen soll. Und das bei jedem Wetter.
      Was ich meine: Tierhaltung soll sehr, sehr gut überdacht sein, und man muss sich bewusst machen, was es (für viele Jahre!) nach sich zieht.
      Aber wenn man bereit ist, das alles auf sich zu nehmen, dann kann man sich keine besseren Freizeitpartner wünschen. Egal, ob das nun Pferde, Hunde, Katzen oder welche Tiere auch immer sind!
      Und natürlich gibt es für mich keinen Unterschied zwischen Nutz- und Kuscheltieren. Alle haben sie ihre Bedürfnisse, und wir sind einfach dazu verpflichtet, die zu erfüllen. Punkt.
      Aber siehst du: Man kann solche Themen doch ganz gelassen bekakeln, ohne den Gesprächspartner "verbal abzuwürgen". So sollte das doch immer sein, ne?
      Ganz herzliche Grüsse!

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    2. Also, am schönsten finde ich, wie Du schreibst über "artgerechte Lebensplätze". DAS sagt alles. So sollte es sein, ne? Ja, das stimmt.
      Ich stimme Dir in allem zu, absolut.
      Nur in einem nicht: Ich habe lieber Meinungsteufel, als Menschen, die so furchtbar diplomatisch mal eben lieber nix sagen, keine Meinung vertreten, da könnte ich in die Höhe gehen. Meinungsteufel und Radikalinskis zumindest rütteln auf und machen im guten Fall nachdenklich. Muss man ja nicht abnicken, solche Pauschaläußerungen, aber ich kriege immer die Krise, wenn meine Bekannte sagt "na jaaaa, ach komm..." Also dieses Abwiegeln. Ne, lieber ins Wespennest stechen, mal ordentlich auf die K... hauen, das ist mehr meins.
      Solche Radikalinskis haben mich oft so viel weiter gebracht im Leben. Und ich denke, solchen Menschen ist ein Thema dann einfach ungeheuer wichtig im Leben. So sehr, dass sie über die Stränge schlagen. Und das in einer Welt, in der sich die wenigsten für etwas mit Volldampf engagieren. Ne, lieber so.
      Die bunte liebe Dutziwelt, da sitzen die Verleugner, ja, die, die so etwas natürlich nie sagen würden, sich so für etwas engagieren würden, niemals anecken mit missionarischem Eifer.
      Für ihn ist eben ein Tierlein ohne Menschen besser dran... So eine Meinung hat er ja nicht mal so aus Egoismus gefasst. Dahinter stehen ja Gedanken um die Tiere, die sich das Gros schon gar nicht macht, finde ich...
      Wir sollten immer daran denken, "sind wir gut für das Tier?", dann würde es hinhauen. Vielleicht könnte er sogar mit der Entgegnung leben, und wenn nicht, auch gut.
      Vielleicht ist er über das "leben und leben lassen" auch deshalb hinausgeschossen, weil er gesehen hat, wieviel oft geschadet wird. Und da ging ihm der Hut hoch. Denn gerade bei dem Thema wird eben doch noch zuviel verharmlost.
      Ein ganz interessanter Post ist das, liebes Hummele, denn da steckt noch so viel mehr drin, finde ich...
      Alles alles Liebe und vielen Dank, dass Du heiße Eisen anpackst, Deine Méa




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  6. Genau der Grund, warum ich nicht mehr in Foren unterwegs bin und stattdessen einst mit dem Bloggen begann. Solche besserwisserischen Klugscheißer gehen mir gehörig auf den Senkel. Ignoriere den Experten, wenn es sich machen lässt.
    Dein Schrank ist wirklich extrem übersichtlich gefüllt und selbst die Katze sieht aus, als wäre sie gefaltet ;-)
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Naja, Karen, beim Bloggen bist du vor dieser Sorte Mensch auch nicht gefeit. Da hab ich auch schon wahre "Krimis" erlebt....Aber grosso modo begegne ich hier doch wirklich sehr lebensfrohen, freundlichen und liebenswürdigen Zeitgenossen(innen! ;oD). Und, wie ich es oben schon schrieb: Anderer Meinungen mal einfach an sich heranzulassen kann sehr positiv sein! Mais c'est le ton qui fait la musique, n'est-ce pas? ;oD
      Jaja, es wird immer weniger in meinem Schrank! Was dabei aber erstaunlich ist: Ich habe nie das Gefühl, nichts anzuziehen zu haben! ;oD
      Liebe Grüsse!

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  7. *muahahaha* Als ich das über die "Versklavung der Tiere" gelesen habe, dachte ich nur... drei, zwei, eins... Explosion der Frau Hummel. ;)

    Ich gönne mir den Luxus, diesbezüglich keine Meinung zu haben. Und - ich schrieb es ja bereits - ich weigere mich auch, über bestimmte Dinge zu diskutieren. Schon gar nicht mit dieser Sorte von Experten. Darum findest du mich auch in keinem Forum mehr. Das muss ich mir nicht geben. Ich lasse mich gerne inspirieren und schaue, was in mein Leben passt. Aber Menschen, die mir selbstgerecht von oben herab ihre Meinung aufs Auge drücken wollen... och nö. Die brauche ich nicht und gehe ihnen aus dem Weg, so es mir möglich ist. ;)

    Alles Liebe für dich und nicht aufregen. Ist es doch gar nicht wert! <3

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    1. Ja siehst du. Ich hab mich auch geweigert. Das ist wohl die effektivste Art, seine Nerven zu schonen! ;oD
      Aber ich würde, gerade jetzt bezogen auf dieses Thema, solche Menschen gerne mal mit in meinen Stall nehmen. Sie sehen lassen, wie meine Ponys im Karacho von der Weide angeflitzt kommen, wenn sie nur schon mein Auto auf der Strasse ankommen sehen. Obwohl ja, das muss man noch dazu sagen, Weidegang für sie das Grösste ist! Und wie anständig die sich benehmen, wie sie uns hinterherlaufen, wenn wir die Ausläufe abmisten, und dabei immer mal wieder ankommen und uns anstupsen oder mir den Kopf auf die Schulter legen. Versklavung?? Dass ich nicht lache.....
      Zu jedem Thema gibt es zwei Seiten, die man betrachten kann. Und es ist ziemlich horizonterweiternd, wenn man mal nicht immer nur die eine Seite ins Auge fasst......nüchwahr??
      Herzelichste Grüsse!
      PS: Bin nicht explodiert. Du weisst ja: "Ommmhhhh!!" im Geiste.... ;oD

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  8. Liebe Frau Hummel :-)

    Ja, die Experten, die tummeln sich überall. Deshalb lese ich noch nicht mal mehr in Foren, geschweige denn in welchen aktiv zu posten. Sogar in Handarbeitsforen gibt es meist nur EINE richtige Art einen Pullover zu stricken oder Wolle zu waschen... Wenn du es anders machst, bist du entweder zu blöd oder es explodiert die Waschmaschine (kommt einem manches mal so vor).

    Ui, das Theme Tierhaltung find ich grundsätzlich schwierig. Da gibt es so viele Argumente dafür und dagegen und an den meisten ist etwas Wahres dran. Ich kann nur sagen, wie wir es bislang gemacht haben: aus Platzgründen haben wir uns für unsere 40m² Wohnung weder Hund noch Katze angeschafft. Und gerade beim Wandern ist die Querung einer Weide mit Hund oft schwierig. Ich seh das bei einem Bekannten von uns, das reicht mir.
    Aber ich kann verstehen, dass man gerne Haustiere hat. Ich hätte mir auch immer welche gewünscht, aus Platzgründen war das aber nie machbar und jetzt bin ich vielleicht zu egoistisch dafür, um noch etwas dran zu ändern (außer mein Freund will sich irgendwann unbedingt einen Hund zulegen, bei Schafen würd ich wahrscheinlich auch einknicken :-D).

    LG, Daniela

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    1. Wir hatten von Kindheit an Haustiere, die aber immer auch Familienmitglieder waren! Schäferhunde und unseren Wellensittich "Fritzli", der, erstaunlicherweise, erst im hohen Alter verstorben ist. Erstaunlich deshalb, weil er a) nach einem unbeabsichtigten Freiflug auf der Alp den Weg in seinen Käfig wiederfand und b) immer mitten im Getümmel war. Da kullerten wir 3 Mädchen am Boden rum, und mitten aus diesem Gezappel aus Armen und Beinen kam dann Fritzli über den Boden marschiert. DAS war eine Nummer, *ggg*!
      Ein Leben ohne Haustiere kann ich mir also schlicht nicht vorstellen. Allerdings wird bei uns alles in Bewegung gesetzt, damit die ein artgerechtes Dasein führen dürfen. Somit habe ich nicht die leisesten Bedenken, mir Tiere zu halten! Aber ich weiss natürlich auch, dass es genug Negativbeispiele gibt. Man müsste eigentlich eine Prüfung verlangen, mit der man nachweist, dass man imstande ist, sich entsprechend um seine Tiere zu kümmern. Bei uns in der Schweiz wurden allerdings inzwischen sogar wieder die Welpenkurse abgeschafft, die vorher obligatorisch waren. Und ich stelle bei meinen Ritten durch den Wald leider immer wieder fest dass es genug Hundehalter gibt, die sie dringend nötig gehabt hätten.....
      Schafe?? Ohja, Schafe.....ich hätte zu gerne welche! Sehr gerne eine alte Rasse, so richtig urig und besonders. Wer weiss- wenn meine Jungs erstmal ihren Ruhestand im Jura verbringen- dann...?? ;oD
      Liebe Grüsse!

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  9. Liebes Hummelchen,
    bei den Haustieren halte ich mich raus, ich habe eine Allergie und basta. Wenn ich sehe, dass es jemand mit seinen Vierbeinern kann, dann freue ich mich für das Tier, und zwar deshalb, weil es bei der Person gut aufgehoben ist. Ein eingesperrter Vogel ist ja kein Vierbeiner, nicht wahr. Das ist etwas sehr Trauriges.
    Ein übersichtlicher Kleiderschrank ist etwas ganz Feines. Da hat man doch eher mal Lust, sich etwas anzulachen.
    Immer mal wieder lüften, das tut gut.
    Ganz liebe Grüße an meine liebe Katzen- und Pferdemama, die es soooo gut mit ihnen kann,
    Angelika

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    1. ...und das Witzige an meinem übersichtlichen Kleiderschrank ist ausserdem, dass ich nie das Gefühl habe, nichts anzuziehen zu finden! ;oD
      Allerdings lache ich mir sehr selten was Neues an. Und dann sind es auch meist Stücke aus dem Sale. Weil ich Kleidung trage, die nicht der Mode unterworfen ist, kommt es gar nicht darauf an, aus welcher Saison sie stammt. Und so sammeln sich immer mehr richtig betagte Sachen bei mir an. Grade heute hatte ich zum Reiten meinen weinroten Wintersportanorak an, den ich mir vor über 20 Jahren gekauft hab, als ich noch in Gstaad lebte. Das gute Stück ist top in Schuss, perfekt verarbeitet und schützt mich zuverlässig vor Kälte und Regen. (Heute: irgendwas um 4° rum, Sprühregen und Wind....April ahoi!)
      Oiiii. Eine Allergie gegen Tiere, das wäre für mich der Supergau! Darf ich mir gar nicht ausmalen. Ich glaube, ohne jedes Haustier- das wäre, wie wenn man mir ein Stück abschneiden würde.....! Wieviel Freude sie machen zeigt mir grade wieder das 3 1/2 Wochen alte Kätzchen, welches wir seit vorgestern mit der Flasche aufziehen. Mama hat es im Heustock vergessen. Die Kleine ist sooooo niedlich! Und auch wenn ich jetzt mindestens 1x nachts hoch muss, um ihr das Fläschchen zu geben: wenn sie mich mit ihren grossen Kulleraugen fixiert und mit ihrem noch zahnlosen Mündchen ein "Mihauuhhh" haucht, da geht man runter wie "Budda an die Sonne"! ;oD
      Ganz herzliche Grüsse!

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  10. Liebe Frau Hummel,

    Recht oder Unrecht, Wissen oder Besserwissen, Meinung oder Gegenmeinung...... was jetzt allerdings Minimalismus mit Tierhaltung zu tun hat, konnte sich mir nicht hinreichend erklären.
    Zitat:
    Seiner Meinung nach würde sich z.B. ein echter Minimalist niemals (niemals!!) dazu versteigen, sich Tiere halten.

    Pferde sind Steppentiere somit Herden- und Fluchttiere, Katzen sind Waldbewohner somit Jäger und Beutefänger, Hunde sind Rudeltiere somit ebenfalls Jäger und Beutefänger, Menschen waren eigentlich Sammler und Jäger somit unabhängig und selbstdenkend. Doch was geschieht mit all den Flucht- und Beutefängern, den Jägern und Sammlern?

    Sie leben auf wenigen Quadratmetern, eingezäunt und geschützt. Mensch und Tier. Es gibt keine andere Wahl. Es gibt keine unberührte Steppe, keinen intakten Wald, keine Bereiche mehr, in denen gejagt und gesammelt werden kann.

    Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Mensch und Tier müssen eng zusammenrücken und manchmal bedeutet dieses zusammenrücken etwas positives für Mensch und Tier, manchmal leider auch nicht...

    Könnte Mensch und Tier wählen, würden sich wohl beide lieber in unberührter Natur auf Augenhöhe begegnen oder aus dem Weg gehen, je nach Vorteil, den sie daraus ziehen könnten. Doch es gibt keine Wahl ... darum vertrete ich die Meinung, es ist in heutiger Zeit wichtiger denn je, jedem Tier nach bestem Wissen und Gewissen einen Lebensraum und Unterschlupf zu gewähren.

    Liebe Grüße
    Gabriele

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    1. Liebe Gabriele, mit deinem letzten Satz triffst du den Nagel absolut auf den Kopf. Denn in der heutigen Zeit braucht man sich nicht einen Gedanken darum zu machen, ob Tiere auf sich allein gestellt noch überleben könnten. Zumindest nicht Tiere wie Hunde, Katzen, Pferde etc. Es gibt viel zu viele Unfallgefahren, welche die moderne Zivilisation hervorbringt, und ausserdem noch (was ich noch viel schlimmer finde!) Menschen, die Tiere zu Kreaturen degradieren und meinen, sie quälen und umbringen zu können, weil Tiere ja dumm sind und ausserdem zu keinen Gefühlen fähig.....Alleine wenn ich hier die Diskussion um Wölfe in freier Wildbahn beobachte- da stehen mir oft die Haare zu Berge. DIE paar Wölfe in unserem Land!
      Also freue ich mich über jeden Menschen, der sich einsetzt für Tier und Natur. Und es ist ja so, dass sich immer mehr Menschen wirklich viele Gedanken dazu machen, wie sie ihr Haustier artgerecht halten können. Und für Negativbeispiele sehe ich z.B. auch in der Verschärfung des Tierschutzgesetzes und in drakonischen Strafen bei Verfehlungen ein Mittel, ihnen beizukommen. Aber da wären mal unsere Gesetzgeber gefragt......
      Herzliche Grüsse!

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  11. Hallo Frau Hummel,
    ich kann dich soo gut verstehen. Bei dem Thema wäre ich vermutlich auch geplatzt.
    Btw. solltest du beim ausmisten deines Kleiderschranks eine gewisse Katze abgeben wollen, melde ich hier schon mal Bedarf an *herzchenindenAugen*
    Was die artgerechte Haltung angeht: ich hab wirklich artgerecht gehaltene Pferde schon gesehen - in der Mongolei. Nicht wenige davon hatten heftige Narben von Wolfsangriffen. Ich könnte mir vorstellen, dass, wenn man die fragen würde, vielleicht der eine oder Andere doch ein ungefährdetes Leben in meinem Offenstall der Freiheit der mongolischen Steppe vorziehen würde....
    Liebe Grüße

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    1. Ööööhhhh-ne. Leider kann ich dir die Mietze nicht abgeben. Meine felligen Freunde bleiben bei mir, bis sie tot umfallen (oder ich. Wer weiss das schon??) ;oD
      Das mit den Mongolenpferden veranschaulicht die Problematik doch perfekt: Es ist, wie man es auch macht, verkehrt. Aber trotzdem sehe ich nichts Verkehrtes daran, dass ein Pferd sein Leben unter unserer Obhut verbringt. Einer Obhut allerdings, die dem Pferd einen höchstmöglich freien Bewegungsraum ermöglicht, soziale Kontakte, viel Licht und frische Luft. Bei jedem Wetter. Könnte ich meine Ponys fragen, ob sie lieber hier im Freilaufstall oder im Jura auf den Riesenweiden leben möchten- ich kenne die Antwort! ;oD Aber genau darum ermögliche ich ihnen ja die Sommermonate auf den Weiden, sehe aber auf der andern Seite auch, wie zufrieden und ausgeglichen sie hier, bei uns, im Stall sind. Boxenhaltung bei Pferden z.B. lehne ich ab, ausser sie haben ganz viel Möglichkeit, direkt auf einen grossen Auslauf oder eine Weide zu gehen und auch Beziehungen zu andern Pferden zu pflegen.
      Der Punkt ist doch einfach der (und ich wiederhole mich): WENN man Tiere in sein Leben holt, dann ist man ohne Frage dazu verpflichtet, alles dafür zu tun, damit sie zufrieden und ausgeglichen leben dürfen. Und dieser rote Faden zieht sich quer durch alle Spezies, die man sich als Haustiere hält. Ob jetzt Hamster oder Pferd macht da keinen Unterschrift. Höchstens beim Zeitaufwand und den finanziellen Mitteln, die man einsetzen muss, nicht aber bei der Einstellung dazu!
      Herzliche Grüsse zurück und ein entspanntes WE dir!

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    2. Ochneee...ich meinte nactürlich UNTERSCHIED. Blödes Korrekturprogramm, blödes!! ;oD

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  12. Liebe Frau Hummel, zu Dir kann man kommen, wann immer man will, Du packst Themen / "heisse Eisen" an. Ehrlich toll!
    Früher wäre ich jedem radikalen "Experten" an den Kragen gegangen. Ich kann es einfach nicht ab, wenn mir jemand so lange eintrichtern will, dass er recht hat, bis ich nicht mehr weiß, ob ich Männchen oder Weibchen bin......Ein "echter" Experte hat sich sein Wissen erarbeitet, bringt es veständlich rüber und hört dann zu, was der Gegenüber dazu zu sagen hat. DAS kann sehr erfüllend sein. Stell ich mir grad so vor: man sitzt gemütlich beisammen, ein Gläschen Rotwein, der Kamin knistert, usw.........so kann man dann nächtelang "fachsimpeln".
    Aber ein "Experte", der einen verbal niedertrampelt, ist für mich ein asozialer Mensch. Denen gehe ich heutzutage einfach (soweit es geht) aus dem Weg. Wenn man sie denn frühzeitig erkennt.
    Natürlich muss jeder Mensch für sich Minimalismus / einfaches Leben selbst definieren. Wenn ich dran denke, wie ich früher gelebt hab..........da ging jeder Groschen in irgendwelchen Luxus, der dann auch wieder entsorgt werden musste, damit Platz im Schrank für Neues war. Das hat sich bei mir sehr verändert. Aber DEINEN Minimalismus werde ich im Kleiderschrank wohl erst im Altersheim erreichen. Hut ab - und so aufgeräumt war mein Schrank nur vor Jahren, als wir hier eingezogen sind........ich versuche es immer wieder mal, aber das gehört nicht zu meinen Prioritäten (mehr).
    Und ob Tiere zu den 100 "Sachen" gehören - na, ich weiß nicht.......ich denke, solange es den Menschen gibt (geben wird) macht es auch "Sinn" auf die Arten zu achten. UND sie auch vor den Menschen zu schützen. Denn nicht jeder macht sich Gedanken, wie ein Tier lebt. Egal, ob wild oder domestiziert. Alleine DAS wäre ein Thema für o.g. Gläschen Rotwein und knisternden Kamin. Alleine, was ist mit einem Straßenhund /Straßenkatze (das Thema Kastrationen erkärt sich ja von selbst!), der lange zufrieden draussen gelebt hat, dann angefahren wird, über Monate gepflegt wird. Kann der dann zurück in seine Freiheit? Kommt er dann noch klar? War es dann überhaupt richtig, da helfend einzugreifen oder hätte man ihn leiden wenn nicht gar sterben lassen sollen? Man hat ihm ja dann auch seine Freiheit genommen, wenn man entscheidet, er kann nicht mehr auf die Straße zurück - ist das richtig? Ich für meinen Teil denke da z.B.: ein gesunder Straßenhund kann da auch weiter gut leben - er hat es gelernt, zu überleben. Einem erkrankten Tier muss man helfen und dann auch die Verantwortung für das Tier übernehmen und ihm ein Leben in "Gefangenschaft" ermöglichen, dass es so weit es irgend geht wieder glücklich sein kann. Alleine DAS ist dann schon ein Thema, wo ich lieber nicht an einen "Experten" geraten würde.
    Übrigens, das Argument mit den mongolischen Pferden von der Chaoskämpferin finde ich klasse!
    Und selbst mit dem Minimalismus selbst ist das so eine Sache........was ist mit den ganzen "minimalistisch" lebenden Künstlern (damit meine ich Künstler nicht ironisch), die aber neue Kunstobjekte entwerfen und somit "Dinge" erschaffen. Auch wenn sie sie wieder verkaufen, schaffen sie doch wieder Dinge, die sich andere Menschen hinstellen. Geben sie da nicht sogar "Welten-Ballast" weiter und übergeben damit die "Verantwortung" damit bzw. dafür einfach weiter, falls es nicht irgendwann im Museum landet?
    also, unter dem Strich: jeder muss doch selbst für sich entscheiden: WAS "brauche" ich, um ein zufriedenes Leben zu führen? WIE kann ich leben, dass ich selbst zurfieden bin aber auch niemandem anderen seinen Lebensraum beschneide.
    Ich schicke Dir ganz liebe Grüße und freue mich auf Dein nächstes "heisses Eisen", Jacqui

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  13. p.s.: Übrigens, wie die Gabriele das oben dargestellt / zusammengefaßt hat - druckreif, klasse!

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    1. Liebe Jacqui, zuerst mal herzlichen Dank für dein Lob betr. der "heissen Eisen"! Tja, ich mache mir nicht immer nur Freunde mit meiner Art auch über Dinge zu sprechen, die "man" eigentlich nicht so gerne anrührt, weil sie eben zu hitzigen Diskussionen führen können. Aber wenn man, gerne auch bei einem Glas Wein (in meinem Fall einer Tasse Tee, *ggg*!) und am Kaminfeuer in Ruhe, mit einem offenen Ohr für den andern und mit einer Portion Wohlwollen ihm gegenüber zu einer zielgerichteten und unaufgeregten Diskussion fähig ist, dann kann man doch wohl jedes Thema angehen, nichtwahr?
      Jetzt aber mal der Reihe nach: Yep, Gabriele hat das klipp und klar zusammengefasst, was auch ich unterschreiben würde! Allen Tieren einfach ihren Lebensraum zu lassen wäre der Idealzustand, in der heutigen Zeit aber schlicht und ergreifend unrealistisch. Und gerade weil die Menschheit so viel Raubbau an der Natur betreibt und den Lebensraum so vieler Tiere beschneidet ist es höchst dringend, dass man sich für sie einsetzt und zumindest so viel Schadensbegrenzung wie nur möglich betreibt. Und gerade bei Themen wie den Strassenhunden sehe
      ich die Hilfe vor allem vor Ort, in der Aufklärung der Menschen dort, der medizinischen Betreuung der Tiere (Kastration vor allem!) und der Sorge für eine gute Ernährung, denn ordentlich ernährte Tiere sind auch weniger anfällig für Krankheiten. Und als letzte Massnahme kommt die Vermittlung der Tiere an Menschen im Ausland, so wie ihr jetzt schon einigen Hunden ein wunderbares neues Zuhause gegeben habt.
      Aber auch hier in unseren Breitengraden darf man nicht nachlassen damit den Menschen immer wieder aufzuzeigen, welche Bedürfnisse Tiere haben und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit man ihnen ein wirklich glückliches Leben bieten kann.
      Übrigens sitzen wir hier gerade wieder mit einem 4 Wochen alten Mietzemädchen, das seine Mamma auf dem Heuboden vergessen hat. Sie hat sein Geschwisterchen irgendwohin verschleppt und wir sind durch sein lautes, anhaltendes Weinen aufmerksam geworden, dass da was nicht stimmt. Nachdem sich seine Mamma dann weiter nicht um sie gekümmert hat haben wir die Kleine mit nach hause genommen. Seit 3 Tagen nun ziehen wir sie mit derm Fläschchen auf; ein Job, der viel Zeit kostet und auch Nachtruhe vernichtet, der aber gleichzeitig so viel Freude macht! Die kleine Maus ist so zuckersüss, und wenn man ihr beim Spielen zuschaut und sieht, was das schon für eine kleine Persönlichkeit ist- da geht einem das Herz auf!
      Seine Mama entzieht sich unseren Bemühungen, sie kastrieren zu lassen, erfolgreich. Sie sie extrem scheu und weiss ganz genau, was eine Katzenfalle ist und dass man die besser umgeht.... Aber irgendwann werden wir sie schon noch überlisten, denn ich möchte einfach nicht, dass sie jedes Jahr Mietzenbabys grossziehen muss, vor allem auch, da sie selber schon immer nicht ganz gesund ist. Irgendwas ist mit ihren Lungen. Aber ich krieg sie ja nicht zu fassen, ergo kann ich sie auch nicht zum Vetrerinär bringen. Aber niemals würde ich einen Wurf einschläfern lassen! Das finde ich ganz furchtbar- was lebt, das soll leben dürfen, auch wenn das einem selber manchmal viel Einsatz abverlangt!

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    2. Dann das Thema Minimalismus. Ohja...auch das kann man stun-den-lang und abendfüllend diskutieren! Wenn man denn möchte. Aber ich finde, das ist jetzt mal ein Thema, das man gar nicht diskutieren muss. Es gibt sooo viele verschiedene Arten, Minimalismus zu leben, und jede ist für sich wertvoll. Denn jeder Mensch, der sich Gedanken macht, wie er einfacher, naturnaher, umweltschonender Leben kann, der ist ein wichtiges Puzzleteilchen und trägt viel dazu bei, dass der immer schneller ablaufenden Zerstörung und Ausbeutung unserer Umwelt Einhalt geboten werden kann. Es ist doch absoluter Blödsinn sich darüber aufzuhalten, wieviele Dinge ein Minimalist besitzen dürfen soll. Wenn jemand Freude an modischen Klamotten hat, dann soll er der doch nachgehen dürfen; wenn er darauf achtet, dass bei Material und Herstellung ökologischen und ethischen Gesichtspunkten Rechnung getragen wird, dann ist doch alles in Ordnung!
      Diesen Eifer, immer alles genau definieren zu müssen, den kann ich sowieso nicht nachvollziehen. Egal, um was es geht.
      Danke für deinen so engagierten Kommentar, ich hab mich sehr gefreut! Liebe Grüsse, und verteil mal eine ordentliche Handvoll Knuddels an deine Meute! ;oD

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  16. Liebe Frau Hummel,
    erstmal - Dein Kleiderschrank ist toll. Wunderschön, übersichtlich und aufgeräumt - und mit Katze, was gibt es schöneres :-). Für mich sind Tiere auf jeden Fall Familienmitglieder und so werden sie auch behandelt. Wir haben eine Katze, die definitiv freiwillig bei uns ist. Sie kann rein und rausgehen wie sich möchte und hat ganz viel Raum, um zu tun was sie möchte. Offenbar fühlt sie sich wohl, denn sie bleibt :-). Mit den Schafen ist es schon ein bisschen was anderes. Sie haben richtig viel Platz zum grasen, sind aber letztendlich doch umzäunt - es geht ja nicht anders. Wir haben aber auch immer den Eindruck, dass sie sich wohl fühlen bei uns.

    In unserer Welt ist es einfach nicht mehr möglich, dass alle in freier Wildbahn leben, Mensch und Tier. Ich sehe es aber auch so, dass wir die Verantwortung haben, allen Lebewesen artgerechte Lebensräume zu ermöglichen. Sehr zwiespältig sehe ich daher Zoos, Massentierhaltung finde ich einfach furchbar und das was in einigen Privathaushalten passiert, auch. Das macht mich sehr traurig. Umso schöner, dass es trotzdem viele Menschen gibt, denen das bewusst ist und die es besser machen.

    Den Zusammenhang zwischen Tieren und Minimalismus habe ich auch nicht verstanden, muss ich gestehen.

    Liebe Grüße
    Birgit

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