Sonntag, 18. September 2016

TARTE AU CITROUILLE

Ist es nicht jedes Jahr dasselbe? Kaum manifestiert sich der Herbst (hier zog bereits der erste Herbssturm mit viel windigem Getöse und Sprühregen um die Häuser), da freut man sich auch schon auf deftige Mahlzeiten, die alles einbinden, was diese Jahreszeit so an Köstlichkeiten zu bieten hat!

Die Frau BWH kommt heute mit einer feinen Suppe um's Eck, und bei Grazyna lief mir beim Anblick der französischen Tarte au Citrouille so sehr das Wasser im Mund zusammen, dass ich mir vornahm, sie gleich dieses WE nachzubacken. (Übrigens ist auch das Video dazu absolut sehenswert. Sagt selber: Möchte man nicht gleich seine Koffer packen und auswandern, um SO! zu leben?? Dieses Bedächtige, Unaufgeregte, Naturnahe.....aaaaach......!!)

Gehn wir also ans Werk. Ich habe ein paar Variationen à la Hummel vorgenommen, aber darin liegt ja des Künstlers Freiheit, n'est-ce pas?? ;oD

Alors:
Wir haben ein paar Zwiebeln und Champignons in Würfel geschnitten und mit einer Handvoll Speckwürfel (vom freilaufenden Schweinchen!) angebrutzelt. 4 Knoblauchzehen durch die Quetsche dazugedrückt, mit Salz, Pfeffer, Thymian und Oregano gewürzt. 
Anschliessend wurde ein mittlerer Butternutkürbis durch die grobe Raffel gedreht. (Meine alte Zyliss ist unbezahlbar wenn es darum geht, irgendwas kleinzukriegen! Und sie beweist einmal mehr, dass das Althergebrachte oft einfach das Beste ist. Und unkaputtbar noch dazu.)



Der Kürbis wanderte zum Rest in der Pfanne und schmurgelte ein Weilchen mit.




Unterdessen wurde der Kuchenteig in die Form gelegt und mit der Gabel eingestochen, das Kürbisgemisch wurde ordentlich darauf verteilt.

Nun gingen 2 Eier eine Liaison ein mit einer Packung Magerquark, wurden mit Salz, Pfeffer, ein wenig Muskat und ordentlich gehackten Schnittlauch aromatisiert, über die Füllung gegossen und mit der Gabel ein wenig in das Kürbisgemisch eingearbeitet.

So. Und jetzt würde der Ziegenkäse ins Spiel kommen. Da wir uns aber nicht sicher waren, ob wir den leiden können, hatte ein Tomme à la Crème Jean-Louis die Ehre, wurde in Scheiben geschnitten und obenauf gelegt. Frische Feigen, wie Grazyna sie für ihre Tarte verwendet hat, konnte ich leider keine finden.



Die ganze Herrlichkeit wanderte nun für ca. 25 Minuten bei gut 200° in den Ofen.

Wir waren gespannt!

Optisch war die Tarte schon mal eine Augenweide.




Und sie hat wunderbar geschmeckt! Ich hab mir sogar ein Gläschen Wein dazu gegönnt und fühlte mich der Touraine gleich um ein paar Kilometer näher.....  ;oD


Ausserdem passt das Wetter heute ganz ausgezeichnet, um sich genussvoll den Magen zu wärmen, das Weinglas zu schwenken und sinnierend aus dem Fenster in die Landschaft zu gucken.





Bon appetit, mes chères amies, à bientôt!

Kommentare:

  1. Wie, Frau Hummel, schon wieder? Tztztz! Ich freue mich, und dein Rezept sieht lecker aus und wird natürlich kopiert! Danke!
    Grüßle
    Ursel

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  2. Hui, Du machst es Dir schön :)) Ich hab die Tarte auch abgewandelt, musste grinsen. Ich dachte aber, Du isst gar kein Tier? Bei Speck fiel es mir damals als Jungtwen am schwersten, auf alles andere konnte ich problemlos pfeifen, doch Speck und Salami, das war hart. Mein Freund trat mir da "auf die Füße", dann ließ ich auch das. Heute futtert der wieder Fleisch, nur ich bin seit damals "abstinent" ;))
    Ich will das Gericht nicht mit Teig, da ich mir überlegte, ob ich nicht den Buchweizen einfach ankeime... So einfach dazu als "Salat". Mal gucken.
    Froher Futtern weiterhin, mein liebes Hummele, Deine Méa, die sich das Video reinzieht und auch gerne so eine Raffel hätte... Dann könnte ich ein Elektrogerät wegtun und noch unabhängiger wursteln...

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    1. Nun, ich esse ganz, ganz wenig Fleisch. Hab irgendwie auch gar nicht wirklich Lust drauf, obwohl ich kein bekennender Vegetarier in dem Sinne bin. Aber wenn, dann kaufen wir nur Fleisch aus der Region von Tieren, die gut gehalten wurden und keine langen Transportwege auf sich nehmen mussten. Aber das ist so selten, dass wir Fleisch kaufen, da lohnt es sich kaum, drüber zu reden! ;oD Die Speckwürfel allerdings geben der Tarte ein kräftiges Aroma; so ein bisschen davon fanden wir ganz okay.
      Die Raffel ist wirklich genial. Einfach, robust, immer ruckzuck einsatzbereit. Und mit Muskelkraft betrieben. Sie begleitet mich seit meiner Kindheit, und ich geb sie nicht her! ;oD
      Hab einen ganz fröhlichbunten Herbsttag, dicken Drüüücker!!

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    2. Liebstes Hummele, na, DIE würde ich auch nicht hergeben. Meine Mutter hat auch so eine, nur dass die so einen bescheuerten Saugfuß hat, na, das klappt ja nie, wenn ich da ordentlich drehe, ist der ab. Und ich habe auch keine glatten Flächen, wo sich was festsaugen könnte. Werde meine Augen daher offenhalten, ob ich mal so ein altes "Kampfteil" finde, jou :)))
      Hab einen ganz wundervollen Tag, Deine Méa, die auch mal Austern ist - aber nuuuur im Februar ;)

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  3. Auch bei uns schleicht sich langsam aber sicher der Herbst ein, und wenn ich ehrlich bin freue ich mich schon auf das gemütliche. So sehr ich die aktivität des Sommers liebe, der Herbst ist für mich eine Zeit zum runter kommen und einen Gang zurück zu schalten. Es ist die Zeit des Tees und der Strickjacken, die Kerzen kommen wieder mehr zum einsatz und die geliebte Kuscheldecke wandert wieder mit aufs Sofa.
    Und natürlich darf leckeres, warmes und deftiges Essen nicht fehlen. Das sieht wirklich sehr lecker aus, auch ich würde den Ziegenkäse weg lassen, ist nicht unser fall.
    Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche
    Jasmin

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  4. Ooooh Frau Hummel
    was zeigst du uns denn da Leckeres , okay , für mich darf es gerne mit Ziegenkäse sein.
    Der Herbst mit seinen Köstlichkeiten ist einfach wundervoll . Vergangenen Samstag kam bei uns schon der erste , von Marcel selbst gebackene , Maronicake auf den Tisch .
    Häb en wunderscheeni Zyt u gnüsses.
    liebi Grüess
    caro

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  5. Liebe Frau Hummel
    Wieder so ein schöner und sinniger Post. Und die Tarte, aber Holla, dieses Rezept werde ich mir natürlich gerne merken. Ich nehme mir übrigens alle "zu Tisch in" Sendungen auf, ich schau die so gerne. Und die Touraine ist wirklich eine Reise wert. Wir haben dort und in der Umgebung wunderschöne Gärten besucht und die Gegend genossen.
    Den Herbst mit seinen Farben und Düften mag ich auch so gerne (obwohl ich dem Sommer, dem im Garten leben und Baden im See schon ein paar Tränchen nachweine), stricken und lesen vor dem prasselnden Feuer im Kamin, die feinen Herbstgerichte, schwelg.....
    Und vorallem wollte ich Dir noch einmal eine Rückmeldung zu Deinem tollen Decken-Tipp geben. Wir schlafen formidabel und sind nach wie vor begeistert.
    Und gell Hummele, besonders freue ich mich, dass Du wieder ab und an bloggst, habe Dich sehr vermisst.
    Grüässli
    Dani

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  6. hhhmmmmm - das klingt paradiesisch!
    ich glaub ich werde wohl bald mal den "kürbisbefehl" rausgeben müssen - sah in der gärtnerei schon schöne exemplare liegen!
    danke für die erwähnung - wir schwelgen hier grad in möhrensuppe mit gartenkräutern - es ist ein fest. gemüsekuchen mögen wir ja auch gern - nächstes wo-e werde ich mich mal an einen machen. nur leider fehlt mir so eine formidable kürbisraspel - aber da fällt mir was ein :-)
    lass es dir weiterhin so gut gehen - dickes drückerchen! xxxxxx

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  7. Was hbe ich denn da verpasst??? Das Hummelchen ist zurück - ich finds wunderschön, obwohl ich weiterhin ganz fest aufs Buch hoffe!!
    Feins siehts aus in deiner Küche - diese Raffel ist das Beste was es gibt im Haushaltsbereich. Den Ziegenkäse hätte ich subito weggelassen - keine Chance bei mir! Herzlichst Rita

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  8. Liebes Hummelchen:))))))))) Weißt Du, was ich am schönsten finde? Das jede von uns es so macht, wie sie es am liebsten hätte :)
    So wandert ein kleiner Funke und inspiriert und macht Freude, wie schön ist das denn?
    Soll ich dir was sagen… dein Post über Herbst habe ich schon mehrere Male gelesen… solch ein Gedicht….hmmm.
    Und die Landschaft um dich herum… paradiesisch.
    Wenn bei dir der Tag über die Berge klettert, hier… muss der Arme sich mit den Häusern zufrieden geben hihi.
    Zumindest haben wir vieeeeel Wasser, ohne die kann ich nicht :)
    Ja, da fällt mir ein, vielleicht taucht der Tag in Hamburg einfach unter… wer weiß das schon? Schlaf schön, träum schön:)))))
    Bis demnächst, Deine Grażyna

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  9. Ein richtiges Kunstwerk, Deine Tarte, Du Liebe! Sieht lecker aus, nur Schwein mögen wir nicht... aber ich bin auch schon sehr lange mit meiner Familie zusammen Vegetarier.
    Ich werde das Rezept sicher auch mal machen und vegetarisch abwandeln. Auch die Optik - doch so schön wie Du kriege ich es sicher nicht hin. ;-)

    Deine Küchenmaschine interessiert mich. Ist das so eine Art Fleischwolf? Ich brauch' dringend was, das Feigen und Datteln zerkleinert und woran sie nicht kleben bleiben .... gar nicht so einfach manchmal bei der veganen Ernährung, die ich gerade ausprobiere.

    Liebe Grüße
    Sara
    https://herz-und-leben.blogspot.de/2016/09/rohkost-torte-und-die-perfekte.html
    http://mein-waldgarten.blogspot.de/2016/09/neu-bei-blogger-suchergebnisse.html

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  10. Liebstige Hummeline,
    "Nun gingen 2 Eier eine Liaison ein mit einer Packung Magerquark..." - dein Rezept liest sich ja beinah wie ein Liebesroman ;o)) Es würde sich aber auch mal wieder prima zur Verklinkung bei ANL eignen - http://rostrose.blogspot.co.at/2016/09/a-new-life-9-wasser-ist-leben-teil-1.html - samt sämtlichen Hinweisen auf andere Rezepte, das passt doch gut und inspiriert sicherlich auch andere, sich mal in diesen herrlich einfachen, herbstlichen Gerichten zu versuchen! Ich hab mich auch wieder sehr über deine motivierenden Worte bei ANL gefreut, es tut einfach gut, zu spüren, dass man nicht ganz allein ist. Das gibt auch mir Hoffnung!
    Ganz herzliche Rostrosengrüße, Traude
    (und kraul mir bitte deine Tierchen!)
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/09/rostrosige-herbstfarben.html

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