Samstag, 9. April 2016

ALLES NICHT SO EINFACH

SAMSTAG.

Synonym für: 
  • Ein bisschen später aufstehen als unter der Woche
  • Viel Zeit für Stallarbeit, Frühstück anner Tanke, Ausreiten durch die wunderbare Natur, auch wenn der Frühling heute Pause macht (Kalt. Bise. Nieselregen. Und grade deshalb trotzdem so schön!!)
  • 1x pro Monat eine kurze Sitzung beim Coiffeur (heute! Neue Frisur! Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. ;oD)
  • Und: Zeit für den grossen Wocheneinkauf
Den haben wir soeben hinter uns gebracht. Was weiter ja kein besonderes Ereignis wäre, nüchwahr? Aber angeregt durch Anna's neuesten Post (hier lang, bitte!)und die Tatsache, dass sie in einem ihrer Kommis darüber staunt, wie konsequent die FrauBahnwärterin und ich in unserem Konsumverhalten sind, hat mich dazu veranlasst, wieder mal ein paar Gedanken dazu in Worte zu fassen.

Wer jetzt "Ochnöööö!! Nicht schon wiiieder!!" denkt und die Augen 'gen Himmel rollt, der möge bitte das Kreuzchen oben rechts anklicken. (Apfelanwender alternativ den roten Punkt oben links in der Ecke. Danke.) ;oD

Einkaufen und Konsumieren im Allgemeinen also.
Für viele ein Reizthema.
Im Gespräch mit andern stelle ich immer wieder fest, dass man subito in die Öko-Fuzzy-Ecke gestellt wird, sobald man sich als Bio-Käufer outet. Man hat Glück, wenn dann nur das Argument "Viel zu teuer!" ins Feld geführt wird. Eine Bekannte hat sich letzthin dahingehend geäussert, dass Bio sowieso in den meisten aller Fällen ein Fake sei, das einzig dazu diene, allen Dussligen dieses Planeten mit dem Hang zum Weltverbessertum das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die volle Verarsche sei das also. 

Ich gestehe: Ich kann das wirklich nicht kontrollieren. Wenn Bio draufsteht und das entsprechende zertifizierte Siegel die Verpackung ziert, dann glaube ich einfach, dass Bio drin ist. Und wenn ich Produkte aus regionalem Anbau kaufe bin ich mir doch ziemlich sicher, dass sie aus der näheren Umgebung kommen und nicht aus Timbuktu.
Da muss ich dann einfach ein gewisses Mass an Vertrauen walten lassen.
Kaufe ich Brot beim Bäcker im Dorf meine ich doch annehmen zu dürfen, dass der nicht irgendwelche "E's" in den Teig knetet. Und wenn ich Margarine in den Einkaufswagen schmeisse, die aus "40% reiner schweizer Butter und schweizer Rapsöl" und sonst gar nichts besteht, dann....aber ihr wisst schon, was ich meine.

So umweltverträglich wie möglich zu konsumieren ist eine wirklich schwierige Geschichte und ist, ich geb's ja zu, ab und an von einer gewissen Frustration geprägt. Kleines Beispiel? 

Ich wollte heute kaltgepresstes, biologisches Sonnenblumenöl für die Ponys erstehen. Die brauchen ein wenig Unterstützung im Fellwechsel, weil der sehr an ihren Energien zerrt. Es gab ein paar Sorten Schweizer Sonnenblumenöl, die waren aber alle raffiniert. Und genau das sollte es nicht sein. Also musste ich, wohl oder übel, zu einem kaltgepressten Bio-Öl aus dem Ausland greifen (zumindest steht da hinten drauf: aus ausländischem Bioanbau, in Umstellung auf Schweizer Bioanbau). Und immerhin kommt's in der Glasflasche daher, das Öl.

Seuffzzzzz..... Mit jedem abgehakten Punkt auf der Einkaufsliste wird die Anzahl an eingegangenen Kompromissen mehr. Einkaufen mit gutem ökologischen Gewissen ist manchmal echt schwierig und verlangt einem ein gewisses Mass an Flexibilität ab.
Bio-Peperoni aus Italien, oder lieber dann doch gar keine Peperoni?
Chicorée aus der Schweiz, der dann aber wahrscheinlich aus dem Treibhaus kommt? Und offene Lebensmittel, die man selber in mitgebrachte Dosen und Taschen abfüllen kann sucht man bei uns (noch?) grossmehrheitlich vergeblich. Sogar wenn ich den Käse an der Frischtheke kaufen möchte hat der hinterher mehr Verpackung drum (dünnes beschichtetes Papier PLUS eine Papiertüte!), als wenn ich ihn abgepackt aus dem Regal nehme. "Wir müssen das aus hygienischen Gründen so!" die Erklärung der Mitarbeiterin Verkauf.
Hei-ei-ei......

Allerdings bin ich wieder ein bisschen versöhnt, wenn ich Urdinkel-Teigwaren im Einkaufskorb hab, die hier 300 Meter Luftlinie von unserem Haus entfernt entstanden sind. Bio-Freilandeier aus Luzern. Pilze aus meinem Wohnort. Käse aus dem Nachbarort. Oder aber Seife, die eine liebe Mitbloggerin von Hand gesiedet hat.(Hab allerdings letzthin festgestellt, dass da Palmöl drin ist. Verdammt.) 

Was ich allerdings überhaupt nicht gelten lasse ist das Argument mit dem Preis. Denn wenn man sich wirklich Gedanken macht zu seinem Konsum und darauf achtet, WAS man kauft, WIEVIEL man davon kauft (nämlich nur so viel, wie man wirklich in den nächsten Tagen wegputzen kann!) und OB man das alles effektiv BRAUCHT, was man sich in den Einkaufswagen packt, dann wird man zum eigenen grossen Erstaunen feststellen, dass man tatsächlich WENIGER Geld ausgibt.
Wir sind der lebende Beweis dafür!

Was ich aber eigentlich damit sagen wollte?
Naja: Es ist oft ein anspruchsvoller Job, sich den Titel 

"Konsument mit konsequentem Verhalten in Bezug auf seinen ökologischen Anspruch"

zu verdienen....! ;oD

Ohne dabei radikal, fanatisch, intolerant oder ökofuzzig rüberzukommen. 
Denn damit würde man ja die ganzen Mitmenschen erschrecken und in die Flucht schlagen, die man gerne für die eine oder andere Idee in Sachen Umwelt- und Tierschutz gewinnen oder deren Blick man für den eigenen ökologischen Fussabdruck schärfen möchte.....



Habt einen gemütlichen Sonntag,
herzliche Grüsse!


....und heute mal ohne Bildchen!














Kommentare:

  1. Liebes Hummelchen,
    kennst du Chia-Samen. Ich liebe sie. Und sie kommen doch aus... Eigentlich eine Todsünde :-). Man kann sie gerade an jeder Ecke kaufen. Firmenlogos, die mir noch nie begegnet sind. Mir war und ist es schon ein bisschen schummrig: von sooo weit her gekarrt??? Weil sie mir jedoch gesundheitlich sehr gut tun, wähle ich zumindest in Zukunft die Bio-Variante, dachte ich mir. In der Hoffnung, dass niemand bei ihrem Anbau ausgenützt wird, dass sie nicht voller Spritzmittel sind und dass die Erde geschont wird, auf der sie gedeihen. Leider steht dann immer noch auf der Packung: "Komme von weit her, bedenke das!"
    Sonst stehe ich aber meistens auf " made ums Eck in Poland".
    Jetzt schicke ich dir ganz liebe Grüße um ein paar Ecken, viel Sonnenschein und bis bald,
    Angelika

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    1. Liebe Angelika, du sprichst ja noch ein weiteres Dilemma an, das ich so gar nicht erwähnt habe! Das nämlich, dass gewisse Dinge jetzt einfach nur in bestimmten Teilen dieser Erde gedeihen. Und dass wir den Menschen, die vom Anbau dieser Produkte leben, keinen Gefallen tun, wenn wir sie einfach nicht mehr kaufen. Das ist allerdings ein schwierig zu lösendes Problem, denn die Wege sind lang und alles andere als umweltfreundlich. Ich bin mir jedoch sicher, dass es eine Lösung dafür gäbe. Wenn man sie denn finden wollte.
      Wenn man allerdings den Genuss solcher Produkte in einem vernünftigen Rahmen hält und daneben möglichst regional und gerne auch Bio einkauft, dann sollte das zu vertreten sein.
      Ich weiss, dieses Thema ist sehr komplex. Aber ich bin sicher, dass jeder ohne riesigen Aufwand ziemlich viel dazu beitragen kann, Hauptsache, man macht sich Gedanken und dreht ein wenig an gewissen Schräubchen. Man muss ja nicht gleich zum Hardcore-Öko mutieren..... ;oD
      Danke für dein Dasein, ganz herzliche Grüsse!

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    2. anna hatte mal einen link zu einem der über chia lästerte - aber auch anführte, dass der gute alte LEINAMEN das gleiche kann! :-)
      xxxx

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    3. Jajajaaaa...;D "Chia- der Maya-Mausdreck" von Markus Barth. Sehr genial. ;))

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    4. da fehlt mir ein S! die aufregung.... hach..... ;-) <3

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    5. Da muss ich doch gleich mal überall nachlesen. Leinöl aus LeinAMEN, liebe Beate :-) süß, ist mein Treibstoff. In Polen gibt es ein superfeines Öl. Bei uns ist es jeden Morgen im Müsli.
      Vielen Dank und bis bald,
      Angelika

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    6. Liebe Angelika, wo ich das gerade lese - Chia-Samen, da war ich schon immer sehr skeptisch - alles was in der Werbung so angepriesen wird! Das ist ja nichts als Salbeisamen, da könnte man heimische Samen nehmen! Aber egal ... schlimm sind die Pestizide, schau mal hier - Ökotest hat getestet, die Ergebnisse sind haarsträubend!

      http://www.wiwo.de/technologie/forschung/superfood-oekotest-findet-pestizide-in-chia-samen-und-kakaopulver/13392944.html

      Ich habe es geahnt. Ein sehr kluger Mensch und Arzt sagte einmal "kaufe nichts, wofür Werbung gemacht wird!" Recht hatte er! Denn WER muß für banale Möhren wohl Werbung machen??? Diese ganzen Trends, alles was neu auf den Markt geworfen und womit wir gefangen werden sollen, sind in Wahrheit Geschäftemacherei.

      Liebe Grüße
      Sara

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  2. Ich glaube an Bio - wenn das richtige Siegel draufsteht. Allerdings glaube ich nicht, dass es Bio im Supermarkt zum Schleuderpreis gibt. Bio für alle halte ich für eine Illusion. Und ich gestehe, dass ich nicht alles im Bio-Markt kaufe. Denn ich habe nicht(!) festgestellt, dass ich am Ende weniger zahle. Im Gegenteil. Habe das Experiment mal begonnen und dann abgebrochen, weil es für drei Personen (von denen zwei wirklich sehr große Mengen essen) wesentlich teurer wurde als vorher. Und ich werd manchmal ganz blass, wenn ich mitbekomme, was die Kunden vor mir an der Kasse zahlen müssen, für die paar Sächelchen, die sie gekauft haben. :(

    Ich bewundere euch wirklich, wie ihr das durchzieht. Wir sind hier in kleinerem Rahmen dabei. Gibt nur noch Glasflaschen, endlich für den Junior eine Nuss-Nougat-Creme OHNE Palmöl (gab's nicht im Biomarkt, da suchte ich vergeblich, sondern bei Al*di... schau an...), für mich so gut wie kein Fleisch mehr und idealerweise regionale Produkte - da ist unser Supermarkt ziemlich gut aufgestellt. Und darauf achten, dass wir nur das kaufen, was wir benötigen, tue ich ohnehin. Sprich: die günstigen Preise im Supermarkt verleiten mich nicht dazu, mir nun den Wagen vollzuknallen und die Hälfte wegzuwerfen.

    Und ich finde es sehr wichtig, was du schreibst: Das Thema immer mal wieder anschneiden, ohne dabei militant oder fanatisch rüberzukommen, denn das vertreibt die, die sich vielleicht dafür interessiern.

    Lieben Gruß,
    Anna

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    1. Liebe Anna,
      Bio wird es voraussichtich nie zu Schleuderpreisen geben, denn die Auflagen für die Produzenten sind kostenintensiv, und diese Kosten werden natürlich und verständlicherweise auf's Produkt abgewälzt. Allerdings könnten genau dieselben Produzenten ihre Lebensmittel günstiger anbieten, wenn mehr Menschen Bio kaufen würden, weil auch bei den Biobauern und Co. viel über die umgesetzte Menge läuft!
      Wir kaufen auch nicht ausschliesslich Bio, dafür aber sehr viel Regionales. Okay, wir sind nur zu Zweit (die Mietzchen kriegen kein Bio-Futter, hab aber bis dato auch noch keines entdeckt! ;oD ), aber wir brauchen tatsächlich weniger Geld! Letzthin hatten wir Ende Monat einen ganzen Hunderter über...ist das nicht erstaunlich? (Wir haben für jeden Monat ein festes Budget, und das überschreiten wir eigentlich nie. Naja, vielleicht zu den Festtagen ein wenig, aber da sitzen ja auch ein paar Nasen mehr am Tisch!) Und wir achten, ganz ehrlich gesagt, nicht mal so sehr auf die Preise. Aber wir kochen halt auch wirklich sehr einfach und leben auch sonst recht genügsam.
      Mit Kindern sieht das natürlich nochmal anders aus, das verstehe ich total. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutti immer geseufzt hat und meinte, dass wir (ihre 3 Töchter) ihr noch mal die Haare vom Kopf fressen....*ggg*!
      Aber ich freue mich immer sehr über jeden, der im Rahmen seiner Möglichkeiten was zu diesem Thema tut. Wenn das nämlich jeder tun würde...ne?
      Achja, Foodwaste....DAS wäre ja auch mal einen Post wert...da kann ich mich ja sowas von aufregen drüber! Aktionen im Laden berücksichtigen wir übrigens nur, wenn es Produkte sind, die wir schon vorher benutzt haben. Wir sind, das darf ich sagen, auch sehr werberesistent.
      Ich freu' mich, dass du da warst- danke dafür!
      Hab einen gemütlichen Sonntag, liebe Grüsse!

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    2. Wenn man sehr einfach isst, ist es wirklich günstiger. Heißt: Gemüse nicht nur als Beilage toleriert und einfach auch nur (!) mal Eintopf/Gemüsepfanne mit saisonalen Zutaten akzeptiert. Wenn ich mir anschaue, womit ich alleine zufrieden wäre, dann glaube ich dir aufs Wort, dass ihr weniger zahlt. Ärgert mich manchmal ein bisschen, dass ich hier essenstechnisch nicht so schalten und walten kann, wie ich will (wäre auch viel leichter), ABER ich kann und will nicht missionieren. Immmerhin ist der Junior jetzt soweit, dass er (als Sportler) sehr viel mehr auf gesunde Ernährung achten möchte und (oh Wunder!) bereit ist, mehr von dem zu probieren, was ich esse. *g* Wir werden sehen... ;D

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    3. Ja, dann besteht doch Hoffnung! ;oD Immer schön dranbleiben lautet hier die Devise. Und du bist ja offensichtlich ein gutes Vorbild. Missionieren bringt ja eh' nix, da kommt oft eher noch mehr Gegenwind....
      Gute Nacht! <3

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  3. also ein "stylisches" foto - so mit überbelichtung - der bio-peperoni hättste jetzt schonmal noch machen können
    ;-P
    spass beiseite. es ist nämlich wirklich nicht lustig, einkaufen zu gehen, wenn man, wie wir, versucht keinen mist zu essen - und auch noch weder der umwelt noch den bauern/landwirten/farmern schaden möchte......
    selbst bei bio muss man die "beipackzettel" lesen.
    ich beneide euch um eure infastruktur für lokale lebensmittel. hier steckt vieles noch in den kinderschuhen - und manche sachen holen wir dann doch einfach aus´m supermarkt - weil es sonst eine mords-fahrerei wäre. was ja auch nicht sinn der sache ist! du könntest ja umweltschonend zum entlegenen bauernhof reiten :-)
    manchmal muss man einfach kompromisse machen - zb. ist bei uns in der nähe eine grosse obstplantage, viel äpfel, paar birnen, kirschen, pflaumen, erd-, johannis- und blaubeeren. konventioneller gartenbau. aber eben keine transportwege, keine kühlkette, das saisonobst frisch vom feld - und ein paar leutchen aus der gegend haben arbeit. ist mir lieber als bioäpfel aus neuseeland. achso - schmecken tuts auch! dito die fleischerei der viehzucht-LPG gleich daneben - kein bio - aber das steak läuft in der pfanne keinen millimeter ein und schmeckt ganz ohne gewürze fantastisch......
    das wiederum bringt einem hochgezogene augenbrauen von denen ein, für die "bio" ein "hipper" "lifestyle" ist. ich sach nur bioerdbeeren an weihnachten!
    danke fürs lanzebrechen und auch fürs "name dropping" :-)))
    sei umärmelt - schwester im geiste!! xxxxx

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    1. Ohhhneee....die Peperoni...!! KlatschmitderflachenHandvordieStirn! Die hab ich ja tooootal vergessen...!! ;oD
      Da hast du Recht, bei uns kann man (vor allem auch, erstaunlicherweise, beim Grossverteiler!) ganz viel wirklich Gutes, regional Produziertes kaufen. Da steht dann immer auch gleich auf der Verpackung, von wo genau das Produkt kommt. Die Palette wird immer breiter- scheinbar ist da eine grosse Nachfrage, der abgedeckt werden möchte. Und das macht doch ein wenig Hoffnung, nichtwahr?
      Ein paar Meter weiter hier von unserem Haus weg wird zur Zeit grade eine Pilzzucht gebaut. An und für sich ja eine schöne Sache, die Pilze kaufen wir oft und sie sind wirklich lecker. Es ärgert mich aber natürlich trotzdem sehr, dass dafür wunderbare Landwirtschaftsfläche geopfert wird und im gleichen Atemzug auch noch jede Menge Bäume dem Erdboden gleich gemacht wurden. Da könnte ich immer die Krätze kriegen! Das sind dann diese Zwickmühlen, die sich auftun: Regionale Produktion versus Landschafts- und Naturschutz. Grrrr.......
      Gemüse und Obst direkt von der Plantage finde ich auch eine feine Sache. Das ist für mich eine gute und locker vertretbare Variante, da weiss man, wo's herkommt! Und dass die Wege kurz und die Löhne gerecht sind. Punkte, die es auch zu beachten gilt!
      Wir kaufen übrigens oft sogenannte "Kochäpfel" in der landw. Genossenschaft. Das ist eine bunte Palette von Apfelsorten in der Kiste, die alle zu klein, zu gross, zu unförmig sind oder eine minimale Delle haben. Die Äpfel sind günstig und s..lecker, die schmecken nach was! Eigentlich holen wir die gerne für die Ponys (denn sie sind günstiger als Karotten!), der eine oder andere landet aber auch in unseren Mägen in Form von Apfelkuchen etc. Ich finde es apopo einfach pervers, dass Gurken, Karotten und Co. in Form und Grösse einer EU-Richtlinie unterliegen und alles, was diesen nicht entspricht, aussortiert wird. Schon wieder so ein Thema......
      Fleisch essen wir ja ganz, ganz wenig zuhause. Eines meiner Reiterlein hat einen Bauernhof zuhause, die züchten Angusrinder und vermarkten das Fleisch direkt. Die Tiere haben es wirklich gut da mit Freilaufstall etc., und ich könnte das Fleisch von ihr bekommen. Aber: wir haben keine Tiefkühltruhe.
      Und Bio ist kein Lifestyle. Das ist eine Lebenseinstellung. Da besteht ein Riesenunterschied, nichtwahr? Denn es geht ja nicht nur um Bio, sondern um alles andere, was noch so dranhängt. Also auch die saisonale Komponente. Und Augenbrauenhochziehen hat was ganz Arrogantes an sich.... ;oD
      Umärmelung zurück, geniesst den Sonntag! <3
      PS: Aber sehr gern geschehen!

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    2. bei uns heissen die "wirtschaftsobst" und schmecken am besten - 30cent/kilo!
      tiefkühl haben wir ja auch nicht und wir essen auch nichts gefrorenes ausser mal eiscreme. und der liebe man darf kein totes tier. also nur frisch geschlachtet in der singleportion für mich so 1x im monat....
      xxxxx

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  4. Ich finde man kann es gar nicht oft genug ansprechen. Vielleicht nimmt der ein oder andere wieder eine Anregung mit um etwas zu ändern im Konsumverhalten. Bei mir ist das so;)
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

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    1. Das freut mich, Tina! Es sind ja die kleinen, aber steten Schrittchen, die einem vorwärtsbringen. Und jedes dieser kleinen Schrittchen trägt dazu bei, dass sich was ändert. Wenn man jetzt und sofort alles ändern will überfordert man sich selber bloss und ist hinterher frustriert.
      Also schön dranbleiben!
      Ganz liebe Grüsse!

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  5. Hallo,
    danke für den POST. Ich komme aus einer gutbürgerlichen Familie. Bin aufgewachsen im Schreberängarten - überdimenisional groß bei meiner Oma mit Obst, Gemüse, Hasen. Meine Oma hatte einen Stand auf dem Wochenmarkt und verkaufte ihren eigenen Anbau, kaufte je nach Saison was dazu und Opa die armen Hasen.

    Für mich ist Samstag Wochenmarkttag. Ich habe Händler meines Vertrauens einer kennt mich noch von klein. Wir haben hier bei uns Glück in den umliegenden Dörfern gibt es viele gute Biobauern.

    Es ist nicht einfach bewußt einzukaufen selbst aus dem Wochenmarkt kommt man wenn man nicht konsequent nein sagt mit Plastik nach Hause.

    Und ja ohne Kompromisse geht es nicht. Ich muss abwägen. Chiasamen hab ich übrigens nicht. Mein Bauchgefühl sagte mir das muss nicht sein, hab ja immer Leinsamen zu Hause.

    Und gestern im Supermarkt - ja muss eben auch sein - ein Schockerlebnis. Es gab 25 gr abgepackten Bärlauch zu kaufen, es stand Bio drauf. Gut sah er auch aus aber die Verpackung er lag feinsäuberlich in einer Kunststoffschale und über die Kunststoffschale war dann nochmals eine Folie.....

    Ok sicher besser als selber in den Wald zu gehen sich eine Zecke zu holen und an Borreliose zu erkranken aber...... immer noch kopfschüttel.....

    LG
    Ursula
    es ist eine Gratwanderung heutzutage aber wenn man einfach das isst was gerade Saison hat und den Rest versucht so verträglich wie möglich zu kaufen.....

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    1. Ach, da sehe ich grade wieder den grossen Garten meiner Oma vor meinem geistigen Auge! Da gab es so vieles, von Kräutern zu Sauerkirschen, Spalierbirnen und Salat, Randen und, und, und.... Ausserdem jede Menge Blumen! Schön war das, und sie hat immer so tolle Gerichte daraus gekocht. Herrliche Erinnerungen......
      Ja, es ist wirklich manchmal zum Verzweifeln. Grade heute am Mittagstisch haben wir uns darüber unterhalten, dass die Biogurken jede einzeln in Plasticfolie verschweisst sind. Wozu denn bloss!? Die Natur hat doch gleich selber eine perfekte Schutzhülle mitgeliefert! OhMann.......
      Trotzdem. Wir bleiben dran und tun unser Möglichstes. Wie heisst das doch so schön? Auch Kleinvieh macht Mist. Genau. Und den kann man ja dann wieder benutzen, um den Garten zu düngen! ;oD
      Danke für deine Zeilen, ich freue mich, wenn du wiederkommst!
      Ganz herzliche Grüsse!
      PS: Ich glaube, die grössere Gefahr beim Selberpflücken von Bärlauch liegt in der Verwechslung mit der Herbstzeitlose, die ja giftig ist. Zecken sind auch wäääch, aber mit hohen Schuhen und da hineingesteckten Hosen ist viel gegen die Plagegeister getan!

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  6. Ich habe mal eine ganze Weile lang verglichen. Und Bio hat rein vom Geschmack her gewonnen. Bei Paprika, Bananen und Brokoli ist es mir persönlich am ehesten aufgefallen. Da ich mich hauptsächlich von Gemüse ernähre, bin ich irgendwann davon abgekommen nur saisonal essen zu wollen. Das wurde mir mit der Zeit ziemlich einseitig, um ehrlich zu sein. Trotzdem belastet es manchmal mein Gewissen.... :( Ein Teufelskreis. Ich bin froh daß der Frühling endlich da ist, denn dann kann ich meinen Speiseplan mit Wildkräutern ergänzen :) Hier liegt schon eine Handvoll Giersch, etwas Brennessel, Taubnessel, Labkraut und ein paar Veilchen zur Verarbeitung :)
    Liebe Grüße!

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    1. Ja, wenn man saisonal kochen will muss man sich schon ein paar Gedanken mehr machen und die Phantasie bemühen! ;oD Trotzdem kommen bei uns nie Spargeln oder Erdbeeren im Winter auf den Tisch, zum Beispiel. Unsere "Stolpersteine" sind da eher Bananen und ab und zu etwas Ananas. Aber da kommt wieder der Gedanke an die Menschen ins Spiel, die ihren Lebensunterhalt mit der Arbeit auf diesen Plantagen verdienen. Ach, es ist echt komplex, das Ganze....
      Ich freue mich auch auf frische Kräuter aus dem Garten (mmmhhhhh, ich liebe Maggikraut!! Herrlich im Salat. Und Rosmarin, Minze, all diese duftenden Herrlichkeiten!). Und darauf, wieder kleine, wilde Blumensträusschen zu pflücken.
      Was machst du aus den Kräutern? Pesto?
      Hab einen schönen Sonntag, liebe Grüsse!

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  8. Oh ja, es ist gar nicht so einfach - das finde ich auch. Ich recherchiere viel, damit ich möglichst nicht übers Ohr gehauen werde. Doch es sich so einfach zu machen: "Bio ist eh Vera..." wie besagte Lady, das ist regelrecht dummdreist. Denn wenn ich weiß, dass im einen "Laden" nur schwarze Schafe ihre Ware herausgeben und dann mit diesem Argument DA hin laufe, nur um (am Falschen) zu sparen, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn man möglichst wenig Verarbeitetes und Saisonales nimmt, ist es auch nicht so viel teurer und man braucht von Hochwertigem auch nicht so viel.
    Viele Schrittchen, viele Menschen, die es sich nicht immer einfach machen, das kann so viel Auswirkung haben.
    Insofern bin ich willig ;)) und sehe das Mehr an Geld auch ein wenig als Spende für gute Projekte. Und wenn der Regionale Biobauer damit sein Auskommen hat.
    Ich drück Dich ganz innig, liebes Hummele, mal wieder prima gebrummt, Deine Méa

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    1. Ja und siehst du, Méa, der Wille, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich Gedanken zu machen, wo man denn ein bisschen was tun könnte- alleine den zu haben ist doch schon ein grosser Fortschritt! Und dann, irgendwann, kommt man vielleicht sogar auf den Ticker, dass es Spass machen kann! Und ein gutes Gefühl. Wenn nur jeder 2te Mensch sich ein wenig befassen würde, kleine Schritte tun würde- stell dir vor, wo das hinführen könnte! Aber ich bemerke doch einen klitzekleinen Wandel. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass man hier im Land der Blogger schnell auf recht viele Gleichgesinnte trifft, vielleicht trügt dieser Eindruck. Aber wenn jeder, der von der Sache überzeugt ist, jemand weiteren ein bisschen "anfixen" kann für das Thema....das wäre Klasse. Und der den nächsten. Und den nächsten......Ich bin jetzt einfach mal hoffnungsvoll in der Annahme, DASS es so ist. Wir bleiben optimistisch, nichtwahr?? ;oD
      Ich schick eine ebenso herzliche Umärmelung zurück und wünsche einen geruhsamen Abend zu haben!
      Ganz liebe Grüsse!
      ...und 'tschuldigung, dass ich jetzt ein Weilchen nichts von mir hab hören lassen. Bin irgendwie immer noch nicht raus aus meiner Energieflaute...hömm.....

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  9. Ein wirklich schwieriges Thema. Ich finde einkaufen auch extrem schwer. Selbst bei Bio muß man mittlerweile höllisch aufpassen. Der ganze Verpackungsmüll - auch bei Bioware! - weil vieles eben auch aus dem Ausland kommt. Die Sache mit den regionalen Lebensmitteln ist allerdings auch nicht ganz einfach. Denn: regional heißt noch lange nicht bio! Gerade bin ich übers Land gefahren und hab die ganzen riesigen Sprühfahrzeuge über die gigantischen Äcker fahren sehen ... hier in meiner Region ... da hab ich mich schon gefragt, was die so alles versprühen. Monsanto hat auch hier gute Kunden. Also reicht es nicht, das Augenmerk auf regional zu wenden, sondern man muß auch schauen, wie der regionale Bauer so wirtschaftet ... Ebenso sind die regionalen Kühe und Schweine auch nicht immer nur glückliche Tiere. Da gibt es sehr viele, die noch nie eine grüne Wiese gesehen haben. Auch sie landen oft in riesigen Schlachthäusern und was da so passiert, das muß man ja heute nicht mehr erzählen.
    Dazu kommen dann oft noch die spöttelnden Bemerkungen, wenn man im Gespräch erwähnt, daß man auf solche Kriterien achtet. Sowieso alles nur Lug und Trug und dazu auch noch viel zu teuer, kriegt man dann zu hören und wird belächelt. Und für was geben die Menschen dann das Geld aus, das sie bei ihren Lebensmittel-Schnäppchenkäufen einsparen? Für wieder Unmengen Schnäppchenkäufe billiger Klamotten oder praktische Fertiggerichte oder das neueste Smartphone ... oder ... oder ...
    Und teurer ist Bio allemal nicht. Wenn ich sehe, was in den Einkaufwagen an Fertigprodukten und sonstigen modernen kulinarischen Errungenschaften landet, wie der Bofrost-Mann körbeweise Fertiggerichte ausliefert ... da soll mir mal einer sagen, daß das günstig ist!
    Jeder, der bei mir liest, weiß, daß auch ich schöne Dinge liebe und bestimmt nicht dogmatisch bin in Sachen Umwelt. Auch ich gehe immer wieder Kompromisse ein. Aber es geht doch um einen Wandel, einen Wandel im Bewußtsein. Das ist ein Prozess, den man sicher nicht von jetzt auf gleich vollziehen kann. Deshalb finde ich es auch extrem wichtig, über diese Themen immer wieder zu sprechen. Zuzuhören, sich zu informieren und voneinander zu lernen. Eine Riesenchance - gerade hier im Bloggerland! Das hat gar nix aber auch wirklich überhaupt nix mit dogmatisch, intolerant oder ökofuzzig zu tun. Im Gegenteil - auf der Gegenseite hat das sehr häufig was mit Dummheit zu tun. Und vor allem sollte man sich von solchem Zynismus auf gar keinen Fall ins Bockshorn jagen lassen - wer zu letzt lacht, lacht am besten ;)
    Jetzt hab ich mich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt - ich meine damit auch nicht diejenigen, die sich ehrlich bemühen, auch wenn noch lange nicht alles 100% konsequent gelingt. Das schaffe ich auch nicht. Ich meine mit meiner "Beschimpfung" auch nur die ewig ignoranten und uneinsichtigen, die sich jedem vernünftigen Argument verschließen und aus purem Egoismus und einer gewissen Kurzsichtigkeit einfach nur immer so weitermachen wollen. Nach uns die Sintflut ...
    Liebe Hummeline, ich hoffe, ich habe jetzt keine Deiner Leser in die Flucht geschlagen - vielmehr will ich einfach nur zum Ausdruck bringen, daß ich Dein Anliegen teile: den Blick für den eigenen ökologischen Fussabdruck zu schärfen!
    Liebe Grüße
    Antje

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    1. Antje!! Jetzt hast du dich aber selber übertroffen mit diesem laaaangen Kommi, danke dafür! ;oD
      Ist aber auch ein Thema, über das man sich ellenlang auslassen kann. Und man kommt irgendwie total in Fahrt, weil da so viel dranhängt. Ich geb dir natürlich in allen Belangen Recht. Was mich auch immer so annervt: Man hat Geld für immer das neueste Smartphon, für 3 Mal Flugreise-Ferien im Jahr, für 'ne dicke Karre und die neuesten Klamotten. Aber Geld für was richtig Gutes auf den Teller, das vom ökologischen Standpunkt her wirklich zu vertreten ist? Ochneeee.......Dose auf, Tiefkühlpackung in den Ofen, fertig. Und überhaupt diese Geiz-ist-geil-Mentalität. Da steigt mir gleich das Adrenalin ins Blut....Ich formuliere das alles ja immer gerne ein wenig überspitzt, aber sonst kommt ja nichts an.
      Und den Bewusstseinswandel, den du ansprichst, der ist eminent wichtig. Erst wenn man sich selber klarmacht, was man da eigentlich tut und unterstützt, kann man was ändern. Und da ist mir jeder lieb und recht, der einfach überhaupt mal was ändert. Das müssen keine weltbewegenden Dinge sein, alles zählt! Und übrigens: Ich bin keineswegs perfekt, um Gottes Willen. Wir mampfen auch mal gewisse Lebensmittel, die eine lange Reise hinter sich haben (Bananen, Ananas etc.). Aber wir machen uns immer wieder Gedanken dazu und tun, was uns möglich ist. Jeder Beitrag ist doch wertvoll, so kommt ein Tropfen zum andern (der ja dann, wie bekannt ist, den Stein höhlt, ne? ;oD)
      Aber ich krieg beinahe die Krätze, wenn mir im Gespräch über Themen rund um den Umweltschutz und alles, was so Hand in Hand geht, und die Gefahren, die da lauern, zu hören kriege: "Das sind Szenarien, die erlebe ich sowieso nicht mehr. Das dauert noch eine Weile, bis da was aus dem Ruder läuft!"

      °°°°°°°

      Da fällt dann sogar mir nichts mehr ein.....

      Ich denke nicht, dass du hier irgendwen vergraulst, denn ich nehme an, dass hier inzwischen sowieso praktisch nur noch diejenigen mitlesen, die ähnlich ticken. Und wenn jemand meint, dass ihm meine Ansichten nicht gefallen, dann zwinge ich ja auch keinen, sich hier "einzuloggen"!
      Ausserdem werde ich ganz bestimmt nicht meine Texte so "mehrheitsfähig" wie möglich schreiben, damit ich unter Umständen so meine Followerzahlen steigern kann. Nie und nimmer.
      Übrigens merke ich sehr wohl, dass auch ich belächelt werde für meinen Eifer, den ich zu diesem und andern Themen entwickeln kann. Weisst du was? Es ist mir Wurscht. Das sind Geschichten, die mir einfach wichtig sind. Und wer das nicht versteht (oder verstehen will) - tja, dann eben nicht.
      So, isch 'abe ferddisch. Sonst sprengt das hier noch den Rahmen, *ggg*!
      Danke für deinen engagierten Kommi, ich freu mich drüber!
      Ganz herzliche Grüsse!

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  10. Frau Hummel, was Du schreibst: dem ist nichts hinzuzufügen. Du hast einfach recht!
    Liebe Grüße, Jacqui

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    1. Danke, Jacqui, das freut mich! Hätte mich, ehrlich gesagt, gewundert, wenn du eine total konträre Meinung dazu hättest, *ggg*!
      Hab einen schönen Abend, Krauler ans Rudel und liebe Grüsse!

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  11. Hellou meine Liebe
    Ja genau, dieses ewige Gelaber wie "da ist sowieso nicht Bio drin" kann ich schon gar nicht mehr hören. Es ist schlicht und einfach eine billige Ausrede, sich nicht mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ja, das Einkaufen ist etwas schwieriger, aber ich kann, will und werde keine Nahrungsmittel in mich hineinfuttern für welche ich nicht hinstehen kann. Es geht mir nicht darum, eines Tages möglichst gesund zu sterben, überhaupt nicht (auch dies ist immer so ein dämliches Argument vieler Scheuklappenmenschen). Ich habe nicht das Gefühl, gesünder zu sein, sondern es ist MEINE Einstellung zur vertretbaren Tierhaltung wie auch zu natürlichen Produkten. Ebenso die Argumente wegen dem Preis. Wenn ich im Reformhaus und am Markt gezielt einkaufe, bezahle ich nicht mehr, als wenn ich in der Migros den Wagen zusätzlich mit frischen Berlinern etc. fülle. Ja, das ist so, ich habe es ausgetestet. Ich hoffe aber, dass immer mehr Menschen diesen Weg wählen, denn "die Nachfrage bestimmt das Angebot". Mittlerweile haben wir den Chinasitis an der Gurgel. Wir alle wissen um die bedenklichen Menschenrechte und um die Ausrottung von naturbelassenen Produkten (man denke nur daran, dass dort vielerorts die Blüten von Hand bestäubt werden müssen!). Wie sagte schon EInstein "Jede kleinste Änderung hat Einfluss auf das Ganze". Ich drück dich, Barbara

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    1. Buona sera, Sürpriesli! ;oD
      Ich habe den leisen Verdacht, dass die Nachfrage nach solchen Produkten wirklich mehr wird. Hast du schon mal beobachtet, wie schnell die Palette an regionalen und Bio-Produkten grad bei der M****S wächst? Da bekommt man inzwischen wirklich ausgesprochen Vieles in dieser Qualität! Das freut mich ausserordentlich. Und scheinbar werden sie auch gekauft, sonst würden die Sachen wohl ziemlich schnell wieder aus den Regalen verschwinden. Ich gebe die Hoffnung ja sowieso nicht auf, dass die Menschheit irgendwann noch auf den richtigen Dampfer kommt. SO blind kann man doch eigentlich gar nicht sein, dass man nicht merkt, wo man sein Verhalten ändern kann und muss?!
      Da sprichst du ein Thema an, das mich auch sehr beschäftigt. Einerseits ist es dieses ganze Zeug, das in China, Indien etc. unter bedenklichen Umständen hergestellt wird. Und andererseits verkaufen wir Schweizer nach und nach unsere Hotels, unsere Wasserkraftwerke, die halbe Schweiz an irgendwelche stinkreichen Russen und Chinesen. Sind wir denn eigentlich total am verblöden? Aber Hauptsache, der Rubel rollt. Wortwörtlich. Die Maschinerie der Wirtschaft als Mass aller Dinge. Ich könnte manchmal "hindersiässe". Wie heisst es doch so schön: "Nur die dümmsten Kälber..."..du weisst schon. Wobei ich bezweifle, dass ein Kalb so dumm ist, wie sich der Mensch manchmal anstellt.
      Einstein hatte natürlich absolut recht. Und die Bienen sind ein gutes Beispiel. Immer nur fröhlich weiter so, alles mit Giften einsprühen und damit gleichzeitig die Lebensgrundlage für diese kleinen, fleissigen Arbeiterchen vernichten. Wir werden schon sehen, was wir davon haben.
      Du merkst schon: Mir steigt grad das Adrenalin ins Blut. Es ist aber auch manchmal zum Haareausreissen. Jedes einzeln.
      Bis bald! ;oD Ganz liebi Griessli und merci für deine Zeit, die du hier investiert hast!

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  12. Liebe Frau Hummel, und natürlich wolltest du das unbedingt wieder bei ANL verlinken, gell?!?!?! ;o))) Ab 15.4. gibt es wieder ein neues Linkup! Ich hoffe, du bist dabei.
    Die Probleme, die du schilderst, kenne ich auch nur zu gut, und je mehr ich mich bemühe, desto irrer kommt's mir vor, wo überall Palmöl oder Aluminium oder sonst etwas drin ist, das da nicht drin sein muss. Oder Plastik rundum, das keiner will. Was die Mär vom Geld-aus-der-Tasche-ziehen bei Bioprodukten betrifft - ich habe den Verdacht, dass das gesteuert ist von den Nicht-Bio-Produzenten. Und man hört und liest auch viel zu selten, dass Bio ja nicht nur bedeutet: Ich kauf mir jetzt etwas, das meiner Gesundheit (hoffentlich) gut tut. Es bedeutet auch: Da wurde etwas auf eine Art und Weise angebaut, die auf Pestizide verzichtet und auf künstlichen Dünger, da wurden Tiere auf natürliche Weise gefüttert und nicht Rinder mit Fischmehl oder anderes als Rinderfutter ungeeignetes Zeug, in das man auch tote kranke Schafe gemischt hat und damit BSE verbreitete, da wurde unsere Welt NICHT vergiftet im Gegensatz zum Großteil der anderen Produkte ... Dass das mehr kostet, ist verständlich, oder? Und seit ich bewusster kaufe, habe ich mir trotz höherer Kosten von gut ausgewählten Einzelprodukten schon SEHR viel erspart - also mir braucht auch niemand mehr mit dem Kostenargument zu kommen!
    Herzliche rostrosige Grüße und Fellchenstreichler von der Traude

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    1. Grrr...jetzt hatte ich eine lange Antwort geschrieben, und nun ist die weeeeg!!!! :o/
      Dann also nochmal:
      Die Menschen sind einfach viel zu oft viel zu bequem. Und denken nicht in grösseren Zusammenhängen. Dass in unserer Welt eines vom andern abhängig ist und in direkter Interaktion miteinander steht, das geht gerne vergessen. Darum freue ich mich über jeden einzelnen, der sich Gedanken macht zu dem, was er tut und wie er es tut. Der seine Rückschlüsse zieht und beschliesst, etwas zu ändern. Es müssen ja nicht gleich grossartige Taten sein, aber jede kleine zum Positiven veränderte Handlung trägt doch viel bei zu einem (ver)besser(t)en grossen Ganzen, oder?
      Und ja, diese (falschen) Argumente kann ich wirklich nicht mehr hören. Als Beispiel der höhere Preis der Bioprodukte: Würden mehr Menschen sie kaufen, dann könnten die Produzenten über die verkaufte Menge auch etwas am Preis schrauben. Aber solange viele Menschen für möglichst wenig Geld möglichst viel Ware kaufen wollen (von der sie dann ja erwiesenermassen wieder die Hälfte in den Müll schmeissen!) ist das wahrscheinlich ein Hirngespinst....Und diese Einstellung wird ja von der Wirtschaft noch untermauert: Grösstmöglicher Profit hat oberste Priorität, dicht gefolgt von möglichst viel Macht in diesem Gefüge. Vielleicht ist es auch umgekehrt. Aber das macht ja dann auch keinen Unterschied mehr. Echt, manchmal könnte ich k.....Und ich muss aufpassen, dass ich nicht wirklich langsam ein wenig militant werde, wenn ich sehe, wieviel da überall verquer läuft.....!
      Schön, dass ich, zumindest an dieser Stelle hier, so viele treffe, die meine Meinung teilen! ;oD
      Und na klar, ich werde meine beiden letzten Post's bei ANL velrinken, ist doch Ehrensache! Ich bin gespannt, was die andern wieder in petto haben!
      Danke für dein Da-Sein, ganz liebe Grüsse nach Rostrosenhausen!

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  13. Jetzt hab' ich das Bild von der neuen Frisur gesucht, liebe Frau Hummel ....
    Und diese Gedanken und Widerstände kenne ich schon seit den 80er Jahren. Als wir uns mit alternativem Leben beschäftigten und einiges versuchten umzusetzen, was mit 3 Kindern aber bei weitem nicht immer so einfach ist!
    Da gibt es so vieles .... angefangen beim Urlaub - Waaas Ihr fahrt nicht in Urlaub, aber man muß doch .... und all die Flüge .... der ökologische Fußabdruck .... daran haben wir uns eben nie beteiligt. Auch habe ich sehr spät erst den Führerschein gemacht mit über 40 J. - mich also erst spät am Schadstoffausstoß beteiligt. Es ging auch so! Und trainierte außerdem die Fitness! - Ebenso Kleidung. Mein Kleidungsbestand war immer recht begrenzt, was ebenso auf Unverständnis stieß. Man braucht doch Taschen, Schuhe, Kleider, dies und das .... besonders als Frau! Wie Du es machst, ist es nicht "richtig" in den Augen der andern .... aber ich bin schon immer meinen Weg gegangen, ganz gleich, was andere dachten und sagten! Was nicht heißt, daß ich keine Fehler mache oder keine Schwächen habe.
    Diese Bio-Beschaffungsprobleme kenne ich auch, allerdings eher noch aus den 80ern. Da ein gutes kaltgepresstes Sonnenblumenöl zu bekommen, war Glückssache. Wir haben unseres daher auch von weiter her bestellt. Inzwischen haben die Bio-Läden ja ein reichhaltiges Angebot, da ist das bei uns jedenfalls nicht mehr notwendig, selbst von irgendwoher zu bestellen.

    Tja, die Verpackungen .... manche sind sicherlich notwendig und bei einigen wird behauptet, die schützen z.B. die Früchte, wie Gurken, die so vor Schimmel bewahrt werden sollen. ;-) Ich weiß es nicht, da bräuchte man Vergleiche, Versuche, Statistiken ...
    Am schlimmsten finde ich jedoch diese Einmalhandschuhe, die heute überall getragen werden - eine Pseudo-Hygiene ist das! Die wechseln die Handschuhe ja auch nicht ständig, fassen alles damit an, putzen sogar damit und DAS soll dann hygienisch sein!!!???
    Der Preis muß angemessen sein, da stimme ich Dir zu! Letztendlich zahlt es sich bei der Gesundheit aus.

    Viele liebe Grüße und eine schöne neue Woche und danke für Deine lieben Zeilen bezüglich der Spüle - ich habe dort noch geantwortet.

    Sara

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