Mittwoch, 16. September 2015

HEIMKEHR EINES VERLORENEN SOHNES

Im Moment sind meine Post's, ich geb's ja zu, ein wenig ponylastig.... ;oD Aber DIE Geschichte, die wir jetzt erlebt haben und die uns für eine Woche schlaflose Nächte beschert hat- also, die muss ich euch unbedingt noch erzählen!
All die treuen Seelchen unter euch, welche hier schon jahrelang mitlesen, die kennen Vajo. Meinen lieben, alten Schimmel, der seit 4 Jahren seinen Lebensabend im Jura verbringen darf, und der für seine 28 Lenze wirklich noch sehr fit und fröhlich ist!
Unseren Vajo also besuchen wir immer zur Halbzeit des Juraaufenthaltes unserer schweren Jungs und ein zweites Mal, wenn wir sie abholen.
Dieses Jahr aber fanden wir den alten Knaben einfach nicht auf der riesigen Weide, die den Senioren unter den Pferden vorbehalten ist. (Und wenn ich riesig schreibe, dann meine ich RIESIG!!) Wir suchten und suchten, aber da war kein Vajo. Auch als wir dann mit dem Hofbesitzer kreuz und quer per Offroader über die Weiden fuhren- keine Spur vom alten Herrn! Nun, es ist nicht ungewöhnlich, dass man sein Pferd einmal nicht finden kann, denn die Weiden messen Quadratkilometer ab, es gibt da viel Wald und somit jede Menge versteckte Plätze. Aber dass man sein Pferd auch ein zweites Mal nicht antrifft- das ist schon seltsam.
Der Hofbesitzer war nun ziemlich beunruhigt und versprach uns, der Sache nachzugehen. Am Dienstag vor einer Woche dann kam der klärende Anruf: Vajo war nicht mehr im Jura. Ein anderer Pferdebesitzer hatte im April seine beiden Schimmel abgeholt und dabei- ihr ahnt es schon?- die Pferde verwechselt und meinen Vajo ins Gebiet von Zürich mitgenommen......
Ich dachte, mich tritt...hömmm...ein Pferd! Ich meine, dass man aus Versehen das falsche Pferd in den Hänger lädt und nach Hause fährt, das könnte man sich graaaaade noch so vorstellen. Schimmel sind sich manchmal extrem ähnlich! Aber dass man dann 4 Monate lang ein fremdes Pferd im Stall stehen hat und es nicht bemerkt? Nein, das enzieht sich absolut meinem Verständnis! Jedes Pferd hat doch einen so einzigartigen Charakter, mit vielen Eigenheiten und kleinen Macken- das MUSS man doch erkennen, wenn man täglich mit ihm zu tun hat!

Beim Telefonat mit dem "neuen Besitzer" von Vajo musste ich leider zu allem Überfluss auch noch feststellen, dass das ein überaus arroganter Zeitgenosse ist. Dieser Umstand hat natürlich nicht unbedingt für Entspannung meinerseits gesorgt. Man fragt sich dann umso mehr, ob es dem Oldboy gut geht, wie mit ihm umgegangen wurde, was er wohl bisher erlebt hat etc.
Nun, lange Rede- kurzer Sinn: Vorgestern wurde Vajo zurück in den Jura gebracht. Keine Frage, dass HerrHummel und ich uns freigenommen haben und in die Westschweiz gefahren sind, um unseren alten Jungen zu begrüssen!

Er wartete schon in der grossen Boxe auf uns, die sonst für kranke Pferde reserviert ist:


Als er uns kommen hörte hat er gebrummelt, wie er es schon früher immer tat, und hat dann den Kopf an meiner Schulter gerieben.


(Man beachte bitte die perfekte farbliche Abstimmung von Halfter, Führstrick und Basecap, *ggg*!)

Mit einem X-Large-Transporter wurde Vajo anschliessend auf die Weide gefahren.Der geht sogar in die Knie, um seinen Passagieren das Aussteigen zu erleichtern! ;oD



Die Herde empfing den verlorenen Sohn neugierig und sehr freundlich, alle drängelten sich um ihn rum,


und auch sein alter Kumpel, der mächtige Schimmel "Obama", kam sofort angerannt.


Gemeinsam mit ihm eroberte Vajo seine alte Heimat zurück.


Man konnte ihm deutlich ansehen, wie wohl er sich fühlte; mit für sein Alter erstaunlich geschmeidigen Bewegungen trabte er über die grosse Fläche und nahm alles in Augenschein: Die Kühe mit den Kälbchen, den Bullen "Leo" und die 3 riesigen Ochsen, die mit den Pferden die Weiden teilen.



Ihr könnt euch vorstellen, wie froh und erleichtert wir waren!
Und in Zukunft brauchen wir uns um Vajo sicher nicht zu sorgen. Die Hofbesitzer werden ihn bestimmt sehr genau im Auge behalten! ;oD

Habt fröhliche, bunte Herbsttage, meine Lieben!

Hummelzherzensgrüsse!
         *

Kommentare:

  1. Du lieber Himmel, das ist wirklich ein (Pferde)Krimi - wie sowas passierenkann, ist tatsächlich nicht zu begreifen.........was ist da sfür ein Mensch, der nciht merkt, dass es ein anderes Pferd ist - das sind doch keine "Klon-Pferde" - auch wenn mit Sicherheit Ähnlichkeiten vorhanden sind. Ich wäre ausgeflippt ...........und dann noch so shofelig zu reagieren - unfaßbar. Das wäre ja, als wenn man monatelang mit einer fremden Frau das Bett teilt und dann zum Schluß sagt: ups, Schatz, ich dachte das wärst Du........
    Ich freue mich aber für Euchsehr, dass der Krimi einen guten Ausgang genommen hat - und Frau Hummel, schalt das Kopfkino aus. Dein Vajo sieht prächtig aus.
    Und ich freue mich riesig über diese schönen und unverhofften Aufnahmen aus dem Jura.
    Liebe Grüße, Jacqui

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    1. Jacqui, was glaubst du, wie oft ich mir an den Kopf gefasst habe?? Es ist mir UNBEGREIFLICH, dass man sein eigenes Pferd nicht erkennt! Ich hab den andern Schimmel gesehen, der war z.B. bestimmt 10 cm grösser als Vajo- aber halloooo???? Vajo kann nicht richtig wiehern, er mag keine Männer (alleine das...ohGottohGott!), er wird nervös, wenn man ihn einsperrt (bei uns konnte er ja auch Tag und Nacht raus!)- also, das sind nur ein paar wenige Beispiele, was einem hätte stutzig machen sollen. Und dann meinte der Typ noch, er, sein Schimmel, wäre ihm schon etwas verändert vorgekommen. Da fällt mir echt nichts mehr ein!
      Aber gut. Jetzt ist der alte Junge wieder an seinem liebsten Platz auf Erden, bei seinen Kumpels, und geniesst sein Leben. Ich hoffe, er kann das noch eine ordentliche Weile tun!
      Hab einen wundervollen Abend, ganz liebe Grüsse!

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    2. da fällt mir ein - weil ich eben Kunis Kommentar mit den "Halsbändern" gelesen hab: lach mich nicht aus, aber wie wäre es, ihnen ein buntes Band (natürlich jedes Pferd eine andere Farbe in eine Strähne vom Schweif zu flechten. Also verletzen könnten sich die Pferde damit ja nicht. Denn, jemand, der sein Pferd nicht erkennt, der kann vielleicht auch keine Zahlen lesen.
      Aber sag mal, sind die Pferde nicht eigentlich auch gechipt - oder ist das in der Schweiz nicht üblich? Wir haben alle unsere Hunde gechipt. So könnte man doch beim verladen schon sehen, ob es das richtige Pferd ist........zumindest die ganz blinden und doofen Menschen, die ihre eigenen Tiere nicht (er)kennen.
      Gute Nacht, Jacqui

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    3. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, Jacqui- allerdings bei insgesamt beinahe 100 Pferden reicht wohl die Farbpalette nicht ganz- und was machen wir, wenn die Besitzer farbenblind sind...?? ;oD
      Gechipt ist in der Schweiz nur die jüngste Generation Pferde, vorher war das kein Thema. Und die Hofbesitzerin hat mir erzählt, dass sie auch bei gechipten Pferden schon öfters den Chip nicht gefunden haben, weil die scheinbar auch wandern. Aber viele sind gebrandet, Vajo auch. Allerdings müsste man bei den Pferden zur sicheren Identifizierung die Haare über dem Branding wegscheren, denn grade im Winter, wenn das Fell dicht ist, sieht man sie oft nicht sehr gut.
      Nun, sie werden eine Lösung finden, die dauerhaft und sicher ist! Ich glaube, der Schreck sitzt bei ihnen noch tief in den Knochen.....
      Einen schönen Tag dir und der Bande, herzliche Grüsse!

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  2. ach du meine güte! das darf doch wohl nicht wahr sein. das falsche pferd mitgenommen???? ich fasse das nicht und dann noch arrogant sein???? ja wo gibt es denn sowas????????
    bin ganz hin und weg. beim nächsten mal nimmt er eine andere frau mit und meint, dass ist seine eigene.
    dein armes pferdchen. na zum glück ist alles gut ausgegangen, ich hätte den schweizer löcher un den käse getreten. unfassbar.
    ich geh mich jetzt abreagieren... aber habt ihr denn kein halsband für pferde so wie bei hunden? keine ahnung wie das heißt. tztztztz
    unfassbar
    lg kuni

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    1. Halsbänder? Das heisst dann Halfter beim Pferd, liebe Kuni, *ggg*! Nöö, tragen sie nicht. Das wäre auch ziemlich gefährlich, denn wenn so ein Pferd mit einem Halfter an einer Tanne oder so hängen bliebe wäre die Gefahr gross, dass es sich selber erdrosselt oder schwer verletzt. Denn Pferde in Panik zerren und reissen so lange, bis was in die Brüche geht (das kann dann auch der eigene Nacken sein!) Die Pferde auf diesen Weiden sind z.B. auch alle nicht beschlagen, damit sie sich gegenseitig nicht verletzen können. Es gibt vieles, was man beachten muss, wenn man so grosse Herden zusammen ziehen lässt!
      Natürlich machen sich die Hofbesitzer jetzt viele Gedanken, wie sie dieses Problem ausschalten können. Sie betreiben den Hof schon 25 Jahre, und sowas ist ihnen noch nie passiert! Eine Idee ist, den Pferden Nummern auf die Hufe zu brennen. Das tut nicht weh und hält dann doch ein paar Monate, bis das Horn nachgewachsen ist.
      Danke für deine Zeilen, hab einen gemütlichen Abend und ganz liebe Grüsse!

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  3. Liebe Frau Hummel
    Um Gottswillä! Das ist ja ein richtiger Pony- Krimi! Da versteh einer den Mensch??!! Ich hätte wohl schon vorher gemerkt (oder spätestens beim Verladen), dass das Pferd nicht mir gehört. Eigentlich ist es ziemlich unverschämt...., oder?
    Ich bin glücklich mit euch, dass das Pony wieder dort ist wo es sein soll ;-).
    Liebste Grüsse
    Nadja

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    1. Also, unverschämt war dann vor allem noch die Reaktion dieses Menschen auf mein Telefonat! Was ich mir da an Frechheiten anhören musste, das geht auf keine Kuhhaut. Aber egal, von so einem lasse ich mich nicht aus der Reserve locken, und das wichtigste ist ja, dass unsere Knoootschkugel wieder da ist! ;oD
      Da sieht man mal wieder, wie "genau" manche Menschen ihre Tiere beobachten und kennen.....Ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass ich jede Veränderung bei meinen Tieren erkenne, und zwar subito. Aber naja.....
      Häb e scheenä Abig, ganz liebi Griessli!

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  4. ..ei, ei, ei, es gibt Dinge, die gibt es nicht und dann eben doch. Für mich unvorstellbar, sein Pferd nicht zu kennen, hääää?
    gut, dass ihr nachgehakt habt und er wieder seine Freiheit genießen kann.
    Ihr seid einfach die Besten !!!!!!
    Liebste
    Grüße
    Gabi

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    1. Da hast du absolut recht, liebe Gabi: Sachen gibt's, die gibt's gar nicht!! Und dass diese Geschichte natürlich wieder uns passieren musste, das erstaunt mich irgendwie auch nicht, tzzzzz.....
      Aber manchmal hab ich so ein eigenartiges Gefühl, dass irgendwas nicht okay ist. Schon damals, als wir die Jungs und Ali Ende Juni auf die Weiden entlassen hatten und wieder Richtung Heimat fuhren, da beschlich mich ein total seltsames, unangenehmes Gefühl. Ich kann das beinahe jetzt noch fühlen. Ich dachte, dass ich unbedingt nochmal zu den Jungs hätte gehen sollen. Und hinterher wusste ich dann auch wieso.....wer hätte gedacht, dass ich Ali an diesem Tag zum letzten Mal geknutscht hatte??
      Bis bald, meine Liebe, geniess den Herbst!
      Herzlichste Grüsse!

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  5. Uih das ist ja der Hammer,ich würde bei meiner Katze sofort merken,wenn sie es nicht wäre,Wenn der Tierarzt mal Katzen verwechseln sollte.Du kannst froh sein das es ihm gut geht,denn nicht jeder der Tiere hält,behandelt sie gut.Jetzt ist er ja Gottseidank wohlbehalten zurück.Lg Elke

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    1. Wem sagst du das, liebe Elke? Ich hätte Vajo aus 100 Schimmeln erkannt! Wie gesagt, jedes Tier hat seine Eigenheiten. Unsere Mietzchen im Stall kenne ich sogar von hinten, *ggg*! (Okay, da hat der HerrHummel auch so seine Probleme. Aber gut, die sind fast alle schwarz/weiss und aus der selben Verwandtschaft....da kann man sich schon mal vertun! ;oD)
      Ich wünsch dir einen wunderbaren Herbst,
      herzlichste Grüsse!

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  6. mein gott - stell dir vor du hättest nicht nach ihm geschaut. gut - ich als laie weiss ja eh nicht wie ihr die pferde auseinander halten könnt. das muss so ein besitzer/tier-ding sein. aber echt.... wie kann man nur das falsche pferd einpacken.ne ne ne!
    ♥lichst, marika

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    1. DAS frage ich mich allerdings auch, Marika! Und wenn ich das Pferd dann schon nach hause gefahren hätte, dann wäre mir spätestens nach ein paar Tagen "der Schirm aufgegangen"!
      Das war die grösste Erleichterung der Hofbesitzer: Dass Vajo überhaupt noch LEBT! Stell dir vor, der Typ hätte ihn aus irgendwelchen Gründen zum Schlachthof gefahren...das mag ich mir gar nicht vorstellen....
      Wenn du mal ein Weilchen mit Pferden zu tun hättest würdest du sofort erkennen, wie unterschiedlich sie sind! Nicht nur Körperbau, Fellfarbe und Behänge machen den Unterschied, nein: Jedes Pferd hat einen ganz eigenen Gesichtsausdruck, eine unverkennbare Art, sich zu bewegen. Das würdest du ziemlich schnell unterscheiden können, glaub mir!
      Es scheens Abäli und ganz liebi Griessli!

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  7. Eine rührende Geschichte, die zum Glück ja gut ausging für den armen, alten Vajo! Eins habe ich aber jetzt doch nicht ganz verstanden, das falsche Pferd, das ja wohl zurückgeblieben war, wurde wohl auch nicht erkannt, in der Pferdepension? Da müssen sich die Beiden aber wirklich sehr ähneln in Verhalten und Aussehen. Gut, dass die lieben Hummels immer aufpassen!!
    Herzliche Grüsse von Anna!

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    1. Liebe Anna, du darfst dir das nicht vorstellen wie eine "normale" Pferdepension. Die Tiere leben da in Herden von bis zu 70 oder 80 Stück, jahraus, jahrein draussen. Die Weiden sind wirklich enorm gross, da stehen dichte Waldstücke mit riesigen Tannen, unter denen der Boden auch bei starkem Regen oder Schneefall trocken bleibt, auf der Weide der Senioren gibt es sogar einen kleinen See. Nur im Winter können sie in eine grosse Halle rein, aber laut den Hofbesitzern tut das kaum eines der Pferde! Sie sind ja Steppentiere, können grosse Hitze und extreme Kälte aushalten, und Vajo z.B. liebt es geradezu, wenn's stürmt und um die Ecke schneit im Winter!
      Die Hofbesitzer fahren jeden Tag ein- bis zweimal über die Weiden und zählen die Tiere durch, schauen, ob alle gesund sind etc. Natürlich ist ihnen so nicht aufgefallen, dass da zwei Tiere vertauscht wurden, und man kann von ihnen auch nicht verlangen, dass sie jedes einzelen Pferd beim Vorbeifahren zu 100% identifizieren können. Vor allem im Winter stehen da manchmal bis zu 100 Tiere beieinander!
      Sie sind immer persönlich anwesend, wenn Tiere nach hause abgeholt werden; trotzdem müssen sie sich da in grossen Teilen auf die Besitzer verlassen können und darauf, dass diese ihre Tiere erkennen! (Auch hier gilt anscheinend: Keine Regel ohne Ausnahme.....!)
      Nein, ich vertraue ihnen wirklich, und ich geb meine Pferde ja schon seit 18 Jahren zu ihnen hoch. Sie rufen immer an, wenn irgendwas ist, wenn ein Tierarzt nötig ist etc.
      Hab einen entspannten Abend!
      Ganz liebe Grüsse!

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    2. Danke für die ausführliche Antwort, kann es mir jetzt besser vorstellen. Und es scheint ja wirklich ein Pferdeparadies zu sein!
      Glg!

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    3. Bitte gern! Und ja, es ist ein Paradies für Pferde! (Und für Menschen auch. Ich könnte mir vorstellen, da zu leben! In meinem grossen, hölzernen Wohnwagen, *ggg*!)
      Gute N8!

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  8. Was für ein wunderbarer Ausgang, liebe Frau Hummel. Wie ich mich freue für euch. Vielen Dank auch für die herrlichen Bilder. Auf dem Bild mit Dir da sieht man noch Skepsis: "Ist wirklich alles gut???": so einen Ausdruck gemischt mit Freude meine ich zu sehen. Nun, aufatmen! Geschichten gibt es! Sollten manche Leute überhaupt Pferde besitzen, wenn sie sie nicht einmal erkennen lernen???
    Neulich habe ich von einer Frau in Polen gelesen, die ihre Pferde nicht einmal mehr reitet, sondern nur noch auf einer riesigen Weide betreut. Darunter sind auch sogenannte "ausgediente" Sportpferde. Sie schrieb, dass sie fast keinen Arzt mehr bräuchte, so gesund seien sie. Die Pferde würden fressen was ihnen gerade beliebt und sich erst zu einer bestimmten Jahreszeit z.B. auf Roggen stürzen. Und wenn sie meditiere - auf der Weide - dann kämen sie zu ihr und würden sich anschmiegen usw. Ich habe es mit Spannung gelesen. Und zwischen den ruhenden Pferden würde sie sich am schnellsten entspannen. Die Pferde hätten auch die Weide in bestimmte Bereiche eingeteilt, da muss ich jetzt aber passen und kann nicht mehr sagen, was sie wo am liebsten tun. Deine Pferdebilder mit dem wiedergefundenen Vajo haben mich daran erinnert.
    Bis bald und liebe Grüße
    Angelika

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    1. Liebe Angelika, das ist auch der Grund, warum ich die andern Jungs jedes Jahr für 2 Monate in den Jura gebe: Dort können sie wirklich "Pferd" sein, in der Herde, wo andere Regeln gelten, und in dieser grandiosen Natur, die ihnen enorm viel Platz, jede Witterung hautnah und beinahe unbegrenzte Bewegungsmöglichkeiten bietet. Ich kann dir versichern, dass sie immer total entspannt und "frei im Kopf" wieder nach hause kommen. Sie haben es auch zuhause schön, wir tun alles, damit sie sich wohlfühlen. Aber der Jura im Sommer ist das Tüpfchen auf dem "i"! Auch Harry und Johnboy werden in etwa 10 Jahren den Lebensabend im Jura verbringen dürfen, soviel steht fest!
      Und das, was die Frau da beschreibt, das erlebt jeder, der sich Pferde hält und ganz nah mit ihnen zusammenlebt. Da wird einem erst bewusst, was mit diesen tollen Tieren abgeht, wie "intelligent" sie sind, und zu was fähig. Aber das erlebt man wirklich erst, wenn man sich sehr viel mit ihnen abgibt, sie stundenlang beobachtet, sich die Zeit nimmt, ihr Wesen zu ergründen. Aber DANN wird es wirklich faszinierend! Ich wage sogar zu behaupten, dass Pferde oder Tiere im Allgemeinen einem zu andern (vielleicht besseren?) Menschen machen!
      Was den skeptischen Gesichtsausdruck anbelangt, den du in meinem Gesicht zu erkennen denkst: Ich glaube, es ist eher die Anspannung, die noch nicht ganz abgefallen war! Die Woche war doch recht anstrengend gewesen psychisch, da ich ja nicht wusste, wie und wo genau Vajo gehalten wurde. Aber als er dann so ganz entspannt und selbstverständlich und in freudiger Aussicht auf die Dinge, die da kommen sollten, in den Transporter stieg, da war alles gut! ;oD
      Danke für deine lieben Zeilen, ganz herzliche Grüsse!

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    2. Da freue ich mich nochmals mit euch :-)

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  9. Das glaub ich jetzt aber nöd - war mein erster Gedanke beim Lesen deines Krimis! Ja, wir haben wirklich verschiedene Mitbewohner auf dieser Erde - Gott sei Dank ging die Geschichte gut aus. Der Vajo ist wirklich ein toller Kerl und es scheint, dass er dieses unschöne Erlebnis "locker" weggesteckt hat! Herzlichst Rita

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    1. Ja Rita, ich dachte auch erst, ich höre nicht richtig, als wir die Nachricht bekamen! Und die Hofbesitzer wohl auch. Die Ärmsten sind noch am gleichen Wochenende quer durch die halbe Schweiz gerast zu Vajo, um auch ganz sicher zu sein, dass er es ist.....Und du glaubst nicht, wie erleichtert wir waren, als er endlich wieder auf "seiner" Weide stand! Tiere haben ja die Gabe, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Sie machen sich wenig Gedanken zu den Umständen, in denen sie sich grade befinden. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich schaue mir das ein wenig bei ihnen ab. So nach dem Motto: "Es kommt, wie's muss. Ändern können wir es nicht, aber wir können die Dinge laufen lassen und uns mit ihnen arrangieren". Soll ich dir was verraten? Ich fahre sehr gut damit......
      Bis bald, meine Liebe, und ganz liebi Griessli!

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  10. Uuuuuuuunglaublich, ich bin völlig sprachlos! Wie ist das möglich????? Liebe Frau Hummel, was sind das für Menschen? Würde er seine eigene Frau auch nicht wiedererkennen?
    Aber vielleicht kennt er sie gar nicht wirklich. Ich meine... dass das Menschen sind, die das Tier nicht wirklich angucken und nicht wirklich kennen, weil wahrscheinlich gucken sie andere Menschen auch nicht wirklich an... nur oberflächlich.
    Traurig, weil sie so Vieles dadurch verpassen... zu fühlen, wie es ist, das Pferd wieder nach langer Zeit zu Hause willkommen zu heißen, wie es ist, das Wohlergehen des Pferdes und seine Freude zu Spüren, wie es ist, das Tier, was man liebt wieder zu sehen und wie es ist, zu fühlen und zu wissen, dass man selbst (in diesem Falle, wäre „man“ ganz berechtigt, nicht wahr?) alles, was möglich ist für das Tier tut und dafür seine Liebe und Zuneigung bekommt :))
    Liebe Frau Hummel, wie schön, dass es dich gibt :)))
    Ich drück dich, deine Grażyna

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    1. Das ist auch ein Aspekt an der Sache, der mir zu denken gab, liebe Grazyna! Wie obeflächlich und unaufmerksam muss man sein, um nicht zu bemerken, dass man monatelang ein fremdes Pferd im Stall stehen hat? Es scheint ein Zeichen unserer Zeit zu sein, dass es viele gibt, die durch's Leben rennen, nicht rechts und links gucken, nicht mal das Wichtige und Elementare in ihrem Leben erkennen, wortwörtlich! Das bezieht sich auf viele Sparten im Leben, aber wenn man sich doch Tiere hält, dann hat man eine grosse Verantwortung. Und, frage ich dich, nimmt man die wahr, wenn man sein eigenes Tier nicht von einem fremden unterscheiden kann?? Eben. Man darf sogar die Frage in den Raum werfen, WARUM so ein Mensch sich überhaupt Tiere hält......und was es ihm bringt, denn er wird nie eine wirklich enge Beziehung zu den Tieren haben, und die Pferde zum Menschen schon gar nicht. Naja. Ich bin einfach glücklich, dass Vajo jetzt sein Leben wieder in vollen Zügen geniessen darf. Und wenn er dann mal über den Regenbogen gehen muss kann ich mich damit trösten, dass er es wirklich gut gehabt hat.
      Dir wünsche ich einen sehr angenehmen Tag noch (hier ist GENAU mein Wetter: Wolken, Regen, ein strammer Wind- Herbst halt!! ;oD)
      Ganz liebe Grüsse!!

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    2. :))))) Jetzt kann das Wetter auch nicht anders, als nur unser sein, hihi

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  11. DAS musste ich gerade 2 x lesen. Unglaublich, liebe Frau Hummel. Zum Glück, für den Vajo und euch, mit gutem Ausgang. Ich glaube, jeder Schriftsteller wäre für diesen "Geistesblitz" dankbar ;-))). Herrlich, wenn ein Pferd mit vielen Artgenossen "fast" in Freiheit leben kann. Ich finde das schrecklich, wenn die Tiere 23 Stunden am Tag in einer Box stehen. dann müssen sie für 1 Std. in der Reitbahn funktionieren und werden anschl. wieder "weggepackt". Leider hier in vielen Reitställen der Fall. Fehlt nur noch der Knopf für aus und ein. Da lese ich hier immer gerne, weil ich weiß, dass man sich um das Wohl der Tiere kümmert. Das die Beiträget evtl. "Ponylastig" sind, stört mich nun üüberhaupt nicht (lach).
    Alles Liebe und Gute für Mensch und Tier und
    viele Grüße
    Ursula

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    1. Liebe Ursula, hätte ich nur die Möglichkeit, meine Pferde in Boxen zu halten- ich hätte keine! Das könnte ich ihnen wirklich nicht antun. Aber seien wir ganz ehrlich: Die meisten Ställe hätten die Möglichkeit, Ausläufe bereitzustellen für die Tiere. Nur: Das bedeutet gleichzeitig auch mehr Arbeit, und das will man sich dann doch nicht antun. Schliesslich bezahlen die Reiter auch für Boxen gutes Geld, in Ermangelung anderer Ställe!
      Leider hat das nicht nur Konsequenzen für's Pferd, sondern auch für den Reiter. Denn Pferde, die den grössten Teil ihres Lebens auf ein paar Quadratmetern herumstehen entwickeln Verhaltensanomalien, werden nervös, frustriert (wen wundert's?) und das macht sich natürlich auch beim Reiten oder Fahren bemerkbar. Da beginnt sich eine Spirale zu drehen, die manchmal kaum noch zu stoppen ist. Das frustrierte Pferd leistet nicht das, was es soll, der Reiter "zieht die Schrauben an", was das Pferd noch mehr frustriert, und so geht das immer weiter. Bis der "blöde Bock" am Schluss von Hand zu Hand weitergereicht wird, und jeder Reiter murkst noch ein bisschen mehr rum. Denn schliesslich ist jeder ein Könner und weiss, wie man solche Viecher zurechtbiegt, nichtwahr?? Gut, das ist jetzt ein wenig überspitzt, aber leider halt doch Tatsache. Ich hab selber schon solche bedauernswerten Geschöpfe erlebt......
      Gottseidank gibt es aber auch viele lobenswerte Beispiele von Pensionsställe, und nicht zuletzt die Tatsache, dass Reiten inzwischen auch für den "ganz normalen Bürger" erschwinglich ist trägt viel dazu bei, dass sich die Haltung und Ausbildung von Pferden in den letzten Jahrzehnten deutlich zum Positiven gewendet haben!
      Dir wünsche ich einen schönen, gemütlichen Tag,
      herzliche Grüsse!

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  12. Hummelein! Du Ärmste! DAS DARF NICHT WAHR SEIN! Was ist das denn?? Da wäre ich zur rasenden Wilds... geworden! Ohhh, wenn es um die Kerlchen geht, dann kenn´ ich mich nicht mehr. Wie daneben kann man sein? Na, Gott sei Dank ist der Schöne wieder zurück und wohlbehalten. Wie gut. Uff. War gleich auf der Palme - und dass das aus Versehen war??? Ich meine, HALLO? Glaub ich gar nicht. Ließ er vielleicht ein krankes Pferd da und holte sich ein gesundes, um Tierarztkosten zu sparen? Leider kann Dein Schimmel nicht reden, der hätte sicher was zu erzählen.
    Meine Güte...
    Hummele, Du bist die Retterin, alle Achtung - einen noch völlig aufgebrachten aber nichtsdestotrotz innigen Drücker von der Méa... Also sowas... also, da hört sich ja wohl alles auf... und überhaupt... braucht kein Mensch... neee...

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    1. Hooo, hooo, Méapferdchen, ruuuhig!! ;oD Aber klar, ich verstehe deinen Ärger, geht mir ja genauso. Wenn Tiere oder Kinder schlecht behandelt werden, da steigt mir das Adrenalin blitzartig ins Blut....
      Laut dem "netten" Herrn, den ich am Telefon hatte, war der Fall doch genau umgekehrt! Seiner Meinung nach konnte ich (O-Ton!!) "froh sein, dass er mein Pferd mitgenommen habe. Schliesslich sei Vajo todkrank gewesen, und er habe eine fünfstellige Summe für seine Behandlung in der Tierklinik liegenlassen. So ein altes, krankes Pferd gehöre seiner Meinung nach sowieso nicht mehr auf diese Weiden, dazu sei Vajo viel zu schwach, und ausserdem sehe er ja kaum noch was, weil er grauen Star habe, und nur deshalb sei er so nervös!!" (Ende O-Ton für's Erste). Genau. Deshalb ist Vajo ja auch wie ein junger Hüpfer über die Weide gefedert, völlig entspannt und elegant. Da standen nur durch puren Zufall keine Bäume, die er seiner schlechten Augen wegen hätte rammen können, und die fröhlichen Haken, die er um seine Kollegen schlug begründen sich darin, dass seine wackeligen, schwachen Beinchen mal zur einen, mal zur andern Seite hin weggeknickt sind. Alles klar, ne?? Nervös?? Nervös war Vajo mitnichtenundneffen. Aber ich kann mir lebhaft vorstellen, dass er im Dunstkreis dieses netten Zeitgenossen schon leicht angeätzt geworden ist.....
      Aber es ging ja noch weiter, nüchwahr?? (O-Ton zum Zeiten:) "Ich kümmere mich ja überhaupt nicht um das Pferd, und mal abgesehen davon hätte ich mir ja die Behandlung in der Klinik sowieso nicht leisten können!". Nun war doch der Moment gekommen, in dem ich den netten Herrn förmlich darum bitten musste, jetzt doch seine Weisheiten für sich zu behalten. Warum wohl gebe ich mein Pferd in den Jura?? Richtig: Weil es mir so völlig Wurscht ist, wie's ihm geht. Und die 330 Fränkli, die ich für diese Gleichgültigkeit jeden Monat bezahle (plus zusätzlich anfallende Tierarzt- und Hufschmidkosten), die gebe ich auch nur aus, weil ich sonst so gar nichts mit meinen Kröten anzufangen weiss. Woher er allerdings die Informationen über meine finaziellen Verhältnisse hat- ne, das ist mir bis heute schleierhaft....
      Du siehst schon: Da ist Hopfen und Malz verloren. Aber von solchen Menschen lasse ich mich nicht aus der Reserve locken, denn ich weiss, was ich für meine Tiere alles tue. Bei ihm bin ich mir da nicht so sicher. Denn Geld ist nun mal nicht alles, was es braucht, um sich (notabene glückliche, zufriedene!) Pferde zu halten. Nicht wahr.
      Méa, danke für deine lieben Worte, du kleines Rumpelstilzchen, du!! *gggg*!
      Ganz herzliche Hummelzgrüsse!

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    2. Hihi, jahaaa, ich kann auch richtig hochgehen. Es gibt schon ungute Menschen, da darf frau auch mal, ne? Das machen wir einfach, wir sind bravehearts, jawohl. Und das ist nur gerecht. Heißt nicht umsonst gerechter Zorn. Aber schnurzegal, dem Kerlchen geht es wunderbar und das ist... gerecht :)) Alles gut :))
      Aber Himmel, Du sollst die Kraft, die Du da gelassen hast, hunderfach zurückbekommen. Hab ich Dir gaaaanz dolle und dreimal gewünscht ;))) Nochmals alles Liebe, Deine Méa

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  13. Wenn es nach mir geht, darfst Du ruhig mehr pferdelastige Posts verfassen :-)
    Ja hallo, was ist denn das für ein Pferdemensch, der seine eigenen Pferde nicht erkennt und auch nicht merkt, wenn er ein fremdes Pferd im Stall hat? Ich hatte viele Füchse und hätte meine mit traumwandlerischer Sicherheit unter allen Füchsen herausgefunden. Das gibt es doch gar nicht.. tz tz.. Wie gut, das nun alles wieder in Ordnung ist, ich freu mich für Dich!
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Meine Worte, liebe Karen! Ich würde Vajo aus 100 Schimmeln rausziehen können! Und ich bin heute noch leicht entsetzt, wenn ich mir das vorstelle....
      Naja, du wirst hier ab und zu was über die Ponys zu lesen kriegen, keine Sorge! Denn sie sind ein grosser Teil meines Lebens, und um nichts anderes geht es ja in meinem Blog: Was mich und mein Leben ausmacht! ;oD
      Hab einen sehr entspannten Abend,
      herzliche Grüsse!

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  14. Liebe Frau Humnmel,

    ds ist wirklich passiert? Ich fasse es nicht, bin aber froh, dass es für Vajo gut ausgegangen ist und er seine Freiheit im Jura genießen kann. Seine "Entführer" müssen ja völlig blind gewesen sein, oder sie hatten so gar keine Verbindung zu ihrem Tier, dass ihnen gar nicht auffiel, wen sie da mitgenommen hatten. Da kann ich nur den Kopf schütteln.

    Allerbeste Grüße

    Anke

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    1. Richtig und tatsächlich und in Farbe! Auch wenn es einem noch so unwahrscheinlich erscheint..... Den Sehfehler hatte wohl wirklich nicht mein Vajo, wie ihm dieser nette Mensch attestiert hatte (siehe Antwort auf Méa's Kommi!) sondern der Herr selber. Ich würde sogar sagen, der hatte einen echten Knick in der Linse.....
      Aber: Ende gut, alles gut! Und dafür sind wir vor allem für Vajo glücklich. Good old boy!!
      Ganz herzliche Grüsse, auch an die alte Dame!

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  15. Liebstiges Hummelchen,

    als ich das Thumbnailbildchen sah und den Titel las, dachte ich mir gleich, das ist doch VAJO, von wo ist der denn zurückgekehrt? Etwa wieder zu euch in den Stall? Hätte mich zwar verwundert, aber was weiß man schon? Aber dass er in einen ANDEREN Stall „entführt“ wurde und der vermeintliche Besitzer nicht mal etwas davon mitgekriegt hat, das ist schon ein starkes Stück! Ja, leider gibt es weder fürs Kinderkriegen noch für das Leben mit Tieren einen Eignungstest… SOLLTE es aber geben, dann wäre wohl etwas weniger Leid in der Welt...

    Ich drück dich feste.

    Bei mir gibt’s derzeit übrigens auch Pferde zu sehen, eines lacht sogar ;o))

    Herzlichst, samt Tierchenkraulern, die Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/09/rettet-die-lachfalte-9-irland-vor-20.html

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    1. Ach Traudelchen....und diese Test's wären dann wieder soooo 08/15, dass sie jeder Tr...tel bestehen würde! Ist doch immer so. Ich glaub, entweder man hat ein Herz für Tiere und nimmt die Sache sehr ernst, oder man hat's einfach nicht. Und lernen kann man es wahrscheinlich auch nicht. Oder nur schwer.
      Weisst du, es hat ja nicht gereicht, dass er mein Pferd gekidnappt hat, nein: Er ging mich dann auch noch persönlich an und hatte Null Einsicht in seinen Fehler. Ich sollte mich sogar noch an den Tierarztkosten beteiligen. Unverschämtheit, oder? Ich hatte ihm weder zum einen noch zum andern den Auftrag erteilt.....
      Nun, es war für mich eine weitere Lektion in Sachen Menschenkenntnis; darunter hake ich die Sache jetzt einfach ab. Hauptsache, das Vajochen ist wieder dort, wo er glücklich ist!
      Hab einen feinen Abend, herzlichste Grüsse!

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  16. Au weia, das war ja ein Horror!! Schön, dass Vajo gesund und munter zurückgekehrt ist. Und für sein Alter sieht er wirklich super aus. Schön, dass Ihr ihm diesen Seniorenwohnsitz bietet. Das reinste Paradies.
    LG Steffi

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    1. Liebe Steffi, es ist mir ein Anliegen, meinen Pferden auch im Alter ein schönes, entspanntes Leben zu ermöglichen. Da erscheint mir die Altersweide ideal, und ja, es ist da paradiesisch für die Tiere! Sie sind den ganzen Tag draussen, können sich unterstellen, wenn es nötig ist, haben die Möglichkeit, so viel zu laufen und zu grasen, wie es ihnen gut tut, und haben immer jede Menge Gesellschaft! Es geht einfach nicht mit meiner Einstellung zu Tieren konform, sie im Alter loswerden zu wollen, wenn sie einem "nicht mehr dienlich sind". Sie haben es verdient, dass man auch im Alter nur das Beste für sie tut.
      Hab ein schönes WE, herzliche Grüsse!

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  17. Ui... da hätte ich auch keine ruhige Minute mehr gehabt. Entschuldige mal, aber das man sein eigenes Pferd nicht erkennt, das kann ich jetzt echt nicht verstehen. Hat der Typ den keine Bindung zu seinem Tier?! Ich meine, während vier Monaten hat der nicht erkannt, dass nicht sein Pferd im Stall steht, hallo? Für mich absolut unvorstellbar. Ich meine zwischen Halter und Tier besteht doch ein Band und die Tiere reagieren doch unterschiedlich *kopfkratz*. Aber die Weide im Jura schaut hammermässig schön aus. Da hat Vajo wirklich das Paradies auf Erden für seinen Lebensabend. Der Abend von Häschen Emma scheint leider auch näher zu rücken. Nun hat sie noch ein entzündetes Auge erhalten, nebst dem Abszess der nun doch ziemlich gross ist. Werde heute die Tierärztin in den Stall rufen und dann entscheiden müssen *seufz*. Haste keine Sorgen, schaff Dir Tiere an... aber ohne sie ist eben auch nicht lustig.
    Hab ein schönes Wochenende.
    LiGru
    Alex

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    1. Arme Emma, arme Alex....ich weiss, wie du dich fühlst, denn ich habe noch diesen Tag im Juli in den Knochen, an dem ich über Ali's Schicksal entscheiden musste..... Das Schlimmste daran war für mich dieses völlig Unerwartete. Aber auch wenn man sich auf den Abschied von einem geliebten Tier vorbereiten kann, so ist das IMMER eine furchtbare Sache. Ich wünsche dir, dass du im richtigen Moment die für Emma richtige Entscheidung treffen kannst. Und natürlich hast du recht: Ein Leben ohne Tiere ist nur ein halbes Leben!
      Selbstverständlich unterschreibe ich jedes Wort von dir bzgl. Vajo. Es ist mir absolut unverständlich, wie man das nicht merken konnte! Ich erkenne Vajo auf Anhieb (falls er denn wirklich in der Herde steht! :o/ )
      Naja. Wir sind happy, dass er wieder da ist. Und wir wissen, dass IHM sowas nicht noch einmal passiert (denn die Hofbesitzer behalten ihn jetzt ganz bestimmt sehr genau im Auge!)
      Geniess trotzdem das WE! Hier steht der Bodennebel über dem Riedland- wie schön das aussieht!
      Ganz liebi Griessli!

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    2. Uff, die Tierärztin war gerade da und Emma hoppelte rum, als wäre nix gewesen. Die Augen der Tierärztin hättest Du sehen sollen *kicher*. Ehm, aber der geht es doch noch gut. Ja, klar, das Schmerzmittel hatte gewirkt und Emma hat vor den Augen der Tierärztin auch wieder gefressen, so treu nach dem Motto: "Ne, ich trete heute nicht ab." Gott sei Dank! Aber das Zittern und Bangen geht nun halt hier weiter, denn es ist ein Kampf den wir nur verlieren können. Das pflotschige Auge sei vermutlich eine Bindehautentzündung, aber auf alle Fälle sei kein Eiter drin *uff*. Mir ist gerade wieder ein Stein vom Herzen gefallen und die Tränen, die ich heute Morgen vergossen habe, waren GsD um sonst. Gandalf, der alte Rüppel, hat Frau Emma daraufhin gleich noch mal quer durchs Gehege gejagt. :o)
      So und nun geht's hinaus in den Garten, denn bei uns oben scheint bereits die Sonne... nix mit Bodennebel oder so. Häb es schöns Wucheändi u es erliechtert's Grüessli zrügg.
      Alex

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    3. Ach wie schön- da kannst du ja genauso entspannt ins WE hoppeln...öhmm....reingleiten wie ich! Und eine Bindehautentzündung ist ja nun kein grosses Malheur. Ein paar Tropfen, und es hat sich erledigt!
      Dann also eine ordentliche Portion Krauler an Emma, Rüpelgandalf und Garfield! ;oD
      Und liebe Grüsse an die Futtertransporteuse......!

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  18. Liebes Hummelchen,
    die Geschichte ist ja der Hammer, wie kann man sein eigenes Tier verwechseln und das dann so lange nicht merken, das ist schockierend, ich bin entsetzt. Zum Glück ist die Geschichte gut ausgegangen.
    Liebe Grüße von Tatjana

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    1. So ist es, Tanja! Das Wichtigste ist nur, dass Vajo wieder im Jura weilen darf. Den Rest blende ich jetzt einfach aus. Ich mag mich gar nicht weiter mit diesem Menschen befassen und mit seiner Art, mit den Lebewesen in seiner Umgebung umzugehen!
      Dir wünsche ich einen schönen Sonntag und viel Energie für die kommende Zeit, die dir wahrscheinlich noch einiges abverlangt. Alles Gute für deinen Mann!
      Ganz liebe Grüsse!

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  19. Hallo Frau Hummel,
    das ist wirklich eine tolle Geschichte, wie schön, dass der Oldie nun wieder bei seinen Kumpels sein darf.
    Man mag sich nicht vorstellen, was in den 4 Monaten passiert ist - desto schöner nun seine Rückkehr.
    Es gibt schon merkwürdige Menschen.

    Ich bin heute eh froh, eine der Katzenmädels meiner Tochter ist nach 9 Tagen Abwesenheit abgemagert und etwas humpelig zurück gekehrt, wir nehmen an, sie war wo eingesperrt. Die ganze Familie hat geheult, als die erlösenden Nachricht kam: Lyra ist wieder da!

    Die und deinen Lieben alles Gute - Brigitte, die ehemals kritische, aber nun vollends Fan deines Blogs



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    1. Liebe Brigitte, danke für's Kompliment, das freut mich sehr!
      Ohje, arme Lyra. Aber auch hier gilt: Schön, dass sie wieder da ist, Hauptsache es geht ihr einigermassen gut! Und sie wird, so denke ich, mit ganz viel gutem Futter und haufenweise Streicheleinheiten "über den Berg gebracht" von deiner Tochter!
      Unsere Dixie kam vor einiger Zeit auch ziemlich verschüchtert und mit seltsam eingezogenen Hinterbeinen zurück zum Stall. Entweder wurde sie angefahren, oder jemand hat sie übel getreten. Sie war ansonsten aber okay, sie hatte guten Hunger und war sogar viel anhänglicher als zuvor. Einen Bruch irgendeines Knochens konnte ich ausschliessen, ich tippte auf eine starke Prellung. Inzwischen ist sie wieder ganz munter, es geht ihr gut. Aber ich sorge mich oft um meine Stallmietzchen, denn ich kann und will sie ja nicht einsperren, gleichzeitig weiss ich natürlich um die Gefahren, die überall lauern, und dass es nicht alle Menschen so gut meinen mit den Tieren wie wir.....Aber Gottseidank bewegen sich die meisten der Samtpfötchen in einem recht engen Radius um den Stall herum, soweit ich das beobachten kann.
      Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntag,
      ganz herzliche Grüsse!

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    2. Danke für deine liebe Antwort.
      Der kleinen Lyra (sie ist wirklich eine Winz-Katze) geht es wieder gut, das Humpelbeinchen war wahrscheinlich, wie ich vermutet hatte, nur versprungen.
      Das ist das Risiko bei freilebenden Katzen, dass sie verschwinden, einfach so. Ist uns leider auch zweimal passiert. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass sie bis dahin ein schönes freies Leben hatten.

      Zu den Verwechslungen bei Tieren ist mir noch eine Geschichte aus dem Tierheim eingefallen: wir hatten tatsächlich einmal zwei Katzen (Resi würde sagen Kuhkatzen) dort in Pension, die man NICHT auseinanderhalten konnte, der Miro war sogar die Katze von einer unserer ehrenamtlichen Helferinnen. Also wir alle kannten den schon.
      Beide natürlich weder tätowiert noch gechippt. der Miro war eigentlich ein Sauviech, er hat die Leute immer regelrecht angefallen, mit Kralle usw., aber im Tierheim halt nicht.
      Wir hoffen noch bis heute, dass beide Frauchen den richtigen Kater mitgenommen haben (gut, die sind Beide liebe Menschen), der Miro war aber so geschockt, dass er seitdem ein ganz Lieber geworden ist, sagt die Ehrenamtliche. Das andere Frauchen sagt das über ihren Kater sowieso.
      Dir auch einen schönen Sonntag, ich gehe jetzt eine große Runde mit dem Hund, so lange es hier trocken ist - Brigitte

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    3. Ach, Lyra ist auch so ein Winzling?? Unsere Maybel ist grad mal halb so gross wie ihre beiden Brüder, die nehmen sich neben ihr aus wie RIESEN! ;oD Sie ist eine so Süsse, ganz schwarz mit ein paar weissen Härchen an der Brust und unwahrscheinlich schönen, honiggelben Augen. Aber wenn sie was will (und das will sie öfters, *ggg*!) dann ist sie ziemlich laut! ;oD
      Naja, ich würde mal sagen: Ist ja eigentlich egal, wer welche Katze mitgenommen hat. Denn beide haben jetzt ein tolles Zuhause und beide werden geliebt. Was will man mehr?
      Geniess den Sonntag! Wir haben unseren Ausritt schon hinter uns; wunderschön war's, herbstlich, sonnig, hachzjaaaa.....
      Ganz liebe Grüsse!

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  20. Schön, dass ihr gutes Wetter hattet, hier war es durchwachsen, aber immerhin habe ich den Spaziergang trocken hinter mich gebracht und wir haben eine Menge Kastanien gesammelt, zur Deko.

    Lyra ist eine kleine zarte Katze, ihre Schwester Kira, auch bei meiner Tochter zuhause, ist ein ganzes Stück größer.
    Das war ein kurioser Wurf, der damals hier in dem alten Kinderzimmer von Maike mit Mama gelebt hat: die beiden Kuhkatzen Lyra und Kira, drei komplette Grautiger und drei Norweger-EKH-Mischlinge. Eine davon ist übergeblieben, Fidi (eigentlich Fidibus, eine Schwester hieß noch Hokuspokus und die dritte Wissnase), weil sie so schüchtern war und ist, wunderschön anzusehen, auch eine kleine Kreische, aber extremst zurückhaltend. So hat Maikes sei damals noch zu sich genommen.
    Alle Katzen sind (Halb) Schwestern, und die Mama hatte wohl drei verschieden Papas ausgesucht :))).
    Ich wünsche dir noch einen angenehmen Sonntag Abend, ich werde jetzt mit meinem verbliebenem Katerchen und Hund auf der Couch abhängen und den Rest des Tages an mir vorbei ziehen lassen.

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    1. *gggg*, die Katzendamen, die sind ja manchmal sehr wählerisch, was die zukünftigen Papa's ihrer Kinder angeht- und manchmal auch nicht, gell? Also, ich glaub, unsere Paddy hatte auch 2 verschiedene Herzensbrecher am Start, denn ihre Babys waren schwarz/weiss und wunderschön grau/braun getigert. Sie selber ist schwarz. Nur schwarz! Aber alle sind sie sehr klein, das werden nie grosse Brummer werden. Dafür sind es wirklich hübsche Mietzchen, und sehr anhängliche und fröhliche noch dazu! Ich hab ja immer wieder Kontakt mit den 2 Familien, die sie adoptiert haben. Alle sind begeistert und freuen sich total über die herzigen Racker!
      Auch dir einen wunderschönen Tag, ganz liebe Grüsse!

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  21. Mein liebes Hummelchen
    Ich glaub, mich knutscht ein Pfe....äh Elch. Das gibt es doch nicht!! Wie du bereits geschrieben hast: Dass im Eifer des Einladens ein Fehler geschehen kann, ja das ist möglich. Aber dass man diesen Fehler selber nicht bemerkt ist wirklich SEHR ungewöhnlich! Dieser Besitzer muss seine Pferde ja richtig lieben wenn er sie so gut kennt, gelle! Dass er auch noch arrogant war zeugt nicht nur davon, dass dies mit dem kantonspassenden Dialekt noch leicht verstärkt wird, hüstel.....tschuldigung sondern er fühlte sich wohl auch ertappt in seiner Unfähigkeit. Hauptsache der Vajo ist jetzt wieder bei seinen Freunden. Das war ja ne echte Aufregung für ihn. Zum guten Glück seid ihr so achtsam....stell dir vor, das hätte niemand bemerkt! Es gibt wirklich immer wieder Geschichten die kaum zum Glauben sind. Du hast wohl gedacht, dass du vor lauter grün vor den Augen (wir zwei wissen um was es geht.....richtig cool übrigens!) du die Pferde nicht mehr richtig siehst. Soli, ich geh heute ab ins Kino und muss los, ich drück dich, Barbara

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    1. *ggg*, du sagst es: Der Dialekt..... Da hatte er von vornherein keine guten Karten bei mir, ;oD! Aber Spass beiseite: Ich kann mich bis heute nicht erholen und frage mich immer noch, wie einem das passieren kann. Aber nun. Vajo geht es (wieder) gut, der wird sich freuen und übermütig mit seinem Kumpel Obama über die Weiden düsen, und wir sind froh, dass alles wieder beim Alten ist!
      Ja, ich darf jetzt mit Fug und Recht behaupten, dass mir manchmal ganz grün vor Augen wird, *gggg*! Einer unserer Oberärzte behauptet, ich sehe jetzt aus, wie wenn ich einem Boxer in die Quere gelaufen sei. Ich weiss ja nicht, wo der hinschaut, ;oD!! Aber sonst kam das neue Gebrüll gut an, und man sieht wirklich aus, wie wenn man sich geschminkt hätte. Sehr praktisch!
      Uiuiui, im Kino war ich auch schon lange nicht mehr.... Aber vielleicht schaffe ich es mal wieder- jetzt kommt ja wieder die Zeit der langen Abende, da könnte man ja Lust haben, wieder mal einen schönen Film schauen zu gehen. Du weisst ja, ich bin sonst ein richtiger Stubenhocker abends.....
      Häb es scheens Tägli, bis bald wieder einisch und ganz liebi Griessli!!

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  22. Hier war ich nun auch noch einmal, auch wenn ich hier wohl nicht kommentiert hatte .... Unvorstellbar, wie man SEIN Tier nicht wiedererkennen kann! ;-) Oder doch Absicht? Wenn der so unfreundlich war? Ich hoffe nur, daß der arme Vajo während der Monate dort nicht hat irgendwie leiden müssen.

    Alles Liebe auch hier
    Sara

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