Sonntag, 26. Juli 2015

STILLSTAND

"Stillstand ist Rückschritt" sagt ein bekanntes Zitat von Rudolf Bennigsen-Foerder.
Nun, das mag in einigen Bereichen, der Wirtschaft zum Beispiel, vielleicht stimmen. (Wobei ich auch dort gerne ein Fragezeichen hintenansetze....)
Für mich persönlich jedoch ist der Begriff "Stillstand" eigentlich immer an etwas Positives gekoppelt. Er beschreibt für mich ein "Angekommensein". Wenn ich- sinnbildlich- stillstehe, dann bin ich auf das gestossen, wonach ich gesucht habe. Dann fügt sich alles in meinem Lebensbild zusammen, und es gilt nun, diesen Zustand in Ruhe zu geniessen und auszukosten!

Genau so fühlt sich mein Leben zur Zeit an. Es bietet mir das, was ich brauche, was mich zufrieden und glücklich macht. Und das ist nichts, was man kaufen kann. Denn es ist das Gefühl, in sich selber zu ruhen, sich ein Umfeld geschaffen zu haben, in dem man sich rundum wohl fühlt. Keine Ansprüche an sich und das Leben zu stellen, die nicht zu erfüllen sind.

Wenn ich morgens auf der Loggia sitze mit meiner Tasse Tee (ein kleines Zeremoniell, das ich unbedingt brauche und für das ich gerne NOCH etwas früher aufstehe!), dann breitet sich regelmässig eine wohlige Ruhe in mir aus.
Es ist wie ein tiefes Aufatmen und Luftholen.

Ich "arbeite für's Leben, ich lebe nicht für's Arbeiten". Meine "Work-Life-Balance" ist tatsächlich ausgeglichen und ermöglicht es mir, so viel Zeit für meine Tiere, meine Hobbys, meinen Seelenfrieden einzufordern wie ich es brauche. Ich tue meinen Job wirklich sehr gerne, tendiere aber weiter auf eine Reduktion meines Arbeitspensums. Mein Konsum ist inzwischen so eingeschränkt, dass ich mir noch ein paar Prozente weniger wohl erlauben kann. Die Möglichkeit dazu würde sich schon bald ergeben....Wir werden sehen! ;oD

Ich lebe in einem Zuhause, das mein Hafen ist. Genau so eingerichtet, dass es Raum zum Sein gibt, (fast) nichts ist mehr zuviel, alles, was da ist, wird gebraucht, geschätzt, hat seine Aufgabe. Ein wenig Luft nach oben ist noch, aber grundsätzlich habe ich mein Credo "weniger ist mehr!" in unserem Daheim zu fast 100 % umgesetzt. Für den Rest lasse ich mir noch ein wenig Zeit. Denn das ist ein Prozess, den man nicht nach Belieben beschleunigen kann!


Das Zusammensein mit meinen Tieren macht mich sehr ausgeglichen. Sie erden mich, sie halten mich fit und geben in meinem Leben einen gewissen Takt vor, den ich brauche, der mich in Bewegung hält. Wortwörtlich. (Bin ja von Natur aus eigentlich eine seeeeeehr gemütliche Socke...! ;oD) 
Meine felligen Freunde überraschen mich immer wieder mit ihrem beinahe bedingungslosen Vertrauen und ihrer ehrlichen Zuneigung. Ein Leben ohne sie kann und will ich mir gar nicht vorstellen!



Die Bemühungen, meinen/unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich weniger werden zu lassen sind von Erfolg gekrönt. Kleine Schritte sind es zwar, aber jeder von ihnen bringt mich/uns weiter in die richtige Richtung! Es macht ein bisschen stolz wenn man feststellt, dass man seinen Abfall schon auf die Hälfte reduziert hat. Und dass man inzwischen ganz vieles Bio oder aus regionaler Produktion kauft und dafür NICHT mehr Geld braucht!
Dranbleiben ist hier die Devise, immer schön dranbleiben!

Und so kommt eines zum andern. 
Aber ich denke, zum Glücklichsein gehört in erster Linie überhaupt zu MERKEN, wie gut es das Leben mit einem meint. Sich nicht immer nach oben zu orientieren sondern mal um sich herum zu schauen, wieviel Positives da ist! Und es kann nützlich sein, dem eigenen Da-Sein nicht immer noch mehr Anforderungen und Ansprüche aufzubürden. Denn es meint es ja grundsätzlich gut mit uns, das Leben!

Habt einen feinen Sonntag,

Hummelzherzensgrüsse!





Kommentare:

  1. Liebe Frau hummel,
    dein Post regt echt zum Nachdenken an.
    Minimalistisch leben ist in der heutigen Gesellschaft eine regelrechte Herrausforderung !
    Das Leben ist geprägt von Konsumzwang und Müllbergen.
    Wer dem erfolgreich entgeht, kann wirklich stolz auf sich sein!
    Dir noch einen schönen Sonntag!
    Eine sehr nachdenkliche Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      ich glaube, die einzige Herausforderung ist die an sich selber, einfach sein Ding durchzuziehen und sich nicht beirren zu lassen von allem, was so ringsum passiert. Es muss einem einfach egal sein, was andere von einem denken könnten, und ich glaube, das ist bei vielen der Knackpunkt. Irgendwie möchte "man" halt doch "dazugehören" und definiert sich über das, was man besitzt. Aber sobald man das abgeschüttelt hat geht es total leicht. Denn der Witz ist ja: Mit jedem Stück, das zuviel war und das verschwindet oder das man gar nicht erst gekauft hat gewinnt man das Doppelte an Lebensqualität! So jedenfalls erlebe ich es. Und bewusst einzukaufen und sich diesem ganzen Konsumterror zu entziehen macht richtig Spass!
      Auch wenn es einigen wie ein Mantra vorkommen mag, das ich vorbete, so bin ich zu 100% überzeugt davon: Weniger ist definitiv mehr!
      Hab einen flotten Start in die neue Woche,
      liebe Grüsse!

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  2. Hallo Frau Hummel,
    danke für diesen schönen Post, du hast es in wunderschöne Worts gefasst, ich könnte es so unterschreiben...
    Danke dafür..
    liebe Grüße und eine schöne Woche..

    Heike von Filomenas

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    1. ...und ich freue mich immer, wenn sich andere von meinen Gedanken angesprochen fühlen! Denn gerade bei diesen und ähnlichen Themen hängt man sich schon ein wenig aus dem Fenster! z.B. denken sich bestimmt einige: "Tjajaaaa.... wenn man genug verdient, dann kann man locker sein Pensum kürzen!"
      Neeee, so einfach ist das nun nicht. Da steckt viel Umdenken dahinter, denn ich für meinen Fall habe die Prioritäten so gesetzt, dass es am Ende dann grade so reicht, mein Geld. Aber wirklch nur grade so eben. Wenn man bereit ist, gewisse Kompromisse einzugehen und auch auf einiges zu verzichten, dann kann man sich sein Leben so einrichten.
      Hab einen sehr schönen Tag,
      ganz liebe Grüsse!

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  4. Ich finde es toll, dass du deine Work-Life-Balance halten. Du machst das genau richtig! Von dir muss ich mir noch eine Scheibe abschneiden! Einen schönen Blog hast du!
    Ganz viele, liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Danke für dein Kompliment! Ich freue mich, wenn ich andere dazu animieren kann, die eigene Situation ein wenig zu überdenken und an gewissen Schräubchen zu drehen, um was für sich zu verändern!
      Ich freue mich, wenn du wiederkommst,
      herzliche Grüsse!

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  5. Liebe Frau Hummel
    Dein Post ist wundervoll geschrieben , ganz nach meinem Geschmack . . . . sprich meiner Lebenseinstellung entsprechend .Nun hab auch ich Ferien und werde ganz gemütlich in den Bergen herum wandern gehen
    und mich an der Natur erfreuen. Nicht müssen - nur dürfen....herrlich.
    Häb en gueti Zyt u liebi grüess
    caro

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    1. Danke, liebes Chacheli! Und ich wünsche dir ganz, ganz tolle Ferien, lass es dir so richtig gutgehen und geniesse die herrlichen Nichtsmüssentage! Auch bei uns gehen sie ab Donnerstag los, die Ferien- und wir freuen uns total drauf. Sie sind einfach nötig. Akku empty....!!
      Bis bald! Wir lesen uns.
      Ganz liebi Griessli!

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  6. Du sprichst mir aus dem Herzen, nur bin ich noch nicht so weit wie du. Hast du mal von down-shifting gehört? Das ist was Ähnliches und ein neuer Trend. Bist also Trendsetterin :o)
    Ein paar Wünsche habe ich schon, wo ich dann wieder denke: Ist das echt so wichtig? Also noch nicht ganz im Gleichgewicht, aber im Kopf ist es schon mal.
    Liebe Grüße Donna G.

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    1. Liebe Donna,
      na klar kenne ich den Begriff! Und ich hoffe sehr, dass das nicht nur ein Trend ist, denn Trends haben die dumme Angewohnheit, sich sehr bald wieder zu verflüchtigen. Nein, ich wünsche mir, dass die Menschen lernen, langfristig das Tempo aus ihrem Leben zu nehmen, sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Denn so wahnsinnig schnell, wie viele von uns leben, immer Vollgas unterwegs und für nichts mehr richtig Zeit- das kann doch auf Dauer gar nicht gutgehen!
      Als Trendsetterin würde ich mich nicht bezeichnen. Ich habe einfach gelernt, darauf zu hören, was meinem ICH guttut, was für (m)ein glückliches Leben elementar ist. Und auch wenn das mit einigen Umstellungen und Veränderungen verbunden war, so geht es mir wahnsinnig gut damit!
      Wünsche dürfen und müssen sein, und wenn sie wirklich echt sind und dir ihre Erfüllung ganz viel Freude bereitet- warum denn nicht? Seinen Konsum zu kontrollieren heisst nicht, dass man sich ab sofort alles verkneift! Aber sich ein paar Gedanken dazu zu machen, sich zu fragen, ob man etwas wirklich so dringend braucht, das kann nicht schaden. Denn ganz oft ist die Antwort "NEIN". Und wenn du solche Überlegungen schon im Kopf hast, dann bist du auf einem guten Weg!
      Hab einen sehr schönen Abend,
      herzlichste Grüsse!

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  7. Liebes Hummelein, wie recht Du hast. Ich bin da nicht so gesetzt, leider immer etwas getrieben, will immer auf zu neuen Ufern und neuen Projekten, am liebsten alles auf einmal, und ich will schneller sein, denn all die Ideen, die so aus mir heraussprudeln, gebären neue Ideen... Huiii, ich muss immer wieder scharf auf die Bremse treten. Bei mir hilft da ABSPÜLEN, runterkommen... besinnen. Und reduzieren, damit mich nichts belastet. Will frei fliegen in meinem Atelier.
    Die Kunst ist ne schlimme Verführerin...
    Und so wünsche ich Dir alles Liebe, danke für die Besinnung, die konnte ich echt brauchen. Ganz lieben Drücker von deiner Méa, die ihr Fellwuschelchen auch sooo liebt

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    1. Méa, ich war auch so. Immer auf Trab, immer wollte ich alles gleichzeitig tun, alles SOFORT umsetzen, was mir da so im Kopf rumpurzelte. Eine Weile habe ich dieses Tempo durchgehalten, aber irgendwann hab ich gemerkt: Es laugt mich aus. Hetzt mich durch's Leben. Und der Spass ging irgendwie verloren. Ich habe mich dazu gezwungen, immer nur noch eines nach dem andern zu tun. Hab mich gefragt: Für WEN tust du das eigentlich? Doch nur für dich alleine, nicht für die andern. Was bringt es dir, wenn du innert einer Woche 3 Projekte anfängst und irgendwann total entnervt vor den halbfertigen Sachen stehst und dich ärgerst? Mal abgesehen davon, dass ich ja auch im Job viel Energie brauche und meine Tage sehr lang sind...... Also habe ich mich bewusst dazu entschieden, mich von diesem "Produktivitätsdenken" zu verabschieden. Ich nehme mir jetzt einfach die Zeit für alles, die ich brauche. Manchmal setzt der tägliche Wahnsinn diesem Vorhaben gewisse Grenzen, aber grundsätzlich lasse ich mich nicht beirren. Und bin total zufrieden damit! ;oD
      Natürlich hat auch das Reduzieren von Dingen in meinem Zuhause viel dazu beigetragen. Das macht einfach entspannter, gell?
      Danke für dein Da-Sein und ganz liebe Grüsse!

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  8. es gibt nun mal kein grenzenloses wachstum - bäume wachsen nicht in den himmel und auch die wirtschaft bricht zusammen wenn die spirale überdreht.
    wir hier im http://bahnwaerterhaeuschen.blogspot.de haben auch dieses angekommen-gefühl - ich noch mehr als der liebe mann der unter der woche sich berufsmässig den affenzirkus in berlin antun muss. und auch wenn das bahnwärterhaus noch eine ziemliche baustelle ist - bloss keine hektik. was fertig wird wird fertig, das andere etwas später :-)
    konsum hat mich ja noch nie interessiert - aus irgendeinem geheimnissvollem grunde hatte ich als kind schon ganz andere werte - neu, bunt, laut, "in mode" gehörten nie dazu. statt "deco-objekten" im "shabby-chic-ausstatter" kauf ich mir lieber ´ne fussbank auf´m flohmarkt (meiner meinung nach eines der praktischsten und vielseitigsten möbel überhaupt).... wenn ich überhaupt was kaufe! ich bin der albtraum eines jeden kaufmannes/wirtschaftswissenschaftlers ;-P
    jetzt muss ich nur noch einen weg finden das fertige katzenfutter zu ersetzen - ohne fleischerei am ort (die wir hatten hat die letzte flut weggespühlt) und ohne tiefkühler.......
    entspannte grüsse ins hummelhaus! xxx

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    1. Liebe Beate,
      Auch wenn eine Baustelle einem nervlich einiges abverlangt, so ist es doch eine gute Idee, bei der ganzen Hektik, die da entstehen kann, möglichst entspannt zu bleiben! Irgendwann wird alles so sein, wie man es sich vorgestellt hat. OMMMMMM!!!! ;oD
      Da sagst du was! Alte, gelebte Dinge haben so viel Charme- davon gibt es bei uns ganz viele! Und wenn wir das eine oder andere moderne Stück dazu kombinieren, dann beleben sich die Probanden gegenseitig und geben sich eine Bühne!
      Fussbänkchen mag ich auch total gerne, eines steht vor meinem Fläzsessel, mit einem dicken, gehäkelten Stoffstreifenkissen drauf. Da ruhen abends vor dem TV meine ermatteten Beinchen drauf....! ;oD
      Das mit dem Katzenfutter- tja, das ist wohl schwierig ohne Metzger in der Nähe. Gibt's keinen Bauern, der selber schlachtet und bei dem du Abschnitte kaufen könntest? So über eine Woche hält sich das doch im Kühlschrank, wenn das Fleisch ganz frisch ist. Oder?
      Übrigens: An mir verdient die Interieur-Industrie so gut wie nichts mehr. Das Zeug kommt eh' alles aus China und Indien. Mein Geld investiere ich grösstenteils in Futterlieferanten, Hufschmied, Tierarzt, Sattler, die Bio- und Regionalprodukte-Abteilung im Kaufhaus etcpepe. Eine Schwäche hab ich trotzdem: Wohnmagazine und Interieur-Bildbände........ :o/ Aber wenn's nur das ist, gell? ;oD
      Ganz herzliche Grüsse!

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  9. Liebe Frau Hummel, ich blogge erst seit kurzem, bin ein Baby Blogger unter Euch Großen. Und wie glücklich schätze ich mich, sich mit lieben Menschen auszutauschen und uns Stück für Stück kennenlernen.
    So, wie es sich gerade ergibt und so viel, wie es sich gut anfühlt. Genauso schätze ich das Gegensätzliche und dass wir uns hier vertrauensvoll einen Raum nehmen und geben für das, was in uns selbst anders ist oder, was gerade so in uns passiert.

    Das ist wundervoll.
    Ein anderer Standpunkt, den ich für mich selbst und für mein Leben nicht vertrete oder anders sehe, bewirkt aus meiner Sicht WUNDERVOLLES. So kann ich die Worte in mir wirken lassen und mehr Klarheit in mir selbst finden. Dieses Reiben aneinander hilft mich selbst zu definieren und neue Facetten zu entdecken. Als Bereicherung bin ich bestrebt es anzusehen und so dankbar bin ich für Deine heutigen Worte.

    Meine Wertevorstellung erlebt zurzeit einen intensiven Wandel.
    Das bedeutet für mich, mich selbst mehr zu schätzen und nach Sternen zu greifen, die in meinem bisherigen Verständnis unerreichbar waren. Mehr wunderbar verdientes Geld gehört dazu. Ich brauche Seelennahrung und das ist der Tarot Garten von Nicki de Saint Phalle in der Toskana, das ist Gaudi und Spanien, das ist Frankreich, Mexico und und und. Das sind Materialien mit denen ich arbeiten kann... Ich brauche Input, um mich weiter zu entwickeln. Das sind alles Dinge, die kosten und ich freue mich, dafür Geld auszugeben zu können... Denn ich lebe, wenn ich kreativ bin, sonst bin ich nix. Ich investiere in DAS, was mich trägt und nährt. Dem anderen gebe ich keinen Raum mehr in meinem Leben. Zum Glück kann ich vieles selbst machen, meine Klamotten kosten ganz wenig und ich verändere die selbst. Auch vieles Wunderbares kommt vom Flohmarkt für wenig Geld.

    Weil ich so neu hier bin, bin ich noch am lernen und staune oft... und so habe ich gestaunt, als ich meinen Blog in Deiner Blogliste gesehen habe oiiiiii... es ist für mich eine EHRE!

    Dein wundervoller Beitrag wird mich auch die nächste Zeit begleiten, liebe Frau Hummel :))
    Ich wünsche Dir alles Liebe, hab es wundervoll, Deine Grażyna

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    1. Liebe Grazyna,
      mon Dieu- ich bin keine Grosse unter den Bloggern, nein, ich bin ein kleines Lichtchen, das sich aber sehr freut, dass es immer wieder Besuch von euch allen bekommt und das eine oder andere liebe Lob! Und das Bloggen ist doch genau das, wie du es beschreibst: Es ist ein gegenseitiges Inspirieren und Befeuern! Sich nur mit Menschen auszutauschen, die genau die gleichen Ansichten, Vorlieben und Lebensvorstellungen haben, das ist doch einfach langweilig. Natürlich ist es eine grosse Freude, wenn man auf jemanden trifft, bei dem man sich einfach verstanden fühlt. Bei dem man merkt, dass man vom gleichen spricht (bzw. schreibt!). Es gibt einige im Blogland, die ich ganz besonders ins Herz geschlossen habe, weil sie einfach gleich "gestrickt" sind wie ich. Aber auch diejenigen, die mal hinterfragen, die kontrovers antworten, die mag ich sehr gerne. Das bringt einem oft zu Erkenntnissen und Einsichten, die man sonst gar nicht hätte.
      Denke nicht, dass ich nicht auch viel Geld ausgebe für das, was mir sehr, sehr wichtig ist! Meine Tiere verschlingen einen grossen Teil meines Gehaltes; aber sie geben mir soooo viel zurück- das lässt sich mit nichts aufwiegen! Und so investieren wir, jeder für sich, Energie, Zeit, Herzblut und Geld in etwas, was uns erfüllt und bereichert.
      Natürlich bin ich auch ganz bei dir, wenn es darum geht, Altes wiederzuverwerten, ihm neues Leben einzuhauchen, ihm eine zweite Chance zu geben. Gerade diese Dinge haben so viel Charme und erfreuen einem, weil da die eigene Arbeit drinsteckt. Und genau sie sind es doch, die einem nicht über werden und die lange Jahre mit einem durchs Leben wandern!
      Ich freue mich sehr, Grazyna, wenn wir uns gegenseitig weiter begleiten in Zukunft!
      Schalf gut und herzlichste Grüsse!

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    2. Danke Du Liebe, ich fühle mich so verstanden... Wünsche Dir auch Gute Nacht :)))

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  10. Liebe Frau Hummel, ich danke dir, du schreibst oft das nieder, was schon in mir ist, wenngleich unformuliert.
    Bloggen ist deshalb auch eine prima Sache, weil man sich immer wieder auf einen für die jeweilige Bloggerin typischen Post freuen kann, wohl dosiert, ein kleines aber feines Format, ein bisschen geschmückt... Bald fängt man an, sich zu wünschen, dass vielleicht mal hierüber oder darüber etwa kommt und siehe da, es kommt...
    Ja, wunderbar, ich freue mich, dass es dich und deine feinen Gedanken gibt,
    bis bald,
    Angelika

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    1. Jaaaa??? Ooohhh, und das freut mich nun wieder sehr, liebe AnasPenelope! Wenn ich, ohne es bewusst zu beabsichtigen, deine Wünsche aufnehmen kann und mit meinen Ansichten, mit dem, was mich gedanklich umtreibt, mit meinem Schreibstil und meinen Formulierungen bei dir "ins Schwarze treffe"! Oder haben wir vielleicht eine telepathische Verbindung? ;oD Wie auch immer: Es ist mir eine Ehre! Und wenn du mal ein Thema für mich hast, worüber ich schreiben könnte: Immer her damit! Nach nun beinahe 6 Jahren des Bloggens wird es ab und an etwas schwierig, immer wieder über etwas zu schreiben, was zumindest einen winzigen intellektuellen Anspruch beinhaltet, *ggg*!
      Schlaf gut, meine Liebe! Ganz herzliche Grüsse!

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  11. Liebes Hummelchen,
    wenn ich so deine Zeilen lese - nicht nur heute, sondern sehr oft - wird mir auch immer ganz geruhsam zumute. Dabei bin ich (noch) gar nicht sooo sehr der "geruhsame Mensch" ;o)) Oder sagen wir so, eigentlich bin ich schon auch faul oder gemütlich oder wie auch immer man es nennen will, aber ich habe einen inneren Antrieb, der mich auf Abenteuer schickt. Ich glaube, da hat jeder Mensch so quasi seine höchstpersönliche "Aufgabe" oder "Lernaufgabe" (oder wie auch immer man es nennen mag) zu erfüllen - und meine ist offenbar das Herumreisen, das Kennenlernen, das Schauen und Staunen und Aufsammeln von Eindrücken - und bei alledem würde das Gefühl des Angekommenseins ja nur stören, denn wo bliebe dann der Motor? Anders ausgedrückt: Ich finde es wundervoll, dass du dich angekommen fühlst, aber ich selbst will mich noch gar nicht so angekommen fühlen, ich hebe mir das lieber auf, bis ich - sagen wir - 90 bin. Bis dahin möchte ich reisen-reisen-reisen, und dann gebe ich mir noch drei schöne Jahre Zeit, um mich angekommen zu fühlen. (Ich habe fest vor, das so durchzuziehen, auch wenn mir jetzt schon oft alle Knochen weh tun ;o)) So gesehen bin ich richtig neugierig, ob du dich irgendwann noch auf Reisen z.B. nach Irland begeben wirst. Ich könnte mir nämlich auch gut vorstellen, dass du das Land, die Landschaft, die Leute, die Tiere, das Lebensgefühl dort sehr, sehr magst. Aber vielleicht brauchst du es gar nicht, weil du das quasi eh schon "in dir drin" hast...
    Ganz liebe Grüße aus Rostrosenhausen
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/07/bloggerspaziergang-mit-hund-und-andere.html

    PS: Noch zu einem ganz anderen Thema:
    Du bist ja wie ich nicht so die Klamottennäherin, legst aber, wie ich weiß, auf Kleidung wert, die gewisse Kriterien erfüllt - Nachhaltigkeit, Qualität etc. Wenn deine Kleidung auch noch nachweislich "fair trade" (z.B. auch aus heimischer Produktion) ist, wäre für dich dieses Projekt perfekt geeignet - vielleicht hast du ja Lust, mitzumachen: http://evafuchs.blogspot.co.at/2015/07/flottes-outfit.html (wird am Ende dieses Postings vorgestellt.) Ich glaube nämlich, dass man mit der Unterstützung dieses Projekts - also durchs Mitmachen - einiges bewegen kann...

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    1. Traudelchen, das glaube ich wohl auch, dass mir Irland gefallen könnte! Aber du hast das schon ganz richtig erkannt: Ich habe es "in mir drin". Die Liebe zur Natur nämlich, das Geerdete und Bodenständige, das Gespür für Tiere. Und ich habe es um mich herum, jeden Tag. Das brauche ich wie die Luft zum Leben! Irland zu erleben wäre da noch das Deckelchen!
      Wie jetzt- erst mit 90 willst du ein wenig ruhiger treten!? OhduliebesBisschen. Da hast du ja noch was vor..... Aber so ist das richtig: Wenn du das Umtriebige brauchst, wenn dich das Reisen und Kulturenkennelernen glücklich macht, wenn du die Welt "erfahren" möchtest im wahrsten Sinne des Wortes- dann aber nur zu! So sind wir alle verschieden, so lebt jeder "sein" Leben, und trotzdem finden wir immer wieder zueinander, so verschieden wir auch sein mögen! Aber genau dieses Verschiedenartige inspiriert uns doch gegenseitig, wir können voneinander lernen und profitieren. Wunderbar!
      Dass ich es aber schaffe, dich mit meinen Post's ein wenig zu "beruhigen"- na, da fühle ich mich jetzt aber schon ein wenig gebauchpinselt! Ist das toll, oder was? Danke für dieses schöne Kompliment!!
      So. Und gleich schaue ich mir diesen Outfit-Post noch an. Bin gespannt, um was es geht!
      Hab einen schönen Abend noch und gute N8!
      Ganz liebe Grüsse!

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    2. Na oja, liebstiges Hummelchen,
      ein bisserl kürzer werde ich wohl schon treten, bis ich 90 bin ;0)) Ich denk mir, meine / unsere Reiseziele werden immer ein bisserl näher rücken. Ich habe noch ein paar "Fernziele", die ich entweder möglichst bald oder gar nicht erreichen werde (Peru und Tibet zum Beispiel, die Höhen dort schaffe ich vermutlich nicht mehr ewig - ist aber natürlich auch eine finanzielle Frage, daas sind die eher teuren Ziele...) Australien und Neuseeland gehen mit einem Stop-Over in Singapur oder Hongkong vermutlich noch ein Weilchen länger. Afrika steht auch noch mindestens 2 x auf meinem Radar: Namibia erstmals und noch einmal Südafrika, es war sooo schön dort! Und ich war noch nicht in Kapstadt, da treibt es mich schon ewig hin. Außerdem möchte ich den Norden der USA bzw. Kanada noch so gern erkunden! Aber ich mag ja auch nochmal nach Finnland, Schweden, Dänemark - und erstmals nach Norwegen, ich mag nach Island, ich mag an mehrere verschiedene Orte in Frankreich: zum Lavendel in die Provence, in die Normandie zu den Rothaarigen ;o)), in die Camargue zu den weißen Pferden... naja und sowieso jede Menge schöne europäische Landschaft anschauen... und dann halt immer mehr Deutschland-Schweiz-Österreich zwischen 70 und 85... da gibt's schließlich, wie wir beide wissen, viel URSCHÖNES zu sehen! Und so weiter, bis wir (oder ich) nur noch Niederösterreich und Wien mit dem Pensionistenausflugsbus schaffe(n) ;o))))) Andrerseits hatten wir in Indien eine 80jährige mit, die so fit war, dass sie es vermutlich gut und gern noch 10 Jahre schafft, auf größere Reisen zu gehen - also WHY NOT!?!?!

      Zum Outfit-Post: Ich hab mir erst gestern das Video dazu angesehen und denke mir, da sind doch eher selbstgemachte Schen gefratg. Aber ich hab mir gedacht, man kann ja trotzdem ein Zeichen setzen und mal ein bisserl aufmerksam machen auf Fair trade und Selbermachen - daher habe ich mir mal ein paar eindeutige Fair-trade-Stücke aus meinem Kleiderschrank rausgesucht und Outfits zusammengestellt. Weil ich mir denke, das kann schon mal das Nachdenken anregen ... Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich...(?)
      Auf jeden Fall schicke ich dir ganz, ganz liebe Rostgrosenküschelbüschel,
      herzhaftest, die Traude (die sich jetzt in die Küche verfügt und ein fleischloses Süßkartoffelchili basteln geht - das mag sogar mein Herr Fleischtiger! ;o)))

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    3. Schen gefratg = Sachen gefragt ...
      Alles Liebe vom (zu) flinken Finger ;o))

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    4. Naja, trotzdem, Traudelchen- da hast du wirklich noch eine Menge vor!! Ich drück dir die Daumen, dass das alles noch klappt! Und wenn du dann, in vielen Jahren, mal in der Schweiz landest, dann meldest du dich, hörst du?? Kriegst hier auch ein feines Fondue oder Älplermagronen oder sonst was typisch eidgenössisches von mir auf den Teller kredenzt! (Falls du dich traust, *ggg*!)
      Hab es fein, gaaaanz liebe Grüsse!

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    5. Klar trau ich mich! Wenn eine schon Traude heißt, dann muss sie wohl auch die "Traute"*) haben, um "was typisch eidgenössisches" zu essen ;o))
      (*) Kennt man das in der Schweiz eh? Traute für Courage?)

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  12. Hallo liebes Hummelchen, bei mir ist das etwas anders. Stillstand ist für mich für kurze Zeit mal ganz o.k., aber lange könnte ich das nicht aushalten. Ich bin sicher kein hektischer Mensch und kann das Nichtstun auch mal genießen. Die Gedanken sind dann aber trotzdem bei irgendeinem Projekt (es sei denn das Nichtstun ist damit verbunden, in die Natur zu schauen oder den Miezen zuzugucken). Ich habe ständig Ideen und die müssen einfach raus. Dabei fühle ich mich aber in keiner Weise gehetzt. Ich möchte mich immer weiter entwickeln, sowohl in kreativen als auch anderen Bereichen. Es gibt so viel Neues auszuprobieren und zu lernen. Diese "Abenteuer" kann ich mir nicht entgehen lassen. Sie machen viel zu viel Spaß und auch stolz darauf, eine Herausforderung angenommen zu haben und auf das Geleistete. Jeder definiert Zufriendenheit anders und es wäre ja auch langweilig, wenn wir alle identische Prioritäten hätten. Genieße Dein Angekommensein und die morgentliche Tasse Tee auf der Loggia :)!
    Viele liebe Grüße
    Julia

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    1. Ach Julia, ich musste grad ein wenig grinsen! Wenn ich eure Kommentare zum Teil so lese, dann hab ich den Eindruck ihr denkt alle, dass ich einfach nur höchst gemächlich durch's Leben dümple. Aber so isses ja nun auch nicht! ;oD Ich mag noch ganz vieles gerne machen in Zukunft, ich möchte wieder mal töpfern, ich würde gerne spinnen lernen (also, mit Schafwolle, ne?? *ggg*), weben, schnitzen.....Ideen hätte ich jede Menge, ich könnte locker den ganzen Tag damit verbringen zu werkeln, zu schreiben etcpepe. Ich interessiere mich für total vieles, kann mich endlos begeistern für irgendwas. ABER (und jetzt kommt das grosse ABER!): Ich nehme es, wie's kommt. Ich setze mich einfach nicht mehr unter Druck, noch dies und das und jenes UN-BE-DINGT tun zu müssen. Wenn es sich ergibt- na wunderbar! Wenn nicht, dann soll es einfach nicht sein. Und mein Credo ist eh: "Es kommt, wie's muss!". Ich fahre sehr gut damit und bleibe ganz entspannt dabei. DAS ist es, was ich anstrebe, was für mich wichtig ist. Nicht, einfach dumpf stehenzubleiben, sondern höchst entspannt, und wenn sich was ergibt, dann hab ich den ganz grossen Elan, es anzugehen! Übrigens habe ich in der Zeit, in der ich jetzt blogge, auch schon gaaaanz viel gelernt. Hab mich verändert, hab mir zu tausenden Dingen Gedanken gemacht. Das finde ich so toll und spannend und geniesse es trotzdem ungemein, dieses Gefühl, angekommen sein. Im Hier und Jetzt, bei mir selber. Aber immer offen für alles!
      Danke für deine lieben Worte,
      herzlichste Grüsse!

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  13. Mein liebes Hummelchen
    Genau, absolut genau kann ich deine Zeilen unterschreiben. Mir gelingt das aber bei weitem nicht so gut wie dir. Ich brauche viel viel Zeit für mich selber. Ich "nüschele" dann irgend etwas herum und tue nichts wirklich sinnvolles. Ich BIN dann einfach. Aber trotzdem habe ich oft auch die andere Phase, denn wenn ich mir etwas in den Kopf setze....ojemine, dann muss es sein. Im Moment habe ich das Zimmer unseres Sohnes umgestellt und da ist mir erst wohl, wenn es mir gefällt. Aber genau diese Ruhe von der du schreibst, die habe ich mir fest vorgenommen ab Herbst. Jawohl erst ab dann, weil ich da noch eine Stellvertretung in der Therapie mache. Aber dann MUSS Ruhe her. Ich bin sooooooowas von froh, dass ich das Lädeli nicht mehr hab. Huiii... bei sowas ist man immer getrieben und hat eigentlich gar nichts mehr mit dem, was man präsentieren will zu tun. Du hast mir das seinerzeit gesagt, als du deinen schönen Laden geschlossen hast. Dass es wirklich soviel ausmacht, kann ich erst jetzt bestätigen. Juhuiiiiii.......und als gestern eine Frau per Telefon eine Ibiza-Tasche zugeschickt erhalten wollte (meine Letzte) und sie völlig beleidigt war, als ich der Dame mitgeteilt habe, dass sie zuerst einzahlen müsse........(ihre Reaktion: "Wenn ich zum voraus bezahlen muss, dann nehme ich sie nicht" = ist mir sowas von egal, denn ich WILL sie ja gar nicht unbedingt verkaufen, sonst hätte ich dieses letzte Teil sowieso bei Ricardo eingestellt. Eigentlich heisst dieser Satz für mich übersetzt: "ich werde nicht bezahlen" ;-)), bin ich so froh, dass ich mich nicht mehr mit solchen Menschen herumschlagen muss und ganz nebenbei erwähnt, die Tasche bleibt da. Sie ist nämlich viel zu schön, um an eine dämliche Besitzerin zu gehen. Tja Hummelchen, ich beneide dich wahrlich um deine Ruhe. Eigentlich fände ich es nichts anderes als gerecht, wenn du mir ein bisschen davon abtreten würdest ;-)). Übrigens, bin ich ganz brav am Ausmisten. Das tut sowas von gut, bin aber bei weitem nicht so konsequent wie du. Ein Gerät für die Küche habe ich mir jetzt aber noch angeschafft, denn ich mag Humus (Kichererbsen) und vieles so "sämiges" Zeugs. Ebenso gemixte Fruchtsäfte und natürlich auch meine wilden Kräuter, die ich gerne suche. Ich werde damit dann einen Post veröffentlichen. Dafür ist viel anderes aus der Küche geflogen. Ich hatte viel zu viel Geschirr und alte Geräte, die ich nie benützt habe. So jetzt ab in den Tag und gell, wir sehen uns :-), drück dich Barbara

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    1. Genau, genau. Es wird einem immer erst hinterher alles so wirklich bewusst, und man fragt sich des öfteren: "Wie habe ich das nur geschafft? " Und ehrlich: Wenn jemand SO reagiert wie die Frau, dann aber erst recht nicht! Was ist denn das für eine Einstellung? Du musstest ja schliesslich auch in Vorauskasse gehen, die ganzen Firmen liefern ja ausschliesslich erst, wenn man bezahlt hat. Aber so kann man sich seinen Teil gleich denken, und du hast natürlich völlig recht, wenn du die Tasche nicht schickst!
      Wieviel von meiner Ruhe hättest du denn gerne? ;oD Ich kann gut etwas davon abtreten, hab ja gaaaaaaanz viel davon! So viel, dass es mir manchmal selber fast ein bisschen unheimlich ist (vor allem dann, wenn ich Vergleiche ziehe zu der Zeit vor ein paar Jahren.....da war ich auch immer so furchtbar getrieben!) Aber Gottseidank hat sich das geändert, und ich kann jedem nur raten, ein bisschen légèrer zu sein. Das tut wirklich gut!
      (Übrigens, ich glaube, das letzte Mal wirklich ein wenig angenervt war ich an meinem Geburtstag, als HerrHummel eine Viertelstunde vor dem Eintreffen der Gäste die glorreiche Idee hatte, die Kaffeemaschiene zu entkalken, *ggggg*!!)
      Du musst ein bisschen geduldig sein mit dir beim Ausmisten! Das geht halt nur so peu à peu, ein Schritt nach dem andern! Und das muss auch so sein. Man soll ja schliesslich nicht einfach kopflos wegschmeissen, sondern bewusst aussortieren. Es kommt schon gut, gell?
      Und die "Jetzt, aber sofort!"-Mentalität, die überfällt mich auch manchmal. Beispiel? Es ist schon passiert, dass mir abends um 20 Uhr einfiel, ich könnte doch jetzt eine Wand in der Küche grau streichen..... Bei der Idee ist es nicht geblieben! Aber was soll ich sagen? Es ging Ruckizucki, und die Wand war perfekt ergraut! Es ist manchmal sehr effektiv, eine Blitzidee auch blitzschnell umzusetzen! ;oD
      Du, ich freue mich auf unser Treffen! Wir telefonieren wann und wo, gell?
      Hab einen total schönen Tag noch, (sind die Temperaturen jetzt nicht einfach geeeeniiiiaaaaaal??)
      Hummelzhärzensgriessli und Knoootsch!

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  14. liebe frau hummel,
    hab gerade das 1. mal deinen blog gelesen. ich hab mir noch kein foto angesehen, sondern nur deine zeilen. nichts hat mich geblendet! deine worte haben mich sehr berührt. sie sind ehrlich und von demut geprägt. du bist dankbar und lebst dein zitat. und genauso halte ich es auch. zeit ist kostbar und am ende ist das herz frei, wenn man an nichts mehr haftet. danke für deine zeilen, ich muss schnell mal reduzieren gehen.
    du hast heute einen neuen follower.
    dickes bussi
    kuni

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    1. Ach, das freut mich, liebe Kuni! Einerseits sind es deine lieben Komplimente, und andrerseits dass du mich wieder besuchen magst!
      Du, das mit dem "schnell reduzieren", das wird nicht klappen! ;oD Denn das ist ein Prozess, den muss man Schritt für Schritt gehen. Sonst ist man ganz schnell angenervt und überfordert. Ich habe vor langem schon angefangen damit, hab mich vorgearbeitet Raum für Raum, und jetzt, langsam, ist ein Ende absehbar. Denn es ist wichtig, dass man erkennt, welche Dinge einem wirklich am Herzen hängen (es sind ja sowieso die, welche man geerbt hat, die handgemachten und diejenigen, die mit besonders schönen Erinnerungen verbunden sind!) Die dürfen dann im Eifer des Gefechts nicht in der Trödelkiste verschwinden. Aber du wirst sehen: Jedes wirklich überflüssige Stück, das sich verabschiedet, schafft Raum für deine Seele. Das hört sich jetzt furchtbar abgehoben an, aber es ist wirklich so! Manchmal sitze ich in meinem gemütlichen Rattan-Sessel in der Stube, der mit dem Schaffell und den handgehäkelten Stoffstreifenkissen, lasse den Blick schweifen und ertappe mich dabei, wie ich innerlich aufatme. Nichts engt mehr visuell ein, da ist einfach Platz zum Sein, und die schönen Dinge, die noch da sind, die berühren einem wieder, weil sie jetzt WIRKEN können!
      So, und jetzt flitze ich mal schnell zu dir rüber!
      Danke für deinen lieben Besuch,
      hab einen schönen Abend noch und ganz herzliche Grüsse!

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  15. Hört sich gut an, meine Liebe! So viel Ruhe hätte ich auch gern einmal wieder. Aber schon durch meine Mutti ist das vorläufig nicht mehr gegeben. Erst sind es die Kinder, die einen in Atem halten, dann die alten Eltern ... aber Du kennst das ja sicher auch ...außerdem liebe Freunde, die von uns gehen, wie gerade erst geschehen ... tja, die Einschläge kommen eben immer näher .... wie der große Udo schon sagte ...
    Da ist es schon gut, sein Leben etwas mehr aufzuräumen ...

    Tiere sind was Feines, aber man braucht viel Zeit für sie. Ich hatte meine 3 Kinder all die Jahre lang, nun bin ich wiederum froh "frei" zu sein. An ein Tier oder ein Tier an mich, möchte ich nicht mehr binden. Alles hat seine Zeit und nun bin ich mal dran - mehr oder weniger .... aber ich liebe Tiere sehr und schaue sie draußen oder bei anderen gern an, spreche auch mit ihnen, streichle sie, wenn möglich. Nur die Bindung und Verpflichtung muß ich nicht (mehr) haben ... Bin froh, wenn ich mich nicht mehr so viel nach anderen richten muß, zeitlich gesehen ...

    Ja, das ist schon ein gutes Gefühl, wenn man manches reduzieren konnte. So ganz werden wir es wohl nie schaffen, dazu sind wir zu irdisch, zu menschlich. Aber ein bißchen ist ja auch schon etwas ...

    Das Bild mit dem Eichelhäher ist ja schön!

    Deinen Kommentar hatte ich bei mir noch beantwortet. Zur Zeit pausiere ich gerade (siehe Waldgarten)

    Ich drück' Dich
    Sara

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    1. Liebe Sara,
      Auch hier zeigt sich mal wieder: Es hat alles zwei Seiten im Leben. Wenn man keine Kinder hat wie ich, dann heisst das aber, dass man sein Leben lang voll in die Arbeitswelt eingeknüddelt sein wird (ausser man findet einen "Sponsor", der gewillt ist, einem das Leben zu finanzieren. In eine solche Abhängigkeit würde ich mich allerdings nie begeben wollen.) Ich habe mich bewusst dafür entschieden (bzw. gegen Kinder), bin aber auch bereit, mich einzuschränken, damit ich trotz meiner doch mehr als ausgefüllten Tage immer noch genug Zeit zum Abschalten und ausklinken finde. Und diese Auszeit im Sommer, die wir jetzt grade so geniessen, die möchten wir nicht mehr missen. Jetzt sammeln wir wieder Energie und Elan für die folgenden 10 Monate!
      Ich finde es richtig, dass man sich nur für Tiere entscheidet, wenn man Willens ist, sich wirklich um sie zu kümmern und die dazu nötige Zeit zu investieren. Von daher ist es absolut nachvollziehbar, dass du keine haben willst, wenn du jetzt mal selber "dran sein möchtest". Ich für meinen Teil kann es mir schwer ohne vorstellen. Allerdings werde ich bis in 10 Jahren wohl auch keine Pferde mehr besitzen; dann sind die Jungs "reif" für die Altersweide (beide auch schon 25 und 26 Jahre alt!). Und selber hab ich dann ebenfalls die 60 überschritten und werde mir dann wohl kein Pferd mehr holen. Wenn man davon ausgeht, dass man mit einem Pferd so um die 20 Jahre verbringt, dann kann man sich ausmalen, wie alt ich sein werde, bis dieses Pferd wiederum auf die Weide darf..... ;oD
      Allerdings werde ich bestimmt einen Hund haben und auch noch die eine oder andere Mietze!
      Das Reduzieren tut mir ausgesprochen gut! Ich bin wirklich sehr froh, dass ich jetzt hier so viel weniger Zeug habe als vorher. Ich bin noch nicht ganz durch, aber der grösste Teil ist geschafft. Letzthin haben wir auch den Heuboden entrümpelt- meine Güte, wieviel Platz jetzt da oben ist! ;oD
      Das Eichelhäherbild hab ich mal in einem Brocki entdeckt. Ich mag es auch sehr gerne! Das ist nun z.B. so ein Stück, das bleiben darf. (Zumindest vorderhand. Man weiss ja nie! ;oD)
      So, und jetzt geht's gleich los Richtung Jura! Wir wollen sehen, was die schweren Jungs so treiben, haben ein Picknick eingepackt und holen gleich meine Schwester ab.
      Hab einen sehr schönen Sonntag,
      ganz liebe Grüsse!

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  16. Liebe Andrea
    du hast so recht wohlfühlen ist das einzige was zählt glücklich sein mit der Familie ob mit oder ohne Kinder mit Tieren und allem was einem wichtig erscheint;.))) Ich mach mir auch keinen Kopf wo meine Wohnreise hingeht nur wenn ich nicht schlafen kann dann ratter ratter aber ansonsten lass ich mich da völlig treiben...wir hatten in letzter Zeit viele Krankheits und Todesfälle in unserem Umfeld und in unserem Alter da wird man wieder bescheiden und zufrieden mit dem was man hat...momentan gefällt es mir einfach ein wenig reduzierter obwohl mich von all meinen gesammelten Schätzen zu trennen wär dann doch ein wenig zuviel für mich, jedenfalls noch momentan wer weiss was noch kommt;.))
    ich wünsch dir eine wunderbare Zeit geniess die Sommertage...ggl. Grüße..Petra

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    1. Liebe Petra,
      Du sagst es: Zufriedenheit ist doch das A und O im Leben (und Gesundheit, das geht Hand in Hand!). Es braucht doch eigentlich so wenig, um ein wirklich gutes, erfüllendes Leben zu leben- und doch sind so viele so unzufrieden! Traurig ist das...... Ja, die letzten Jahre haben mich auch sehr geprägt, Prioritäten wurden verschoben, Erkenntnisse haben sich breitgemacht. Die Quintessenz daraus: Das Leben findet heute statt. Nicht, wenn ich in Pension gehe. Nicht nur am Wochenende, am heftig herbeigesehnten. JETZT. Also habe ich beschlossen, mein Leben viel, viel einfacher zu machen und die dadurch gewonnene Zeit genussvoll zu verLEBEN. So, wie es grade kommt. Und es gelingt mir bis jetzt sehr gut! ;oD
      Das Reduzierte in Sachen Wohnen ist was ganz Fabelhaftes; es öffnet die Räume, gibt den Blick frei auf die verbliebenen, schönen Dinge und macht Platz zum Sein. Ich für mich habe darin "mein Ding" gefunden, aber scheinbar geht es andern genauso, wie ich so sehe auf verschiedenen Blogs. Und es kann nur gut sein für unsere Umwelt und Natur, wenn wir uns besinnen auf das wirklich Essentielle, Echte und Ungekünstelte. Und wenn wir uns bremsen in unserem Konsum.
      Ich glaube, einige denken inzwischen: "Na, jetzt ist aber langsam mal gut mit diesem ewigen "Weniger ist mehr", mit diesem Reduzieren und Ausmisten!" Ich weiss, wenn ich wirklich überzeugt bin und begeistert von einer Sache, dann beschäftige ich mich sehr intensiv damit. Aber es ist mir ein echtes, grosses Anliegen, und ich merke, wie gut mir das tut! Deshalb werdet ihr euch wohl immer mal wieder damit befassen müssen hier auf meinem Blog, *gggg*!
      Reduzieren bedingt, dass man sich von gewissen Dingen trennt. Auch wenn es dir im Moment noch schwerfällt, so kann es gut sein, dass es dir plötzlich leicht von der Hand geht. Es ist ein Prozess, der Zeit braucht! Und wenn du deine Sachen doch behalten möchtest, dann ist es doch auch okay! Das heisst ja dann nur, dass du sie nicht nur aus einer Laune heraus oder weil es grade "in" ist gekauft hast, sondern weil sie dir wirklich was bedeuten!
      Hab einen sehr schönen Abend noch,
      gute N8!
      Ganz liebe Grüsse!

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  17. Très belle expression, simple mais qui veut tt dire

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