Sonntag, 8. Februar 2015

WOHIN?



Sonntag.
Weisse Pracht fällt vom Himmel. Mal dicht wie ein Leintuch, mal ganz zarte, klitzekleine Flöckchen. HERRLICH!
Ausreiten im Schneegestöber. Stiller Wald, schnaubende Ponys. Und brennende Augen mit roten Bäckchen von der Bise, die weht. 
Begegnung mit einem dreibeinigen Hund - was ihm wohl passiert ist?
Auch die Ponys merken: Irgendwas ist da anders. Und gucken sehr genau......




Ein deftiges Mittagessen wärmt den Bauch. Kartoffelgratin mit- was sonst?- einer fingerdicken Schicht Reibkäse obenauf.

Und dann:
Ein gemütlicher Nachmittag in der warmen Stube. Den Vögeln am Vogelhäuschen zugucken, sich freuen, dass sie da sind.
Kohl- und Haubenmeise, Buchfink, Amsel, Spatz. 
In schönen Magazinen blättern, zwischendurch den Blick immer wieder in die Natur schweifen lassen. 


Und seinen Gedanken nachhängen. Gedanken, die mich schon lange Zeit begleiten, die immer intensiver werden, mich regelrecht einnehmen. 
Mein Leben ist sehr gut so, wie es ist. 
Eigentlich. 
Aber trotzdem kreist alles ums Vereinfachen. Weniger-werden-lassen. Hinterfragen. Was ist noch wichtig, wen und was kann man getrost zur Seite schieben? Und im Job? Kann und will ich ihn noch mindestens 14 Jahre machen? Vielleicht wartet ja noch etwas völlig anderes auf einem - etwas, das der Kreativität mehr Raum lässt. Das wäre wunderbar.
Andererseits wollen die Ponys und die Mietzchen gehegt und gepflegt werden, deshalb muss eine sichere finanzielle Basis bestehen bleiben.
Denn ohne meine tierischen Freunde bin ich nur eine halbe Hummel.

HachSeufffzzzzzz.....

Kennt ihr es auch, das Gefühl, dass ihr gar nicht so recht wisst, wo es hingehen soll? Dass ihr merkt: ja, das Leben hat es bisher sehr gut gemeint mit mir. Aber kommt da noch was? Oder geht das jetzt einfach immer so weiter? 
Und wenn ich dem Wunsch nach Veränderung nachgebe: WAS verändere ich? WAS hätte den grössten Effekt? 
Keiner kann mir sagen, was das für Konsequenzen hätte. Für mein Handeln bin ich selber verantwortlich, da hängt kein Sprungtuch für alle Fälle!  
Was, wenn ich mir hinterher sagen müsste: "Dumme Nuss. Wärst du mal geblieben, wo du gewesen bist!"
Ppffttthhhhhh......

Ach, manchmal ist es nicht leicht. Oder macht man es sich am Ende selber schwer?
Könnte ja sein, dass man es einfach so bleiben lassen soll, wie's ist. Weil das, was man hat, nämlich genau das ist, was für einem vorgesehen ist?

OhMennooooo.
Ich hol mir jetzt eine Tasse Tee und grüble noch ein Weilchen.
Denn es fällt weisse Pracht vom Himmel. Und die Flöckchen beim Schweben zu beobachten beruhigt.

Genau.

Habt einen wunderschönen Sonntag!

Herzlichste Hummelzhinterfragergrüsse.....
                  *


Kommentare:

  1. Liebe Frau Hummel,
    herrlich, Euer Winterwald! Da wäre ich jetzt gerne mit Dir geritten. Tja, wer kennt sie nicht, diese Gedanken. Nicht, das mich die nicht mehr plagen würden, aber ein Stück weiter bin ich schon. Als es in meinem Leben einen ganz bösen Einschnitt gab, habe ich eine sauschwere Entscheidung gefällt und tatsächlich das Dasein als nebenberuflicher Hofbetreiber nach 16 Jahren drangegeben. Wirst es nicht hören wollen, aber mir sind Freiheit und ungeahnte Möglichkeiten geschenkt worden. Als Folge habe ich aber nun leider gar kein Pony mehr, denn wer das selbst gemacht hat, ist anderswo schwer zufrieden zu stellen.
    Lieben Gruß
    Karen

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    1. Liebe Karen,
      es ist mir absolut klar, dass mein Leben ohne die Ponys ganz anders aussehen würde- viel mehr Freiraum und viel weniger Arbeit wären das Resultat! (Ich seh ja jeden Sommer, wenn sie für 2 Monate auf der Alp sind, wieviel mehr Zeit man plötzlich hat!) Nur: OHNE meine Tiere geht das gar nicht. Sie sind meine Freunde und auch unsere Familienmitglieder. Unvorstellbar, sie wegzugeben! Ausserdem sind nicht sie es, die mich belasten. Im Gegenteil, sie und die Arbeit bei und mit ihnen sorgen für den nötigen Ausgleich!
      Nein, die Änderung müsste vor allem im beruflichen Bereich kommen. Aber da muss ich mir Zeit lassen. Es ist ja nicht so, dass mein Job mich langweilt oder so. Aber ich arbeite nun schon 30 Jahre in der Medizin- irgendwie hätte ich sehr gerne noch was ganz anderes gemacht....
      Na, mal sehn!
      Hab einen schönen Abend und ganz liebe Grüsse!

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  2. Ach ich kann dich gut verstehen,auch wenn ich mir beruflich diese Gedanken nicht mehr stelle,da ich kurz vor der Pensionierung bin.In meinen Leben horche ich immer in mich hinein,ich höre auf mein Bauchgefühl...ja und manchmal muß man sich über etwas Neues trauen,und Vertrautes loslassen.Ich weis du wirst das richtige finden für dich..
    Ein schöner Post.
    L.G.Edith.

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    1. Liebe Edith,
      deine Worte in Gottes Ohr! ;oD Ich höre SEHR auf meinen Bauch, deshalb auch diese Gedanken zu diesem Thema! Mein Bauch sagt, dass es an der Zeit für was anderes wäre. Nur: WAS? Das ist die grosse Frage, die es zu beantworten gilt. Im Allgemeinen lasse ich bei solchen Dingen die Zeit arbeiten. Nur ist die manchmal ein wenig transusig....! ;oD Aber es kümmt, wie's kümmt, so einfach ist das. Mal sehn, was wird!
      Danke für deine lieben Zeilen und ganz herzliche Grüsse!

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  3. Liebe Andrea! Natüüürlich kenne ich diese Grübeleien auch..... Nur fällt es mir je länger wie mehr leichter mir zu vertrauen! Ich höre auf mein Bauchgefühl! Es gilt nicht nur die materielle Reduktion... Nein, auch unseren innersten Ballast müssen wir loslassen...nehmen wir uns einfach auch mehr Zeit für uns und hören auf unsere innerste Stimmme! Dankbarkeit und Gelassenheit will ich leben!
    Ganz herzliche Grüsse! Rita

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    1. Liebe Rita,
      und irgendwie hängt doch alles zusammen, gell?? Weil ich eben am Aufräumen bin, um mich herum und in meinem Leben allgemein, kommen diese Gedanken hoch. (Du hast ja letzthin auch eine Entscheidung getroffen für dich im Beruf, oder? Und wie geht es dir damit?) Grossamodo bin ich ein "Bauchdenker", handle oft intuitiv. Natürlich nie unvernünftig, das soll alles auch eine gute Basis haben, aber trotzdem. Allerdings kann ich ja nicht einfach mal so "aus dem Bauch heraus" meine Existenz (und die meiner Tiere!) riskieren, das wäre mir unheimlich.
      Gelassenheit übe ich seit langem und bin darin schon sehr gut! Früher konnte ich nichts einfach dem Zufall überlassen, heute schon. Deshalb warte ich jetzt mal ab, sperre Augen und Ohren auf und schaue, was das Universum so dazu meint! ;oD
      Herzlichen Dank für deine Worte, ganz liebe Grüsse auch an Franco!

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  4. Hallo, ich glaube, wir alle kennen diese Gedanken und hoffen das Richtige zu tun. Mit dem Bauchgefühl liegst du glaube ich ganz gut. Deine Beschreibung des Sonntagnachmittag hört sich super an und liegt ganz auf meiner Linie.
    Eine schöne Woche wünscht dir
    Inge

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    1. Liebe Inge,
      es ist nur manchmal ein wenig schwierig, sich zu entscheiden, weil ja irgendwie immer die Angst mitläuft, dass es eben die falsche Entscheidung sein könnte..... Aber wie ich schon oben geschrieben habe: Wir werden sehen! ;oD
      Die Sonntagnachmittage verbummeln wir sehr gerne, vor allem jetzt im Winter. Wenn's draussen kalt, windig und unwirtlich ist, dann ist die heimelige Stube umso schöner zu geniessen! Und ich brauche einfach diese paar Stunden, wo ich nix muss und einfach nur darf. Meinen Teil Sport und Frischluft hole ich mir morgens jeweils beim Stallmachen und Ausreiten!
      Jetzt kommt zwar zum Abend hin grad noch ein wenig die Sonne raus- das sieht so schön aus an den verschneiten Bergen!
      Ich wünsche dir auch einen sehr entspannten Abend,
      ganz liebe Grüsse!

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  5. Liebe Frau Hummel,

    der wunderschöne Start in den Sonntag, an dem alles so stimmig ist, erscheint wie die Erfüllung eines Lebenstraums. Und dann diese Gedanken, die wohl in jedem von uns einmal laut werden.

    Alles hat seine Zeit, - dass war mein Gedanke, als ich vor einigen Jahren die Pferdehaltung aufgab und mein Leben in eine völlig neue Richtung lenkte. Es fiel mir schwer, aber die grosse Verantwortung und finanzielle Belastung war nicht mehr das, was ich wollte. (Die Pferde sind allesamt in beste Hände gegangen)
    Nun konnte ich auch die berufliche Situation neu strukturieren, da ich finanziell den Rücken frei hatte. Bis zu diesem Punkt dachte ich immer, das schaff ich nicht, so viel kann ich auf einmal nicht loslassen...

    Doch es ging noch mehr. Ich habe reduziert. Drastisch reduziert...... habe nicht mehr nachgedacht, sondern nur noch nach Gefühl gehandelt. Loslassen - Dinge, Meinungen, Konzepte, Ego. Alles, worauf sich mein Leben bisher gestützt hat. *Wer loslässt hat zwei Hände frei* nicht nur der Titel eines Buches, sondern eine innere Lebenshaltung, die mein Leben bis heute begleitet. Ich habe nichts bereut.

    Natürlich ist jeder Lebensweg unterschiedlich und meine Methode nicht die meines Nachbarn. Jeder Mensch muss für sich entscheiden. Und solange noch der geringste Zweifel auftaucht, sollte man die Absicht des Loslassen erst einmal wieder loslassen...

    Ich wünsche noch einen schönen Sonntag
    Herzlichste Grüsse
    Kaethe

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    1. Liebe Kaethe,
      sehr schöne Worte von dir! Wie ich oben schon schreibe: Meine Tiere wegzugeben ist keine Option für mich, denn sie gehören einfach in mein Leben, ich mag sie unheimlich gerne und sie geben mir unglaublich viel! Aber du hast schon recht: Sie schränken mich in den Möglichkeiten zur Veränderung sehr ein. Ich sage immer: Hätte ich keine Pferde, ich würde nur ein halbes Pensum arbeiten, das würde finanziell reichen für mich! Aber eben: Keine Ponys, keine FrauHummel!
      Gut, in 10 Jahren sind meine Jungs alt und dürfen dann auch auf die Altersweide. Dann ändert sich sowieso alles. Aber will ich noch so lange warten? Grübel..... Naja. Irgendwas wird mir einfallen, und wahrscheinlich ist die Lösung naheliegend und winkt schon lange wie wild in der Luft herum...*ggg*! Manchmal ist man halt ein wenig blind.
      Also reduziere ich dort, wo es am einfachsten geht, nämlich in meinen Schränken, im Keller, bei Verpflichtungen, die mir nichts (mehr) bringen und nur belasten, beim Konsum. Da kann ich sehr rigoros sein, und alleine schon DAS ist unwahrscheinlich befreiend und schafft Raum und Energie für anderes!
      Ich freue mich, dass du immer wiederkommst, Käthe!
      Hab einen sehr schönen Abend,
      herzlichste Grüsse!

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  6. Ach Frau Hummel geht uns das nicht allen immer wieder mal so?
    Was bin Ich! was will lch wo will ich noch hin oder bleibe ich wo ich bin !
    Ist Veränderung immer besser was bringt sie mit sich?Fragen über Fragen!!
    Aber Ich glaube man sollte in dem was man kann gut sein und versuchen sich zu verbessern in dem was man tut,Dankbar für das sein was man hat und nicht immer nach mehr streben!
    Das zu genießen was man hat. Du hast deine Tiere die einem so viel geben wenn ich das Bild auf dem rücken deines Ponys anschaue den Schnee was würden andere für so einen Moment geben .Mit dem eigenen Pony so die Zeit zu genießen oder einen Job zu haben zu dem man doch gerne geht auch wenn jeder von uns denk ist es das jetzt gewesen?
    Du hast ein tolles zu Hause einen tollen Mann wunderbare Tiere kannst das leben genießen.........was soll da draußen auf Dich warten?Was besser sein könnte!
    Viele streben nach mehr immer mehr verändern sich und ihr Umfeld ändert sich ändern komplett was sie vorher gemacht haben und ich kenne doch einige die auf diesem Weg auch oft sich verloren haben.Denn alles hat seinen Preis und der ist oft höher als man gedacht hat.
    Und upssss doch länger geworden aber ich denke so wie es ist" ist es GUT."
    die nina

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    1. Ach Nina, weisst du: Ich bin SEHR zufrieden mit dem, was ich habe, glücklich, dass es mir so gut geht, und auch SEHR dankbar dafür! Aber weil ich grade so sehr am Verändern bin in meinem Leben bleibt es halt auch nicht aus, dass man sich Gedanken dazu macht, was man die nächsten Jahre (bis zur Pensionierung?) noch so anstellen will. Es geht keinesfalls darum, MEHR zu haben, nein. (Ich will ja im Gegenteil weniger haben, *ggg*!) Aber ich frage mich einfach, ob vielleicht beruflich was drinliegen würde, was anderes, was nichts mit Medizin und Krankheit zu tun hat. Da bin ich jetzt 30 Jahre dabei, jeden Tag. Aber du hast schon recht, und ich schreibe es ja auch in meinem Post: WAS, wenn es dann doch nicht die richtige Entscheidung war? Gut, das Risiko kann man nicht ausschliessen. Nie. Bei jedem neuen Job geht man es ein. (Und ich habe da in meiner Laufbahn auch schon die dollsten Geschichten erlebt, ne?)
      Naja. Ich bin ja keine, die einfach so aus Jux und Dollerei alles auf den Kopf stellt. Ich lasse mal, wie immer, die Zeit arbeiten. Hat bis jetzt eigentlich immer ganz gut geklappt! ;oD
      Ich wünsch dir einen flotten Start in die neue Woche, und danke für deinen langen Kommi!
      Ganz herzliche Grüsse!

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  7. Wie gut ich diese Gedanken nachvollziehen kann (auch wenn meine Lebenssituation eine ganz andere ist)..........ich gestalte gerade meinen nächsten Post, der ganz Ähnliches aufgreift :-). Der Weg ist das Ziel.........offen sein für Neues und das Erreichte voller Dankbarkeit lieben und schätzen........damit liegt man schon mal nicht ganz verkehrt ;). Allerliebste Sonntagsgrüße (auch an all die süßen Vierbeiner),

    bis bald, herzlichst Jade

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    1. Liebe Jade,
      na, dann bin ich gespannt auf deinen nächsten Post!
      Ich kann es nur wiederholen: Ich schätze mich sehr, sehr glücklich mit meinem Leben und was mir von ihm gegeben wird!
      Ich glaube, es hat auch ein bisschen was mit dem Alter zu tun: Man kommt irgendwann in eine Phase, die einem zum Nachdenken anregt, die vielleicht Verändeungen mit sich bringt, die einem hinterfragen lässt, was man so tut. Und das kann so verkehrt nicht sein!
      Es hat ja auch nichts mit Undankbarkeit zu tun. Aber sich Neuem zuzuwenden oder neue Wege zu suchen ist wohl ein ganz normaler Wandel, den man durchmacht, wenn man z.B. viele, viele Jahre im selben Job gearbeitet hat. Ich suche die Veränderung ja eher im beruflichen denn im privaten Bereich. Und bei den Tieren will ich ja sowieso absolut gar nichts verändern. Im Gegenteil: Sie will ich unbedingt behalten, und sie sind es ja auch, die mich zögern lassen, überhaupt etwas zu ändern!
      Ach, kommt Zeit, kommt Rat. Dieser Satz bewahrheitet sich doch immer wieder!
      Hab einen sehr schönen Abend, herzlichste Grüsse und Knuddler an Sheila und die Samtpfötchen!

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  8. liebste frau hummel
    deine bilder sind einmalig. deine gedanken ähneln den meinen.... ist es unser job? du glaubst nicht, wie oft ich in letzter zeit gerade über das thema gegrübelt habe. doch auch bei mir ist es so, dass da eine gewisse angst ist: kann ich völlig etwas aneres machen, würde mir mein bisher geliebter job nicht fehlen, etc etc. tja es ist nicht immer leicht. vielleicht fangen wir auch öfters zu grübeln an da wir ja ein "gewisses alter haben"?! auf jeden fall wünsche ich dir viele gute gedanken und dass du findest was du suchst...
    häb ganz ä schöne abe! härzlich ursula änet am hoger

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    1. Hej Ursula!
      Ja, du kannst mich sicher bestens verstehen! ;oD Und ich pflichte dir bei, dass es auch was mit dem Alter zu tun haben könnte! Bei mir ist ja eh alles ein wenig im Umbruch, da passt das Thema auch gleich noch mit dazu, *ggg*! Aber es ist sicher normal, wenn man sich ab und zu hinterfragt und sich ein paar Gedanken macht....
      Naja, sollte sich hier wirklich was ändern- ihr werdet es erfahren! Aber immer langsam mit den jungen Pferden, nichts überstürzen. Es kommt wie es muss!
      Wink zurück ubere Hoger und
      ganz liebi Griessli!

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  9. hi hummelchen
    schöner post. dein luxus... du hast zeit dir diese gedanken zu machen, während an mir das leben vorbeirauscht... vollkaracho sozusagen...! zuviel um die ohren. trotzdem ein paar worte zu deinen gedanken.

    bei mir hat es geheissen: "brotloser job - such dir was wo du geld verdienen kannst. egal ob es dir spass macht. das was dir spass macht kannst du dann als hobby machen."
    bald schon stehen meine töchter vor so einer entscheidung und ich sag dir eins. diesen spruch werden sie von mir nicht hören. das ganze leben etwas tun wozu man eigentlich keine lust hat.... dann lieber die ansprüche zurück schrauben. aber eben.... die existenzangst ist da. inzwischen hast du dir ein leben aufgebaut dass das notwendige "giletmünz" braucht. da hilft wohl nur genaues durchrechnen oder eine reiche erbtante...

    du siehst. viele haben diese gedanken und ich denke die wenigsten werden etwas ändern... manchmal wird man durchs leben zur veränderung gezwungen und dann geht es auch irgendwie. also... wenn es dir ernst ist dann wünsch ich dir gaaaanz viel mut zur veränderung und viel erfolg! (geholfen hat dir das aber jetzt glaub gar nicht) ich für mich würde im kleinen anfangen... hier mal etwas ändern, da mal etwas und dann wird es sich zeigen... du sagst es.... kommt zeit - kommt rat!
    ein schöner sonntag noch, ♥lichst, marika

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    1. Liebe Marika,
      du hast es erkannt: Zeit ist Luxus! Und diesen Luxus möchte ich noch ein wenig ausbauen. Denn Zeit ist etwas vom Wertvollsten. Wer weiss schon, wieviel wir überhaupt davon haben werden? Also muss man versuchen, sich davon zu nehmen, soviel wie nur geht!
      Das mit dem brotlosen Job war bei mir auch ein Thema. Ich wollte Bereiterin werden. Heute bin ich froh, dass meine Eltern mich davon abgebracht haben. Viel Arbeit für wenig Geld, und die Arbeit ist auch noch ein richtiger "Krampf". Meine Leidenschaft für die Pferde pflege ich jetzt als sehr inniges Hobby, seit fast 40 (!!! huuuu....) Jahren.
      Es ist ja nicht so, dass ich meinen Beruf nicht mag. Aber ich mache ihn einfach schon (zu?) lange. Manchmal ist da der Wunsch nach etwas GANZ anderem. Aber wie du schreibst: Eine gewisse finanzielle Grundlage muss vorhanden sein, denn ich habe KEINE reiche Erbtante! ;oD
      Meine Ansprüche schraube ich seit geraumer Zeit zurück. Das heisst- nein. Nicht meine Ansprüche. Die waren noch nie sehr hoch. Aber ich will einfach mein Leben EINFACHER machen. In allen Belangen! Daher rührt auch mein grosses Verlangen nach Minimalisierung. Der Begriff ist dehnbar, soviel ist klar. Aber ich will einfach nur noch das um mich haben, was ich wirklich brauche. Und meine Tiere. Die unbedingt! Ich könnte es natürlich viel, viel einfacher haben ohne sie, da würde extrem viel Arbeit wegfallen. Aber das ginge gar nicht ohne sie!
      Verändern tue ich, Schrittchen für Schrittchen- so wie du es mir rätst! Schon ziemlich lange bin ich dabei. Und es geht voran! Vielleicht puzzle ich mir meine grosse Veränderung aus vielen kleinen zusammen??
      Danke für deinen Kommi und ganz liebe Grüsse!

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  10. Oh ja, das kenne ich zu gut.... Ich habe allerdings niemanden, den ich versorgen muss, so könnte ich meine Sachen packen, mir ein Wohnmobil kaufen und mich von meinem Leben, wie es jetzt ist, verabschieden. Zwar hat es das Leben auch nicht gerade schlecht mit mir gemeint, aber an meiner Arbeit muss sich dringend etwas ändern. Ich möchte nicht nur für meinen wenigen Urlaub im Jahr leben und merken wie mir meine Energie ausgesaugt wird und ich immer müder werde....
    Ich habe nun wirklich die (dumme) Idee, alle Zelte abzubrechen, mir einen fahrbaren Untersatz zu holen und nur noch zu reisen. Über Wasser würde ich mich vielleicht mit meiner Musik halten können. In der kalten Jahreszeit kann ich bei jemandem unterkommen, und wenn es wärmer wird wieder reisen... Verkleinern tue ich meinen Besitz schon, und vielleicht schaffe ich ja den Sprung. Über meine Rente mache ich mir keine Gedanken, das wird schon irgendwie ;) Und was wenn ich sie sowieso nicht mehr erreiche? Lieber lebe ich jetzt :) Mal sehen ob ich mutig genug dafür bin.

    Und manchmal würde ich alles dafür geben um an Deiner Stelle auf dem Pferderücken zu sitzen und durch so eine traumhafte Landschaft zu reiten... hach :)

    Viele Grüße,
    Sandra

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    1. Liebe Sandra,
      ob das wirklich eine dumme Idee ist? Wenn es dir so sehr am Herzen liegt, dann solltest du es versuchen- vor allem, weil du doch wirklich nur für dich schauen musst! Und wenn man mit wenig zufrieden ist, dann könnte das wahrscheinlich klappen! Ich habe mir in letzter Zeit viele Reportagen über Aussteiger, Selbstversorger und Menschen, die im Camper leben, angeschaut. Die schaffen es auch alle- wieso sollte es bei dir nicht klappen?
      Ich bin auch der Meinung, dass man sein Leben nicht nur auf die Rente ausrichten sollte. Es kann sich keiner sicher sein, dass er sie wirklich erreicht. Was, wenn man sich von WE zu WE hangelt, immer die Pensionierung vor Augen (und dem beliebten Satz: "Wenn ich mal pensioniert bin- dann mach ich noch das...und das...und das...!), und zack!- es ist alles vorher aus?
      Also, wäre ich an deiner Stelle, ungebunden und frei- ich würde es wahrscheinlich in Angriff nehmen. Und wenn es nicht klappt, dann muss man sich zumindest nie selber sagen: "Hätte ich es doch wenigstens mal versucht...!".
      Ich wünsche dir, dass sich die Dinge nach deinem Wunsch fügen!
      Herzlichste Grüsse!

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  11. Hallo Frau Hummel,
    das kann ich ja kaum glauben. Genau die selben Gedanken gehen mir seit längerer Zeit auch durch den Kopf und es scheint wohl vielen so zu gehen.
    Vielleicht liegt es wirklich am Alter, sich ab einem
    gewissen Zeitpunkt so seine Gedanken über das gelebte Leben zu machen und wie man weiter leben
    möcht geht es ähnlich. Ich arbeite seit 25 Jahren im
    medizinischen Bereich und würde gern was Neues,
    was ganz anderes wagen. Nur was? Und der
    Gedanke lässt mich nicht los. Ich habe keinen Plan,
    aber der Wunsch ist da. Also werde ich mit offenen
    Augen durch's Leben gehen und schauen, was das
    Leben mir noch bietet. Ich wünsche uns Beiden das Beste.
    Liebe Grüße
    Andrea E.

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    1. Liebe Andrea,
      das wünsche ich dir auch!
      Ja, das ist immer eine gute Idee: Einfach mal sehen, was noch kommt! Das setzt einem weniger unter Druck, und ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sowieso nichts erzwingen kann! Wenn es sein soll, dann kommt's! Und dann ist auch die richtige Zeit dafür.
      Berufe im medizinischen Bereich sind halt auch ziemlich belastend. Wenn man den ganzen Tag mit Krankheit und ihren Folgen konfrontiert ist, dann zieht das schon viel Energie ab. Auch wenn man das meistens nicht so wahrhaben will. Das mag viele Jahre gutgehen, aber irgendwann merkt man, dass man ein bisschen ausgelaugt ist. Und das Tempo bei der Arbeit, die Ansprüche der Patienten unterstreichen das noch. Empfindest du das auch so?
      Nun, wir werden beide sehen! ;oD
      Danke für deine Zeilen und ganz herzliche Grüsse!

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  12. schönen sonntag liebe frau hummel
    ein wunderschöner post, der in vielen menschen diese gedanken erfasst
    ich denke, das leben ist philosophisch
    werden wir wirklich immer die richtige antwort finden
    was ist die richtige antwort
    wer gibt an, was die richtige antwort ist
    in unserer materialistischen zeit, spielt egal wie wir es drehen oder wenden das finanzielle eine grosse rolle
    willst du im spiel hier bleiben, brauchst du geld
    willst du deinen status erhalten brauchst du geld
    manche haben das glück ihren traum zum beruf zu machen
    dH nicht dass sich dieses nicht mal ändert
    die frage nach: wie schaut mein lebensplan aus, stellt sich unweigerlich irgendwann an
    oder was mache ich aus meinen leben
    ich glaube, dass es sehr viel ausmacht was schon im leben an erfahrungen gesammelt wurde
    und wie das leben generell verlaufen ist
    und was man so alles schon erlebt hat
    ich denke es wäre ein endlos langes diskusions thema und sehr interessant
    weil auch empfindungen dabei eine grosse rolle spielen
    der spruch man lebt nur einmal stimmt
    und man sollte versuchen mit sich stimmig also im einklang zu leben
    mit dem was man tut, sagt, empfindet...usw
    ich denke dann kann es ein sehr erfülltes leben sein
    da ich schon weit über die hälfte des halben jahrhunderts bin, kann ich sehr viel von deinen geschriebenen gedanken
    besonders nachempfinden und vieles liegt auch wieder jahre zurück und bekommt neue auffrischung
    es gibt keine ratgeber und keine festen regeln für sein leben
    es einfach leben und gehen bedeutet zu leben und seine erfahrungen machen zu dürfen
    in diesem sinne mach einfach weiter
    herzliche grüsse aus wien
    dunja

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    1. Liebe Dunja,
      Danke für deinen laaangen Kommi!
      Ja, ich werd es wohl genau so machen: Einfach voran. Und sehen, was kommt. Es ist ja nicht so, dass ich todunglücklich wäre, im Gegenteil! Aber manchmal ist einfach der Wunsch nach etwas Neuem, Anderem da. Und ganz ignorieren kann und soll man den nun auch nicht, oder? Bekanntes und Gewohntes ist schön, ich mag es gerne, wenn mein Leben in ruhigen Bahnen verläuft und keine Kapriolen schlägt. Trotzdem keimt immer wieder der Gedanke auf, dass man eventuell mal die gewohnten Wege verlassen sollte, um vielleicht was ganz Tolles zu entdecken, wenn man sich durch die Büsche schlägt?! Naja. Es eilt nicht, ich habe keinen Druck. Also: Eifach la tschädere! (Heisst etwa soviel wie: Einfach rumpeln lassen! ;oD)
      Ich wünsche dir einen sehr schönen Abend, bis bald mal wieder!
      Liebe Grüsse!

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  13. Ja das empfinde ich auch so. Das Tempo widerstrebt mir immer mehr. Es ging Jahre gut, aber ich merke ich will so nicht mehr. Irgendwie ist die Luft raus. Und wo ich sonst angepasst mit dem Strom geschwommen bin, möchte ich selbst bestimmen. Möchte meinen Tag so gestalten dürfen, wie es mir gut tut.
    Übrigens, mit dem Pony durch solch eine herrliche Winterlandschaft zu reiten ist ein Traum. Das ist ein Moment, wo man weiß, was es heißt zu leben.

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    1. Oh, da wär ich auch dabei- beim Gestalten, wie es mir passt! ;oD Aber irgendwie muss auch etwas Kleingeld ran, und da kommt schon die erste Einschränkung. Denn das, was so richtig Spass macht, das bringt meist nicht besonders viele Fränkli!
      Eine Komponente, die einem dazu bringt, sich was Neues zu überlegen, ist wahrscheinlich auch, dass sich der Berufsalltag abnutzt. Alles, aber auch alles wird Routine. Und somit manchmal ein wenig langweilig. Nicht, dass ich mir ein Boom!- und Baaang!-Feuerwerk wünsche jeden Tag, das wäre mir auch zuviel. Ach, du weisst schon, was ich meine!
      Da hast du wohl recht: Mit meinen Tieren in der Natur zu sein, das ist es, was unter anderem mein Leben ausmacht. Das bringt Freude! Und so besehen ist ja alles gut!
      Hab einen sehr schönen Abend,
      ganz liebe Grüsse!

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  14. Hallo Frau Hummel,
    so eine Phase gab es auch bei mir. Aber aus einem anderen Grund: ich arbeite auch im medizinischen Bereich, war aber in der Praxis sehr unglücklich wegen einer Kollegin. Alles andere stimmt, nur die Kollegin verdarb mir den Spaß am Arbeiten. Hatte dann so eine Idee von einem Gassi-Service.... Nach einem wirklich tollen Gespräch beim Arbeitsamt (die Mitarbeiterin war super, ich hatte großes Glück), nach einigen Tagen Bedenkzeit wurde mir klar, ich will in der Praxis erstmal bleiben. Also versuchte ich meine Einstellung zu ändern, ein klärendes Gespräch geführt und jetzt ist alles wieder gut. Aber ich weiß, wenns nicht mehr gehen sollte, gibts Optionen.
    Von daher: warte einfach mal ab, vielleicht wachst du morgens auf und dir ist klar, wohin die Reise geht.
    Gruß an deine Vierbeiner und keine Bange: es wird auch in deinen Gedanken wieder Klarheit herrschen und alles ist so, wie du es dir wünschst
    LG, Sabine

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    1. Ohjeee. Wenn die zwischenmenschliche Ebene nicht klappt im Beruf, dann wird's echt schwierig. Schön, dass du mit einer Aussprache eine positive Wende herbeibringen konntest! Das könnte ich gar nicht, mich jeden Tag mit dem Gedanken zur Arbeit bewegen, dass da jemand ist, der mir auf die Nerven geht. Oder versucht, mir irgendwie in die Quere zu kommen. Das hatte ich auch schon, brauche ich absolut nicht mehr!
      Sehr gut, dass du weisst, dass da Optionen sind. Das macht die Sache entspannter und nimmt den Druck weg, auf Biegen und Brechen in diesem Job bleiben zu müssen!
      Danke für deine Worte, ich freue mich, wenn du wiederkommst!
      Ganz herzliche Grüsse!

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  15. Habe meinen Namen vergessen.
    Andrea E.

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  16. Ohh, Hummelchen, das geht mir auch so. Immer wieder mal. Das, was ich so gerne täte, nämlich meine Bücher zu veröffentlichen, diese dicken Wälzer, auf die ich so stolz bin... das muss warten. Ich lebe zur Zeit dieses Leben, und das mit aller Inbrunst für meine Skulpturen. Mein Traum ist letztlich aber ein ganz anderer. Doch wenn frau Kinder hat, dann kommen die eben an erster Stelle. Und das ist manchmal sehr hart und WENIG belohnend, kann ich da sagen. Ich bin viel auf mich allein gestellt, Restfamilie gibt es nicht - die Schwestern zudem weit weg in den USA.
    Aber Kinder werden auch groß - ein paar Jahre noch... und mein Leben wird sich völlig umstrukturieren.
    Vor allem aber finde ich es wichtig, dieses westliche "hast Du im Leben auch ERFOLG gehabt?" zu erschießen. Denn darum geht es nicht. Ich möchte gegeben haben. Und ich stellte fest, ich habe in meinem Leben nacheinander glatt ein paar Leben gelebt. Daher, es kommt noch was. Davon bin ich überzeugt - und Du spürst es auch. Halt die Augen offen und die reduzierten Koffer innerlich gepackt :)
    Einen ganz dicken Drücker, Méa, die absolut unverbesserliche Optimistin

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    1. Lie Méa,
      Du wirst, bei aller Liebe zu deinen Kindern, deine Freiheit in ein paar Jahren sehr geniessen! Und ich bin gespannt, was dann passiert bei dir! Hoffentlich bleiben wir bis dahin in Kontakt.... ;oD
      ERFOLG zu haben im Leben, das finde ich nicht wirklich erstrebenswert. Ausser der Erfolg besteht darin, dass man zufrieden und glücklich ist mit dem, was man hat. Karriere zu machen war für mich NIE das Ziel. Dazu bin ich viel zu wenig "bissig" und ehrgeizig. Ich finde den Gedanken furchtbar anstrengend, immer top zu sein, immer bei den Besten, es allen beweisen zu wollen. Hrrggssss....
      Ja, ich werde die Augen und Ohren offenhalten. Koffer packe ich nicht gerne, ich will nicht weg! (Jaja, ich weiss schon, wie du das meinst, *ggg*!) Ich lasse es einfach laufen. Hat sich bis jetzt gut bewährt!
      Bis bald, meine Liebe, und ganz herzliche Hummelzgrüsse!

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  17. Liebes Hummelinchen, das klingt zwar ein bisserl nach Midlifecrisis, aber wenn's dich tröstet, mir geht es schon so, seit ich 20 war. Was hauptsächlich damit zu tun hat, dass ich zwar versucht habe, mir andere berufliche Standbeine nebenbei aufzubauen, aber da ging's mir so wie dem dreibeinigen Hund, dem du begegnet bist. Oder vermutlich noch wackeliger. Deshalb mache ich noch immer, was ich schon ewig mache, denn für Sprünge ins Eiswasser bin ich nicht geboren. Und wenn man für etwas nicht geboren ist, dann sollte man es auch lassen, weil dann fühlt man sich mit dem Ergebnis nicht wohl... Glaube ich...
    Liebste Rostrosengrüße von der Traude und Kraulerchens an alle deine Tiere

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    1. Nööööö- als Midlifecrisis würde ich das nicht bezeichnen, *ggg*! Ich hab eigentlich keine Krise. Ich denk nur ziemlich oft ziemlich intensiv nach! ;oD Mein Job ist ja an und für sich ein guter, sicherer. Nur eben: Ich mache ihn schon 30 Jahre lang, und er hat sich ein wenig totgelaufen. Aber es ist nicht so, dass ich mich jeden Morgen zur Arbeit schleppen müsste. Ich geh da ziemlich entspannt und fröhlich hin. (Auch wenn die letzten 2 Jahre für alle im Team ziemlich anstrengend und auslaugend waren....)
      Also werde ich ihn wohl weiterhin tun, meinen Job. Bis ich eine grandiose Idee habe, die sich auch umsetzen lässt! ;oD
      Hab einen sehr schönen Abend,
      ciao und herzlichste Grüsse!

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  18. Mir geht es wie Edith, liebe Frau Hummel. Noch 1 1/2 Jahre "muss" ich. Eigentlich gefällt mir mein Job in der Bücherei gut, aber in letzter Zeit sehne ich mich doch immer mehr nach mehr Freiheit.
    Ich glaube, wenn die Zeit gekommen ist, wirst du schon etwas finden für dich. Wie lautet noch dieser schöne Spruch: Auf jeden Pott passt ein Deckel. Du hast da schon die richtige Einstellung: Einfach sehen, was kommt.
    Grüßle
    Ursel

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    1. Liebe Ursel,
      jaja, ich glaube auch, dass Warten im Moment das Richtige ist. Besser, als hastig und übereifrig vom Karussel zu hüpfen und auf der Nase zu landen! Vielleicht kann ich noch ein bisschen mehr reduzieren im Pensum. Und dazu irgendwas parallel machen, was mehr von meiner Kreativität an den Tag lässt?
      Abwarten und Earl Grey trinken! ;oD
      Bis bald, herzliche Grüsse!

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  19. Ohh ja Frau Hummel
    diese Gedankengänge sind mir wahrlich nicht unbekannt .
    Seit 16 Jahren selbstständig , seit über 22 Jahren auf dem selben brotlosen Beruf tätig.
    Es dreht sich wie ein Hamsterrad und man überlegt ob man seine Bude nicht einfach vermieten und das Töpfern an den Nagel hängen soll......ich würde damit mehr verdienen...total irre , nur was mach ich dann ?
    Mit meinem Beruf findest Du nirgends eine Anstellung und abgesehen davon...es ginge wohl auch nicht , da ich schlicht weg das selbständige Arbeiten gewohnt bin . Ich werde mich wohl gar nicht mehr *unterordnen* können.
    Wann immer ich diese Gedanken zu ende gedacht habe komme ich zum Schluss , dass ich nicht nur nicht anders kann
    ....nein , ich will auch gar nicht anders ....solange es geht werde ich Drehen...das entsprich am meisten meinem *Naturelle*.......ich denke in anderen Berufen müsste ich viel mehr Kompromisse eingehen und damit hätte ich dann wohl viel mehr Mühe .
    Ich bin wohl eher diejenige die immer mal wieder was Kleines verändert , doch wenn man dann mal 10 Jahre zurückschaut , ergibt es doch auch einen ordentlichen Schritt .
    Ich wünsch Dir eine gute Woche
    herzlichst
    caro

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    1. Oooohh-halt! Du hörst nicht auf mit dem Töpfern, bis meine Spezialwünsche abgearbeitet sind, gell?? ;oD
      Nein, ich kann dich sehr gut verstehen. Du hast einen sogenannt "brotlosen" Job, wie die meisten künstlerischen. Aber er bringt dir sicher viel Freude, und wenn du durchkommst (ihr seid ja zu zweit!), dann ist das doch die Hauptsache! Du hast einen so schönen Job, bist selbstständig, kannst dir deine Tage selber einteilen, stellst soooo tolle Dinge her- eigentlich ist das doch perfekt, oder? Und dass du nicht mehr nach striktem Plan arbeiten, dir sagen lassen möchtest, was du zu tun hast- das ist ja völlig klar. Irgendwie geht halt nicht alles zusammen: Ein Beruf, der immer nur Spass macht, einem alle Freiheiten lässt, einen 5stelligen Monatslohn generiert und man nur 2 Stunden am Tag arbeiten muss- tja, den muss man erst noch erfinden! ;oD
      Und die kleinen Veränderungen sind oft auch sehr wertvoll. Sie bringen neuen Wind in den Alltag!
      Also, dann bis bald! Ich hoffe, ich höre von dir, kicher.....
      Liebi Griessli und gued N8!

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  20. Liebe Andrea
    ich glaub da geht es jedem gleich mal mehr mal weniger bei mir ist es das letztere ich bin zufriedem und kann mich an ganz kleinen Dingen freuen,an meiner Enkelin an unseren Tieren und sogar an den Pferden meines Cousins die ich wann immer ich will besuchen kann;.))Ansonsten schau ich nicht groß nach vorne denn morgen kann alles schon ganz anders sein in meinem Beruf sieht und hört man soviel Lebensgeschichten Freud und Leid da muss man sich irgendwann ein Schutzschild bauen darum denk ich nicht mehr groß über die Zukunft nach und plan einfach wenn es soweit ist;.))
    also geniess die Zeit und lass dich einfach vom Leben überraschen...ggl. u. herzliche Grüße..Petra

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    1. Liebe Petra,
      ja, ich freue mich doch auch an all den schönen kleinen Dinge, die einem jeden Tag wiederfahren, ich mag mein Leben sehr! Und ich plane auch nicht für lange Jahre im Voraus, denn natürlich ist es so: Schon morgen kann alles ganz anders sein! Trotzdem ist da immer wieder der Gedanke an etwas NEUES. Das muss nichts Weltbewegendes sein, denn das mag ich ja eigentlich gar nicht, diese Rundumschläge an Veränderung! Aber einfach mal weg von dem, was man seit 30 Jahren Tag für Tag tut.
      Dann mach ich das doch einfach mal: Ich lass mich vom Leben überraschen! Ist ja eh' so: Es kommt alles, wie es muss. Da bin ich mir sicher!
      Bis bald, meine Liebe, und ganz herzliche Grüsse!

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  21. Liebste Andrea,
    nun war ich schon sooo lange nicht mehr im Bloggerland, gerade weil das letzte Jahr für mich die gleichen Fragen und noch viel mehr aufgeworfen hat. Und nun komm ich Dich hier besuchen und lese ausgerechnet DAS. Es hat mich regelrecht durchgeschüttelt und eine Antwort hab ich noch immer nicht gefunden. Aber zumindest ist nun Ruhe eingekehrt und so hoffe ich für Dich und mich, dass wir mit unseren Entscheidungen glücklich sind ! Ich vermisse Dich und wünsche Dir von Herzen, dass Du das Grüben aufhörst und dafür anfängst, Dinge zu wagen, die Dich glücklich machen ! Ich weiss, dass Du das schaffst !
    Dicker Knotsch vom Unikümsche

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    1. Guten Morgääähn, Evvälinsche!!
      Achwieschön von dir zu hören!! Hab dich auch vermisst!
      Ja ne, solche Gedanken können einem ganz schön beschäftigen? Und die Lösungen bzw. die Antworten auf die Fragen werden einem halt nicht auf dem Silbertableau serviert. Das ist auch gut so, denn man soll selber was tun müssen dafür, sich damit auseinandersetzen. Das Leben weiss schon, womit es einem konfrontieren muss.....
      Aber ich denke, dass der Weg das Ziel ist, auch in diesem Fall. Vielleicht bleibt man unterwegs plötzlich irgendwo hängen, wo man es gar nicht gedacht hätte, und es ist genau richtig!?
      Wie auch immer: Ich melde mich demnächst per Mail bei dir. Muss doch jetzt endlich mal wissen, was du inzwischen so treibst!
      Bis bald also, meine Liebe, und liebe Knuddels an die Fellnasen!
      Drüüüück und Hummelzallerherzelichstegrüsse!

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  22. Liebe Hummel,

    jetzt habe ich auch alle Kommentare mal durchgelesen.
    Und auch ich kenne diese Gedanken - wem geht es nicht hin und wieder so - vielleicht Künstlern, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten und damit noch gut und das lebenslang verdienen?
    Tja ... ich bin zwar auch in einer anderen Situation mit Ehemann, der für das hauptsächliche Einkommen sorgt, insofern kann ich mir einen Job "leisten", der Freude macht, selbst wenn er brotlos ist. Aber den Männern geht es nicht anders. Doch da wir noch 2 Söhne haben, die noch von uns abhängig sind, muß der Job gemacht werden, ob er Spaß macht oder belastend ist, das nützt leider nichts.
    Doch darüber hinaus haben wir erkannt, daß wir wohl immer irgend etwas arbeiten werden wollen und müssen, denn mit dem "bißchen" Rente würden wir nicht auskommen, auskommen wollen, trotz aller Ansprüchezurückschrauberei! Aber es macht sicherlich einen Unterschied, wie viel Einkommen man erzielen muß und wie viel Zeit darauf verwendet werden muß.
    Ich denke aber auch, wenn es wirklich sein muß, wird man Entscheidungen treffen können. Manchmal hat man eben auch keine andere Wahl. Man weiß nie, wie gesund und leistungsfähig man bleibt. Auch wenn wir die Generation sind, die nie altern wollen im Sinne von Hinfälligkeit & Co. ... so läßt die Natur da doch leider nicht mit sich reden .... was kommt, das kommt ...Aber wir hoffen, daß wir mindestens bis 80 topfit bleiben. ;-) :-)
    Vielleicht hilft einmal ein längerer Urlaub? Denn 30 Jahre ohne Unterbrechung ... außer Ferientage daheim - stelle ich mir wirklich sehr anstrengend vor. Manchmal braucht es einfach einer zeitlichen und räumlichen Trennung, um klar sehen zu können, was man eigentlich will. Es muß ja kein Urlaub im heute üblichen Sinne sein ... ich stelle mir immer eine Auszeit im Gebirge vor, in einer einsamen Berghütte *lach* ohne elektrischen Storm und fließendes Wasser ....
    Du wirst Deinen Weg finden, wenn es soweit ist ...
    Alles Liebe wünsche ich Dir
    Sara

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    1. Liebe Sara,
      das mit dem Urlaub wird die nächsten vielleicht 10 Jahre nicht wirklich funktionieren. Es ist einfach schwierig, jemanden zu finden, der jeden Tag die Tiere betreut. Wir sprechen hier nämlich von mindestens 2 Stunden Arbeitsaufwand- geritten ist da noch keines der Pferde! Ausserdem kenne ich mich: Ich würde mich jeden Tag erneut fragen: Geht es ihnen gut? Stellen sie auch nichts an? Es ist halt z.B. schon so, dass die Gefahr gross ist, eine gefährliche Erkrankung wie Koliken zu übersehen, wenn man die Tiere nicht gut kennt. Das ist mir schon 2 Mal passiert. Ich dachte morgens: Was ist bloss mit Vajo los? Der ist so seltsam....und liess den Tierarzt kommen. Prompt hatte er eine beginnende Kolik. Und grade Koliken können, über Nacht unentdeckt, ein Pferd das Leben kosten. Also kommt aus diesen Gründen eine lange Reise für mich gar nicht in Frage.
      Aber in zehn Jahren sind meine Jungs alte Herren, und dann dürfen sie auf die Altersweide, wie Vajo.
      Voraussichtlich werde ich mir dann wohl keine Pferde mehr nach hause holen, schliesslich zähle ich bis dahin auch schon 60 Lenze! Ob ich dann die Gelegenheit nutze und reise? Man wird sehen! ;oD
      (Oder ich nehme die Ponys mit auf die Berghütte?? *ggg*)
      Aber egal. Es ist ja nicht so, dass mich diese Gedanken wirklich schwer belasten. Es geht mir ja sehr gut, das ist unbestritten! Aber ein wenig Unruhe und die Fühler nach Neuem auszustrecken ist ja bestimtm auch nicht so verkehrt, oder?
      Danke für deine Zeilen, hab einen sehr schönen Abend!
      Herzlichste Grüsse!

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    2. Mir fällt gerade ein - liebe Hummel, wenn Deine Jungs im Jura sind - dann wäre vielleicht die Gelegenheit? Oder mal einen getrennten Urlaub, der Mann bleibt daheim bei den Pferden und Frau erholt sich und findet zu sich selbst. Mit Kindern ist es ja ähnlich. Manchmal braucht Mutter eine Mütterkur, da hilft dann alles nichts, bevor sie vor Erschöpfung zusammenbricht. Aber Du wirst einen guten Weg finden ...
      Und wenn es Dich nicht wirklich belastet .... es gibt ja viele Menschen heute, die kurz vor dem Burnout stehen - hier bei uns werden viele sogar wegen Burnout und Depressionen früh berentet, das ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die dazu führt, daß man beruflich kaum noch Leistung zu vollbringen mag. Dann steht der Erwerb leider auch auf der Kippe. Aber solange es nur Gedanken sind, ist es sicher nicht so dramatisch, daß wir uns Sorgen machen müssen.
      Alles Liebe
      Sara

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